Ausgabe 
4.11.1939
 
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anstalttmgen zu beuchen. Am Sonntag, 5. Novem­ber, wird in der Jugendfilmstunde im Ufa-Palast

Aus Dem Reich

Pletsch seinen Lehrer Bivens o h r f e i; antwortete mit zwei F a u st s ch l

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ä g e n. Das

Aus aller Welt

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kam es zwischen dem Fluglehrer und dem zu einem Streit, in dessen Verlauf der Fli

liemschen Kunst in Deutschland und war auch bei dem Zustandebringen von großen deutsch-ttalieni- scheu Sportbegegnungen hervorragend beteiligt. Iviglia war auch Vertreter der Agencia Stefani und mehrerer italienischer Zeitungen.

Der finnische Weisterläufer Nurmi als Chauffeur eingezogen.

Der bekannte finnische Sportsmann und Inhaber vieler Weltrekorde im Laufen, Paovo Nurmi, ist zu den Waffen gerufen worden. Er wird als Chauffeur Dienst tun. Nurmi lebte in den letz­ten Jahren zurückgezogen und hatte in Helsinki ein Herrenbekleidungsgeschäft eröffnet.

Jugendlicher Raubmörder 3tim Tode verurteilt.

Das schlesische Sondergericht verurteilte den 18 Jahre alten Walter Wolf aus Dyhernfurth wegen Mordes mit Tateinheit mit schwerem Raube zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehren- rechte auf Lebenszeit sowie wegen Diebstahls in zwei Fällen zu drei Monaten Gefängnis. Der An­geklagte hatte am 27. Juli d. I. den Viehkaufmann Walter Bader aus Dyhernfurth, bei dem er beschäf­tigt war, hinterrücks erschossen und be­raubt. Wolf hatte ihn unter falscher Angabe in den Hühnerstall gelockt. Hier schoß ihm Wolf von hinten eine Kugel in den Kopf, die sofort den Tod herbeiführte. Der Täter beraubte dann den Er­mordeten und vergrub die Leiche im Garten. Wolf war bereits im Alter von zwölf Jahren bestraft worden.

Der Stapelburger Mörder hingerichtet.

Am 3. November 1939 ist der am 28. Februar 1912 in Dortmund-Hörde geborene Walter Pestki hingevichtet worden, der vom Sondergericht Halle (Saale) am 21. September 1939 wegen Mordes sowie wegen zweier Verbrechen gegen das Gesetz zur Gewährleistung des Rechtsfriedens dreimal zum Tode verurteilt worden war. Pestki, ein bereits mehrfach vorbestrafter Einbrecher, hatte am 3. September 1939 in Stapelburg im Harz den Gastwirt Wolff nach einem bei ihm ver­übten Einbruchdiebstahl erschossen, ferner einen Gendarmeriebamten durch Schüsse schwer ver­letzt und sodann mehrere Schüsse auf SA.-Männer abgegeben, die seine Verfolgung ausgenommen hatten.

Wütender Stier bedroht ein Dorf.

Die Einwohnerschaft des bayerischen Dorfes W i f s e l s d 0 r f wurde durch einen wütenden Stier in große Aufregung versetzt. Als der Stier aus

Wie der Londoner Telegraph aus Lucknow (In­dien) meldet, find dort bet Unruhen gelegentlich Prozession am Donnerstag sechs P e r sö­ge t ö t e t und viele verwundet worden.

(hüler cyüler ivens

Volkspreis für deutsche Dichtung.

Einen neuartigen D 0 lkspreis für deut­sche Dichtung, der nicht in einem Geldpreise besteht, sondern in der Ehrung eines volksnahen deutschen Buches durch größere Verbrei­tung, hat der Deutsche Gemeindetag geschaffen. Für einen Bezugspreis von 7 RM. kom­men zwei stattliche Bücher zur Verteilung: ein Preisbuch, das von einem Wahlausschuß ausge­sucht unübishernochnichtveröffentlicht wurde und ein bereits veröffentlichtes, aber bis­her zu wenig verbreitetes volkswichtiges Werk deutscher Art. Beide Bücher erscheinen auch einzeln im Buchhandel zu entsprechend höheren Preisen. Es ergeht der Appell an jeden Deutschen, sich diesem Förderungswerk anzuschliehen. Die Liefe­rung erfolgt ausschließlich durch die Buchhandlun­gen. Letzter Termin für die Bestellungen ist der 15. November 1939.

Franz Lehar dirigiert im Rundfunk.

Der Großdeutsche Rundfunk bringt am Heuti. gen Samstag, 20.10 Uhr, ein großes Ope- rettenkonzert für Front und Heimat, das von Franz Lehär geleitet wird. Neben dem Großen Orchester des Deutschlandsenders wirken mit Kammersängerin Margret Pfahl, Kammer­sänger Marcel Wittrich, Marti Koch, Ernst Kurz und Hans Bund. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: Melodie der Liebe.

Fascioleiter Comendalore Iviglia verläßt Frankfurt.

Der Leiter des Fasctö für Südwestdeutschland, Comenbatore Iviglia, wird Frankfurt a.M. ver­lassen, um einer anderweitigen Berufung Folge zu leisten. Iviglia, der bereits seit 1921 in Frank­furt a. M. ansässig war, war früher un Bank­wesen tätig, zunächst bei Credito Jtaliano in Mai- land und dann bei der Dresdner Bank in Frank- furt a. M. Dann war er Mitarbeiter des Messeamts Frankfurt a.M. und seit 1925 Syndikus der Deutsch-Italienischen Handelskammer. 1933 wurde Iviglia Leiter des Fascio in Frankfurt und 1936 Zonenleiter für Südwestdeutschland. In der Pflege der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und Frankfurt und darüber hinaus war Jvtglia ent* scheidend tätig. Große Verdienste erwarb er sich um die Entwicklung der Frankfurter Großmarkthalle und um die Orgnisation der großen italienischen Aus­stellungen 'im Rahmen der Frankfurter Messen. Ferner war Iviglia ein eifriger Förderer der ita»

Det Generalgouverneur für die be­setzten polniscyen Gebiete, Reichsminister Dr. Frank, hat für alle Angelegenheiten im Ver­kehr mit den Dienststellen des Generalgouverneurs für die besetzten volnischen Gebiete den Reichs­amtsleiter Dr.Wichelm Heuber als Bevoll­mächtigten berufen. Der ständige Dienstsitz des Bevollmächtigten des Generalgouverneurs befindet sich in Berlin, Leipziger Platz 15.

Oeutsch-sowjetrussische Llmsiedlungs-Vereiubarung.

Berlin, 3.Nov. (D3tB.) Zwischen der Regie­rung des Deutschen Reiches und der Regierung der Union der Sozialistischen Sowjet-Republiken ist am 3. November 1939 eine Vereinbarung abgeschlossen worden, nach der alle Deutschen aus den westlichen Gebieten der Ukraine und Weißrußlands sowie alle Ukrainer, Weißrussen. Russen und Ruthenen aus den jetzt zum Interessenbereich des Deutschen Reiches gehörigen früheren pol­nischen Gebieten das Recht haben, auf das Gebiet des anderen Staates umzusiedeln. Maßgebend ist dabei ihre Willenskundgebung.

Die Umsiedler haben das Recht, ihr v e r m ö - gen in dem für die Fortsetzung ihrer wirtschaft­lichen und beruflichen Tätigkeit notwendigen Aus­maße sowie innerhalb bestimmter Normen auch die Wertgegenstände ihres persönlichen Besitzes mit- zunehmen. Ueberdies steht die Vereinbarung vor, daß die Interessen der Aussiedler mit Bezug auf ihr am früheren Wohnort zurückgelassenes Ver­mögen gewährleistet werden.

Durch die Vereinbarung ist für eine Organisation der Registrierung der Umsiedtungswilligen und der Durchführung der Umstedtung gesorgt. Beide ver­tragschließenden Teile haben die materielle und gesundheitliche Fürsorge für die Betreuung der Umsiedler auch auf ihren Reisewegen sichergestellt. Alle praktischen Fragen der Umsiedlung werden von den vertragschließenden Teilen in dem freundschaft­lichen Geiste geregelt, wie er den Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken entspricht.

Reichsminister Or. Goebbels spricht zur Hitler-Iuoend.

Berlin, 3. Nov. (DNB.) Während des Krieges haben HI. und BDM. zum großen Teil ihre Heime für den Dierjahresplan ojs Lagerräume, für die NSD. als Kindergärten, für die Wehr­macht als Unterkunfts und Sanitätsräume und für andere wehrpolitische wichtige Zwecke zur, Ver­fügung gestellt. Um der Reichsjugendführung ihre verantwortungsvolle Aufgabe für die politische Ausrichtung der Jugend zu erleichtern, hat Reichs­

mittlerweile führerlos gewordene Flugzeug begann ab zu stürz en. Als es nur noch wenige hundert Meter über dem Erdboden entfernt war, gab Pletsch zwei Revolverschüsse auf seinen Leh­rer ab und tötete ihn. Es gelang ihm darauf, das Flugzeug rechtzeitig abzufangen und auf freiem Feld zu landen. Er warf die Leiche aus dem Flug­zeug und kehrte dann nach Indianapolis zurück, wo er an gab, Bivens sei aus dem Flugzeug gestürzt. Die Leicke des Ermordeten wurde aber sehr bald aufgefunden, der wahre Sachverhalt festgestellt und der Mörder verhaftet.

Kleine politische Nachrichten.

In Reval traf unter Führung von Generalkonsul Nvldecke eine deutsche Abordnung ein, die über die noch offenstehenden Fragen der Um­siedlung der Reichs- und Volksdeut­schen in E st land verhandeln soll.

Oer Zeitgewinn.

Es ist abermals bewiesen ^worden, daß England von langer Hand den Vernichtungskrieg gegen Deutschland vorbereitete und nur solange nicht los- fchlug, als es seine Lüftungen nicht beendet hatte. Die Schuld an dem niederträchtigen Anschlag wird klar aufgedeckt durch die deutsche Veröffentlichung eines vertraulichen Briefes, den am 8. August 1938 der damalige tschechoslowakische Gesandte in Paris, Osusky, an Beneschs Außenminister Dr. K r 0 f t a richtete. Osusky berichtet, ein bekannter französischer Diplomat, Masst gli, der jetzige Direktor des Quai d'Orsay, habe ihm versichert, Runcimans Sendung nach der Tschechei (wo er be­kanntlich die Lage der Sudetendeutschenbeobach­ten" sollte), seieine gute Sache" und Eden habe das gleiche gesagt.Angeblich im Interesse des Zeitgewinnes würde Lord Runciman etwas Vor­schlägen können, was der Tfchecho-Slowakei unge­heuer schädlich fein könnte." Weiter berichtet der tschechische Gesandte, auf der Getteidekonferenz in London hätten die englischen Minister Elliot und Morrison sowie der britische Sachkenner Sir Arthur Street, der aus seiner Tätigkeit im Luftfahrtministerium mit allen Fragen hervor­ragend vertraut sei, sich dahin ausgesprochen, die Engländer wollten die Getreideversorgung organi­sieren nicht wegen Verhütung des Konfliktes, son­dern deshalb, um den Konflikt zu gewin­nen, und Street habe ferner versichert, die eng­lische Luftfahrt sei innerhalb von sechs Monaten in Ordnung", daher lege man besonderen Wert auf Zeitgewinn.

Diese Enthüllungen sind mindestens so bedeutsam wie die Aufzeichnungen belgischer Diplomaten, die in Brüssel den deutschen Truppen 1914 in die Hände fielen. Danach hatte u. a. schon am 23. September 1905 der belgische Gesandte in Berlin, Baron Greindl, berichtet, nicht Deutschland sondern d i e Entente würdeeine Ursache dauernder Beun­ruhigung sein". Am 30. Mai 1908 berichtete der gleiche Diplomat, die neue Gruppierung unter Eng­lands Führungbedrohe den Weltfrieden". Auch fein Nachfolger in Berlin, der Gesandte Baron B e y e n s , war derselben Meinung. Er gab am 28. Juni 1912 als Grund der englischen Haßpolitik hie deutsche Nebenbuhlerschaft auf dem Gebiete des Handels und der Industrie" an. So ziehe Eng­land das Netz über Deutschland zusammen.

Nach dem Gesetz von der Wiederkehr des Gleichen versuchte Chamberlain dasselbe Spiel. Man wollte den Krieg, man bereitete alles vor, aber da man noch nicht genügend vorbereitet war, ging Chamberlain nach München und führte der Welt die Komödie eines englischen Premiers vor, der jene Vereinbarung mit unserem Führer schloß, die er sofort nach feiner Rückkehr brach. Die Tfchecho- Slowakei aber hat die Pferdekur, zu der ihr Rum ciman riet, damit England Zeit gewinne, seine Rüstungen zu vollenden, nicht überstanden. Danach wählte England Polen, das den Weg der Tschecho-Slowakei gehen sollte. Chamberlain ist also, wie auch Reichsaußenminister von Ribbentrop in seiner Danziger Rede nachwies, nur nach Mün­chen gegangen, weil erZeit gewinnen wollte". Der gleiche Ausdruck findet sich im Bericht des tschechischen Gesandten Osusky aus Paris, Mas- figlt hatte gesagt:Die Engländer wissen, daß Krieg sein wird, und werden sich mit allen Mitteln bemühen, ihn hinzuhalten." Daher der erstrebte Zeitgewinn von. sechs Monaten, nach deren Ablauf mit dem britischen Garantieversprechen die Auf­hetzung Polens begann.

Das neue Dokument über Englands Kriegsabsicht wird eingehen in die Geschichte, genau so wie es die Berichte der belgischen Gesandten aus der Zett vor 1914 getan. Mindestens einen Monat vor der Münchener Konferenz stand der Plan der Regie­rung Chamberlain fest, Deutschland bei der nächsten Gelegenheit mit Krieg zu überziehen. Wenn Cham­berlain jetzt davon sprach, der sowjetrussische Volks­kommissar Molotow habe sichPhantasieausbrü- chen" hingegeben, als er die Kriegsziele der Alli­ierten umschrieb, dann hat er eigentlich sein selbst ausgeplaudertes Kriegsziel, ,Hen Hitlerismus zu vernichten", als Phantasieprodukt bezeichnet. Molo­tow hatte dieses englische Kriegsziel allerdings ver­brecherisch genannt. E. S.

der Futtersette um 6/4 Millionen Tonnen ent la ft et worden. Fast genau in dem gleichen Ausmaß sei es in jenen beiden Jahren gelungen, die nationale Getreidereserve zu erhöhen. Ohne die­sen Erfolg hätten wir nach wie vor, so wie in der Systemzeit und vor dem Weltkrieg, Jahr für Jahr 3 bis 5 Millionen Tonnen Fut­ter g e t r e i d e einführen müssen. Die Steige­rung der Hackfruchterträge sei also auch für die Un­abhängigkeit unserer Viebwirtschaft in der Futter­mittelversorgung von entscheidender Bedeutung ge­wesen. Der Speisekartoffelbedarf könne auch in ungünstigen Jahren voll befriedigt werden. Je mehr Kartoffeln und Zuckerrüben wir in Deutschland ernteten, desto mehr Schweine könn­ten wir aufstellen und mästen, ohne dafür auslän­dische Futtermittel zu benötigen. Je mehr Kar­toffeln und Rüben jetzt vor dem Winter geerntet würden, desto reichlicher werde unsere Fleisch- und Fettversorgung im Winter 1940/41 fein. Je besser die Herbstbestellung 1939, desto größer die Aussicht, auch im Wirtschaftsjahr 1940/41 auf den Einsatz der nationalen Getreidereserve verzichten zu können. »Lebensmittelkarten nnbKirchernettel"

NSG. Unter diesem Titel ist soeben ein vom Landesernährungsamt Hessen und dem Deutschen Frauenwerk herausgegebenes Heftchen erschienen, das, wie Landesbauernführer Dr. W a g n e r im Vorwort betont, den Hausfrauen m Stadt und Land die Aufgabe des Durchhaltens erleichtern soll. Anhand des Musters eines Wvchenküchenzettels sind darin ausführliche Rezeptangaben gemacht, mit deren Hilfe man einen abwechslungsreichenMa­genfahrplan" auffteilen kann, ohne durch das oft belächelteMan nehme..." der Kochbücher aus den Zeiten des gedankenlosen Ueberflusses in Wider sprach zu den Rationen der Lebensmittel­karten zu geraten. Kartoffeln, Gemüse und Obst, das ist der Dreiklang, aus dem eine verantwor­tungsbewußte und neuzeitlich eingestellte Hausfrau eine ganze Symphonie der Kochkunst komponieren kann. Neben sättigenden Hauptspeisen und Eintopf gerieten gehören Aufläufe, mancherlei Brvtaus- strich, süße Sachen und raffinierte Salate zu dem reichhaltigsten Register der ihr zur Verfügung stehenden Mittel. Auf jeden einzelnen Haushalt, auf jeden Menschen und auf jede Scheibe Brot kommt es an, schreibt die Gaufrauenschaftsleiterin, Frau Erna Westernacher, in dem in Zwei­farbendruck entsprechend aufgemachten Heft, das über die örtlichen Beratungsstellen des Deutschen Frauenwerks an die Verbraucher gelangt. Diese kleine Neuerscheinung ist ein Beitrag dazu, die Aus­gabe zu meistern, die die Gegenwart uns für unser aller Zukunft gestellt hat.

OrtslShne und Zahresarbeitsverdienste in der Reichsversicherung.

Die Verordnung des Reichsarbeitsministers vom 29. Dezember 1937 hatte eine Neufestsetzung der Ortslöhne und der Jahresarbeitsverdienste in ' der Reichsversicherung zum 1. Januar 1940 vor­gesehen. Im Hinblick auf die Zeitumstände ist be­absichtigt, diese Neufestsetzung auszusetzen und anzuordnen, daß die gegenwärtig gelten­den Ortslöhne und die durchschnittlichen Jah- resarbeitsverdienste in der landwirtschaftlichen Un­fallversicherung über den 31. Dezember 1939 hin­aus in Kraft bleiben. Eine entsprechende Ver­ordnung wird demnächst ergehen.

seinem Stall geführt werden sollte, wurde er plötz­lich störrisch. Ein Sohn des Bauern wollte das wilde Tier, das sich vom N a f e n r i n g l 0 sg «» rissen hatte, wieder einfangen, wurde aber über den Hausen gerannt und verletzt. Der Stier rast« dann brüllend die Dorfstraße auf und ab und griff alles an, was ihm in den Weg kam, darunter auch ein Ochsengespann. Es gab ein wüstes Durcheinander, wobei sich einer der ein gespannten Ochsen losriß. Die Jagd ging nun von neuem los. Da die Männer des Dorfes sich gerade auf dem Felde befanden und die Frauen und Kinder dem wütenden Stier gegenüber machtlos waren, dauerte es geraume Zeit, bis herbeigeholte Hilfe den Stier bändigen konnte.

Das (k. fL in vier Generationen.

Die Familie des Konrektors K l e n k e vermag einen seltenen Fall in der Geschichte des Eisernen Kreuzes aufzuweisen. Im Feldzug gegen Polen wurde der Sohn des Konrektors Klenke in Jül« lichau mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Kon- rektor Klenke, der Vater, erwarb das E. K. im Weltkrieg 1914/18. Der Großvater brachte das E. K. von 1870/71 mit, und der Urgroßvater erhielt es in den Befreiungskriegen 1813. Somit ist das E. K. seit der Stiftung dieser Auszeichnung jeweils in der Familie Klenke erworben worden, und das nunmehr in vier aufeinanderfolgenden Generationen.

Wie Herbert zu einem Pferd kam.

Generaloberst von Brauchitsck erhielt kürz­lich von einem Jungen aus Schlesien folgenden Brief:Da mein Vater seit dem 26. August einge­zogen ist, und wir eine vier Morgen große Gärt­nerei besitzen, zu der wir ein Pferd benötigen, um unsere Erzeugnisse auf den Markt zu schaffen. Da unser Pferd gegenwärtig krank ist, und wegen hohen Alters geschlachtet werden muß, so bitte ich Sie, ein nicht zu großes gefangenes Pferd uns zu senden. Bin 13 Jahre alt und will das Pferd be­sorgen so bitte ich um ein treues Tier. Im bejahen­den Falle bitte ick um mäßigen Preis." Der Gene­raloberst hat diesem tüchtigen Jungen, der seinen zum Heeresdienst eingezvgenen Vater vertritt, zu einem treuen Pferde verhalfen. Nun soll aber nicht etwa jeder Junge glauben, er brauche nur einen Brief an den Oberbefehlshaber des Heeres zu schreiben, wenn er gern ein Pferd haben will!

Word in einem Flugzeug.

Zum erstenmal, seit die Luftfahrt betrieben wird, ist in einem Flugzeug ein Mord begangen worden. Die Tat ereignete sick, wie derMessaggero" be­richtet, bei einem Uebungsflug über In­dianapolis in USA., wo ein Flugschüler sei­nen Lehrer erschoß. Während des Uebungsfluges

Wie der polnische Feldzug ins Soldbuch kommt.

Die amtlichen Gefechtsbezeichnungen der Heeresgruppe Nord.

Ndz. Die einheitliche Bezeichnung der verschiede­nen Kampfhandlungen im polnischen Feldzug wird soeben vom Oberkommando des Heeres für den Be­reich der Heeresgruppe Nord und die Zeit vom 1. 9. bis 10. 10. 1939 angegeben. Diese Klarstellung, die vorerst für Eintragungen in das Soldbuch der beteiligten Truppenteile gilt, dürfte Handhaben auch für die Geschichtsschreibung bieten. Folgende Schlacht- und Gefechtsbezeichnungen sind danach für die Kampfhandlungen der Heeresgruppe Nord fest­gesetzt worden:

1. Schlacht in Westpreußen vom 1. bis 5. 9. 1939, und zwar a) Kampf um die Brahe 1. bis 2.9., b) Gefechte in der Tucheler Heide 2. bis 5., c) Erstürmung der Festung Graudenz 1. bis 3. 9. 1939.

2. Verso lgung beiderseits der Weich­sel auf Warschau vorn 5. bis 12. 9. 1939.

3. Durchbruchskämpfe im Gebiet Mlawa Ch 0 rzele vom 1. bis 4. 9. 1939.

4. Kampf um die Narew-Uebergänge vom 5. bis 13. 9., und zwar a) Gefechte um Pultufk 6. bis 7., b) Gefechte um Rozan vom 5. bis 7., c) Erstürmung der Befestigungen von Nowo- grod 9. bis 10., d) Gefechte um Lumza 7. bis 11., e) Durchbruch durch die Befestigungen ostw. Wizna 8. bis 10., f) Wegnahme von Offowiec 13. 9.

5. Kampf um di e Bug-lieb ergänge 8. bis 10. 9. 1939, und zwar a) Gefechte um Wysz- kow 8. bis 10., b) Gefechte um Brok 8. bis 9.

6. Verfolgung in Ostp 0 len 11. bis 21. 9. 1939, und zwar a) Gefechte südlich Zcnnbrow 11. bis 13., b) Gefechte im Gebiet um Kaluszyn SiedleeGarwolinMinsk Maz.-Ostwock 12. bis 21., c) Kämpfe um Bialystok und ostw. 15. bis 18., d) Wegnahme der Festung Brest 14. bis 17., e) Gefechte bei ZabinkaKobryn 14. bis 18., f) Ge­fechte bei und südl. Wlodawa 17. bis 19.

7. Kämpfe vor M0dlin und Praga bis zur Heb ergäbe 10. bis 28. 9., a) Kämpfe vor Modlin 10. bis 28., b) Kämpfe vor Praga 13. bis 27.

8. Kämpfe um die polnischen Küsten- befe st ig ungen vom 1. 9. bis 1. 10. 1939, a) Kampf um die Westerplatte 1. bis 7. 9., b) Ein­nahme von Gdingen und der Oxhöster Kämpe 8. bis 19. 9^ c) Einnahme von Heia 8. 9. bis 10. 10. 1939.

Oie Hackfruchternte sichert Fleisch- und Fettversorguna.

In derNS.-Landpost" erklärt Oberregierungs­rat Dr. Clauß vom Reichsernährungsministerium: Die großen Kartoffel - und Rübenernten von 1937 und 1938 hätten den Aufbau der großen nationalen G e tr e id e r e s e rv e ermöglicht, über' die wir bei Beginn dieses Krieges verfügten und die uns gegen Rückschläge sichert. Die Kartoffel­ernten 1937 und 1938 erbrachten zusammen einen Mehrerttag von 21 Millionen Tonnen Kartoffeln, gleich 5% Millionen Tonnen Futtergetreide, die gleichzeitig erreichte Steigerung der Zuckerrüben­erzeugung um 1% Millionen Tonnen entlastete weiter die Getreidebilanz auf der Futterseite. Ins­gesamt sei 1937 und 1938 die Getreidebilanz auf

Nundsunkprogramm

Wonlag, 6. November.

6 Uhr: Landvolk, merk auf! 6.10: Morgengym­nastik. 6.30: Frühkvnzert. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: Gymnastik. 9.30: Schulfunk. 10: Kleine Rat- schlüge für den Garten. 10.15: Frohe Wersen. 11: Kammermusik. 12: Stadt und Land Hand in Hand. 12.10: Schloßkonzert aus Hannover. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Das Ständchen nach Tisch. 15: Zwei Stunden bei unte­ren Verwundeten in einem Lazarett in Frankfurt am Main. 17: Nachrichten. 17.10: Konzert. 18: Klin- gende Liebesgaben. Eine fröhliche Stunde des Neichsfenders Frankfurt für die Kameraden am Westwall. 19.10: Konzert. Dazwischen: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Übertragung vom Deutsch­landsender. 22 bis 22.15: Nachrichten.

Dienstag, 7. November.

6 Uhr: Landvolk, merk auf! 6.05: Morgengym­nastik. 6.30: Frühkonzert. Rhein-Mainifches Landes­orchester. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8.05: Gymnastik. 9.30: Schulfunk. 10: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 10.15: Frohe Weisen. 11: Konzert. 12: Stadt und Land Hand in Hand. 12.10: Don Leipzig: Mittagskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrich- ten. 13: Mittagskonzert. Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch ... 16: Nachmittagskon- zert. 17: Nachrichten. 17.10: Konzert. 18: Ruf ins Land: Berichte vom Landesernährungsamt. 18.15: Konzert. Dazwischen: 18.30: Aus dem Zeitgeschehen. 19.10: Berichte. 19.45: Politische Zeitungsschau. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertiagung vom Deutschland- sender. 22 bis 22.15: Nachrichten.___________________

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder- Dr. Fr. W. Sange; für Stadt Gießen. Pro­vinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. Druck und Verlag: Bruhlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich m Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zerj ftt Ps^lsits Nr. 4 vom L fifntembfX IM QBMb

Minister Dr. Goebbels die Filmtheater des <

ganzen Reiches der Hitler-Jugend und dem L..,---- ... ... .

BDM. zur Abhaltung von Jugendfilm- am Zoo Reichsrninister Dr. G 0 ebbe l s über dl« stunden und Morgenfeiern bereitgestellt, deutschen Sender zu der in allen deutschen Film- Sämtliche Filmtheater des Reiches stehen nun für theatern versammelten Hitler-Jugend sprechen, die Dauer des Krieges ein* bis zweimal monatlich Dann wird der im Auftrage der Reichsjugendfüh- an den Sonntagen bis elf Uhr vormittags zur Der- rung hergestellte Film von dem Einsatz der Jugend fügung. Durch diese großzügige Maßnahme wird im Kriege uraufgeführt. Sodann folgt ein Spiel­es der Hitler-Jugend und dem BDM. ermöglicht, film.

im Laufe eines Monats zweimal derartige Der-! ------