Ausgabe 
4.12.1939
 
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niens schicken werde, sondern sich gung ihres eigenen Landes und Besitzungen beschränke.

Richterliche Vertragshilfe für die Anpassung von Schuldverhältnissen an die Kriegstvirtschaftslage.

** I m Kampf gegen Verkehrssünder. Die Polizei hatte in der Zeit vom 24. bis 30. No­vember wieder gegen eine stattliche Anzahl Verkehrs­sünder vorzugehen. Sechs Kraftfahrzeugführer, ein anderer Fahrzeuglenker und ein Radfahrer mußten zur Anzeige gebracht werden; zwei Kraftwagen­führer, zwei sonstige Fahrzeugführer, 48 Radfahrer und acht Fußgänger wurden gebührenpflichtig ver­warnt.

(Weitere Stadtnachrichten im zweiten Blatt.)

sparverttäge mit RM. 6 026 000..

Jihein-Mainische Börse.

Uneinheitlich.

F r a n k f u r t a. M., 2. Dezember. Die Geschäfts­tätigkeit war auch zum Wochenschluß nicht lebhaf­ter, da beim Publikum zwar weiteres Anlage­interesse vorhanden ist, jedoch eine gewisse Zurück­haltung fortbestand. Bei freundlicher Grundstim­mung eröffnete der Aktienmarkt mit wieder uneinheitlichen Kursen, wobei sich aber die durch­schnittlichen Veränderungen zumeist unter 1 v. S). bewegten. Verhältnismäßig fest lagen AEG. ntit

Am Sonntag starb in London Jahren Prinzessin Luise. Herzogin von Argyll. Prinzessin Luise war das älteste überlebende Kind

Der zur Zeit in London weilende südafrikanische Minister für Eingeborenenfragen, Reitz, erklärte derSunday Times", daß die Südafrikanische Union keine Truppen zur Unterstützung Großbritan- "' auf die Verteidi-

ligung von Teilzahlungen aber Stundung regeln. Erleidet der Eigentümer eines Grundstückes dadurch einen erheblichen Einnahmeausfall, daß er feinen auf dem Grundstück befindlichen Gewerbebetrieb gar nicht oder nur noch in vermindertem Umfange weiterführen kann, oder dadurch, daß die Miete herabgesetzt oder das Mietverhältnis vorzeitig aus- gelöst wird, oder dadurch, daß ihm infolge der Frei­machung von Gebietsteilen die Nutzungsmög­lichkeit genommen wird, so kann der Richter die Zinsen von Hypotheken oder Grundschulden stunden ober um einen angemessenen Betrag, jedoch nicht unter einen Zinsfuß von 5 v. H., herab setzen. Wird nach dem 25. August 1939 ein Hypotheken­oder Grundschuldkapital fällig und ist es dem Schuldner nicht möglich, den Betrag aufzubringen,

deutschen Heimat durch eine mindestens Aehnmnrtim., Arbeitsleistung am Westwall unb im g S 9' Sofortprogramm 1938 bewiesen haben Vorzeitige Beendung der Tätigkeit infolge Einberufung zu? W-hrm°cht oder * Falle oon Krankheit wird be- ru-kf,chtigt. Für den Einsatz im östlichen Teil des Strobe^au-Sofortprogramms wird statt des Deut- fchen Schutzwallehrenzeichens die Medaille zur ffrin. nerung an den 1, Oktober 1938 (Sudetenmedaillei verliehen. Als Einfatz in beiden Füllen gilt für Öen Änu» b-w IS Juni 1938 und

31. August 1939, für das Sofortprogramm nnm 15.3 bis 31. Dezember 1938. 21Ue,"r Z ÄÄ? io^ra9e etom.men- können sich ab 10. Dezember 1939 auf einem beliebigen Arbeitsamt melden. flcn

Hermann Leitz i*.

Wie der Nationastozialistifche Gaupreffedienst mit- teilt, ist auf einer Dienstfahrt am Freitagabend der 3ur Zeit als Feldwebel und Offiziersanwärter in 2"" Propaganda-Kompanie der Wehrmacht tätige Houptfchnfileiter Gauhauptstellenleiter eh fier, m ° 's.? Le, tz tödlich oerunglüctt. Mit ihm ist einer tefmn K°mps,ournalisten der nationalste, l'st'lchrn Presse dahingegangen, ein Nationalsozialist öeffen Seben em ständiger und bemühter Opfergang für Deutschland mar. Sechzehnjährig zog er im Jahre 1914 als Kriegsfreiwilliger ins Feld Mit dem Eisernen Kreuz T und 2. Klasse ausgezeichnet kehrte er 1918 zuruck. Er setzte dann im frühen Kampf des Nationalfozlalismus feine von ihm ge-

gründete ZeitungDas Schwarzwälder Tagblatt" ^'^sozialistische Kampfzeitung Süd- Westdeutschlands, für die Wiederauferstehung unseres -Volkes ein. Immer war er dort zu finden, wo die ^eder für den Aufbau und Ausbau der deutschen ZEsgemeinschaft, für die Verwirklichung der Ziele rJ - ^rieb: So war es für ihn nur selbst- verftanollch, daß er im nunmehrigen Verteidigung-- kämpf des deutschen Volkes wiederum als Soldat antrat. Eine große Freude war es ihm hierbei, daß er in feinem Einsatz bei der Wehrmacht an der 2Iuf- gäbe mttwirken durfte, den Kampf der Front der Heimat nahezubringen. Millionen von Lesern der Tageszeitungen ist er so durch seine Beiträge be­kannt geworden. Eindringlich erlebte der Leser den harten Kampf der Vorpostenstellung wie die frohen Stunden unserer Soldaten in den Ruheguartieren. Hinter diesen Beiträgen aber stand der Soldat Her­mann Leitz: Er sah die Dinge, die er berichtete mit Seele, und er sah ihnen bis auf den Grund.

-wenige Stunden, bevor er im Dienst der Wehr­macht dem tragischen Unglücksfall zum Opfer fiel, erreichten uns nach die von ihm tags zuvor auf- geschr leben en Gedanken der Westfront zur nahen Winter-Sonnenwende. In ihnen schreibt er:Unsere Generation ist berufen, diesen Frühling unseres Volkes herbeizuführen. Gleichgültig bleibt, ob du, mein junger Kamerad, oder ich ihn selber erleben werde. Auch wenn der bevorstehende Entscheidunqs- kampf das Opfer unseres Lebens fordern sollte, sei es drum! Im Sterben noch wollen wir einen Hauch des Glückes darüber empfinden, daß in unserem Tod öie Voraussetzung zum Sieg begründet lag."

Kampf dem Verderb.

Der Reichsnährstand führt eine neue Aufklärungs­aktionKampf dem Verderb" durch, die sich auf die Dauer des ganzen Krieges erstreckt. Im Kriege muß diese Parole noch stärkeren Erfolg haben, als in Friedenszeiten. Jedes Stück Brot, das verdirbt, wird zum Bundesgenossen Englands im Kamvs gegen uns. Wenn in den letzten Jahren schon ein stärkerer Rück­gang von Brotresten in Papierkörben und Abfall­eimern festzustellen war, so darf in Zukunst in die­sen Behältern überhaupt kein Brot mehr gefunden werden. Auch Lebensmittel, die reichlich vorhanden sind, dürfen keineswegs vergeudet oder dem Verderb ausgesetzt werden. Speisereste sind auch kein Tier- futter, sondern lediglich Abfälle, die durch den Men­schen nicht mehr zu verwerten sind. Heute ist nicht die Vernichtung der geldlichen Werte das Entschei­dende im Kampf gegen den Verderb, sondern die der mengenmäßigen Werte. Ein jährlicher Verlust oon vier bis fünf Millionen Tonnen Kartoffeln, von 450 000 bis 500 000 Tonnen Gemüse und 600 000 bis 650 000 Tonnen Obst, von 750 000 Tonnen Ge­treide, von 80 000 Tonnen Schlachtvieh und von 240 Millionen Stück Eiern ist keine Kleinigkeit. Diese Zahlen sind durch die letztjährigen Aktionen bereits herabgedrückt, müssen aber im Kriege voll­kommen verschwinden. Ein einziges Rattenpaar hat jährlich 860 Nachkommen, die jährlich drei Eisen­bahngüterwagen voll Lebensmittel stessen. Auch gegen den Kornkäfer und andere pflanzliche und tierische Schädlinge muß eingegriffen werden. Nicht nur der Städter, sondern auch der Bauer kann an der Herabdrückung aller dieser Verluste mithAen, schließlich aber auch der Einzelhändler, dessen Ver­luste bei der Lagerung von Lebensmittel zwischen einem halben und sechs Prozent schwanken.

Das Deutsche Frauenwerk im November.

Mindestens zweimal in der Woche läutet die Dlockfrau an der Tür von Mitgliedern und Nicht­mitgliedern des Deutschen Frauenwerkes. Immer gilt es eine Mitteilung, eine Bitte zur Mitarbeit zu Übermitteln, oder das Einkassieren des Beittages. 5o ist die Blockfrau, in der Folge auch die Zellfrau inb die Ortsfrauenschaftsleiterin, immer beschäftigt.

In diesem Monat galt es, die Frauen aufzufor- tiern, aus alten Wollresten kleine Quadrate zu triefen, die dann zu Decken für unsere Soldaten zu- ommengenäht wurden. Mit großer Begeisterung Daren auch hier wieder die Frauen bereit, für un- ere Truppe etwas zu arbeiten, und in Bälde gehen Ine schönen warmen Wolldecken ihrer Bestim­mung zu.

Der Bahnhofsdienst, die Arbeit in der Nähstube n der Schanzenstraße und die Mitarbeit beim Roten Kreuz nahmen unentwegt ihren Fortgang. Die Ab-

Ein neuer Impfstoff gegen die Ruhr.

Dor der Senckendergischen Naturforschenden Ge- s>Uschast in Frankfurt a. Main machte Prof. Dr. Drigge Mitteilungen über einen neuen Impfstoff 9 gen die Ruhr. Gegen die Ruhr, die zwar stark rückgegangen ist, aber gelegentlich immer wieder einmal epidemisch auf tritt, gab es bisher kein be- aührtes Mittel. Die Ursache dafür mar, daß die Wissenschaft zu wenig von dem Bazillus wußte, der be Ruhr hervorruft. Dr. Prigge hat ein Toxin ent- »cf eit, das die Giftstoffe dieses Bazillus unschädlich lrncht. Es hat sich bereits bewährt, so daß es im Itmmenben Frühjahr allgemein ausgegeben werden tonn. Der neue Impfstoff hat den Namen E t a er« bdten. Im Kriege ist natürlich bei der erhöhten nihr-Infektionsgefahr das neue Schutzmittel von anderer Bedeutung. Wie wirkungsvoll man mit ^'kinen, das sind Gegengifte, eine Seuche bekämp- en kann, beweist die Pockenschutzimpfung. Die Men hatten bis zur Einführung der Schutz- nspfung fürchterlich gehaust. Schon wenige Jahre 'cch der Schutzimpfung waren die Pocken prakttich ^schwunden uto heute sind sie in Deutschland it-rhaupt unbekannt geworden,

Jeden Abend daran denken:

Chlorodont

wirkt abends am besten!

Dor Sandeisvertragsabschluß Japan - Nußland.

Sofia, 3. Dezember. (DNB.)Sofia Asahi bchimibun" meldet, daß sich Außenkommissar M o - lo t o w und der japanische Botschafter in Moskau, < o g o, grundsätzlich über den Abschluß eines Handelsvertrages geeinigt hätten. Der f- f^re Direktor der Handelsabteilung im japanischen dußenamt, jetzt Gesandter in Schweden, M a t s u- shima, werde demnächst zur Einleitung offiziel- Irr Dechandlungen nach der russischen Hauptstadt l-isen, der Handelsvertrag werde in enger Be­gehung zur kriegswirtschaftlichen Mobilisierung taperns stehen.

SondergerichtKönigsberg i. Pr. wegen Verbrechens gegen die Verordnung gegen Volks­schädlinge zum Tode und zum Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte auf Lebenszeit sowie zur Siche­rungsverwahrung verurteilte Ernst Langanky hingerichtet worden. Langanky, ein wiederholt vor­bestrafter Schwerverbrecher, hat in Memel unter Ausnutzung der zur Abwehr von Fliegergefahr ge­troffenen Verdunkelungsmaßnahmen einen Ein­bruch in eine Gastwirtschaft und eine Woche später auf der Straße beim Morgengrauen einen Raubüberfall verübt. Ferner ist am 2. Dezember der am 15. Oktober 1897 geborene Hermann Preuß hingerichtet worden, der vom Sondergericht Königsberg am 6. November 1939 in Memel wegen Verbrechens nach § 3 der Verord­nung gegen Volksschädlinge vom 5. September 1939 zum Tode und zum dauernden Verlust der bürger­lichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Der er­heblich vorbestrafte Verbrecher hatte am 22. Oktober 1939 eine mit Getteidevorräten sowie landwirt­schaftlichen Arbeitsgeräten gefüllte Scheune eines Bauernhofes in Schlappfchill vorsätzlich in Brand g e ft e cf t und dadurch die Widerstands­kraft des deutschen Volkes geschädigt.

Kleine politische Nachrichten.

Arn Sonntagvormittag traf der Jugend sichrer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, in Prag ein. Er besuchte zunächst den Reichsprotek­tor und stattete dem Altstädter Rathaus einen Be­such ab, wo er von Oberbürgermeister-Stellver­treter Professor Dr. P f i tz n e r namens der Prager Deutschen willkommen geheißen wurde.

Der Rektor der Technischen Hochschule Berlin, Professor Dr. Storm, ist in Sofia eingetroffen, um König Boris III. von Bulgarien die Urkunde über die Verleihung des Ehrendoktorats der Technischen Hochschule zu überreichen.

Nach einer Pariser Havasmeldung wurde am Sonntagvormittag in Nordfrankreich wieder Fliegeralarm gegeben»

119,50 (118,25), Verein. Deutsche Metall mit 160 (158,50) und Heidelberger Zement mit 137 (136), während Lahmeyer mit 115,25 (117) und Mku- muhtoren mit 227,50 (229) stärker rückläufig waren. Die Farben-Aktie blieb mit 159,13 (159) gut gehal­ten, ebenso u. a. Scheideanstalt mit 220, Siemens mit 210,75 (210), Rütgerswerke mit 153,25 (153). Montanpapiere waren durchweg etwas leichter, Verein. Stahl 99,75 (100,25), Klöckner 121,50 (122), Mannesmann 106,40 (106,65), Buderus 97,65 (98). Von ZellstoffaMen konnten sich Waldhof auf dem um 5 v. H. ermäßigten Stand von gestern mit 115,50 behaupten.

Der Rentenmarkt lag im allgemeinen ruhig, auch kursmähig traten keine größeren Abweichun­gen ein. Lebhafte Nachfrage erhielt sich in Steuer­gutscheinen; von der Serie I gingen im Telephon- oerkehr April-Mai mit 99,15 bis 99,25 (98,95) um. Liqui-Pfandbriefe teilweise nachgebend, 5,50 v. H. Frankfurter Hyp. sogar 0,50 v. H. auf 101,25. 5 pro- zentige Industrie-Obligationen. gaben vielfach 0,25 bis 0,50 v. H. ab, währe-nd von 4,50 prozentigen Voigt & Haeffner mit 94,75 (94,25) und Main- Kraft mit 94,13 (93,50) notierten. Staats- und Stadtanleihen ruhig und unverändert.

Im Verlaufe war die Haltung am Aktien­markt bei mäßigen Käufen der Kulisse etwas fester, doch wurden nur einzelne Papiere hiervon erfaßt. JG.-Farben 159,50 nach 159,13, AEG. 120,50 nach 119,50, Heidelberger Zement 137,50 nach 137, Mannesmann 107 nach 106,40. Von später notier­ten Werten stiegen Bembera auf 127,50 (125,75), dagegen Aschaffenburger Zellstoff nach Pause 104 (105,75). Am Einheitsmarkt holten Ada-Ada-Schuh die Hälfte ihres Dividendenabschlags von 5,10 v. H. auf 120 (122,50) ein.

Äm Freiverkehr wurden Dingler mit 81 bis 83, Elsäsi. Bad. Wolle mit 78 bis 79 und Rastatter Waggon mit 41 Geld bewertet. Tagesgeld unver­ändert 2 v. H.

jRunhfunfprogramtn

Dienstag, 5. Dezember:

6 Uhr: Landvolk, merk' auf! 6.10: Morgengym­nastik. 6.30: Frühkonzert. Ausführung: Das Rhein- Mainische Landesorchester. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.10: Kleine Ratschläge für den Gar­ten. 9.30: Schulfunk (Mittelstufe). Sendereihe:Le­bendige Geschichte".Generalfeldmarschall von Mackensen". 10: Frohe Weisen. Einlage 10.30 bis 10.40: Buntes aus der Saarpfalz. 11: Musik am Vormittag: Es spielt das große Orchester des Reichs­senders Frankfurt. 12: Stadt und Land Hand in Hand. 12.10: Mittagskonzert. Es spielt das Musik- korps einer Kraftfahrschule der Luftwaffe. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 13: Mittagskonzert. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch.. 15: Nachmittagskonzert. Dazwischen: 16 bis 16.15: Vom Rhein zur Saar. Gedichte und Erzählungen aus der saarpfälzischen Heimat. 17: Nachrichten. 17.10: Bücher für unsere Soldaten. 17.15: Volks­lieder. Ausführung: Der Chor des Reichssenders Frankfurt. 18: Ruf ins Land: Berichte vom Lan- desernährungsaM. 18.25: Otto Dobrindt spielt. Da­zwischen: 18.30: Aus dem Zettgeschehen. 19.10: Be­richte. 20: Nachrichten. 20.15: Üebertragung vom Deutschlandsender: Dazwischen 22 bis 22.15: DD- Nachrichten. 24 bis 24.15: DD-Nachrichten.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Pro­vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeiaenleiter: Han- Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllusttierten 15 Ps. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Vr,4 vom 1-September IZN.MiS-

Der Dirigent 7Nax Fiedler gestorben.

In Stockholm ist der deutsche Dirigent Max Fiedler kurz vor Vollendung seines 80. Lebens­jahres plötzlich verstorben. Max Fiedler war von 1903 bis 1904 Direktor des Leipziger Konservato­riums und übernahm 1904 die Leitung der Phil­harmonischen Konzerte in Hamburg, die er bis 1908 inne hatte, um dann bis 1912 als Vorgänger oon Dr. Karl Muck in Boston tätig zu sein. Von 1916 bis 1933 war er städtischer Musikdirektor in Essen. Fiedler gehörte zu jenen deutschen Dirigen­ten, die sich in stiller Arbeit abseits jedes sogenann­tenStar-Dirigententums" größte Verdienste um die deuffche Musik erworben haben. Unablässig hat er sich für die deutschen Meisterwerke im Äk- und Ausland eingesetzt und sie in vorbildlicher Werk­treue zu Gehör gebracht, ohne dabei nach äußerem Ruhm zu streben. Beispielhaft ist vor allem seine Wiedergabe der Brahms'schen Sinfonien gewesen.

Der Volkspreis der deutschen Gemeinden für deutsche Dichtung 1939.

In einer Feierstunde, an der mit den Reichs­leitern Fi e hier und Alfred Rosenberg viele führende Männer des kulturellen Lebens teilnah­men, wurde in der Reichshaupfftadt mit dem Volks- preis der deuffchen Gemeinden und Gemeindever­bände für deutsche Dichtung 1939 Josef Georg Oberkofler für seinen RomanDer Bann­wald" ausgezeichnet. Als weiteres Preisbuch wurde dem Dolkspreis Friedrich Grieses Erzählung Die Wagenburg" beigegeben.

Vollstreckung von Todesurteilen.

Am 2. Dezember 1939 ist die vom Sonder- gericht Königsberg i. Pr. wegen Derbre- diene gegen die Verordnung gegen Dolksschädlinge zum Tode verurteilte Frieda Lörzer hinge­richtet worden. Sie hat am 1. November 1939 aus Rache Scheune und Stallungen mit Erntegut und Vieh ihres Betriebsführers i n Brand gefteckt und dadurch der deutschen Volks­wirtschaft einen Schaden von über 30 000 RM. zugefügt. Am 2. Dezember 1939 ist der vom

so kann der Richter die Fälligkeit des Kapitals ent­sprechend der durch den Krieg geschaffenen wirt­schaftlichen Lage neu regeln. Hat schließlich ein Schuldner infolge der Auswirkungen des Krieges ohne fein Verschulden eine Verpflichtung nicht rechtzeitig erfüllen können, so rann der Richter die etwa durch die Säumnis entstandenen nachteiligen Rechtsfolgen für nicht eingetreten erklären (z. B. die Verpflichtung zur Zahlung von Verzugszinsen, die Entstehung von Künoigungs- und Rücktrittsrechten, die Verpflichtung zur Zahlung einer Vertragsstrafe usw.) Um Betriebe, falls sie Schonung verdienen, vor dem Konkurs zu bewah­ren, ermöglicht das Kriegsausgleichsoerfahren eine Gesamtstundung, notfalls aber auch einen Teilerlaß der nicht dinglich gesicherten Verbind­lichkeiten. Von dem gewöhnlichen Vergleichs- oder Ausgleichsverfahren unterscheidet dieses Verfahren sich namentlich dadurch, daß es nach Möglichkeit jedes kreditschädigenden Charakters entkleidet ist.

Die Umstellung der deutschen Wirtschaft auf die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse hat man­chen Gewerbetteibenden gezwungen, seinen Betrieb stillzulegen, umzustellen oder einzuschränken. Es wird erwartet, daß die Gläubiger auf die besondere Lage eines solchen Schuldners Rücksicht neh­men und sich mit ihm über die Abwicklung seiner Verpflichtungen gütlich einigen. Wo dennoch eine solche Einigung nicht zuftandekommt, kann ein Gewerbetreibender beim Amtsgericht Vertrags- Hilfe beantragen. Daraufhin kann der Richter die Fälligkeit von Zahlungsverpflichtungen aus der Zeit vor dem 1. September 1939 durch Bewilligung von Teilzahlungen oder Stundung entsprechend der Leistungsfähigkeit des Schuldners regeln, ferner einen gegenseitigen Vertrag (z. B. über die Her­stellung einer Werkzeugmaschine oder über die Lie­ferung von Waren), den der Gewerbetreibende vor dem 1. September 1939 im Zusammenhang mit dem Gewerbebettieb geschlossen hat und der noch von keiner Seite vollständig erfüllt ist, ganz oder teilweise unter Umständen gegen billige Ent­schädigung des Verttagsgegners aufheben, wenn die Erfüllung des Vertrages die. Weiterfüh­rung oder die Abwickelung des Gewerbebetriebes gefährden würde.

Drittens kann der Richter, wenn die Miete oder ine Pacht für die Geschäftsräume in einem erheb­lichen Mißverhältnis zu dem verminderten Erttag des Gewerbebetriebes steht, die Miete oder Pacht um einen angemessenen Betrag, jedoch nicht um mehr als die Hälfte, herab setzen, aber nur, wenn der Gewerbetreibende auch bei angemessener Berücksichtigung seiner sonsttgen Mittel nicht in der Lage ist, die bisherige Miete oder Pacht (selbst bei Bewilligung von Stundung oder Teilzahluna) weiterhin zu bezahlen. Auf Anttag kann der Rich­ter auch das Miet- oder Pachtverhältnis über die Gescbäftsräume unter Einhaltung der gesetzlichen Kündigungsfrist vorzeitig auf lösen, wobei den Vermietern oder Verpächtern eine nach billigem Ermessen festzusetzende Entschädigung zu bezahlen ist.

Ist jemand infolge der behördlich anaeordneten Räumung oder Freimachung oon gefährdeten Tei­len des deutschen Reichsgebietes gezwungen, seinen bisherigen regelmäßigen Aufenthaltsort zu ver­lassen, und kann er deshalb seine Zahlungsverpflich­tungen nicht rechtzeitig erfüllen, so fartn der Richter die Fälligkeit seiner Verbindlichkeiten durch Bewil-

teilung Grenzland-Ausland konnte zwei der hüb- scheu Säuglingskörbe ihrer Bestimmung zuführen. Die Kurse des Mütterdienstes über Erziehungs­fragen und gefundheits-häusliche Krankenpflege nahmen ihren Fortgang. Die Frauen aller Orts- gruppen haben es unternommen, kleine Puppen- bettchen aus alten Zigarrenkistchen zu basteln. Die Bettchen werden hübsch gestrichen, mit buntem Bett- 3eug und einem Püppchen versehen und bereiten an Weihnachten den Kleinen große Freude. Die Ju­gendgruppen haben sich an ihren Arbeitsnachmit­tags an sämtlichen Arbeiten beteiligt. Bei diesen Zusammenkünften wird auch viel gesungen und vorgelesen.

Die Ortsgruppenabende waren diesmal sehr be­reichert durch einen Vortrag von Frau Düse- berg über nationalsozialistische Rassenpolitik. Mit eindringlicher Deutlichkeit sprach sie über die Ge- fahren für eine Nation, die sich mit einer anders- blütigen Rasse (Juden oder Neger usw.) vermischt. Dann erklärte sie die ungeheure Wichttgkeit der Ge- setze zur Verhütung der Fortpflanzung erbkranker oder asozialer Elemente. Lichtbilder unterstützten ihre interessanten Ausführungen.

Die Ortsgruppenleiterinnen richteten auch diesmal wieder ermahnende, aufklärende und ernste Worte an ihre Frauen. Die Zeit erfordere ganzen Einsatz. Aber der Opfersinn der Frauen ist ungeheuer groß und wird niemals erlahmen. Gis.

Kinderwäsche-und Spielzeugsammlunq

Vom 3. bis 9. Dezember 1939 sammeln BDM. und Jungmädel Kinderwäsche und Spielzeug für das Kriegs-Winterhilfswerk. Ueberall da, wo die Kinder größer geworden find und von ihren Spielsachen keinen Gebrauch mehr machen können oder wo heran­gewachsene Kinder ihre Kinderwäsche nicht mehr benötigen, wird man gern bereit sein, die entbehr­lichen Gegenstände dem Kriegs-WHW. zu überlassen. Viele kinderreiche Familien oder Familien, deren Väter im Felde stehen, sind nicht in der Lage, ihren Kindern eine Weihnachtsfreude zu bereiten oder ge­nügend Wäschestücke für ihre Kinder zu erstehen. Jeder sehe deshalb seine Bestände auf Entbehrliches durch und halte es bereit, um es den BDM.« ober Jungmädeln auszuhändigen, wenn diese in den näch­sten Tagen bei allen Haushaltungen vorsprechen.

Bausparkasse Mainz AG., Mainz. _.. her Monatszuteilung für November konnte die Bausparkasse Mainz RM. 621 000. an 84 Sparer zuteilen. Die gelegentlich der Oktober-Zuteilung be­reits festgestellte verstärkte Spartätigkeit nach Kriegsausbruch hält demnach an, denn auf die Vor­krieg smonate des Jahres 1939 entfällt .nur eine monatliche Durchschnitts-Zuteilungsleiftung von rund RM. 533 000.. Die Gesamtzuteilungen der Bau­sparkasse Mainz stiegen mit vorstehender Zuteilung auf 3 556 Bausparverträge mit RM. 32 817 500.. Davon wurden im Jahre 1939 zugeteilt 737 Bau-

Königin Victoria.

Wirtschaft