„Foreign Office" ,ju einer beschleunigten Gegenerklärung. die sich heftig gegen den Versuch wendet, das Garantieversprechen Chamberlains zu ..verkleinern". Gehorsam haben daraufhin alle englischen Sonntagszeitungen den neuen scharfen Ton des Auswärtigen Amtes aufgegriffen.
Nirgends findet sich das Bemühen, im Sinne einer Friedenserhaltung, wie sie der Führer als seinen und seines Volkes „heißen Wunsch" bezeichnet hat, tätig zu sein oder gar das deutsch-enalische Verhältnis zu begreifen. Mit einer blinden Unbekümmertheit, die eigentlich unenglisch wirkt, steuert man auf das imaginäre Ziel einer antideutschen Koalition hin, und mit derselben Unbekümmertheit wirft man sich zum Beschützer der polnischen Nation auf, deren Unabhängigkeit angeblich durch das Dritte Reich bedroht sei. Dazu muß aber von unserer Seite ein für allemal festgestellt werden, daß die ^rage Danzigs und des Korridors nicht von den Deutschen, sondern von den Engländern in die jetzige Debatte geworfen ist, und Zwar' mit Hilfe der in London erfundenen Lügen über deutsche Truppenbewegungen.
Freilich hindert das die Engländer nicht, sich den Polen nun mit all ihren zweifelhaften Hilfe- versprechungen förmlich aufzudrängen. In der „Sunday Times", die der britischen Regierung nahesteht, werden vier Hauptpunkte des Verhandlungsprogramms mit Oberst Beck genannt: 1. Der Abschluß eines Paktes auf gegenseitige Verteidigung zwischen Großbritannien und Polen, 2. Verhandlungen über eine b r v- tische Anleihe an Polen (Man spricht von 20 Millionen Pfund, während Prag sich noch mit 10 Millionen Pfund begnügen mußte), 3. Die Auswanderung der Juden, 4. Das Danziger Problem. Man sieht also, daß die Engländer sich nicht scheuen, auch heute noch in einer so rein deutschen -Angelegenheit, wie es die Danziger Frage ist, den Polizisten zu spielen und sich damit in Dinge einzumischen, um die sie sich nicht im geringsten zu kümmern haben. Zugleich haben wir hier den klarsten Beweis, daß es den "Engländern wirklich um die politische, wirtschaftliche und militärische Einkreisung im wörtlichsten Sinne zu tun ist und daß dies keineswegs nur ein „Gespenst" der deutschen Einbildungskraft darstellt.
Halten wir daneben noch die weiteren Aeußerun- gen der „Sunday Times", daß die britischen Versicherungen Polen gegenüber nur „ein Teil einer umfangreicheren Politik" seien, daß zu der geplanten Koalition auch noch Sowjetrußland, Jugoslawiens die Türkei, Griechenland und Rumänien gehören müßten, vermerken wir die für ein offizielles Organ kaum noch tragbare, beleidigende Redewendung, daß Adolf Hitler immer wieder Erörterungen unmöglich gemacht habe durch Verbrechen, die das Schicksal der Welt schockiert hätten, und verzeichnen wir zuletzt den aufschlußreichen Hinweis der „Sunday Times" darauf, daß England wieder einmal vor der Gefahr des gänzlichen Verschwindens des Gleichgewichts der Mächte stehe, einer Gefahr, zu deren Beseitigung es vier Jahrhunderte hindurch Kriege geführt habe, — so wissen wir Deutsche genau, woran wir uns zu halten haben.
England verlangt zwar von uns die Anerkennung seiner kolonialen und ozeanischen Weltmachtstellung, aber es war niemals und ist auch heute nicht bereit, die deutsche Machtstellung auf dem Kontinent anzuerkennen. Es will sich eine Art Oberaufsicht im deutschen Lebensraum bewahren und zerstört damit wissentlich jene Grundlagen, auf denen das deutsch-englische Flottenabkommen, auf denen überhaupt die Politik des Führers gegenüber dem britischen Imperium aufgebaut war. Die Konsequenzen, die daraus entstehen mögen, können wir wohl ertragen. Ob aber auch das englische Volk dazu fähig ist, das sollen sich die Verantwortlschen in London dreimal überlegen, bevor sie die Flüche der kommenden Generationen auf sich laden.
Neichsiagswahlen in Dänemark.
Sozialdemokratische Verluste. — Erfolge der dänischen Nationalsozialisten.
Kopenhagen, 4. Apris. (DNB. Funkspruch.) Die am. Montag durchgeführten Neuwahlen zum öanii.'.n Reichstag haben das erwartete Ergebnis einer leichten Veränderung des Stärkeverhältnisses im Folkething gebracht. Die Regierungs- koalltion aus Sozialdemokraten und Radikalen hat die Mehrheit behalten, aber das 23er-- baltnis der Zahl ihrer Mandate zu denen der Oppo- fttwn, das früher 82 gegen 67 war, stellt sich nunmehr auf 78 gegen 69. Während dieRadikalen öie bisherigen 14 Sitze behalten, haben die So- ä ' a l d e m o k r a t e n vier von den früheren 68 Mandaten verloren; der Stimmenrückgang, den die dänische Sozialdemokratische Partei — wie es heißt zum erstenmal in ihrer Geschichte — erlitt betrug ntdrt weniger als 31 000. Am bemerkenswertesten A, daß die dänische N ationalsozialistische Arbeiterpartei, die bisher im Parlament nicht vertreten war, drei Mandate eroberte- 'Hre Stimmenzahl ist von rund 16 000 im Jahre 1935 auf jetzt fast 31 000 gestiegen.
3n Nordschleswig ist gegenüber der Der- teilung der auf diesen Bezirk entfallenden acht Mandate nur insofern eine Äenderung eingetreten, As die Konservativen ein Mandat an öie Venstre (Bürgerliche Linke) verloren. Die . schle sw e gische Partei nimmt weiterhin einen Sitz ein; ihr beträchtlicher Stimmengewinn reichte nicht ganz für die Zuteilung eines zweiten Mandates aus. Das Ergebnis der Wahlmännerwahlen zum Landthing liegt noch nicht vor.
Oer König des Irak tödlich verunglückt.
Paris. 4. April. (DNB. Funkspruch.) Nach einem havasdericht aus Bagdad ist der junge König des Irak bei einem Autounfall in der Nacht ;um Dienstag tödlich verunglückt.
Der Verunglückte war 1912 als Sohn des im August 1921 zum König des Irak gekrönten Feisal Ibn Hu,lein in Mekka geboren. Er hat das Har- row-College besucht und stand vor seiner Ausbildung auf der Offiziersschule in Sandhurst,.als sein Vater König Feisal Ehrend eines Kuraufenthaltes in Bern am 8. September einem Herzschlag erlag. Seiner englischen Erziehung nach und aus Haß ge- gegen die Franzosen, die feinen Vater 1920 aus seinem ersten Königreich Syrien vertrieben hatten, war König Ghazi stark unter englischem Einfluß. We- mge Tage nach seiner Thronbesteigung vermählte
Durchsichtige englische preffenianöver.
London, 4. April (DNB. Funkspruch). Die englische Presse hat angesichts der festen Haltung Deutschlands eine — offenbar von maßgeblicher Stelle inspirierte — Äenderung der Taktik vongenommen. In geradezu auffallender Ueber- einftimmung bemühen sich fast sämtliche Morgenblätter am Dienstag, die katastrophale Wirkung der letzten englischen Hetzkampagne auf die Weltöffentlichkeit irgendwie abzuschwächen. Daher wird jetzt auf einmal ganz naiv behauptet, daß an eine „Einkreisung" Deutschlands gar nicht gedacht sei. (!) Diese Tarnung der englischen Pläne ist wohl vor allem auf die Erwägung zurückzuführen, daß die allzu öffentlich ‘ betriebene Bildung einer unter Führung Englands stehenden Mächtekoalition zur Einkreisung Deutschlands in der Welt und vor allem beim deutschen Volke zu deutlich an die üblen Manöver Englands erinnern würde, die schließlich zum Weltkrieg führten.
Die Daily Mail gibt als einzige Zeitung die Stimmung breitester Massen des englischen Volkes wieder, wenn sie schreibt, daß das' britische Volk sich niemals mit einem Plan einv erst a n d e n erklären würde, der eine glatte Einkreisung Deutschlands bedeute. Eine solche Politik wurde sicher Krieg bedeuten. Ein derartiger-Krieg würde von langer Dauer und Verwüstung in seinen Auswirkungen sein. Das deutsche Volk aber würde für seine nackte Existenz kämpfen und in dem Bewußtsein, daß eine Niederlage praktisch die Ausmerzung der Nation bedeute. Die Erfahrungen nach dem letzten Krieges einschließlich des Verlustes des persönlichen Vermögens durch die Inflation und der französischen Besetzung würden das deutsche Volk fest entschlossen machen, nicht nachzugeben. Eines müsse man außerdem klar machen: Es würde zwecklos fein, zu sagen, daß ein Krieg, der eine Folge der Einkreisungspolitik fei, gegen Adolf Hitler, nicht aber gegen das deutsche Volk geführt werde.
Die beiden Oppositionsblätter „Daily Herald" und „News Chronicle" setzen sich bezeichnenderweise vor allem für die Zusammenarbeit mit der Sowjetunion ein. „Daily Expreß" glaubt zu wissen, daß Deutschland eine polnisch- britische Allianz als eine Bestätigung der deutschen Ansichten ansehen werde, daß England versuche, Deutschland einzukreisen und daß Deutschland dementsprechend die erforderlichen Schritte t u n würde.
Das Echo in Warschau.
Abneigung gegen ein Mitwirken Moskaus.
Warschau, 4. April. (DNB. Funkspruch.) In großer Ausmachung berichten die polnischen Blätter über die Ankunft des polnischen Außenministers in London. „Gazetta Polska" weist auf das „sehr reichhaltige" Programm für die Besprechungen hin. Es werde nicht nur die Probleme um-
sich König Ghazi mit der Prinzessin Alijah, einer Tochter des früheren Königs des Hedfchas. Sein Erbe ist der 1935 geborene Emir Feisal.
Oie Eingliederung
des früheren Memellandes in den Gau Ostpreußen.
Memel soll die zweitgrößte Stadt Ostpreußens werden.
M e rne l ,'3. April (DNB.) Gauleiter und Oberpräsident K o ch nahm auf einer Tagung, an der der Gaustab Ostpreußens sowie die Vertreter der örtlichen Organisationen aus den drei Kreisen des bisherigen Memellandes teilnahmen, die Uebernahme des früheren Memellandes in die Obhut des Gaues Ostpreußen der NSDAP, sowie in bie staatliche Verwaltung des , Regierungsbezirkes Gumbinnen vor. Neben den Führern der ostpreußischen 'Parteigliederungen nahm an der Tagung des Gaustabes auch ^-Oberführer Dr. N e u m a n n teil.
Der Gauleiter erklärte, daß die unnatürliche Gründung des früheren Memelgebietes mit der parteimäßigen Eingliederung in den Gau Ostpreußen nunmehr endgültig der Vergangenheit angehöre. Mit dem heutigen Tage habe der Begriff Memelland aufgehört zu b e stehen. Auf allen Gebieten werde nunmehr die Aufbauarbeit beginnen. Memel werde durch die wirtschaftlichen Maßnahmen in kürzester Frist sich zur zweitgrößten Stadt Ostpreußens entwickeln. Der Gauleiter erteilte dann den Führern der Gliederungen und der Aernter den Auftrag, sofort mit dem Aufbau der Partei in den drei Kreisen zu beginnen. Gauleiter Koch bleibt vorläufig in Memel und wird die Eingliederung des Memellandes selbst leiten.
^-Oberführer Dr. N e u m a n n übermittelte den Volksgenossen, die ihm aus dem Reich Glück- w ü nsche sandten, folgenden Dank: „Als unser Führer Adolf Hitler das Memelland in das Groß- deutsche Reich hineinführte, waren die Gefühle und Gedanken des ganzen deutschen Volkes bei uits. Davon zeugen auch die zahlreichen herzlichen Glückwünsche, die mir über- mittelt wurden, und die mich mit tiefer Freude erfüllen, -sie find für alle Deutschen hier oben im Nordosten Beweise der tiefen und uner - ich Ü tterlichen Verbundenheit aller Volksgenossen. Leider ist es mir nicht möglich, allen persönlich zu danken, und so möchte ich auf öiefem Wege im Namen aller Deutschen Des Memellandes meinen herzlichen Dank Denen sagen, die in den stolzen Tagen un erer Be- freiung an uns in Liebe und Treue dachten."
Amtsübernahme des Neichsprotektors.
. V-rNn S. April. (DNB., Am Mittwoch, dem 5. April, übernimmt der Reichsprotektor für Böhmen und Mähren, R^ichsrninister Freiherr b Neurath, seine Amtsgeschäfte in Prag. Die Amtsübernahme findet m öffentlicher und feierlicher Form statt. Jrn Laufe des Tages findet eine Parade öer in Prag und Umgebung liegenden Truppen der Heeresgruppe III statt, zu der u. a. Staatspräsident Dr. Hacha mit seinem Kabinettschef, Vertreter des ehemaligen tschechischen Heeres, der Oberbürgermeister von Prag und der Chef der tschechischen Polizei geladen worden sind. Ein Zapfenstreich auf
fassen, die mit der englischen Erklärung unmittelbar Zusammenhängen und die eine bis ins einzelne gehende Klärung erforderlich machen, sondern noch eine Reihe anderer wichtiger Fragen politischer und wirtschaftlicher Natur. England wünsche eine „Erweiterung des Hilfsleistungspaktes" i n Ofte uropa, ijber die britische Regierung sei sich über die Schwierigkeiten zu ihrer Verwirklichung, besonders in bezug aus die Sowjet union, im klaren. Auch Gerüchte über eine Beteiligung Rumäniens seien im „gegenwärtigen Verhandlungsstadium" verfrüht. — „Kurjer Polsky" schreibt, es sei paradox, daß man ausgerechnet i n Moskau Unterstützung gegen eine Vergewaltigung des Rechts und der Freiheitsideale suche. Die Sowjetunion als Militärmacht dürfe nicht in Betracht gezogen werden. Die Sowjetunion werde daher vor allem unter dem Gesichtspunkt ihrer Rüstungsindustrie, ihrer Rohstoffe und ihrer territorialen Basis für die Offensioen-Pläne anderer Länder in Rechnung gestellt (!).
Anschlag aus den Flieden.
Die italienische Presse warnt vor der „Politik der bewaffneten Einmischung".
Mailand, 4. April. (DNB. Funkspruch.) Zu der neuen Erklärung Chamberlains schreibt der „Corriere del la Ser a", der Premierminister verfolge die Einmischungspolitik weiter, um den satten Nationen ihre Vorzugs st el- lung zu sichern. Seit vorigen -Freitag hätten sich England und Frankreich offen für eine Politik der bewaffneten Einmischung in die europäischen Meinungsverschiedenheiten entschieden. Die nach dem Fehlschlag der Sanktionsmaßnahmen aufgegebene Formel der „kollektiven Sicherheit" fei zum Grundprinzip der großen Pluto- fratien geworden und der Abschluß von „Pakten gegen den Angreifer" sei wieder das beherrschende Motiv ihrer diplomatischen Tätigkeit. Durch Dekret von London und Paris sollten Europa und die Welt bleiben, was sie sind, und jede Veränderung des gegenwärtigen Gebietszustandes solle nur mit ihrem Einverständnis durchgeführt werden. Wer diesem Befehl nicht nachkomme, der habe mit den verbündeten Streitkräften Großbritanniens, Frankreichs und möglichst auch mit denen ihrer eventuellen Trabanten seine Rechnung zu machen. Der „Popolo d'Jtalia" spricht von einem indirekten Anschlag auf den Frieden und hebt hervor, daß Chamberlain zwar immer noch die antideutsche „Versicherungspolice" geschäftstüchtig anderen Staaten anbiete, daß er aber keinerlei Informationen geben könnte, über die Entwicklung der mit so viel Eifer aufgenommenen Verhandlungen. Das Reich hingegen sei bereit, auf jede Herausforderung klar zu antworten.
der Prager Burg wird den Tag der Amtsübernahme durch den Reichsprotektor beschließen.
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Nachdem im Protektorat Böhmen und Mähren die Ordnung und Sicherheit her gestellt, ist, hat der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht angeordnet, daß ein Teil der dort eingesetzten Truppen wieder i n feine Friedens st andotte abvückt. Der Abtransport dieser Teile hat bereits begonnen.
Oie außenpolitische Linie der Slowakei.
Preßburg, 3. April. (Europapreß.) Der slowakische Außenminister Durcansky erklärte im Rundfunk, er wolle unter Beweis stellen, daß der slowakische Staat fähig sei, als selbständiges G e - bilde zu bestehen. Die Slowaken müßten sich vor Augen halten, daß in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft Deutschland liege, ein Staat, an den die Slowakei mit kulturellen und wirtschaftlichen Banden geknüpft sei. Infolgedessen müsse die Slowakei zu diesem Staat die bestmöglichen Beziehungen unterhalten. — Auch das Verhältnis zu Polen müsse ausgebaut werden. Im übrigen wollten die Slowaken auch mit Ungarn eine enge Zusammenarbeit anstreben. Den Volksgruppen werde, obgleich ihr Hundertsatz an der Gesamtbevölkerung der Slowakei gering fei, volle Gerechtigkeit zuteil werden.
Der Führungsrat der Hlinkagarde hielt unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Ti so und in Anwesenheit der Regierung eine Beratung über die politische Lage ab. Der Ministerpräsident gab einen ausführlichen Bericht über den deutsch-slowakischen Schutzoertrag und erklärte, daß nun auch die Grenzziehung zwischen der Slowakei und Ungarn vollkommen geregelt worden sei. Der Anbahnung engerer Beziehungen zu Ungarn stehe nun nichts mehr im Wege. Der Führungsrat beschloß dann, die Hlinkagarde in Zukunft noch besser auszubauen und militärisch zu organisieren.
General franco dankt dem Führer.
Berlin, 3. April. (DNB.) Der spanische Staatschef Generalissimus Franco hat das Glückwunschtelegramm des Führers zur Einnahme von Madrid wie folgt beantwortet: „Zu Ihrem und Les deutschen Volkes Glückwunsch anläßlich des endgültigen Sieges unserer Waffen in Madrid bekunde ich Ihnen meine und Spaniens Dankbarkeit in dem Bewußtsein der festen Freundschaft unseres Volkes, das in schweren Augenblicken seine wahren Freunde erkannt hat."
Oer ^eicksstudenteriführer in Triest.
Auf Einladung der Gruppi Universitari Fascisti befindet sich der Reichsstudentenführer, ^-Oberführer Dr. Scheel, mit 15 Mitarbeitern auf einer Besuchsreise durch Italien. In Triest fand in Gegenwart des Reichsstudentenführers die Vereidigung der zu dem „Littoriale" gemeldeten 2000 Wettkämpfer durch den Parteisekretär, Minister Starace, statt. Nach einem Rundgang durch die Leistungsschau studentischen Kunstschaffens hatten Minister Starace und der Reichsstudentenführer eine Aussprache über die Gestaltung einer noch engeren Zusammenarbeit der deutschen und der italienischen Studenten. Bei einem gemeinsamen M:t- tögegen an Bord des Ozeandampfers „Conte Rosso" fetzten Minister Starace und Dr. Scheel die Aus-
^t Bei einer abendlichen Kundgebung be- grutzte Minister Starace den Reichsstudentenfuhrer benib™‘$ÖIter Marschrichtung der Jugend
Reichstagung des Amtes für Woylsahrtspslege.
Marie nbad, 3. April. (DNB.) Hier wurde die Reichstagung des Amtes für Wohlfahrtspflege und Jugendhilfe in der Reichsleitung des Hauptamtes für Wohlfahrt eröffnet. Dabei wies Reichsleiter A 11 h a u s darauf hin, daß die NSV. vom ersten Augenblick an berufen war, bei allen militärischen und zivilen Maßnahmen der vergangenen Jahre zu allererst und tatkräftig mitzuwirken. Hier wird sichtbar, daß eine nationalsozialistische Wohlfahrtspflege nichts mehr zu tun hat mit einer Wohlfahrt in den vergangenen Zeiten. Wir haben nicht eine Wohltätigkeit auf irgendeinem Gebiete zu leisten, sondern eine große und wichtige Aufgabe an der für die Volksgemeinschaft und darüber hinaus für den Aufbau des neuen Reiches.
Der Schulungsbeauftragte Hebenbrock ging auf den Zusammenbruch der alten Denkschemen und Wertungen seit dem Weltkriege, auf den weltanschaulichen Umbruch seit der nationalsozialistischen Welt- reoolution und unsere bevölkerungspolitische Lage ein. Hinsichtlich der Sicherung des Geburtennachwuchses stehe Deutschland auf Vorposten und auf der Wacht für eine Jahrtausende alte Kultur. Es ist unser aller Wille, daß unser Reich
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ewig sein werde. Unsere Arbeit hänge unmittelbar mit dem Recht und der Größe unseres Volkes zu- ahimen, und von unserer Arbeit hängt die Existenz des Volksganzen ab. Reichsamtsleiter Althaus beendete die Feierstunde mit der Aufforderung, sich tets bewußt zu fein, daß die NSV. der Ewigkeit unseres Volkes dient. Das ewige Deutschland könne nur getragen werden von Menschen, die in sich diese Ewigkeit tragen. — Am 9)1 ontagoor mittag begannen die mehrtägigen Arbeitsberatungen.
Lebrun kandidiert wieder.
Paris, 3. April (Europapreß). Präsident L e • brun hat sich nunmehr entschlossen, für die am kommenden Mittwoch in Versailles stattfindende Präsidentenwahl erneut z u kandidieren. Die französische Oeffentlichkeit wurde von diesem Beschluß Lebruns durch den Ministerpräsidenten Daladier unterrichtet. Der Wunsch der französischen Regierung, die mit großer Wahrscheinlichkeit er- olgenöe Wiederwahl des jetzigen Präsidenten der Republik zu einer Kundgebung der nationalen Einigkeit gegenüber dem Ausland werden zu lassen, scheint jedoch nicht in Erfüllung zu gehen. Der Senator Godard, der ebenfalls für den Präsidentenposten kandidiert, hat nach dem Bekanntwerden öer Absicht Lebruns, sich für die Wahl wieder aufstellen zu lassen, erklärt, er werde auf keinen Fall von seiner Kandida« t u r zurücktreten.
Abgesehen von den marxistischen und kommunistischen Blättern, die einer Wiederwahl Lebruns femd- lich gesinnt sind, stimmen die Blätter dem Entschluß Lebruns vor allem auch im Hinblick auf die außenpolitische Lage Frankreichs zu. Man nimmt an, daß Albert Lebrun bereits im ersten Wahlgang mit starker Mehrheit, und zwar mit 550 Stimmen, gewählt wird.
Die „Epoque" erspart Lebrun nicht den Vorwurf, daß er feine Kandidatur z u lange hinausgezögert habe. Er habe es nicht verstanden, die Rolle zu spielen, wozu ihn die Umstände bestimmten. Alles hätte sich anders abgewickelt, wenn er einen Appell ah das Land gerichtet hätte, um erneut den äußersten Ernst der internationalen Lage und die Notwendigkeit einer inneren Einigung zu betonen. Der sozialdemokratische „Populaire" bezeichnet die Bemühungen, Albert Lebrun zu einer neuen Kandidatur zu veranlassen, als eine „gemeine persönliche Machenschaft" D a l a d i e r s. Daladier hasse, wenn Lebrun zufällig am Mittwoch gewählt werde, daß dieser in einigen Wochen zurücktreten werde. Er werde dann selbst Anwärter auf das Elysee sein, Leon .Blum spricht von einer Verfälschung der republikanischen Einrichtungen, weil, wie er behauptet, der Staatschef vom Ministerpräsidenten gewählt und dem Lande aufgezwungen werde.
Oer amerikanische Kongreß streicht Notstandskredite.
Washington, 3. April. (Europapreß.) Der wochenlange Kampf zwischen Roosevelt und dem Kongreß wegen der nachträglichen Anforderung von 150 Millionen Dollar (rund 360 Millionen Mark) für die Beschäftigung von Notstandsarbeitern endete^ jetzt mit einer halben Niederlage Roosevelts. An Stelle der geforderten 150 Millionen Dollar bewilligte das Repräsentantenhaus mit 290 gegen 110 Stimmen nur hundert Millionen Dollar, weigerte sich jedoch gleichzeitig, dem Verlangen der Opposition auf eine noch weitergehende Kürzung dieser Nachforderung zu entsprechen. Wenn es der Regierung nicht gelingt, auf irgendeine andere Weise noch Geld für öie Arbeitslosen zu beschaffen, muß wiederum mehreren Zehntausenden von Erwerbslosen die Unter- tützung gestrichen werden. Bereits im Laufe der kommenden Woche sollen rund 200 000 Notstands- arbeiter entlassen werden. Die Zahl der dann noch beschäftigten Notstandsarbeiter wird sich dadurch auf 1 800 000 ermäßigen.
Hilfsdienstpflicht und Lagerhaltung in der Schweiz.
Bem, 3. April. (Europapreß.) Dem Bundesrat ist vom Eidgenössischen Militärdepartement der Entwurf zu einer Verordnung über die Hilfsdienst- pflicht eingereicht worden. Es handelt sich um eine Einteilung aller Hilfsdienstpflichtigen im Alter von 20 bis 60 Jahren, je nach ihrer Leistungs- ähigkeit, ebenso um Frauen, die sich freiwillig mel- den. Zur Sicherstellung der Landesversor- g u n g mit lebenswichtigen Gütern hat der Bundesrat die Vermehrung der Jnlandsvorräte der Importeure von Kaffee, Zucker, Reis, Speiseöl und Speisefetten, Futterhafer und Futtergerste beschlosen. Ebenso wie die Importeure von Benzin und Benzol sind die Importeure der oben erwähnten Warengattungen verpflichtet, ein Zusatzlager


