Ausgabe 
5.8.1939
 
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Lichtung!

Achtung!

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begraben worden.

H. G.

Aus der engeren Heimat

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------ Kaufmann Louis Benner, ier der Firma Benner, Krumm & Sauer,

Nach der Nacht in Lich wird am 15. August der Weg nach Nidda fortgesetzt (22,5 Kilometer). Der 16. August ist Ruhetag, den die westfälischen Hitlerjungen in Nidda verbringen werden. Am 17. August wird von Nidda nach Büdingen (23 Kilometer) und am 18. August von Büdin­gen nach Bad Orb marschiert. Die Gesamt­strecke für die westfälische Hitler-Jugend ist 346,5 Kilometer lang. Fünf Ruhetage geben Gelegenheit, sich von den Anstrengungen zu erholen. Nürnberg, die Stadt der Reichsparteitage, wird am Dienstag, 29. August erreicht werden. Sicherlich wird der west­fälischen Hitler-Jugend auf dem Marsch durch Gie­ßen und durch die oberhessischen Dörfer und Städte ein herzlicher Empfang und in den Orten der Uebernachtung eine herzliche Gastfreundschaft ent­gegengebracht werden.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

Bürgersieuer. Eine endgültige Stellungnahme zu der Frage ist nicht möglich, da die Angaben unge­nügend sind. Für den Fall, daß die jährliche Frei­grenze von mindestens 400 RM. nicht überschritten wird, bestünde eine Bürgersteuerpflicht nicht. Es dürste sich aber empfehlen, noch einmal mit der Ge­meindebehörde Rücksprache zu nehmen, die für die Entscheidung über die Bürgersteuerpflicht zustän­dig ist.

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Abl.: Verwaltungsstelle Gießen, Schanzenstraße

Dornotizen.

Tageskalender für Samstag.

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lleue Beitragsmarken zur Deutschen Arbeitsfront ab 1. Oktober 1939.

hierdurch machen wir unsere Mitglieder darauf aufmerksam, daß die Deutsche Arbeitsfront am . Oktober 1939 neue Beitragsmarken einführt. Eventuelle Rückstände müssen bis spätestens 30. Sep­arater 1939, auch wenn gestundet, aufgeholt sein, ?a am 1. Oktober 1939 die seitherigen Marken un- iiltig werden.

Sämtliche Orlswaltungen der Deutschen Arbelts- ont und alle Betriebe mit Vetriebskassierung sollen dementsprechend eine Ueberprüfung sämt- cher Mitgliedsbücher vornehmen, damit keine Rück- ände vorhanden sind und dadurch den Volks- enossen der Anspruch auf die Leistungseinrichtung idf)f verloren geht.

Mir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß Id Beitragsrückständen von zwei Monaten der Anspruch auf jegliche Unterstützung verfällt.

Die Deutsche Arbeitsfront kreiswaltung Wetterau

Am 30. Juli war in Rußland- die Mobilmachung befohlen worden. Daraufhin wurde am 31. Juli in Deutschland der Kriegszustand erklärt. Ein beson­ders wichtiger Faktor desselben ist die Sicherung der Bahnanlagen; dementsprechend kamen sofort die nötigen, schon lange vorbereiteten Maßnahmen zur Ausführung: die Bahnhöfe, Gleisanlagen usw. wurden von Schutztruppen besetzt; auch in Gießen und Umgebung, zumal von hier aus die wichtige Verbindung nach dem Westen weiterlief. In der Alten Klinik", die, so war geplant, zum Rathaus umgebaut werden sollte war im Juli eine große Gewerbe-Ausstellung; das Gelände vor dem Haus ist heute ein freier Platz, früher war es von hohen Mauern eingefaßt und mit Rasen und etwas gärt­nerischer Anlage versehen; dieses Gelände diente während der Ausstellung als Gartenwirtschaft, in der wöchentlich mehrere Konzerte, ausgeführt von der Regimentskapelle oder der Kapelle Weller, abends von 8 bis 11 Uhr stattfanden; die drei letzten Tage sollten einen würdigen Abschluß bringen: für den 1. August war die Kapelle des Leibdragoner-Regi­ments Nr. 24 zu einem Nachmittags- und einem Abendkonzert gewonnen, für den 2. (Sonntag) des­gleichen die Kapelle des III. Bataillons JR. 80 Homburg und für den 3. (für den ein feierlicher Schlußakt vorgesehen war) ebenso die Kapelle der Unteroffizierschule Wetzlar; das Programm wurde aber stark gekürzt und die schöne Ausstellung nahm in der großen Zeit der ersten Begeisteruna fast un­beachtet ein ziemlich sang- und klangloses Ende. Am Abend des 31. Juli konzertierte die 116er Ka­pelle unter Mitwirkung des GesangvereinsGemüt­lichkeit". Das Publikum stand unter dem Eindruck der allgemein in Deutschland vorherrschenden Un­gewißheit und Spannung: gibt es Krieg oder gibt es keinen Krieg? Diese Stimmung lag wie ein Alp­druck über der ganzen Veranstaltung; da kamen plötzlich etwa zwischen 9 und %10 Uhr einige Personen aufgeregt herein und drückten ihren An­gehörigen, die bei dem Konzert weilten, rote Zettel in die Hand, die für sievon einer Ordonnanz des Bezirkskommandos zu Haufe abgegeben" worden waren.

Der^ Vorgang fiel auf; das WortGestellungs­befehl", das irgendwo ausgesprochen war, machte schnell die Runde; als die Empfänger der Zettel nun auch noch gleich zum Aufbruch rüsteten und schließlich sogar eine Ordonnanz im Garten erschien und sich nach Personen erkundigte, für die sie ihre Scheine nicht hatte abliefern können, da hieß es bald:Es geht los! Die Leute müssen sich schon heute abend stellen!" Erregte Debatten, angstvolles Flüstern, beredtes Schweigen bildeten plötzlich die Atmosphäre; der Gesangverein wollte ein Lied zum Vortrag bringen, um den toten Punkt zu überwin­den; aber er kam nicht mehr dazu: an einem Tisch fing einer laut an zu fingen:Es braust ein Ruf wie Donnerhall"; die Nachbarn sielen ein, von Tisch zu Tisch; die Musik intonierte schnell die Beglei­tung, und da war der Bann gebrochen. Man er­fuhr, daß es sich einstweilen nur um den Bahn­schutz handelte, aber man hatte das richtige Ge­fühl, daß die allgemeine Mobilmachung auf dem Fuße folgen würde, und da kam der alte Soldaten­geist der Deutschen zum Durchbruch: alte Kriegs­klänge und neue Soldatenlieder wurden auf das

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Gloria-Palast, Seltersweg:Die Frau ohne iungenheit". Artilleristenkameradschaft 1895: .1 Uhr hessischer Hof", Kameradfchaftsabend.

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straße. Aber auch viele Hausbesitzer haben alles gee ton, um beim diesjährigen Blumenschmuckwettbe­werb des Berschönerungsvereins wieder günstig ab­zuschneiden. Jeder Blumenfreund erfreut sich ge­rade jetzt immer wieder an den farbenprächtigen Vorgärten in der Hungener und in der Bahnhof­straße und im Garbenteicher Weg. Hoffentlich ge­lingt es aber auch, Mittel uckd Wege zu finden, um die größeren Erneuerungsarbeiten (Butzbacher Straße, Postbrunnengelände usw.) recht bald in An­griff zu nehmen, zumal die sinanzielle Frage als gelöst zu betrachten ist.

Haushaltsvoranschlag der Stadt Schotten.

+ Schotten, 4. August. In der jüngsten Rats­herrnsitzung wurde der neue Gemeindevoranschlag für das Rechnungsjahr 1939 beraten. Der Bürger- meister erläuterte den neuen Haushalt in seinen einzelnen Positionen. Durch die neue Steuerreform und den Finanzausgleich ist eine Verschiebung in den Steuerverhältnissen eingetreten. Die Biersteuer, Grunderwerbssteuer, Körperschaftssteuer ist für die Gemeinden in Wegfall gekommen, neue Lasten wie Kreisumlagen, Schulstellenbeiträge u. a. sind den Gemeinden auferlegt. Eine Reihe von Rücklagen wüsten zum Zweck der Sanierung der Gemeinde- sinanzen gebildet werden. Die höheren Eingänge an den der Gemeinde zufließenden Steuern, be­sonders Gewerbesteuer werden durch diese erhöhten Ausgaben wieder ausgeglichen. Die Haupteinnahme- quellen der Stadt find Mieteinnahmen: 14 000RM., aus den Waldungen 14 000 RM., Sondersteuern und Einnahmen aus Reichssteuern 26 500 RM., aus Grundsteuern, land- und forstwirtschaftlichen Steuern und Gewerbesteuern 82 200 RM. Die Gesamtausgaben der Stadt belaufen sich auf 231 420 Reichsmark. Die Gebäudeunterhaltung, Verzinsung von Gebäudeschulden verlangt 6000 RM. Eine Waldrücklage von 3250 RM. wird gebildet, weiter eine Betriebsmittelrücklage von 2000 RM., das Betriebskapital beträgt 20 000 RM., für den Bau eines HJ.-Heims werden 2000 RM. vorgesehen.

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Beim Gießener Bahnschuh vor 25 Jahren.

31ckd) Aufzeichnungen aus einem Kriegstagebuche.

Programm gesetzt und mitgesungen und als zum Schluß die Deutschlandhymne ertönte, bildete die Versammlung der Konzertbesucher ein Bild der Ge­meinschaft, die in der nächsten Zeit im ganzen Lande so herrlich zutage trat.

Auf den Gestellungsbefehlen hieß es, daß der Empfänger sich um IOV2 Uhr beim Bezirkskom­mando einzufinden hätte; kräftiges Schuhwerk sollte angelegt und ein Mantel mitgebracht werden. Es waren über 100 Mann, die zur festgesetzten Zeit zusammenkamen, ältere Landwehr und jüngerer Landsturm; man hatte eben die am schnellsten er­reichbaren Leute aus der Stadt beordert. Sie wur­den eingeteilt in Gruppen zu 6 Mann, denen ein Unteroffizier oder Vize beige-geben war; kurz nach 12 Uhr erfolgte der Abmarsch an die' verschiedenen Bahnstrecken. Diese waren so eingeteilt, daß jede Gruppe etwa vier Kilometer zu bewachen hatte, die sich rechts und links von dem Ausgangspunkt, d. i. dem Nachtlokal, erstreckten, so daß für jeden Patrouillengang rund zwei Stunden nötig waren. In der ersten Nacht wurde die Wache, soweit es möglich war, in einem Wartesaal der Bahnhöfe untergebracht; nachher bezog sie einen besonderen geeigneten Raum.

Als in der Frühe des 1. August (Samstag) die Arbeiter und Angestellten an die Bahnhöfe kamen, um zu ihrer Arbeitsstätte zu fahren, waren sie nicht wenig erstaunt, dort die Zivilisten mit der Knarre und einer ArmbindeBahnschutz" vorzu­finden; auf dem Lande war man viel optimistischer gewesen als in der Stadt, aber nun hieß es allge­mein:Es gibt wirklich Krieg!" Bald kam jung und alt herbei, um sich selbst von dem Dasein der Mili­tärmacht zu überzeugen und bald schüchtern und ängstlich, bald dreist und begeistert kriegerische Dinge zu erfragen oder zu besprechen. So entwickelte sich zwischen dem Militär und der Zivilbevölkerung schnell ein sreundschaftlicber Verkehr, und manchen Abend saßen beide vor oem Wachtlokal zusammen und tranken einen Schoppen oder eine Flasche Wein, meist selbstgebrauten Fruchtwein, der von den Gästen spendiert wurde; die Verpflegung war einem Metz­ger und Wirt übertragen; sie war gut und reich- uch, und mancher Bahnschutzler hat später, als er im Westen oder Osten an der Front stand, mit Be­hagen und Sehnsucht an die Zeiten der Bahnwache zurückgedacht. Die Patrouillengänge wurden pflicht­gemäß durchgeführt, Tag und Nacht, stets zu zweien, so daß ein Paar zwei Stunden Dienst und vier Stunden Ruhe hatte. Mancher Militärzug rollte vorbei, dem Feindesland zu, bedeckt mit allerlei witzigen Inschriften, bemalt mit meist ulkigen Bil­dern oder Karikaturen; patriotische Lieder erschallten aus jungen Kehlen, begeisterte Zurufe wurden im Vorbeifahren ausgetauscht.

Am 21. wurden die Bahnschutzleute in das in­zwischen aufgestellte Landsturmbataillon eingereiht, dort eingekleidet und bewaffnet; das Bataillon ver­sah dann den Bahnschutz, so daß jene noch öfters ihre alten Bekannten wiedersahen, bis schließlich die Abschiedsstunde schlug: am 4. Oktober rückte das mobile Landsturmbataillon nach dem Westen aus; ein großer Teil kam schon 1915 und später an die Front an den verschiedenen Kriegsschauplätzen; viele ließen dort ihr Leben kunb sind in fremder Erde

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! »:genb von Herborn stammend, lebt schon seit :o:>ezu 50 Jahren in Gießen und erfreut sich in= ihie seines freundlichen, bescheidenen Wesens in Bitten Kreisen unserer Bürgerschaft, namentlich aiy in Jagerkreisen, großer Beliebtheit. Er ist trotz WS hohen Alters noch immer täglich von mor- firs bis abends in seinem Geschäft tätig und hat cuci noch bis vor kurzem das edle Weidwerk prak- flc und begeistert ausgeübt. Selbst die Treibjagden Ri ihren Strapazen, aber auch mit ihren Schön- hiim, hat er bisher nie versäumt. Wir wünschen vr. Jubilar, der seit langen Jahren zu den treuen 8; iehern des Gießener Anzeigers gehört, noch em ungetrübten, heiteren Lebensabend.

estfälische Hitler-Jugend marschiert quer durch Oberheffen Adolf-Hitler-Marsch nach Nürnberg.

der Reservefonds auf 3400 RM. festgesetzt, eine Rucklage für die Wasserleitung von 3000 RM. ein- gestellt. Mit der Pflasterung von Ortsstraßen wird fortgefahren. Es sind hierfür 6000 RM. vorge­sehen.

Die Verzinsung und Tilgung der Schulden ein­schließlich Krankenhausbau verlangen rund 40 000 Reichsmark. Es hat sich das dringende Bedürfnis nach Errichtung einer Leichenhalle auf dem Fried- Hof herausgestellt, hierfür wird ein größerer Betrag von über 2000 RM. vorgesehen. An Steuern und Abgaben einschließlich Kreisumlagen müssen 35 000 Reichsmark ab geführt werden. Das Kapitel Schulen einschließlich HI.-Heim und dergleichen mehr ver­langt 30 600 RM., Armenwesen 6200 RM., Soziale Fürsorge 9500 NM., Wohlfahrtspflege 5800 RM., die Landwirtschaft 7000 RM., Straßenwesen 9800 Reichsmark. Für die verschiedenen Veranstaltungen, Feste,. Feiern, Rennen, Fremdenwerbung, Stadt­verschönerung, Beihilfen für Fachwerkerneuerung sind 5500 RM. vorgesehen. Die Steuersätze sind vorerst die gleichen wie im Vorjahr geblieben. Die Ratsherren gaben dem Gemeindevoranschlag ihre Zustimmung Der Voranschlag für Wasserwerk und städtisches Krankenhaus wird besonders vorgelegt.

Noch mehrere andere Punkte wurden in der Sitzung erledigt. Die Stadtrechnung von 1937 wurde vorgetragen und die Abweichungen der Rech­nung gegenüber dem Voranschlag genehmigt. Mit einem entsprechenden Ueberschuß schließt die Rech­nung ab.

Die neue Straße von der Laubacher Straße nach dem Schwimmbad erhält die BezeichnungSied­lung Auweg". Dort ist eine schöne Siedlung von 15 Häusern entstanden, deren Zahl noch durch weitere Bauten erhöht wird. Eine genaue Planung über die Erweiterung der Hauptdurchfahrtstraßen wird in Verbindung mit dem Straßenbauamt er­folgen.

. Em Achtzigjähriger. Am heutigen vmstag kann der Kaufmann Louis Benner, Mitinhaber der Firma Benner, jiiuhuh o öuucl, 1 lettener körperlicher und geistiger Frische seinen <1 Geburtstag begehen. Herr Benner, aus der

Bauern!

Gcoßdeutfchland braucht zur Sicherung feiner Freiheit dringend eine Steigerung der Fetterzeu- gung. Steigert deshalb jetzt beträchtlich den Oel- fruchtanbau, ohne die Viehwirtschaft zu vernach­lässigen. Die neuen erhöhten Oelsaatpreise sichern Euch die Wirtschaftlichkeit des Anbaues. Jetzt ist es Zeit, Raps und Rübsen zu bestellen. Laßt Euch dabei vom Reichsnährstand beraten!

Zum Gedächtnis an Philipp Köhlei-.

NSG. Eine der markantesten Persönlichkeiten der antisemitischen Bauernbewegung in Hessen war der verstorbene frühere Reichs- und Landtagsabgeord­nete Philipp Köhler, Langsdorf, dessen 80. Geburtstag am nächsten Sonntag Veranlassung gibt, dieses alten Vorkämpfers zu gedenken. Schon frühzeitig schloß sich Köhler der Bauernbewegung des ersten antisemitischen Reichstagsabgeordneten Dr. B ö ck e l an und wurde bereits im August 1890 als erster Antisemit für den Wahlbezirk Butzbach in den hessischen Landtag gewählt. Durch liberale unlautere Wahlmanöver wurde diese Wahl für ungültig erklärt. - Drei Jahre sväter bestimmte ihn fein Heimatwahlkreis Hungen-Lich zu seinem Ver­treter, und er vertrat diesen Wahlkreis bis zu seinem im Jahre 1911 erfolgten Ableben. Dem Reichstag gehörte er mit kurzer Unterbrechung seit 1893 an.

Das Hauptbestreben Ph. Köhlers galt der He­bung und Organisierung seines bäuerlichen Berufs­tandes. Der Antrag über die Schaffung einer hessi- chen Landwirtschaftskammer war sein Werk. Der Kammer gehörte er auch als Mitglied an. Die länd­liche Genossenschaftsbewegung hatte in Köhler einen

Eine Achtzigjährige. Am morgigen Siintag, 6. August, kann Frau Katharine Posse, iStee., Klinikstraße 10, ihren 80. Geburtstag be- !hm. (Wir beglückwünschen!)

Gefängnis wegen Nichtabführung sozialer Beiträge.

Ivd. Frankfurt a. M., 4. Aug. Eine emp- st!uche Strafe verhängte das Schöffengericht gegen Arbeitgeber, der sich gegen die Bestimmungen Reichsversicherungsordnung vergangen hatte. ; A Mann beschäftigte einen älteren Arbeiter, dem wochenlang die sozialen Beiträge abzog und vor- k-^chte, ihn bei der Versicherung angemeldet zu |l|fin; Als eines Tages der Arbeiter die Dersiche- [,1 in Anspruch nehmen mußte, stellte sich heraus, dzwon seinem Arbeitgeber keine Beiträge für ihn 'ö; führt worden waren. Der Angeklagte hat üh r schon zweimal in der gleichen Weise gefehlt 1 in)-wurde auch bestraft, hatte aber stet- das Glück, < imitiert zu werden. Diesmal gab ihm das Ge- ]ri# 6 Monate Gefängnis.

Tageskalender für Sonntag.

Gloria-Palast, Seltersweg:Die Frau ohne Der- irmgenheit". Schiklub Gießen: 6 Uhr Ludwigs- ;Iatz Ahfahrt nach der Wasserkuppe.

NSV., Ortsgruppe Gießen-Ost.

hefr.: Lebensraittelopferring.

In der Zeit vom 7. bis 10. t>. M. wird im Be­gliche unserer Ortsgruppe die Sammlung zum Le- t nsmittelopferring durch die NS.-Frauenschaft iarchgesührt. Die Volksgenossen werden gebeten, rührend der Sommermonate ihre Geldspenden der 5^d23. zum Zwecke der Volksgesundheit zur Ver­fügung zu stellen.

NSV., Ortsgruppe Gießen-Nord.

!Jn der Zeit vom Montag, 7., bis Mittwoch, kid. M., wird im Bereich der Ortsgruppe Gießen- !2rd durch die NS.-Frauenfchaft die Pfundfamm- hrg (Lebensmittelopferring) durchgeführt. Die fsusfrauen werden gebeten, an Stelle von Lebens- 1 itteln Geld zu spenden.

NSV., Ortsgruppe Mitte.

Betr.: Pfundspende für August.

Die NS.-Frauenschaft sammelt am 6. und 7. August h Pfundspende ein. Die Hausfrauen werden ge­llten, die Lebensmittelspende durch eine Geldspende c-zulösen.

Gießener Wochenmarktpreise.

' Gießen, 5.Aug. Aus dem heutigen Wochen- ir.arft kosteten: Markenbutter, % kg 1,60 RM., ünfte 25 bis 50 Rpf., Käse, das S^ck 4 bis 10, butsche Eier, Klasse S 13, A 12%, B 12, C 11%, 0U0%, Wirsing, % kg 8 bis 9, Weißkraut 6 bis 9, Nitkraut 15, gelbe Rüben 9 bis 10, rote Rüben 10, E inat 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 15 b 25, gelb 15 bis 20, Tomaten, deutsche 30 bis 45, italienische 20 bis 25, Zwiebeln 12 bis 15, Rhabarber Bois 10, Pilze 40 bis 50, Kartoffeln, neue, % kg 6vis 7 Rpf., 5 kg 60 bis 65 Rpf., 50 kg 5,25 bis MM., Frühäpfel, % kg 20 bis 28 Rpf., Falläpfel 8,Pfirsiche 35 bis 38, Himbeeren 35 bis 40, Brorn- b-?ren, 40 bis 50, Birnen 15 bis 30, Kirschen 35, Heidelbeeren 38 bis 40, Stachelbeeren 10 bis 20t ihannisbeeren 15, Pflaumen 20 bis 23, Zwetfchen 31 bis 38, Mirabellen 35 bis 38, Renekloden 33 Rpf., hchne 1,10 bis 1,20 RM., Suppenhühner 90 Rpf. b 1 RM., Tauben, das Stück 50 bis 70 Rpf., luimenkohl 5 bis 50, Salat 5 bis 8, Salatgurken II bis 30, Einmachgurken 2 bis 6, Endivien 8 bis 15, Cserfoljlrabi 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 8 b; 10, Erbsen, % kg 15 bis 25 Rpf.

*

* Arbeitsjubiläum. Der Arbeitskamerad TUHelm Brück aus Großen-Buseck, Adolf-Hitler- L caße 37, konnte am 14. Juni auf eine 25jährige hiigfeit bei der Firma Poppe & Co. in Gießen züückblicken. Er hat sich in diesen 25 Jahren als ei fleißiger und tüchtiger Arbeitskamerad erwiesen. 8 i dem heutigen Betriebsappell wurden ihm von 8 triebsführung und Gefolgschaft Ehrengaben über- 1 leiht.

Die Marscheinheit Westfalen des Adolf-Hitler- Marsches der deutschen Jugend, die etwa 120 Hitler- Jugend-Führer aus sämtlichen Bannen vereinigt wird in den Tagen vom 14. bis 18. August auf chrem Marsch nach Nürnberg quer durch Oberhessen marschieren. Diese Marscheinheit, die 33 Bann- sahnen mit sich fuhrt, wird am Mittwoch, 9. August, in Siegen verabschiedet, um in insgesamt 16 Marsch­en nad) Nürnberg zu gelangen. Jeder Marsch­ig steht die Bewältigung einer Strecke von etwa 15 bis 25, in einem Fall von 31 Kilometer vor.

2lm 13. August wird die Marscheinheit von Her­born-Seelbach her Rodheim a. d. Bieber erreidjen und dabei 25 Kilometer zurücklegen. Am 14. August marschiert die Einheit von Rod heim na ch L i ch (21 Kilometer) und wird auf oiefem Marschabschnitt auch durch Gießen marschieren.

Landkreis Gießen.

+ Grünberg, 4. Aug. Nachdem Forstmeister (Hemm von hier am vergangenen Sonntag im Staatswqld der Försterei Lumda einen Frischling im Gewicht von 30 Pfund erlegt hatte, wurde im selben Jagdrevier am Donnerstagabend ein wei­terer Schwarzkittel zur Strecke gebracht. För­ster Blum von Lumda war diesmal der glückliche Jäg^r. Das über ein Jahr alte Wildschwein wog 80 Pfund. Man hofft, noch weitere Tiere zur Strecke zu bringen.

J) Lich, 5. Aug. Das Fest der Silberhochzeit können am heutigen Samstag der Leiter der hie­sigen Verbrauchergenossenschaft, Herrn. Schmidt und dessen Ehefrau Luise begehen. Kommenden Montag wird eine größere Einheit westfälischer Hitlerjungen in unserer Stadt Quartier beziehen.

s. Lang-Göns, 5. Aug. Am morgigen Sonn­tag, 6. August, kann unsere Mitbürgerin, Frau Christine Becker Wwe., geb. Strötter, in der Pinggasse 'ihren 81. Geburtstag bei guter kör­perlicher und geistiger Frische feiern. Wir wünschen ihr viel Glück.

Kreis Alsfeld.

< Flensungen, 4. August. Der hiesige neun­jährige Schüler Alfred Kühn zog sich bei einem Sturz vom Fahrrad einen Bruch des linken Ober­schenkels zu und mußte in die Chirurgische Klinik in Gießen gebracht werden.

Kreis Büdingen.

c. Schotten, 4. Aug. Heute vormittag trafen mit dem Zug 8 5 KdF. -Urlauber aus dem Gebiet Halle-Merseburg hier ein, die vom KdF.-Kreis- und Ortswart und vom Bürgermeister herzlichst begrüßt wurden. Auch weitere 30 Urlau­ber aus dem eigenen Gau werden noch erwartet. Viele Veranstaltungen sind für die Urlauber vor­gesehen.

eifrigen Förderer. Mit großem Geschick übte er das ihm vom hessischen Landtag übertragene Amt eines 1. Vizepräsidenten aus. Leider litt sein Gesundheits­zustand unter der angestrengten politischen Tätig­keit. Ein schweres Herzleiden machte dem Wirken des erst 51jährigen Kämpfers ein frühes Ende. Eine Gedenktafel am Geburtshaus Köhlers in Langsdorf gibt Kenntnis davon, daß das Schaffen dieses Man­nes für den hessischen Bauernstand unvergessen bleiben wird.

HI.-Gefolgschast 8/116

Watzenborn-Steinberg.

Am kommenden Sonntag, 6. August, findet inner­halb der Gefolgschaft 8/116 die Vorprüfung für das HI. -Leistungsabzeichen statt. Die gesamte Gefolgschaft tritt zu diesem Dienst um 8.30 Uhr in Garbenteich an. Die Standorte Watzenborn- Steinberg und Hausen treten um 8 Uhr an und marschieren geschlossen nach Garbenteich.

Jeder Jgg. soll am nächsten Sonntag Rechen­schaft ablegen über das, was er im letzten Jahr in der Hitler-Jugend gelernt hat.

Stadtverschönerung in Lich.

3) Lich, 4. Aug. Wenn man einen Gang durch die Straßen unserer Stadt unternimmt, so muß man zugeben, daß in letzter Zeit trotz mancher Schwierigkeiten doch manche Stadtverschönerung Dorgenommen wurde. Es braucht hier nur an die Anlage in der Bahnhofstraße erinnert zu werden, die die im letzten Jahr von der Bahnverwaltung geschaffene Grünanlage vorteilhaft ergänzt, an die Erneuerung des Stadthauses und die noch im Gange befindlichen Arbeiten in der Amtsgerichts-