„SeMlmd muß leben."
Don GauamtSlefter Pros. Or. Kranz, Gießen.
NSG. Während außerhalb Deutschlands Parteien und Völker sich befehden, während jenseits unserer Grenzen der Lärm der Waffen dröhnt und blutige Bürgerkriege das große bolschewistische Chaos auch in Europa vorzubereiten suchen, kämpft das neue Deutschland unbekümmert und in tiefstem Frieden einen Kampf um die Seele des deutschen Menschen, versuchen die deutschen Menschen wieder zurückzufinden zu sich selbst. Während bei anderen Völkern jüdische Bolschewistenkliquen und internationale Drahtzieher ihr Unwesen treiben, festigt das deutsche Volk die ihm vom Führer geschenkte Volksgemeinschaft und arbeitet an der Erhaltung und Entfaltung seines überkommenen besten Erbgutes
Mit dem vom Nationalsozialismus durchgeführken Kampf um die deutsche Seele ist nicht nur seit Jahren wieder Ruhe und Ordnung in unsere Gaue eingekehrt, sondern auch der Weg zur Gesundung beschritten, der uns und unsere späteren Generationen in der Stärke und Kraft des Volkes zwangsläufig den Weg nach aufwärts führen muß. Unerhörtes ist bereits geleistet worden. Unfaßlich für manchen ist der Aufstieg, den wir in der Erringung unserer Volkskraft genommen haben. Voll Haß und Mißgunst aber auch voll Staunen und Bewunderung sieht heute eine ganze Welt auf das Deutschland Adolf Hitlers, das aus einem zerstückelten und geknechteten Lande in wenigen Jahren zu einem Großdeutschen Reiche wurde.
Wir Deutsche wissen, daß dies nur eine Voraussetzung und ein Anfang sein kann und sein soll, denn alle die aü diesem grandiosen Aufbauwerke mitarbeiten dursten,kennen die großen völkischenAufgaben, die noch harren. Gilt es doch, den durch den Führer abgebremsten Volkstod in ein die Jahrhunderte überdauerndes Wachsen und Blühen unseres Volkes in Gesundheit, Freiheit und Glück zu verwandeln! Wir haben klar erkannt, daß ein sterbendes Volk, das um seine biologische Zukunft ringt, sein völkisches Ziel nicht durch die Arbeit weniger Jahre erreichen wird und kann, sondern daß ein Weiterleben des Volkes auf lange Sicht, d. h. ein wirklicher bevölkerungspolitischer Sieg nur durch den vollen Einsatz aller Volksgenossen in Generationen errungen werden kann. Wir sind davon überzeugt, daß das letzte Geheimnis unseres Aufstiegs in dem wieder und neu gewonnenen Glauben und in der Idee beruht, die uns der Führer in seinem unerschütterlichen Vertrauen auf die rassischen Hochwerte unseres Volkes geschenkt hat. Auf diese Weise wurde er der große Volk- he Arzt, der in letzter Stunde an das Krankenbett 'eines sterbenden Volkes trat, und der große Erzieher zu neuen Werten und Formen.
Seitdem ein abgewirtschaftetes politisches System durch den Nationalsozialismus über den Haufen gerannt wurde, und seitdem der große geistige Umbruch in Deutschland einsetzte, ist im rassischen Denken ein Höchstmaß an Erziehungsarbeit am deutschen Volke geleistet worden, eine Erziehungsarbeit, die aber noch keineswegs als abgeschlossen angesehen werden kann und in den kommenden Jahren und Jahrzehnten auch niemals aufhören darf, wenn unser Volk in zukünftigen Geschlechtern weiterleben, groß und mächtig, gesund, frei und glücklich sein und bleiben will.
Zweifellos haben wir den seit der Jahrhundertwende zu beobachtenden Geburtensturz aufgehalten und unsere Geburtenziffer wieder zum Ansteigen gebracht. Von einem Geburtensieg kann aber noch lange nicht geredet werden. Ebensowenig wie hier ein Pessimismus am Platze ist, dürfte ein geruhsamer Optimismus gerechtfertigt sein. Noch haben wir die Jahre nicht Überständen, in denen sich der katastrophale zahlenmäßige Niedergang unserer Geburtenziffer auswirken wird, noch haben wir den Verlust rassisch besten Erbgutes, den wir mit unseren zwei Millionen Toten des Weltkrieges erlitten haben, nicht verschmerzt, noch haben wir die Zahl der 10 Millionen Nicht- und zu wenig Geborenen nicht aufgeholt.
Wohl haben wir Gesetze eingeführt, und durch diese vieles anders und besser gemacht. Aber schließlich und letzten Endes kann man keinem Mann befehlen, mehr Kinder zu zeugen, und keine Frau verpflichten, auch nur einem einzigen weiteren Kinde das Leben zu schenken, wenn nicht bestimmte Voraussetzungen vorhanden sind. Wir sind davon überzeugt, daß der Erfolg unserer erzieherischen Arbeit auf dem zahlenmäßigen bevölkerungspolitischen Gebiete nur dann erreicht werden kann, wenn jeder Einzelne durch eine neue geistig-seelische Haltung Stellung nimmt zu den Fragen des Lebens und des völkischen Seins.
Zweifellos haben wir durch unsere ausmerzenden Maßnahmen die Gefahr einer weiteren Verschlechterung der Rasse in der Qualität unseres Volkes eingedämmt und z. B. durch die Unfruchtbarmachung von erblich schwerkranken Menschen für die Zukunft unsägliches Leid, Sorgen und Tränen in vielen deutschen Familien verhütet. Darüber aber, wie die Gesundheit und Qualität unseres Volkes in der nächsten, und in der übernächsten Generationen aussehen wird, entscheiden letzten Endes die Haltung und die Gesichtspunkte, unter denen die zukünftigen Ehen in Deutschland geschlossen werden.
Den international gebundenen und zersetzenden jüdischen Einfluß auf das deutsche Volk haben wir durch eine immer weiter ausgebaute und vorbildliche Rassengesetzgebung beseitigt, die Reinerhaltung der Rasse aber, und damit die Erhaltung unserer ureigensten Wesensart wird entschieden durch die Wege, die der einzelne Volksgenosse einschlägt, um seine rassische Eigenart zu bewahren, d. h. einzig und allein durch seine unbeirrbare rassische Jnstinktsicherheit.
So sehen wir, daß auf allen Gebieten, ganz gleich, ob es sich um quantitative, qualitative oder rassische Aufgaben handelt, unsere Zukunft entschieden wird durch die geistig-seelische Grundhaltung des Einzelnen. Diesen Einzelnen wollen wir gewinnen, erziehen und zurückführen zu den Urwerten völkischen Seins. Ebenso streng und ehrlich wollen wir auch lernen, zu werten, aber nicht zu werten nach Rang, Stand oder Geld, sondern wir wollen den Wert des einzelnen messen an der Einsatzbereitschaft für die Aufgabe, die i ihm gestellt ist, an der Opferbereitschaft, die er für unsere Idee aufzubringen vermag, an der Jnstinktsicherheit, die ihn bei den vorausschauenden national» > sozialistischen Zielsetzungen beherrscht, an seinem Mut, seiner Pflichtauffassung, seiner Verantwortungs- freudigkeit, an der Treue in seiner Haltung und alles = in allem an der Tat, die er für die völkische Gesamtheit zu leisten vermochte.
An den Stolz eines jeden einzelnen wollen wrr appellieren, ganz gleich ob er in Amt und Würden steht, im Bauernkittel hinter dem Pfluge schreitet oder als Arbeiter ehrlich sein Brot verdient. Groß ist die , Aufgabe, aber sie ist des Schweißes der Edelsten wert I aus allen Bevölkerungskreisen. Ihre Erfüllung bedeutet nicht allein Glück und Freiheit für die, welche nach uns kommen, sondern letzten Endes auch die Rettung unseres alten europäischen Erdteiles und seiner Kultur vor Zerfall und Untergang im jüdischen und asiatischen Chaos und Despotismus.
In diesem Sinne soll die Wanderausstellung des rassenpolitischen Amtes, Hessen-Nassau, die am Samstag, dem 4. Mär^, in Darmstadt durch den stellvertretenden Gauleiter Linder eröffnet wird, den Rassegedanken auch bei den Volksgenossen unseres Gaues wecken und vertiefen, denn unsere deutsche Rassen- und Bevölkerungspolitik wird nur dann den gewünschten und notwendigen Erfolg haben, wenn jeder einzelne deutsche Mensch sie zu seiner eigenen Sache macht.
Die Autobahn Salzburg-Wien wird am 8. April 1941 eröffnet.
Der Referent beim Generalinspektor für das deut- che Straßenwesen, Dipl.-Jng. E. von Gott- t e i n, teilte auf einer Veranstaltung des Amtes ür Technik der Gauleitung Niederdonau mit, daß die erste Teilslrecke der Reichsautobahnen, die durch den Gau Niederdonau führt, nämlich die Strecke Salzburg—Wien, auf Wunsch des Führers am 8. April 1941, also drei Jahre nach dem er st en Spatenstich, eröffnet werde. Der Plan, die Reichsautobahn um Wien
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Reichsminister Dr. Goebbels veröffentlicht in der Samstagausgabe des „Völkischen Beobachters" einen Artikel „Der Insulaner und die Spanienfrag e". Der Aufsatz enthält eine Abrechnung mit den Mächten, die die Rettung Spaniens vor dem bolschewistischen Verfall zu sabotieren versuchten. ,
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Die Reichsfrauenführerin Frau Scholtz - Klink hat am Freitagabend mit ihrer Begleitung von Mailand aus die Heimreise nach Deutschland angetreten, nachdem sie vorher noch verschiedene soziale Einrichtungen besichtigt hatte.
Der Führer richtete an das Verlagshaus E. S. Mittler & Sohn aus Anlaß seines 150- jäbrigen Bestehens ein Glückwunschschreiben. Generalfeldmarschall Göring und Reichsminister Dr. Goebbels sprachen dem Verlag ihre Anerkennung aus für die Förderung des Wehrgedankens im deutschen Volk. Die Mitglieder der Reichsregierung, führende Persönlichkeiten der Partei und die Oberbefehlshaber der Wehrmacht übermittelten dem ältesten' und größten deutschen Militärverlag ihre herzlichen Glückwünsche.
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Auf Einladung des Rektors der altberühmten portugiesischen Universität Coimbra sprach der deut- che Gesandte von Hoyningen-Hüne auf einer Festsitzung zu Ehren des portugiesischen Dich-
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Reichstagung der deutschen Lebensmittelchemie in Karlsruhe.
Die zweite Reichstagung der deutschen landwirt- chaftlichen Gewerbeforschung und Lebensmittelchemie, verbunden mit der 36. Hauptversammlung des Vereins deutscher Lebensmittelchemiker, findet vom 25. bis 30. September in Karlsruhe statt. Es wird auf dieser Tagung der derzeitige Stand der Arbeiten in der landwirtschaftlichen Gewerbeforschung, einschl. der Lebensmittelforschung, insbesondere der bisherige Einsatz im Vierjahresplan auf allen Ernährungsgebieten beleuchtet und mit den neuesten Wissenschaftsergebnissen auf dem Gebiete der Vorratspflege, Erzeugnisverarbeitung und Untersuchungsmethodik dar- gelegi.
Drei Todesopfer eines Verkehrsunglücks.
In München wollte ein Personenkraftwagen im Forstenrieder Park an einem Lastauto vorbeifahren, dessen Lenker im gleichen Augenblick ein Pferdefuhrwerk überholen wollte. Der Lenker des Personenkraftwagens, der dies offenbar zu spät bemerkt hatte, bremste stark ab und steuerte nach rechts, wobei er einen Radfahrer zu Boden schleuderte und auf das Fuhrwerk auffuhr. Der Zusammenprall war so stark, daß der Kutscher vom Bock geschleudert wurde. Während der Radfahrer und der Kutscher sofort t o t waren, wurden die drei Insassen des Kraftwagens schwer verletzt. Bei der Ueberführung in ein Krankenhaus erlag eine Insassin ihren Verletzungen.
Verunglückker amerikanischer Geschwaderslug.
Ein Geschwader von 12 Marineflugzeugen wurde während eines nächtlichen Ausbildungsfluges von großem Pech heimgesucht. Sieben der Maschinen mußten infolge des plötzlich aufgetretenen starken Nebels und wegen Erschöpfung der Benzinvorräte n o t l a n d e n. Einige stürzten ab. Ein Flugzeug ging in Flammen auf, wobei ein Leutnant u m s Leben kam. Die Insassen der anderen Maschinen konnten sich alle durch Fallschirme in Sicherheit bringen.
Zwei französische Militärflugzeuge zusammengestoßen.
Neber der tunesischen Stadt Bizerte stießen zwei französische Militärflugzeuge zusammen. Eine Maschine stürzte ins Meer und sank sofort mit ihrer vierköpfigen Besatzung, während das zweite Flugzeug auf die Uferfelsen fiel und völlig in Trümmer ging Der Pilot versuchte, sich durch Fallschirmabsprung zu retten. Da der Fallschirm sich nicht rechtzeitig öffnete, fand auch dieser Flieger den Tod.
Zwei italienische Arbeiter vom elektrischen Strom gelötet.
Ein eigenartiger Unfall, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen, ereignete sich in Baratt» (Oberitalien) Während einige Arbeiter damit beschäftigt waren, das Drahtseil für eine Seilbahn zur Holzbeförderung zu spannen, kam dieses mit einer in der Nähe oorbeiführenden Hochspannungsleitung in Berührung. Zwei der Arbeiter wurden auf der Stelle getötet, drei weitere Personen wurden verletzt. Das durch den elektrischen Strom glühend gewordene Drahtseil verursachte einen Waldbrand
Großfeuer in Manchester.
Ein Großfeuer legte eines der größten Modehäuser in Manchester in Schutt und Asche Das Feuer brach an verschiedenen Stellen zu gleicher Zeit aus und war von heftigen Explosionen begleitet. Innerhalb 15 Minuten stand das ganze Gebäude in hellen Flammen Die Feuerwehren waren dem Riesenfeuer gegenüber machtlos Em großer Stab von Polizei- und Kriminalbeamten begab sich sofort an die Brandstätte, um nach der Ursache des Feuers zu suchen. Die Ansicht, daß es sich um Brand st iftung handelt ist allgemein. Ob das Feuer mit den Bombenattentaten in Zu-
in Form eines Ringes zu führen, wurde fallen- 1 gelassen. Statt dessen wird die Reichsautobahn Wien östlich umkreisen und auf einer Brücke I mit sechs Fahrbahnen die Donau überqueren. Die Strecke Wien —Graz wird bis Wiener Neustadt in drei Fahrbahnen geführt werden, von dort aber nicht über den Semmering, sondern über den Hartberg verlaufen.
Oas Deutschtum in Jugoslawien.
Belgrad, 3. März. (DNB.) Ministerpräsident und Innenminister Z w e t k o w i t s ch empfing die parlamentarischen Vertreter der deutschen Volksgruppe, Senator G r a ß l und die Abgeordneten Hamm und T r i s ch l e r , die die Sorgen und die Wünsche der Deutschen Jugoslawiens oortrugen. Zwetkowitsch versprach, für eine ungehinderte Entfaltung des Deutschtums in Jugoslawien auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet sorgen zu wollen und empfahl die Fühlungnahme mit den einzelnen Fachministern, die die deutschen Wünsche weitgehend berücksichtigen und berechtigte Klagen sofort abstellen würden.
ters und Professors Eugenio de Castro über die Entwicklung des großdeutschen Gedankens bis zu seiner Verwirklichung im Dritten Reich.
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Die britische Regierung hat Sir Maurice Drummond Peterson, den bisherigen Botschafter Großbritanniens in Bagdad, zum Botschafter in Nationalspanien ernannt.
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Der in Berlin verstorbene amerikanische Geschäftsträger in Berlin und frühere Generalkonsul in Genf Prentiß B. Gilbert wurde, seinem Wunsche entsprechend, auf dem Friedhof von Petit Saconnex bei Genf zur letzten Ruhe bestattet. An der Trauerfeier, die im engsten Familien- und Freundeskreise stattfand, nahm der deutsche Generalkonsul Dr. Krauel teil.
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Der englische Politiker und Freund Deutschlands, Lord Allen of Hartwood, ist in Montana- Vermala (Schweiz) im 50. Lebensjahr gestorben. Lord Allen war der Sohn einfacher Handwerker und dann als Leiter der Unabhängigen Arbeiterpartei in England lange Zeit die rechte Hand Ram- say Macdonalds. Er hat in England immer wieder den Grundsatz vertreten, daß man Deutschland Gerechtigkeit widerfahren lassen müsse, um den Frieden in Europa zu sichern. Er besuchte auch wiederholt das nationalsozialistische Deutschland.
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sammenhang zu bringen ist, ließ sich noch nicht klären, doch wird auch des vermutet.
Schreckliches Flugzeugunglück in England.
In dem nicht weit von London gelegenen Seebadeort Brighton raste bei dichtem Nebel ein Flugzeug — wie man annimmt, eine Maschine der britischen Luftwaffe — in voller Fahrt in einen von drei Familien und fünf Kindern bewohnten Häuserblock. Durch die Gewalt des Anpralls explodierte der Benzintank des Flugzeuges und verwandelte das Flugzeugwrack wie auch den Häuserblock augenblicklich in ein Flammenmeer. Der Brand hinderte Polizei und Feuerwehr, die genaue Zahl der Opfer des Unglücks festzuftellen. Bis jetzt konnten vier Leichen aus den Flammen geborgen werden. Dabei handelt es sich um den Flugzeugpiloten, eine Frau und zwei Kinder. Vorgefundene Spielfachen deuten darauf hin, daß das Unglück die Kinder beim Spielen im Zimmer überrascht hat.
Gefährliche Diebes- und Hehlerbande abgeurleilk.
Vor der 9. Strafkammer in Moabit wurde eine der gefährlichsten Diebes- und Hehlerbanden in Deutschland abgeurtedt. Der Bande gehörten neben mehreren vielfach vorbestraften schweren Verbrechern auch zahlreiche Juden an, die von 1928 bis 1938 152 Einbrüche in größeren Städten Deutschlands begangen hatten. Bis auf zwei Geschäftseinbrüche haben die Verbrecher nur Wohnungen ausgeräumt. Die Hauvttäter, die Juden Israel Schapiro und Süskind Fuks, wurden bereits früher zu neun bzw. zwölf Jahren Zuchthaus und Sicherungsverwahrung verurteilt. Von den übrigen 14 Angeklagten, darunter der Jude Jankel Zellermayer und feine Ehefrau Rifka R u ch l a , erhielten sieben Zuchthausstrafen von einem bis zehn Jahren und Sicherungsverwahrung bzw. Polizeiaufsicht. Die übrigen sieben Angeklagten kamen mit Gefängnisstrafen von drei Jahren bis zu neun Monaten davon.
Der größte deutsche Ballon.
Auf dem Olympia-Platz im Prater in Wien fand der Abnahmeflug des neuen Heißluft- Ballons „ D — Stadt Wien" (Type Marek- Emmer III) statt. Der Ballon ist ein neues Baumuster der Wiener NSFK.-Männer Marek und Emmer und gegenüber den oorangegangenen Konstruktionen Marek-Emmer im wesentlichen durch technische Neuerungen ausgezeichnet. Er stellt eine Widmung des Bürgermeisters Dr Jng. Neu- b a ch e r an die NSFK.-Gruppe 17 Wien dax. Der neue Ballon hat bei einem Durchmesser von 20 Meter einen Inhalt von 4000 cbm und ist damit zur Zeit der größte deutsche Ballon mit einer Tragkraft bis zu sechs Personen Der Ballon startete um 14.23 Uhr bei günstigem Wetter und stieg innerhalb von 23 Minuten bis zur Atmungsgrenze auf 5700 Meter. Die durchschnittliche Stcigegeschwin- digkeit betrug 4 bis 5 Meter je Sekunde.
Fernsehsender Brocken im Sommer fertig.
Für den Aufbau und den späteren Betrieb des Fernsehsenders auf dem Brocken wird die Straße Schierke-Brockenkuppe von der Reichspost instand- gefetzt, um sie auch im Winter befahren zu können. Wie sich aus dem Jahresbericht der Reichspostdirektion Magdeburg weiter ergibt, ist der Bau und die technische Einrichtung des Fernsehsenders auf dem Brocken so weit fortgeschritten, daß mit der Inbetriebnahme im Laufe des Sommers 1939 zu rechnen ist.
In Athen sollen 500 000 Bäume gepflanzt werden.
Die von Minister Kotzias eingeführte „ P f l a n z e r w o ch e " wurde in Athen unter religiösen Feierlichkeiten durch den König und den Erzbischof von Athen sowie durch die Regierung eröffnet. Der König, die Minister, die Führer der Jugendorganisationen und einige Gesandte pflanzten persönlich eine Anzahl von Bäumchen, die die ersten von 500 000 Bäumen find, die Athen in Alleen und Parkanlagen erhalten soll. — Die deutsche Kolonie stiftete 200 Bäumchen.
Bücheriiscb.
— Handbuch der Kulturgeschichte. Herausgegeben von Dr. Heinz Kindermann, Professor an der Universität in Münster i. W Etwa 3000 Abbildungen. Preis RM. 2,80 pro Lieferung. Akademische Verlagsanstalt Akhenaion, Potsdam. In den neuen Lieferungen 41—45 führt Professor W. Bauer seinen Beitrag über die „Deutsche Kul- tur von 1830—1870" weiter. Auswanderung, soziale Frage, liberaler Staatsbegriff, Volksbewegung gegen die Juden, beginnende Industrialisierung, hemmungsloser Kapitalismus, kaufmännisches Denken auf allen Lebensgebieten, der Beginn der Eisenbahn und die Furcht vor Veränderungen in der damaligen Gesellschaft, das sind einige Stichworte aus diesem fesselnden Abschnitt. Professor W. Flemming schrieb über „Deutsche Kultur im Zeitalter des Barock". Professor F. Schönemann schließt die erste deutsche Kulturgeschichte der Vereinigten Staaten ab. Die Kulturgeschichte Skandinaviens breitet Professor H. de Boor mit wissenschaftlicher Ueb erlegen» heit vor uns aus. Die starke Gruppierung innerhalb der nordischen Volker, die man nur in Deutschland als Einheit sieht, gibt neue Perspektiven. Professor W. Kirsel behandelt die Kultur der Inder. Der Textteil findet seine Ergänzung in dem reichhaltigen und erlesenen Anschauungsmaterial.
— In der Serie der „Deutschen Meister -- aufnahmen" (Verlag F. Bruckmann, München) sind vier neue Hefte erschienen. Heft 13: Ottmar Maudry, Tierporträts. Wochenlang ist der Verfasser im Zoo herumgestreift, um aus einer großen Anzahl von Aufnahmen 23 meisterhafte Tierporträts auszuwählen, die das Heft in herrlichem Druck wiedergibt. — Heft 14: Johannes Padelt, Segelflug. Ein Heft für Freunde des edlen Sportes. Zweimal war der Verfasser
Nicht hungern
Zeuge der großen Segelflugwettbewerbe auf der Mass er kuppe in der Rhön und hat hier die fesselnden Aufnahmen vom Flugzeugbau, der Montage, der Arbeit von Halte- und Startmannschaft und der großen Vogel geschaffen. — Heft 15: Christos Croeber, Kurs nach Süden. Das Heft legt dem Photoreisenden nahe, nicht immer nur die übliche Postkartenansicht von Sehenswürdigkeiten zu knipsen, sondern mit eigenen Augen zu schauen. — Heft 16: Professor Walther Hege, Heiteres Rokoko. Das Heft führt in den Nymphenburger Park in München, in den schönsten Rokoko bau, die Amalienburg. Professor Hege hat den Formenreichtum des kleinen Jagdschlößchens bildhaft vorzüglich gemeistert. Preis jeden Heftes RM. 0,85. — (584) —
— Paul Anton Keller: Der klingende Brunn. Gedichte. 68 Seiten. Geb. 2,80 Mark. Verlag Albert Langen / Georg Müller, München, 1938. — (422.) — Paul Anton Keller gehört der jungen Generation an, sein Werk steht mitten in unserer Zeit. Darum ist es natürlich, daß feine Lieder und Gesänge sich zu dem Wollen und Glauben unserer Tage freudig bekennen, das Neue begeistert bejahen und sich der Zukunft des Volkes leidenschaftlich verpflichten. Was er an kunstvoll geformten, wort- und klangreichen Gedichten geschaffen und in diesem Bande vereinigt hat, ist ein Zeugnis der Jugend aus der deutschen Ostmark.
— Curt Langenbeck: Der Hochverräter. Tragisches Schauspiel. Geh. 2 Mark, geb. 3 Mark. 80 Seiten. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, 1938. — (423) — Der heldenhafte Kampf und tragische Untergang des Deutschen Jakob Leisler, des ersten Kommandanten von Neuyork, ist für den Dichter Beispiel großen Schicksals. Langenbeck kommt es nicht auf die getreue Wiedergabe des geschichtlich überlieferten Vorgangs an, ihm ist die Geschichte nur Anlaß zur Darstellung des dramattschen Konfliktes, in dem der edle Mensch, streng und hochmütig im Bewußtsein seines Rechtes, zusammenstößt mit der Welt des Gemeinen und Alltäglichen, und in dem er ihr unterliegt. Aus dem männlichen Bekenntnis zur tragischen Dichtung und dem Willen zur strengen Form geschrieben, fesselt das Drama durch den feierlichen Ton, die klare Fügung des Aufbaus und seinen tiefen Sinn.
— Deutscher Wehr-Kalender 1 939. Herausgegeben von der Schriftleitung der Zeitschrift „Deutsche Wehr". (Gerhard Stalling Verlag, Oldenburg i. O. Gebunden RM. 1,60.) —5— Der Kalender bringt in gewohnter Reichhaltigkeit alles Wichtige und Wissenswerte für den jungen und für die ehemaligen Soldaten, für die Jugend und für die Angehörigen der Wehrverbände. Durch die Beiträge hervorragender Mitarbeiter aus allen Gebieten des Heeres, der Kriegsmarine, der Luftwaffe, der Partei und ihrer Gliederungen, der Organisationen der Wehrerziehung und der Landesverteidigung ist dieser interessante Taschenkalender zu dem wertvollen Handbuch für Wehrmacht und Wehrerstarkung geworden, das er sein soll und den man nur empfehlen kann.
— Reclams Schülerkalender 1939/40. Mit vielen Abbildungen. (230 Seiten.) In Ganzleinen RM. 1,00. Verlag Philipp Reclam jun., Leipzig. — (9)— Der Kalender will dem Schüler ein praktisches Handbuch für den täglichen Bedarf geben, ihn in seiner weltanschaulichen Haltung festigen, vor allem aber der Jugend in lebendiger Weise die Welt des Buches nahebringen. Für die Leitaufsätze „Aufgabe und Wesen der Hitler - Jugend" und „Die Eigenbücherei des Schülers" konnten zwei berufene Persönlichkeiten gewonnen werden, Friedrich W. Hymmen und Karl Rauch. Es folgen neben lebendigen Schilderungen über die Segelfliegerei, Gronaus ersten Flugversuch, das Fernsehen, das Schicksal des Kaisers von Kalifornien mannigfache Angaben sachlicher Art, die in Schule und Freizeit wertvolle Dienste leisten.
— Eduard Beninger: Germanischer Grenzkampf in der Ostmark. Mit 50 Karten und Bildern. 123 Seiten. RM 3,20. Verlag Wilhelm Frick, Wien. — (574) — Ein hervorragender Kenner der germanischen Vorgeschichtsforschung kommt hier zu dem neuen Ergebnis, daß die Germanen auch in der Ostmark im Grenzkampf standen. Der bayerischen Mark ging somit eine altgermanisch-swebische Mark voraus. Den heldenhaften Grenzkampf schildert Beninger, der Landesleiter Oesterreich des Reichsbundes für deutsche Vorgeschichte, in allgemeinverständlicher Darstel- i lung. Reichhaltiges Anschauungsmaterial ergänzt Iden Text sehr lebendig.


