Weitere Kränze wurden im Namen der deutschen und englischen Frontkämpfervereinigungen nieder- gelegt.
Oie Krönung Papst Pius XU.
Maglione Kardinalstaatssetretär.
Rom, 4. März. Die Krönung des neuen Papstes am 12. März wird voraussichtlich nicht innerhalb der Peterskirche stattfinden, wie es bisher üblich war, sondern auf ihrer äußern Loggia, von wo aus Pius XII. auch am Tag seiner Erwählung
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Pacelli Pius XII. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
dem Volk den ersten Segen erteilte. Damit soll allen die Teilnahme ermöglicht werden, während dies bisher nur einem beschränkten Kreis von Eingeladenen vergönnt war.
Die italienische Presse nimmt gegen die Auslegung gewisser Londoner und Pariser Blätter Stellung, die sich bemühen, die Thronerhebung Pius XII. als einen Sieg der Demokratien hinzustellen. An vielen Beispielen wird gezeigt, wie oft gerade die Päpste sich gegen den Demoliberalismus, der von der französischen Revolution an der Hauptfeind der katholischen Kirche gewesen ist, erklärt haben und wie töricht dieses Unternehmen erscheint, da der Papst selber in seiner ersten Ansprache von dem Frieden mit Gerechtigkeit gesprochen und als Wahlspruch für sein Wappen das Wort Opus justitiae pax (Der Gerechtigkeit Werk ist der Friede) gewählt habe. Eine andere bemerkenswerte Aeußerung sind die Antworten, die Pius XII. dem König und Kaiser und Mussolini für ihre Glückwunschtelegramme zukommen ließ, und in denen er von „unserer so sehr g e -
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Kardinal-Staatssekretär Maglioni. (Scherl-M.)
liebten italienischen Nation" spricht, der er zuerst unter allen seinen apostolischen Segen übermittle. Mussolini hatte telegraphiert: ,/Düs italienische Volk nimmt teil an dem Jubel der katholischen Welt über die glückverheißende Wahl Eurer Heiligkeit zum Papste'. Ich bitte Eure Heiligkeit, den ehrerbietigen Gruß der faschistischen Regierung und meinen eigenen entgegenzunehmen."
Die Ernennung des Kardinals Maglione zum Staatssekretär ist noch nicht amtlich bestätigt. Kardinal Maglione wurde 1877 in der Nähe von Neapel geboren. Kurz vor dem Ende des Weltkrieges sandte Benedikt XV. ihn als päpstlichen Internuntius nach Bern, wo Maglione anfangs in Sonderfriedensverhandlungen verwickelt war und nach Versailles die wichtige Funktion eines päpstlichen Gesandten beim Völkerbund ausübte. Im Mai 1926 wurde ihm die Nuntiatur in Paris übertragen, die er bis zu seiner Ernennung zum Kardinal Ende Dezember 1935 innehatte. Maglione hat damals den Grund für die engen Beziehungen der Kurie zum Quai d'Orsay gelegt und.ist vom Präsidenten der Republik mit dem Großkreuz der Ehrenlegion ausgezeichnet worden.
Das Konsularkorps bei Gauleiter und Reichsstaithalter Sprenger.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger empfing in Darmstadt die im Rhein-Maingebiet tätigen ausländischen Konsule. Der Einladung waren der italienische Konsul Marchese a Ferrante di Ruffano, der französische Konsul Jean Bourdulette, der Konsul
Tanger — Stadt an zwei Weltmeeren.
Wechselstube unter Palmen. - Erlebnisse in der internationalen Zone.
Im Golf von Biskaya fing es an. Auf einmal hatten sich alle Fahrgäste mit dicken Feldstechern bewaffnet und hielten nach verdächtigen Schiffen Ausschau. Natürlich blieb alles friedlich und still. Kein Abenteuer würzte die Fahrt. Allenfalls ein paar harmlose Fischkutter wiegten sich in der öligen Dünung. Die spanische Küste kam gar nicht in Sicht, und man konnte sich schwerlich vorstellen, daß in dieser verträumten Umgebung jemals Kanonendonner hallte.
Erst vor Gibraltar wurde es lebhaft. Aus allen Kompaßrichtungen strömten hier auf einmal Frachtdampfer und Ozeanriesen herbei. Argwöhnisch wird jedes fremde Schiff gemustert. Aus dem Frieden des Weltmeeres gleiten wir in eine Zone der Spannung und der Nervosität. Viele Frachtdampfer haben ihre Nationalfarben auf die Bordwände gemalt, um sich als friedliche Handelsfahrzeuge erkenntlich zu machen.
Niemandsland
Auch auf der Reede von Tanger liegen ständig einige Kriegsschiffe unter Dampf. Als die Anker unseres Dampfers in die Tiefe poltern, rattert eine Barkasse mit Vertretern der Hafenbehörde heran. Schnell ist die Untersuchung beendet. Was uns am meisten auffällt: Am Heck des Motorbootes flattert die arabische Flagge. Denn Tanger ist internationales Gebiet, ein „Niemandsland", das mit begehrlichen Blicken betrachtet wird. Doch weil der Bewerber zu viele sind und kein Staat dem andern das Kleinod gönnt, erfreut sich der Sultan weiterer Macht.
Es ist nicht so einfach, sich in diesem Wirrwarr von Sprachen und Nationen zurechtzufinden. Wir wollten ein paar Ansichtskarten nach Hause schicken und standen nun vor der schwierigen Wahl: gehen wir auf die englische Post, an den Briefmarkenschalter des Sultans, der unter französischer Verwaltung steht, oder zu den Spaniern?
Doch abgesehen von solchen modernen Eindrücken hat Tanger noch viel Altertümliches zu bieten.
Zwischen den verschwiegenen Gäßchen und schlanken Minaretten der Moscheen leben in.der Mehrzahl noch strenggläubige Mohammedaner, die ihre wallenden Burnusse und Schleier keineswegs für die Photoapparate reicher Globetrotter zur Schau tragen. Ja, im ganzen dunklen Kontinent gibt es kaum eine Stadt, die so märchenhaft bunt, fremdartig und grausam im Wechsel zwischen Armut und Luxus ist wie die heiß umworbene, von politischen Intrigen umgarnte Zone von Tanger. Hier ist noch unverfälschter Orient, hier scheitert oft alles fieberhafte europäische Hasten am stoischen Gleichmut mohammedanischer Lebensart. Daran ändern auch die modernen Hochhäuser nicht viel: — Tanger ist eine orientalische Stadt.
„Glauben Sie kein Wort!""
Der Fremde, der zum ersten Male die schmalen Gassen betritt, tut gut, einen arabischen Führer zu nehmen. So bleibt er vom üblichen Ansturm der vielen Händler und Hafenhaie verschont. Wir haben
kaum den Landungssteg betreten, da drängt sich uns ein Junge auf, der unverkennbar aus dem Judenviertel stammt. Als wir nach seinem Führerausweis fragen, seufzt er mit verdrehten Augen:
„Viel heiß, Sahib, viel heiß? Man kann so schwere Papiere nicht tragen in furchtbare Hitze!"
Dafür zieht er einen Haufen fremdsprachiger Empfehlungsschreiben hervor, darunter auch ein deutsches Schriftstück. Irgendein Spaßvogel hatte sich für die schlechten Dienste gerächt und schrieb:
„Glauben Sie diesem Burschen kein Wort. Er wird Sie schändlich übers Ohr hauen und zum Schluß mit Ihrer Kamera verschwinden. Er ist ein ausgekochter Gauner!"
Schmunzelnd reichen wir die Empfehlung zurück und nehmen einen arabischen Führer.
Im Gassenlabyrinth der Araberstadt begegnen uns fast keine Europäer. Wir blicken verstohlen in den Hof eines großen marokkanischen Rasthauses. Da hocken weißbärtige Wüstenscheichs auf bunten Matten und rauchen „Haschisch", das betörende Rauschgift der Wüste. Schwatzende Händler breiten kunstvoll gewebte Teppiche aus, und ein greiser Märchenerzähler aus Tausendundeiner Nacht findet immer noch dankbare Zuhörer. Seit Urzeiten hat sich hier nicht viel geändert.
Auf Schritt und Tritt merkt man, daß Tanger internationale Zone ist. Man kauft eine Zeitung, bezahlt mit einem halben Dollar und erhält französische Franken zurück. Es sind verschiedene Geldsorten im Umlauf. Selbst der einfachste Wüstensohn, der auf dem Markt mit Wassermelonen handelt, ist ein gewiegter Börsenfachmann, der alle Kurse im Kopfe hat. An jeder Straßenecke gibt es Wechselstuben. Dazu gehört in Tanger nicht viel. Eine Seifenkiste dient als Zahltisch, die Kurstabelle wird an die nächste Palme gehängt, und das ganze Bankkapital besteht aus einem Sack voll Münzen. Hier tauschen die Marktweiber, die über die Grenze zurück wollen, ihren Kupferreichtum in französische Währung um.
Natürlich gibt es in Tanger auch ein mondänes Europäerviertel mit Kaufhäusern, Vergnügungsstätten und palmenumsäumten Prachtstraßen. Alles wirkt recht nüchtern — auch das Verwaltungsgebäude. Innen geht es um so aufregender zu. Die Vertreter von acht Nationen erlassen hier verstrickte Gesetze und achten darauf, daß niemand zuviel Macht erhält. Engländer, Franzosen, Spanier, Holländer, Belgier, Italiener, Amerikaner und Portugiesen füllen die stillen Gewölbe mit einem denkbar bunten Sprachgewirr. Außerdem nehmen noch einige Mohammedaner an den Versammlungen teil. Ja, Tanger rst ein wahrer Hexenkessel der verschiedensten Rassen und Nationen.
So mancher Europäer mag nachdenklich von den Zinnen des alten Kastells herabgeschaut haben. Durch die Blüten exotischer Pflanzen sieht man zugleich auf zwei Meere. Im Westen wogt die Dünung des Atlantiks, östlich beginnt das Mittelmeer. Ganz schmal erscheint die Straße von Gibraltar, die natürliche Grenze zwischen Morgen- und Abendland. Rudolf Jacobs.
der Vereinigten Staaten Amerikas, Emil Sauer, und der rumänische Konsul, Dr. Jou C a r st i u c, gefolgt. Unter den weiteren Gästen bemerkte man den Stellv. Gauleiter Linder sowie Staatssekretär Reiner. Der festliche Abend im Hotel Traube bot Gelegenheit zu gegenseitigem Gedankenaustausch.
Wann wird geflaggt?
Eine Anordnung
des Reichsministers des Innern.
Berlin, 4. März. (DNB.) Der Reichsminister des Innern hat die bestehenden Vorschriften über die Beflaggung der Dienstgebäude sowie über die Flaggensetzung der öffentlich-rechtlichen Revisions- gesellschaften unter teilweiser Aenderung und Ergänzung neu bekanntgemacht. Diese Bestimmungen gelten im gesamten großdeutschen Reichsgebiet. Danach wird nach den näheren Bestimmungen dieser Erlasse an folgenden Tagen regelmäßig ohne besondere Anordnung geflaggt:
1 .Am Reichsgründungstag (18. Januar),
2. am Tag der nationalen Erhebung (30. Januar), 3. am Heldengedenktag, der in diesem Jahr auf den
12. März fällt,
4. am Geburtstag des Führers (20. April),
5. am nationalen Feiertag des deutschen Volkes (1. Mai),
6. am Erntedanktag, der in diesem Jahre auf den 1. Oktober fällt,
7. am Gedenktag für die Gefallenen der Bewegung (9. November).
Am Heldengedenktag wird, abweichend von dem bisherigen Brauch, Vollstock geflaggt.
Zahrgangsweise Lustschuhausbildung der Jugend.
Berlin, 4. März. (DNB.) Zwischen der Neichs- jugendführung und dem Reichsluftschutzbund wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach in Zukunft alle deutschen Jungen und Mädel im Alter von 13 bis 14 Jahren, das ist der letzte Jahrgang des Deutschen Jungvolks und des Jungmädelbundes, in'jedem Jahr in Sonderlehrgängen im Selbstluftschutz ausgebildet werden. HI. und BDM. stellen dem Reichsluftschutzbund die zu dieser Ausbildung zusätzlich erforderlichen Lehrkräfte zur Verfügung. Verbindungsführer aller HI.- und BDM.-Einheiten bis herunter zu den Gemeinde- und Reviergruppen des RLB. werden mit dem Reichsluftschutzbund Zusammenarbeiten. Jedes Jahr wird ein gemeinschaft- kicher Jugendluftschutztag durchgeführt. Im übrigen finden in allen Sommerlagern der HI. und des BDM. Unterweisungen im Luftschutz statt. Es wird die Aufstellung von je etwa 6000 Lehrkräften aus der HI. und dem BDM. erforderlich. Da die Zahl der Lehrkräfte aus HI. und BDM. ausreichend ist und alle Maßnahmen der Organisation getroffen sind, kann ab 1. November 1939 an die jahrgangsweise Ausbildung der ganzen Jugend herangegangen werden.
General und Schriftsteller.
Zum 70. Geburtstag von General Wetzell.
Am 6. März wird General der Infanterie a. D. Georg Wetzell 70 Jahre alt. Er war während des Weltkrieges an hervorragender Stelle tätig in der Operationsabteilung der OHL. Nach dem Kriege war es vor allem die Tätigkeit als Militärschrift' stellet, die das Wirken des Generals Wetzell in weitesten Kreisen bekannt machte. Als Herausgeber des Militärwochenblattes hat er eine führende Stellung auf diesem Gebiete erworben.
General Wetzell stammt aus Niedererlen- bad) im Taunus nahe bei Frankfurt a.M. Er wurde 1893 Offizier bei den Metzer Pionieren, trat zur Infanterie über und kam dann in den General-
General der Infanterie Wetzell. — (Scherl-M.)
stab. Zu Beginn des Krieges war er erster Generalstabsoffizier beim III. Armeekorps, dessen Chef des Stabes der damalige Oberst von Seeckt war. 1915 wurde er sein Nachfolger, 1916 Chef der Operationsabteilung des Generalstabes des Feldheeres. Wie sehr ihn Ludendorff geschätzt hat, der gewohnt war, höchste Anforderungen an seine Mitarbeiter zu stellen, beweisen dessen Worte in den Kriegserinnerungen: „3m Großen Hauptquartier nahm ich mir Oberstleutnant Wetzell zur Bearbeitung der Operationen. Ich kannte und schätzte ihn schon von früher her. Er wußte Bescheid im Westen. Dort
hatte er als ältester Generalstabsoffizier und Chef des Generalstabes des III. Armeekorps sich hervorgetan und besonders vor Verdun Ausgezeichnetes geleistet. Er ist eine vortreffliche Soldatennatur und ein treuer gefestigter Charakter. Unternehmungslustig und anregend, genau arbeitend, war er mir ein ausgezeichneter und lieber Gehilfe. Als ich mich im September 1918 von ihm trennte, geschah dies in gegenseitiger Verehrung."
Im September 1918 wurde er wieder Chef des Stabes bei der Armee von der Marwitz, im Oktober 1919 kam er in gleicher Stelluna zum Wehrkreiskommando III, 1921 wurde er Inspekteur der Nachrichtentruppen und 1926 Chef des Stabes des Gruppenkommandos I. 1927 schied er als General der Infanterie aus dem Heere, von 1929 bis Mitte 1934 war er als Instrukteur in China tätig.
In den letzten Wochen hat General Wetzell, der zahlreiche militärpolitische Schriften verfaßt hat, entscheidend an dem großen Werke des gerade jetzt 150 Jahre in Berlin bestehenden Verlags F. S. Mittler & Sohn mitgearbeitet, das unter dem Titel „Die Deutsche Wehrmacht 1914 bis 1939" erschienen «st. Für die Zukunft gibt General Wetzell in seiner großen Abhandlung über Heer und Kampfführung folgenden Ausblick: „Die Heer- und Kampfführung ist durch die seit dem Weltkriege in ständigem Fluß befindliche technische Entwicklung der alten Waffen und der im Weltkrieg neu aufgetretenen noch technischeren (Luft- und Panzerwaffe) zweifellos nicht leichter geworden. Der Krieg der Zukunft wird aber nicht ein solcher der Technik werden, wie die Voreiligen schon meinten, sondern eine von der Technik beeinflußte Führung bleibt, was sie immer war: eine Kunst."
Nie Palästinakonferenz.
Bor einer englisch-arabischen Einigung?
L o n d o n, 5. März. (Europapreß.) Zweistündige Beratungen des englisch-arabischen Ausschusses haben erneut die Entschlossenheit beider Seiten gezeigt, die jüdischen Forderungen nicht als Hinderungsgrund für eine Einigung zwischen dem Arabertum und England gelten zu lassen. Diese Entwicklung dürfte nun voraussichtlich zu einem „teilweisen" Rückzug der jüdischen Vertretung von der Palästina-Konferenz führen. Der Jüdischen Agentur in London würde es in einem solchen Falle vorbehalten sein, eine Beobachter- und „Brief- träger"-Rolle zu übernehmen als Mittelsmann zur englischen Regierung. Eine Entscheidung soll allerdings erst in einer englisch-jüdischen Zusammenkunft herbeigeführt werden, die für Montagabend angesetzt worden ist. Bemerkenswerterweise wird aber bereits am Montagvormittag eine englisch-arabische Besprechung stattfinden.
In englischen Kreisen zeigt man Unwillen darüber, daß der arabische Appetit angeblich beim Essen gewachsen sein soll. Es wird betont, damit sei die Kluft zwischen der arabischen Haltung und der jüdischen Einstellung in einem für England peinlichen Maße größer geworden. Immerhin legt man in England noch Wert darauf, daß die |übi» schen Vertreter als „ebenbürtig" behandelt werden sollen. Auch will man dafür sorgen, daß durch die Art der Erfüllung der arabischen Forderungen die internationale Judenschaft und die mit ihr verbundenen Kräfte (Amerika!) nicht allzu hart vor den Kopf gestoßen werden.
Alles deutet darauf hin, daß die neue Woche eine Entscheidung bringen wird. Man hält es hier nicht für ausgeschlossen, daß Macdonald die Konferenz „vertagen" wird, um dadurch Zeitzur Aus- arbeitung einer Verfa.fsung für einen unabhängigen arabischen Staat zu gewinnen. Wie sich allerdings das Judentum dazu einstellen wird, bleibt abzuwarten.
Französische Besprechungen in Tunis.
Tunis, 5. März. (Europapreß.) Der Generalresident von Marokko, General N o g u ö s, wird am Sonntag in Tunis erwartet, wo er mit dem Generalresidenten für Tunis, L a b o n n e, sowie dem Kommandanten der französischen Truppen in Tunis, General Blanc, und weiteren Vertretern der Militär- und Verwaltungsbehörden eine Besprechung haben wird, der man eine große Bedeutung im Hinblick auf die von Frankreich in Tunis getroffenen Maßnahmen beimißt.
Am Montag wird General Nogues nach Süd - t u n i s zur Besichtigung der sogenannten Mareth- Linie Weiterreisen. Man rechnet damit, daß der General dem Ministerpräsidenten Daladier über die Liage in Tunis Bericht erstatten wird. In Tunis hält sich zur Zeit auch der Kammerabgeordnete und Vizepräsident des Außenpolitischen Kammerausschusses, Pezet, auf, der ebenfalls die Mareth-Linie besichtigen wird.
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Der Bey von Tunis hat den Vertrieb mehrerer italienischer Zeitschriften und Bücher untersagt. Unter das Verbot fällt auch das Buch des italienischen Schriftstellers Pepo Pa- golotti: „Korsika — Tunisia — Dschibuti". — Ferner wurde eine in Tu«»s erscheinende arabische Zeitung verboten.
Kunst und Wissenschaft.
Iahreslagung der deutschen Tierärzte.
Die von der Reichsärztekammer durchgeführte Jahrestagung der Tierärzte Deutschlands nahm in Bad Kifsingen ihren Anfang. Der Reichstierärzteführer Dr. Weber eröffnete die Arbeitstagung und gab feiner Freude Ausdruck, zum ersten Male auch die Professoren der tierärztlichen Hochschule Wien willkommen heißen zu können. Anschließend sprachen Dr. K r z w a n e k und Professor Neumann-Kleinpaul (Berlin) über die Ausstattung tierärztlicher Institute und Kliniken mit Etatmitteln. Hierauf berichtete Dr. Ern st (München) über die Gemeinschaftsarbeit der tierärztlichen Professoren an den Hochschulen. Ministerialrat Dr. Wiendieck gab einen Ueberblick über die neue Studien- und Bestallungsordnung. Demnach umfaßt das tierärztliche Studium nur noch acht Semester. Den Abschluß der Tagung bildete ein Vortrag des Professors Dr. Stang (München) über Umfang und Möglichkeiten der von der Reichstierärztekam- mer durchgeführten Fortbildungslehrgänge.
Das ist das echte altbewährte Erdal mit dem Rot
frosch auf der Dose. Nimm zur täglichen Schuhpflege immer
Erdal


