Nr. 286 Zweites Blaff
Rekener Anzeiger (General-Anzelgsr für Gberheffen)
Mittwoch, b. Dezember 1959
Aus dem Reiche der Krau
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WINTERSPORT^
FÜR DEN
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Feldpoflpäüchen weihnachtlich gepackt
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fleischige Knolle verwandelt hat, die sich schneidet wie zarter Speck. Verglichen mit dem Kohl ist der Kohlrabi ein ziemlich junger Bestandteil unserer grünen Küche, da er „erst" im Mittelalter aus Italien nach Deutschland kam. Getrocknet, geben in Scheiben _ geschnittene Kohlrabiknollen ein gutes Dörrgemüse und eine geschmackverbessernde Beigabe zu dem Gemüsegemisch für die Suppen, die man Julienne" nennt.
Gin Weihnachtsfest, so schön, wie nie!
legekxagen. Der Rücken kann ebenfalls gestrickt oder aber äuch aus passendem Wollstoff gearbeitet werden.
Aus einem getragenen Regenmantel (Gabardine.oder Popeline) ist die Windbluse geschneidert; aus dem unteren Teil ergeben sich der neue Kragen, die Bündchen, die Taschen und auch die ergänzende Kapuze. — Aus dem
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gleichen Stoff oder auch aus Leder sind die Schulterauflagen, dem Gürtel sind seitlich Gummizüge eingearbeitet und den Taschen Reißverschlüsse.
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Die Vorderteile der W e st e (rechts oben) ausrotemWoll st off, ausdunkelbla___
Wolle die grobgestrickten Aermel und der Um
träger, Geldbörsen, Brieftaschen, Tabaksbeutel, Rasierapparat, Messer, Füllfederhalter, Bleistifte, Briefpapier und vielleicht eine Schneebrille, oder aar eme Kleinkamera zu nennen. Natürlich dürfen Zigaretten und Tabak nicht fehlen, ohne die ein Sol- oai fast undenkbar ist. Auch ein kleines Fläschchen Äognof für die kalten Nächte wird nur willkommen |em. Ebenso sind ein paar Tabletten gegen Erkäl- ung, Halsentzündung und Grippe gewiß erwünscht; !ßfuer au^ einfache Salben, wie Kamillen-
lalbe, Borsalbe, Niveakrem sowie einfacher Körperpuder oder ein Rheuma-Einreibemittel Nur Feuer- zeuge oder Streichhölzer dürfen unter keinen Um- du sianden mitgeschickt werden, nur zu leicht könnten wenn es nnr? ’Le inJoI9c Selbstentzündung Hunderte von Wechnachtspackchen vernichtet werden. Auch von der
Viel später, nämlich erst gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts, gesellte sich noch eine Spiel- art des Gemüsekohls unserer Gemüseküche bei: der Rosenkohl, bei dem die dicht am Stengel sitzenden Seitenknospen „Röschen" bilden, die winzigen Kohlköpfen gleichen. Wer Rosenkohl im Garten hat, kann bis weit in die kalte Jahreszeit frisch ernten, da die Pflanze wenig kälteempfindlich ist. Im Geschmack unterscheidet sich der Rosenkohl von den anderen Kohlarten insofern, als die kleinen, festen Rosen würziger und kräftiger schmecken, als der oft leicht süßliche Winterkohl und Kohlrabi, weshalb er sich sehr gut auch als Zukost zu Kartoffeln ver- wenden läßt. Nährstoffreich sind alle diese Kohl- arfen ohne Ausnahme. Was sie aber besonders wertvoll macht, ist, daß sie uns mitten im Winter den Genuß einer frischen, „grünen Küche" spenden.
Für die Weihnachtsbäckerei:
Kleine Makronen. Je 2 Tassen Grießmehl, Milch, gestoßene Zwieback, Zucker, 1 Tasse gehackte Nüsse und ein Päckchen Backpulver. Alle Zutaten werden gut zu einem Teig verarbeitet und in kleinen Häufchen auf das Blech gesetzt und goldgelb gebacken.
Billig A u s g e st o ch e n e s. 500 g Mehl, 80 g Fett, 250 g Zucker, 2 Teelöffel Milei mit 6 Eßlöffel Milch verrührt, 1 Backpulver. Fett, Zucker und Milei. lösung schaumig rühren, die übrigen Zutaten dazugeben. 1 Stunde kaltstellen, cm dick ausrollen, Formen ausstechen und bei Mittelhitze backen.
Korinthen-Häufchen. 250 g Mehl, 70 g Fett, 100 g Zucker, 2 Teelöffel Milei, 4 Eßlöffel Wasser, 100 g Korinthen, 1 Backpulver. Fett, Zucker und Milei schaumig rühren, dann die übrigen Zutaten dazu geben. Mit 2 Teelöffeln werden kleine Häufchen auf das Blech gefetzt und bei Mittelhitze gebacken.
Spekulatius. 250 g Mehl, 100 g Zucker, 70 g Fett, Ei, 2 Eßlöffel entrahmte Milch, aber frisch, 15 g gehackte Kürbiskerne, Gewürzmischung, etwas Backpulver. Man knetet aus den angegebenen Zutaten einen Teig, den man einige Zeit ruhen läßt, ausrollt, Formen aussticht und bei Mittelhitze bäckt.
Ei märe zunächst ein Bild von den Kindern, über A sich jeder Vater sicherlich freut. Lesestoff ist im we immer willkommen. Vergessen wir drum nicht ^lere besten Freunde, die Bücher. Der Buchhänd- 6 Ollst gern bei der Auswahl, wenn man ihm pt ob der Empfänger ernste oder heitere Kost ^orzugt. Auch ein Reiseschachspiel oder Spielkar- würden sicher Freude erregen; denn in Ruhe- jfluig gibt es immer Freistunden, die die Kamele, gern mit einem gemeinsamen Spiel verbrin- I®1- 3n diesem Fall würde, falls der zu Beschen- musikalisch, eine Flöte oder Mundharmonika Mi ebenso freudig begrüßt werden Vielleicht er= wir gar einen langersehnten Wunsch, wenn ft ne Armbanduhr mit auf die Liste setzen.
praktischen Dingen wären Handschuhe, Hosen-
Was sollen wir tragen?
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE\UNS ERES MODEZEICHNERS
Es kommt also darauf an, dem englischen Trachten, das sich gegen die Siegeszuversicht unterer Nation wendet, durch die Gemütsruhe entgegen3 zuwirken, die in jeder Lage Kernelement aller bürgerlichen und soldatischen Tapferkeit und Gemeingut fast aller deutschen Menschen ist. Aus solcher würdigen Seelenhaltung entspringen ja alle die sittlichen Werte, die uns bei der Lösung unserer Ausgaben unterstützen. Der Soldat, der auf an- trenaendem Marsche ober in der Stunde höchster Gefahr durch ein Scherzwort, durch ein frisches Lied He Kameraden aufmuntert und sie ihre momentane Müdigkeit vergessen und überwinden läßt, tut itroas Großes. Und die Ehefrau, die, statt über die Zeitläufte zu klagen und mit kleinlichen Unnötigseiten dem Manne im Felde das Herz schwer zu nachen, ihm von der Geborgenheit seiner Lieben, :on den kleinen Freuden des Alltags berichtet, ist >ine deutsche Frau, die des Gatten würdig ist.
Drum wird auch diese Weihnachtszeit, die so recht i.gentlich mit dem Nikolaustag am 6. Dezem- !er beginnt, für Volk und Familie tn diesem Jahre tetont eine Zeit der tätigen und sinnen- ien Liebe sein. Die ohnehin ziemlich zerplatzte nglische Blockade wird den deutschen Kindern ihre Advents- und Weihnachtsfreuden nicht schmälern. Ce wird dem brutalen John Bull nicht gelingen, kn alten biederen Nikolaus tot zu schlagen oder uch nur einzuschüchtern! Es wird Freude bei den leinen Mädeln und Buben herrschen, und der kubel der Jugend, die Mitfreude Der Erwachsenen vird hinausschallen bis an den Westwall, bis ans Deer hinaus und wo sonst noch treue Deutsche ihrer 5 nder, ^Geschwister und Freunde gedenken. Wohl v rd von mancher in vergangenen Jahrzehnten sich bieitMachenden Uebertreibung abgesehen werden, v:n Ueppigkeit und unnötigem Ueberfluß. Aber hs ist recht' und gut so, denn „Ueberfluß macht liberdruß", wie der Volksmund sagt. Auch ist ja lite Kinderhand leicht gefüllt, und bei dem rechten
Und was das Schenken anbetrifft, so wird es bestimmt dieses Mal ganz besonders viel Freude machen, gerade weil wir die notwendigen Taschentücher und alle die anderen nützlichen Dinge nicht schenken können. Hatte es nicht gerade den Sinn des Schenkens überhaupt genommen? Schenken zum Weihnachtsfest heißt ja gar nicht, den Gaben- tisch mit notwendigen Anschaffungen volladen. Weihnachtliches Schenken bedeutet ja, einen geheimen Wunsch erfüllen, irgendetwas Besonderes, Schönes, ein Geschenk finden, das schön ist, weil es ja eben gerade nicht notwendig, nicht nützlich ist und nicht unbedingt doch anaeschafst werden muß. Unb wer aus diese Weise zu schenken versucht, wird sehr bald herausfinden, daß Schenken und Beschenktwerden mit solchen Herrlichkeiten unendlich viel schöner ist und unendlich mehr Freude machL Das Allermerkwürdigste aber ist, daß man heraus- findet, daß diese Art von Geschenken alle bezugscheinfrei sind. Oder wie steht es mit dem schönen tanggewünschten Buch, einem Bild, einer Lampe, blühenden Kaktee, einem Gutschein für die Lieblingsoper, einer Vase oder einer dieser schönen Schalen, die das Zimmer so warm machen und ihm die persönliche Note geben, die wir bei anderen so angenehm empfinden.
Nein, auf solch sinnvolles Schenken, auf solches weihnachtliches Freudebereiten wollen wir nicht verzichten. Im Gegenteil, um dieses kommende Weihnachtsfest wollen wir uns noch mehr mühen und sorgen, damit die Liebe unseres Herzens an diesem Fest noch wärmer strahlt, noch heller leuchtet und inniger zu wärmen vermag. Lisa Peck.
Warum nicht? Sie schmeckt sogar doppelt so gut, wenn es draußen stürmt und schneit, und manche Gemüse kann man jetzt noch frisch aus der Erde genommen, kochen, genau so wie im Sommer. Hierzu gehört der Spinat, der dis tief in den Winter geerntet wird, aber im Frühjahr als eines der allerersten Frischgemüse wieder auftaucht. Er zählt zu unseren vitaminreichsten Gemüjen, Da er Die Vitamine A, B, C enthält sowie — was sehr wichtig ist — auch das antirachitische Vitamin D dessen Mangel in der Nahrung des Kleinkindes das Auftreten der „Englischen Krankheit" hervorruft. Zugleich ist Spinatmus auch io leicht verdaulich, daß man es recht kleinen Kindern schon zu essen geben kann, und Damit ist der Spinat denn in erster Linie eine ausgezeichnete Kindernahrung. Anderseits ist er auch deshalb wertvoll, weil sich unter seinem Mineralstoffgehalt auch reichlich Eisen findet wie auch ausnehmend viel Blattgrün, das besonders bei der Blutbildung eine bedeutsame Rolle spielt. Der Spinat, dessen Ursprungsland wahrscheinlich der Kaukasus ist, hielt seinen Einzug in die deutsche Küche erst im 16. Jahrhundert, fand aber anfangs wenig Liebhaber; freilich reichte das der einstigen Wildform immer noch ähnliche Spinatblatt von damals an die Dickfleischigen, tiefgrünen und saftigen Blätter unseres Spinats bei weitem nicht heran; zudem war man an ein anderes Blattgemüse gewöhnt, nämlich an den Amarant, dessen Anbau noch bis ins 16. Jahrhundert eifrig und sogar im großen betrieben wurde Die fortschreitende Kultivierung Des Spinats verdrängte aber den Amarant so gründlich daß er fast ganz vergessen ist. Weil der Spinat nicht nur so appetitanregend wirkt, sondern auch die Biwung des Magensafts fördert, hat
Versendung von Lebensrnitteln, wie Kuchen und Obst, ist abzuraten.
Ganz zuoberst in unser Päckchen packen wir die stoßen, zerbrechlichen Dinge: selbstgebackene Plätzchen, Bonbons oder was wir uns sonst für unsere Sieben aufgespart haben Ein Tannenzweig und ein Kerzenhalter mit Licht bilden den Abschluß, so daß der Empfänger des Päckchens schon beim Oeffnen in weihnachtliche Vorfreude gerät.
Vielerlei ließe sich noch, dem persönlichen Geschmack angepaßt, in das Päckchen legen. Wie bei allen Dingen gilt es auch hier nur, genau und mit Siebe zu überlegen. Und wer täte dies nicht gern, C3 darauf an kommt, Festfreude zu spenden.
St Molaus.
fidj Englands Kriegführung in rütffitfifsfnfpr We,,e nicht allein gegen unsere bravenMgr üen und Blauiacken. sondern planmäßig durchaus a u ch gegen die Familie als die K-im.ei,- Äolkhett und damit sogleich als die Hauptfäule d» Hkimatfront wendet, ist unverkennbar - genau wie vor 25 Jahren — die größte moralif*? l°l'ung britischer Gewaltpolitik überhaupt. Und ses Bestreben, die Familienbaude zu lockern Furcht in die Herzen der Frauen zu säen und die Volks - 'tlär erfreulicherweise unzulängliche
Ul^e $u untergraben, wobei solche t-ust.schen Planen zumal auf die Heranwachsende Ju- a^1.elEI3- buut sich keineswegs auf kalter Rach- sucht allein, sondern aus sehr schlauen Berechnung?» Alb,ans auf. Die englischen Politiker wißen aus der englischen Geschichte, wie wirksam eine Kn"eq- suhrung fern kann, wenn sie die Volksnerven zu zermürben geeignet ist Auch der tapferste Soldat wird in ferner Kampfkraft geschwächt, wenn ihn Sorgen um das Wohlergehen der Seinen daheim plagen, wenn er nach schwerem Dienst für b™ Bundes Verteidigung keinen erquickenden Schlaf finden kann weil ihn traurige Nachrichten über die Gesundheit und Lebenshaltung der Lieben zu Hause quälen. Haben doch erfahrene Rührer Des Deutschen Volkes festgestellt, Daß Die Schlagkraft eines Heeres immer Durch Die innere Ruhe Des Wns, Dur^ Die Frische der Nerv en kraft bedingt ifi. Fichte stellte vor Den Befreiungskriegen fest daß -s „die Kraft des Gemütes sei, di« Siege erfechte ; Bismarck sagte, „Das Herz und dessen Stimmung ist A l l e s im Gefecht. Di« Kops- zahlen machen es nicht, wohl aber Die Begeisterung
.e.5' die Schlachten gewonnen
haben. Unh Hindenburg erkannte bereits 1914 Daß Die neuzeitlichen Kriege von Dem gewonnen 'werden, Der „Die stärksten Nerven habe"
Grüne Küche im Winter
Von M. A. v. LiiigenDorff.
' Was soll man Denn nur in Diesem Jahr zu Weih- ' nachten schenken? Das ist die Frage, Die im Augen- 1 blick alle Frauen und Mütter bewegt, die Doch so 1 9^rn schenken, Mann unD Kindern zum Weihnachtsfest alle Wünsche erfüllen möchten und keine Mühe scheuen, um viele Stunden zu beraten und zu wählen, um Freude zu machen.
Ader in diesem Jahr, zu Kriegsweihnachten, haben sie nun plötzlich alle Freude und alle Unternehmungslust verloren. Und warum? Weil es Diesen oDer jenen Gegenstand gerade nicht oder nur gegen Bezugschein zu kaufen gibt, weil sie Den Jungen mdjt, wie sonst zu Weihnachten üblich, gleich für Das ganze Jahr ausstatten können (das ist so praktisch, Denn er braucht es ja doch und man hatte Darm gleich etwas aufzubauen), weil sie Dieses Mal nicht Den berühmten Weihnachtspudding machen können, Der 10 Eier braucht, unD meit man doch £ben im Krieg gar keine richtige Stimmung zum Weihnachtsfest-feiern hat.
Dabei gilt es gerade in diesen Kriegs« Weihnachten mehr denn je, Freude zu machen — all unseren Soldaten, die draußen für Die Heimat kämpfen, allen, die krank oder verwundet im Sazarett liegen, allen Kindern, für die das Weihnachtsfest auch in diesem Jahr die „fröhliche, selige Zeit" bedeutet und überhaupt allen Menschen, weil ja gerade dieses Jahr jeder der Siebe des anderen doppelt versichert sein will, well jeder sich noch besonders nach dem Glück solcher still-heiteren und besinnlichen Stunden sehnt, wie sie doch nur der Weihnachtsabend zu geben
Und Darum müssen wir Frauen Doppelt bereit fein, um dieses Weihnachtsfest warm und innig zu geftalten, so schön, daß Groß und Klein sagen soll: So schon war es noch nie! Auch wenn Der neue wollene Schianzug und das Dutzend Küchenhand- tucher auf dem Weihnachtstisch fehlen, auch wenn wir nicht von morgens bis abends Süßigkeiten schleckern können, um hinterher mit fürcherlichen Magenschmerzen Dafür zu büßen, und auch wenn es Diesmal Das traDitioneße Festessen nicht geben kann.
ihn ein russischer Forscher Den „Staubsauger Des Magens" genannt.
Ein französischer Schriftsteller des 18. Jahrhunderts behauptete einmal, alle Gemüse seien nur ein „Mittel zum Zähneputzen und Mundspülen", Da sie keinen Geschmackswert besäßen, aber zur gleiche^ Frage stellte sich ein deutscher Feinschmecker fünfzig Jahrer später ganz anderes ein. Er war ein begeisterter Verehrer Des Kohls und erklärte: „Der Kohl gibt-sich tausend Fantasien Der Kochkunst hin!" Nun, Das stimmt auch, weil Kohl in jeder Art und Zubereitung gut schmecken kann. Dazu kommt, daß es ausgesprochen frostharte Winterkohlarten gibt, ja Der Grünkohl überhaupt erst so recht wohlschmeckend wird, wenn er leicht durchfriert. Da sich in Den gefrorenen Blättern Der Traubenzucker bildet, Der ihm Den zarten Geschmack gibt. Also auch den Grünkohl mit seinen dicken, feingekrausten Blättern kann man im Winter als Frischgemüse essen; selbst unter Dem Schnee geschnitten, läßt er sich noch verwenden.
Der G e m ü s e k o h l ist ein Nutzgewächs Der Germanen. Wenigstens war Den im germanischen Land lebenden Kelten Die Pflanze schon um Die Mitte Des ersten Jahrtausends v.Z. bekannt, was immerhin einem weitzurückreichenden „Stammbaum" entspricht. Die Griechen und Römer Des Altertums pflanzen ihn gleichfalls, aber es ist nicht ZU verwundern, daß sie ihn, so wie er damals aussah und schmeckte, noch nicht zu schätzen verstanden. Kohlköpfe, so groß, dichtblättrig und so prächtig grün, hätte man sich einfach nicht vorstellen können. Und ebensowenig ein Zuchtprodukt wie Den K o hlrabi, dessen untersten Stengelteil erst die gärtnerische Kunst in Die bis 5 Kilogramm schwere.
Für den Wintersport zeigen wir heute ein paar praktische Sachen, die sehr gut aus Getragenem herzustellen sind und auch auf dem Weihnachtstisch große Freude machen dürsten.
Der Eislaufsweater in der Mitte ist aus Dunkelblauer, roter, weißer und hellblauer Wolle gestrickt, die aus zwei getragenen Westen und einem Pullover gewonnen wurde, und zwar sind Aermel, Rollkragen und Schoßteil dunkelblau, während das Blusenteil in den restlichen Farben g e - si r e i f t ist. Der schmale ßeDergürtel ist rot.
Aus braunen, gelben und naturfarbenen Rechtecken ist b i e Strickbluse links zusammengesetzt. G4n Monogramm und Helle Schnür- st i ch e über den Nähten sowie ein buntes Hals- t u ch sind der Ausputz.
öhenken kommt es mehr auf Das „Wie" als auf „Was" an. Von Liebe werden Die Deutschen falber auch in dieser ernsten Zeit, ja gerade in Men besinnungsreichen Tagen umgeben sein; und kr Geist Der Liebe ist es, Den St. Nikolaus, Des hristkinds Vormann, preDigt unD aussät. An sol- h« Liebe in Volk und Familie, die uns neue :ielenfraft beschert, wird aller Feindhaß dieser zerschellen! Werner Lenz.
Alljährlich, in der Vorweihnachtszeit, beginnt Die H Der kleinen Heimlichkeiten, mit ihren Freuden M Sorgen oder, besser gesagt, Vorsorgen. JeDes Ll fanilienglieD ist bemüht. Die Wünsche Des anderen f erraten, um sie überraschend erfüllen zu können. . leichtesten sind stets Die Kinder zu beschenken; WM abgesehen von praktischen Dingen, erleichtern ‘ P uns die Ueberlegung Durch geschriebene Wunsch- M van oft unermeßlichen Längen. Schwieriger Wgen war es seit jeher, Den Mann ober Den jnutigam zu bedenken, Da Frauen oft fälschlich Der Wicht huldigen, Daß Männer ja doch „alles schon jten". Heute, wo Mann, Sohn oder Bruder im Kde stehen, wird Die Frage Der Geschenkwahl ver- M-t auftauchen. Jede Frau möchte ihre Lieben "r draußen zum Feste besonders erfreuen und itird) eine mag ratlos in Gedanken erwägen, wo- F’i dies bei „ihren" Soldaten der Fall sein möge.
Wirklichkeit ist dies gar nicht so schwer; denn jj einiger Ueberlegung läßt sich vielerlei finden, -w allzu umfangreich dürfen die Gaben nicht sein, jtolit sie das zulässige Feldpostgewicht des 1-Kilo- Vdchens nicht überschreiten.
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Midi rrün leuchen, Tieit, iF. für Wit- , Muster?.
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