Ausgabe 
4.4.1939
 
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gestellt sind, sind zu nennen:

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WHW., Ortsführung Gießen-Güd.

Wirtschaft

Abend eine neue Bestätigung dafür erhalten, daß

diese Art der Feierabendgestaltung allen Besuchern neu besonderen Umfang. Es überwogen zumeist Marktverkauf: Kälber un jjCJälÜ&fc Freude macht. Ineue kleine Steigerungen. Reichsbank wurden zujmel und Schafe mittel.

werden?

Die Ergebnisse der Raumforschung, werden der Raumordnung nutzbar gemacht. Es handelt sich also bei der Raumordnung um eine große Aufgabe; ihre Bedeutung hat Staatssekretär Dr. Muhs von der Reichsstelle für Raumordnung mit den Worten ge* kennzeichnet:Ich glaube, es steht heute wohl frag­los fest, daß es sich um die Arbeit an einer der größten Aufgaben des nationalsozialistischen Deutsch­lands handelt, und daß jeder sich glücklich schätzen darf, wenn er hier an einer schöneren Zukunft un­seres Volkes mitarbeiten kann."

Frankfurt a. M 4. April. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 1100 Kälber, 70 Hümmel, 80 Schafe, 4800 Schweine. kosteten: Kälber 30 bis 65 Mark, Hämmel 30 biq 51, Schafe 20 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Hani'

der Kundschaft vor, anderseits kam kein Angebot heraus. An den Aktienmärkten verblieb eine feste Tendenz, die Umsatztätigkeit erreichte aber kei-

Jm Turnier zu Karlsruhe kam es zwischen Becker (Weiß) und Lange (Schwarz) zur abgebildeten Stel­lung. Schwarz am Zuge konnte durch eine über­raschende Kombination entscheidenden Material­gewinn erzielen. Auf welche Weise?

Energische Verfolgung.

BOM.-ilntergau 116 Gießen.

DDM Gruppe 1/116, Gießen-Süd.

Da unsere Gruppe aus dem Leistungswettkampf als beste hervorgegangen ist, werden wir nun durch die Obergauführerin Else Riese besichtigt. Dazu treten alle Mädel heute, Dienstag, 4. April, in tadel- loser Kluft um 20 Uhr amHessischen Hof" an. Die Beurlaubungen sind für diesen Tag aufgehoben.

Lachendes Allerlei."

8 Pf., Blumenkohl, das Stück 40 bis 50, Salat 20 bis 50 Pf., Salatgurken 1 Mark, Endivien 25 Pf., Lauch 12 bis 15, Sellerie, X kg 40 bis 5n dieschen, das Bündel 20 bis 25 Pf.

.** Nächsten Samstag kein Kranken- kassendienst. Die Allgemeine Ortskrankenkasse für Stadt- und Landkreis Gießen gibt heute bekannt, daß die Krankenkasse am kommenden Samstag, 8. April, geschlossen ist.

können.

Praktisch spielt sich die Arbeit bis jetzt nicht in der vorstehend aufgeführten Stufenfolge ab. Die durch die Geschehnisse der jüngsten Vergangen­heit und der Gegenwart bedingte Beanspruchung des deutschen Raumes zwingt auch ohne die letzten theoretischen Erkenntnisse zum Handeln. Hier muß oft an Stelle exakter Erforschungsergebnisse und sorgfältiger Beobachtung ein von tiefer Verantwor­tung getragenes Raumgefühl treten und zwischen den einzelnen WünsHen vieler die für die Allge­meinheit zweckmäßige Lösung finden. Trotzdem ist die Raumbestandsaufnahme und die Raumbeob­achtung, die in der Praxis vielfach ineinander über­gehen, bereits im Rahmen des Möglichen vorange­trieben worden. Allerdings bleibt noch viel zu tun übrig. Ein weiteres Arbeitsgebiet ergibt sich hier auch für die Reichsarbeitsgemeinschaft für Rau m- forschung, die bereits wichtige Grundlagen auf diesem Gebiet schaffen konnte. Die Tätigkeit der Reichsstelle für Raumordnung wird nämlich durch i>ie iüs LmmiüiMss

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der vom Leiter der Reichsstelle für Raumordnung ernannten Mitglieder bei oen öiijungen des Beirats : i|t unzulässig. Die Sachvearbeiter, oie dem Beirat : angeboren, arbeiten in den Fachausschüssen der , Lauoesplanungsgemeinichasten. Daourch |oU das Nebeneinander und Durcheinander durch ein ver- : sianonlsvoUes Miteinander abgelöst werden. Die Geschäftsführer der Landesplanungsgemeinschasten

/ |inö die Landesplaner, die über ein vielseitiges Wissen, Erfahrung und grotzes Geschick in oer Lanoesplanung verfugen muffen. Der Landesplaner steht den Fachausschüßen vor. In großen Bezirken oder für Sonderausgaben sind noch Bezirksplaner "Su iSt nun die Reichsstelle für Raumordnung die eben umrijfene Ausgabe anzupacken? Die Ar­beitsmethode und der Arbeitsprozeß lassen sich m drei Stufen aufgliedern: .

1 In die Raum bestands aus nähme, d. h. in das einheitliche Erfassen dessen, was im Raum vorhanden ist, und in Erkenntnis der Ent­wicklungsrichtung der im Raum wirkenden Kräfte (Raumbeobachtung).

2. In die Raumplanung, d. h. m das Hinauskristallisieren der tragenden Raumordnungs­ziele und in ihre Propagierung bei den stellen, Deren Vorhaben und Planungen raumonenhert sind.

3. In die Raumgestaltung, d. h. in Die Herbeiführung einer sinnvollen Raumnutzung mit Hilfe einer oorausschauenden, allgemeinen Raum­verteilung einerseits und des besonderen Raum- ausqleichs zwischen den verschiedenartigen Raum­inanspruchnahmen (z. B. Wehrmacht, Siedlung, Landwirtschaft usw.) anderseits.

In diesen drei großen Gruppen sind folgende Aufgabengebiete enthalten:

1. Die Raumbestandsaufnahme hat zu erfassen: die Berehrsstraßen, sonstige Verkehrs­flächen (Autobahnen, Eisenbahnen), Wasserflächen (Flusse, Bäche, Kanäle), Landwirtschaft, Forstwirt- schast Bergbau (Steinkohle, Braunkohle, Torf, Lebm, Ton, Kies, Steine und Erden, Erze, Mine­ralien, Erdöl, Kali usw.), Wohn- und Siedlungs- bau, Gewerbe und Industrie, Grünflächen, Sto= rungsflächen (z. B. Aufschwemmungsgebiete, durch den Bergbau gestörte Oberflächenbebauung), Schutz­gebiete (Naturschutzgebiete, Quellenschutzgebiete, Hell­auellenschutzgebiete). ,

2. Die Raumplanung setzt sich zusammen aus Reichsplattung, Landesplanung, Bezirksplanung, Städte- und Gemeindeplanung. Die Arbeit wird von den obenerwähnten Raumordnungsbehorden geleistet. Dabei wurde kein neuer Behördenapparat aufgezogen, sondern die Behördenoerwaltungen be­nutzt. Die Arbeitsverteilung zwischen der zentralen Reichsstelle und den Planungsbehörden ist etwa f a)9'Straffe zentrale Auffassung der gesamten Pla­

nungsbehörden bei der Reichsstelle; .

b) Beschränkung der Reichsstelle als zentrale Lei­tung auf Lenkung und Führung der Arbeit;

c) das Schwergewicht der Raumordnungsarbeit liegt an der Peripherie bei den Planungs­behörden in den Raumordnungsräumen;

d) einheitliche Zusammenfassung der gesamten öffentlichen Verwaltung in der Arbeit;

e) Loslösung von bürokratischen Fesseln, d. h. die Zentrale hat die Gesamtinteressen, die Pla­nungsbehörden die lokalen Interessen zu be­rücksichtigen.

Ausgangspunkt der Raumplanung ist zwar der bestehende Zustand des Raumes, zu berücksichtigen sind aber auch die vorhandenen Kräfte des Raumes und die sich daraus ergebenden Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten, wobei der Faktor Mensch" eine wesentliche Rolle spielt. Dieto­talen Raumordnungsprobleme" sol­len vor allem die zweckmäßig st e Ver­te i l u ng d e s Menschen im Raum und die be st möglich st e Raumnutzung aufzei- gen.

Dabei hat sich gezeigt, daß die Schaffung eines Raumordnungs rechts dringens notwendig ist. Vorhandenes Recht ist nach raumpolitischen Ge­sichtspunkten auszurichten, Boden- und Baurecht müssen als Raumordnungsrecht gestaltet werden. Besonderes Schwergewicht ist dabei auf die Städte zu legen, weil sie Kristallisatonspunkte der Raum­ordnung darstellen. Sie können nichtfür sich" ge­plant werden, sondern sind in die Raumverord-

Die raumpolitische Untersuchung für die Sied­lungslenkung (wie muß der Siedlungskörper als Wohnraum des schaffenden Menschen im einzelnen gestaltet, wie soll die Beschäftigungs­stätte beschasseu sein?).

Untersuchungen der raumpolitischen Grund­lagen für die Erholungsplanungen (welche Er­holungsmöglichkeiten müssen den schaffenden Menschen gegeben sein, in welcher Beziehung haben sie zur Siedlungs- und Beschäftigungs­stätte zu stehen?).

3. Untersuchungen für die Beseitigung der indu­striellen Ballungsbestrebungen.

4. Wie ist das organisch richtige Raumverhältnis zwischen industriellem, gewerblichem und land­wirtschaftlichem Sektor?

5. Wie kann ein unorganischer Raumzustand durch zweckmäßige Lenkung der öffentlichen Mittel und Zentralmaßnahmen sinnvoll beeinflußt

185 (183,75) gesucht, waren aber ohne'Notiz. IG' Farben zogen auf 150,65 (150,40) an, dagegen Me- tallgesellschast weiter abbröckelnd auf 116,75 (117). Don Montanwerten stiegen Rheinstahl auf 136,25 (135,50), Buderus auf 106 (105,50), Mannesmann mit 112,50 und Deutsche Erdöl mit 126,75 lagen un< verändert. Von Maschinenwerten befestigten sich MAN. auf 143,50 (143), Demag auf 148,50 (148), Daimler auf 137 (136.50) und Moenus um 1 v. Sy auf 125,50. Von sonstigen Veränderungen seien Bembcrg mit 136 (135,50), Westdeutsche Kaufhof mit 105,75 (105,50). Iunghans mit 97,50 (97) und Gesfürel mit 137,50 (137) erwähnt. Arn Renten« markt waren 6proz. IG.-Farben zum Mittags« kurs von 123,50, Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. höher mit 123,90 gefragt; Kommunal-Umschuldung stellten: sichd halbamtlich auf 93,60 nach 93,70 mittags.

granffurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 3. April. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W9 212 (am 29.3. 210), W 11 214 (212), W 12 215 (213), W 13 216 (214), W 16 219 (217), W18 221 (219), W 19 223 (221), W 20 225 (223). Roggen R 11 198 (196), R 12 199 (197), R 14 201 (199), R 15 202 (200), R 16 204 (202), R 17 205,- (203), R 18 206 (204), R 19 208 (206) Großhandels­preise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste, Futterhafer. Weizenmehl Type 812 W 13 29,85 (29,75), W 16 29,85 (29,75), W 18 29,85 (29,75), W 19 29,85 (29,75), W 20 (Kreis Al­zey) 29,85 (29,75). W 20 (Kreis Worms) 30,20 (30,10) plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Roggen­mehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 Plus 0,50 RM. Fracht-Aus­gleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggen- futtermehl R19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlen- ftation. Treber. Wiesenheu, handelsüblich 5,40, Wiesenheu, gut, gesund, trocken 6,40, Kleeheu, do. 7,40 bis 7,80, Luzerneheu, do. 7,80 bis 8,20, Weizen- stroh, bindfadengepreßt oder gebündelt 2,80, Rossi genstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Verladestation.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

band er fast unmerklich eine Melodie mit der an­deren.

Udo V i e tz sorgte für den Humor. Er tat es in manchem seiner Vorträge mit einem unterhaltsamen philosophischen Einschlag und erwies sich dabei als ausgezeichneter Menschenkenner. Ein unerschöpflicher Born der Mimik, der drastischen Geste stand ihm zur I Verfügung, und so war seinen Darbietungen der Erfolg sicher. Sehr ansprechend empfahl er auch seine Künstlerkameraden der Gunst der Zuhörer.

Jngried Larssen-Iäger bewies ein erstaun­liches Können auf ihrem Saxophon und erntete für alle ihre Darbietungen starken Beifall. Leonore Bader mimte Kinderstimme, fang das Lied von dem Kinde, das feiner Mutter alles verspricht, er­rang mit einer Tonfilmparodie stürmischen Bei­fall und gab ein luftiges Zwiegespräch zwischen zwei Berliner Rangen zum Besten. Die Zuhörer folgten aufmerksam und dankbar.

Schließlich gab es immer wieder auch das virtuose Können Helmuth M o e n ck e s auf dem Akkordeon zu bewundern, der durch sein beseeltes Spiel viel zum Erfolg des Abends beitrug.

Die NSG.Kraft durch Freude" hat mit diesem

In glücklicher Mischung bekamen am gestrigen Montagabend die Gäste der NSG.Kraft durch Freude^ in einer großen, wiederum ausgezeichnet besuchten Veranstaltung im Gloria-Palast Musik und Humor vorgesetzt. Herbert Jäger mit seinen So­listen war zu Gast, und sie waren alle bemüht, ihre Zuhörer nach besten Kräften zu unterhalten. Das gelang ihnen auch, denn die Mitwirkenden, ob­wohl es nur deren fünf waren, brachten eine solche | Fülle des Könnens und der guten Laune mit, daß niemand unbewegt bleiben konnte.

Herbert Jäger selbst, der mit seinen Künstlern vom Rundfunk her bekannt ist, zeigte sich am Flügel als Meister der Variationen und der Improvisatio­nen, er spielte auf die verschiedenste Art das Lied Hänschen klein", begleitete virtuos zu den solisti- schen Darbietungen seiner Kameraden und unter­malte auch das gesprochene Wort so geschickt, daß die Wirkung nicht ausbleiben konnte. Einen starken Eindruck machte er auf jedermann mit seinem Wunschkonzert", in dem er auf Zuruf all das spielte, was seine Zuhörer wünschten, ohne auch nur ein Blatt Noten vor sich zu haben. Dabei ver-

Cöfung der SchachaufgabeVerwicklungen im Mittelspiel". Weiß (Keres): Kgl, Dg4, Tc4, Tdl, Lb2, Sg5, Ba2, b3, f2, g2, H3 (11). Schwarz (Capablanca): Kg8, Db8, Tb5, Tc8, Lf4, Sg6, Ba6, c6, f7, g7, H7 (11). Weiß gewinnt. 1. Sg5Xf7! (Das Sprin- geropfer zerstört die schwarze Königsstellung. Es droht nun Dg4e6.) 1.....Kg8Xf7 jetwas besser

ist 1. ., Tc8e8, was Capablanca spieltej. Es

folgte jedoch 2. g2g3, wonach der schwarze Läufer kein gutes Feld hatte. Keres gewann durch fein Materialübergewicht.) 2. Tdlb7+, Kf7f8 (auf 2..... Kf7e8 oder 2. ..., Kf7g8 folgt 3.

2)g4e6+ nebst 4. Lb2Xg7 matt). 3. ßb2Xg74-, und Weiß fetzt durch Dg4e6 matt.

Oie Narrenkappe.

heiler ist die Kunst.

Der Maler T r ü b n e r war eifrig damit be­schäftigt, seine Werke aus der Zeit, da er noch nicht bekannt war und welche sehr im Werte ge­stiegen waren, wieder zurückzukaufen. Da geschah es ihm, daß er im Schaufenster einer Münchner Kunsthandlung ein Bild von feiner Hand fänd, kurz entschlossen betrat er den Laden und fragte den Verkäufer:Was kost' der Trübner, den S' da im Fenster haben?"5000 Mark!" war die Antwort.

Was, für so an Schmarrn wollen S' 5000 Mark?" empörte sich der Meister.

Ja, da hätten S' halt schöner malen sollen, Herr Professor!" kam prompt die Antwort.

*

Der Kunsthändler Karl H a b e r st o ck, so erzählt dieKunst für Alle", saß Trübner zu einem Brustbild. Das halbfertige Porträt wollte dem Ab- fonterfeiten fast schon schmeichelhaft erscheinen, er sagte etwas von Naturtreue und tippte auf die Stellen, wo nach seiner Meinung Runzeln und Falten zu sehen sein müßten. Darauf Trübner: Wegen Naturtreue wenden Sie sich bitte an den Photographen Dransfeld am Ende der Straße. Mich verschonen Sie freundlichst mit ihren Ge- sichtsfalten ich male Geschichte und keine Feuilletons."

Die Festrede.

Wilhelm Busch liebte keine rauschenden Feste. Man kann sich daher leicht vorstellen, mit welchen Gefühlen er einem Festmahl beiwohnte, das man ihm aus irgendeinem Anlaß gab. Rede folgte auf Rede. Wilhelm Busch war beklommen zumut bei dem Gedanken, daß man auch von ihm eine rhe­torische Leistung verlangen werde. Richtig, schon neigte sich der Vorsitzende zum Ohr des Ehren­gastes und flüsterte:Verehrter Meister, nachdem wir soviele Reden gehört haben, dürften mir viel- leicht hoffen '" Wilhelm Busch nickte ergeben,^ schlug an sein Glas und Todesstille herrschte. Aller Augen hingen wie gebannt an seinen Lippen. Wilhelm Busch aber blieb sitzen. Er lächelte etwas verlegen. Und dann rief er, allen vernehmlich, in die Stille hinein:Ober, noch ein Helles!"

Selbst die größten Nörgler mußten zugeben, daß an dem Tag keine schönere Rede gehalten worden sei.

Mein-Mainische Börse.

Mittagsbörse fest.

Frankfurt a. M., 3. April. Auch zu Beginn der neuen Woche zeigte die Börse festes Gepräge. Die Umsatztätigkeit erfuhr auf Grund einer stär­keren Kundschaftsbeteiligung eine beachtliche Be­lebung, da nunmehr die Mittel aus den Erträgnis­sen des Kupontermins etwas reichlicher flössen.

Am Aktienmarkt ergaben sich auf den mei­sten Marktgebieten erneut durchschnittliche Steige­rungen von 0,50 bis 1,50 v. H. Eine Sonderbewe- gung hatten Reichsbank-Anteile, die nach 179,40 (178) auf 183 anftiegen und lebhaft umgesetzt wur­den. Stärker befestigt waren außerdem von Zell- ftoffroerten Feldmühle Papier mit 115 (112,50). Don Montanwerten lagen Vereinigte Stahl mit 105,25 bis 105,75 (104,75) Klöckner mit 117,13 bis 117,75 (116,50) und Mannesmann mit 111,90 bis 112 (111,40) ziemlich lebhaft. Maschine na kti en «stell­ten sich durchweg 0,50 bis 1 v. H. höher, Rhein­metall gewannen 1,40 v. H. auf 132,65. IG. Far­ben lagen still und mit 150 behauptet, während Metallgesellschaft 0,65 v. H. abgaben auf 117. Eben­so lagen VDM. mit 177,50 (178) und Westdeutsche Kaufhof mit 105 (105,50) nicht voll behauptet. Elektropapiere waren verhältnismäßig Ml, Gesfürel 1 v. H. höher mit 136.

Am Rente nm arkt fliegen Reichsaltbesitz wei­ter an auf 131 (130,70), und im Freiverkehr gingen I Kommunal-Umschuldung mit 93,65 bis 93,70 (93,65) ebenso 4 v. H. Rentenbank-Ablösung mit unverändert 89,25 lebhaft um. Städte-Altbesitz stellten sich auf [134,50 bis 134,75. Pfandbriefe zeigten bet ruhigem Geschäft keine Veränderungen. Industrie-Obligatio­nen lagen überwiegend behauptet, weiter fest 6 v. H. IG. Farben mit 123,50 (123). Stadtanleihen notier­ten im wesentlichen unverändert; nach Pause v. H. Darmstadt von 1928 96,90 (97,13), ebenso 14V2 v. H. Mainz von 1928 mit 97,25 (97,13). Reichs­altbesitz erhöhten sich später auf 131,13 nach 131, dagegen Reichsbahn-Dorzugsaktien 0,25 v. H. schwä­cher mit 123,75.

Im Freiverkehr nannte man wenig ver­änderte Kurse, Dingler Maschinen 107,25 bis 109,25, Elsass. Bad. Wolle 96,50 bis 98,50, Verein. Fränk. Schuh 82 bis 84. Tagesgeld unverändert 2,50 v. H.

Abendbörse guf behauptet.

An der Abendbörse lagen nur kleine Kaufaufträge

In einem Vierkampf zu Baden-Baden kam zwischen Sutterer (Weiß) und Schiffler (Schwarz) zur abgebildeten Stellung. Weiß hatte die Qualität mehr und hoffte durch seinen letzten Zug Kglf2 Kohlenabrechnung. I weiteres Material zu erobern, da der Se2 gefesselt

von 16 bis 19 Uhr auf der Geschäftsstelle Credner- Lösung

straße 24 einzureichen. Später eingereichte Koh- der SchachaufgabeEine überraschende Wendung. lengutscheine werden nicht mehr angenommen. Weiß: Kgl, Ddl, Tal, Tel, Lcl, Se5, Ba2, c3, .x AAK Ic2, d4, f4, g2, H2 (13). Schwarz: Ke8, Df6, Ta8,

HL. Bann und Untergau 116. XI)8, Le6, ßf8, Ba7, c7, c6, d5, f7, g7, H7 (13).

Am Mittwoch, 5. April, findet die 6. Zusatzvor- Weiß gewinnt.-14^f4-f5! ^,u55^un9^ehrpr^ef^1: stellung des HI.-Theaterrintzes statt. Zur Auf- Wirkung des TI.) 14. ..., Dl6Xf5. (Al^ernfalls ührunq gelangtDer fliegende Holländer". Die geht der Le6 verloren. Auf 14...... Le6Xf5 folgt Karten sind sofort auf der Verwaltungsstelle des 15. Se5g4+ mit Damengewinn.) 15. Tel fl, Bannes und Untergaues 116 gegen bar abzuholen. Df5e4. 16. Tflf4, und die schwarze Dame ist 1 eingesperrt.

nungscirbeit einzubauen.

Neben dieser geschildertenregionalen Totalpla­nung" muß zur Durchführung einer wirksamen Reichsplanung eine einheitlicheFachplanung" tre­ten (z. B. Standorte der Wehrmacht, Eisenbahnnetz, Autobahnnetz, Energiewirtschaft usw.). Die Aufgabe der Reichsstelle für Raumordnung ist die Herbei­führung einer sinnvollen raumorganischen Synthese zu diesen Reichsfachplanungen und der regionalen Totalplanungen nach den Richtlinien der politischen Führung. Reichsminister Serri hat deshalb vier Gesichtspunkte für die Reichsplanung aufgestellt:

1. Stärkung der biologischen Dolkskraft;

2. arteigene Zuordnung von Volk und Landwirt­schaft;

3. bestmögliche Nutzung des Bodentz und seiner Kräfte;

4. höchste Steigerung der Abwehrbereitschaft des deutschen Raumes.

Diese raumpolitischen Hochziele entsprechen den Grundfunktionen des Raumes und vermögen den bevölkerungspolitischen, kulturellen und volkswirt­schaftlichen Notwendigkeiten Genüge zu tun. Des­halb ist Raumordnung angewandte Staatspolitik auf weite Sicht.

3. Die sogenannte Raumgestaltung be­deutet die Umsetzung der gefundenen Werte und Entwicklungsmöglichkeiten in die Praxis. Sie ist Aufgabe der örtlichen Stellen. Diese haben dafür Sorge zu tragen, daß die Lösungen technisch, wirt­schaftlich, wehrpolitisch und ästhetisch einwandfrei gestaltet werden. Es ist einleuchtend, daß diese Auf­gaben nur in Verbindung mit einer allgemeinen Rechtsregelung auf diesen Gebieten gelöst werden

unterstützt und ergänzt, die in allen Universitäten Gießener wochenniarttpreise.

und technischen Hochschulen ihre Arbeitsgemeinschaf- * G i e ß e n , 4. April. Auf dem heutigen Wochen- ten eingerichtet hat. Ihr Obmann ist Professor Dr. markt kosteten: Markenbutter, X kg 1,60 Mark, Konrad Meyer (der Arbeitsgemeinschaft an der Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stuck 4 bis 10, Universität Gießen steht Professor Dr. Klute vor). Wirsing, kg 20, Weißkraut 14, Rotkraut 18, Die Aufgabe der Raumforschung wird folgender- Karotten 10 bis 15, rote Rüben 10 bis 15, Spinat maßen umriffenr 35, Unterkohlrabi 9 bis 10, gelbfalat, /10 15 bis 18,

1 Erziehung der Wissenschaftler selbst zur Hin- Tomaten, X kg 40 bis 45, Zwiebeln 15 bis 16, menbung 3U Volk und Raum und damit zur Meerrettich 40 bis 70, Kartoffeln, X kg 5 bis 7, Landschaft als Ausrichtungspunkt des Wissens. 5 kg 45 Pf 50 kg 3,301 bis>3,90 Mark, Saat- Planvoller Einsatz der Forschung für die Ziele fartoffeln, frühe, X kg 8 bis 10 Pf., spate, 6 bis der Volk- und Raumordnung. - - -

Schaffung und Ausbildung eines geeigneten

Es^giU^d^zahllosen Bindungen, Verpflichtungen, x

geistigen und materiellen Beziehungen, aus denen I ^Ößärbßitct Don ßclÜllQ.

die eigentliche Leistung der Landschaft erwachst,' klarzulegen und nach der Wichtigkeit für Volk und Staat abzuwägen und zu ordnen. Die Neugestal­tung des deutschen Raumes für unser Volk ist zu­gleich eine Ordnung der künftigen Wirtschaft im nationalsozialistischen Sinne. Wie der Staat ist auch die Wirtschaft an Volk und Raum gebunden und fein selbständiger Organismus. Sie hat sich den Notwendigkeiten für die völkische Existenz lebendig einzufügen (landwirtschaftliche Produktionssteige- rung, Stärkung der Rohstoffgewinnung, bessere Wirtschaftsverteilung, Bevölkerungspolitik durch Stärkung der Raffe und ihrer qualitativen und quantitativen Vermehrung, Sicherung der Ernäh- rungs- und Rohstoffgrundlage, zweckmäßige Ar­beitsbeschaffung). Aus der Reihe von Aufgaben, die der Raumforschung für die nächste Zeit

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türme auf offenen Linien.