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Aufruf des Führers an die NSDAP

Ein einiges Deutschland ist noch nie besiegt worden

Oer Aufruf des Führers an das deutsche Volk.

Male versichert, wie sehr sie eine Verständi­gung, ja eine engste Freundschaft mit ihm wün­schen. Wenn die britische Regierung dieses An­gebot bisher immer ablehnte und nunmehr mit einer offenen Kriegsdrohung beankwortet, ist dies nicht Schuld des deutschen Volkes und seiner Regierung, sondern ausschließlich des britischen Kabinetts bzw. jener Männer, die seit Jahren die Vernichtung und Ausrottung des deutschen Volkes predigen. Das deutsche Volk und seine Regierung haben nicht wie Großbritannien die Absicht, die Welt zu beherr­schen, aber sie sind entschlossen ihre eigene Frei­heit, ihre Unabhängigkeit und vor allem ihr Leben zu verteidigen. Die im Auftrage der britischen Regierung von Herrn King hall ihm mitgeteilte Absicht, das deutsche Volk noch mehr zu vernichten als durch den Versailler Vertrag nehmen wir zur Kenntnis und werden daher jede Angriffshandtung Englands mit den glei­chen Waffen und in der gleichen Form beanl- worlen.

Berlin, 3. September 1939.

Wir wissen, daß nicht das britische Volk im gan­zen für all dies verantwortlich gemacht werden kann. Ls ist jene jüdisch-plulokratische und demokratische Herrenschicht, die in allen Völkern der Well nur gehorsame Sklaven sehen will, die unser neues Reich haßt, weil sie in ihm Vorkämpfer einer sozia­len Arbeit erblickt, von der sie fürchtet, daß sie ansteckend auch in ihrem eigenen Lande wirken könnte.

Den Kampf gtfgen diesen neuen Versuch, Deutsch­land zu vernichten, nehmen wir nunmehr auf. Wir werden ihn mit nationalsozialistischer Entschlossenheit führen. Die britischen Geld- und'Machtpolitiker aber werden erfahren, was es heißt, ohne jeden Anlaß gegen das nationalsozia­listische Deutschland in den Krieg ziehen Zu wollen. Ich war mir seit Monaten bewußt, daß das Ziel dieser Kriegshetzer ein schon seit langem gefaßtes war. Die Absicht, bei irgendeiner günstigen Ge­legenheit Deutschland zu überfallen, stand fest. Mein Entschluß aber, diesen Kampf zu führen und zu-

Gnadenerlaß des Führers.

Berlin, 2. Sept. (DNB.) Der Führer hat airt 1. September 1939 f ü r die Wehrmacht einen Gnadenerlaß ergehen lassen.

Danach sind bei Wehrmachtsangehörigen Ge­fängnisstrafen bis.zu sechs Monaten, haft-, Arrest-, und Festungshaststra- f e n sowie im bestimmten Umfang Geld st rasen erlassen. Ferner sind Reststrafen erlassen, die nicht mehr als drei Monate betragen. Lausende Verfahren, in denen keine schärferen ©trafen zu erwarten sind, werden eingestellt. Von dem Gna­denerweis bleiben ausgenommen Verbrecher, Fahnenflüchtige, Meuterer und ähnliche Elemente. Für die Angehörigen des Beurlaubten st an- des besteht'eine entsprechende Vergünstigung, so­bald sie in den Wchrdienst eintreten.

Gleichzeitig mit dem Gnadenerlaß haben der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht und der Reichsminister der Justiz Durchführungsbestim­mungen erlassen.

Selbsthilfe zu greifen.

Alle diese Vorgänge waren der britischen Regie­rung auf das genaueste bekannt. Es wäre ihr ein Leichtes gewesen, ihren großen Einfluß in Warschau aufzubieten, um die dortigen Macht­haber zu ermahnen, Gerechtigkeit und Mensch­lichkeit walten zu lassen und die bestehenden Ver­pflichtungen einzuhalten. Die britische Regierung h a t d i e s n i ch t g e t a n. Sie hat im Gegen­teil unter steter Betonung ihrer Pflicht, Polen unter allen Umständen beizustehen, die polnische Regierung geradezu ermuntert, in ihrem ver­brecherischen, den Frieden Europas gefährdenden Verhalten fortzufahren. Die britische Regierung hat aus diesem Geiste heraus den den Frieden Europas immer noch retten könnenden V o r - schlagMussolinis zurückgewiesen, obwohl die deutsche Reichsregierung ihre Bereit­willigkeit erklärt hatte, darauf einzugehen. Die britische Regierung trägt daher die Ver­antwortung für all das Unglück und das Leid, das jetzt über viele Völker gekommen ist und kommen wird.

4. Nachdem alle Versuche, eine friedliche Losung zu finden und abzuschließen, durch die Intransigenz tier von England gedeckten polnischen Regierung Unmöglich gemacht worden waren, nachdem >ie schon seit Monaten bestehenden bürgerkriegs- ihnlichen Zustände an der Ostgrenze des Reiches, chne daß die britische Regierung etwas dagegen elnzuwendeiH hätte, sich allmählich zu offenen Angriffen auf das Reichsgebiet ver- Itärtten, hat sich die deutsche Reichsregierung ent- ichlossen, dieser fortdauernden und für eine Groß­macht unerträglichen Bedrohung des erst äußeren «nd dann endlich auch des inneren Friedens des deutschen Volkes ein Ende zu bereiten mit jenen Mitteln, die, nachdem die Regiemngeu der

ker niemals mehr gegeneinander kämpfen zu lassen. Polen aber muß und wird als das wichtigste Glied der 'britischen Einkreisungs- und Vernichtungs­politik zum Frieden gezwungen werden.

Soldaten der Ostarmee! Ihr habt schon in knappen zwei Tagen Leistungen voll­bracht, auf die ganz Deutschland mit Stolz blickt. Ich weih, daß Ihr die Gröhe der Luch gestellten Aufgabe erkennt und E u er Aeußerstes tut, um zunächst diesen Geg­ner in höchster Schnelligkeit nieder- z u w e r f e n. Der mit ungeheueren Mitteln aufgebaute Westwall wird unterdes Deutsch­land gegen Frankreich und England abschirmen und damit schützen.

Ich selbst begebe mich als alter Soldat des Weltkrieges und als Euer Oberster Befehls­haber noch heute an die Front zn Euch.

Berlin, 3. September 1939.

gez. Adolf Hitler.

Berlin, 3. Sept. (DRV.) Der Führer erläßt folgenden Aufruf an die Rationalfozialisiische Deut­sche Arbeiterpartei:

Rationalsozialisten und Rationalsozialistinnen!

Unser jüdisch-demokratischer Welt­feind hat es fertiggebracht, das englische Volk in den Kriegszustand gegen Deutschland zu stellen. Die Gründe dafür sind genau so verlogen und fadenscheinig, als es die Gründe 1914 waren. Daran hat sich nichts geändert. Aber geändert haben sich die Kraft und der Wille des Reiches, dieses Mal den uns aufgezwungenen Kampf mit jener Entschlos­senheit zu führen, die nötig ist, um das neue beabsichtigte Verbrechen an der Menschheit zu­nichte zu machen. Das Jahr 1918 wird nicht wiederkehren. Die deutsche Wehrmacht wird im Osten in wenigen Wochen den von den Eng­ländern gelegten Einkreisungsring Zer­trümmern. Sie wird l m Westen in der größ­ten Festungsanlage aller Zeiten den deutschen Boden schützen. Das deutsche Volk wird dieses Opfer bringen in der Erkenntnis, daß es seiner Zahl, seinem Werte und seiner geschichtlichen Ver­gangenheit nach diese Auseinandersetzung nicht zu fürchten hat. Geschlagen sind wir in der Geschichte nur dann geworden, wenn wir un­einig waren.

Daß das Deutsche Reich und Volk in diesen Krieg mit unzerstörbarer Einigkeit hinein- und herausgehen soll, sei unser aller Schwur. Darin liegt die höchste Aufgabe für die nationalsozialistische Bewegung. Wer sich den Gemeinschaftsanordnungen widersetzt, aus

rückzuschlagen, steht noch fester. Deutsch» wird nicht mehr kapitulieren. Ein Frie­den unter einem zweiten noch schlimmeren Diktat von Versailles hat keinen Sinn. Sklavenvolk sind wir nicht gewesen und wollen wir auch in Zukunft nicht sein! Was viele Deutsche in der Vergangenheit für den Bestand unseres Volkes und unseres Reiches an Opfern bringen muhten, sie sollen nicht größer gewesen sein als jene, die wir bereit sind, h e u t e auf uns zu nehmen.

Dieser Entschluß ist ein unerbittlicher. Lr bedingt daher einschneidendeMaßnahmen^ Lr zwingt uns vor allem eines jetzt auf: Wenn der Soldat an der Front kämpft, soll niemand am Kriege verdienen. Wenn der Soldat an der Front kämpft, soll sich niemand zu Hause seiner Pflicht entziehen. Wer sich die­sen Geboten widersetzt, hat nicht damit zu rechnen, daß die Volksgemeinschaft auch auf ihn Rücksicht nimmt.

Im übrigen wissen wir: So lange das deutsche Volk in seiner Geschichte einig war, ist es noch nie besiegt worden. Rur die Uneinig­keit des Jahres 1918 führte zum Zusammenbruch. Wer sich daher jetzt an dieser Einigkeit versündigt, hat nichts anderes zu erwarten, als daß er als Feind der Ration vernichtet wird. Denn unser Volk in solchem Sinne seine höchste Pflicht erfüllt, wird uns auch jener Herrgott beistehen, der seine Gnade noch immer dem gegeben hat, der entschlos­sen, sich selbst zu helfen.

Die für die Verteidigung und Sicherung des Reiches notwendigen Gesetze werde ich erlassen, die für ihre Durchführung und Einhaltung vorgesehenen Männer bestimmt. Ich selbst begebe mich heute an die Front.

Berlin, 3. Seplember 1939.

(gez.) Adolf Hitler.

der Gemeinschaflsleistung sich entfernt, oder wer glaubt sie gar sabotieren zu können, wird dieses Mal unbarmherzig vernichtet. Der brave Soldat an der Front soll wissen, daß uns sein Leben immer noch Häher steht als das von Landesverrätern. Er soll aber auch wissen, daß in diesem Kampf erstmals in der Geschichte nicht von dem einen ver­dient wird, während die anderen ver­bluten. Wer daher glaubt, sich in diesen schicksal­haften Monaten oder Jahren bereichern zu können, erwirbt kein Vermöge, sondern holt sich nur den Tod.

Ich mache alle nationalsozialistischen Funktionäre dafür verantwortlich, daß sie auch in ihrem persön­lichen Leben vorbildlich die Opfer auf sich nehmen, die die Gemeinschaft zu tragen hat. Was wir heute besitzen, ist gänzlich belanglos, entscheidend ist nur eines: daß Deutsch­land siegt!

Was wir heute verlieren, ist ohne Bedeutung, wichttg aber ist, daß unser Volk seinem Angrei­fer widersteht und damit seine Zukunft ge­winnt. In wenigen Wochen muß die nattonal- sozialistische Kampfbereitschaft sich in eine auf Leden und Tod verschworene Einheit verwandelt haben. Dann werden die kapitalistischen Kriegshetzer Englands und seine Trabanten in kur­zer Zeit erkennen, was es heißt, den größten Volks­staat Europas ohne jede Veranlassung angegriffen zu haben. Der Weg, den wir heute beschreiten, ist nicht schwerer als der Weg von Versailles bis 1939. Wir haben nichts zu verlieren, wir haben alles zu gewinnen.

Berlin, den 3. September 1939.

gez.: Adolf Hitler.

Wie eine Mauer aus Stahl und Eisen

Oes Führers Aufrufe an die Wehrmacht.

Englands Schuld am Kriege.

Das deutsche Volk weist das englische Ansinnen mit aller Entschiedenheit zurück

Berlin, 3. Sept. (DRB.) Der Führer erläßt folgenden Aufruf an das deutsche Volk:

Seit Jahrhunderten hat England das Ziel ver­folgt, die europäischen Völker der britischen Welter- oberungsidee gegenüber dadurch wehrlos zu ma­chen, dass ein Gleichgewicht der Kräfte proklamiert wurde, nachdem England das Recht in Anspruch nahm, den ihn jeweils am gefähr­lichsten erscheinenden europäischen Staat unter fadenscheinigen Vorwänden anzu­greifen und zu vernichten. So hat es einst die spanische Weltmacht bekämpft, später die hol­ländische, dann die französische und seit dem Jahre 1871 die deutsche. Wir selber sind Zeuge gewesen des von England getriebenen Einkreisungs- kampfes gegen das Deutschland der Vorkriegszeit.

Sobald sich das Deutsche Reich unter seiner nationalsozialistischen Führung von den furchtbaren Folgen des Versailler Diktates zu erholen be­gann und die Krise zu überstehen drohte, setzte die britische Einkreisung sofort wie­der ein. Die uns seit dem Weltkrieg bekannten britischen Kriegshetzer wollen nicht, daß das deutsche Volk lebt. Sie haben vor dem Welt­krieg gelogen, daß ihr Kampf nur dem Hause Hohenzollern oder dem deutschen Militarismus gelte, daß sie keine Absichten auf deutsche Kolonien hätten, daß sie nicht daran dächten, uns die Han- delsflotte zu nehmen, und sie haben dann das deutsche Volk unter das Versailler Diktat gezwungen. Die getreue Erfüllung dieses neuen Diktates hätte früher oder später 20 Mil­lionen Deutsche ausgerottet.

Ich habe es unternommen, den Widerstand der deutschen Ration dagegen zu mobilisieren und in einer einmaligen friedlichen Arbeit dem deutschen Volk wieder Arbeit und Brot zu sichern. In eben dem Ausmaß, in dem die friedliche Revision des Versailler Gewaltdiktates zu ge­lingen schien und das deutsche Volk wieder zu leben begann, setzte die neue eng­lische Einkreisungspolitik ein. Die glei­chen Kriegshetzer wie vor 1914 traten auf.

Ich habe England und dem englischen Volk zahl­reiche Male die Verständigung und die Freundschaft des deutschen Volkes angeboten. Meine ganze Politik war auf den Gedanken dieser Verständigung aufgebaut. Ich bin stets zurück- g e tu i e f en worden und unter heuchlerischen Er­klärungen wurden immer neue Vorwände gesucht, um den deutschen Lebensraum einzuengen und um da, wo wir niemals britische Interessen bedrohten, das eigene Leben zu erschweren oder zu unterbinden.

England hat Polen zu jener Haltung veran- laßt, die eine friedliche Verständigung unmöglich machte. Ls hat durch feine Garantieerklärung der polnischen Regierung die Aussichten eröffnet, ohne jede Gefahr Deutschland zu pro- votieren, ja angreifen zu dürfen.

Die britische Regierung hat sich aber in einem getäuscht: das Deutschland des Iahres 1939 i st nicht mehr das Deutschland von 1914! Und der Kanzler des heutigen Reiches heißt nicht mehrBethmann-Hollweg.

Ich habe ferner in meiner Rede in Saarbrücken und in Wilhelmshaven erklärt, daß wir uns gegen die britische Einkreisungspolitik zurWehr sehen werden. Ich habe vor allem keinen Zweifel darüber gelaffen, daß trotz aller Geduld und Langmut die polnischen Angriffe gegen Deutsche sowohl als gegen die Freie Stadt Danzig ein Ende fin­den müssen. Gestärkt durch die britische Garantie­erklärung und durch die Versicherungen britischer Kriegshetzer Hal Polen geglaubt, diese Warnung i n den Wind schlagen zu dürfen. Seit zwei Tagen kämpft nun die deutsche Wehrmacht im Osten, um die Sicherheit des Reichsgebietes wieder herzustellen. Der polnische Widerstand wird von unseren Soldaten gebrochen. England aber kann glauben: Heute sind im Deutschen Reich 90 Mil­li o n e n M e n s ch e n v e r e i n i g t. Sie sind c n t- schlossen, sich von England nicht ab- tufirgen zu lassen. Sie haben nicht hierzu wie England 40 Millionen Quadratkilometer auf dieser Erde durch Krieg erobert. Aber sie haben den Willen, auf diesem Boden, der ihnen gehört, zu leben und sich das Leben von England auch nicht nehmen zu lassen.

Demokratien alle anderen Revisionsmöglichkeiten praktisch sabotiert hatten, allein noch übrig bleiben, um die Ruhe, die Sicherheit und die Ehre des Deutschen Reiches zu verteidigen. Sie hat auf die letzten, das Reichsgebiet bedrohen­den Angriffe der Polen mit gleichen Maß­nahmen geantwortet. Die deutsche Reichs- regiierung ist nicht gewillt, infolge irgendwel­cher britischen Absichten oder Verpflichtungen im Osten des Reiches Zustände zu dulden, die jenen gleichen, wie wir sie in dem unter britischem Pro­tektorat stehenden Palästina vorfinden. Das deutsche Volk aber ist vor allem nicht gewillt, sich von Polen mißhandeln zu lassen.

5. Die deutsche Reichsregierung lehnt daher die versuche, durch eine ultimative Forderung Deutschland zu zwingen, seine zum Schuhe des Reiches angetretene Wehrmacht wieder zurück- zurufen und damit die alte Unruhe und das alte Unrecht erneut hinzunehmen, ab. Die Drohung, Deutschland ansonsten im Kriege zu bekämpfen, entspricht der seit Jahren prokla­mierten Absicht zahlreicher brittscher Politiker. Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk haben dem englischen Volk unzählige

Aufruf des Führers an die Soldaten der Ostarmee.

Berlin, 3. September. (DNB.) Der Führer hat folgenden Aufruf an die Soldaten der Ost- armee erlassen:

Soldaten der Ostarmee!

Seit Monaten betreibt England seine schon vor dem Weltkriege bekannte Politik der EiNkretsung gegen Deutschland. Es versucht zu diesem Zweck sich aller, europäischer Staaten und Völker zu be­dienen. Polen war ausersehen, in dieser Ein- kreisungsfront eine um so wichtigere Rolle zu spie­len, als die Sowjetunion es ablehnte, ihre eigenen Interessen den englischen unterzuord­nen. Die dauernden Verfolgungen der Deutschen in Polen, der mit allen Mitteln begonnene Kamps gegen die Freie Stadt Danzig zwangen mich zu­nächst, an unserer O st front die Maßnah­men zur Sicherung des Reiches zu tref­fen. Der Nichtangriffs- und Konsultativpakt mit Sowjetrußland hat die beiden größten und stärksten Staaten Europas in dem Willen geeint, ihre Vol-

Das deutsche Memorandum.

Berlin, 3. Sept (DJtB.) Die britisch« Regie- ning Hal in einer Role an die Reichsregierung die Forderung gestellt, die auf polnisches Ge- biet vorgedrungenen deutschen Trup­pen wieder an i h re Ausgangs slellun- gen zurückzuziehen. Heute morgen 9 Ahr wurde durch den englischen Botschafter in Berlin in einer herausfordernden Rote mitgeteilt, wenn bis 11 Uhr nicht in London eine be­friedigende Antwort erteilt wird, England sich als i m Kriegszustand mit Deutsch­land befindlich betrachte. Darauf ist dem britischen Botschafter folgendes Memorandum über­mittelt worden:

Die deutsche Reichsregierung hat das Ultimatum der britischen Regierung vom 3. September 1939 er­halten. Sie beehrt sich, darauf folgendes zu er­widern:

1. Die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk l e h n e n e s a b , von der britischen Regierung ultimative Forderungen ent gen zu- nehmen, anzunehmen oder gar zu er­füllen.

2. Seit vielen Monaten herrscht an unserer O st grenze dertatsächliche Zu st and des Krieges. Nachdem der Versailler Vertrag Deutschland erst zerrissen hat, wurde allen deutschen Regierungen seitdem jede friedliche Regelung verweigert. Auch die national­sozialistische Regierung hat nach dem Jahre 1933 immer wieder.versucht, auf dem Wege friedlicher Aushandlungen die schlimm st en Vergewal­tigungen und Rechtsbrüche dieses Vertrages zu d e se i t i g e n.

Es ist mit in erster Linie die britische Regierung gewesen, die durch ihr intran­sigentes Verhalten jede praktische rlevision vereitelte. Ohne das Dazwischentreten der brittschen Regierung wäre dessen sind sich die deutsche Reichsregierung und das deutsche Volk bewußt zwischen Deutschland und polen sicher eine vernünftige und beiden Seiten gerecht werdende Losung gefunden worden.

Denn Deutschland hatte nicht die Absicht oder die Forderung gestellt, Polen zu vernichten. Das Reich forderte nur die Revision jener Artikel des Versailler Vertrages, die von einsichts­vollen Staatsmännern aller Völker schon zur Zeit der Abfassung dieses Diktates als für eine große Nation sowohl als für die gesamten po­litischen und wirtschaftlichen Interessen Osteuropas auf die Dauer untragbar und damit unmög­lich bezeichnet worden waren. Auch britische Staatsmänner erklärten die Deutschland damals aufgezwungene Wendung im Osten als den Keim fpäterer Kriege. Diese Gefahr zu beseitigen, war der Wunsch aller deutschen Reichsregierungen und besonders die Absicht der neuen national­sozialistischen Dolksregierung. Diese friedliche Re­vision verhindert zu haben, ist die Schuld Der britischen. Kabinettspolitik.

3. Die britische Regierung hat ein einmaliger Vorgang in der Geschichte dem polnischen Staat eine Generalvollmacht erteilt für alle Handlungen gegen Deutschland, die dieser Staat etwa vorzunehmen beabsichtigen würde. Die britische Regierung sicherte der polnischen Regierung unter gewissen Umständen für den Fall, daß sich Deutsch­land gegen irgendeine Provokation oder einen An­griff zur Wehr setzen würde, ihremilitärische Unterstützung zu. Daraufhin hat der polnische Terror gegen die in dem einst von Deutschland weg- gerissenen Gebieten lebenden Deutschen sofort u n - erträglicheFormen angenommen. Die F r e i e StadtDanzig wurde gegen alle gesetzlichen Be­stimmungen rechtswidrig behandelt, erst wirtschaftlich und zollpolitisch mit dar Vernich- t u ng b e d r o h t und endlich militärisch zerniert und verkehrstechnisch ab gedr o s s e l t. Alle diese der britischen Regierung genau bekannten Verstöße gegen das Gesetz des Danziger Statuts wurden gebil­ligt und durch die ausgestellte Blankovollmacht an Polen gedeckt. Die deutsche Regierung hat, er­griffen von dem Leid der in Polen gequälten und unmenschlich mißhandelten deutschen Bevölkerung dennoch fünf Monate lang geduldig zugesehen, ohne auch nur einmal gegen Polen eine ähnlich aggressive Handlung zu betätigen. Sie hat nur Polen gewarnt, daß diese Vorgänge auf die Dauer unerträglich sein würden, und daß sie entschlossen sei für den Fall, daß dieser Bevölkerung sonst keine Hilfe würde, zur