Ausgabe 
6.11.1939
 
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einen

Erbitterte Kämpfe in der Fußball-Runde

Eine | Verein. Fränk. Schuh 63. Tagesgeld unv. 2 v. H.

Jeden Abend daran denken:

emen weiteren Beitrag für das Kriegswinterhilfs­werk in Empfang zu nehmen.

Chlorodont wirkt abends am besten!

Vfv.-R. w.-Steinberg Großen-Lmden Leihgestern Steinbach Londorf GroßenVufeck Krofdorf Spiele, die zum Teil erbittert

Konzert für das Kriegs-WHW

Ein schöner Abend im Gießener Stadttheater.

SJtxfport

Tum-Länderkamps Deulschland-Aalien

Italiens und Deutschlands beste Turner in Dresden.

1:3.

1:3.

5:1.

12:2.

ausgetragen

3m Freiverkehr nannte man u. a.: Dtngler- werke 80, Heidelberger Straßenbahn 60, Katz & Klump p 92, Leder Mothe 124, Torpedowerke 127,

Schwerer Derkehrsunfatt in Langsdorf ßangsborf, 4.9100. Die gefährliche Kurve am Osteingang unseres Dorfes hat schon wiener einen schweren Verkehrsunfall verschul­det. Morgens gegen 8 Uhr fuhr ein Lastkraft­wagen in mäßigem Tempo ms Dorf em, geriet auf der glatten Straße ins Schleudern unb über« schlug s i ch in denselben Dernschen Garten, in dem vor wenigen Wochen auch ein Kraftwagen zum Stranden gekommen war. Don den ^nfaffen des Wagens wurden drei schwer verletzt, davon einer so schwer, daß an seinem Aufkommen gezweifelt werden muß. Einige andere kamen mit Hautabschürfungen davon. Die Ortseinwohner waren mit der Hilfeleistung sofort bereit, der Arzt war rasch zugegen. Nach erfolgtem Notverband wurden die Verletzten in die Gießener Klinik befördert.

Wirtschaft.

Nhein-Mainische Börse.

Tendenz fest.

Frankfurt a. M., 4. Noo. Die Steigerung derAktienkurfe machte auch zum Wochenschluß Fortschritte. Es verblieb weitere Kundfchaftsnach- trage, während Angebot kaum an die Märkte kam. Das Geschäft war infolgedessen sehr gering, wo­raus sich auch Erhöhungen von mehr als durch- chnittlich 0,50 bis 1,50 v. H. erklären. Der volle Er- vlg der Reichsbahn-Anleihezeichnung sowie verfchie- )ene Drvide ndenerklärungen trugen zu der festen urtb zuversichtlichen Haltung bei. Am Montanmarkt gewannen Mannesmann 0,90 v. H. auf 102,50, Rh einstahl 0,75 v. H. auf 129,50, Verein. Stähl 0,13 v.H. auf 92. JG.-Farben gaben nach unv. 158 auf 157,90 nach und lagen sehr sttll, Scheide« anstatt 206 (205). Erhöhtes Interesse verblieb in Maschinenwerten, Rheinmetall 113,50 (112), MAN. 148 (147,50), Moenus 113 (112), aber Demag unv. 141,50. Don Zellstoffwerten Feldmühle weiter er­höht auf 104 (103). Am Elektromarkt traten eben­falls meist Steigerungen von 0ch0 bis 1 v.H. ein. Eine Sonderbewegung hatten AG. für Verkehr mit 107,50 (104,50) sowie Allg. Lokal u. Kraft ntit 134,50 (129) bei kleinem Umsatz. Im Verlause blieb die Haltung fest, das Geschäft kam allerdings früh- zsittg zum Erliegen. Verein. Stahl 0,50 v.H- fester mit 92,50, auch fönst hörte man vielfach noch leicht erhöhte Kurse.

Der R e n t e n m ar k t lag ruhig, wenn auch wei­terhin Nachfrage vorlag, so in Pfandbriefen und verschiedenen Industrie - Anleihen, von letzteren Eisenbahn-Bank weiter fest mit 90 (89), dagegen 5 v. H. Mittelstahl 99,75 (100,13). Ligui-Pfandbriese und Staatspapiere sowie Stadtanl-eihen gut be­hauptet, schwächer aber 4,50 v. H. Heidelberg mit 95 (96). Kommunal-Umschuldung mit 93,40 wenig verändert, ebenso Steuergutscheine I per April- Mai mit 98,32V» bei ruhigem Geschäft.

Handabwehr von Kraft wurde mit einem Elfmeter bestraft, der prompt zum dritten Tore für die Gaste führte. Eine vierte Ecke für die Grun-Weißen brachte nichts ein und mit diesem Ergebnis ging man m ^K?rz"nach dem Wechsel vergab Häuser kurz vor dem Tore stehend eine zwingende Torchance. Das Spiel der Grün-Weißen wirkte verkrampft, dis Läuferreihe mußte hinten aushelfen, dadurch tarnen die Steinberger stark auf. Möhl war oftmals dec letzte Retter. Die Grün-Weißen hatten rhre Schwächeperiode bald überstanden und griffen un­gestüm an, aber außer zwei Ecken wurde nichts er­reicht, da die Stürmer zu unentschlossen waren. Zwei weitere Ecken waren die Ausbeute der Feld­überlegenheit der Grün-Weißen, einen weiten Schlag aus 40 Meter nahm Schlitz auf und dessen wuchtiger Schuß landete unhaltbar tm Netz. Nach Wiederanstoß hatten die Grün-Weißen weiterhin das Heft in der Hand. Godglück wurde m aussichts* reicher Position zu Fall gebracht, aber der Straf­stoß wurde neben das Tor geschossen. Schon ver­ließen die Zuschauer den Platz, als der Halbrechte der Grünweißen kurz vor dem Abpfiff frei vor dem Tore stehend, dem Torwart in die Arme Ichotz. Damit war ein schnller, zeitweise harter Kampf zu Ende.

Zugendhandball im Männerturnverein TNlv.l. Jgd. vfV.-Relchsbahn 1. Mannschaft 6:10 (0:6).

Mit den Leistungen, die die Jungens des Mto. am Sonntag zeigten, darf man zufrieden fein, auf dem Univerfitätsfportplatz fanden sich die Aktiven des DfB.-R. schnell zusammen und krönten ihre anfangs schönen Kombinationen mit ebenso schonen Torwurfen, die Knaus nicht halten konnte. Aller­dings mar in der ersten Spielhälfte die Platzmann-

In kameradschaftlicher Zusammenarbeit von Kreisamtsleitung der NSD., der NSV.-Ortsgrup- pen, des Musikkorps der Fliegerhorst-Kommandatur und des Stadttheaters fand am Samstagabend im festlichen Rahmen des Stadtheaters ein großes Konzert statt, dessen Ertrag dem Knegswinterhilfs- werk 1939/40 zugute kommt. Das Haus war bis auf den letzten Platz besetzt, so daß das erhoffte finanzielle Ergebnis für die edle Sache einen an­sehnlichen Beitrag darstellte. Darüber hinaus wurde das Konzert zu einem großen küirftlerischen Erfolg für das Musikkorps unserer Flieger. Schließlich ge­staltete sich das Konzert, gerade in seinem letzten Teil, zu einem militärischen Schauspiel von großer Eindruckskraft.

nehmen.

-Teutonia" 1:3

Ein hochdramatisches Spiel! Die Grün-Weißen haben den Kampf verloren, und zwar zu Recht: denn der Gegner war wuchtiger und schneller. Bei den Grün-Weißen war Schlitz sehr schwach, der Sturm fand sich fast nie zu einer Einheit zusam­men und vergaß oftmals den krönenden Torschuß. Die Steinberger hatten eine hervorragende Hinter­mannschaft die Läuferreihe war schnell und im Sturm ragte Schmidt hervor. Dem Schiedsrichter Scheuern (Grünberg) stellten sich folgende Mann-

I schäften:

Turner. m ,,

Am ersten Gerät, dem Barren, zeigte sich Walter Steffens (Lüdenscheid) als der große Hattungs- turner, während von den Gästen C a p u z z o, Armeloni und der Landesmeister Ougliel- metti sich hervortaten. Am Seitpferd, dem schwie­rigsten Gerät erwiesen sich die Italiener als Meister. Sie turnten fehlerlos und fliehend in guter Haltung. Das gleiche Bild ergab sich an den Ringen. Capuzzo ließ alle hinter sich. Gugfielmetti erreichte ihn fast. Auf deutscher Seite sind neben Steffens Pludra (Dillingen), Haustein (Leipzig) und Göggel (Stuttgart) zu nennen. Weitaus bester Mann im Bodenturnen war Kurt Krötzsch (Leuna), dessen Spezialität diese Hebung seit jeher ist. Die Italiener zeigten hier eine Mischung von Boden- und Frei­übung. Das Turnen am Reck ergab wahre Pracht­leistungen. Besonders Stadel (Konstanz) war hier in glänzender Form, aber auch Stangl (Mün­chen), Göggel und Haustein turnten hervorragend. Don den Gästen wurden hier Armeloni und A m a - deo mit dem größten Beifall bedacht.

Eine erwartungsvolle Zuhörerschaft füllte Par- kett und Ränge. Mt großer Aufmerksamkeit wur­den zunächst die Darbietungen des ersten Teils, des Konzertes verfolgt, der Musik in interessanter Zu- fammenftethmg brachte. Es gelangten Komposttio- nen eines deutschen, eines österreichischen, eines russischen und eines italienischen Kompomsten zur Wiedergabe. Richard Wagners Huldigungsmarsch bildete einen glücklichen Auftakt. Die .Kuvertüre m 6-Moll" von Anton Bruckner brachte das Musikkorps in einer hervorragenden und sehr leben­digen Interpretation; dem kurzenPrelude von Rachmaninoff folgte die graziale heitere Ballettmusik ausGioconda" von Donchielli, und schließlich hörte man den reizvollen und in der Melodienführung so reichen WalzerGeheimnis!e der Etsch" von Carena. Musikmeister Pfarre erwies sich als Dirigent von großer Musikalität und führte das Musikkorps in souveräner Stab- führung zu schönen künstlerischen Leistungen. Der bekannteFlorenttner Marsch" von Fucik beschloß den ersten Teil des Konzerts und bildete gleichzeit'g die glückliche Ueberleihtng für die Marschmusik, die den zweiten Teil des Abends beftimmte.

In der Pause fanden Kameraden der SA. reich- lich Gelegenheit, von den Besuchern des Konzerts I fenftveich

klang die schlichte Eröffnungsfeier aus.

Dann standen die Zuschauer anderthalb Stunden im Banne der Leistungen der beiden Mannschaften. 1 Die Form des Schaukampfes ohne Wertung for­derte die Unbeschwertheit der Turner, die sich alle in bester Form befanden. Wenn auch keine Punkte vergeben wurden, so gestattete das Treffen doch

Leistungsvergleich der beiden Ländermann-1

Auch die Kameradschaft ehemaliger Kavalleristen fand sich am Samstagabend im Bayerischen Hof" zu einem Monatsappell ein, der vom stellvertretenden Kameradschaftsfuhrer Gel- l e r geleitet wurde. In kurzer Ansprache rief er die großen Leistungen unserer Truppen in Ost und West, zur See und in der Luft in die Erinnerung zurück, und widm eie den K'wraben an der Front und unter der Fahne herzliche Grüße. Eine Anzahl von Kartengrüßen wurde verlesen und mit großer Freude aufgenommen. Gleichzeitig wurde die Bitte ausgesprochen, die Angehörigen der im Felde stehen­den Kameraden um die Anschriften zu ersuchen, so daß cs möglich ist, mit ihnen enge Verbindung au halten und rhrer auch einmal mit einem Feldpost- päckchen gedenken zu können. Feldpost und Liebes­gaben sollen den Kameraden draußen wissen lassen, daß sie von den Kameraden in der Heimat nicht vergessen sind. Nachdem die geschäftlichen Dinge ihre Erledigung gefunden hatten, bestimmten das kame­radschaftliche Beisammensein und der Austausch mancher Weltkriegserinnerung die restlichen Stun­den des Abends.

Kinder im Kino.

Am Samstag und am gesttigen Sonntaa gab es geradezu Völkerwanderungen zu den Lichtspiel­häusern unserer Stadt. In beiden Kinos wurde der MärchensilmSchneewittchen und die sieben Zwerge" gezeigt. Die bisherigen vier Vorstellungen waren überfüllt, und manche Mutter nahm ihr Kind auf den Schoß, um nebenan einer anderen Mutter und ihrem Kinde Platz au geben.

Mit Händen in den Hosentaschen tarnen die Jungen an, die 6-, 8- und 10jährigen, und taten gar nicht so, als ob sie bas Märchen tatsächlich interessierte; im Greunde brannten sie natürlich dar­auf. Die Mädchen gleichen Alters waren sichtlich ganz Eifer und Vorfreude. Die Kleinsten gingen an der Hand der Mutter und waren ebenfalls voll

hochgespannter Erwartungen.

Als das Licht ausgeschaltet wurde, ging ein all­gemeinesAh" und Oh" durch die Stuhlreihen, und dann herrschte atemlose Stille. Ein Kasperl- spiel und dann das Märchen nahmen die Kinder gefangen, und sie alle verfolgten das Geschehen auf dar Leinwand mit der ganzen Hinaegebenheit des kindlichen Herzens. Allerdings: daß das Schnee- wittchen die böse Königin dreimal in das Häus­chen einließ trotz der hefttgen Warnung der Zwerge damit waren die Kinder wenig einver­standen und von Schneewittchen fast enttäuscht, weil es so unfolgsam war. Lebhaft brachten manche Kinder ihre Krttik daran zum Ausdruck. Nichts- defwweniger: angeregt und tief befriedigt verließen sie das Haus.

Bei einem Nachmittagsspaziergana sahen wir Jungen und Mädchen aus Hausen und Watzenborn- Steinberg die Schiffenberger Straße heimwärts pilgern. Der weite Hin- und Rückweg zu Fuß war ihnen nicht zu viel gewesen. Sie, die Kinder vom Dorfe, mußten auch einmal ein Marchenspiel ge­sehen haben. *

** Dienstjubiläum bei der Stadt Gießen. Am Samstag konnte der Hilfsdiener Georg B r u s i u s auf eine ununterbrochene Dienstzeit von 25 Jahren bei der Stadt Gießen zurückblicken. Der Jubilar mürbe für ferne lang­jährigen treuen Dienste im Kreise der Arbeits- tameraben geehrt und erhielt neben einer Treue­prämie ein Glückwunschschreiben des Oberburger- meisters.

schriften durch Maßnahmen an den Fenstern selbst vom Kellerraum aus vorzunehmen.

Deckenabsteifungen.

Die Deckenabsteifung ist in vielen Fällen unter­lassen worden. Im Hinblick auf die erhöhte Sicher­heit des Luftschutzraumes muh jedoch die Decken­absteifung mit allen Mitteln angeftrebt werden. Bei sachgemäßer Ausführung kann die Tragfähigkeit der Decke schon durch einfachste Absteifungen bedeu­tend erhöht werden. Wenn es möglich war, den Luftschutzraum selbst herzurichten, bann muß es auch jetzt noch nachträglich möglich sein, mit vor­handenen Mitteln eine Deckenabsteifung auszusuh- ren. Zweckmäßig werden bei der Ausführung der Absteifungen Rat und Anleitung eines Baufach- mannes oder technisch erfahrenen Hausbewohners herangezogen. Baustoffe für die behelfsmäßige Deckenabsteifung dürften stets zu finden sein, wenn das auf dem Grundstück und in dem Gebäude Vor­handene sorgsam und mit einer gewissen Findigkeit auf seine Verwendbarkeit geprüft wird.

Rat und Auskunft.

Rat und Auskunft werden für die richtige und zweckmäßige Herrichtung des Luftschutzraumes m den meisten Fällen gebraucht. Hierfür sei die tm Auftrage des Reichsluftfahrtministeriums bearbei­teteAnleitung für die behelfsmäßige Herrichtung von Luftschutzraumen empfohlen, die für alle auftauchenden Fragen, auch für die Heberprüfung der bisher getroffenen Maß­nahmen, einen wertvollen praktischen Ratgeber dar- stellt Die Schrift ist im VerlagGasschutz und Luftschutz" Dr. Ebeling K. G., Berlin-Charlotten- bürg V, Kaiserdamm 117, erschienen und zum Preise von 0,24 RM. im Buchhandel, bei den Dienststellen des Reichsluftschutzbundes ober beim Verlage erhältlich.

schäften. Die Italiener zeigten sich feit ihrer letzten Begegnung mit Deutschland im Frühjahr weiter verbessert. Unsere Vertreter bewiesen, daß Deutsch­land heute mehr beim je unerreicht in der Breite der Turnarbeit ist. Unübertroffen war die Eratt- heit der Hebungen jedes einzelnen der deutschen

Mit einem neuen Europ areko rd hn 400-Meter-Rückenschwimmen in 5:15,9 Minuten wartete der schwedische Europameister Björn B o r g in Stockholm auf. Früherer Rekordinhaber war der deutsche Europameister Heinz Schlauch (Erfurt) mit 5:21,8 Minuten. . o .

Das Radball-Turnier in Leipzig endete In der Reichsklasse mit dem überraschenden Endsiege von Schulz-Hickardt (Diamant Chemnitz), die im entscheidenden Kampfe die Brüder S i m e t h (Lew' zig-Lindenau) 9:6 scylugen, nachdem sie vorher die Weltmeister Köping°Schnoor (Falke Stellin­gen) 8:6 ausgeschaltet hatten.

Dornotizen.

Tageskalender für Montag.

Wirtschaftsgruppe Gaststätten- und Beherber- gungsgemerbe, Kreisarupve Gießen: 15 Uhr Kr«ns- Versammlung. - Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 15 UhrSchneewittchen und ine sieben Zwerae , Die Unschuld vom Lande". Gloria-Palast, Settersweg:Eine Frau wie du".

Kameradschaftsabende der alten Soldaten.

Die Artilleristen-Kamerabschaft 1895 Gießen versammelte am Samstag zum ersten­mal seit Kriegsausbruch ihre Angehörigen wieder zu einem Monatsappell imHessischen Hos. Kameradschaftsführer Müller konnte dabei nicht nur eine staatliche Anzahl ätterer Kameraden fon- dern auch Kameraden von der Gießener Arttllene und besonders Vertreter des Offizierskorps unserer Flakartilleristen herzlich willkommen heißen. In sei­ner kurzen Ansprache zur Wiederaufnahme der üblichen Monatsappelle erinnerte er an die beson­deren Verpflichtungen der Kameraden m der Hei­mat in der gegenwärtigen großen Zeit unseres Vol­kes, er gab aber auch dem Stolz auf bie bis­herigen glänzenden Erfolge unserer Wehrmacht Auswuck und verband damit die für jeden Kame­raden verpflichtende Versicherung zum weiteren vor- b chattlosen Einsatz aller Kräfte zur Stärkung her äußeren Front durch die Heimat, insbesondere auch zur treuesten Gefolgschaft für unseren Führer. Die 'Verbindung mit den an der Front stehenden Ka­meraden soll von der Kameradschaft ht engster Weise aufrechterhalten werden. Nach Erledigung kurzer geschäftlicher Angelegenheiten blieben die alten Soldaten mit den Kameraden der Wehrmacht noch einige Stunden in aewohnter kameradschaft­licher Geselligkeit beieinander.

W.-Steinberg: Fritsche, Buß, Fett, Hirz, Schmandt, Wehrum, Häuser, Schmitt, Happel, K. Häuser, Harnisch.

VfB.-R.: Heeg, Möhl, Schlitz, Kraft, Leutheu­ser, Lehrmund, Fleischhauer, Patalon, Solowski, Godglück, Berghöfer. z fl

Mit dem Anstoß der Stemberger entwickelte sich ein Spiel, das bald diese, bald jene Partei im An­griff sah. Die vorgetragenen Angriffe wurden aber geklärt und dann sicherte sich der Platzherr eine leichte Feldüberlegenheit. In dieser Periode wurden klare Torchancen vergeben. Dann kamen die Stein­berger bei einem Angriff, der durch seine Schnellig­keit verblüffte, zu Wort. Eine Flanke von rechts wurde durch Harnisch in der 24. Minute zum Füh­rungstor eingeschossen. Der Anftoß der Grün-Weißen wurde abgefangen, eine ungenaue Rückgabe des Läufers holte sich Schmitt, der drei Spieler ge­schickt umspielte und unhaltbar zum zweiten Tore einschoß. Im Gegenangriff wurde Fleischhauer im Strafraum gelegt, den Elfmeter lenkte Fritsche zur Ecke ab, die zwar eine weitere Ecke ergab, aber, ins Aus geschossen wurde. Im sicheren Gefühl des Sie­ges griffen die Steinberger stürmisch an. Ein7

Die ___y ----- ---------

wurden, brachten keinerlei Heberrasckungen. Leih­gestern rechtfertigte die in die Mannschaft gesetzten Hoffnungen. Eindeutig siegte Steinbach gegen seinen Widersacher. Eine überraschend hohe Wederlage mußte die junge Mannschaft aus Krofdorf hin-

Als sich der Vorhang für den weiteren Verlauf des Konzertes hob, rissen zunächst zwei Fanfaren­märsche (Fliegerfanfare" von Husadel und13er- Husaremnarsch" von Müller) zu Beifallsstürmen hin. In lebhaftem und reizvollem Gegensatz zu. den Fanfarenmärschen standen dann noch die leiden­schaftlicheSlavische Rhapsodie" von Friede- mann und ein Potpourri schöner deutjcher Volkslieder, deren Melodien sehr fein untereinander verbunden waren. Schließlich aber bestimmte die Marschmusik die Dortragssolge. DerPeronne- Marsch" (zur Erinnerung an den größten Lust­kampf während des Weltkrieges 1918) von Hu­sadel, die MärschePanzerschiff. Deutschland , Angeworfen die Propeller", "Fliegerempor, Glück ab, Kamerad" undDeutsche Wacht füllten kraftvoll den Raum und begeisterten die Zuhörer. Einige dieser Märsche erfuhren eine besondere Be- reicherung durch den etwa 100 Mann starken Chor der Soldaten der Luftwaffe, die in straffster mtli- tärifcher Aufstellung und ausgerichtet hinter dem Musikkorps angetreten waren.

Eine besondere Freude war es für die Zuhörer­schaft, als das Lied erklang:Denn mir fliegen gegen Engelland". Minutenlanger und stürmischer Beifall forderte Musikkorps und Chor unweigerttch zu einer Wiederholung heraus. Den großartigen Abschluß des Mends bildete derGroße Zapfen- stteich", der sich in besonderem Maße zum macht­vollen militärischen Schlußbild «gestaltete. Spiel­leute und Musiker, wie auch der Chor traten vor dem ntit Reichskriegsfabnen geschmückten Hinter­grund unter dem Stahlhelm an und bewiesen noch einmal das reife Können, das nach einer ver­hältnismäßig kurzen Ausbildungszeit den Spiel- mannszug und das Musikkorps der Fliegerhorst- Kommandantur auszeichnet. Ddit dem Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied klang der Große Zap- lfensstreich und damit der Abend aus. N.

Ein unvergeßliches. Erlebnis war am Sonntag für die Zuschauer im Dresdner Zirkus SarrafaNi das Ländertteffen der Turnier von Deutschland und Italien, die die Reihe ihrer Länder- und Freund- chaftskämpfe diesmal mit einem Schaukampf fort« etzten. Beide Mannschaften zeigten Meisterleistun- ren an den vier Geräten sowie in der Bodenübung. Aber nicht nur die sportlichen Leistungen fanden immer wieder begeisterten Beifall, sondern auch die prachtvolle Haltung der Italiener, die die tarne- radschaftliche Einladung sofort angenommen hatten urtb dadurch ihre Freundschaft zu Deutschland er­neut zum Ausdruck brachten. Besonders dafür wur­den sie bei ihrem Einmarsch in die Arena mit brau- sertder Begeisterung empfangen. Reichssportführer von Tschammer und Osten begrüßte die Gäste. Seine Ansprache klang ebenso wie die des Generals Bevilacqua in das Bekenntnis zur unverbrüchlichen Freundschaft zwischen den beiden Nattonen aus. Mit einer Ehrung der Führer der beiden Völker, der die Nationalhymnen folgten,

3m Frieden gab das Deutsche Volk große Spenden für das whw. 3m Kriege mmy das wird unser Stolz sein» werden wir unserem Ariegs-N)k)N)'^ die größten Opfer bringen, die der Einzelne überhaupt nur ermöglichen kann.

schäft auch reichlich zerfahren. So konnten denn die Reichsbahner auch auf 6:0 davongehen nach der Halbzeit sogar ihren Dorsprung auf 8:0 er­höhen. Erst als der erste Gegentreffer gefallen war, klappte es bei den Mtv.ern. Sie kamen dann aus und konnten die zweite Hälfte für sich entschsiden.

Die 2. Jugend war bei 1900 zu Gast und konnte ihren Vorspielsieg wiederholen. Die Kleinsten zeig­ten ein schönes Spiel vor allem in der zweiten Hälfte. Einer dieser Kleinen schießt sogar Rück- Händertore! Auf der Gegenseite sah man etwas zu­viel Einzelleistungen, doch machte sich «uch hier eine bedeutende Formverbesserung bemerkbar.

Fußball: Berlin-Sofia 4:2.

Am Sonntag hatten sich etwa 18 l>00 Zuschauer im Berliner Poststadion zum ersten Fußballstadte- kämpf zwischen Berlin und Sofia emgefunben. Der Kampf stand im Zeichen auter sportlicher Kamerad­schaft, die sich auch in Kriegszeiten bewahrt, und endete mit einem verdienten Siege der Reichshalgit- ftäbter von 4:2 (2:1) Toren. Nach Beendigung des Spieles luden die Bulgaren ihre Berliner Kamera- der zum Rückspiel am 6. Mai 1940 nach ihrer Heimatstadt ein.

Kurze Sportnotizen.

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