und Gustav Müller als Stellvertreter, Georg Schneider als Standartenträger, Karl Storck als Propagandawart und F. I. HeYb als Stell- Vertreter.
Anschließend sprach Kamerad Immel über das Schießwesen. Nachdem noch weitere geschäftliche Fragen erledigt waren, brachte Kamerad Kolb eine Erinnerung an den verstorbenen Kameraden Dähnhardt vor. Die guten Beziehungen zum Reiterzug sollen weiter ausgebaut werden. Im An- schluß an den Hauptappell fand ein kameradschaft- liches Zusammensein mit den Frauen statt.
NG.-Gemeinschast „Kraft durch Freude".
Achtung! Theaterring.
Der Spielplan ändert sich wie folgt: 11. 2. „Lustige Witwe: 4. 3. „Aida"; 18. 3. „Flitterwochen". Die Veranstaltung am 7.2. muh auf den 3. 4. verschoben werden. 904V
Dom Deutschen Hofen Kreuz Gießen
Mit der Austeilung des Kreises Schotten wurde auch die Deutsche^Rotkreuz-Kreisstelle in Schotten au'gelüst und die in den zum Kreise Gießen überführten Orten stehenden DRK.-Einheiten von der DRK.-Kreisstelle Gießen übernommen. Der DRK.- Zug (m) Laubach wurde vorläufig als 4. DRK.-Zug der DRK.-Bereitschast (m) Gießen 2 zugeteilt, während der DRK.-Zug (w) der DRK.-Bereitschast (w) Gießen zugeteilt wurde. Die DRK.-Ortsgemeinichaft Laubach wurde in die DRK.-Kreisgemeinschast Gießen übernommen. '
In Hausen bei Gießen konnte eine DRK.-Orts- gemeinschaft mit 30 Mitgliedern errichtet werden, als deren Leiter Bürgermeister Göbel in Hausen durch den DRK.-Kreisführer, Landrat Dr. Lotz, in Gießen ernannt wurde. Gleichzeitig war dort die Bildung je einer DRK.-Gruppe (m) und (w) möglich, die in einem durch Dr. med. Becker (Garbenteich) geleiteten Grundausbilüungskursus als DRK.- Helser und -Helferinnen ausgebildet werden.
Dieser Zuwachs an Männern und Frauen, die sich freiwillig in den Dienst der Sache des Deutschen Ro .i Kreuzes stellen, ist um so mehr zu begrüßen, 2 s Deutsche Rote Kreuz nach seiner neuen Aufgabenstellung nicht nur im amtlichen Sanitätsdienst der Wehrmacht und im Sanitätsdienst des Luftschutzes, sondern weiter unterstützend mitzuwirken hat, insbesondere bei öffentlichen Notständen und bei Unglücksfällen, sowie an der Gesundheitspflege des deutschen Volkes. Höchste Bereitschaft und Leistungssteigerung sind auch für das Deutsche Rote Kreuz ein Gebot der Zeit.
Zum 30. Januar 1939 sind im Bereiche der DRK.- Kreisstelle Gießen folgende Beförderungen durch den Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes ausgesprochen worden: Es wurden befördert: Dr. med. Heil in Watzenborn-Steinberg zum DRK.-Ober- wachtführer, Dr. med. Neunhüffer in Lich und Regierungs-Medizinalrot Dr. T r a u t m a n n in Gießen zu DRK.-Hauptführern und Dr. med. Neumann-Spenge) in Gießen zum DRK.-Feld- führer. Bei der Bereitschaft (m) -Gießen 1 wurden Auszeichnungsborten des Reichskommissars der Freiwilligen Krankenpflege für vorwurfsfreie Dienstzeit verliehen: Für 5jährige Dienstzeit an 10 Mitglieder, für 10jährige Dienstzeit an 13 Mitglieder, für 15- jahriae Dienstzeit an 2 Mitglieder und für 25jährige Dienstzeit an die Mitglieder Hans P e ch e r und August Rinn in Gießen. Die Überreichung erfolgte bei einem Appell der Bereitschaft (m) Gießen durch DRK.-Bereitschaftsführer Luch, der die Ausgezeichneten beglückwünschte und zu weiterer treuer Mitarbeit im Dienste dos Deutschen Roten Kreuzes für unser Volk und Vaterland ermahnte.
Gießener Wochenmarktpreife.
* Gießen, 7. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 9, Wirsing, % kg 15 bis 18, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 14, Spinat 25 bis 35, Unterkohlrabi 7 bis 8, Grünkohl 18 bis 20, Rosenkohl 40 bis 45, Feldsalat, 1ko 12 bis 15, Tomaten, Vi kg 45 bis 50, Zwiebeln 15, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 40, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 43 Pf., SO kg 3,75 Mark, Aepfel, % kg 45 bis 50 Pf., Müsse 45, Blumenkohl, das Stück 25 bis 50, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 15 Pf
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** M i 1 dem Auto gegen einen Baum. Auf der Landstraße Gießen—Steinbach begegnete Nestern ein von Gießen kommendes, von einer Dame nefteuertes Auto kurz hinter dem Wald einem Last- ikaftwogen in dem Augenblick, als ein aus Richtung Steinbach kommendes Personenauto den Lastwagen iberholen wollte. Um dem drohenden Zusammenstoß Der beiden Personenautos auszuweichen, lenkte die oon Gießen kommende Fahrerin, ihr Auto scharf zur =oeite. Dabei stieß der Wagen jedoch gegen einen Baum. Die Autolenkerin erlitt durch den heftigen Anprall Quetschungen der Brust, der Mitfahrer, ihr ! 8ruber, trug leichte Verletzungen davon.
** Milchauto verunglückt. Am gestrigen l Montaavormittag kam in der oberen Kaiserallee ein ; mit zahlreichen Milchkannen beladenes Milchtrans- j»ortauto auf der durch Glatteis besonders gefahr- i ollen abschüssigen Strecke ins Gleiten. Dabei stellte sch das schwere Fahrzeug plötzlich quer zur Straße, int) durch den scharfen Ruck wurde eine Anzahl Milchkannen vom Wagen herabgeschleudert. Die Verschlüsse der Kannen gingen dabei auf, so daß sich ! roße Mengen Milch auf die Straße ergossen. Glück- l cherweise kamen Personen nicht zu Schaden.
Kleine Strafkammer Gießen.
Durch Urteil des Amtsgerichts Gießen vom ll. Oktober 1938 waren der L. R. in Gießen wegen ilbler Nachrede gegenüber einem hiesigen Polizei- bi amten zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten, f ine Ehefrau H. R. wegen Diebstahls zu einer Ge- ftmtgefängnisstrafe von zehn Monaten verurteilt morden. Gegen dieses Urteil legten sie Berufung ein.
In der Verhandlung vor der Kleinen Straskam- 'iter am vorigen Freitag und Samstag wurden enva 30 Zeugen gehört. Der Anklagevertreter beantragte, die Berufung des Ehemannes R. zu ver- ntrfen und die Ehefrau R. wegen Verleumdung zi einer Geldstrafe von 100 Mark, Hilfsweise 20 Tage .Gefängnis, und wegen der Diebstähle, insoweit n.cht Ein tellung des Verfahrens auf Grund des 2innestiegesetzes erfolgen muß, zu einer Gesamt- gi fängnis träfe von vier Monaten au verurteilen.
Der Verteidiger beantragte Freisprechung der Lngeklagten und, insoweit die Ehefrau R. wegen der ?:ebstähle schuldig befunden werden sollte, Einstel- "lieig des Verfahrens auf Grund des Amnestiege- jkZes.
Das Gericht verurteilte den Ehemann R. wegen Ä-rleumdung zu einer Gefängnisstrafe von
sechs Wochen, die Ehefrau R. wegen der Dieb- stähle zu einer Gesamtgefängnis ft rase von drei Monaten, während sie wegen der ihr zur Last gelegten Verleumdung freigesprochen wurde. Insoweit die festgestellten Diebstähle unter das Amnestiegesetz vom 7.8.1934 fallen, erfolgte Einstellung des Verfahrens.
Amtsgericht Gießen
Der W. H. IV. in Großen-Buseck wurde beschul- digt, im Dezember 1938 aus dem Pferch eines Schafhalters in Alten-Bufeck sieben Schafe entwendet zu haben, von denen der Eigentümer vier Stück später zurückerhielt. Diesen Diebstahl beging der Angeklagte, um die Lücke in seiner Herde aus- zufüllen, die dadurch entstanden war, daß er widerrechtlich vier Schafe aus der ihm anvertrauten Herde an einen Schafhalter in Ober-Bessingen verkaufte.
Der einschlägig bereits vorbestrafte Angeklagte gab früher feine Schuld in vollem Umfange zu, jetzt leugnete er hartnäckig, wurde aber durch die Zeugen Überführt.
Der Anklagevertreter beantragte, ben Angeklagten, der ein haltloser unb unzuverlässiger Mellsch sei, unter Einbeziehung ber burch Urteil bes Amtsgerichts Gießen vom 28. November 1938 gegen ihn erkannten Gesamtgefängnisstrafe von vier Monaten zu einer Gesamtgefängnisstrafe von 12 Monaten zu verurteilen, bie Untersuchungshaft dem Angeklagten aber wegen seines hartnäckigen Leugnens nicht anzurechnen.
Der Angeklagte wurde wegen Diebstahls und Unterschlagung (Vergehen gegen §§ 242,246 StGB.) unter Einbeziehung der durch Urteil des Amtsgerichts Gießen vom 28. November 1938 erkannten Gesamtgefängnisstrafe von vier Monaten zu einer Gesamtgefängnisstrafe von zehn Mo- naten verurteilt. Die Untersuchungshaft wurde nicht angerechnet, weil ber Angeklagte in erstaun- kicher unb hartnäckiger Weise geleugnet hat. In ber Urteilsbegrünbung würbe der Angeklagte als ein haltloser, willenloser und unverbesserlicher Psychopath bezeichnet.
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Der W. G. in Hochelheim wurde beschuldigt, am 2. Januar 1939 in einem Personenzug von Großen- Linden nach Gießen aus dem Mantel eines Mitreisenden die Brieftasche mit Inhalt entwendet zu haben. (Vergehen gegen § 242 StGB.) Der Angeklagte war geständig. Nach der Beweisaufnahme wurde folgender Beschluß verkündet: „Die Untersuchung bes Angeklagten auf seinen Geisteszustand wird angeordnet."
Die M. G. in Gießen wurde beschuldigt, in der Zeit vom 12. bis 14. November 1938 einen Damen- rock und einen Clip sich rechtswidrig angeeignet zu haben. (Vergehen gegen § 242 StGB.) Noch der Beweisaufnahme wurde folgender Beschluß ver- kündet: „Das Verfahren wird gemäß § 153 StrPO. eingestellt, da ber Angeklagten mit Rücksicht auf ihre geistige Veranlagung ber Schutz bes § 51 II StGB, zuzubilligen war. Die Schuld ist gering, und die Folgen der Tat sind unerheblich."
Die HeforbjaflÖ beginnt!
Mercedes, Hanomag und BMW. auf der Dessauer Strecke.
Die Autohahn-Rennstrecke Dessau—Bitterfeld ist bis ins Klemste vorbereitet, drei deutsche Werke haben ihre Rekordfahrzeuge bis zum modernsten Stand ber Technik entwickelt, Fahrer oon Ruf stehen bereit. Nun liegen auch günstige Wettervoraussagen vor, die Rekordjagd kann beginnen. Daimler-Benz unb Hanomag mit Wagen unb die Bayerischen Motorenwerke mit einem BMW.-Motorrad sind die Träger biefer Rekord-Versuchsfahrten. Die Untertürkheimer greifen die internationalen Rekorde ber Klassen 5000 bis 8000 ccm unb 2000 bis 3000 ccm an. Ihr Fahrer ist Europameister und Rekorbmann Rudolf Caracciola. Hanomag geht mit dem 2-Liter-Diefelwagen den Rekorben der Wa
gen mit Schwerölmotoren zu Leibe, der Sportwagenfahrer Häberle führt bas Steuer. Die Bayerischen Motorenwerke haben ihr neuestes 500-ccm- Modell flott, bie als bie augenblicklich schnellste Maschine einzuschätzen ist. Karl Gall wird sie steuern, für den es sicherlich nach ber Genesung von seinem schweren Sturz bet der englischen TT keine schönere Aufgabe gibt.
Nach Probefahrten am heutigen Dienstagnachmittag folgen am Mittwoch unb Donnerstag auf ber Autobahn-Rekorbstrecke Berlin — Leipzig zwischen Dessau-Süd unb Bitterfeld-West die Rekordangriffe. Die Rennmannschaften sind bereits in Halle einge- troffen unb hoffen, daß das gute Wetter anhält; denn bei ben zu ermartenben hohen Geschwindigkeiten kann nur unter wirklich günstigen Voraussetzungen gestartet werben.
Die Ergebnisse der Kreisklaffen.
Pokalspiele:
Rodheim — Sportfreunde Wehlar 1:3 Hungen — Heuchelheim 2:4.
Erwartungsgemäß endeten bie Pokalspiele. Rodheim hatte in den Gästen aus Wetzlar einen Gegner, der weit besser war. Zwar konnten die Platzherren bis zur Pause in Führung gehen, jedoch mußte bie Mannschaft bann vor ben stürmischen Angriffen ber Gäste kapitulieren. Heuchelheim hatte eine stark ersatzgeschwächte Mannschaft zur Stelle. Die Platzherren fetzten sich zwar tapfer zur Wehr, konnten es aber doch nicht verhinbern, daß die Gäste einen sicheren Sieg mit nach Hause nahmen.
I. Kreisklasse:
Ausgleich. Auf eine gute Vorlage vermochte schließ- lich Haas durch entschlossenen Schuß den Gleich- staub zu erringen, aber — der Schiedsrichter er- kannte das Tor nicht an! Dann hatten die Steinbacher abermals Pech, denn bei einem Vorstoß der Gästeelf kam der Ball dem Mittelläufer so unglücklich vor den Fuß, daß ber Ball abermals in bas eigene Tor sprang. Erst 15 Minuten vor Schluß gelang Balser bas erste und einzige gültige Tor für die Platzmannschaft. '
Großen-Linden I — Leihgestern 1.
Das mit Spannung erwartete Treffen ist entschieden. Der Tabellenführer behauptete sich auch im Rückspiel knapp, aber verdient. Leihgestern hatte
feine stärkste Mannschaft zur Stelle, Großen-Linden mußte in letzter Minute den linken Läufer ersetzen. So gab es also eine Umstellung. Pag spielte linken Läufer, unb Fischer vertrat ihn auf halblinks. Schließlich blieb gar noch der angesetzte Schieds- ' richter aus, ein anderer wurde herbeizitiert, unb mit einftünbiger Verspätung konnte begonnen werden.
Die Großen-Lindener erwiesen sich auch in diesem Spiel als typische Kampfmannschaft, die sich jederzeit mit allen Kräften einsetzt. Demgegenüber fehlte es den Leihgesternem am inneren Zusammenhang. Gerade die Spieler, bie man sonst in großer Form sah, versagten. Während bei ben Platzbesitzern bie Verteibigung alle Angriffe abwies, tat bies beim Gegner ber Tormann. Beibe Mannschaften kämpften verbissen um ben Sieg. Nur einmal konnten die Gäste in Führung gehen. Großen-Linden glich aber aus unb ging seinerseits in Führung. Krick (Leihgestern) stellte bann ben Gleichstand wieder her. Dann gingen bie Platzbesitzer wieber zum Angriff vor unb errangen nun ihrerseits bie Führung. Obwohl es auf beiben Seiten noch einige Ecken gab, blieb es doch bei dem knappen Ergebnis von 3:2 Taren für Großen-Linden. Schiedsrichter war Böcher (Gießen).
letzte Gckulung für die Dereinomannschastskälnpfe der Krauen.
ßreisfrauenturnroart Schneider (Wetzlar) führte am Samstag unb Sonntag in Dillenburg einen Lehrgang für Turnerinnen des NSRL. Kreis Gießen durch, ber hauptsächlich ber Vorbereitung der Vereinsmannschaftskämpfe diente. Der Besuch war mit 40 Turnerinnen auf 17 Vereinen sehr gut.
Die Arbeit am Sonntag begann mit Gymnastik und Hüpfübungen unter Leitung von Aenne Schmidt (Dillenburg) unb Schönberger (Nieder-'Girmes). Einen breiten Raum nahm die Einführung in die gewünschte Form der Geräteübungen ein, bei denen Post (Alsfeld) am Barren, Schönberger (Nieder - Girmes) am Pferd, Schmieder (Gießen) am Schwebebalken unb Reu schling (Heuchelheim) am Korbballwurf die nötigen Anweisungen gaben unb besonbers auf gutes Zusammenarbeiten ber Mannschaft Wert legten. Anschließend wurden noch Ball- unb Keulenübungen unter Leitung oon Kreisturnwart Schneider ge- turnt und bie turnerische Arbeit mit einigen Spielen abgeschlossen.
Rundfunkprogramm
Mittwoch, 8. Februar.
6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werkpause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschläge für Küche unb Haus. 10: Schulfunk. Heimweh nach Deutschland. 11.30: Rus ins Land. 12: Aus dem Betrieb ber Firma Mayer 6- Sohn, Offenbach: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Orchideen im Schnee. Wunder im Palmengarten. 15.30: Frauenschaffen der Gegenwart: Hauswirtschaft — gelernt. 16: Zwei Stunden lang — Rhythmus unb Zauberklang. 18: Ein Wort an alle. 18.10: Wir besuchen eine Iungschwesternschule ber NSV. 18.30: Lustige Volksmusik. 19: Fliegendes Deutschland. Am Seiten-, Quer» und Höhensteuer. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: So tanzen wir ben lieblichen Rechn Schöne, alte deutsche Tanzweisen. 20: Nachrichten. Grenzecho. 20.15: Orchester-Konzert. 21: „Ein deutscher Conquistabore". Hörspiel um Ambrosius Ehin- ger. 22: Nachrichten. 22.20: Internationales Wintersportecho. 22.40: Musik aus Wien. 24 bis 2: Nachtkonzert.
Steinbach — Garbenkeich 1:2
Lich — SA.-Kampfspielgemeinschaft 5:0
Großen-Linden — Leihgestern 3:2.
Wirtschaft.
II. Kreisklasse:
Harbach — Göbelnrod 0:0
Ettingshausen — Saasen 1:4
Rieder-Ohmen — Geilshausen 4:0
SA. II — Großen-Linden II (Großen-
Linden nicht angetreten).
Krofdorf — Londorf 1:0.
Harbach bot eine sehr schwache Leistung unb formte mit dem Unentschieden gegen die weit besseren Gäste aus Göbelnrod mehr wie zufrieden sein. Saasen holte sich sicher bie begehrten Punkte gegen die stark abgefallenen Platzherren. Ueberraschend mußte sich ber seitherige Tabellenführer Geilshausen geschlagen bekennen. Die Platzherren gaben dem Gegner keine Chancen. Durch biefen Sieg holte sich Nieber-Ohmen bie Führung ber Tabelle wieber zurück. Unverstänblich ist das Nichtantreten ber Reserve aus Großen-Linden. Einen glücklichen Sieg erfocht Krofborf gegen ben Tabellenzweiten.
Lich I — SA.-Kampfspielgemeinschaft I 5:0.
Mit ber Mannschaft Gilbert; Lotz, Albach; Höpfl, Rau, Stark; Fey, Ringshausen, Merle, Weisensee, Heller bestritten am Sonntag die Rasenspieler auf eigenem Gelände ben Kampf gegen bie SA. Leider hielt das Spiel nicht bas, was man erwartete. Der ehr schlüpfrig gewordene Boden trug bie Haupt- chuld daran. Andererseits aber nahmen die Licher )en Kampf viel zu leicht und zeigten mit wenig Ausnahme ein sehr zerfahrenes Spiel. Schon im ersten Drittel der ersten Spielhälfte gingen bie Grünweißen durch drei schöne Tore von Merle und Fey (2) in Führung. Trotz überlegenem Spiel gelang es den Platzbesitzern erst kurz vor Halbzeit, durch Heller eine 4:0-Führung zu erzielen. Die Licher glaubten sich nun des Sieges sicher zu sein und ließen dem Spiel seinen Lauf, so daß die Gäste während dieser Zeit tonangebend waren, aber alle Angriffe scheiterten auch hier wieder an der starken Hintermannschaft der Rasenspieler. Einen Elfmeter formte Gilbert meistern. Im letzten Drittel schließlich rafften sich die Licher nochmals zusammen und ris- en ben Kampf an sich. Durch Stark fiel bann auch ber fünfte Treffer.» Während bei den Gästen ber rechte Verteidiger, Mittelläufer unb rechte Läufer ehr gut spielten, kann man dies nur von der Hintermannschaft ber Platzbesitzer behaupten.
Steinbach — Garbenteich 1:2.
Am vergangenen Sonntag weilte Garbenteichs erste Mannschaft zum fälligen Pflichtspiel in Steinbach zu Gast. Die Gastgeber mußten sich dabei mit 1:2 geschlagen bekennen. Beide Mannschaften legten von Anfang an mächtig los. Die Steinbacher waren dabei fast ständig überlegen, konnten aber roh vielen Torchancen keine auswerten. Mit 0:0 wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause wurde der Kampf ziemlich hart weitergeführt, es kam aber immer noch nichts Greifbares zustande. Schließlich gab es für Steinbach eine Ecke, die gut hereingegeben wurde, aber dabei einem Steinbacher Spieler vor ben Fuß sprang und von dort direkt in das eigene Tor. Die Steinbacher drängten nun auf ben
Rhein-Mainische Börse.
Mittagsbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 6. Febr. Von der Kundschaft setzten sich meist kleine Anlagekäufe fort, die vielfach aus idem Rheinland stammten. Da anderseits kaum Abgaben erfolgten, behielt die Börse ihre feste Grundtendenz, das Geschäft vermochte sich jedoch kaum zu beleben.
Am Aktienmarkt war die Entwicklung nicht ganz einheitlich, es überwogen aber Besserungen vis zu 1 o. H. Etwas mehr erhöht waren oon Maschinenaktien Rheinmetall mit 135 (133,50). Ver- hältnismäßig lebhaft wurden IG. Farben auf Käufe von Berliner Seite mit 151,75 bis 152 (151,25) um- gefetzt. Montan werte veränderten sich nur wenig, Vereinigte Stahl 110,50 (110,25), Buderus 107,50 nach unverändert 107, Mannesmann unverändert 112 nach anfangs 111,90, Rheinstahl 138,13 (138,25), dagegen Hoesch 0,40 v.H. ermäßigt auf 109,13. Am Elektromarkt stellten sich vorwiegend Besserungen bis 0,75 v. H. ein, nur RWE. auf 117,25 (118) ab- bröckelnd. Von Zellstoffaktien gingen Waldhof um 0,65 v. H. zurück auf 126,40, Aschaffenburger gut behauptet mit 109,13. Etwas schwächer lagen dement Heidelberg mit 154,50 (155,50). Die am Wochenschluß bevorzugten Autowerte lagen ruhig unb behauptet, Adlerwerke 109, Daimler 138,25 (138).
Der Freiverkehr lag sehr ruhig unb unverändert. Höher nur Ufa-Aktten mit 85,75 (85). Tagesgeld unverändert 2,25 v. H.
Abenbbörse gut behauptet.
An der Abendbörse kam es zu keinem besonderen Geschäft, da nur wenig Aufträge vorlagen. Bei fester Grundtendenz zeigte der Aktienmarkt weiterhin keine einheitliche Kursentwicklung, es überwogen aber erneut leichte Erhöhungen. Stärkere Abweichungen stellten jeweils Anpassungen an den Berliner Schluß dar. Bis zu 1 v. H. erhöht waren Buderus Eisen mit 109 (108), Rheinstahl mit 139 (138,13), Daimler mit 140 (139), anderseits ielen Deutsche Linoleum auf 155,75 (157) zurück. JG.-Farben bröckelten auf 152,13 (152,50), RWE. auf 117,25 (117,50) unb Demag auf 148,50 (149) ab. Verein. Stahl wurden zu 110,90 (110,75), Mannesmann mit 112,25 (112,13) unb Hoesch zu 109,50 (109,13) gesucht. Sonst notierten u. a. Gesfürel mit 138,50 (138), Licht und Kraft mit 132,75 (132,25), BMW. mit 152,50 (152), Conti Gummi mit 219 (218,50), Adlerwerke mit 109, VDM. mit 181, Bem- berg mit 137,50, Rheinmetall mit 135, Moenus mit 125, Deutsche Erdöl mit 128 unb Berger Tiefbau mit 147 (146,75). Renten lagen sehr ruhig. 6proz. JG.-Farben würben 0,13 v. H. höher mit 119,50 bezahlt. Im Freioerkehr stellten sich 4proz. Kommu- nal-Umschuldung auf 93,25.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 6. Febr. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W9 208 W11 210, W12 211, W 13 212, W 16 215, W 18 217, W 19 219, W 20 221, Roggen 9t 11 194, 9t 12 195, 9t 14 197, R15
198, R 16 200, R 17 201, R 18 202, R 19 204 Großhandelspreise ber Mühlen ber genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Futterhafer —. Weizenmehl Type 812 W13 29,65, W 16 29,65, W 18 29,65, W 19 29,65, W20 (Kreis Alzey) 29,65, W 20 (Kreis Worms) 30,00 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung oon Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter diesen Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlen ftation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Rogaenvoll- kleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, 9t 16 10,25, 9t 18 10,40, R 19 10,50 Mühlen festpreis ab Mühlenstation. Treber getrocknet —. Wiesenheu, handelsüblich, 5,40 (zuletzt 5,20 bis 5,40), Wic- senheu, gut, gesund, trocken 6,40 (6,20 bis 6,40), Kleeheu, gut, gesund, trocken 7,40 bis 7,80 (7,00 bis 7,50), Luzerneheu, gut, gesund, trocken 7,80 bis 8,20 (7,50 bis 7,80), Weizenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt, 2,80, Roggenstroh, do., 3,00, Hafer- und Gerstenstroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation.
Jranffurter Schlachtviehmarkt
Frankfurt a. TL, 7. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 749 Kälber, 158 Hümmel, 130 Schafe, 2829 Schweine. Es kosteten: Kälber 35 bis 65 Mark, Hämmel 38 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. —• Marktverlauf: Kälber unb Schweine zu- geteilt, Hämmel unb Schafe mittelmäßig.
Wetterbericht
Bei schwacher Luftbewegung hat sich in Südwest- beutschlanb bie Nebelwetterlage unverändert gehalten, während in ben Höhen ber Mittelgebirge bei etwa 5 Grab über Null heiteres Wetter vorherrscht. Die Beständigkeit der Wetterlage läßt eine wesentliche Aenderung noch nicht erwarten.
Vorhersage für Mittwoch: Meist neblig, trüb, jedoch vorwiegend trocken, leichter Fkost, chwache Winde.
Vorhersage für Donnerstag: Fortdauer ber herrschenden Witterung.
Lufttemperaturen am 6. Februar: mittags —1,8 Grab Celsius, abends —2,4 Grad; am 7. Februar: morgens —4,0 Grad. Maximum —1,0 Grab, Minimum heute nacht —4,0 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Februar: abends 3,0 Grad; am 7. Februar: morgens 3,0 Grab.
Wintersport-Wetterbericht.
Rhön. Wasserkuppe: Heiter, 6 Grab, (9efami= schneehöhe 15 an, Firnschnee, Schi unb Nobel gut.
Schwarzwald. Felbberg: Heiter, 2 Grad, Ge samtschneehöhe 70 cm, Firnschee, Schi unb Rodel sehr gut.


