Ausgabe 
6.4.1939
 
Einzelbild herunterladen

/Ue jlPIHAARFARBr

2 HAARWÄSCHEN^

^lmolive

~~~

SHAMPOO

1 STÜCK

3 STÜCK

pflege, sondern auch für Ihr re­gelmäßiges Bad.

Benutzen Sie die mit Palmen- und Oliven­öl hergestellte Palmolive-Seife nicht nur für Ihre tägliche 2x2 Minuten-Gesichts-

Palmolive-Shampoo - mit Olivenöl her­gestellt und frei von Soda - enthüllt die natürliche Schönheit Ihres Haares; seine

Don unserer Berliner Schristleitung.

Ev. $ erlitt, 8, April 1939.

unb über ihm eine Galerie, die zusammen etwa tausend Personen fassen. Die Damen überwiegen bei weitem unter den Zuschauern. Die eleganten Frühjahrs-Toiletten und bie duftigen Hutgebilde unterstreichen den betont gesellschaftlichen Charakter bcs Bildes. Die Diplomatenloge ist dicht besetzt. Schon vor 14 Uhr sind die Ränge mit den rotge­polsterten Ledersitzen der Abgeordneten und Sena­toren besetzt. Punkt 14 Uhr erscheint Kammerpräsi­dent cherriot, dem die gesamte Linke bis zur Mitte einhellig Beifall klatscht, -erriot setzt sich auf eine rückwärtige Bank der Linken. Unmittelbar vor ihm sitzt Paul-Boncour, der im parlamenta­rischen Leben wenig heroortritt, seitdem er dem Senat angehört. Richt weit von ihm sitzt auch Leon Blum. Die Mitglieder des Kabinetts sitzen aus

der Marseillaise.

In politischen Kreisen hatte man mit etwa 500 Stimmen für Lebrun gerechnet. Aus dem Wahl­ergebnis geht einwandfrei hervor, daß die Intrigen, die in letzter Stunde gegen Lebrun gesponnen wor­den waren, ihre Wirkung nicht verfehlt hatten. Außer den Kommunisten und Sozialisten, deren Stimmenzahl in Kamüier und Senat auf etwa 260 zu veranschlagen ist, hat sich eine starke Opposition von rund 140 Volkstretern nicht bereitfinden kön­nen Lebrun als nationalen Einheitskandidaten ihre Stimme zu geben. Diese Oppositionsstimmen durften vor allem bei der Sozialistisch-Republikanischen Union, zu einem großen Teil aber auch bei den Radikalsozialisten zu suchen sein, also bei der Par­tei des Ministerpräsidenten Daladier, obwohl sich dieser stark für die Kandidatur Lebruns eingesetzt hat. Die letzte Fraktionssitzung dieser Partei un­mittelbar vor der Wahl war stürmisch und ergeb­nislos verlausen. Der lärmende Ausgang der Korn

greß-Sitzung mochte in den Wandelgangen einen schlechten Eindruck und wurde lebhaft bedauert. Programmgemäß begaben sich SenHtspräsident und Kammerpräsident in den Elysee-Palast, um dem Präsidenten Lebrun das Wahlergebnis mitzuteilen und ihn zu seiner Wiederwahl zu beglückwünschen.

Verwendung er­fordert keinerlei / Nachbehandlung. ;

Die deutschen Hochschulen veranstalten Ende Juni in Graz den Tag der Wissenschaft. Der Reichserziehungsminister hat die Hochschulen von Graz mit der Durchführung dieses Tages beauf­tragt. *

Der Reichsverkehrsminister und Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn hat den Nachgeordneten Stellen der Deutschen Reichsbahn die 3ufam« menarbeitmitderDeutschen Arbeits­front nochmals besonders nahegelegt und die zur Leistungsfärderung bereits ergriffenen und noch in Aussicht genommenen Maßnahmen zusammenfas­send dargestellt. *

Paris. 5.April. (Europapreß.) Der bisherige Präsident der Republik. Albert Lebrun, ist von der Nationalversammlung in Versailles am Mittwoch mit 506 Stimmen im ersten Wahlgang wieder­gewählt worden. Das endgültige Ergebnis der Wahl, das kurz vor 18 Uhr bekannlgegeben wurde, zeigt folgendes Bild:. 910 Stimmen wurden ab­gegeben, davon waren 6 ungültig. Die absolute Mehrheit betrug 453. Von den 904 gültigen Stim­men entfielen 506 auf Lebrun. 151 auf den Sozialisten Bedouze. 75 auf den Kommunisten Marcel Eachin, 57 auf den Senator <5o- dard. 53 auf Kammerpräsident Herr) ot, 15 auf den früheren Kammerpräsidenten Voulsson, 10 auf den Abgeordneten Pietri und 3 auf den früheren Minister Oueuille. 35 Stimmen waren zersplittert.

Ein großer Tag in Versailles.

Don unserem E J -Korrespondenten.

Paris, 5.April.

DOPPELPACKUNG

aA o 2 BEUTEL

INHALT > 2 eturtl FÜR *WH HAARWISCI

den ersten Bänken.

Im selben Augenblick, als Ministerpräsident Da- > lädier zusammen mit Finanzminister Paul Reynaud sich neben die anderen Minister setz­ten, hat Senatspräsident Ieanneney, der die Nationalversammlung leitet, den Vorsitz übernom­men. Er verliest das Dekret über die Einberufung der Nationalversammlung zur Wahl des Präsiden­ten der Republik. Sodann werden durch das Los die 36 Stimmenzähler bestimmt. Schließlich öffnet Präsident Jeanneney ein Buch. Der erste Buchstabe auf der von ihm aufgeschlagenen Seite ist emL und dementsprechend beginnen die Senatoren und Abgeordneten, deren Namen mitL" an fängt, mit der Abstimmung. Als Erster gibt der Abgeordnete Labbe von der Republikanisch-Sozialistischen Union seine Stimme ab. Nacheinander werden die anderen Mitglieder der Nationalversammlung zur Stimmabgabe aufgerufen. Als der Buchstabe ,,M an die Reihe kam, wurde der kommunistische Abge­ordnete Marty, der wegen seiner Tätigkeit in Spanien lebhaften Angriffen ausgesetzt ist, von den Pfiffen seiner politischen Gegner empfangen, auf die die Kommunisten mit Beifallsrufen antworten.

Der Wahlakt dauerte nur zwei Stunden. Die auf­gerufenen Parlamentarier bestiegen die Tribüne und übergaben ihre weiße Kontrollkugel dem Quaestor, um dann den Stimmzettel in die Urne zu werfen. Die sofort vorgenommene Stimmenzählung ergab bereits kurz vor 17 Uhr eine einfache Stimmen­mehrheit für den bisherigen Präsidenten Lebrun. Als Präsident Jeanneney nach der Zählung die Wiederwahl Lebruns zum Staatsoberhaupt bekannt­gab, erhob sich auf der einen Seite des Hauses Bei­fall, während die Linke in laute RuseDemission Lebruns Demission Lebruns!" ausbrach. Die Rechte und die Mitte erwiderte die Rufe der Linken mit

breitet worden feien, Panik in anderen Ländern zu schaffen. Wohl könne keine vorsich­tige Person und auch nicht der Erste Lord der Admiralität derartige Gerüchte offen ignorieren. Aber könnte eine Regierung nicht selbst den Weg inben, um eine übertriebene Auslegung derartiger Gerüchte zu verhindern, bevor man ihnen in der ganzen Welt Glauben schenke?

EntschiedeneAbsageHottands

h Diese und ähnliche Lügen, dazu bestimmt, die Einkreisungspolitik Englands zu fördern, sollten eigentlich jene kalt lassen, die sie erfinden um da­mit bestimmte Ziele zu erreichen. Stattdessen wer­den sie von ihren Erfindern zum Ausgangspunkt panikartiger Mobilmachungsbefehle gemacht. Kem Wunder, wenn ein paar Vernünftige, wie Sir Os­wald Mosley, mehrere tausend Anhänger demon­strativ durch die Straßen Londons führten und durch Transparente zu erkennen gaben, daß sie keinen Krieg wegen Polen wünschen. Wenn Mos­ley der Dolksvergiftung und Panikmache auf diese Weise entgegen zu arbeiten versucht, dann kann man sich vorstellen, wie groß die Verwirrung drü­ben bereits ist. Beim Marineminister Lord Stan­hope führte sie indessen schon zu Erscheinungen, die zur Kriegspsychose zählen.

Oie presse fordert

den Rücktritt Stanhopes.

London, 6. April. (Europapreß.) Seit vielen Jahren dürfte es nicht vorgekommen fein, daß die englische Presse vor dem Karfreitag ein Bild der Zerrissenheit, der politischen Unsicher­heit und der Richtungslosigkeit bot, wie heute. Am Gründonnerstag pflegten die Blätter mit Osterbe- trachtungen angefüllt zu sein; die Schriftleitungen bemühten sich, in ihren redaktionellen Ausführungen die Stimmung der Freube und des Frühlings- erwachens auf ihre Leserschaft zu übertragen. Der diesjährige Gründonnerstag macht eine vollkommene Ausnahme. Als einziges großes Blatt widmet die

Times" zwar ihren Hauptartikel Osterbetrachungen, aber schon der zweite Aufsatz befaßt sich mit den Auseinandersetzungen, die durch die Rede des Ma­rineministers Lord Stanhope entfacht worden

Der Korpsführer des NSFK., General der Flie­ger Christiansen, hat mit Genehmigung des Generalfeldmarschalls Göring den bisherigen Füh­rer der NSFK.-Gruppe III (Nordwest), NSFK- Gruppenführer von Bülow, zum Inspekteur des NSFK. ernannt. Der Dienstsitz des Inspekteurs ist bei der Korpsführung des NS.-Fliegerkorps m Berlin.

In Beirut wurde unter Nasscuh Voukhari als Ministerpräsident das neue syrische Ka­binett gebildet, dem in politischen Kreisen keine lange Lebensdauer vorausgesagt wird, da der sy­rische Nationalblock sich bereits offen als Gegner dieser Regierung bekannt* hat.

Dem König Zogu von Albanien und seiner Gattin Geraldine geborene Gräfin Apponyi wurde das erste Kind, ein Knabe, geboren. Die Geburt des Thronerben wurde mit dem üb» lichen Salut von 101 Schuß bekanntgegeben.

Wetterbericht

Heber Südwesteuropa beginnt sich ein Hochdruck­gebiet aufzubauen, das die Verfrachtung kälterer Luftmassen über die Nordsee hinweg auf das europäische Festland aufnimmt. Da zudem von Südwest und Südost her noch immer müde Luft dem Festland zuströmt, ist das Aufkommen bestän­digen Wetters noch nicht zu erwarten, wenn auch zwischendurch mit Aufheiterungen gerechnet werden

Mobilgemachte Flakartillerie! Wo? In Eng­land natürlich. Hier hat die systematische von London ausgehende Panikmache bereits die größten Erfolge erzielt, so daß man sich über nichts mehr zu wundern braucht, was sich jenseits des Kanals ablvielt Auch nicht über die plötzliche Mobil­machung der Flakartillerie der Marine, die der breiteren Öffentlichkeit durch eine Bemerkung des Kriegsmarineministers Lord Stanhope bekannt geworden ist, der die Abwesenheit zahlreicher Ma­rineangehöriger anläßlich eines Vortrages, den er auf dem FlugzeugmutterschiffArc Royal" halten wollte, damit entschuldigte, daß in letzter Minute der Befehl ausqegeben worden sei, sämtliche Flakge­schütze der Flotte zu bemannen.

Darob natürlich allgemeine Bestürzung. Mit Win­deseile liefen die Worte um, sie waren trotz aller Anstrengungen der Admiralität nicht mehr emzu- fanqen, sie kamen auch allen Verboten und Hin­weisen auf dasnationale Interesse" zum Trotz in die Londoner Presse. Die englischen Zei- tungsleser, auf deren Nerven wieder einmal ohne Not herumgetrampelt wird, mögen beim Lesen der entsprechenden Nachricht nicht nur eine bestürzte Miene zur Schau getragen, sondern.^erlich ent- sekt überlegt haben, was sie nun eigentlich alles rasch ins Handköfferchen verstauen mußten, wenn die Flaks wirklich zu bellen anfangem

Soweit ist man ja ohnehin schon m England, daß man genau wie im September auf den Ausbruch eines Krieges schwört. Aber damals irr t e m a n sich, die Panikmacher mußten blamiert abziehen, diesmal zappeln die Panikmacher schon im erften Teil ihres traurigen Spiels in ihren eigenen Netzen. Wir wissen nicht genau, ob Lord Stanhope mit sei­nem an die Flakartillerie ergangenen Befehl zeigen wollte, wie tüchtig er ist, ober ob er und mit chm die Admiralität die faustdicken Lugen von Angrifssabsichten als Wahrheit hmgenommen

Oie Wiederwahl Lebruns.

506 Stimmen der Nationalversammlung bereits im ersten Wahlgang für den bisherigen Präsidenten der Republik.

Persönlichkeiten. . . ;tl

In dem großen rechteckigen Saal im Versailler

Schloß, in dem die Nationalversammlung am 'Nach­mittag zusammentrat, hatte sich schon

Beginn der Sitzung ein glänzendes gesellschaftliches Bild entfaltet. Heber der Präsidententribune prangt ein großes repräsentatives Bild, das den Zusarm mentritt der französischen Generalstände am 5. Mai 1789 darstellt. Rings um den Saal läuft ein Rang

Wie nicht anders zu erwarten war, wird Stan- . Hope der so voreilig aus'der Schule plauderte, i in der'gesamten Presse mit scharfen Angriffen be- dacht. DerEvening Standard" erklärt, der Ma- '1 rineminifter sei der Oeffentichkeit wahrend ferner Karriere hauptsächlich durch Taktlosigkeiten ausge­fallen Das Blatt befürwortet die Entlassung Stan­hopes und empfiehlt als Nachfolger Winston Churchill. In parlamentarischen Kreisen wird allerdings bezweifelt, ob Churchill für eine Neu­besetzung der Admiralität in Frage kommt, weil man an nimmt, daß ein erheblicher Teil des Ka­binetts in ihm den geeignetsten Anwärter für das Waffen- und Munitions-Beschaffungs-Mimsterium steht, das, wie man annimmt, nach den Osterferien errichtet werden wird.

Die Blätter berichten, daß Chamberlain wahrend der Kabinettssitzung sämtliche Minister verwarnt und sie versucht habe, m Zukunft vorsichtiger in ihren Äußerungen zu fern. Die Opposition fordert jedoch unumwunden den sofortigen Rücktritt Stanhopes. Cm Mann, der so wenig Verantwortungsbewußtsem besitze, sei fein geeigneter Marineminister für Großbritannien. Man werde jetzt im Auslande erklären daß Eng- land in einem hysterischen 2^13^1^10 lebe unb in der ständigen Furcht vor Luftangriffen Wenn man daran denke, daß ein Mann wie Lord Stan­hope Marineminister sei, dann könne man wahrlich Sorgen um die Fähigkeit gewisser britischer Mimster heqen. Zu was für Gerüchten die erstaunliche Er­klärung Stanhopes geführt hat, geht aus emer Schilderung der News Chronicle hervor. In Nord­england, so berichtet bas JBlatt, 'fjabe manL^ere t davon gesprochen, daß b i e b r 111 f cf) e F l o mobilisiert worden sei, was größte Beun ruhigung bei der Bevölkerung ausgelost habe. -ü Times" schreibt, Dienstag fei e i n Ta g o e r tollsten Gerüchte gewesen. In gewissen Fallen habe es sich um Gerüchte gehandelt, die ohne Zweifel mit der g e wollten Absicht ver -

Oer Dank des Großadmirals.

Berlin, 5. April. (DNB.) Großadmiral Dr. h. c. Raeder teilt mit:Zu meiner Beförderung zum Großadmiral und zu meinem 45jährigen Dienstjubiläum sind mir von Kameraden der alten und der neuen Wehrmacht, von Parteistellen, staat­lichen und städtischen Behörden, Werkleitungen, zahlreichen Verbänden und Einzelpersonen schrift­liche und telegraphische Glückwünsche in so großer Zahl zu gegangen, daß ich meine Ab­sicht, jedem einzelnen zu banken, zu meinem großen Bedauern nicht verwirklichen kann. Ich bitte daher alle, die meiner in so freundlicher Weise gedacht und damit auch die Kriegsmarine geehrt haben, auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank entgegenzunehmen."

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichsminister des Auswärtigen o. Rib­bentrop empfing im Beisein des slowakischen Ministers des Aeußern Durcanskyund des neu» ernannten Gesandten Cernak den slowakischen Ministerpräsidenten Dr. Tis o. Während der Unter« rebung wurden die laufenden, beide Länder inter­essierenden Fragen besprochen. Anschließend gab der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, von Weizsäcker, zu Ehren des slowakischen Mi­nisterpräsidenten ein Frühstock im Hotel Esplanade.

König Faruk von Aegypten empfing den Ge­sandten in besonderer Mission, v. Heutig, in Ab- schiedsaudienz. Der König ließ sich eingehend über die Verhältnisse in Deutschland unterrichten und erkannte besonders die Geste des Führers an, der durch die Entsendung eines Vertreters zur Hochzeit der Schwester des Königs ihm eine besondere Ehrung habe zuteil werden lassen.

Der Führer hat den Minister Dr. Franz Hueber unter Verabschieduna aus dem Amte eines Mitgliedes der österreichischen Landesregierung z u m Unter st aatssekretär im Reichsjustiz­ministerium ernannt unb ihm für seine als Minister des Landes Oesterreich dem deutschen Volke geleisteten treuen Dienste den.Dank ausgesprochen.

Oer britische Marineminister schwer entgleist

Falscher Alarm verursacht Panik in der englischen Oeffentlichkeii.

Für einen Tag ist Versailles von seinem beschaulichen provinziellen Leben durch die Präsi­dentenwahl aufgeschreckt. Ein strahlender Frühlings­tag läßt die Zahl der Neugierigen noch großer wer­den, als dies auch sonst der Fall wäre. Neben den 900 Mitgliedern von Kammer und Senat, die nach der Verfassung als Nationalversammlung im alten Königsschloß zur Wahl des Präsidenten zusammen­treten, sind mehrere hundert Journalisten, eine große Anzahl von Persönlichkeiten des öffentlichen Le­bens im Kraftwagen und mit der Bahn nach Ver­sailles gekommen. Die Cisenbahnstrecken mit ihren zahlreichen Kunstbauten und die nach Versailles führenden Straßen sind von einem starken Aufge­bot von Militär mit aufgepflanztem Bajonett ge­sichert. Die Garnisonen von Versailles und Ram­bouillet, Mobilgarbe in Stahlhelm sowie 400 Mann Staatspolizei sinb zur Absperrung und zur Erwei­sung der militärischen Ehrenbezeigung tn der Nahe des Schlosses zusammengezogen.

Schon in der Mittagszeit waren die Jour­nalisten im Südslügel des Versailler Schloßes, wo die Wahl stattfinbet, eifrig bei der Arbeit. Eine ge­sellschaftliche Sehenswürdigkeit war das Fr u h - tück in dem Hotel Trianon »Palast, bei dem ich die Minister und Träger bekannter Namen aus der Diplomatie usw. zusammen'fanden. Alle -üycye in dem Restaurant waren seit Wochen Dorbejtellt. Ministerpräsident Daladier speiste mit zwölf em- qelabenen Gäste in einem Nebensalon. Auch Senator , Caillaux hielt seine Tafelrunbe getrennt. Sonst sah man noch den englischen Botschafter Sir C-nc i Phipps und den belgischen Botschafter, die meisten i Mitglieder des Kabinetts, den Polizeiprafekten Langeron, den früheren Polizeipräfekten Chiappe, den Comte be Castellane, ber auch dem Comite France-Allernagne angehört, den Generaldirektor ber französischen Eisenbahn, Guinand, den bekannten Verjüngungsarzt Dr. Woronoff unb viele sonstige

Guy la Chambre erstattet Daladier Bericht.

Paris, 6. April. (Europapreß.) Ministerpräsi­dent Daladier empfing am Mittwochabend den aus London zurückgekehrten französischen Luftfahrt­minister Guy la Chambre. Man ist der Ansicht, in London seien wichtige Vereinbarungen über die Zusammenarbeit der Flugzeugindu­strien beider Länder zustandegekommen. Auch die Frage eines gemeinsamen Oberbefehls für die englische und die französische Luftwaffe in Kriegszeiten sei geklärt worden. Französischerseits habe man sich bereiterklärt, die zum Angriff be­stimmten Flugzeuge der eigenen Luftwaffe im Ernst­fälle dem englischen Oberkommando zu unterstellen.

Albanien.

Verstärkung des italienisch-albanischen Verteidigungsbündnisses.

Rom, 5.April. (DNB.) DieGazzetta bei Mez- zogiorno" veröffentlicht unter ber HeberschriftVer­stärkung des italienisch-albanischen Bündnisses" fol­gende Mitteilung des Rundfunksenders Bari:Die im Auslande über die Lage und die Beziehungen zwischen Italien und Albanien verbreiteten Nach­richten sind tendenziös und unbegründet. Auf ausdrücklichen Antrag des Königs von Albanien sind Besprechungen über eine Verstär­kung des Verteidigungsbündnisses zwischen den beiden Ländern im Gange. Die Sym­pathie, die Italien zum albanischen Volk hat, unb von der das albanische Volk wiederholt konkrete Be- weise erhalten hat, ist bekannt. Es liegt nicht in , den Absichten der italienischen Regierung, bie U n - > abhängigkeit unb H n v e r s e h r t h e 11 Al­baniens anzutasten."

kann.

Vorhersage für Freitag (Karfreitag): Morgens vielfach dunstig, sonst zeitweise aufheiternb, doch immer noch unbeständig unb zu einzelnen Nie­derschlägen geneigt, im ganzen kühler als seither, veränberliche Winbe.

Vorhersage für Samstag: Wechselhaftes unb zu einzelnen Nieberschlägen neigenbes Wetter, aber nicht burchweg unfreundlich.

Lufttemperaturen am 5. April: mittags 12,9 Grab Celsius, abends 8,7 Grab; am 6. April: morgens 5,1 Grab. Maximum 14,9 Grab, Minimum heute nacht 3,7 Grab.

Hauptschriftleiter Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bes Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik unb die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stabt Gießen, Provinz unb Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Lubwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D A. HI-39: 10 200. Druck unb Verlag: Brühlsche UniDerfttats- brucferei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 2t> Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Amsterbam, 5.April. (DNB.) Im Zusammen­hang mit einer im englischen Hnterhaus geäußer­ten Anfrage, ob nicht auch Hollanb, Bel­gien unb bie Schweiz durch England zur Frontbildung gegen Deutschland hinzugezogen wer­ben sollten, erteilt bas AmsterdamerHandels- blab" den Londoner Kriegshetzern eine spürbare Abfuhr. Holland so heißt es u. a. werde s i ch durch niemanden mißbrauchen lassen, gegen einen dritten Staat als Angreifer aufzutre­ten. Daher werde es auch niemanden bas Durchmarschrecht einräumen und an keinerlei Abmachungen teilnehmen, die den Anschein ber Umzingelung eines anberen Staates zum Ziele haben. Holland denke gar nicht daran, als Anhänger einer Großmacht aufzutreten, sondern wolle auch weiterhin seiner selbständi - gen Neutralitätspolitik treu bleiben. Das Blatt schreibt weiter:Wir hoffen, daß das Aus­land sich solcher Einladungen enthalten wird. Die holländische Antwort müßte nach allen Seiten abweisend sein. Nicht, weil mir nicht an einer Förderung des wirklichen Friedens aus vollem Her­zen mitwirken wollten, sondern weil wir glauben, daß unser bester Beitrag gerade darin besteht, die Sicherheit au geben, daß unsere Nachbarn uns nicht gegeneinander mißbrauchen können und daß keiner bie Hand nach unserem Gebiet ausstrecken kann, mit ihm ohne den äußersten Widerstand des ganzen Volkes deutschen zu finden."