Ausgabe 
6.3.1939
 
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Nr. 55 Erstes Matt

189. Jahrgang

Montag, 6. Marz 1939

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Sturz Negrms. Ist man in Madrid zu Verhandlungen mit Franco bereit?

Gin RoterVerteidigungsrat" bezeichnet Negrin als »gewiffenlosen Hetzer zum Weltkrieg.

Bilbao, 6. März. (DRB. Junffprudj.) 3n Ittabriö ist es zu einem putsch gegen das Regime Regr 1 n gekommen, die rote Madrider Garnison und eine größere Zahl roter Politiker haben sich gegen Regrin aufgelehnt. 3m Madrider Sender gaben die wichtigsten roten Befehlshaber bekannt, daß dieRegierung*4 Regrin abgesehl worden sei und sich ein sogenannternationaler Berteidigungsrat*4 gebildet habe. DemVer­teidigungsrat44 gehören der Befehlshaber der roten Madrid-Front44, General Lasado, als Vertreler des Mililärs und der Politiker B e ft e i r o, der als Anhänger einer gemäßigteren Richtung und Befürworter von Verhandlungen mit General Franco bekannt ist sowie weitere Politiker an.

DieserVerteidigungsrat44 greift nach der Ver­lautbarung im Madrider Sender in schärfster Form die Politik desVerräters Regrin an, der die Schuld an dem Zusammenbruch Kata­loniens trage und in keiner Weise weder legal noch illegal Vertreter Rotspaniens fei. Die Politik Regcins sei darauf hinausgelaufen, sinnlosen und verbrecherischen Widerstand zu leisten mit dem einzigen Zweck, sich persönlich an dem Elend Rotspaniens zu be­reichern und es auszurauben, um dann recht­zeitig noch mit den Anhängern sich mit dem ge­raubten Gut ins Ausland zurückzuziehen. Der Verteidigungsrat44 vertrete zwar den Grundsatz des ehrenvollen Friedens, notfalls aber werde der Widerstand bis zum Ende fortgesetzt. Ab heute würde kein Verantwortlicher Rot- spaulen verlassen, ohne zur Verantwortung gezogen zu werden.

Die Rundfunkanspräche Lafados ist insofern noch bemerkenswert, als er Regcin alsVerräter im Solde des Auslandes und gewiffenlosen Hetzer zum Weltkrieg44- und alsVerbrecher an Spanien und der Menschheit44 bezeichnete. Auch der rotspanische Oberst*4 Mera richtete als Vertreter der Milizen schwere Beschuldigungen gegen Regrin. Die Ereig­nisse in Madrid betätigen die Auflösungs­tendenzen in Rotfpanien, wozu die Vorfälle in Lartagena am Sonntagvormittag das Signal gaben. Es kann nach der Zufammenfehung des rotenVerteidigungsrates44 imerhin mit ge­wissen Vorbehalten auf Bereitschaft zu Ver­handlungen mit General Franco ge-

2Iufruf wurde zur Erhebung aufgesordert und kurze Zeit später vom Umsichgreifen des Ausstandes sowohl in der Stadt wie am Hasen berichtet.

Die tollkühnen Helden konnten sich jedoch ange­sichts der in Cartagena konzentrierten bolschewisti­schen Machtmittel zunächst nicht durchsetzen. Im Hasen lag fast die gesamte bolschewistische Flotte versammelt, darunter die KreuzerLiber- tad" undMiguel Cervantes", ferner die Zerstörer Zurruca",Mendez Nunez",Alsero",Ante- guera",Lepanto",Miranda",Almirante Val- des" undAlcala Galiano". Außerdem waren zehn U-Boote und mehrere Hilssschisse anwesend. Die Roten entrissen zuerst dem Häuslein Nationaler den Sender und dementierten eiligst, ebenso wie Radio Madrid, die Erhebung. Damit ist jede Möglichkeit genommen, sich ein klares Bild von der Lage in der Stadt zu ma­chen. Es scheint, daß sich große Teile der kasernier­ten Marinetruppen ähnlich dem Ausstand von 1936, wo stündlich Hunderte mit Maschinengewehren niedergemetzelt oder lebendig ertränkt wurden, nicht mehr lange der roten Gewalt fügen wollen. Auch aus den Schissen mehren sich die Unzufriedenen.

Nationalsponische Schiffe

zur Erkundung ausgesandt.

B u r a o s , 6. März. (DNB.) An die national­spanischen Einheiten im Hafen von Cadiz wurde Befehl gegeben, Kurs auf Car­tagena zu nehmen, wo angeblich rotspanische Schiffe aus unbekannten Gründen auslaufen. Die um hie Mittagszeit von einem Zwischenfall im Rundfunksender von Cartagena kündende Meldung über eine Gärung in der Hafenstadt wird als Zeichen der erbarmungslosen Quälereien durch die Bolsche­wisten mit tiefster Anteilnahme ausgenommen.

Der eiserne Ring um Madrid.

Francos letzte Vorbereitungen zum Angriff.

London, 6. März. (Europapreß.) Die englische Presse beschäftigt sich mit der bevorstehenden Offen­sive Francos gegen Mittelspanien. Franco soll mindestens eine Million Mann auf allen Fronten zusammengezogen haben. Alle Hauptstraßen, die zum Kriegsgebiet führen, seien mit Militärtrans­porten, aber auch mit Lastwagen, die Lebensmittel befördern, verstopft. Nach einer Meldung des Son­derberichterstatters desDaily Telegraph^ aus Bur­

gos hat Franco schon jetzt einen eisernen Ring um Madrid gezogen. Die ihm dort zur Verfü­gung stehende Artillerie soll die gewaltigste Zu­sammenziehung von Geschützen seit Kriegsausbruch darstellen. Selbst die den Sowjetspaniern freundlich gesinnte linksliberaleNews Chronicle" meint, daß dierepublikanische" Gegenwehr binnen einer Woche zusammenbrechen müsse. Diele Blät­ter sind der Auffassung, daß Madrid höchstwahr­scheinlich ohne weiteres Blutvergießen fallen werde. Sie verweisen auf den Aufstand natio­nalspanischer Anhänger im Kriegshafen Cartagena als ein Zeichen für die wahre Stimmung in Mittel­spanien, und auf Francos wiederholte Erklärung, niemand habe Strafmaßnahmen zu befürchten, der kein gemeines Verbrechen begangen habe. DieDaily Mail" erfährt, Franco werde eine letzte Versöh­nungsgeste durch den Rundfunk und durch den Ab­wurf von Millionen Flugblättern machen, bevor er den Generalangriff ansetze.

NSG. Am Sonntag begann in der Gauhauptstadt Frankfurt am Main die II. Neichstagung Volks­gesundheit und Genußgifte mit der Hauptkund­gebung im Saalbau. Nach einem Vorspiel des Rhein- Mainischen Landesorchesters führte

Gauleiter

und Aeichsstatthatter Sprenger

aus, daß es auf dem Gebiet der Trink- und Rauch­sitten noch nicht so aussieht, wie wir es uns wünschen. Nach der Erledigung vordringlicher Aufgaben über­nimmt die Partei auch hier jetzt die Führung und stellt für dasganze Volk gültige Grundsätze auf. In Hessen-Nassau wurde versucht, durch Herstellung besserer alkoholfreier Getränke eine Umstellung zu erreichen. Im Laufe der letzten Jahre wurden in unserem Gebiet mehr als 300 Obst- undTrauben­süßmostereien neu eingerichtet. Vor den Toren dieser Stadt liegt die der Neichsstelle gegen den Alkoholmißbrauch gehörende Lehr- und Versuchs­anstalt in Ober-Erlenbach, die unter der Förde­rung des Gaues Hessen-Nassau zur Versuchsstätte des ganzen Reiches ja zur Zentralstättc für Europa wurde. Das dort entwickelte Verfahren zur Herstellung von Süßmost war 1938 in 49 Staaten der Welt ekügeführt. Auch die Versuchs- und Forschungsanstalten in Gei- senhcinr und Oppenheim leisten in der Bekämp­fung der: Genußgifte eine positive Arbeit.

Staatsrat Prof. Or. Sauerbruch

ging dann auf die Wandlungen in der Behandlung volksgesundheitlicher Fragen ein, die erst heute wieder Körper und Seele als eine Einheit sehe. Das Verdienst der nationalsozialistischen Bewegung sei es, daß sie die Erkenntnisse aus der biologischen Denk-

Zeder Widerstand unnütz.

Ein Aufruf an die roten Milizen.

B ur go s, 6. März. (Europapreß.) Radio Na­tional hat in den Abendstunden des Sonntags einen Aufruf an die im restlichen rotspanischen Teil befindlichen Milizen gerichtet, s i ch z u er­geben. Jeder Widerstand sei unnütz geworden, und der Krieg sei seit langem für Sowjetspanicn verloren. In dem Aufruf wird weiter erklärt, daß Nationalspanien den Milizsoldaten eine weitgehende Amnestie gewähren werde. Widerstand zu leisten sei verbrecherisch: er fordere nur neue Opfer Un­schuldiger. Die militärischen rotspanischen Machthaber und der größte Teil der Bevölkerung wüßten dies. Nur Verbrecher versuchten noch, unnützen Wider­stand zu leisten. Für diese letzteren werde die natio­nalspanische Gerichtsbarkeit unerbittlich sein.

weise in das völkische Leben einbaute und durch Partei und Staat verwirklichen half. Unerläßlich sec das Zusammenwirken von drei Faktoren: der gefühls­mäßigen Einstellung des Volkes, daß Gesundheit das höchste Gut sei, einer politisch organisierten Gesundheitsführung und einer wirklichen Heil­kunst. Das beste Ergebnis werde durch Erziehung und Schulung erzielt, falsch sei es mit moralischer Entrüstung den Kampf zu führen. Dieser Kampf richte sich nicht gegen die gesunHe Lebens­freude und die heute wiedererweckte Lebensbejahung. Mit dem Hinweis auf viele Berufe, die einen zeit­weiligen oder ganzen Verzicht auf die Genußgifte erfordern und die vielen unter Alkoholwirkungen ent­stehenden Unfälle forderte Prof. Sauerbruch eine Einschränkung des Alkoholgenusses. Anerkannt werde, daß ein Glas Wein oder Bier ein Sorgen­brecher zu sein vermag, jedoch wird jedes lieber - maß entschieden abgelehnt. Mißbrauch und Gewöhnung führen zur Vernichtung der Persönlich­keit. Auch Nikotin, das besonders als Krankheits­förderer anzusehen ist, ist für die Gesundheit von außerordentlich schädlichen Wirkungen.

Wir wollen", so erklärte Prof. Sauerbruch,daß der einzelne in freier Entscheidung sein Leben führt und wissen auch, daß zu gegebener Zeit ein Glas Wein oder Bier ein Sorgenbrecher aus Seelennot sein kann. Der Kampf gilt dem Mißbrauch dec Oienußmittel. Eine wirklichkeitsnahe und lebens­verbundene Gesundheitsführung wird sich diese Auf­fassung zunutze machen. Jede über diesen Rahmen hinausgehende Forderung ist von vornherein zum Mißerfolg verurteilt. Die Folgen des Alkoholmiß­brauchs besonders im Verkehrsleben sind be­kannt. Auch das übertriebene Zigaretten­rauchen richtet großen Schaden an. Die Aerzte werden mit Begeisterung den Kampf gegen diese

Gesunde Lebenshaltung.

Oie II. VeichstagungVolksgesundheit und Genußgifte" in Frankfurt eröffnet.

fchlossen werden. Diese Bereitschaft aber ist öffent­lich von dem MadriderRat44 jedenfalls noch nicht erklärt worden.

Ein in Gibraltar aufgefangener Rundfunk-Auf­ruf des neugebildetenNationalen Verteidi­gungsrats" in Madrid wendet sich an die spa­nischen Arbeiter und Antifaschisten und ergeht sich in scharfen Angriffen gegen dieNegierung" Ne- grin. Der Aufruf sagt:Die Lage, in der wir uns befinden, erlaubt fein längeres Abwar- ton. Die Negrin-Regierung hat den Beweis ihrer offenfunbigen Unfähigkeit er­bracht. Die Schwere der Lage zwingt uns dazu, nicht länger mehr dieser Handvoll Männer zu gehorchen, auf die niemand mehr irgendein Ver­trauen setzt. Wir können es bevorrechtigten Leu­ten nicht gestatten, in der Stille die' Flucht vorzubereiten und ohne Schwierigkeiten ins Ausland zu gehen."

Gärung im roten Kriegshafen Cartagena

Nationaler Aufstandsv ersuch.

Noch kein klares Bild der Lage.

Bilbao, 5. März. (DNB.) Die fieberhaften Versuche der rotspanischen Machthaber, ihre aller­orts wankenden Anhänger und insbesondere die er­bitterte Bevölkerung des ihnen verbliebenen Reft- gebietes bei der Stange zu halten, haben insbeson­dere in Cartagena zu einem grenzenlosen Schreckensregiment geführt. Die Brutalität der Bolschewisten ist hier vor allem auf die große Sorge um die in Cartagena versammelte Flotte der Roten zurückzuführen, auf deren Einheiten es schon seit längerer Zeit gärt Zur Unterdrückung der Unzufriedenheit traf in der Hafenstadt der Kriegskommissar der Madrider Sowjets, T a f a 11, ein, um in Begleitung desGenerals" Bernal, des Befehlshabers der roten Marine von Carta­gena, rücksichtslos jegliche Auflehnung zu unterdrücken. Zugleich berief der kommuni­stische Ortsausschuß für Sonntagnachmittag eine Aufklärungs-Kundgebung".

Teile der aufs höchste gereizten unglücklichen Be­völkerung widersetzten sich dieser Aktivität des Unterweltgesindels ganz offen um so mehr, als sie sich der Sympathien vieler unter das rote Kom­mando gepreßter Soldaten und Matrosen sicher wußten. So kam es am Sonntagvormittag zu einer 'Verzweiflungsaktion: ein H a n d ft r e i ch auf t> e n roten Sender wurde erfolgreich durchgeführt. In einem sofort durch das Mikrophon gegebenen

Das besiorganisiette Volk der Welt.

Reichsorganisationsleiter ör. Ley auf dem Appell der politischen Leiter Hessen-Nassaus.

NSG. Seit Beginn dieses Jahres führt der Reichsorganisationsleiter der NSDAP., Dr. Ley, in ganz Deutschland Besichtigungen der Politischen Leiter durch, um dabei Uni­formierung und Ausbildungsstand fest­zustellen. Am Sonntag weilte er nun in der Gau- yauptstadt Frankfurt a. M. Auf der großen Wiese vor dem Hauptgebäude des Sportfeldes waren im offenen Viereck einige Bereitschaften aus den Kreisen Groß-Frankfurt, Darmstadt, Offenbach, Mainz, Wiesbaden und Hanau angetreten. Nachdem Gauleiter Sprenger dem Reichsorganisations­leiter die zu Besichtigung angetretenen 2050 Poli­tischen Leiter gemeldet hatte, schritt Dr. Ley unter dem Spiel des Musik- und Spielmannszuges den Fahnenblock ab, um dann eine eingehende Einzel­besichtigung vorzunehmen,, bei der er beson­ders auf die Uniformierung achtete. Anschließend sprach er zu den Politischen Leitern und führte etwa aus:

Der Sinn des heutigen, wie auch jeden Appells der NSDAP, ist es, den neuen Typ des politischen Menschen herauszustellen. Ehe­dem sah das Volk nur mit Verachtung auf die, die feine politischen Führer waren. Damals klaffte ein tiefer Spalt zwischen den Führern politischer Parteien, dem Volk und den Soldaten. Es gehörte zum Wesen der damaligen Politiker, feige zu fein und sich hinter Mehrheitsbeschlüsse, die die eigene Verantwortung abnahmen, zu verstecken. Aus diese Politiker gleich, auf welcher Seite sie standen sah das Volk natürlich mit einer abgrundtiefen Ver­achtung herab. Allein die NSDAP, brach damit, indem sie aus ihren Männern politische Sol­daten machte, die eine Uniform tragen, die eine disziplinierte Haltung verlangt. Täglich muß jeder einzelne sein Soldatentum beweisen. Der Politische Leiter ist dem Soldaten nicht nur gleich, sondern er fordert von sich noch weit mehr. Er muß mehr aushalten und darf nicht auf andere verweisen, die, während er Dienst tut, einem geruhsamen bürger­lichen Leben nachgehen. Wenn ihn die Partei in ihren Dienst einspannt und exerziert, dann kann er gewiß sein, daß ihm das nicht nur nicht schadet, sondern ihm nützt und ihn gesund erhält.

So wie hier die Politischen Leiter angetreten sind, stehen sie in allen Gauen. Männer aus der breiten Masse des Volkes, durch die die Partei in dem Volk verwurzelt ist. Eine solche große Gemeinschaft ohne

Reichsorganisationsleiter Dr Ley schreitet die Front der Politischen Leiter ab. (Aufnahme: Schwarz, NSG.)

Berufs- oder Standesunterschiede gibt es nir­gends mehr auf der Welt. Durch diese Gemeinschaft fühlen wir jede Regung des Volkes und kennen die Gefühle der Masse Der Partei entgeht keiner von den 80 Millionen unseres Volkes! Sie zieht die besten und kraftvollsten an, und durch diese Partei sind wir das be st organisierte Volk der Erde. Hinter unseren Soldaten steht das 80-Millionen-Volk gestaffelt und unterteilt in Blocks und Zellen, in Scharen und Trupps. Jeder ist erfaßt. Wir müssen aber immer noch wei­ter an uns arbeiten. Die Hoheitsträger sind mir verantwortlich für das Auftreten und das Bild. Ihre Aufgabe ist es, die Führerschaft personell, organisatorisch und disziplinär in Ordnung zu halten.

Dr, Ley gab bekannt, daß der Führer jetzt eine

neue Uniform genehmigt habe. In dnjer Uniform, die sich im wesentlichen an die alte anlehnt, sollen die Politischen Leiter noch schöner und besser aussehen. Besonders ist dabei an die untersten Hoheitsträger, die Blocks- und Zellenleiter, gedacht, die durch diese Uniform ein Aeguivalent für ihre Mühe und Arbeit erhalten sollen. Der Reichsorganisations- leiter schloß:Ich will auf dem Reichsparteitag, der jährlichen großen Schau aller Gliederungen, ein Politisches Leiterkorps vorstellen, das keiner anderen Organisation der Partei in Kämpfertum und Auf­treten nachsteht.

Nachdem der Reichsorganisationsleiter geendet hatte, stellte ihm Gauleiter Sprenger die Gauamts, [eiter und Kreisleiter des Gaues Hessen-Nassau vor« worauf ein Vorbeimarsch sich aMloß.