Ausgabe 
7.1.1939
 
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g escho b e n. Die sVinaixa befindet

f)en Cervera und ^guaiaoooie nHupi|uuöe --Barcelona, um dann bei Manresa nach dem Osten 9nie Verleib launas-

des

Berlin, 6. Ian. (DNB.) Auf einem Emp-

aber über die Höhe des Betrages sehr erstaunt. Die - nabend'im Haus der Deutschen Presse, an dem Zeitungen geben der Hoffnung Ausdruck, daß diese ^^eiche Vertreter des Staates, der Wehrmacht,

setzt hat.

(Sinf*eitlid»e Zu'Uzausbilduno.

gesetzt worden.

Bei Unruhen in Indien ein englischer Major erschlaaen.

Der Minister für zivile Verteidigung, Sir John Anderson, hat sich g e w e i g e r t, der von der englischen Arbeitslosen-Vereinigung bei König Georg telegraphisch geforderten R ü ck k e h r aus seinem Schweizer-Urlaub nach London zu entbrechen. Die Arbeitslosen verlangten die sofortige Rückkehr des Ministers und die Vergebung größerer Luftschutz- Aufträge durch Anderson, um damit der Arbeitslosig­keit zu steuern.

Englische Pfundstützungsaktion.

London, 7. Ian. (DNB.) Um dem anhaltenden starken Druck auf die P f u n d w a h r u n g, der durch die Pfundkäufe der letzten neun Monate hervorgerufen worden ist, zu begegnen, hat der bri­tische Währungsausgleichsfonds am Freitag von der Bank von England Goldbarren von rund 200 Millionen Pfund gekauft. Es han­delt sich um den größten Goldkauf, der rernals in England getätigt worden ist. In City-Kreisen hat man mit einer solchen Transaktion gerechnet, ist

Maßnahme genügen werde, um das Pfund zu ichern. Teilweife wird die große Transaktion auch als ein Zeichen der finanziellen Stärke Englands ausgelegt. Auch die Absicht des Schatzamtes, nun­mehr vom Parlament die Vollmacht naclnuluchen, den ungedeckten Notenumlauf auf 400 Millionen Pfund zu erhöhen, erregt keinerlei Befürchtungen.

Hauptfchrittleiter Dr Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreter des Hauptschristleiters: Ernst Blum- schein Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt der An­zeigen: Theodor Kümmel. D. A. XII. 38: 10843. Druck und Verlag: Brüblsche Universitätsdruckerei R Lange, K.-G sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis AM. 2,05 einschließlich 25 Pf Zustellgebühr, mit der Illu- ftrierfen-15 Pf mehr Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 gültig,

E. F. Paris, 6. Januar.

Mlnisterpräsident D a l a d ie r ist, von Btzerta kommend, an Bord des KreuzersFoch" am Frei- tagvormittag im Hafen von Algier eingefroren. Daladier wurde am Quai der Admiralität von dem Generalgouverneur Le Beau sowie von dem Ge­neralresidenten von Marokko, General Nogues, und zahlreichen französischen und algerischen Wür­denträgern empfangen. Der Ministerpräsident legte am Denkmal der im Weltkrieg gefallenen Algerier einen Kranz nieder und nahm dann die Parade der Garnison von Algier ab.

Nach einem Essen im Sommerpalast des Gou­verneurs hielt Ministerpräsident Daladier eine Rede, in der er erneut den unerschütterlichen Willen Frankreichs zur Verteidigung seines Kolo­nialbesitzes proklamierte. Daladier sprach zunächst für den ihm zuteil gewordenen Empfang den Dank Frankreichs aus,von ganz Frankreich, das in den Ebenen Flanderns beginnt und an den Ufern des Kongos endet und feinen Einfluß im Osten über den asiatischen Kontinent ausdehnt". Daladier rich­tete seinen Dank besonders an die Führer der Araber und Kabylen, die wiederumin einer schweren Stunde" versichert hätten daß sie wie vor zwanzig Jahrenunter der Trikolore der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ihre Pflicht tun wollten!"Wenn die Ehre Frankreichs in einem Konflikt engagiert ist, dann wird Frank­reich für die Freiheit aller Völker in der Welt kämpfen. Das Blut der Franzosen ist im Kriege nicht nur für Frankreich allein geflossen, sondern auch für alle mit Frankreich verbündeten Völker, auch für die, die das jetzt vergessen zu haben schei- nen. Frankreich will den Frieden mit allen Län­dern. Es weiß, daß die großen Probleme der Ge­genwart nicht durch den Krieg gelöst werden kön­nen. Das Friedensideal ist ein menschliches Ideal. Wenn das aber als Zeichen der Schwäche und Re­signation aufgefaßt wird, dann sage ich: Halt? Man oll wissen, daß wir allen Versuchen, unser Impe­rium anzutasten sei es direkt ober indirekt, sei es mit Gewalt ober List, eine Entschlossenheit und den Willen entgegensetzen werden, den nichts auf der Welt wird brechen können."

Daladier hat am Freitag, kurz vor 16 Uhr, an

von Dr. Hallbaum, der zahlreiche Beispiele von Friedhofs- und Denkmalsgestaltungen vorführte.

lieber Mitteleuropa hat sich durch anhaltenden Luftdruckanstieg ein kräftiges Zwischenhoch gebil­det, das Westdeutschland allgemein Aufheiterung brachte. Dadurch wurde die Abkühlung über Nacht so stark, daß die Temperaturen vielfach bis unter minus 5 absanken. Eine neue, über England heranziehende Luftdruckstörung wird voraussicht­lich für den Südwesten des Reiches von geringerer Bedeutung bleiben, so daß noch das Frostwetter ohne bedeutendere Niederschläge erhalten bleibt.

Vorhersage für Sonntag: Zeitweise auf­geheitert, im Norden Neigung zu leichten Nieder­schlägen (Schneefällen), nach stärkerem Nachtfrost auch tagsüber Temperaturen etwas unter Null. Schwache Winde.

Vorhersage für Montag: Leicht unbe­ständig, Temperaturen um Null.

Lufttemperaturen am 6. Januar: mittags 0,8 Grad Celsius, abends 0,4 Grad: am 7. Januar: morgens 7,6 Grad. Maximum 1,5 Grad, Minimum heute nad)t7,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 6. Januar: abends 0,2 Grad: am 7. Januar: morgens 0 Grad. Niederschläge 0 mm Schnee.

Wintersport-Wetterbericht.

Vogelsberg, Herchenhainer Höhe: Heiter, 7 Grad, Gesamtschneehöhe 38 cm, Neuschnee 2 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut. Hoherodskopf: Heiter,10 Grad, Gesamtschnee­höhe 42 cm, Pulverschnee. Sckff und Rodel sehr gut.

Rhön, Wasserkupve: Nebel,8 Grad, Gesamt­schneehöhe 45 cm, Neufchne 5 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut.

Sauerland, Winterberg: Bedeckt,6 Grad, Gefamtschneehöhe 60 cm, Neuschnee 2 cm, Pulver­schnee, Schi und Rodel sehr gut

Schwarzwald, Feldberg: Heiter,10 Grad, Gesamtschneehöhe 85 cm, Pulverschnee, Säst und Rodel sehr gut.

der Partei und der Presse teilnahmen, gab Bum besfüyrer Dr Eulen einen Ueberblick über die segensreiche Arbeit des von ihm im Jahre 1919 gegründeten Volksbundes deutsche Kriegsgräberfürsorge, der sich mit dem Ausbau der deutschen Ehrenstätten in aller Welt zu Mahnmalen deutscher Treue und deutscher Größe die Wiedererweckung heldischer Lebensauf­fassung im deutschen Volk zur Lebensaufgabe ge-

Oeutsche Unterrichtssprache an den Volksschulen in Memel.

Ulemel, 6. Jan. (DNB.) Das Direktorium

schen in Trzynietzer Eisenwerken um Gefolgschafts- mitglieber, die dort seit langen Jahren ihre Pflicht getan haben.

Wemelgebietes hat bestimmt, daß für die Festsetzung der Unterrichtssprache in den öffentlichen Volks­schulen in Zukunst die freie WUlensbe- ff immun g der Eltern maßgebend ist. 3m Jahre 1923 hatte das damals amtierende groh- litauische Direktorium in verschiedenen Schulen zwangsweise die litauische Sprache eingeführt, wie fehr dies dem Volksempfinden widersprach, geht schon daraus hervor, daß bei einer seinerzeit oorgenommenen Elternbefragung fast 100 v. h. aller Eltern sich für den deutschen Sprachunterricht aussprachen. Durch die jetzige Verfügung des wcmeldirektoriums ist ein unhaltbarer Zustand und der langwierige Kampf um die Unterrichtssprache in den Volks­schulen endlich im memeldeulschen Sinne entschieden worden.

Der Gräberwall um Deutschland

Die Arbeit des Bolksbundes

Deutscher Kriegsgraber-Fürsorge.

Ministerpräsident Daladier in Algier

Abschluß der Afrika-Heise.

Berlin, 6. Ian. (DNB.) Reichsjustizminister Dr. Gärtner hat im Einvernehmen mit dem Reichs­minister des Innern am 4. Januar eine Verordnung über die Befähigung zum Richteramt. zur Staats- anwattschcifl, zum Notariat und zur Rechtsanwalt- schcrft erlassen, die die Ausbildung des Rechtswahrernachwuchses im ganzen Reich einheitlich regelt und am 1. April 1939 in

Neue Kündigungen deutscher Beamter und Angestellter im ONaa^biei

K a t t o w i tz , 6. Ian. (DNB.) Nachdem in den letzten Wochen 3 2 leitenden deutschen Beamten und Angestellten in den Be­trieben des Grafen Lavisch in Karmin (m dem von der Tschecho-Slowakei an Polen abgette- tenen Olsagebiet) ihre Stellungen unter der Be­gründungReorganisation der Betriebe zum 31. März d. I. gekündigt worden sind, begin­nen nunmehr derartige Maßnahmen auch in den Eisenhütten in Trzynietz^ Hier wurde gleichfalls vom 31. März d. I. 14 technischen und 8 kaufmännischen Angestellten, die sich aus­nahmslos zum deutschen Volkstum bekannten, gekündigt Wie tn den Betrieben des Grafen Lavisch, handelt es sich auch bei den Deut-

Kalkutta, 6. Ian. (Europapreß.) In Rampur ist es zu blutigen Unruhen gekommen, bei denen der britische Polizeiagent in den Orissa-Staaten, Major Reginald Louis Baz al gelte von den Eingeborenen mit Stöcken e r s ch l a g e n wurde. Die Tat ereignete sich vor dem Pal-ast des Radfchos der Rampur-Staaten. Die Unruhen haben m r Linie politischen Charakter und nahmen.größeren .Umfang an, nachdem Mitglieder der Prai-Manda - Organisation, die den Eingeborenen eine angemes­sene Teilnahme an den Regierungsgeschäften sichern will, verhaftet worden waren und die zustän­digen Regierungsstellen diese Organisation als ge° t (l M t ,,..v _ ........ -.....--...... -

setzwidrig verboten hatten. Der britische Agent fie(benebrung einbezogen worden sind. Eine war am Donnerstag in Begleitung eines indischen aufschlußreiche Ergänzung zu den Ausführungen Offiziers in Rampur eingetroffen. Auf dem Wege b(?5 Bundesführers bildete ein Lictstbilberoortrag zum Palast stellten sich ihm zahlreiche Inderm den - - - -

Weg, die sich, als Bazalgette mehrere Schüsse auf die Menge abfeuerte und zwei Eingeborene nieder- schoß, auf ihn stürzten und mit Bambusstocken er­schlugen. Der indische Offizier wurde schwer ver­letzt. Aus Kalkutta sind sofort 130 Mann des 15. Punjab-Regiments nach Rampur m Marsch

Kraft tritt

Für das Altreich bringt die Neuregelung m mehr­facher Hinsicht bedeutungsvolle Veränderungen des bisherigen Rechtszustandes. Die Ausbildung der Gerichtsreferendare bei der Ver­waltung ist nicht mehr z w i n g e n d vor- geschrieben, sondern in das Ermessen des Referen- dars gestellt. So ist es möglich, die Referendare, die nicht zur Verwaltung gehen, ohne Verlängerung des Vorbereitungsdienstes gründlicher mit den Auf­gaben des Richters, Staatsanwaltes, Notars und Rechtsanwaltes vertraut zu machen. Weiter sind, entsprechend einem mehrfach geäußerten Wunsch der jungen Rechtswahrer, in die Neufassung der Justiz- ausbildiingsordnung Richtlinien für die

urzelnde christliche Moral. Das Reformprogramm :r Regierung laute: Kampf gegen Armut, die nur urd) tiefgehende soziale und wirtschaftliche Refor­men niedergerungen werden könne.

ch groß.

Hore-Belisha verteidigt feine AüstungspoE.

London, 6. Jan. (Europapreß.) Kriegsminister hore-Belisha hiell in feinem Wahlkreis eine lebe, in der er sagte, bei seinem Amtsantritt im icdjre 1937 sei die Armee sowohl in Grohbritan- ien als auch in den Kolonien in großen Schwie- , qfeiten gewesen. Bei einer gleichbleibender Ent­wicklung war im März 1939 ein Fehlbetrag von 10 000 Rekruten zu erwarten. Tatsächlich aber Verde dieser nur die Hälfte ausmachen. Im Haushaltsjahr 1936 37 habe die Armee 23 000 neue "tefruten erhalten, im laufenden Jahr wurden es nwa 40 000 fein. Dabei hätten andere Formationen ihre Anforderungen mehr als verdoppelt. Für den lffjzierqnachwuchs sei jetzt die doppelte tzahl von Anwärtern vorhanden. Künftig werde nur roch die Befähigung und nicht mehr die wirtschaft- Iche Lage der Anwärter für die Aufnahme in die ^ffizierslaufbahn entscheidend sein. Die T e r r j l o - i i a l a r m e e habe bei seinem Amtsantritt 153 000 Wann betragen, sie belaufe sich heute auf 200 000 Mann. Diese Armee sei daher der Sollstärke naher (Is zu irgend einem anderen Zeitpunkt ihrer Ge- ^Äe^' mit der R ü st u n g s d e s ch a f f u n g be- bauten Abteilungen des Kriegsministeriums betru­gen wöchentlich nicht weniger als 1 Million Pmnd 12 Millionen Mark). Die 1. Flugabwehr-Division, lie mit der Verteidigung von London betraut sei, werde innerhalb eines weiteren Monats mit den ieuen 9,4-Zentimeter-Gefchützen in voller Knegtz- i arte ausgerüstet fein. Die Stärke der gesamten Luftabwehrformationen sei während seiner Amts- «it von 22 000 auf 65 000 Mann gestiegen. Zum Schluß erklärte Hore-Belisha, er sei berunuhigl über He Beachtung, die die übertriebenen Beschreibun- en der angeolichen Mängel in der militärischen

Drganisation Englands in anderen Ländern gefun- t en habe.

über auf ihrem Posten ausharren. Die Vereinigung hatte Vorkehrungen getroffen, um sie alle paar Stunden mit warmer Suppe zu versorgen und ihnen dadurch das Durchhalten trotz des herrschenden Frostes zu ermöglichen. Bereits nach, kurzer Zeit schritt jedoch die Polizei ein. Beamte die m Bereitschaftswagen erschienen, sperrten die Um­gebung des Hauses des Arbeitsministers ab und befreiten die acht Gefesselten trotz ihres Widerstre­bens durch Zersägen der Ketten. Alle acht wurden vorläufig in Polizeigewahrsam genommen.

man re naaj um 4yiUHi:11 _ , .

Meute angelegt worden. Daneben sind Tausende IDn Maschinengewehrnestern vorhanden. Obwohl pftern an der Cordoba-Front alle An- Lfse*der Roten blutig abgewiesen wurden, dauert -r Druck des Feindes im Abschnitt Dalsequillo an. 's kam hier zu überaus heftigen Kämpfen um eine öhe die vom Feind erobert und von den natto- alen Truppen wieder zurückerobert wurde. Die ationalspanifche Luftwaffe bewarf die mitt- irischen Ziele von Cartagena und Gandia mit bomben. Der angerichtete Schaden ist außerordent-

Der Dolksbund, der in enger Zusammenarbeit mit den Regierungen aller in Frage kommenden Länder steht und sein Werk durch rund 1000 ehrenamtlich tätige Amtswalter leistet, begann mit dem Bau deutscher Ehrenstätten im Jahre 1926 .., zuerst in Frankreich und Belgien. Weitere Auf- j baugebiete sind Jugoslawien, Italien, Rumänien, erster j Palästina Unb Polen. . Die Ausgabe des Bundes ' ist heute erst etwa zur Hälfte gelöst, besonders seit durch die Heimkehr der Ostmark und des Sudetenlandes zu den zwei Millionen Ge­fallenen des Altreiches die etwa IVt Million Ge­fallenen der ehemaligen österreichisch-un­garischen Armee treten, die in das Werk der

« -um Meere abzubiegen. Alle Derteidigungs- Imi-N bchch-n aus zwei Meter starken (ifenzementwänden. Zahlreiche Zement- nterftänbe sind gegen Flieger- und Artillene-

,ritte nach den Planen ausländischer Mllitar- finh T Hill PTIlYP

Ausbildung in den einzelnen Ab­schnitten ausgenommen worden. Sie tragen dem verständlichen Streben der Referendare nach selbständiger Tätigkeit in dem Maße Rechnung, das mit der Rücksicht auf die Recht- suchenden vereinbar ist. In der ersten Prüfung ist die Frist zur Anfertigung der häus­lichen Arbeit von drei auf vier Wochen ver­längert worden. Im übrigen bringt die Verordnung eine Zusammenfassung der bisher im Altreich gel­tenden und in mehreren Verordnungen enthaltenen Ausbildungsvorschriften: sie beseitigt die letzten landesrechtlichen Besonderheiten.

Oie 5. Reichskleinlleischau in Leipzig eröffnet.

AusgezeichnetcErgebuissederPrämiierung.

Leipzig, 6. Ian. (DNB.) Am Freitag hat die 5. Reichskleintierschau als die größte derartige Schau, die jemals veranstaltet wurde, ihre Pforten geöffnet. Reichshauptabteilungsleiter II des Reichs­nährstandes, Dr. Brummenbaum, überbrachte die Grüße des Reichsministeriiuns für Ernährung und Landwirtschaft und des Reichsbauernführers. Die Kleintierzucht und -Haltung fei eine Samm­lung von unendlich vielen kleinen Werten, deren Summe von größter Bedeutung für das Leben unseres gesamten Volkes ist. Der Präsident des Reichsverbandes deutscher Kleintier­züchter, Vetter, wies darauf hin, daß der Wert der Erzeugung der Kleintterzucht etwa dem der ge­samten Erzeugung an Roheisen und Braunkohle entspreche. Gauleiter und Reichsstatthalter M u t fch- m a n n betonte, wenn wir heute aus der Klein­tterzucht ein Zehntel der gesamten landwirtschaft­lichen Erzeugung bestreiten, so muß auch dem vor­eingenommenen Betrachter der Wert dieser Betäti- KrümenkÜtl!

Francos Truppen

38 Kilometer vor Tarragona Heftige Kämpfe an der Cordoba-Front.

Bord des KreuzersFoch" Algier wieder verlassen. In Begleitung derFach" befand sich noch der KreuzerCvlbert". Die beiden Kriegsschiffe werden am Samstagoormittag im Kriegshafen von Toulon erwartet.

Ser Eindruck in Rom.

Ein Schlag ins Wasser."

R o m, 7. Ian. (DNB.) Mit der Abfahrt des fran­zösischen Ministerpräsidenten Daladier aus Tunis hat seine Mittelmeerreise für Italien jedes Inter­esse verloren. Die römische Presse beschränkt sich auf wenige Zeilen, um die Militärparaden, mit denen Daladier überall empfangen wurde, und die Abreise nach Algier zu verzeichnen. Abgesehen von den antiitalienischen Kundgebungen und dem Prote st schritt des italienischen Generalkonsuls in Tunis ist die wegen ihres herausfordernden Charakters von Anfang an als inopportun beurteilte Mittelmeerreise Da- ladiers als eine Angelegenheit von außenpolitisch untergeordneter Bedeutung behandelt worden. Auch in bezug auf ihre propagandistische Wirkung auf die muselmanische Eingeborenenbevölkerung wird in politischen Kreisen Roms der Reise jeder Erfolg a b g e s p r o ch e'n. Mit dem Abschluß der Mittel­meerreise Daladiers lasse sich, wie man hier betont, feststellen, daß, sofern man von den höchst bedauer­lichen Zwischenfällen absehe, das Ergebnis der Reife selbst den französischen Erwartungen in keiner Weise entspreche und eher ein Schlag ins Wasser geworden sei.

Ein zweites Vataillon Seneqalschühen nack, Dschibuti eingefchifst.

Paris, 6. Jan. (DNB.) Ein zweites Bataillon Senegalschützen hat sich am Freitagvormittag in Marseille an Bord des Passagierdampfers Athos II" nach Dschibuti eingeschifft. Auch dieses Bataillon dient der Verstärkung ber_ militä­rischen Streitkräfte Frankreichs in Franzofisch- Somali.

gung ersichtlich fein. Ich erkenne der Betätigung der Kleintierzüchter aber auch eine hohe soziale und daher im besten Sinne des Wortes polittfche Bedeutung zu. Wir Deutschen betrachten unsere Heimat als den eigentlichen Kraftquell unseres Lebens. Die deutsch^ Kleintierzucht stellt den Mil­lionen von Großstädtern diejenige Verbindung mit der Scholle her, auf die sie in ihrem übrigen Tages­lauf notgedrungen verzichten mußten.

Die 5. Reichskleintierschau ist die bisher größte derartige Ausstellung. Sie erstreckt sich nur auf drei Tage, weil die nach vielen Tausenden zählenden wertvollen Ausstellungsttere bei längerer Abwesen­heit aus ihrer gewohnten Umgebung Schaden neh­men würden. Bereits am Eröffnungstage ist die Prämiierung der Tiere beendet worden. Das entspricht dem Lehrzweck einer derartigen Aus­stellung, well die Besucher darüber unterrichtet wer­den sollen, warum die ausgezeichneten Tiere besser abgeschnitten haben als die anderen. Unter dem landwirtschaftlichen Geflügel hat der Lei­stungswettbewerb der Hühner beson­dere Bedeutüng, die Landesbauernschaft Rhein­land steht hier mit 13 ersten Preisen weitaus an der Spitze. Beim Eierwettbewerb hat Schlesien mit 7 ersten Preisen am besten abgeschnitten. Bei den Vereinssammlungen der Kaninchenzüchter folgen Bayern und Sachsen mit 21 bzw. 18 ersten Preisen dicht auf­einander. Bei der Kokonprüfung der Seiden- s p i n n e r haben Schlesien und Wett- d e u t s ch 1 a n d mit 4 unb 3 ersten Preisen die Spitze. S ch l e s w i g - H o 1 st e i n hat bei Honig und Wachs mit 6 und 9 ersten Preisen beson­ders gut abgeschnitten. Es ist ein erfreuliches Zei­chen für den Leistungsfortschritt der Kleintierzucht, daß allgemein ein außerordentlich hoher Prozent­satz der zum Wettbewerb eingeschickten Tiere und Erzeugnisse trotz der sehr scharfen Prüfungsbestim- mungen ausgezeichnet werden konnte. Ein Beispiel dafür sind auch die Katzen, bei denen von 153 Tieren 124 Preise erworben worden sind. Die Leh­ren der Ausstellung werden noch in Fachgruppen­sitzungen der einzelnen Kleintterzuchtverbände ver- , tieft werden.

Die Verteidigungsrede findet in der konservativen fresse eine ziemlich geteilte Aufnahme.Daily Ex- Neß" begrüßt die Ankündigung, daß die Londoner Äak-Divi'sion innerhalb einem Monat vollkommen rrit Geschützen ausgerüstet sein werdeDaily Mail­and News Chronicle" betonen, daß weder diese Ankündigung noch der Hinweis auf die erfolgreichen Reformen in der Armee eine Entschuldigung dafür tein könnten daß während der Septemberkrise eine fiel zu geringe Anzahl von Flugzeugabwehrge- chützen vorhanden gewesen sei. Zu dieser am schwer­en ins Gewicht fallenden Anschuldigung habe der kriegsminister nichts Stichhaltiges vor­bringen können.

Englische Arbeitslose bemonffneren in Ketten

London, 6.Jan. (Guropaprefc.) Die llrbeitslosenvereinigung schreltetin »hre

Bestrebungen zur Erreichung höherer Untechutzun- ren jetzt zu Maßnahmen, die denen der Frauew iechtsbewegung in den Jahren vor dem Wettkneg iiachgeahmt sind. Am Freitag ließen sich acht Mitt vlieder der Vereinigung mit st a r k e n e, s e men Ketten an den Gartenzaun vor dem Hause des A r b e i t s m i n i st e r s Brown ess e in Gleichzeitig erteilten andere Mitglieder ter Vereinigung in der Umgebung einer in der Nähe befindlichen Arbeitsvermittlung Fl u g b l a e r die zu Kundgebungen vor der Wohnung des Nttnisters aufforderten. In kurzer Zeit versammelte sich eine überwiegend aus Arbeitslostn bestehende «roße Menschenmenge, welche den acht Gefesselten lurcli Zurufe ihre Sympathie ausdruckte. Die Ver­tilgung liefe im Hause des Ministers einen Brief Lbgeben in dem dieser aufgefordert wurde eine Abordnung der Arbeitslosen zu empfangen unb für tine bessere Winterhilfe Sorge zu tra­gen Die acht freiwillig Gefesselten, bie nnt den schweren eisernen Ketten um ben Hals ein erbar- nmigswürbiges Bilb boten, erklärten, wurden Totfatis die ganze Nacht unb auch den Samstag

Bilbao, 7. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der ationalspanische Heeresbericht melbet, baß sich an ir Katalonien-Front ber Einbruch ber nationalen ruppen auf b eiben Flügeln vertieft, er rechte Flügel konnte auf bem Vormarsch bie Orte Vinaixa, Mosel! und Pobla be Ciervoles sowie lerschiebene wichtige Höhen erobern. Die Truppen haben sich bamit bis auf 38 Kilometer an Tarragona herangesch o b e n. Die Bahnlinie Borjas BiancasVinaixa befindet sich nunmehr völlig im Besitze b er Zr.anc o-Truppen. Nördlich von Valset be­ichten die Navarra-Brigaden den Kamm des Mont Tant-Gebirges. Der Feind verlor mehrere hundert lote und 1400 Gefangene. Durch die e Operation der erste der sechs stark ausgebauten Verteckii- mgsgürtel Barcelonas durchbrochen worden. Die ! erleidiaunasringe Barcelonas, die in monate- : nqet Wit ^rgefteUt mürben »erlaufen vom ront-Sant-Gebirge nördlich von Falset durch bas lena-Gebirge unb berühren nordöstlich davon zwi- nen Cervera unb Jgualaba bie Hauptstraße Leriba

wr Schutz der Rasse. Der bewußte nationall- sche Gedanke stehe in keinerlei Gegensatz zu einer den Behandlung der Minderheiten Nationalis­mus Vaterlandsliebe und Rassenschutz erforderten men militärischen Geist, innere Disziplin unb tief-