S.Jl.-’fpOTt
75 Jahre Turnverein Hausen
Wirffchast
Ochsen, 233 (226) Bullen, 461 (543) Kühe, 186 (257) Färsen. Kälber 667 (668), Hammel und Schafe 105 (80), Schwein« 1112 (1096). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 44 bis 46,50 (45 bis 46,50), bl) 41 bis 42,50 (40,50 bis 42,50), c) 36 bis 37,50 (36 bis 37,50). Bullen a) 42,50 bis 44,50 (43,50 bis 44,50), b) 40 bis 40,50 (40 bis 40,50), c) 33 bis 35,50 (34 bis 35,50). Kühe a) 42 bis 44,50 43 bis 44,50), b) 37,50 bis 40,50 (38,50 bis 40,50), c) 31,50 bis 34,50 (31 bis 34,50), d) 17 bis 25 (22 bis 25). Färsen a) 44 bis 45,50 (44 bis 45,50), b) 39 bis 41,50 (40,50 bis 41,50), c) 34,50 bis 36,50 (35 bis 36,50). Kälber a) 63 bis 65 (53 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 43 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bi« 40 (30 bis 40). Hämmel bl) 50 (50), b2) 45 bis
Oer landwirtschaftliche Marktbeobachter
Vor der neuen Getreideernte. - Sochstand der Milcherzeugung erreicht.
Mit leichtem Gepäck
Oie Hitlerjugend auf großer Fahrt.
49 (49), c) 39 bis 44 (42 bis 44), d) 30 bis 35 (—)- Schafe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 34 bis 39 (35 bis 39), c) 22 bis 32 (16 bis 32). Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 53 (53), d) 50 (50). Sauen gl) 58 (58). Marktverlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.
Kchwelnemarkt in Vuhbach.
* Butzbach, 6. Juli. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 795 Ferkel zum verkauf. Es kosteten bis 6 Wochen alte Ferkel 18 bis 23 RM., 6 bis 8 Wochen alte 24 bis 28 RM., 8 bis 13 Wochen alte bis 32 RM. pro Stück. Nach flottem Handel verblieb ein Ueberstand von etwa 200 Stück.
Wie schnell „Rund um Schotten" in diesem Jahre zu werden verspricht, zeigte das erste offizielle Daining am Donnerstag auf. Dom frühen Morgen an waren Motorrad- und Sportwagenfahrer mit Eifer dabei, sich mit der stark verbesserten Strecke und ihren Eigenarten vertraut zu machen. Das schöne Sommerwetter stachelte manchen Fahrer zu erstaunlich schnellen Runden an. Mit vollem Einsatz trainierte bereits Petruschke, der in der 250er» KlaHe bi» einzige Fabritmaschine der Auto-Union steuert. Er brachte es schließlich auf 8:45,1 Minuten (HO km/st). Nach ihm sind der Stuttgarter Dai- ter auf DKW. mit 9:04,4 (106,2 km/st) und Pätzold (Schnellewalde) auf DKW. mit 9:09,0 (105,5 km/st) zu nennen. Petrufchkes Zeit lag Übrigens klar unter der Traimngsbestleistung des Vorjahres. In der Klasse bis 350 ccm war der Berliner R i ch n o w auf Rudge mit 8:28,1 (113,9 km/it) der schnellst« Fahrer. Der Karlsruher Nitschky schafft« auf DKW. 8:49,4 (109,2 km/st), Schneider (Klingenthal) erreichte mit der DKW.
Wer Trainingstag - Schnelle Runden
rftunft um Schotten-
Höhenrekord im Kleinflugzeug.
Im Kleinflugzeug 250 der Gothaer Waggon- Fabrik, das mit zwei Motoren zu 50 PS ausge« rüstet ist, stellte der Pilot Dr. Platz einen neuen Höhenrekord für Kleinflugzeuge der Klaffe 2 bis 4 Liter auf. Dr. Platz erreichte in einem eineinhalb» stündigen Flug 8048 Meter und übertraf damit wefentlich die bisherige Bestleistung des tschechischen Majors Bachza mit 7470 Meter. Dr. Platz erreichte in den ersten 45 Minuten 7000 Meter, brauchte dann aber für die weiteren 1048 Meter noch 39 Minuten.
Schweden gewann den Länderkampf.
Feldwebel Gar« Fünfkampfmeifier der Vehrwachl.
Die deutsche Wehrmacht-Meisterschaft und ber ba» piit verbundene Länderkampf im Modernen Fünfkampf zwischen Deutschland und Schweden wurde am Donnerstag abgeschlossen. Den Länderkamps gewannen die Schweden mit 133:137 Punkten. Die Gäste stellten mit Lt. Egnell auch den Sieger im internationalen Fünfkampf. Die Meisterschaft der Wehrmacht fiel an den Ka-mpfspielsieger Feldwebel G a r v s (Heeresfportschule) vor Oblt. Freiherr von Schlotheim, dem Titelverteidiger Obi. Lemo und Hauptmann Eramer. Meister der Klasse B wurde Hauptmann Scharte vor Oblt. Kempa und Oblt. zur See Krupka.
An der Ldendbörs« entwickelten sich die A k t i e n» für ft zwar weiter etwas uneinheitlich, trotz nur kleiner Umsatz« infolge mäßiger Kundschaftsbeteili- auna blieb die Gesamthaltung aber gut behauptet. IG. Farben lagen mit 145 unverändert, auch andere Chemiewerte, wie Scheideanstalt mit > 209, Metall» aesellschaft mit 11,50, blieben behauptet. Herein. Deutsche Metall befestigten sich um 1 v. H. auf 162 Mäßig erhöht waren ferner Buderus auf 91,75 (91), Mannesmann auf 104,25 _^04), Berger auf 142 (141,65), Deutsche Erdöl auf 117,50 (117) und Demag auf 137,75 (137,50). Anderseits waren Rdeinstabl 0,65 v. H. niedriger mit 133 gefragt, ebenso Ädlerwerke mit 97,50 (98) BMW. mit 129,50 (130,25), AEG. mit 112,25 <"2,50), Gesfurel mit 124 (124,25) und Rheinmetall mit 115 25 (115,75). Renten lagen still, 6 v. H M. Farben unverändert 118,75. desgleichen Reichslxchn-DA. nut 12190. Der Markt der Steuergutscheine lag bei behaupteten Kursen ruhig, einige Umsatz« entart- ketten sich in den Abschnitten der Serie I.
Frankfurter Schlachtviehmarkt
Frankfurt«. M., 6.Juli Auftrieb: 1025 Rin- der (gegen 1163 am 29. Juni), darunter 145 (137)
Mitglied des Vereins.
Am kommenden Sonntag, 9. Juli, feiert der „To. Hausen von 1864* fein 75jähriges Bestehen. Am Vormittag finden leichtathletische Wettkämpfe und am Nachmittag Vorführungen der Turner und Turnerinnen aus Wieseck und Hausen statt. Eine Anzahl Turnvereine unseres Turnkreises haben chre Beteiligung an der Gründungsfeier zugesagt.
lich die Festsetzung der Kosten, di« so gering wie nur irgend möglich bemessen werden müssen. Wird den Eltern mitgeteilt, daß die an- gesetzte Fahrt soundsoviel kostet, dann wissen sie auch, daß kein höherer Betrag als der angegebene aufgewendet werden muß und Nachforderungen ausgeschlossen sind. Für die Jungen und Mädel zudem, deren Eltern das Aufbringen dieser gering gehaltenen Beträge nicht möglich ist, wird trotzdem Vor- orge getrosten, daß sie an der Fahrt teilnehmen Tonnen, bei der niemals die bessere oder die schlechtere wirstchaftliche Lag« der Eltern den Ausschlag
regelt worden.
Das neue Kartoffelwirtschaftsjahr bat mit der Ernte der Frühkartoffeln am Main und im Wiesbadener Bezirk bereits begonnen. InOberh «ssen wird bi« Rodung in kurzem be- «innen. Aber zur Versorgung der Städte werden noch täglich pfälzische Frühkartostetti hereingenom- men. Die Verwertung der alten Bestände nähert sich allmählich dem Ende. Die Preise für die Frühkartoffeln werden jeweils von der zuständigen Haupt» Vereinigung bekanntgegeben.
An allen rhein-mainischen O b st m a r ft e n nimmt die Anlieferung von Frühobst wie Johannis- und Stachelbeeren, Süß- und Sauerkirschen entsprechend dem guten Ernteausfall noch zu. So können die Hausfrauen an die Emdunstung von Wintervorräten berrten. Die Konservenindustrie
geben soll.
Peinlich vermieden wird jede körperliche Ueberanstrengung der Fahrtt^l» nehmer, die sich gerade bei den Pimpfen und Jung- mädeln verhängnisvoll auswirken müßte. Der Reichsjugendführer hat diesen Fragen stets besonderes Verständnis entgegengebracht und durch ein» chneidend« Anordnungen dafür gesorgt, daß kein Jung« und kein Mädel stärker beansprucht wird als es feiner Gesundheit zuträglich ist. So muß jeder vor Antritt der Fahrt eine Gesundheitsbescheinigung vorlegen, aus der heroorgeht, ob der Junge oder das Mädel körperlich in der Lage ist, an der beabsichtigten Wanderung teilzunehmen. Weiter wird dafür gesorgt, daß nicht mehr Gepäck mitgenommen wird als unumgänglich notwendig ist. Besonders ist es zu begrüßen, daß hier auch eine gewissenhafte Begrenzung geschaffen worden ist. Gemäß den Vorschriften der Reichsjugendführung darf das Gewicht des Tornisters für Pimpfe nicht mehr als 2,5 Kilogramm und für Hitlerjungen nicht mehr als 5 Kilogramm betragen. Im einzelnen ist genau festgelegt, was im Tornister mitzuführen ist, so daß unnötiger Ballast zuhause
gelassen werden kann.
Don nicht minderer Bedeutung rst die Frage der Verpflegung. Es liegt auf der Hand, daß qe- rad« bei diesen jungen Menschen, die in starkem Wachstum begriffen sind, auf eine richtige und zweckmäßige Ernährung geachtet werden muß. Die Lehrgänge für Lagerköche und Jugendherbergs- mütter, die kürzlich von der Reichsjugendfuhrung abgehalten worden sind, haben dazu wesentlich beigetragen. Jungen und Mädel wissen, daß sie eine gute und schmackhafte Verpflegung erhalten und daß selbst der größte Hunger, der bei diesen Wanderungen wahrlich nicht gering zu sein pflegt, gestillt werden kann. Es ist also völlig unnötig, daß die Eltern ihren Kindern noch großen Sonber- proviant mit auf den Weg geben, „damit der arme Junge unterwegs nicht zu hungern braucht'.
Die gute Entwicklung des Gesundheitsstandes unterer Hitler-Jugend ist der beste Beweis dafür, wie günstig sich die zahlreichen von der Reichsjugend- führung getroffenen Maßnahmen auswirken und jede Sorge von elterlicher Seite ausschalten. Diese Fahrten, die kein Hitlerjunge mehr missen möchte, erschließen nicht nur die Schönheiten unserer Heimat, sondern machen auch, worauf besonderes Gewicht gelegt wird, jeden einzelnen mit der geschichtlichen und kulturellen Entwicklung der Gegend, durch di« di« Fahrt führt, vertraut. Es wird damit auch das politische Denken unserer Jugend planmäßig geschult. — Wenn wir jetzt, da der Sommer seinen Einzug gehalten hat, überall auf die Fahrtengruppen der Hitler-Jugend stoßen, wenn wir ihre braungebrannten Gesichter sehen, aus denen die Freude leuchtet, dann wollen wir dabei auch der . Arbeit jener Führer in der Hitler-Jugend gedenken, . die für reibungslose Durchführung der Fahrten ■ Sorge tragen.
Iibein-Moinische Börse.
Mllagrbörse naelaheitlich.
Frankfurt a. M., 6.Juli. Die Börse hatte am Aktienmarkt eine weiterhin feste Grundtendenz, doch war die Entwicklung der Kurse bei kleiner gewordenem Geschäft uneinheitlich. Während seitens der Provinzkundschaft noch Käufe kleinen Ausmaßes vorlagen, schritten die Derufskreise vielfach zu einigen Glattstellungen, so daß sich Schwankungen von durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H. ergaben. Don Chemiewerten ließen IG. Farben auf 144,90 (145,75), Metallgesellfchaft auf 111,50 (112) nach, dagegen Scheideanstall weiter fest mit 209 (207,50). Montanwerte lagen sehr ruhig, aber behauptet. Mannesmann 104,65 (104,75), Hoesch unverändert 106, Rheinstahl 133,65 (133,50), Verein. Stahl etwa 100 (100,25). Weiter fest tendierten BMW. mit 130,25 (129/50), auch Demag 1,25 v.H. gesteigert auf 137,50. Höher kamen ferner il a. Zellstoff Waldhof mit 116,50 (110), Westdeutsch« Kaufhof mit 96,13 (95,50) und Schuckert mit 173,90 (172,50) zur Notiz. Anderseits gingen Conti Gummi auf 210 (211), Deutsche Linoleum auf 144 (145) und Feinmechanik Jetter nach Pause auf 97 (98,50) zurück.
8:52,3 (108,9 km/st), während der Auto - Union - Fabrikfahrer Winkler sich offensichtlich noch etwas zurückhiell und mit 8:54,0 (108,4 km/st) zufrieden war.
In der schweren Klaffe fuhr D a a s e n (Hambach) als schnellster Mann auf der Norton mit 8:17,1 Minuten «inen Durchschnitt von 116,6 km/st. Der Hamburger Lohmann jagt« seine BMW. in 8:18 (116,2 km/st) über den Kurs.
Schnelle Runden gab es schließlich auch bei den Sportwagen.. In der kleinen Klasse schnitt vorerst Do rst er (Nheydt) auf MG. mit 9:53,1 (97,6 km/st) am besten ab, während der Offenburger M ö l d e r s in der Klass« bis 1500 ccm mit 9:17,1 (103,8 km/st) überlegen war. Der Berliner B r i e m von der Mannschaft der Korpsführung steuerte seinen BMW. in der 2000»ccm-Klaffe in 8:28 (113,9 km/st) über den Kurs. Der Fiatfahrer Westenberger wurde nach dem Training aus der Dahn getragen, erlitt aber erfreulicherweise kein« Verletzungen.
Die Rhein-Mainischen Getreidemärkte stehen, wie überall, im Uebergang zur neuen Ernte. Der Schnitt der Wintergerste hat bereits am Rhein begonnen. Die Altbestande sind soweit untergebracht, di« ,Müh» len auch für die nächste Zeit mit Mahlgut versorgt, und die Reichsstelle geht mit größeren Vorräten in das neue W i r t s ch a f t s i a h r hinein, alsjezuvor. Selbst Futtermittel sind in allen Sorten, außer Kleie und Oelkuchen, genügend belieferbar. Die neue Getreidemarkt- orbnung übernimmt im wesentlichen das bisherige Gefüge und die seitherigen Preise. Zur Unterbringung der großen Roggenernte ist jedoch die Beimischung von wenig ausgemahlenem Roggen- mehl an Steüe des bisherigen Kartoffelstarkemehls zu Weizenmehl vorgesehen. Hierfür wird eine hellere Weizenmehltype hergestellt werden. Diese Neuregelung tritt ab 1.8.1939 in Kraft. Jur Stärkung des Futtergetreideanbaues find die Preise für Futtergerste und -Hafer um 2 bzw. 3 Mark je Tonne erhöht worden. Schließlich enthält die Anordnung auch neue Bestimmungen über die Naturalaewichte und die entsprechenden Zuschläge, wie die Begren- iUna des Anteils von Auswuchs bei (Betreibe. Für den Futtermittelumsatz find die Spannen neu ge-
Wieder hat ein neuer Fahrtensommer 1 der Hitler-Jugend seinen Anfang genom- < men. Der ganzen deutschen Jugend erschließen sich o die Schönheiten unserer Heimat, die sie auf diesen besonders sorgfältig vorbereiteten und in ihrer Durchführung mustergültigen Fahrten kennen lernt. Auch unsere Jüngsten, die eben erst in die Jugend des Führer aufgenommenen Pimpfe und Jung» mädel, treten jetzt ihr« erste Fahrt an, die sie zusammen mit ihren Kameraden und Kameradinnen zu den schönsten Plätzen unserer Heimat führt.
Die Fahrten gehören mit zu den wichtigsten Aufgabengebieten, die sich die Hitler-Jugend gestellt hat. Die deuffchen Jungen und die deutschen Mädel sollen ihre Heimat kennen lernen, sollen heraus aus den engen Mauern der Großstadt, damit sie schon in so jungen Jahren unvergängliche und unvergeßlich« Eindrücke erhalten, die für ihr ganzes späteres Leben mitbestimmend sein werden. Der zweite Zweck, der mit diesen Fahrten verfolgt wird, ist erzieherischer Natur: schon die Zehn- jährigen sollen lernen, was es heißt, sich in die Gemeinschaft, und mag sie auch noch so klein sein, einzufügen. Sie begreifen bann rasch, was Ordnung und Disziplin heißt. Im tag- lichen Zusammenleben mit ihren Kameraden und Kameradinnen merken sie, daß nicht jeder Sonderwunsch Erfüllung finden kann und nicht das „Ich ", sondern das „Wir" maßgebend ist. So wird auf diesen Fahrten, ohne daß dies den Jungen und Mädeln stets zum Bewußtsein kommt, ein gutes Stück Erziehungsarbeit geleistet, die sich späterhin, wenn größere und wichtigere Aufgaben an den jungen Menschen herantreten, nur fruchtbar auswirken kann. Darüber hinaus tragen diese Fahrten dazu bei, schon bei der Jugend keine irgendwie gearteten Vorurteile, was Berus und Herkommen der Eltern betrifft, aufkommen zu lassen. Der Jung« lernt auf diesen Fahrten, daß in der Beurteilung jedes seiner Kameraden allein die Tatsache ausschlaggebend ist, ob er ein ganzer Kerl ist, also die Forderungen erfüllt, die der Führer an seine Jugend gestellt hat.
Wenn heute der Jung« ober das Mädel sagt „Am Samstag und Sonntag gehen wir auf Fahrt!", dann wissen die Eltern, daß damit ihr Kind keine Wanderung antritt, die einem unbekannten Ziel entgegenführt. Jede dieser hunderttausend Fahrten, die Jahr um Jahr durchgeführt werden, ist bis in alle Einzelheiten vorbereitet. Daß dabei manche Schwierigkeiten zu überwinden sind, liegt auf der Hand. Es bedarf einer überaus sorgsamen Vorarbeit, um eine reibungslose Durchführung jeder dieser Wanderungen zu gewährleisten. Niemals wird es, um einmal auf diese Schwierigkeit hinzuweisen, vorkommen, daß eine besonders schöne Jugendherberge, in der über- nachtet werden muß, bas Ziel von mehr Wander- Srupen ist, als in ihr Unterkunft finden können.
cd er Fahrtteilnehmer weiß, daß, wenn in dieser oder jener Jugendherberge übernachtet werden soll, zur vorgesehenen Ankunftszeit alles aufs beste gerüstet ift. Überschneidungen und Zu- ammensallen von Reisezielen werden, wofür, der genau ausgearbeitete Organisationsplan Sorge trägt, peinlichst vermieden.
So liegt es auf der Hand, daß die Durchführung dieser ungezählten Fahrten ein gerüttelt Maß von Vorarbeiten bedingt. Schon monatelang vorher werben die Wanderungen, ob sie sich nun über einen ober mehrere Tage erstrecken, von den ver- antaortlichen HJ.-Führern genauestens burchgear- beitet. Von besonderer Wichtigkeit ist selbstverstand-
Deutschen Turnerschaft, 1906 trat er als Turnverein Hausen von 1864 dem neugegrünbeten „Turner- bunb Lahn-Dunsberg" (dem späteren „lurngau Lahn-Dimsberg") bei, dem er vis 1933 angehorte. Mit diesem Gau trat der „To. Hausen von 1864" nun wieder in die „Deutsche Turnerschaft" und zählt jetzt, wie alle Turn- und Sportvereine, zum Nationalsozialistischen Reichsbund für ßeibesübun- gen. Dem Turnverein Hausen von 1864 gehörten einzelne Mitglieder an, deren Tätigkeit sich weit über unseren Ort und ben Turnverein hinaus erstreckte. Die markanteste Persönlichkeit des Vereins war der im ganzen Gau Lahn-Dünsberg bekannte und bis über fein 80. Lebensjahr hinaus auf feinem Gaufest fehlende „Turnvater^ Förster Karl Schlag. Heber 70 Jahre war Turner Jakob Schlundt
Der Renten markt lag nchia. ©teuergut» scheine I etwas schwächer, Dezember/Januar 99,40 (100), Februar 99,30 bis 99,50 (99,90). In Serie II fanden Abschlüsse auf Basis der Abendbörsenkurse statt. Pfandbriefe, Staatspapiere unb Stadtanleihen lagen sehr sttll unb unverändert. Don Liquidationspfandbriefen Meininger 101,25 (101), Franks. Hyp 100,55 (100,65). Industrie-Obligationen bei zum Teil mehr Geschäft wenig verändert. Reichsanleihe-Alt» besitz weiter abbröckelnd auf 131,25 (131,40), Reichs- bahn-DA. unverändert 121,90, ebenso im Freiver- kehr Kommunal-Umschuldung mit 93,60.
Der Verlauf war nahezu geschäftslos, und wettere Notierungen erfolgten kaum. Man nannte größtenteils 0,25 bis 0,50 v. H. ermäßigte Kurse. IG. Farben 0,13 v.H. höher mit 145. Bei den später fest- gestellten, meist nominellen Kursen gingen die Ab- weichungen bis 1,50 v. H.
Don unnotierten Werten gewannen Dmgler 0,50 v. H. duf 101,50 bis 103,50, im übrigen herrschte Geschäftsstelle. — Tagesgeld unverändert 2,25 v.H.
Abendbörse gut behauptet.
USA. und England
im Frauen-Einzel-Endlampf.
Eine Amerikanerin unb eine Engländerin werben bei ben englischen Tennismeisterschaften in Wimbledon am Samstag bas Endspiel im Fraueneinzel bestreiten. In der Vorentscheidung fiegte Frl. Marble (USA.) mit 6:0, 6:0 über Frau Sperling (Dänemark) unb Frl. 61 a m m e r s (England) war mit 7:5, 2:6, 6:3 über Frau Fabyan (USA.) erfolgreich.
Sportwettkämpfe der Volksschulen im Bezirk Sießen-Land.
Am Donnerstagvormittag traten unter ßeituna von Lehrer Schmanbt (Watzenborn-Steinberg) die Knaben der oberen Dolksschuklassen aus ben Orten Großen-Linben, Klein-Linden unb Watzenborn-Steinberg zum Wettkampf in ben von der Schulbehörde angeorbneten Fußschlagballfpielen an. Die flink«, gut durchtrainierte Mannschaft von Watzenborn-Steinberg besiegte im ersten Spiel bie Mannschaft von Grohen-Linben mit 77:22 (53:19) und im zweiten Spiel bie von Klein-Linden mit 95:24 (40:14). Watzenborn-Steinberg wurde damit Bezirkssieger. Im dritten Spiel unterlag Klein- Linden der Mannschaft von Großen-Linben mit 28:49 (8:23).
nimmt für diese Zwecke große Obstmengen auf. Die Frühgemüsekulturen geben nach ben vielen Regenfallen gute Erträge, so daß jetzt noch überreiche Mengen von Kopfsalat, Kohlrabi unb Wirsing an bie Märkte kommen. Hier sind bei gelegentlichen Ueberftänben bie Preise sehr zurückgegangen, währenb anbere Sorten, wie Gurken, Möhren, Erbsen und Blumenkohl stetig blieben. Die ersten Bohnen werden gut bezahlt, ebenso bie frühen Haustomaten. Zubem gehen täglich auf den größeren Plätzen Auslandgemüse, wie Tomaten unb Bohnen, ein. Zwiebeln, wie alle Gewürzkräuter, inb jetzt überall erhältlich.
Die Fleischversorgung wirb nach ben geltenden Kontingentsätzen durchgeführt. Di« wieder r e ich * kicheren R i n b e r zu f u h r e n genügten für den Bedarf, zumal die Metzger auch erhöhte Schweinezuteilungen erhalten konnten. Am Frankfuriaer Großmarkt konnten außerdem Fettschweine für die Kühlhauseinlagerung entnommen werben. Die Kälbermärkte sind wie bisher beschickt! worben, in Frankfurt zur Hälfte aus dem hiesigen Gebiet unb Norbbeutschlanb, zur anberen aus Sud- beutschianb. Die Anlieferung von Schafen setzte ftar» ter ein. Auch auf dem ßanbe sollte baher der Verzehr von Hämmeln wieder zunehmen. 2n der Milcherzeugung ist der sommerliche Höchststand nun überschritten, aber der Frischmilchbebarf in Hessen-Nassau blieb stetig. Immerhin fiel die SButtereneugung kleiner aus, so baß zur volleni Versorgung erhöhte Ausgleichslieferungen notig waren. Die Nachfrage für Hartkäse ist sehr stark unb nicht immer leicht zu befriedigen, da die Er- zeugerbestänbe sowohl in Hartkäse wie in Schmelz^ käse nicht sehr umfangreich sind. Dagegen sind Weichkäse, ganz besonders Magersorten, wie Lim, burger, Sauermilchkäse und Quart reichlich zu haben, so daß diesen öfters noch der Vorzug im Verbrauch einqeräumt werben sollte. Auch bie E i e r v e r s o r - gung macht eine Umftelluna gelegentlich notwendig, wobei an Stelle ber frischen Eier schlagfahigS
> Eiweiherzeugnisse genommen werden können.
Aeichsrufchüffe für die Errichtung von Typenspeichern.
Fwb. Im Landwirtschaftlichen Reichsministerialblatt Nr. 26 vom 1.7.1939 werden di« Richtlimen über di« G«währung von Reichszuschüssen für die Errichtung von Typenspeichern veröffentlicht. Danach hat das Reich zur Gewährung von Reichs- Huschüfsen an solche Bauherren, die getreidewirt- schaftttch notwendig« Speicher mit einem Fassungsraum von 300, 500 und 1000 Tonnen nach ausgestellten Einheitstyven errichten, besonder« Mittel oereitgestellt, um bi« Errichtung von kleinen unb mittleren Getreidelagerräumen zu erleichtern. Der Reichszuschuh beträgt etwa ein Drittel der Baukasten. Daneben wirb auf Antrag eine Reichsbürgschaft für bi« auf genommenen Kredite bis zu 50 v. H. ber Baukosten übernommen und eine Zinsverbilligung gewährt. Der Reichsernährungs- Minister verweist weiter auf bie Möglichkeit, bei ber Steuer Absetzunaen für Abnutzung bis zu jähr- lich 10 v. H. ber Kosten vorzunehmen.
3u den ältesten Turnvereinen des Turnkreises Achn-Dill gehört der Turnverein Hausen. Er wurde 1864 gegründet und konnte im Juni d. I. auf fein 75jähriges Bestehen zurückblicken. Die Anregung zur Gründung eines Turnvereins in dem kleinen Hausen ging wahrscheinlich von Gießen aus. Auch Turner von Wieseck, dessen Turnverein 1862 gegründet wurde, mögen Anlaß zur Gründung des hiesigen Turnvereins gegeben haben. Jedenfalls bestanden in ben sechziger und siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts eifrige turnerische Beziehungen zwischen Gießen, Wieseck und Hausen. Gießens „Alter Turnverein" (der To. von 1846) unternahm damals viele Sichre hindurch auf Karfreitag einen iurngang nach Haufen.
Nach ungefähr dreißigjährigem Bestehen trat der Tv. Hausen in eine Ruhepause ein. Die turnerische Arbeit ließ nach unb ruhte einige Jahre ganz. Es war ein gesunder Schlaf, denn als 1906 ber Verein wieder zu neuem Leben erwachte, da standen auch alle alten Mitglieder mit auf. Unter ber Führung einiger tatkräftiger Männer erreichten das turne- risch« Leben unb die Mitglieberzahl des Vereins damals ihren höchsten Stand.
Anfangs gehörte ber Turnverein Hausen zur


