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Skepsis und Bestürzung in London
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angehörten, ausgeschlossen.
Am Geburtstage Hindenburgs legte der NS. - Reichskrieqerbund am Sarko- phag des Generalfeldmarschalls im Tannenberg- denkmal und an der Hindenburgbüste im Zeughaus zu Berlin Kränze nieder. Der Reichskriegerfuhrer, General der Infanterie ^-Gruppenführer Reinhardt, tat das gleiche am Hindenburgdenkmal auf dem KyffhLuser.
Der Reichsoertehrsnüntster weist darauf hm, daß die Kraftfahrzeuge des Protektorats Böhmen und Mähren das Nationalitätszeichen D führen. Die Führung des ehemaligen Nationalitätszeichens CS ist verboten.
Augen.
,Wie sieht es in Warschau aus? so fragen wir. - " “jolen heben die Hände und sagen: „Nie dobre arszawa..." Es ist nicht gut in War-
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Das geschlagene Heer.
Ausmarsch der polnischen Truppen aus Warschau.
Don Serichtersiatter Wilhelm Steinbrecher
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mnnen soll, sind viele schon am vtaajmiuug u» sei Stadt entwichen, darunter war auch em seltner Zug. Im hellen Licht des Tages kamen sie hon. Jünglinge, Knaben fast noch, und alle tu ^braunen Uniformen. Es sind Schüler, sunge nschen aus Thorn, die auf einer Ferren- 'ohrt nach Warschau begriffen waren ,jr-D dort vom Kriege überrascht wurden. Dreie soiksdeutsche Jungen waren darunter. Man hatte Je in die Umformen gesteckt und befahl ihnen, zu ’ünpfen. Nun aber waren sie dem furchtbaren öhllachtfeld von Warschau entronnen, und fröhlich ^rschierten sie heran. Ihre Klampfen und ^Nnonitas führten sie mit sich. Fahrende Scho- nen in polnischen Soldatenröcken. Als sie srch oen ^Mchen Posten näherten, spielten sie ein lustiges Eid auf. Aber uns war dabei nicht luftig zumute. Wt Zug schleppte trotz des fröhlichen Liedes :in e erschütternde Traurigkeit mtt sich. Jir Krieg ist die Sache der Männer. Den Kindern »l man ihn fernhalten. „ A
, Nun aber marschiert d i e W a r s ch a ui e r F e - 1ngstruppe. Bon ferne blitzen Lichtkegel der Hos auf. Ein Wagen nähert sich schnell der deut- hm Linie. Ein polnischer Hauptmann entsteigt ihm
meldet sich dienstlich beim Generalstabschef un- nsr Armee. Der polnische Offizier kündigt den An-
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Hußball im Df8 -Reichsbahn Gießen.
Grohen-Llnden I. — Vfv.Reichsbahu L 2:3 (1:2).
Die Grün-Weitzen, die ihre Mannschaft stark verjüngt hatten, konnten in Grotzen-Linden einen knappen, aber durchaus verdienten Sieg errinaen. Die Mannschaft spielte weit bes'er als am Dor- sonntag. In der Derteidigung ragte Schlitz hervor. In Mittelläufer Kraft hatte die Mannschaft ihren besten Mann. Im Sturm waren die beiden Flügelspieler hervorragend. Der Gegner, der drei Soldaten in seinen Reihen hatte, konnte durchaus gefallen und gab sich erst in der Schluhmimtte geschlagen.
In der ersten Spielhälfte konnten sich die Grün- Weißen eine leichte Feldüberlegenheit herausspielen, doch wehrte die Hintermannschaft der Gastgeber vorerst erfolgreich ab. Als Berghöfer im Straf- raum gelegt würbe, war es Schlitz, der mit wuchtigem Schuß den Elfmeter verwandelte. Die Gegenangriffe der Platzherren blieben in der aufmerksamen Derteidigung hängen und dem Mittelläufer blieb es vorbehalten, den zweiten Treffer anzu- bringen. Bei einem Vorstoß der Platzherren konnte der Halbrechte auf 2:1 verkürzen, dann ging es in die Pause. In der Folge spielten die Platzherren besser und drängten die Grün-Weihen zurück, doch Erfolge wollten sich nicht einstellen. Im Gegenstoß gelang es den Grün-Weißen sogar, einen dritten Treffer zu erzielen. Dies war den Grvßen-Linde- nern zuviel, und sie gingen mit wuchtigen Angriffen vor. Kurz vor Schluß konnte der Mittel- turmer auf 3:2 verkürzen, doch reichte es -um Ausgleich reicht mehr und mit dem knappen Ergebnis konnten die Grün-Weißen ihre ersten Punkte buchen.
Handball-Freundschaftsspiele mit Soldaten.
Die Freundschaftsspiele, die Soldaten der Wehrmacht gegen Dereinsmannschaften ausgetragen haben, hatten einen vollen Erfolg. Zunächst war es die überaus anständige Spielweise, die immer wieder hervortrat, dann aber auch der Geist, unter dem sich die Freundschaftsspiele abwickelten. — Wenn auch die Soldaten in allen Fällen unterlagen, so verliefen die Treffen doch niemals einseitig. Was den Gästen fehlte, war die mangelnde Zusammenarbeit der einzelnen Mannschaftsteile und der fehlende Torschuß. Diese Mängel konnten auch nicht durch den Eifer ausgeglichen werden, mit dem die einzelnen Treffer ausgetragen wurden. Auf jeden Fall kann es als ein schöner Auftakt für die kommenden Spiele um den Lahnpokal gewertet werden, wenn eine ganze Reihe von Mannschaften die gebotenen Chancen ausnutzten.
Im einzelnen sind folgende Ergebnisse bekanntgeworden:
so heller flammen die Feuer auf die v ele Flucht- linae in den Trümmern der Dorstadt entfacht haben. Inmitten der Ruinen einer zerschossenen Ziegelei, von der sich aus den geborstenen Wanden heraus der hohe Schornstein noch erhebt, lagern Manner, Frauen und Kinder um die wärmende Flamme In den Tiefen der Lehmkuhlen suchen sie vor dem Herbstwind Schutz. Ein Hund winselt um den zer- brochenen Lattenzaun, ein Kind weint irgendwo kläglich. Entsetzlich traurig ist das Elend dieser Menschen. Schwer ist das Los dieser Armen, die die verantwortungslose Politik der polnischen Regierung in Leid und Unglück stürzte. Es wird mit eine unserer ersten Aufgaben sein, dieses Flucht- "m7ch'Immer" marschiert °- Mim Sammelplatz heran Der Straßenrand ist iiherberft °°n erdbraunen Uniformen. Nach ist die Dw.slon nicht zu. lammen. Wir müssen warten und setzen uns -men Augenblick in den Kraftwagen. Eine Hand tastet
nach der Schaltung des Rundfunkempfängers — und alles um uns her persinkt. Da draußen verblaßt der Spuk dieser feuerdurchglühten grausamen Nacht, durch die ein geschlagenes Heer sich in die Gefangenschaft schleppt.
Und nun marschiert die polnische Division heran. Erst Autokolonnen, dann Infanterie. In Viererreihen schreiten sie vorüber. Die Blicke sehen müde ins Leere. Hier und da lächelt einer matt. Der freut sich, daß der Krieg zu Ende ist. Alle wollen bald nach Hause. Und viele fragen, wie es bei ihnen daheim aussieht, und nennen Orte, die wir kennen — Orte, von denen nur wenig noch steht, weil der Kampf sie umgepflügt hat.
Kraftwagenkolonnen, Pferdewagen und Feldküchen rollen vorüber. Auf dem Sitz hocken, zusammengefallen und zerbrochen, erschöpfte Menschen. Und immer noch Infanterie und immer nach Artillerie ohne Geschütze, ohne Wehr und Waffen. Kilo- meterweit schleppt sich das die Straße entlang, ifnb Tausende werden noch kommen. Deutsche Panzerwagen sichern den Zug des gefangenen polnischen Heeres. Und sie erscheinen uns als Sinnbild der unzerstörbaren Größe und Macht Deutschlands.
Kleine politische Nachrichten.
Amsterdam, 3. Oktober. (DNB.) Am Montag sind das holländische Arttllerieschulschiff „van Kinsbergen" und die beiden U-Doote 0 15 und 0 20 nach Westindien ausgelaufen. Das holländische U- Boot 0 20 soll Kurs durch den Panamakanal nehmen.
Das holländische Minensuchboot „3 a n van Gelder" ist auf der Höhe von Terschelling auf eine Mine gelaufen und schwer beschädigt worden. Das Schiff wurde noch Westerschelling abgeschleppt. Zwei Mitglieder der Besatzung wurden getötet, drei schwer und vier leicht verletzt. Drei Mann werden vermißt.
Auf Einladung der sowjetrussischen Regierung, begibt sich der litauische Außenminister U r b s y s mit dem Flugzeug nach Moskau. Ministerrats'sitzungen haben die von Moskau angeschnittenen Fragen einer Neuregelung der gegenseitigen Beziehungen auf Grund der gegenwärtigen osteuropäischen Lage erörtert.
Tv. Holzheim — Wehrmacht 15:4 (7:2) Tv. Lützellinden — Wehrmacht 26:6 (13:2) Tv. Münchholzhausen — Wehrmacht 14:6.
Auffällig war bei allen Dereinsmannschaften das Mitwirken einer großen Zahl alter Kameraden, die jetzt ihre Zeit gekommen sehen, sich erneut einzusetzen und vor allen Dingen die Lücken auszufüllen. So steht beispielsweise dem Tv. Münchholzhausen fast die gesamte Mannschaft zur Verfügung, die schon vor zehn Jahren auf dem grünen Nasen stand. Auch in allen anderen Orten haben die Vereine das Gebot der Stunde erkannt und sind zu ähnlichen Aufstellungen geschritten. Aus jeden Fall ist das ein schönes Zeichen für den Geist der Handballer.
Deutschland - Jugoslawien in Agram.
Der zweite Fußballändcrkämpf zwischen Deutsch- land und Jugoslawien wird nach einem Beschluß des Obersten Fußballverbandes des Königreichs Jugoslawien am 15. Oktober in Agram ausgetragen, nachdem ursprünglich Belgrad als Austragungsort vorgesehen war.
Wiener Fußballer besiegen Ungarns Nationalmannschaft 3:1. Immer bann, wenn es den Spielern des Alt- reiches in den letzten Kämpfen nicht gelang, in bester Form und damit erfolgreich zu sein, setzte die Ostmark ihren ganzen Ehrgeiz darein, durch ihren Fußball diese Scharte auszuwehen. Zum zweitenmal ist es ihnen jetzt gelungen. Im Mai konnte die Auswahlelf des Protektorats Böhmen und Mähren von unseren Nachwuchs-Mannschaften nicht bezwungen werden, in Wien wurden die Prager 7:0 übep- rannt. Dor acht Tagen verlor die deutsche Nationalmannschaft in Budapest 1:5, jetzt wurde — mit zwei Ausnahmen — dieselbe ungarische Auswahl in Wien von einer Stadtvertretung 3:1 (1:0) geschlagen. Besonders stolz können die Wiener auch deshalb auf ihren Erfolg fein, weil es feit 5Vi Jahren 3 um ersten mal einer Wiener Mannschaft gelungen ist, erfolgreich gegen die Magyaren abzuschneiden. £änbetfompf Schweden - Dänemark
4 zu 1.
Mit großem Interesse sah man in schwedischen FuArallrreisen dem Länderkamps gegen Dänemark entgegen, zumal es hier um die Führung im Wettbewerb um den „Nordischen Pokal" ging. Dänemark hatte vor acht Tagen einen Rekordsieg von 8:1 Toren über Finnland errungen, mußte also in bester Form sein. Die Schweden ließen sich jedoch nicht einschüchtern. Ihr Sieg von 4:1 (2:1) Toren stellt ihnen ein sehr gutes Zeugnis aus.
lapamschen Truppen bei Tschungtscha und die im Werden begriffene neue chinesische Zentralregierung berechtigten zu der Hoffnung, daß Japan sein Endziel erreichen werde. Die schwie- rigste Aufgabe werde jedoch erst nach der Beseiti- gung Tschiangkaischeks und der Errichtung der neuen Regierung zu lösen sein, nämlich die Sicherung des Friedens durch Zusammenarbeit Japans, Mandschukuos und Chinas. Die japanische Regierung werde gegen diejenigen Staaten, die Ja- pans wahre Absichten "aus einer feindlichen Einstellung heraus nicht verstehen wollten, die geeigneten Maßnahmen treffen. Wenn Japan sein großes Ziel erreichen wolle, bann müsse die nationale Mobilisierung durch Erfassung aller Kräfte des Volkes vollkommen durchgeführt werden,
Neutralitätsentschließung auf der Panama-Konferenz.
Panama, 2. Ott. (DNB.) In der Vollsitzung der Delegationsführer der panamerikanischen Konferenz zu Panama würben alle von ben Unterausschüssen beschlossenen Resolutionen über bie Neu- tralität und die Erhaltung des Friedens auf dem amerikanischen Kontinent gebilligt. — Die Ent- schließungen betreffen auch die zum Interessengebiet des amerikanischen Erbteils zählenden Inseln und Gewässer. Alle Delegationen haben eine Sperrzone als wünschenswert bezeichnet. Die Delegation der Vereinigten Staaten von Nordamerika schlägt eine solche Zone von 300 Seemeilen vor. Wie man ein so weites Gebiet praktisch tontroüieren könnte, ist bisher noch nicht erörtert worden.
Hauptschriftleiter Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bes Hauptschriftlciters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton unb bie Silber: Or. Fr. W. Lange: für Stabt Gießen, Pro- vinz, Sport unb Wirtschaft: Ernst Blumschein. An- zeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben In- halt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. Druck unb Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Jllu- ftrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September IW MiL.
Wie verlautet, wird sich der rumänische Außen- , Minister Gafencu nach Constantza begeben und .... _ dort mit dem türkischen Außenminister Sara- t t gemacht — aber Born- cogku auf dessen Rückreise von Moskau eine Be-
v e n U u H M t d) f d) I i m m e r!" I sprechung haben.
Oft haben diese gefangenen Soldaten nichts mehr, ..
,u drecken und zu beißen, nur die Zigarette hängt In F r a n k r e i ch ist das gesamte Vermögen der ibnen noch im Mundwinkel. UeberaU glühen wm- kommunistischen Partei unter staatliche ,iae Punkte durch die Nacht. l Zwan«4verwaltung !,-st-llt worden Der van der
0 rmnkle Wolken schieben sich vor den Mond, um Regierung eingesetzte Liquidator beabsichtigt, bin- *-• r* — —e rren kurzem alle Wertgegenstände, insbesondere
Grundstücke und Häuser, gerichtlich versteigern zu lassen. Die französischen Gewerkschaften haben bie Kommunisten, die den Verwaltungskommissionen
marsch einer Division an. Nach straffer Abmeldung fährt er wieder zurück. Bald kommt Hufgeklapper über die Straße. Es sind Reiter, die sogleich mit ihren müden Pferden zurückgeschickt werden. Darauf fährt eine Kraftwagenkolonne heran, hält, und eine Anzahl polnischer Offiziere entsteigt dem Wagen. Ein untersetzter Oberst stellt sich als Divisions - tommanbeur vor und wird gemessen, aber höf- lich begrüßt. Frage und Antwort. Der Oberst gibt bereitwillig jede Auskunft. Seine Regimenter kom- men nur langsam heran, denn in Warschau sind die Straßen verstopft, sich kreuzende Kolonnen erschweren den Ausmarsch, und die müden Soldaten kommen schlecht voran. Die einzeln eintreffenben Kompanien werden gesammelt und dürfen rasten.
Unsere Wachmannschaften stehen am Straßenrand und versuchen, mit den Gefangenen ins Gespräch zu kommen. Diele von ihnen stammen aus Thorn, Brom berg und Graudenz, viele von ihnen sind Volksdeutsche, und mancher weist sein Eisernes Kreuz von 1914 vor. Mit einer stummen Geste streckt er die Hand aus, in der das schlichte Ehrenzeichen liegt. Dieser Mann hat im Weltkrieg als deutscher Soldat gekämpft, er hat jetzt als polnischer Soldat kämpfen müssen, und mit einem tiefen, ernsten Blick sieht er uns in bie
Wurzeln hätten wie die ber einheimischen Bevölkerung. „Die jüdischen Geldinteressen", so schreibt das Blatt, „arbeiten unaufhörlich und rücksichtslos für einen Krieg. Auf der anderen Seite gibt es aber wichtige finanzielle Interessen, die gegen eine katastrophale Entwicklung sind. Auch gibt es eint öffentliche Meinung, bie skeptisch gegenüber der Entwicklung eingestellt ist." Diese Masse habe jedoch kein Sprachrohr. Die Machthaber wüßten die Lage solange wie möglich zu vertuschen. Diese arbeite ununterbrochen unb verhindere, daß sich bie große Öffentlichkeit ein objektives Urteil bild?.
Die britische Zeitschrift „S p e c t a t o r" schreibt, der einfache Mann auf der Straße, der rund drei Pfund in ber Woche verdiene, fei tief bestürzt über bie zerschmetternbe Erhöhung ber E i n k o m m e n st e ue r. Sie werde für alle Familien des Mittelstandes eine brastische Herabsetzung ber Lebenshaltung bedeuten, die auch schon durch die Preissteigerungen bedroht sei. Für alle, die feste laufende Verpflichtungen hätten, bedeute bie neue Einkommensteuer eine außerordentliche Härte. Den Argumenten für eine Politik finanzieller Opfer müsse man die Gefahr gegenüberstellen, daß die Hilfsquellen des Landes über das Tragbare hinaus beansprucht mürben. Bisher gebe es noch n i cf) t die vorausgefagte volle Beschäftigung für alle, sondern im Gegenteil viel Arbeitslosigkeit und die drohende Gefahr, daß viele lange bestehende Geschäfte durch die Zerrüttung bes Handels ruiniert würden. Die sinkende Kaufkraft enge den Handel weiter ein und werde vielleicht viele Firmen zum Bankrott bringen.
Aus aller Welt.
Das große Los der Luftschuh-Lotlerle gezogen.
Der Hauptgewinn ber 3. Geldlotterie des Reichs- luftschutzbunbes in Höhe von 30 000 RM. ist auf bas Doppellos Nummer 516 004, und zwar nach Berlin, gefallen.
Vollstreckung eines Todesurteils.
Am 30. September 1939 wurde der am 1. Mai 1914 in Borna bei Leipzig geborene Erich Brack- mann hin gerichtet, der vom Sondergericht in Schwerin wegen Rechtsfriedensbruchs und versuchten Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Brackmann hat am 17. August 1939 bei einem Ausbruchsversuch aus dem Landgerichtsgefängnis in Neustrelitz einen Strofvollzugsbeamten zu ermorden versucht und schwer verletzt.
Drei Todesopfer beim Einsturz einer Rampe.
In Neapel ist infolge starker Regengüsse plötzlich eine 20 Meter hohe zwei Straßen verbindende Rampe «ingestürzt, als eine Anzahl Kinder darauf spielten. Drei Kinder wurden getötet und eines schwer verletzt.
69 Todesopfer einer Schlagwetterexplosion in Mexiko.
In einem Bergwerk bei Kal au im mexikanischen Staate Coahuila ereignete sich am Sonntag eine schwere Schlagwetterexplosion. 69 Tote, zwei Schwerverletzte und zwei Vermißte wurden bisher gezählt. 60 weitere Bergleute sind noch verschüttet. Die Rettungsarbeiten, die sich in vollem Gange befinden, gestalten sich sehr schwierig.
Ein englisches Schul- und Wohnschifs durch Feuer vernichtet.
In R o s y t h (Firth of Forth) geriet bas 64 000 Tonnen große Schul- und Wohnschiff „Caledon ia" in Brand und brannte vollständia aus. Die „Cafedonia" war der frühere Schnelldampfer „Majestic" der Cunard-Linie, der ursprünglich als „B i s m a r ck" auf der Werft von Blom & Voß in Hamburg gebaut wurde und nach dem Versailler Vertrag an England ab geliefert werden mußte. Seit zwei Jahren diente die „Caledonia" als W o h n - und Schulschiff für Schiffsjungen und Maschiniften-Anwärter der englischen Kriegsmarine. Zur Zeit bes Brandes befanden sich nur wenige Personen an Bord.
Eigensüchtiges handeln wird geahndet.
Berlin, 30. Sept. (DNB.) Die wohlerwogenen Einschränkungen im Seifenverbrauch, denen sich alle deutsche Volksgenossen unterwerfen müssen, sind von einzelnen Händlern zu Preistreibereien ausgenutzt worden. Das eigensüchtige Handeln bftfer Personen ist sofort scharf geahndet worden. Der Inhaber einer Seifenhandlung wurde vom Reichskommissar für die Preisbildung mit einer Geldstrafe von 15000 Reichsmark bestraft. Gegen einen arideren Sei- fenhändler wurde eine Strafe von 3000 Reichsmark verhängt.
Japan und die Mächte in China.
N a n g f i n g, 2. Okt. (DNB. Funkspruch). Der ^ernannte Oberfommanbierenbe der japanischen flrme« in China, General Mishio, erklärte in Enking, Japan halte enffchlossen an seinem End- D, Errichtung einer neuen Ordnung fj Oftafien, fest. Von einem General- hcuptquartie r aus würden die Befehle an die japanischen Streitkräfte in China gegeben wer- jet Die a n t i j a p a n i s ch e n Kräfte in China letzten ausgerottet werden. Japan werde je» hfd) Unschuldige schonen, sowie die Rechte und Interessen dritter Machte in China Atzen. Die infolge der strategischen Operationen jjrstandenen Schäden würde Japan regulieren. Die panische Armee hoffe, daß dritte Mächte ihrer- bie wahren Absichten der Japaner anerkennen inb mit den Japanern an ber Errichtung einer Arjen Ordnung in China zusammen arbei» hn. Die Armee würde aber nicht zögern, gegen eten drastisch vorzugehen, der gegen die militari- 6?n Operationen Japans Obstruktionen treibe oder O'ftige japanfeindliche Akttonen sich zu Schulden vMnen lasse.
Der japanische Ministerpräsident Abe erklärte vir der Konferenz der Provinzgouverneure, trotz ater gegenwärtigen Schwierigkeiten bleibe die B e - r bi gung des Chinakonfliktes und der flifbau eines neuen D ft a f i en s bas Haupt- M Japans, dem alle Kräfte unterzuordnen feien. Ls neuen militärischen Erfolge ber
PK. vor Warschau. Herbstlich kühl liegt bie Nacht über dem Land, '.ntetrot glüht ber Himmel über Warschau, und orgfam ziehen lstllgeränderte Wolken am Mond trüber. Wir fahren von Westen her auf die besungene Hauptstadt Polens zu, vorbei an flackern- - jenem, um die sich unsere Soldaten lagern, kn Reitertrupp sprengt darüber den Feldweg ent- la? g — gleitende Schatten vor lohenden Bränden, b wirklich wie ein Traum ist diese Nacht. Die Lich- leitetten der Fahrzeuge geistern durch das dunkle öcnd, und bizarre Ruinen zerstörter Dörfer ragen fepenftig am Wege auf.
Die alte Straße zur Front von Blome über Karzew und Ozarow — wie oft waren wir hier iiif dem Marsch! Nun zerreißt kein schmetterndes Sachen der Einschläge die Stille der Nachtt Keine pißel sirrt tückisch singend um Baurn und Strauch, bmnod) ist diese Stunde voll unheimlichen Lebens. Rr kommen über ein Straßenkreuz — nur wenige Kunbert Meter noch, und grell leuchten Scheinwer- fi auf. In ihrem Strahl marschiert es heran. In ^braunen Kolonnen wälzt es sich auf uns zu. ki find die Verteidiger Warschaus, und ße hgben d i e W a f f e n gestreckt.
Bor den deutschen Stahlhelmen heißt es: ^Stoa! Utfere Posten fragen nach Munition und Waffen. Siri) die Gasmasken und der Kompaß müssen ad- |ie?tben roerfoen. Einer hat wirklich noch eine Pistole n d-k Manteltasche. •. Die unge°rdn-t-n Haufen N-U'-.-e' Granaten haben bie Kasernen zer-
W-WÄSMg1 e™al-n
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)ochzeii tj Mer trfa unb ein r kommen: Kebkonp lerfünhi^ inn, olfo j urbe, oon 20 M Inb als bc elbet Vs Sender, dl hlvenn « ch in sein mtres linde Mutter k setzte schlv ses hem nnerstofl r ber Spch -sicherte fr r noch ein? ihrig dick 1 ingänge* t rser omüte s wieder».? einmal scr ckt hat. Ar i1 »eimaheii^ j
51 o (f b o 1 m , 2. Oktober. (Europapreß.) lieber bi-: Unzufriedenheit in London berichtet ber Kor- nponhent des „Svenska Dagbladet" aus London. $ erster Linie machten sich die Geschäftsleute ?,ße Sorgen, da sich i h r U m s a tz mit jedem ig nerringere. Die Angst vor Luftangriffen Idle das Publikum davon ab, die Geschäfte und Parenhäuser aufzusuchen. Da die letzten Wochen er
haben, daß Einkäufe zum größten Teil vor
imenuntergang gemacht werden, befürchtet man, bas Geschäft in den Nachmittagsftunden i n Wintermonaten ausbleiben wird, bie Gastwirte führen Klagen entweder über ngelndes Geschäft oder über das rigorose Ein- tfen der städtischen Behörden gegen ihren (betrieb. Während ein Teil der Restaurants
iehen muhte, da sich der Betrieb nicht mehr tiert, klagen andere Wirte darüber, baß sie de- s um 8 Uhr abends schließen müßten, um, wie in einer offiziellen Mitteilung heißt, „den K o n - m von Alkohol für die Londoner Ben öl-
ung nicht noch weiter zu fteigern". Wie Korrespondent feststellt, hätte in Glasgow r Genuß von Alkohol einen solchen Umfang an- »rammen, baß die Kneipen nur für kurze Ht ofsengehalten werden könnten. Auch Londoner Westend müßten die Gastwirtschaften im 6 Uhr nachmittags geschlossen werden.
^Astonbladet" erklärt, bei den beiden Westmächten jöe es starke Kräfte, die amKriege festhiel- ' kn, vor allem bie Regierungen selbst. Lnflußreiche Kreise arbeiteten unter der Parole Prestige" in der gleichen Richtung. Es gebe auch Nlch andere ähnliche Kräfte, und das feien die in jilfen Ländern mächtigen Juden. Die Gefahr liege krin, daß deren nationale Gefühle nicht dieselben


