Ausgabe 
4.3.1939
 
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Nr. 54 Drittes Blatt

(Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

4-/5. März M

jene Jdealmaschine, von denen die Techniker immer träumten, die sich nie abnutzt, die einen Teil der von ihr erzeugten Kraft zurrestlosen" Instandsetzung ihrer selbst verwendet und die darum stets frisch wäre und auf höchsten Touren liefe. Nein, wir erfahren nur allzu oft im Leben, daß im körperseelifchen Ge­triebe Hemmungen Vorhände:: sind. Die können uns das Leben verbittern und zur -Qual machen. Bei manchen stellen sich Kopfschmerzen ein, andere ver­zweifeln in schlaflosen Nächten, wieder andere, die auf geistige und schöpferische Arbeit gerichtet sind, stellen trübsinnig fest, daß ihnen nichts Rechtes mehr einfällt.

Aber warum sollen wir der Bilder mehr herzaubern? Jeder weiß am besten, wo sich in diesen Wochen seine Kräfte vermindern. Wir wollen ja keine Verneinung und Schwarzmalerei, sondern wir wollen gemeinsam einen Weg finden, wie wir aus diesem Zustand her- ausfinden und von neuer Frische erfüllt, mit der Gnade neuen Lebensmutes beschenkt werden. Ge­meinsam darauf legen wir in erster Linie Wert. Auch hier, wie an so vielen anderen Stellen, kann eine recht und wahrhaft verstandene gegenseitige Verant­wortung sehr viel helfen. Einer trage des anderen Last so steht es in dem Buche, in dem auch von den Mühseligen und Beladenen die Rede ist. Wir erleben nun so stark, wie es selten Völker erlebten, daß das Abgespanntsein und die Mühseligkeit nicht der Sinn des Daseins sein kann. Die Tat, das frische Anpacken, die Erneuerung der abgenutzten Kräfte, der Wille, jedem Volksgenossen den ihm zukommenden Teil an erholenden und befeuernden Kräften zu­kommen zu lassen das ist der Sinn der Stunde. Ihn gilt es-zu erfüllen.

Aber diese gesteigerte Verantwortung des einen für den anderen muß sich treffen mit dem ernsthaften Willen des einzelnen, herauszukommen aus seiner Frühjahrsmüdigkeit. Dazu gehört nicht nur fester Wille, sondern auch Besinnung auf diebiologischen" Gesetze, denen wir unterworfen sind. Wir müssen ver­meiden, Raubbau an uns selbst zu treiben. Das ist nationale Pflicht. Es ist auch Pflicht gegen die Familie und die uns Anvertrauten. Wir müssen in Ernährung, Krankheitsvorbeugung, Kleidung und Erholung den

Stadttheater Gießen.

Heute abend die letzte Ausführung der Oper Mda" von G. Verdi. Musikalische Leitung Joachim Popelka. Spielleitung Gert Buchheim. Chöre Heinz Markwardt. Tanzleitung Thea Maaß Bühnenbilder Karl Löffler. Die Vorstellung findet gleichzeitig als 9. Vorstellung für den KdF.-Feierabendring statt.

Sonntag, 5. März, findet die letzte Ausführung der OperetteDie lustige Witwe" von Franz Lehar statt. Musikalische Leitung Kapellmeister Heinz Markwardt. Spielleitung Gert Buchheim. Tänze Thea Maaß. Bühnenbilder Karl Lössler. Die Vor­stellung findet außer Miete statt.

Dienstag, 7. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr:Minna von Barnhelm", Lustspiel von G. E. Lessing. Spieleitung Hannes Nazum. Dienstag- Miete, 22. Vorstellung.

Mittwoch, 8. März, Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr: ErstaufführungDie andere Seite", Drama von R. C. Sherriss Spielleitung Hannes Razum. Mittwoch-Miete, 22. Vorstellung.

Freitag, 10. März, Anfang 19.30 Uhr, Ende nach 23 Uhr:Der Rosenkavalier", Oper von R. Strauß. Musikalische Leitung Paul Walter. Spielleitung Hans Geißler. Freitag-Miete, 23. Vorstellung.

Samstag, 11. März, Anfang 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr: KdF. - Feierabendring, 10. Vorstellung,Die andere Seite", Drama von R. C. Sherriff.

Sonntag, 12. März, 11.30 Uhr: 10 Morgenveran­staltung,Morgenfeier zum Heldengedenktag" Es liest der bekannte Kriegsdichter Thor Goote, es spielt das Städtische Orchester unter Leitung von Heinz Markwardt. Anfang 19 Uhr, Ende 21 30 Uhr:Die andere Seite", Drama von R. C. Sherriff. Außer Miete!

Platzkonzert des Musikkorps der Luftwaffe.

Zur Unterstützung der 5. Reichsstraßensammlung wird morgen, Sonntag, 5. März, in der Zeit von 11 bis 12 Uhr das Musikkorps unserer Gießener Luft­waffe in der Anlage vor dem Stadttheater ein Platz­konzert gebeit

Verkehrswerbung für Oberheffen.

Der Gebietsabschnitt Oberhessen des Landes- ftemdenverkehrsoerbandes Rhein - Main hat am Donnerstag und Freitag in Nidda und in Lauter­bach über wichtige Fragen der Der- tehrswerbung für Oberhessen beraten. Unser Berichr über die Tagung in Nidda (Gieß. Anz. Nr 53 vom 3. März) hat die geplanten neuen Werbemaßnahmen zur Kenntnis unserer Leser gebracht Es ist ein weitreichendes Programm, mit dessen Durchführung der Landesfremdenverkehrs- oerband den Fremdenverkehrsgemeinden in Ober- Hessen gute Dienste leisten will. Wer durch eigene Arbeit die Bedeutung, aber auch die mannigfachen Schwierigkeiten der Verkehrswerbung kennengelernt hat, kann ermessen, wie bedeutsam die Aufgabe ist, die sich der Verband unter Leitung unseres Gie­ßener Oberbürgermeisters Ritter zur Förderung unserer oberhessischen Heimat gestellt hat, und es kann nur der dringende Wunsch ausgesprochen wer­den, daß diese Arbeit bei allen zur Mithilfe be­rufenen Stellen weitgehende Förderung erfahren möge.

Es ist zu begrüßen, daß in Kürze eine neue Werbeschrift für unser Oberhessen heraus- flebrad)t wird, die zu Beginn der Urlaubs- und ^Reifezeit vielen Volksgenossen ein willkommener I Ratgeber sein dürfte. Nach den Proben dieser Werbe- ßchrift, die wir auf der Tagung in Nidda sehen tonnten, kann man sagen, daß der Prospekt ein gutes Mittel zur Werbung für unseren Vogelsberg unb für die übrigen Orte unserer engen Heimat zu werden verspricht. Dieser Wegweiser durfte vor . ollem für die vielen KdF.-Urlauber von besonderer i Bedeutung sein, die auch in diesem Sommer wieder «us dem Gau Hessen-Nassau und aus anderen föauen mit zahlreichen Sonderzügen in unser schönes Oberhessen kommen werden. Im Hinblick auf diesen Besuch möchten wir die Feststellung auf der Tagung in Nidda unterstreichen, daß unsere oberhessische *f)eimat besonders für den KdF.-Urlauberver- kehr in Betracht kommt und in allen Erholungs- i Drten nach jeder Richtung hin alles getan werden muß, um den Urlaubern den Aufenthalt so an- agenehm wie möglich zu machen. Es ist richtig, daß unfer Heimatgebiet abgesehen von Bad-Nau- I heim, Bad Salzhausen und vielleicht auch noch > Gießen sich vor allem auf den Urlaubsbesuch 6er Volksgenossen mit kleinerem Geldbeutel ein- 1 stellen muß, wenn das Werk der Verkehrswerbung fsin guter Erfolg werden soll. Reiselustige mit großen , lIeldmitteln und dementsprechend hohen Anforde- ' irungen an die Beherbergungsmöalichkeiten wird " man als Dauerbesucher z. B. im Vogelsberg nicht erwarten können, sie werden dort allenfalls für den Pasiantenoerkehr in Rechnung zu stellen fein, bei dem es sich um einen Stundenaufenthalt an schönen Nachmittagen oder Abenden handelt, der mit der Weiterfahrt im Kraftwagen seinen Abschluß finden Wird. Daraus ergibt sich für die Gaststättenbesitzer tunb die Städte eine doppelte Notwendigkeit: die Gärten und die sonstigen Aufenthaltsplätze im , Freien müssen so beschaffen sein, daß die Passanten sich zu jeder Zeit wohlfühlen und wiederkommen, aber auch Freunde und Bekannte auf den Ort auf­merksam machen, und es ist dafür zu sorgen, daß die Unterkunstsverhältnisse für Besucher mit län- i zerem Aufenthalt den berechtigten Ansprüchen ge- I nügen, die nach Maßgabe der finanziellen Mittel [ und unter dem Gesichtspunkt einer gediegenen Wohnkultur von dem Urlauber mit bescheidenen Geldmitteln gestellt werden können.

Mit dieser Forderung, die der Landesfremdenoer- | k'ehrsverband mit Recht zu einer der wichtigsten macht, kommen wir zu den in Aussicht genomme- | nen Besichtigungen der Gaststä11en in »en Fremdenverkehrsorten durch örtliche Kommissionen,.die den Zweck verfolgen, durch sach- ! gemäße Anregungen und guten Ratschlag den Gast- Üätteninhabern Mittel und Wege für die zeitge­mäße und verkehrssördernde Gestaltung ihrer Gast- Itätten zu zeigen. Diese Tätigkeit der Kommissionen »ll und kann keine zwingenden Vorschriften in sich chließen, aber es darf erwartet werden, daß jeder Haststätteninhaber schon in seinem eigenen Unter­ste den gutgemeinten Vorschlägen, bei denen auch er jeweilige Bürgermeister mitwirken wird, Folge reiftet, um fein Haus mit guter Anziehungskraft auf iiie Urlauber auszuftatten und dadurch über die Zeit- iauer des einzelnen Besuches hinaus zu einer an­genehmen, sich immer wieder geschäftlich auswir- lenben Erinnerung zu machen. Daß in manchen Gaststätten unserer Fremdenverkehrsorte auch hne allzu hochgeschraubte Ansprüche noch Ver- esserungen angebracht und notwendig sind, wenn . en neuzeitlichen Erfordernissen des Fremdenver- sehrs entsprochen werden soll, kann von niemand Gestritten werden. Derjenige Gaststätteninhaber, der ch diesen Notwendigkeiten gegenüber am aufge- chlossensten zeigt und bereitwillig an der zeitge- 7iäßen Ausgestaltung seines Gästeheims arbeitet, wird daraus rechnen können, daß er durch verstärk­en Zuspruch den notwendigen wirtschaftlichen Aus- cleich findet. Die Gesamtheit aller dieser Verbesse- tiungen in den Fremdenoerkehrsorten unserer enge« isn Heimat wird dazu beitragen, den Anreiz auf Urlauber und sonstige Reiselustige zu erhöhen und unser schönes Oberhessen zu einem immer mehr be­liebten Urlaubs- und Reisegebiet zu machen.

Der angetünbigten AusstellungW ille 1 n b Tat" im 21 u g u ft in Wiesbaden sieht man auch in Oberheffen mit großem Interesse ent- ($gen. Aus dieser Schau dürsten sich allerlei Mög­lichkeiten bieten, die zur Herausstellung unserer fiÄttebaulichen und landschaftlichen Schönheiten, wie end) der vortrefflichen Eigenarten des oberhessischen V olkstums mit feinen ehrwürdigen Bräuchen ge­eignet find. Eine bessere und weitreichendere Wer­tung für unsere engere Heimat als diese Ausstel- hng in dem Weltkurort Wiesbaden können wir für obfehbare Zeit wohl nicht erhoffen. Darum sollte fider Fremdenverkehrsort durch seine Bürgermeiste- r i oder seinen Verkehrsverein sich an dieser Aus­solung rege beteiligen, um die einzelne Gemeinde rit ihren Vorzügen gut zur Geltung zu bringen und euch für die Gemeinschaft unserer oberhessischen Orte tiertDoIIen Dienst zu leisten. Zur guten Vorberei- hng auf diese bedeutsame Aufgabe empfiehlt sich cver das Arbeiten von langer Hand her, nicht etwa e:'ft eine mehr ober minber improvisierte Zusam­menstellung im letzten Augenblick. Es wird also gut s-iin, wenn man in allen Frerndenverkehrsorten schon sitzt eifrig an die Arbeit geht, um das vorhandene Liild- und sonstige Werbematerial noch im Laufe d;s Frühjahrs und der Sommermonate zu ergänzen tnb auf den neuesten Stand zu bringen, damit j<l)er Besucher der Ausstellung ein wirksames Ge-

Ehrenschild-Verleihung für ASKK.-Truppsührer Kraft.

Am gestrigen Freitag­abend weilte der Führer der Motorgruppe Hessen, Prinz Richard von Hessen, in einer er­freulichen Mission in un­serer Stadt. Er hatte die Ausgabe, dem NSKK.- Truppführer Karl Kraft (in Firma Neils & Kraft) den Ehrenschild des Korps führers für feinen beson­deren Einsatz für bas NSKK., für unermüd­lichen Dienst an ber deut­schen Krastsahrt, für vor­bildliche Betriebsführung und fachmännisches Kön­nen zu überreichen. Die Ueberreichung des Ehren­schildes fand in feierlicher Form im neuen Gemein­schaftsraum der Firma statt. An der Feier nah­men der Stab Motor­standarte 147 und die Gefolgschaft des Betriebs teil. Der Gruppenführer überreichte mit Worten des herzlichen Glückwun­sches den Ehrenschild und

Beim Kameradschastsabend. Standartenführer Nagel und NSKK- Truppsührer Kraft (im Bilde rechts) unterhalten sich über die schöne Auszeichnung. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

ihre Glückwünsche aus. Mit besonderer Freude wurde bei der Betrachtung des schönen Ehrenschildes festgestellt, daß er die Nummer 17 trägt, die den Schluß zuläßt, daß die Auszeichnung bisher nur wenigen hervorragenden Kameraden zuteil werden konnte.

Im Verlaufe des anschließenden Kameradschafts­abends ließ sich der Gruppenführer die Kameraden der Gefolgschaft des Betriebes vorstellen und besich­tigte ferner die neuzeitlich eingerichteten Werkstätten. Besondere Glückwünsche übermittelte Gruppenführer Prinz Richard von Hessen dem jungen Gehilfen Rudolf Müller (Wieseck), der als bester Jung­gehilfe des Kraftfahrzeughandwerks (aus dem Gau­bereich) dem Führer vorgestellt worden war. Ka­meradschaftliches Beisammensein beschloß den Abend.

die dazugehörige Ver­leihungsurkunde. In grundsätzlichen Darlegungen sprach der Gruppenführer dann über die Notwen­digkeit der Zusammenarbeit von Kraftfahrzeughand­werk und NSKK., er schilderte die gemeinsamen großen Aufgaben und sprach insbesondere von den Aufgaben, die hinsichtlich der Ausbildung der Mo- tor-HJ. zu erfüllen sind. Prinz von Hessen schloß feine kurze Ansprache mit der Bemerkung, daß die Auszeichnung nicht nur dem Truppsührer Kraft, sondern seinem ganzen Betrieb gelte, ber mit dieser Auszeichnung gleichzeitig eine Verpflichtung zu weiterem Einsatz für die große Sache der deutschen Motorisierung übernommen habe.

Im Verlaufe der Feier sprachen Standartenführer Nagel und der Obermeister der Kraftfahrzeug-In­nung, A ß m a n n , dem Kameraden Kraft ebenfalls

Der Scheunenbrand aus dem Schiffenberg.

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Das Feuer auf dem Schiffenberg, dem wie wir gestern bereits be­richteten eine Scheune zum Opfer fiel, indem sie bis auf die Umfassungs­mauern ausbrannte, hat erheblichen Schaden ver­ursacht. Es verbrannten insgesamt etwa 400 bis 500 Zentner Stroh und etwa 300 Zentner Heu Der Verlust ist also, vom Gebäudeschaden ganz ab­gesehen, erheblich.

Unsere Gießener Feuer­wehr hatte mehrere Stun­den Arbeit, da die Feuers­gefahr gründlich beseitigt werden mußte. Die Lösch­arbeiten wurden dadurch etwas erschwert, daß bas Gebäude nur von zwei Seiten angegriffen wer­den konnte. Außerdem galt es, auf das in die Scheune eingebaute

Transformatorenhaus

und im Interesse der Feuerwehrmänner auf die Hochspannungsleitung Rücksicht zu nehmen. Das Transformatorenhaus konnte unbeschädigt erhalten bleiben. Lediglich für eine Stunde wurde der Strom abgeschaltet, weil die Wasserversorgung gewährlei­stet bleiben mußte, die durch elektrische Pumpen aus dem Tal heraus geschieht. Um die Mittagsstunde

wurde die große Motorspritze durch eine Klein- Motorspritze abgelöst. Außerdem blieb während der ganzen vergangenen Nacht und auch heute morgen noch eine Brandwache an der Brandstelle zurück. Unser Bild zeigt die Brandstätte. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)

genwartsbild des werbenden Ortes erhält. Bei die­ser Auswahl des Materials muß mit aller Umsicht und Sachlichkeit gearbeitet werden, damit die Wer­bung nach jeder Richtung hin auf der Grundlage der Wahrhaftigkeit aufgebaut wird. Denn nur dann wird eine Werbewirkung von Dauer und von gutem Er­folg erzielt werden, wenn der Besucher an Ort und Stelle die Ueberzeugung erhält, daß die Verheißun­gen mit der tatsächlichen Lage der Dinge vollkommen im Einklang stehen. Wahrheit und Klarheit ist auch in der Verkehrswerbung für alle Orte ein guter Weg zum Erfolg.

Aus Der Stadt Gießen.

Dom Abgespanntsein.

Don Hana Hartmann.

Die allbekannte und gefürchtete Frühjahrsmüdig­keit ist eigentlich eine Wintermüdigkeit. Diejenigen, die den Gesundheitszustand des Volkes erforschen und betreuen, werden sich mehr und mehr klar darüber, daß die Frühjahrsmüdigkeit sehr wesentlich auf dem Mangel an Vitaminen, besonders Vitamin L, beruht. Dazu tritt der Mangel an Sonne und natürlichem Licht, das ja in manchen Berufen durch ständiges künstliches Licht ersetzt werden muß. So kommt es dann zu jener oft qualvollen körperseelifchen Ver­fassung, in der wir seufzenach, wenn ich nur nicht so müde und abgespannt wäre", und in der wir viel­leicht mit fast berechtigtem Neid miterleben, wie im Bahnhof viele Menschen mit Skiern heimkehren; sie haben frische Kräfte in den Bergen geschöpft und nehmen nun den Kampf gegen Müdigkeit und Abge­spanntsein mit neuem Mut auf.

Wie überall im Laufe unseres Daseins kommt es auch hier nicht nur daraus an, wie derobjektive Zu­stand" wirklich ist, sondern wie wir uns in unserer seelischen Haltung dazu stellen, wie wir ihn also erleben". Denken wir ein wenig darüber nach, io werden wir bald eine tiefere Erkenntnis gewinnen. Der Mensch ist kein Perpetuum mobile, also nicht

nicht immer leicht zu findenden Weg suchen, der und zur Ueberwindung führt. Und tvir können ihn bei gutem Willen finden. Diese Gewißheit mag uns tragen und uns neuen Lebensmut geben.

Ausruf des Kreisletters!

Am Samstag und Sonntag findet überall im kreis Detterau der große Frühjahrsfeld- 3 ug der NSDAP, unter dem LeitwortVor­wärts, wir greifen an! statt. Jede, auch die kleinste Gemeinde unseres Großkreifes wird diesmal von unseren Rednern ersaßt werden. 54 Reichs- und Gauredner sprechen in 162 Kundgebungen. Jeder Nationalsozialist muß an diesem Frühjahrsfeldzug der Partei teilnehmen. Lr beweist damit feine Ver­bundenheit mit der Partei Großdeutfchlands und der Idee des Nationalsozialismus.

Wieder steht der Kreis Wetterau bis zum letzten Wann im Angriff. Zeigt Eure Treue zu Führer und Bewegung durch die Tat und sorgt dafür, daß die Angriffsfront eine geschloffene ist. Am Samstag und Sonntag darf es in unserem ganzen Kreisgebiet nur eine einzige große Parole geben: Vorwärts, wir greifen an!

Backhaus, Kreisleiter.

WHW., Ortsführung Gießen-Süd.

Kohlenabrechnung.

Die Kohlenhändler werben hiermit aufgeforbert, bie in Zahlung genommenen Kohlengutscheine der SerienE unb S" am Montag, 6. März, in ber Zeit von 16 bis 19 Uhr auf der Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, einzureichen. Später eingereichle Kohlengutscheine werben nicht mehr angenommen.

BDM.-Untergau 116 Gießen.

Stelle für Leibeserziehung.

Bett.: BDM.-Le istungs ab Zeichen. Am kommenden Sonntag, 5. März, findet ein 25-Kilo- meter-Wandern statt. Wir treffen uns dazu mor­gens punkt 8 Uhr am Ludwigsplatz. Nächste Woche

Dem Auge das Beste!

Lassen Sie sich beraten von

Iv-t-* Optiker JJiagnus

Gießen, Seltersweg 33, Fernsprecher Nr. 3608 Kassenlieferant

beginnt Dienstag abend, 20 Uhr, ein Kurzsanikurs für das Leistungsabzeichen, sehr wahrscheinlich in der Schillerschule. Der Kurs wird noch vor Ostern fertig fein.

Bett.: Kurs voü der DLRG. Mittwoch, 8. März, beginnt im Volksbad ein Kurs ber DLRG. mit anschließender Prüfung für den Grundschein unb Leistungsschein. Melbungen dazu sind an der Kasse des Volksbades abzugeben. Unkostenbeitrag beträgt für die 5 Abende des Kurses (jeweils Mitt­wochs) 1, RM. Teilnehmerinnen zur Grundschein- prüfung müssen das 13. Lebensjahr schon erreicht haben, Teilnehmerinnen zum Leistungsschein das 17. Lebensjahr.

Das neue kdF.-Wonatshefl 16110 ist erschienen und bei den Dienststellen erhältlich.

Lornotizen.

Tageskalender für Samstag.

Frühjahrsfeldzug der NSDAP, im Kreise Wet- terau: 20.30 Uhr Kundgebungen der Ortsgruppen Gießen-Mitte, Gießen-Nord, Gießen-Süd und Gie- ßen-Ost. Stadttheater: 20 bis 23 Uhr,Aida" Gloria-Palast (Seltersweg):Das unsterbliche Herz". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße):Die Dschungel-Prinzessin". Oberhessischer Kunstverein, 17 bis 18 Uhr, Ausstellung im Turmhaus am Brand.

Tageskalender für Sonntag.

Stadttheater, 19 bis gegen 22 Uhr,Die lustige Witwe". Gloria-Palast (Seltersweg):Das un­sterbliche Herz". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): Die Dschungel-Prinzessin", -y Oberhessischer Kunst- verein, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung im Turmhaus am Brand.