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7.6.1939
 
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Mittwoch, 7. Juni 1939

Nr. 130 Lrftes Blatt

189. Jahrgang

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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l der Flieger standarte am Mast emporsteigt, die Freitreppe em-^ Richthofen die por, trift an den Rand der Rednertribüne und

Antwort entgegen.

Generalfeldmarschall Göring spricht

Generalfeldmarschall wendet sich

Der

Unser Bild reckits xeiat einen Ueberblick über die eindrucksvolle Kundgebung. Links sieht man den Führer beim Verlassen der Tribüne, die HI.-Jungen Schildern flankieren, auf denen die Namen der in Spanien gefallenen deutschen Legionäre standen. (Scherl-Bilderdienst-M.)

mit

am Fuße der Rednertribüne stehende Fahne der Legion. Dann schreitet er, während die Führer-

Front ab.

Langsam geht der Führer durch die Rechen der Spanien-Freiwilligen zur Freitreppe und grüßt die

Der Führer ehrt die Toten der Legion Condor. Man erkennt auf unserem Bilde hinter dem Führer (von rechts): Generalmajor v. Richthofen, Großadmiral Raeder, Generaloberst Keitel, Generaloberst Milch, Generalfeldmarschall Göring, General der Flieger Sperrte und Admiral v. Fischet. (Scherl-Bilderdierist-M.)

grüßt die Legion:Heil Legion Condor!" Heil mein Führer!" braust ihm vielstimmig die

nun an d i e Legionäre.

Mein Führer!

Kameraden!

Heute sind euch nun die höchste Ehre und der höchste Lohn zuteil geworden. Ihr habt vor eurem Führer vorbei marschieren dürfen. Ihr seid unter dem Jubel des deutschen Volkes in seine Reichshauptstadt als Sieger durch das ehrwürdige Brandenburger Tor gezogen und seid jetzt hier angetreten zum Appell des Sieges.

Legion (Eonbor! Seit wenigen Tagen ein Name, leuchtend im ganzen deutschen Volk. Legion L o n d o r ! Der Name birgt eine ungeheure FüllevonLinsah,Tapferkeit,Mui, Kampf und Sieg. Wo immer während des dreijährigen schweren Ringens um die Freiheit Spaniens der Kampf am stärksten tobte, immer

und überall stand die Legion (Eonbor in vorher st er Linie unb kämpfte mit helbenmütiger Tapferkeit unb unter letztem Ein­satz für ben Sieg.

Historische Namen großer Schlachten, wie Madrid, Bilbao, Santander, Brünette, Teruel, Ebro, Kata­lonien, Barcelona, Valencia, sind auf das engste mit den Taten und den Siegen der Legion Condor verbunden.

Zum ersten Male wieder durfte die junge deut sch e Luftwaffe als Hauptträgerin des Kampfes auftreten, und mir haben es als ein großes Glück empfunden, daß die wiedererstan­dene junge Waffe zeigen und beweisen durfte, daß sie wieder kämpfen und siegen konnte und daß sie die große Tradition, die sie aus dem Weltkriege zu übernehmen hatte, in der Legion Condor würdig fortführte.

Seit dem Weltkriege find nun wiederum deutsche Soldaten in der Heimat eingezogen. Aber diesmal durften sie die Fahnen siegreich nach Hause bringen. Auch damals war es nicht die Schuld der Soldaten, nur durch eine feige poli­tische Führung wurde der Soldat um seine Tapfer-, feit, um seinen Ruhm und um sein Opfer betrogen. Heute aber, da die Fahnen und Standarten wieder siegreich eingebracht werden, kehrt ihr, meine Kame­raden, zurück in ein größeres Deutsch­land als jenes, aus dem ihr seinerzeit vor Jahren ausgezogen ward. Großdeutschland ist erstanden.

Heute steht an der Spitze wieder ein großer Soldat, und so ist die poli­tische Führung soldatisch, b. h. mutig, tapfer unb entschlossen. Ihr könnt nun neben bem Bewußtsein eurer eigenen Ruhmestaten bei ber Heimkehr bie stolze Gewißheit tragen, Großdeutschlands Solbalen zu fein.

Euch ist als Soldaten der schönste Lohn zuteil geworden, denn durch diese starke und große poli­tische Führung wird euer Sieg anerkannt Euer Ruhm gefeiert.

Wenn jetzt in uns allen das Gefühl des Glückes und des Stolzes über Sieg und Ruhm emporsteigt, bann wollen wir in dieser Stunde aber auch derer gedenken, die im Geiste heute in eueren Reihen mitmarschieren.

Die Gefallenenehrung.

Es ist ein erhebender Anblick, als unter den Klängen des alten Soldatenliedes vom guten Karne- roden die Legionäre präsentieren und die Fahne der Legion sich senkt, während alles sich von den Plätzen erhebt und mit erhobener Rechten der toten Helden gedenkt, die auf den spanischen Schlacht­feldern ihren Einsatz für Führer, Volk und Reich mit dem Tode besiegelten

Der Feld marschall fährt dann fort: Kame­raden, vor euch stehen die Schilder mit den Namen unserer gefallenen Helden. In diesem Augenblick nimmt das ganze deutsche Volk teil an dieser Ehrung seiner großen Gefallenen.

Meine Kameraden! Ihr. bie ihr beim Appell

Berlin, 6. Juni. (DNB.) Mit dem feier­lichen Staatsakt im Lustgarten in den Mit­tagsstunden des Dienstag, bei dem der Führer den deutschen Spanienkämpfern seinen und des deutschen Volkes Dank für ihren heldenhaften Einsatz im spanischen Freiheitskampf aussprach, erreichten die fest­lichen Veranstaltungen nach dem siegreichen Abschluß des Kampfes auf spanischem Boden und die Rück­kehr der deutschen Freiwilligen in die Heimat ihre Krönung.

Im Lustgarten und in den Zufahrtstraßen war der Andrang zu den Feierlichkeiten, die den Ehren­tag der Legion Condor krönten, ungeheuer. Zehn bis zwölf Glieder tief standen die Massen Unter den Linden und vor dem Ehrenmal, auf dem Schloß­platz, auf den Schloßterrassen und in den umliegen­den Straßenzügen, standen sie in unübersehbaren Scharen. Der Einmarsch der Spanienkämpfer voll­zog sich unter den gleichen stürmischen Kundgebun­gen, die die Legion seit dem frühen Morgen wäh­rend des Vorbeimarsches und auf dem Wege zum Lustgarten begleitet hatten.

In Zwölferreihen stehen die braungebrannten Männer Block an Block, mit dem linken Flügel un­mittelbar unter dem Denkmal des Großen Königs. Unmittelbar vor dem Ehrenmal stehen Einheiten der Luftwaffe, Flieger, Flak, und Panzertruppen, die besonders aktiv in den Kampf gegen den Bolsche­wismus eingegriffen hatten. Zu ihrer Rechten hat das Musikkorps des Infanterie-RegimentsGroß- deutschland" Aufstellung genommen.

12.15 Uhr ist die Paradeaufstellung beendet. Kurze Zeit darauf erscheint umjubelt Generalfeld­marschall Göring, dem der letzte Kommandeur der Legion Condor, Generalmajor Freiherr von R i ch t h o f e n, die Truppe meldet. Gleich darauf erscheint, umbrandet vom Jubel der Massen, der Führer. Die Massen jubeln ihm zu, als der Gene­ralfeldmarschall Göring dem Führer die Meldung er­stattet. Das Heilrufen übertönt selbst den Präsen­tiermarsch der Flieger, der einsetzt, als der Führer den ersten Block der Legion Condor, begleitet von Generalfeldmarschall Göring, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, den Generalobersten von Brauchitsch, Kei­tel und Milch, dem letzten Kommandeur der Legion Generalmajor von Richthofen und den ehemaligen Kommandeuren, den Generalen der Flieger Sperrte und Volkmann, die Front abschreitet.

Dann setzt der Jubel aus, als der Führer langsam dem Ehrenmal zuschreitet und das Innere des Ehrenmals betritt. Zu feiner Linken geht sein Generalfeldmarschall, während die anderen kurz darauf folgen. Zwei Offiziere der Luftwaffe haben einen riesigen Lorbeerkranz ooran- getragen, den nunmehr der Führer' im Ehrenmal niederlegt, während das Musikkorps des Jnf.-Rgts. Großdeutschland" das Lied vom guten Kameraden spielt. Die roten Schleifen tragen die Aufschrift Adolf Hitler" und sind mit dem Hoheits­zeichen und der Standarte des Führers geziert.

Als der Führer draußen wieder sichtbar wird, schallen ihm erneut jubelnde Heilrüfe entgegen, die sich auf seinem Weg bei der Frontabschreitung nach dem Lustgarten zu fortsetzen. An einem Fenster des Zeughauses erwartet Generalfeldmarschall von Mackensen den Führer, der den Feldmar­schall herzlichst grüßt. Langsam schreitet der Füh­rer, begleitet von Generalfeldmarschall Göring, Großadmiral Raeder, Generaloberst v. Brauchitsch,

Der Ehrentag der Legion Eondor.

Aufmarsch vor dem Führer. - Der Führer als Sprecher des ganzen Volkes.

Generaloberst Keitel, Generaloberst Milch, sowie den Befehlshabern der spanischen Freiwilligen, Ge­neral der Flieger Sperrte, General der Volkmann, sowie Generalmajor von Richtl .

Appell -es Sieges.

Der Legion Condor Ehrentag! In soldatischer Zucht, braungebrannt, sind die Tapferen aus Spa­nien ausmarschiert, ,oor sich die lorbeergeschmückten Namen derer, die für Deutschlands Ehre und Sicherheit in Spanien ihr Leben dahingaben. Aus dem Munde des Führers vernahmen sie den Dank und den Stolz des gesamten Vaterlandes. Generalfeldmarschall Göring erinnerte kurz an ihre großen Taten, die sich denen würdig anreihen, die das deutsche Volk in Waffen im Weltkriege voll­brachte, unbesiegt, bis damals eine feige Politik die­sen Einsatz des Gebens zunichte machte. Dann sprach der Führer, soldatisch kurz, bestimmt, kraftvoll und in wenigen Worten die Gefahr kristallisierend, die eine aus aller Welt gespeiste Verschwörung in Spanien für ganz Europa und für die abendlän­dische Kultur angezettelt hatte, um von dort jene Katastrophe ausgehen zu lassen, die die Einkrei­sungspolitiker erhoffen. Dafür traten jene Pluto- fratien ein, jene internationalen Propagandisten der Einkreisung, die die international-organisierte Vernichtung erstreben. Spanien war ihr erstes Exempel. Es schlug fehl.

Als sich im Sommer 1936 General Franco an den Führer und an Mussolini um Hilfe wandte, damit sein Land national und selbständig bleibe und Europa vor der beginnenden bolschewistischen Aus- rollung gerettet werde, ging die Legion nach Spa­nien, die später den lorbeerumschimmerten Namen C o n d o r unsterblich machen sollte. Der Führer gab dazu die Erklärung ab, die in Spanien weit- hallendes Echo finden wird, es habe sich um den Dank der ganzen deutschen Nation an das Land gehandelt, das im Weltkrieg trotz aller Erpressungen Englands neutral geblieben sei. Als der Bolschewismus und die Demokratien den roten Vernichtern Freiwillige und Waffen lieferten, mar es klar, daß die erste Entscheidung nahte, und der Führer und Mussolini haben die weltgeschichtliche Bedeutung dieser Wahl genial erkannt. Sie haben praktisch in Spanien ihre Zusammengehörigkelt vor der Weltdemokratie demonstriert, die die Lügen verbreitete, wir und Italien hätten nur eingegriffen, um Spanien zu zerteilen und seine Kolonien fort­zunehmen, Lügen, die allerdings den Schacherern der Demokratie nicht unwahrscheinlich vorkamen, da sie selbst ehrlos zu handeln pflegen. Daß nur ideale Motive den Führer und Mussolini bewogen Haden, dieser Gedanke war und Tst ihnen welten­fern.

Es ist uns allen sehr hart angekommen, deutsche Brüder im Süden an der Seite eines stolzen Vol­kes gegen die organisierte Grausamkeit und Ge­meinheit kämpfen zu wissen, ohne daß die Oeffent- lichkeit davon Notiz nehmen durfte. In Disziplin und selbstloser Bescheidenheit kämpfte unser deut­sches Blut in Spanien, aber die Toten, die die Legion verlor, haben mit ihrem Leben dafür ge­zeugt, daß Deutschlands europäische Sendung Män­ner voll schweigender Pflichterfüllung bis zum Tode findet. Die deutsche Wehr ist siegreich geblieben und wird es in einem Ausmaß sein, das die Ein- kreisungspolitiker noch gar nicht ahnen, wenn es sie gelüsten sollte, ihre Höllenpläne zu verwirk­lichen. Vorbild der Tapferkeit, Zucht und des Heroismus! Besiegelt mit den Kämpfern der ita­lienischen Legionen und der mannhaften Scharen des Generals Franco! Das ist die Legion Condor!

Ganz Großdeutschland hat mit Stolz die Legion, um ein schönes Wort des Führers zu gebrauchen, an das Herz gedrückt. Sie ist vom Geiste des Füh­rers und der ganzen Nation. Es ist das gleiche Blut, das in unseren Adern kreist, und die Toten, die für Deutschlands Größe und Sicherheit dahin­sanken, sie sind unsterblich als Helden ... E. S.