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REICHSGRUPPE VERSICHERUNGEN
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teil.
Die mit:
Landesverräter hingerichtet.
Verl in. 3. Iuni. (DHB. Aunkspruch.) Justizpresseflelle beim Volksgerichtshof teilt
einem Golf fahren mußte, der wegen der vielen Wracks, die auf seinem Grunde lägen, berüchtigt sei. Warum habe man dem Schiss keine Eskorte zur Verfügung gestellt? Weshalb wurde es nicht früher vermißt? Alle diese Fragen erforderten strenge Untersuchung und ein rigoroses Ur-
Sir Alexander E a d o g a n von unterrichtet. Die englische Botschaft
Regierung hat sich entschlossen, gegenüber Tokio eine Geste zu machen und etwa zwanzig chinesische Terroristen, die sich in der Internationalen Niederlassung in Tientsin aufhalten, an die unter japanischem Schutz stehende nordchinesische Regierung auszuliefern. Der chinesische Botschafter Quo-Tai-tschi wurde von Unterstaatssekretär
Der am 11. März 1939 vom Volksgerichtshof wegen Landesverrates zum Tode und zu dauerndem Ehr- vertust verurteilte 50jährige Franz Krain aus Altflctt. Kreis Leobfchütz (Oberschlesien), ist heute hlngerichtet worden. Krain, der in einer öffentlichen Verwaltung einen Vertrauensposten bekleitete, wurde von einem im Spionagedienst eines fremden Staates stehenden ausländischen Berufsgenossen aufgesucht und lieh sich dazu überreden, für Geldzuwendungen dienstliche Druckschriften zunächst unverfänglicher Art herauszugeben. Nachdem sich Krain in die Hand des ausländischen Nachrichtendienstes begeben hatte, ließ der fremde Agent die Maske fallen und trat mit Forderungen nach Geheimmaterial hervor. Krain hat aus Sucht nach Gewinn, den er regelmäßig vertrank, diesem Ansinnen entsprochen.
Admiral Eouchon 75 Jahre ali.
Admiral a. D. Wilhelm S o u ch o n, der in Bremen ansässig ist, vollendet am 2. Juni sein 7 5.2c- bensjahr. Er war 1914 der Befehlshaber des deutschen Mittelmeergeschwaders, mit dein er bei Messina die Übermächtigen englischen und französischen Streitkräfte durchbrach und die „Soeben" und „Breslau" nach der Türkei führte. — 1881 war Souchon bei der Kriegsmarine eingetreten. Nach Bordkommandos und Verwendung in Stäben nahm er an den Hebungen des ersten deutschen Luftschiffer-Bataillons teil und trat als Korvettenkapitän im Reichsmarineamt um die Jahrhundertwende rückhaltlos für die Pläne des Grafen Zeppe-
hat dem Marschall Tschiang-Kai-schek eine Note desselben Inhalts überreicht. Die Japaner haben dis Auslieferung der Terroristen seit langem gefordert, da die unter englischem Schutz stehenden Chinesen in der Internationalen Niederlassung nach japanischer Ansicht die führenden Elemente der antijapanischen Umtriebe in Tientsin.waren. In London nimmt man an, daß England mit diesem Schritt zu einer Besserung des englisch-japanischen Verhältnisses beitragen wird.
London. 3. Juni. (DNB.) Das Schicksal der noch in dem in der Bucht von Liverpool auf Grund liegenden U-Bool „Thetis" Eingeschlossenen Hal sich einer Bekanntgabe der Bauwerft zufolge, erfüllt. Die Werft Cammell Laird gab kurz nach Mitternacht an Hunderte ängstlich wartender Menschen in Birkenhead die erschütternde Nachricht bekannt. daß keine Hoffnung mehr besieht. SS Mann liegen in der irischen See begraben; es wird nicht angenommen, daß noch irgend jemand am Leben ist. Auf die bis in die späten Abendstunden des Freitag wiederholten Klopfzeichen durch Taucher erfolgte keine Antwort mehr. Die Offiziere, Matrosen und Zivilisten sind also wahrscheinlich schon vor der Zeit erstickt oder ertrunken, zu der man mit dem Verbrauch der Luft gerechnet hatte. Ein Marineoffizier, der sich an den Reltungsarbeiten beteiligt hatte, erklärte kurz nach Mitternacht, daß alle Rettungsversuche bis zum Tagesanbruch aufge- choben worden seien. Auch die Aerzte haben den amtlichen Auftrag erhalten, sich zurückzuziehen. Aus diesen Nachrichten schließt man, daß das Unglück, das über eines der modernsten englischen U-Boote hereingebrochen ist, zur größten K a t a - strophe der Unterwasserschiffahrt geworden ist.
Auf der „Thetis" befanden sich insgesamt 94 Mann, von denen sich Freitag morgen vier durch den Davis-Rettungsapparat in Sicherheit bringen konnten. Zwei weitere sind vermutlich bei dem Versuch, aus dem U-Boot aufzu- sleigen, umgekommen. Das Heck, das viele Stunden lang bis zu sieben Meter aus dem Wasser hcrausragte, war am Freitag gegen 18 Uhr gegen alle Erwartungen wieder abgesunken. Das Schiff verschwand wie ein Stein, nachdem der Versuch, es mit Stahlseilen weiter zu heben, durch Zerreißen der Taue mißlang. Die Frage, warum sich nicht alle Insassen mit Hilfe des Davis-Reltungs- apparates in Sicherheit bringen konnten, ist in aller Munde. Die vorläufige offizielle Annahme scheint, wie an den Reltungsarbeiten beteiligte Fachleute erklären, die zu sein, daß einer der an Bord Befindlichen, der mit seinem Apparat durch die Rettungsluke zu entkommen suchte, nicht vorsichtig mit
dem Instrument umgegangen ist und in der Luke stecken blieb, wodurch er den Weg für alle anderen verriegelte.
Wie Kapitän O r a rn , der dem U-Boot als Erster enttarn, erklärte, sand am Freitagmorgen unter den Eingeschlossenen eine dramatische Konfe-
Oie Katastrophe -es englischen Lt-Booies „Thetis"
88 Mann ums Leben gekommen, nur vier gerettet. — Fragen und Vorwürfe der Preise.
schiff der gesunkenen „Thetis". — (Scherl-M.)
renz statt, auf der beschlossen wurde, daß je ein Zivilist mit einem erfahrenen Matrosen zusammen den Rettungsweg antreten sollte. Die Offiziere und Mannschaften seien übereinstimmend der Ansicht gewesen, daß die Zivilisten sich allein kaum retten könnten. Es sei bann beschlossen worden, Kapitän Dram, einen Leutnant und zwei andere erfahrene Seeleute zuerst aufsteigen zu lassen, damit sie die Rettungsarbeiten leiten könnten.
Die Admiralität veröffentlichte am Freitagabend um 22 Uhr eine Erklärung, in der es heißt: „Das Heck der „Thetis" ist nicht, wie erwartet, wieder
an die Wasseroberfläche gekommen. Es wird nunmehr der Versuch unternommen, das Heck mit Pontons zu heben. Die Admiralität bedauert jedoch, mitteilen zu müssen, daß die Hoffnung, weitere Leben retten zu können, schwindet." Die teigende Nervosität der englischen Deffentlichkeit über das Unglück machte sich am Freitag u. a. dadurch bemerkbar, daß die Abendblätter noch um 21.30 Uhr Sonderausgaben herausbrachten, um die Deffentlichkeit über den Verlauf der Rettungsarbeiten zu unterrichten. Die Admiralität war bis um 22 Uhr noch nicht in der Lage, eine Erklärung darüber abzugeben, warum die noch eingeschlossenen Mannschaften und Ingenieure sich nicht mit den Davis-Rettungsapparaten in Sicherheit gebracht haben. Die Blätter sprechen von einem „sonderbaren Geheimnis". Aus Birkenhead werden Schreckenszenen gemeldet. Dor den Toren der Werft Cammell Laird stehen feit Stunden dis Frauen der in der „Thetis" Eingeschlossenen und warten auf günstigere Nachrichten. Viele von ihnen haben seit Donnerstagabend nicht mehr geschlafen^ Sie haben die ganze Zeit vor den Werfttoren verbracht, da sie auf das Eintreffen einer günstigen Mitteilung hoffen. Je näher Freitag Mitternacht heranrückte, um so verzweifelter wurde die Stimmung unter den wartenden Frauen.
Die Londoner Morgen presse steht am Samstag völlig im Zeichen der Katastrophe. Die dramatischen Berichte werden durch Bilder, die ganze Seiten einnehmen, illustriert. Immer wieder taucht die Frage auf, wie es möglich war, daß alle Rettungsversuche erfolglos blieben, obwohl das Heck des U-Bootes mehrere Meter, und zwar eine beträchtliche Zeitlang, über Wasser ragte. Wie war es möglich, so fragen die Blätter, daß sich nur vier Mann mit dem Davis-Apparat in Sicherheit bringen konnten? Warum konnte kein Loch gebohrt werden, das zumindest die Luftzufuhr gesichert hätte? Die „Daily Mail" erhebt schon jetzt scharfe Vorwürfe. Zu einem späteren Zeitpunkt, so schreibt das Blatt, müßten viele Fragen beantwortet werden. Die Nation wolle wissen, warum das Unglück über die „Thetis" hereingebrochen fei. Warum das U-Boot auf seiner ersten Probefahrt in
nien und Ungarn sowie die Kameraden aus der Ostmark, dem Sudetenland, dem Memelland und Danzig. General Reinhard dankte bann für die ihm Zuteil gewordene Ehrung auch im Namen des Bundes und feines alten Regimentes.
General Queipo de L l a n o, der Führer der nattonalfpanifchen Südarmee, traf in Begleitung von vier weiteren Offizieren der spanischen Wehrmacht in Stuttgart ein. Die Gäste wurden auf dem Flughafen vom Stadtkommandanten und einer Abordnung des NS.-Reichskriegerbundes herzlich begrüßt. Am Freitagvormittag ist General Queipo de Llano mit den ihn begleitenden Offizieren nach K a f f e l zur Teilnahme am Reichskriegertag weiter- gesahren.
machen und an den englisch-türkischen militärischen Beratungen in London teilnehmen.
Oie Wahlen in Rumänien.
Bukarest, 2. Juni (Europapreß). Das vollständige Endergebnis der Abgeordnetenwahlen ist noch nicht bekanntgegeben worben. Es liegen bisher nur Teilergebnisse aus sieben ber insgesamt zehn Provinzen vor. Gewählt wurden vor allem bekannte Politiker, während die Kandidaten ber jüngeren Generation aus Mangel an Möglichkeit einer Wahlpropaganda ziemlich in den Hintergrund gedrängt worden sind. Die Mitgtteber ber Regierung sind alle an erster Stelle gewählt worden. Von den deutschen Kandidaten sind in der Provinz Muresch gewählt worben: Walbemar Gust, Julius Lubwig unb Gustav Prall. Die meisten Kandidaten hatte die deutsche Volksgruppe in der Provinz Temesch, deren Ergebnisse noch nicht Vorlagen. Von den elf deutschen Kandidaten dürften etwa fünf ober sechs gewählt worben fein. Die ungarische Volksgruppe wird voraussichtlich acht Vertreter in ber neuen Kammer haben. In Regierungskreisen erklärt man sich mit bem Wahlergebnis sehr zufrieden. Amtliche Kreise unterstreichen, daß in die Kammer etwa 25 Bauern gewählt wurden, während unter dem alten parlamentarischen System die Bauern nie mehr als drei eigene Vertreter hatten.
Englisch-japanische Unterredung.
Schanghai, 2.Juni (Europapreß). An Bord des japanischen Flaggschiffs „Jzumo" fand eine dreistündige Unterredung zwischen dem japanischen Flottenchef O i k a w a g a unb bem Oberbefehlshaber ber britischen Dstasienflotte, Sir Percy Noble, statt, in der bas Aufbringen des englischen Pasiagierdampfers „Ranpura", die durch die Landung japanischer Truppen in ber internationalen Niederlassung von Kulangsu geschaffene Lage, sowie die Schiffahrt auf bem Jangtse unb auf bem Perl- fluß erörtert wurden.
England liefert chinesische Terroristen aus.
So n b o n, 2. Juni. (Europapreß.) Die englische
Oberbefehlshaber der türkischen und bulgarischen Seestreitkräste.
Ausstellung der Prado-Gemälde in Genf.
Im Genfer Kunstmuseum ist die Ausstellung der Gemälde aus dem Madrider Prado- Museum eröffnet worden. Der Präsident des Genfer Staatsrates sprach ber spanischen Regierung und namentlich ihrem Cyef General Franco seinen Dank dafür aus, daß die Kunstschätze den Genfer Behörden auf drei Monate anoertraut worben sind. Die Ausstellung umfaßt etwa 200 Gemälde, namentlich von Delasquez, Murillo, Greco und Goya, aber auch Werke von italienischen, niederländischen und deutschen Meistern. Die Ausstellung ist bis Ende August geöffnet.
Wetterbericht
Gesteuert durch das über den britischen Inseln festliegende Hochdruckgebiet wandern in rascher Folge die Tiefdruckwirbel über Skandinavien südostwärts, deren Einflußbereich immer weiter südwärts ausgreift. Für den größten Teil Deutschlands ist noch immer der von Westen auf das Festland sich erstreckende Hochdruckausläufer wetter- bestimmend, \\o daß auch bei uns das überwiegend heitere Wetter anbauert und stärkere Sonneneinstrahlung die Tagestemperaturen über 20 Grad, teilweise sogar über 25 Grad ansteigen läßt. Wenn auch für den Westen und Süden bes Reiches noch keine durchgreifende Aenderung zu erwarten ist, so ist doch auf längere Sicht nicht mehr unbedingt mit störungsfreiem Schönwetter zu rechnen.
Vorhersage für Sonntag: Zeitweise wolkig, doch allgemein noch heiter, trocken, Mittagstemperaturen über 20 Grad, Winde meist um Nord.
Vorhersage für Montag: Noch vielfach heiter, doch nicht mehr allgemein störungsfrei.
Lufttemperaturen am 2. Juni: mittags 24,3 Grad Celsius, abends 16,2 Grad: am 3. Juni: morgens 14,6Grad. Maximum 24,5Grad, Minimum 11,4Grad.
Hauptschriflleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange.
Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz unb Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Lubwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für bett Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D. A. IV. 39: 9530. Druck und Verlag: Brühlsche Unioerfitäts* druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr^ Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
Französischer Alltag. ;
Die in Frauenfeld in der Schweiz erscheinende \ Thurgauer Zeitung brachte kürzlich unter < der Ueberschrist „Frankreichim Zeichen der A u f r ü ft u n g" einen Aufsatz ihres Pariser Korre- ' spondenten, in dem die Auswirkungen der kriegs- ■ wirtschaftlichen Maßnahmen Frankreichs fo bärge- ’ stellt werben, wie sie dem Menschen des Alltags • gegenüber in Erscheinung treten. Schon in dem ein- l leitenden Satz „Schwer lastet die europäische Span- , mmg auf Frankreich" spiegelt sich das Bild, das । Frankreich heute darbeitet. Der sonntägliche Spa- ( ziergänger in Paris sehe am Rande der Stadt im- . m e r neue Unter st ände entstehen. Wenn sich ' auch der Volkshumor über diese trüben Erscheinun- 1 gen hinwegsetze, so könne vor dem unparteiischen Zuschauer der Ernst der Stunde dadurch nicht verscheucht werden. Die französische Presse tue ihr Uebriges, um diese Wahrnehmungen zu bestätigen. Die Rüstungen lasteten schwer auf dem Wirtschaftsleben. Die Preise der Lebensrnittel stiegen unaufhörlich und wären heute schon doppett so hoch wie zu Beginn des Winters. Für Gemüse, Salat, Fleisch und Kaffee hätten sie eine Rekordhöhe erreicht. Das hätte zur Folge, daß sich die Bevölkerung bei den Einkäufen einschränke und auf Dinge verzichte, die sie früher regelmäßig erstanden yätte. Trotz allem Verständnis für die Rü- stunasmaßncchmen würden die Lasten als sehr drückend empfunden. Die neue allgemeine Rüstungssteuer von 2 v. h. auf alle Einkommen, die den Arbeitern und Angestellten vom Lohn einbehalten werden würde, und die neue Steuer von 1 v. h. a u f a 11 e U m s ä tz e , die eine weitere Verteuerung der Preise verursache, machen sich in erster Linie fühlbar. Durch die Verteuerung leide aber nicht nur die Lebenshaltung; es stocke auch bas übrige Wirtschaftsleben in beängstigendem Maße, weil sich bie Anschaffungen nur auf bie unbe» bingt notwendigen Gegenstände beschrankten. Dies hätte aber zur Folge, daß sich die Umsätze von Gebrauchsgütern immer mehr verringerten. Die Aufforderungen der Handelskammern und Stadtverwaltungen, sich nicht beirren zu lassen, hätten nur einen sehr geringen Erfolg gehabt. Selbst der Restaurantbetrieb, den der Verfasser als den nationalsten aller französischen Wirtschaftszweige bezeichnet, leide unter dieser Entwicklung. Die Zahl der Weinhandlungen und kleinen Ausschänke, die genötigt wären, ihre Läden für immer zu schließen, mehrten sich fortlaufend.
Geht Bansittart nach Moskau.
London, 2. Juni. (Europapreß.) Der englische Botschafter in Moskau, Sir William S e e d s, stattete am Freitagabend in Begleitung des französischen Botschafters N a g g i a r dem sowjetrussischen Außenkommissar Molotow einen Besuch ab. In London heißt es, dieser Besuch habe der Entgegennahme der Moskauer Antwort auf die englisch-französischen Vorschläge gedient. — Genaueres über den Inhalt der Antwort ist noch nicht in Erfahrung zu bringen. Wie Europaureß von zuverlässiger Seite erfährt, sind die Meldungen, wonach die Entsendung eines hohen Beamten des Foreign Office nach Moskau ernsthaft erwogen werden, wohlbegründet. Ein dahingehender Vorschlag ist Außenminister Lord Halifax bei seiner Rückkehr von seinem nturlaub vom Ersten diplomatischen Berater egicrung, Sir Robert Bansittart, unterbreitet worden.
lieber die Persönlichkeit, die als Führer einer britischen Abordnung für Moskau in Frage kommt, ist noch keine Entscheidung gefallen. Neben dem Außenminister selber und dem parlamentarischen Unterstaatssekretär im Außenministerium, Butler, ist auch Sir Robert Bansittart in Betracht gezogen worben. Gegen eine persönliche Reise bes Außenministers spricht der Umstand, daß Lord Halifax, wenn er einmal die Reise unternimmt, nicht ohne einen unterschriebenen Vertrag zurückkommen konnte, wenn er nicht sein Ansehen und bas ber Regierung gefährden will. Er würde sich dadurch von vornherein in die Hände ber Sowjetmachthaber geben, die ihre Forberungen, wie man sie befürchtet, möglicherweife noch weiter spannen würden. Dem Unterstaatssekretär Butler traut man kaum bie notroenbige Erfahrung zu, um ihn mit einer solchen Mission zu betrauen. Unter diesen Umständen gilt Sir Robert Bansittart als besonders geeignet für die Reise.
Der drittsche Luftmarschall Sir John Salmon wird in Paris mit dem Generalstab der französischen Luftwaffe Besprechungen führen. Der französische Generalstabschef General G a m e l i n wird den Engländern in der kommenden Woche einen Gegenbesuch
lin ein. Im russisch-japanischen Krieg 1904/05 ging Souchon als Chef des Kreuzergeschwaders nach Ost- afien. 1909 bis 1912 war er Chef des Stabes ber diesem Beschluß I Kriegsmarine unb im Weltkrieg, nachbem sich bie in Tschungking j Türkei auf die Seite ber Mittelmächte gestellt hatte,


