Der Führer auf dem Neichskriegertag in Kassel.
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Unser Bild rechts zeigt den Vorbeimarsch der 300000 alten Soldaten vor dem Führer in Kassel. Das Bild links wurde auf dem Kameradschaftsabend im qroßen Festzelt gemacht. Man sieht von links: den spanischen General Queipo de Llano, Reichskrieaerführer General der Infanterie Reinhard und den z italienischen General Rossi. - (Scherl-Bilderdienst-M.)
großen Bühnen, die eigentlich richtunggebend sein ollten, keineswegs zur Ehre. Daß oer deutsche Sprelplan im vergangenen Jahre viel sog. „leichte Kost" ausgewiesen habe, sei kein Fehler gewesen, im übrigen habe sich leichtere und schwerere Kost ungefähr die Waage gehalten, und auch die an- pruchs volleren Werke seien in Deutschland hinreichend zu Wort gekommen. Mit sehr deutlichen Worten wandte sich Dr. Goebbels dann gegen die bürgerliche Bequemlichkeit" mancher Bühnenleiter, die nur das Erprobte zur Aufführung brächten, um ich nicht der Gefahr des Mißerfolges oder nur dem Risiko auszusetzen. Unseren jungen Dichtern aber muß nur wenig der Mut zu dramatischen Neuschöpfungen kommen, wenn sie vornherein wis- en, daß nur wenige Theaterleiter ihrerseits wieder den Mat haben, die Kinder ihrer Muse auch der Oeffentlichkeit zu Gesicht und zu Gehör zu brin- enl — Weiter behandelte Dr. Goebbels die Frage der Aufnahme ausländischer Stücke in den deutschen Spielplan. Er wandte sich dagegen, daß man etwa einer geistigen und kulturellen Autarkie das Wort reden solle, und betonte, selbst die schlimmsten Exzesse politischer Art auf der Gegenseite hätten uns nicht zu bewegen vermocht, den deutschen Spielplan gänzlich von Stücken englischen oder französischen Ursprungs zu reinigen.
Zur Frage der Uraufführungen, deren wesentlichste Voraussetzung selbstverständlich immer das Können des Dichters, seine Theatererfahrung und sein Verlrautsein mit den bestimmenden Kräfte der Bühne sein müsse, äußerte Dr. Goebbels den Wunsch, daß wenigstens die Leiter der großen Theater sich mehr und mehr der Praxis der Auftraggebung zuwenden sollten. Wenigstens einen namhaften Betrag müßten sie jährlich zur Auftragserteilung für ein wirksames Bühnenstück an einen jungen bekannten oder auch noch unbekannten Schriftsteller auswerfen können.
Mr Deutsche sind das theaterbesessenste Volk der Erde.
Reichsminisier Or. Goebbels spricht zur Reichstheaierfestwoche in Wien.
Wien, 5.Juni. (DNB.) Die Kundgebung der Reichstheaterkammer im Rahmen der 6. Reichstheaterfestwoche fand in der Wiener Staatsoper statt. Generalmusikdirektor Clemens Kraus intonierte die Kundgebung mit der Ouvertüre zu Schuberts „Rosamunde". Biorica U r s u l e a c sang zwei Hymnen von Hölderlin, vertont von Richard Strauß. Der 1. Satz der Bruck- nerschen Vierten Sinfonie beendete die musikalischen Darbietungen. Dann begrüßte der Präsident der Reichstheaterkammer, K ö r n e r, die Festgäste.
Reichsminister Dr. Goebbels
betrat hierauf das Rednerpult. Er begrüßte Minister Alfieri und führte dann u. a. folgendes aus:
Das deutsche Volk ist das theaterliebendste und theaterbesessenste Volk der Welt. Dr. Goebbels erinnerte daran, wie in einer Zeit, in där die übrige Welt kaum einen nennswerten Beitrag zur Entwicklung des Theaters zugesteuert habe, Lessing mit seiner hamburgischen Dramaturgie dem Weltrheater überhaupt erst festes theoretisches Gefüge gab. Er wies nach, wie Deutsche mit den Dramen der Klassik die große bis in unsere Zeit hinwirkende neue Bühnenentwicklung begründeten und einleiteten. In Deutschland habe sich auch zuerst die Vorstellung von einem stehenden Theater durchgesetzt. Welch einen Weg hat das deutsche Theater durchschreiten müssen vom Anfangsstadium des wandernden Tespiskarrens bis zu seinem Stand von heute, in dem jede größere Stadt es für ihre selbstverständliche Ehrenpflicht hält, ein eigenes Theater nicht nur zu besitzen, sondern es auch zu unterhalten und zum Kulturmittelpunkt des kommunalen und prooinzlichen Lebens zu erheben. Deshalb ist auch die Stellung des deutschen Volkes zum Bühnendichter und zum'Bühnendarsteller seit jeher eine ganz andere gewesen als sie bei anderen Völkern überhaupt nur denkbar war. Für uns Deutsche war das Theater niemals eine Stätte billiger Unterhaltung oder frivolen Amüsements. Dr. Goebbels schilderte, wie nach dem großen Kriege das deutsche Theater unter der Führung art- und blutfremder Juden einen tragischen Niedergang erlebt habe, wie es jetzt aber in die Zeit seiner glanzvoll st en Wiedergeburt eingetreten sei.
Wir waren nicht nur die Lehrmeister in der edlen Kunst des Theaters, wir find es auch noch und werden es immer bleiben. Denn der Spieltrieb, das Urelement der Theaterleiden, fchaft, steckt uns Deutschen im Blute. Das Theater ist für uns kein bloßer Unter- haltungsgegenstand. Es war und ist und bleibt ein Streitgegenstand, das Objekt hitzigster geistiger Polemik. Denn Theater ohne Besessenheit und Leidenschaft ist kein Theater, sondern nur Schaubühne oder llnterhaltungs- anstatt.
Dr. Goebbels ging auch auf das Verhältnis zwischen Film und Theater ein: Es sei nicht anzunehmen, daß der Einbruch des Films tn die Sphäre des Theaters der Bühne auf die Dauer Schaden zufügen könne. „Denn das Theater ist noch immer der Zentralpunkt der darstellenden Kunst und wird das auch für die Zukunft bleiben. Wenn der Film mehr in die Weite wirkt, so wirkt das Theater mehr in die Tiefe; und wenn das Theater zeitweilig durch die niederdrückende Konkurrenz des Films gezwungen wurde, Irrwege einzuschlagen, so kann man schon aus seiner Geschichte mit Beruhigung feststellen, daß es oft Umwege gegangen ist, daß es aber auch immer wieder von diesen Umwegen auf den richtigen Weg gefunden ^Auf der großen Tradition der Geschichte des deutschen Theaters fußend habe das nationalsozialistische Reich den neuen Weg in d i e Zukunft gesucht: So lasse der nationalsozialistische Staat dem deutschen Theater großzügige finanzielle Hilfe angedechen, und so habe er kurz nach der Machtübernahme die helfende Hand geboten, als es damals um seine nackte Existenz rang. Damit habe der Staat das Theater aus seiner ideellen Vereinsamung wieder herausgeführt und es aufs neue mitten hinein i n d a s flutende Leben unseres Volkes gestellt, so habe er aber auch die Menschen des Theaters, die abseits der breiten Millionenmassen standen, wieder in das Volk zurückgeführt und ihnen ihre
heutige soziale und gesellschaftliche Stellung eingeräumt.
Dr.Goebbels sprach dann von Sinn und Zweck der Reichstheaterfestwoche, die der Oeffentlichkeit einen lleberblick über die Leistungen des deutschen Theaters vermitteln soll und auf der die großen Richtlinien aus- gegeben würden. Wit Stolz und Freude könnten wir auf 6 Jahre Arbeit, Leistung und Erfolg zurückschauen.
In den materiellen Ergebnissen der Theaterarbeit seien die ideellen Inhalte des großen Strebens nach einem deutschen Nationaltheater mit enthalten. So sei eine der vornehmsten Sorgen der kulturpolitischen Führung des Reiches seit Beginn des national- sozicckistischen Regimes der großzügige Ausbau der Altersversorgung unserer deutschen Kunstschaffenden gewesen. Mit tiefer Befriedigung könne er feststellen, daß auf dem Gebiet des deutschen Theaterlebens die 5 - P f g. - A b g a b e für jede Theaterkarte allein im Altreich seit ihrem Bestehen schon rund 21 /< Millionen Reichsmark eingebracht habe. Damit fei die Altersversorgung der Bühnenschaffenden hinreichend gesichert. Auch die im letzten Jahr auf gestellte Forderung nach einem jährlichen bezahlten Urlaub für die Bühnenschaffenden sei durch die Urlaubsordnung für das deutsche Theaterleben vom 8. Oktober 1938 erfüllt worden. Ebenso seien die Vorbereitungsarbeiten für die Reichstheaterakademie, deren Errichtung er im vergangenen Jahre gefordert habe, schon so weit fortgeschritten, daß man
Wien, 5. Juni. (DNB.) Reichsminister. Dr. Goebbels hatte für Montagmittag die Leiter der Reichs Propaganda ämter sämtlicher Gaue des Großdeutschen Reiches und die Amtsleiter der Reichspropagandaleitung zu einer Arbeitstagüng nach Wien berufen. Diese Tagung gewann dadurch besondere Bedeutung, daß an ihr der als Gast des Ministers in Wien weilende italienische Minister für Volkskultur, Dino Alfieri, gemeinsam mit den Herren seiner Begleitung teilnahm.
Reichsmimsler Dr. Goebbels richtete zunächst herzliche Worte der Begrüßung an Minister Alfieri, der schon seit dem Jahre 1933 mit ihm durch kameradschaftliche Freundschaft verbunden sei. Dr. Goebbels sprach dann über den Zweck des diesmaligen Besuches des italienischen Freundes in Wien und die damit eingeleitete noch engere Koordinierung der kulturellen und propagandistischen Politik Deutschlands und Italiens. Für die Zukunft seien in regelmäßigen Abständen ähnliche Besuche vorgesehen, die abwechselnd einmal auf deutschem und einmal auf italienischem Boden stattfinden sollen. Im einzelnen wies er nach, welch außerordentlichen Wert eine derart enge Zusammenarbeit nicht nur für die beiden befreundeten Völker, sondern darüber hinaus für den Frieden und für die Sicherheit haben müsse. Er zeigte weiter, wie Faschismus und Nationalsozialismus über die Notwendigkeit und über das Wesen sowie die Ziele der Propaganda völlig übereinstimmender Auffassung seien.
Der Minister zeigte dann im einzelnen, wie außerordentlich eng Deutschland und Italien auf allen Gebieten verbunden sind. Die dummdreisten Versuche, die vor allem die Engländer und Franzosen immer wieder machten, um auf eine Trennung der Anschauung zu spekulieren, seien deshalb von vornherein zu völliger Aussichtslosigkeit verdammt.
Die beiden Völker wüßten, daß sie gemeinsam unüberwindlich seien, daß sie ideologisch und interessenmäßig auf Gedeih und Verderb Zusammengehen mühten, und gemeinsam sähen sie deshalb in überlegener Sicherheit und Ruhe den Gefahren entgegen, die aus einem nervösen und unruhigen Europa erwachsen könnten.
in absehbarer Zeit mit der endgültigen Verwirklichung dieses großzügigen Projektes rechnen könne.
„Deutschland ist heute wirklich mit weitem Ab- stand das t h e a t e r r e i ch-st e Land der W e l t". Dr. Goebbels erinnerte an die Eröffnung der neuen Theater in Saarbrücken, Dessau und Zittau; er erwähnte das fast gänzlich neugebaute Schillercheater in Berlin, er rief die Theaterumbauten und baulichen Ueberholungen yns Gedächtnis zurück, die im Lauf der letzten Jahre in Berlin, München, Köln, Bochum, Osnabrück, Lieg- mtz, Greifswald und in Wien durchgeführt worden seien. Er erwähnte die Gründung von bisher 39 Wanderbühnen mit insgesamt 57 Ensembles, mit denen die theaterlosen Städte bespielt werden. Dr. Goebbels hob die Verlängerung derSpiel- 3 c-kt e n für die deutschen Theater hervor. Während andere europäische Großmächte zum Teil nicht ein einziges vom Staat geführtes oder wenigstens subventioniertes Theater zu verzeichnen hätten, hätten wir in Deutschland alleiä 200 Theater, die vom Reich, von den Ländern oder von den Gemeinden unterhalten würden. Außerdem verzeichneten mir 39 Gaubühnen, 38 Privattheater, 21 Gastspielunter, nehmen, 16 Bauerntheater, 89 Freilichtveranstalter mit Berufsschauspielern, 30 niederdeutsche Bühnen und etwa 90 kleine reisende Privatunternehmen.
Ernste Worte fand Dr. Goebbels zur Frage der Spielplange st a l t u n g. Lobend hob er die aktive und verantwortungsfreudige S u ch t ä t i g k e i t der sog. „Provinz" hervor, die sich vielfach durch eine besondere künstlerische Betriebssamkeit und Unternehmungslust auszeichne. Dieser Zustand gereiche freilich manchen
„Wir wissen", so rief Dr. Goebbels aus, „daß in diesem Verhältnis zwischen Deutschland und Italien zum Glück beider Völker und zum Frieden dieses schwergeprüften Erdteiles die Stabilität Europas ruht. Wir tragen das Schicksal dieses Erdteiles heute in unseren Händen. Ein ungeheurer geistiger Prozeß vollzieht sich heute in Europa, dessen Grundelemente wir zwar kennen, dessen Entwicklung wir aber nicht in allen einzelnen Phasen oorausbestimmen können. In dieser Entwicklung stehen mir Nationalsozialisten und F a - schiften nicht nur als die Diener unserer Völker, sondern als die Pioniere einer neuen europäischen Epoche."
Spontan grüßte stürmischer Beifall im Anschluß an die Rede von Dr. Goebbels Minister Alfieri.
Minister Alfieri
betonte in seiner Ansprache, mie sehr die besondere Herzlichkeit der Kundgebungen, die chm bargeboten wurden, ihn erfreut habe. Sehr freundliche und herzliche Worte fand er dann für die Arbeit von Dr. Goebbels.
Das Treffen in Wien, fuhr Exz. Alfieri. fort, soll getragen sein von dem festen Willen, neben den Beziehungen zwischen den beiden Völkern vor allem auch die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ministerien zu fördern. Die beiden haben auf den ihnen zugewiesenen Gebieten wichtige Arbeit zu leisten. Mussolini und Hitler haben mit dem Volke und aus dem Volke heraus gekämpft. Deshalb versteht das deutsche Volk so gut Mussolini und das italienische fo gut Adolf Hitler. Der Physiognomie der beiderseitigen Politik entspreche die Propaganda. Sie verfolge ein großes gemeinsames Ziel:
Einheitlich sei der Führungswille, und einheitlich schlage das Herz der beiden Rationen.
Es sei eine beglückende Tatsache, daß die Mitarbeiter von Dr. Goebbels in Deutschland ebenso wie die seinen in Rom nichts anderes wollten, als sich würdig zu erweisen des Vertrauens des Führers und des Duce.
Die Anwesenden standen völlig unter dem Eindruck der mitreißenden Ausführungen des Ministers, und als er geschlossen hatte, zeigte chm stürmischer, nicht endenwollender Beifall, mie sehr er nicht nur die Köpfe, sondern auch die Herzen aller gewonnen hatte.
Weiter griff Dr. Goebbels die Frage des Büh* nennachwuchses auf. Auch hier ist nicht das Lebensalter, sondern das Können entscheidend. Sehr deutlich zog Dr. Goebbels den Trennungsstrich zwischen dem wirklichen Genie, das sich immer wie-
Morgens a/s Erstes
Chlorodont
abends als Letztes
der mit einer großen Summe von Fleiß paaren müsse, und der Sorte junger Leute, die sich nur genialisch gäben, denen aber der innere Dämon, die Kraft der Konzeption und die Stärke des visionär sicheren Einfühlungsvermögens fehlten.
Dann formulierte Dr. Goebbels die Forderungen, deren Verwirklichung ihm für das kommende Arbeitsjahr des deutschen Theaters als erstrebenswert und durchführbar erschienen: „Es soll sichergestellt werden, daß dem Bühnenschaffenden, die viele Jahre an derselben Bühne tätig waren, wenn eine Verlängerung ihres Vertrages künstlerisch nicht mehr vertretbar erscheint, in einer angemessenen Frist ihnen dies vorher mitgeteilt wird. Es soll zweitens sichergestellt werden, daß den Bühnenschaffenden, die sich zur Erfüllung der Aufgaben der Reichstheaterkammer dem Betriebe ehrenamtlich zur Verfügung stellen, daraus keine Nachteile entstehen. Unbeschadet dieser Sicherstellung sind die bereits laufenden Vorarbeiten für die Neuordnungdes gesamten Arbeitsrechtes der Bühne im kommenden Iahte durch neue tarifliche Regelungen durchzuführen.
Damit richte ich neben diesen Forderungen noch folgende Bitten an die Theaterleiter selbst. Ich bitte Sie, in Zukunft nicht nur Ein- und Zweijahresverträae abzuschließen, sondern den Versuch zu machen, Ihre künstlerischen Mitarbeiter auf längere Zeit an Ihr Institut zu binden. Ich bitte Sie weiterhin, sich eine umfassende Mitarbeit unserer deutschen Dichter und Komponisten zu sichern, deren Förderung und Betreuung nicht allein Sache des Staates sein kann. Es ist das auch Ihre Sache, für die Sie schon deshalb mitverantwortlich sind, da Sie ja auch in den Genuß der Ergebnisse dieser Arbeit kommen. Und ich bitte Sie. weiterhin, die von uns in Angriff genommenen Umschulungsarbeiten für engagements- los gewordene Bühnenkünstler weitestgehend zu unterstützen, da nur auf diese Weise die Ausheilung sozial sonst unheilbarer Schäden gefunden werden kann."
Zum Schluß kam Dr. Goebbels noch einmal auf das Verhältnis zwischen Volk und Theater zu sprechen.
Es gelle auch, die Wttlionenschichlen unseres
Volkes in die Thealer hineinzuführen, die es bisher nur vom Hörensagen kennten. Wenn unsere Theater heule zu klein würden, um diese Willionenmassen zu fassen, dann würde in den neuen Theatern der Zukunft das Theaterbedürfnis des ganzen Volkes befriedigt werden können.
In einem zündenden Appell wandte sich Dr. Goebbels an alle Bühnenschaffenden im ganzen Reich: Schenken Sie diesem Volke Ihre ganze große Leidenschaft. Es ist des Schweißes seiner Besten wert. Das Leben gebiert die menschlichen Leidenschaften, und nur aus ihnen kann die wahre Kunst entspringen. Sehen Sie im Leben die große Lehrmeisterin der Kunst und geben Sie sich seinen Forderungen mit der ganzen Inbrunst Ihres Herzens hin. Sie wollen das Leben auf die Bretter bannen, die die Welt bedeuten, auf daß der Zuschauer erschüttert und erhoben erkenne, wie dieses allmächtige Leben durch Sie in neuer Gestalt vor seinen Augen erscheint und ihm einen Abglanz dessen vermittelt, was groß und mächtig in uns allen wirkt. Das ist der Weg der deutschen Bühne. An seinem Ende steht das Ziel, ewig gleich und ewig groß: Das deutsche Volks- und Nationaltheater!
Die Erklärungen des Ministers lösten stürmischen Beifall aus.
Pioniere einer neuen Epoche.
Neben die verbündeten Heere tritt die verbündete Propaganda.


