Ausgabe 
6.12.1939
 
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Diese Woche von 16.15 bis 7.30 Uhr verdunkeln!

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kehren zu dürfen.

Weihnachtssendangen vor dem 15. Dezember aufgeben!

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W>- Reuter mitteilt, sprach der s p a n i s» e B ° t. schaster im englischen Außenamt vor und pro! testierte gegen die rechtswidrige Aus» fuhrblockade, die England gegen Deutschland inszeniert hat. Wie verlautet, hat'L S d°ber Suw Ausdruck gebracht, daß sich seine Regie­rung alle Rechte vorbehalte.

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einem Frühstück bei einem Gardebataillon die ena» lischen Ruhestellungen in Frankreick b -1 u ch Er besichtigte eingehend einige Bunker und Tankfallen.

*

Der bisherige Militärattache der Berliner USA . Botschaft, Major Berg, erstattete Präsident Roosevelt einen Augenzeugenbericht über den deutschen Blitzfeldzug in Polen. 1 10 Uhr warr

Das russische Volk feierte die dritte Iahres- tagung seiner Verfassung. DiePrawda" schreibt daß drei Jahre seit dem historischen Tage vergangen seien, an dem der außerordentliche Sowjetkongreß die neue Verfassung annahm. Sie wurde nach ihrem Schöpfer dieStalinscheVerfassung genannt.

*

In Siam ist in der Provinz Thailand ein A u f» stand ausgebrochen. 18 Personen wurden hinge­richtet.

Vormilitärische Wehrerziehung durch das ASM.

Das JtS&ft, die motorisierte Gliederung der Partei, wird im Rahmen der vormilitärischen Aus­bildung der Wehrfähigen eingeschaltet. Jeder deutsche Wann, der das 18. Lebensjahr erreicht hat und dem Kraftfahrzeug-Handwerk oder einem artverwandten Beruf angehört, kann sich zur Aufnahme bei der zuständigen RSKK.-Einheit seines Heimatortes an­melden. Weiter können Besitzer von Kraftfahrzeugen und Führerscheinen ausgenommen werden. Darüber hinaus können alle diejenigen eintreten, die sich für eine motorkechnische Ausbildung interessieren, um später einmal bei einem motorisierten Truppen­teil dienen zu können. Die Ausbildung umfaßt neben Geländedienft und Schießen in der Haupt­sache motor- und verkehrstechnische Schulung.

Wehrfähige, die jetzt in das RSKK. eintreten, brauchen einer Wehrmannschaft einer anderen Glie­derung der Partei nicht anzugehören.

Anmeldungen für die Stadt Gießen können erfolgen an Motor st andarte 147, Gießen. Frankfurter Straße 3 3, für das Landge­biet an die örtlich zuständigen Sturmführer.

Kameradschastsabeni» der Ortsgruppe Aießen-Nord.

Die Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP, hatte für den gestrigen Dienstag zu einem kameradschaft­lichen Abend in den Saal des Cafe Leib eingeladen, der einen sehr unterhaltsamen Verlauf nahm. Orts­gruppenleiter Thomas hieß in kurzer Ansprache besonders den hoheitsträger im Kreise Wetterau, Kreisleiter Backhaus, willkommen und begrüßte ferner die zahlreich teilnehmenden Partei- und Volksgenossen. Er wies darauf hin, daß die Orts- R Gießen-Nord alljährlich etwa um die Zeit intersonnenwende ihren Kameraüschaftsabend abhalte, der sich wie sich in den letzten Jahren erwiesen habe einer allgemeinen Beliebtheit er­freue. Infolge des Krieges fei .in diesem Jahre zwar von einer größeren Veranstaltung abgesehen wor­den, immerhin solle aber auch an diesem Abend die Freude zu ihrem Recht kommen. Nachdem schon bis­her die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" zur Verschönerung der Kameradschaftsabende beigehta» gen gäbe, solle auch diesmal den Besuchern etwas Besonderes geboten werden. Mehr denn je sei es in der 'Gegenwart notwendig, Kraft zu gewinnen für die Arbeit des Alltags, um für einige Stunden die Sorgen des Tages zu vergessen. In feinen ab-- schließenden Worten wünschte Ortsgruppenleiter Thomas dem Abend guten Verlauf.

Die Stunden des Kameradschaftsabends waren dann ausgefüllt durch die reichen Darbietungen des russischen romantischen TheatersDer bunte Vogel", die von den vielen Besuchern mit großer Aufmerk­samkeit verfolgt wurden. Anhaltender herzlicher Bei­fall wurde den Künstlern nach jeder ihrer Dar-

Der Adventskranz wurde aufgehängt. Die grünen Zweige lassen uns aufschauen, das Licht der Kerzen erfreut uns. Nur noch einige Wochen, dann kommt das Wechnachtsfest. Das schönste Fest des Jahres chr jung ung alt, das Fest der Liede, das Fest der Familie ist nahe. '

Den Schlüssel zu all der Herrlichkeit bringt der Nikolaus, der heute zu unfern Kindern kommt. Er gwt deii Auftakt, er führt kleine und große Kin- oer für einige Wochen in seine Märchenwelt. Wohl dem, der sich noch freuen kann.

auch in der ernsten Krieaszeit? Jawohl! -Oie Freude hilft uns über vieles Schwere Hinweg­zukommen. Und da sollen uns die Kinder ein Bei- Ls.9-e?IL Auch die Erwachsenen, die sich ein jugendliches Herz bewahrt Haden, freuen sich mit.

£re Freude ist in unfern Kinderherzen nicht tot- zuknegen. Wenn wir in ihre gläubigen Augen schauen, wenn wir beim Gepolter des Nikolaus ihre erwartungsvollen Mienen sehen, dann eilen unsere Gedanken sicher zurück in die Vergangen- heit, und wir sehen uns selber wieder als kleinen Jungen, oder als kleines Mädchen in der Ecke stehen und unser Gebetlein auftagen. Wie klopfte unser Herz, und welche Angst standen wir aus! Unö wie erlösend war dann die Freude, als uns der Nikolaus nichts Böses tat, daß er uns sogar mit Nüssen und Gebäck beschenkte.

Der Nikolaustag soll nicht mit Wehmut erfüllt fein. Wir wollen ihn mit den Kindern feiern. Er mag uns ein Stückchen vom blauen Himmel sehen lassen. Inmitten der unfteundlichen Jahreszeit schaffen sich die Kinder selber Licht und halten Ausschau nach der Sonne. Jedes kommende Ding 'st für sie wunderbar. Mit Lust und Staunen be­ginnen sie den Tag. Für unsere Kinder läuten jeden Morgen die Glocken, und fteundlich grüßen sie den jungen Tua, sei er nun regnerisch, oder nevelschwer. Sie fühlen, daß wir nur dann vor­wärts kommen, wenn wir froh sind. Den Erwach­senen geht es ähMch. Sie wollen auch Freude und Hoffnung schöpfen, und in jedem Menschen- Herzen sitzt innen tief eine Sehnsucht nach Glück und Geborgenheit. Je härter und grausamer uns das Leben anfaßt, um so größer wird diese Sehn­sucht.

Bei einem Gang durch die Straßen in vorgerück­ter Nachmittagsstunde oder am frühen Morgen kann man an zahlreichen Stellen die Wahrnehmung machen, daß es mit dem Beginn bzw. dem Ende der Verdunkelung noch vielfach hapert. Manche Volksgenossen scheinen der Meinung zu sein, daß während der Dunkelheit beispielsweise vor 19 oder 20 Uhr am Abend, oder während der dunklen Morgenstunden etwa zwischen 6 bis 8 Uhr, jeg­liche Flieaergefahr ausgeschlossen sei, da in dieser Zeit ,choch keiner kommt".

Das ist ein gewaltiger Irrtum, denn tatsächlich müssen wir zu jeder Äeit am Tage und während der Dunkelheit darauf gefaßt sein, daß feindliche Flieger über unserer Stadt erscheinen können. Es ist daher auch grundfalsch, wenn in manchen Häusern gegen Abend, während schon volle Dunkelheit herrscht, oder am frühen Morgen, wenn das Tageslicht noch längst nicht eingetreten ist, die Fenster der Wohn­zimmer, der Küchen, der Treppenhäuser usw., aber auch der Büros und Werkstätten in Hellem Licht erstrahlen, weil man gegen Abend die Verdanke- lungseinrichtung nicht sogleich beim Beginn der Dämmerung vor die Fensterscheiben gebracht oder am frühen Morgen die Verdunkelungsvorhänge oder dergleichen schon wieder entfernt hat, bevor es wirklich hell geworden ist.

Ebenso unstatthaft wie diese Leichtfertigkeit bei her Beobachtung der Verdunkelungsvorschriften ist es aber auch, wenn man in manchen Gebäuden, die nur Bürozwecken dienen oder die im Besitz der öffentlichen Hand sind, des Glaubens ist, die Der- dunkelungsvorschriften brauche man ja nicht so ernst zu nehmen, wie sie allerdings vom Gesetzgeber ge­meint sind.

Um jegliche Zweifel über den Beginn der 23er« dunkelungspflicht gegen Abend und ihr Ende am andern Morgen zu beheben, zugleich auch allen Volksgenossen erneut die dringende Pflicht zur 23er«

Ausgleich der Brotrationen.

Brotzulagen

aus nichtausgenützten Brotkarten.

In einem Erlaß über den Ausgleich der Brot- rationen durch Einschaltung der NSV. heißt es die Erfahrung habe gezeigt, daß große Teile der'Be­völkerung ihre Brotkarten nicht voll aus- nutzen. Auf der anderen Seite gebe es Gruppen, die einen zusätzlichen Brotbedarf haben, hierher gehörten neben Kindern zwischen 6 und 14 Jahren und Jugendlichen vor allem die Lang- und Nachtarbeiter, deren zuGtzlicher Bedarf soll ohne Jnanspruchenahme der großen nationalen Brotgetreidereserve im Wege der Gemeinschafts- leistung aufgebracht werden. Zu diesem Zweck wer- den nichtausgenützte Brotkarten und Einzelabschnitte d-r NSV. zur Verfügung gestellt. Diese tauscht sie gegen Reise- und Gaststättenkarten für Brot um, die dann an diejenigen Versorgungsberechtigten ver­teilt werden, die einen zusätzlichen Brotbedarf haben. Die Verteilung beginnt am 18. Dezember 1939. Die Ernährungsämter haben jedoch bis dahin die bereits für Lang- und Nachtarbeiter als Zulage vorgesehenen 600 Gramm Brot wöchentlich den be­trieben in Form von Reise- und Gaststättenkarten für Brot in vollem Umfange zur Verfügung zu stellen.

Oie Verletzten vom 8. November.

München, 5. Dez. (DNB.) In der letzten Zett konnten von den verwundeten Opfern des heim­tückischen englischen Anschlages im Bürgerbräu- fetter am 8. November zahlreiche entlassen werden. Elf liegen noch in den Krankenhäusern. Aus dem Krankenhaus Rechts der Isar dürfen zwei Frauen voraussichtlich kurz vor Weihnachten nach Hause, während zwei andere die Feiertage noch im Krankenhaus verbringen müssen. Das Befinden gibt zu Bedenken keinen Anlaß mehr. Aus der Chir­

urgische/! Klinik sind alle Verletzten entlassen. ^Jm Krankenhaus Schwabing liegt noch Mann Gruber. Er hofft, bis Wi

bietungen zuteil und spornte sie immer wieder zu schöner künstlerischer Leistung an. (lieber das Gast­spiel des russischen Theaters berichteten mir bereits gestern.) Der Abend in feiner -Gesamtheit bedeutete für alle, die dabei fein konnten, einige Stunden schönsten Erlebens.

Neuer Etraßenübergaug am Erdkauterweg.

Im Zuge der verlängerten Wtlhelmstraße nach dem Erdkauterweg abbiegend, gegenüber den dort befindlichen Fabrikanwesen, wurde der im Laufe dieses Sommers geschaffene neue Bahnübergang jetzt dem Verkehr übergeben. Gleichzeitig wurde der am südlichen Ende des Heyligenstaedtschen An­wesens bestehende, dem heutigen Verkehr nicht mehr gewachsene und unübersichtliche Bahnübergang ge­schlossen.

Spricht nicht der Nikolaustag auch so uns? Kommt er nicht zu uns, wenn die Natur am traurigften, am stillsten ist? Will er nicht etwas Leben in die starre Oede, in die düsteren Tage bringen?

Die Kinder hören schon die fernen Weihnachts- glocken, sie schreiben ihre Wunschzettel. Welche hoff, nungen lösen diese Worte aus! Arn Nikolaustag aber erhalten sie die Versicherung, daß es nun end- licf) Ernst wird, daß sie bald Weihnachtslieder singen können.

Und so soll uns auch der sieghafte Glaube der Kinder stärken und trösten. Den Nikolaus wollen wir freundlich empfangen als Künder einer frohen Zett.

Dornotizen

Tageskalender für Mittwoch.

Goethe-Bund, Kaufmännischer Verein und Gesell­schaft für Erd- und Völkerkunde, in Arbeitsgemein­schaft mit der Volksbildungsstätte Gießen der NS.- GemeinschaftKraft durch Freude": 20 Uhr Neue Aula, Uraufführung-Lichtbilder-Vorttag des Flie- gerdichters Dr. Peter SupfWerdezeit der deutschen Fliegerei". Stadttheater: 19.30 bis 22 UhrDie Mutter". Gloria-Palast (Seltersweg):Johan­nisfeuer". Lichtspielhaus (Bahnhofftt.):Alarm auf Station III". Oberhessischer Kunstverein, 15 bis 16 Uhr, Ausstellung im Turmhaus am Brand.

Stadttheater Gießen.

Am heuttgen Mittwoch, 6. Dezember, kommt das Schauspiel des schlesischen Dichters Walter Stanietz Die Mutter" zum letzten Male aur Aufführung. Spielleitung: Hans Geißler. Bühnenbild: Karl Löffler. 10. Vorstellung der Mittwoch-Mete.

Gondermaßnahmen für den Expreß- gutverkehr zu Weihnachten.

Um den vor dem Weihnachtsfest zu erwartenden starken Expreßgutverkehr reibungslos bewältigen zu können, hat die Reichsbahn Sondermaßnahmen ge­troffen. Die Annahme von Expreßgut, beschleunig­tem Eilstückgut und Reisegepäck, das ohne Fahrtaus­weis aufgeliefert wird, wird in der Zeit vom 22. bis 24. Dezember für den Versand nach bestimmten Großstädten gesperrt, und zwar von allen Bahn­höfen der Deutschen Reichsbahn nach Berlin ein­schließlich sämtlicher Vorortbahnhöfe, ferner nach Bremen, Breslau, Dortmund, Düsseldorf, Essen, Frankfurt a. M., Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Kiel, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, Mün­chen, Nürnberg, Stuttgart und Wien. Ausgenommen von der Sperre ist nur Wehrmachtsgut und privates Gut für die Wehrmacht. Für wenige besonders dring­liche Fälle, z. B. Arznei und leicht verderbliche Güter, kann die Reichsbahndirektton Ausnahmen zulassen. Den Versendern von Expreßgut und beschleunigtem Eilgut wird empfohlen, die Sendungen möglichst frühzeittg aufzuliefern, damit sie noch rechtzeitig vor dem Fest in den Besitz der Empfänger gelangen.

duntelung immer wieder in Erinnerung xu bringen, werden wir künstighein nach den Mitteilungen von maßge'bender Stelle die Verdunkelungszeiten für jede Woche befanntgeben.

Für die laufende Woche bis zum 10. Dezem­ber muh die Verdunkelung allgemein am Rach­miltag um 16.15 (41/«) Uhr beginnen und mit größter Sorgsamkeit bis zum andern Morgen um 7.30 Uhr aufrechterhalten werden.

Alle Volksgenossen mögen nie vergessen, daß eindliche Flieger selbstverständlich auch schon am rühen Abend ober noch in den frühen Morgen- tunden erscheinen können. Daher muß in allen Wohnungen, aber auch in den Büros und Werk­stätten unbedingt darauf geachtet werden, daß am frühen Morgen die Derdunkelunasvorrichtung der Räume nicht gleich nach dem Aufstehen bzw. nach dem Beginn der Arbeitaußer Dienfr gestellt wird, sondern erst von 7.30 Uhr ab entbehrlich ist. Auf alle Fälle muß jedermann während der Derdunke- lungszeit peinlichst darauf achten, daß von keiner Stelle der Wohnung, des Büros, der Werkstatt usw. irgendwelches Licht in die Dunkelheit gelangt und dergestalt feindlichen Fliegern zum Richtpunkt für den Anflug der Stadt und damit die Ursache zu unabsehbarem Unheil werden kann!

Das mögen sich auch die sog.Minutenknipser" immer wieder vor Augen halten, die anscheinend immer noch des Glaubens sind, für denkurzen Augenblick" des Aufenthalts in einem nicht ver­dunkelten Raum dochfür einige Sekunden Licht" machen zu können. Auch die Radler und die Kraft­fahrer, die man oft noch mit viel zu Hellem Licht fahren sieht, seien erneut an ihre Pflicht zur Ver­dunkelung erinnert und darauf hingewiesen, daß auch für sie das zwingende Gebot besteht, von 16.15 bis 7.30 Uhr nach den Erfordernissen der Verdunkelung zu handeln.

Todesstrafe für polnische Mordbestien.

Posen, 5. Dez. (DNB.) Das Sondergericht in Posen verurteilte drei Polen, denen die Schuld an der Ermordung von Volksdeutschen nachgewiesen werden konnte, wegen schweren Landfriedensbruches zum Tode. Michael Piotrowski und Czeslaw Kaczma­rek waren die Rädelsführer einer Rotte, die einen Zug internierter Deutscher aus der Ge­gend Wollstein und Neutomischel bei ihrer Durch­fahrt durch Stenschewo und Komorowo unweit Posens überfielen und aufs grausamste miß­handelten. Fünf Tote und acht Schwerverletzte so­wie 25 Leichtverletzte waren die Opfer dieses bestia­lischen UeberfaQes. Die Toten wurden von der Be­gleitmannschaft des Jntemierungszuges auf Leiter­wagen mitgenommen und dann in der Gegend von Kutno notdürftig verscharrt. Später bereiteten ihnen deutsche Soldaten eine würdige Ruhestätte. Gleich­falls wegen schweren Landfriedensbruches wurde der polnische Arbeiter Franz G l o w a ck i zum Tode verurteilt. Den Mitangeklagten polnischen Dorf« chulzen Michael Lewandowski aus Biskupic bei Gnesen, der nach deutschen Zeugenaussagen stets für ein einträchtiges Zusammenleben zwischen den deutschen und polnischen Bewohnern seines Dorfes cingetreten war, sprach das Gericht frei, ! Nachdem es sich davon überzeugt hatte, daß die Fest­nahme eines Volksdeutschen durch amtliche Weisung veranlaßt war.

* Sterbesälle in Gießen. Es verstarbem 19.11. Johannes Berghöfer, Landwirt, 48 Jahre, Frankfurter Sttaße 12; 21.11: Clise Tichy, geb. Schmitz, 75 Jahre, o. B., Bahnhofstraße 2; 24.11. Hilde Bötticher, technische Assistentin, 46 Jahre, Henselstraße 1; 25.11. Katharina Pfaff, geb. Wei­gand, o. 23., 61 Jahre, Mittelweg 15; 25.11. Ilse Hammel, 6 Jahre, Gartenstraße 2; 25.11. Sophie Dülfer, geb. Schroder, o. B., 73 Jahre, Neustadt 40; 26. 11: Wilhelm Pfeil, Kaufmann, 72 Jahre, Goethestrahe 50; 26.11. Heinrich Kern, Stellwerks­meister a. D., 52 Jahre, Liebigsttaße 70; 27.11. Jo- hannette Karoline Käfer, geb. Höpsner, o. B., 75 Jahre, Lichersttaße 105; 28. 11. Heinrich Nau, Bergmann, 69 Jcchre, Friedensstraße 43; 29.11: Marie Theiler, o. 23., 44 Jahre, Johannesstraße 7; 29.11. Karl Haupt, Rottenmeister a. D., 78 Jahre, Roonstraße 38; 29.11. Louis Bellof, Maurergeselle, 71 Jahre, Mittelweg 5; 29.11. Johannes ßeuning, Kraftwagenführer, 40 Jahre, Wolkengasse 12; 30.11. Hans Groß, 4 Monate, Licher Sttaße 74.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 6. Dezember. (Vorbericht.) Es kosteten: Kälber 30 bis 65 RM., Hämmel 30 bis 50, Schafe 25 bis 42, Schweine 50 bis 56 RM. Marktverkauf: Alles zugeteilt.

Sprechstunden der Redaktion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach- mittags geschlossen.

Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Slum* schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und bie Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für (Stabt Gießen, Pro­vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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Deutsche Reichspost

Das Weihnachtspaket bringt Weihnachtsfreude ins Haus und ins Feld. Pakete und Päckchen, besonders Feldpostpäckchen, die rechtzeitig zum Fest vorliegen sollen, müssen aber spätestens bis zum 15. Dezember eingeliefert sein. Denkt daran!

Wer sein Weihnachtspaket nicht bis zum 15. Dezember aufliefert, kann auf keinen Fall damit rechnen, daß es rechtzeitig ankommt. I