Gießener Anzeiger (General-ANzetger für Oberheffen)
Nr. 55 Zweites Blatt
Zreitag, 5. März 1950
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Prospekt über Oberheffen in Wort und Bild
aus breiter Grundlage.
Aliceschule zeigt ihre Jahresarbeit
Blick auf einen Teck der wertvollen Handarbeiten der Ausstellung.
(Autnahme: Neunei. Gießener Anzeiger)
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Obwohl die Wettervoraussagen sehr ungünstig klangen, führte der Schikiub Gießen am Mittwoch eine Werbefahrt mit Schülerinnen der Oberschule für Madch'en zum Hoherodskopf durch. Wenn auch beim
veranschaulichen. Manche Mädchen haben sich volkskundliche Themen gestellt und dafür manches schöne Bild- und Textmaterial, auch Muster zusammengetragen, die nun in der Geschlossenheit der Sammlung wertvolles Lehrmaterial sind.
Nicht weniger interessant ist die Ausstellung des Handarbeitsseminars. Hier sieht man eine Fülle der Arbeiten, die deutsche Wertarbeit im besten Sinne des Wortes darstellen und dabei gleichzeitig erkennen lassen, daß jegliche Technik der Handarbeit in hoher Vollendung an der Schule gepflegt wird. Von der Kinder-Unterwäsche bis zum Gesellschaftskleid für das junge Mädchen ist in dieser Ausstellung alles zu sehen. Wie immer, wurde großer Wert auf geschmackvollste Verarbeitung und auf materialgerechte Verwendung der Stoffe gelegt. Gleichzeitig sollten die Schülerinnen mit eigenen Ideen gestalten und so ihrer Arbeit die persönliche Note geben. Ebenso große Sorgfalt wird für die Verwendung der Farbe in sicherer Harmonie aufgeboten. Zu diesem Zwecke wurden auch diesmal wieder Farbstudien nach der Natur unternommen, die zu feinen Ergebnissen führten. Breiter Raum wurde auch den volkskundlichen Techniken in zeitgemäßer und eigenschöpferischer Abwandlung gewidmet. Aus allen Arbeiten spricht ein ungewöhnlicher Fleiß der Schülerinnen und eine zielbewußte Führung durch die Lehrerinnen der Seminare. Die Ausstellung verdient als L e i st u n g s s ch a u alle Aufmerksamkeit. — (Bild-Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.)
Hier sähen sie unser wahres Gesicht: ein Deutschland des Friedens, der Kraft, der Einigkeit und der Arbeit; hier sähen sie ein deutsches Volk, das keinen Krieg will, sondern den Frie-
will, sondern den Frie- nur seine Freiheit will.
Gießener Schulmädchen auf dem Hoherodskopf. (Aufnahme: Erika Weber, Gießen.)
Besteigen des Omnibusses einige Madel Bedenken hatten, ob überhaupt noch Schnee liegen werde, siegte doch bald der gesunde Optimismus der Jugend und es wurde schon auf der Hinfahrt durch die regentrübe Landschaft gesungen. Als dann hinter Schotten die ersten hellen Streifen gesichtet wurden und in Breungeshain Neuschnee lag und sich die Schneelage von Meter zu Meter beim Aufstieg besserte, herrschte bald fröhlichste Schiläuferstimmung. Der Nebel, der ja leider ein häufiger und ausdauernder Herrscher auf den Höhen des Vogelsberges ist, räumte gegen Mittag das Feld und die Sonne setzte sich für die Jugend durch, die auch dem Winter seine schönsten Seiten abzugewinnen versteht.
Nach einer Wanderung durch den noch tiefverschneiten Wald wurde eifrig an einem windgeschützten Hang geübt. Kein Wunder, daß die Mittags- iupve bis auf den letzten Rest vertilgt wurde. Nachmittags herrschte überall fröhliches Leben auf . den sonst an Wochentagen so stillen Höhen. Ein Schnee
Reiches solle für unser Gebiet alles Notwendige getan werden. Alle Kräfte müßten eingesetzt werden, um für unser schönes Rhein-Main-Gebiet, das ein einziger großen Garten sei und auf den wir Mit Stolz blicken, zu werben.
So gehen wir alle an die Arbeit im Glauben an unseren Führer, der uns dieses herrliche neue Deutschland geschenkt hat.
Anschließend berichtete der Geschäftsführer des Landesfremdenverkehrsverbandes
Direktor (Hodk emeyer, Frankfurt a. M.,
über die vielfältigen neuen Werbe maßnah- men und über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fremdenverkehrswerbung für Oberheffen.
diese Tätigkeit der geeignete Manü sei und kürzlich auch seine Prüfung als Werbefachmann gut bestanden habe.
Nach einem kurzen Hinweis auf einige Maßnahmen zur Stärkung des Verbandes, wobei der Redner dankbar der Unterstützung durch den Gauleiter gedachte, erinnerte er an verschiedene große Kongresse, die in unserem Gebiet im vorigen Jahre stattgefunden haben, ferner hob er die Prospektwerbung im In- und Ausland für unser Rhein- Main-Gebiet hervor.
Er ruckle dann die großen Ausgaben in den Vordergrund, die dem Reichssremdenverkehrs- verband und den Landesfremdenverkehrsverbänden als politisches Instrument unseres Führers gestellt sind und die vor allem das Ziel verfolgen. b<*r Hetze und der V^rlenmdim" ae- gen unser Reich im Auslande dadurch entgegenzuwirken, daß immer mehr Ausländer für den Besuch des Deutschland Adolf Hillers inler- estiert werden, um sich hier durch eigenen Augenschein von dem wahren Sachverhalt zu überzeugen. Diese Arbeit habe bisher schon gute Früchte gebracht. Trotz aller hetze gegen uns und trotz mancher politischen Spannungen konnte Deuschland große Kongresse im Reich begrüßen. Viele Ausländer hällen sich frei und unbehindert überall in Deutschland umgesehen, und dabei hätten sie die Lügenhaftigkeit gewisser ausländischer Hetzer erkennen, zualeich aber auch die wunderbaren landschaftlichen und städtebaulichen Schönheiten unseres herrlichen Vaterlandes kennen lernen, sich von der Einigkeit und dem Gemeinschaftsgeist unseres Volkes überzeugen und die völlig ausreichende Versorgung aller Menschen in Deutschland festslellen können. Daher sei es auch erklärlich, daß immer mehr Ausländer immer wieder gern nach Deutschland kämen.
An der immer stärkeren Ausbreitung dieser Erkenntnis im Ausland mitzuhelfen, fei die politische Aufgabe, die bei der Fremdenverkehrswerbung zu erfüllen sei. Dazu sei es auch Aufgabe der Fremdenverkehrsoerbände, dafür zu sorgen, das die Besucher aus dem Auslande sich bei uns wohlfühlen.
Oberbürgermeister Ritter sprach dann in kurzen grundsätzlichen Worten über die Aufgaben der Verkehrs l e n k u n g , die neben der Verkehrs- Werbung einhergeht. In diesem Zusammenhänge wies er besonders auf die große Bedeutung der
Aus der Stadt Gießen.
Hauptprobe.
Ein kühler Abend. Die Straßen, die noch vom Regen glänzen, sind saft leer. Nur hier und da ein eiliger Schritt. Die geschlossenen Läden machen einen abweisenden Eindruck, und die kleinen Häuser auf dem Kreuzplatz sehen ganz verwunschen aus, ganz anders als tagsüber.
Doch jetzt ist unser Ziel, die Stadtkirche, erreicht. Hallend schlägt gerade die Uhr, zur Eile mahnend. -Drinnen in der Kirche liegt geheimnisvolles Halbdunkel über den leeren Sitzreihen. Nur das goldene Kreuz auf dem Altar leuchtet hell. Auch die gelben Reifen der Kronleuchter schimmern. Unsere eiligen Schritte, die wir vergebens zu dämpfen versuchen, hallen peinlich laut, das Holzwerk knarrt.
Aus der Empore ist schon alles versammelt. Und nun kann es beginnen! Der vorher so leere Raum ist plötzlich erfüllt von Klängen: Geigen und Flöten, Oboen und Trompeten, und dazu die Stimmen der Sänger: ernst und verhalten, eindringlich: „Requiem aetefnam: Ewige Ruhe gib ihnen, Herr...“
Vergessen ist der Alltag mit seinen Nöten und Sorgen, vergessen alle Müdigkeit. Von den Tönen getragen, schweben wir mit ihnen in selige Gefilde.
„Tag des Zornes, Tag der Klage": schmetternde Trompeten, dumpfer Paukenschlag und die „Posaune, wundertönend durch die grabgewölbten Hallen." Immer bittender, beschwörender steigt der Gesang des Chores auf.
Die Wogen der Musik fluten durch das hohe Kirchenschiff, um die ernst im Halbdunkel stehenden Säulen, gegen die runden Glasfenster, hinter denen der Nachthimmel sich wölbt.
Die Orgel aber ist stumm, ihre Töne schlafen heute. Der" goldene Engel mit der Tuba zieht erstaunt die Augenbrauen in die Höhe, die beiden kleineren halten eifrig ihre Notenblätter: „Sanctus, sanctus, heilig ist der Herr" singen auch sie.
Doch, es ist keine Zeit zum Umsehen, es muß gearbeitet werden! Dann klingt die Bitte aus: „ ... und ewiges Licht leuchte ihnen!"
Noch ganz erfüllt von der herrlichen Musik geht man langsam über die Treppe hinunter ins Freie, hinaus in eine märzlich-kalte Vorfrühlingsn^)ll
Oekonomierat Hoffmann 85 Jahre alt
Der in weiten Kreisen Oberhessens, besonders in der Landwirtschaft und bei den Jagern bekannte und geschätzte Oekonomierat Carl Hoffmann in Gießen, früher in H o f (Süll, kann am morgigen Samstag, 4. März, in ^bester körperlicher und geistiger Frische seinen 85. Geburtstag begehen.
Als geborener Oberhesse, der in Hof Güll bei Lich das Licht der Welt erblickte, hat sich der Jubilar
Verkehrswerbung im Dienste unserer Heimat.
Tagungen des Landesfremdenverkehrsverbandes in Oberhesten.— Neue Werbemaßnahmen
Schihaserl-Ausflug zum Hoherodskopf
Eine Werbefahrt des Schiklubs Gießen.
schnittliches Können auf dem Gebiete der Hauswirtschaft und der Handarbeitsfertigkeit von den zukünftigen Lehrerinnen erwartet werden muß.
Die Ausstellung zeigt nun in sehr geschmackvollem Aufbau so ungefähr alles, was mit Hauswirtschaft und Handarbeit in Verbindung gebracht werden kann. Jrn Hauswirtschaftlichen Seminar bringt die Schau eine Reihe von Speisenzubereitungen, die nicht nur nach normalen Rezepten geschaffen wurden, vielmehr gibt es auch verschiedene Speiseanrichtungen zu sehen, die für Diabetiker bestimmt sind, ferner Magenschonkosten u. v. a. m. Sehr interessant ist eine Zusammenstellung (theoretisch und praktisch) die anschaulich zeigt, auf welch verschiedenartige Weise die Milch verwertet und in den Dienst der menschlichen Ernährung gestellt werden kann. Feine Gebäcke sind ebenfalls zu sehen. Im Hauswirtschaftlichen Seminar nehmen außerdem die Gedanken der Verbrauchslenkung, der äußerst möglichen Auswirkung allen Materials, die Materialkunde überhaupt und die Behandlung von Haushaltungsgegenständen großen Raum ein. Ein? Reihe von Schülerinnen (sowohl im Hauswirtschaftlichen, wie auch im Handarbeits-Seminar) hat sich dabei innerhalb des Lehrplanes je eine besondere Aufgabe gestellt. Sie haben Lehrmaterialien zusammengestellt, die zum Beispiel die Anfertigung von Porzellangeschirr, die Entwicklungsstadien von neuen Werkstoffen, die Entstehung einer Bürste, die Verarbeitunas- gänge des Leders, die Techniken des Stoffdrucks usw.
mann wurde gebaut und natürlich auch eine Schneeballschlacht geschlagen. Viel zu schnell vergingen die Stunden. Die Abfahrt wurde bis zum letzten Streifen Schnee kurz vor Breungeshain, ausgekostet. Hier gab es noch manchen erheiternden Plumps vom Winter in den Vorfrühling, der sich an der Kleidung nicht weiß sondern braun erkennen ließ. Bald hatte der Fahrer seinen Wagen wieder vvllgeladen. Ein lustiges Lied löste das andere auf der Heimfahrt ab. Mit dem Schlachtruf des Tages: „Schi Heil! Brettel hupf! Schifalat oi jojoi jojoi!" wurde auf dem Ludwigsplatz die fchön verlaufene Fahrt beendet.
Dornotizen.
Tageskalender für Freitag.
BDM.-Untergau 116 Gießen: 20.15 Uhr im Studentenheim Elternabend mit Besprechung zum „Jahr der Gesundheit". — iVtadttheater: 20 bis 22 Uhr „Ballettabend der Tanzgruppe". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Das unsterbliche Herz". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Dschungel-Prinzessin". — Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turmhaus am Brand.
Stadttheater Gießen.
Heute abend Wiederholung des Ballettabends der Tanzgruppe. Die Programmfolge sieht vor „Des Kaisers neue Kleider", Ballettpantomime von Jean Fran^aix, Tanzphantasie von Julius Weismann, und Bunte Tänze. Choreographie Thea Maaß, musikalische Leitung Heinz Markwardt. Der Ballettabend findet gleichzeitig als 22. Vorstellung der Freitag- Miete statt. Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr.
BDM.-Llntergau 116 Gießen.
Am Montag, 6. März, findet um 15 Uhr auf der Dienststelle des Untergaues eine Stabsbesprechung statt.
Um 20 Uhr ist ebenfalls eine Besprechung angesetzt für alle BDM.-Werk-, -Schar- und -Gruppenführerinnen (evtl. Stellvertreterinnen) des Standortes Gießen.
„Fahr der Gesundheit!"
lieber dieses Thema können sich die Eltern aller Gießener BDM.-Mädel heute um 20.15 Uhr im neuen Studentenheim mit unserer Untergau-Aerztin aussprechen. Wir hoffen, daß unserer Einladung . zahlreich Folge geleistet wird.
Das Hauswirtschaftliche und das Handarbeits- Seminar der Alice-Schule (Steinstraße) schließt in diesen Tagen ein Arbeitsjahr ab. Einer bisherigen Gepflogenheit folgend legen die Seminare aus diesem Grunde Rechenschaft ab über ihr Wirken. Die Ausstellung, die am morgigen Samstag und am Sonntag der Öffentlichkeit zugänglich fein wird, zeigt eine Fülle der Wertarbeit, die der Schule das denkbar beste Zeugnis ausstellt. Die Schule, die im vergangenen Schuljahr sehr gut (50 Seminaristinnen) besucht war, hat den Zweck, angehende tech - nische Lehrerinnen a u s z u b i l d e n. Es werden deshalb auch hohe Anforderungen gestellt, weil ein weit überdurch-
engen Zusammenarbeit mit „Kraft durch Freude" für die KdF. -Urlaubsfahrten hin, damit alle schaffenden deutschen Volksgenossen' Gelegenheit erhalten, ihr herrliches deutsches Vaterland kennen- zulernen und die Blicke auch darüber hinauszulenken. In den Orten selbst müsse alles geschehen — sowohl fettens der Bürgermeister, als auch der Gaststättenbesitzer, der Geschäftsinhaber usw. — um den Besuchern den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Diese Ausgaben seien auch bei der Der- kehrswerbung für Oberhessen von Bedeutung.
Alljährlich werde ein rhein-mainischer Verkehrstag stattfinden, auf dem Bericht über die geleistete Arbeit zu erstatten fei. Im engsten Einvernehmen mit den zuständigen Stellen des
fein ganzes Leben lang in engster Weise mit der heimatlichen Scholle verbunden gefühlt. Mach seiner landwirtschaftlichen Ausbildung und dem Studium der Landwirtschaft trat er in den Betrieb des Hof-1 gutes Hof Güll ein, das sich jetzt feit über 135, Jahren in ununterbrochenem Pachtbesitz der Familie Hoffinann befindet. Don 1877 bis 1885 war er zur Unterstützung feines Vaters auf dem Hofgut tätig, dann übernahm er die Gutswirtschast gemeinsam mit seinem Bruder, und von 1887 stand er als alleiniger Pächter dem Gutsbetrieb vor. Durch seine mustergültige, stets auf die neuzeitlichen Erfordernisse der Landwirtschaft eingestellte Betriebsweise, vor alle aber durch seine hervorragende Pferde- und Schweinezucht, sicherte er seinem Betrieb hohe fachliche Geltung weit über Hessen und die deut- schen Grenzen hinaus. Sein Wirken fand auch verdiente Anerkennung dadurch, daß er in maßgebliche Führungsstellen der hessischen und der deutschen Landwirtschaft berufen wurde, wo er bis zu Beginn des laufenden Jahrzehnts fruchtbare Mitarbeit zur Förderung unserer Landwirtschaft leistete. Für fein vorbildliches und uneigennütziges Wirken wurden ihm vielfache Ehrungen zuteil, u. a wurde e£ im Jahre 1902 zum Oekonomierat ernannt. Im Sommer 1936 erhielt er, gelegentlich der Rfchsnähr- standsausstellung in Frankfurt a. M., in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Aufwärtsentwicklung der deutschen Landwirtschaft vom Reichsbauernführer, Reichsminister Darre, als Zeichen besonderer Wertschätzung ein Bild des Führers überreicht. Oekonomierat Hoffmann ist auch Inhaber der großen Mar-Eyth-Medaille, die er als alter Mitarbeiter von Max Eyth schon vor einer Reihe von Jahren erhielt
Ueber feinen Berufskreis hinaus wirkte
Oekonomierat Hoffmann noch in zahl
reichen anderen öffentlichen Ehrenämtern zum Besten der Allgemeinheit und vor allem seiner engeren oberhessischen Heimat. Als eifriger Weidmann von rechtem Schrot und Korn galt auch der Jagd schon stets sein starkes Interesse, das er sich . bis in sein hohes Alter hinein als Quelle wertvoller Lebensfreude erhalten hat. Daher galt auch feine eifrige Mitarbeit stets allen Fragen, die der „Hubertus", Verein weidgerechter Jäger, zu bearbeiten hatte, der ihn in dankbarer Würdigung feiner Verdienste zum ersten Ehren-Mitglied seines Vereins ernannte.
Seit der Uebergabe der Gutswirtschaft in Hof Güll an seinen Sohn im Jahre 1920 lebt der alte Herr in Gießen im wohlverdienten Ruhestand Dem Jubilar bringen auch wir unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem morgigen Geburtstag dar.
Der Gebietsreferent für Oberheffen im Landesfremdenverkehrsverband Rhein-Main, Schriftleiter Schuster (Gießen), hatte für den gestrigen Donnerstag die Bürgermeister der Fremdenoerkehrs- Sirtben der Landkreise Büdingen Friedberg und en, ferner die Kurverwaltungen von Bad-Nau- Heim, Bad Salzhausen und Bad Vilbel zu einer Tagung nach Nidda einheladen Dort versammelten sich im Saale des Gasthauses „Zur Krone" mit den Bürgermeistern und Badvertretern u. a. auch der Leiter des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main, Oberbürgermeister Ritter (Gießen), der Leiter des Landkreises Gießen, Dr. Lotz, als Vertreter des Landratsamtes in Büdingen Regierungsrat Kessel und als Vertreter des Vogelsberger Höhen-Clubs Schriftleiter Dr Dambmann (Schotten); ferner war der Geschäftsführer des Landesfremdenverkehrsverbandes, Direktor Göddern e y e r (Frankfurt a. M.), zugegen.
(^ebietereferent Schuster
leitete die gut besuchte Tagung mit herzlichen Grußworten ein und hob dann besonders hervor, daß die Fremdenverkehrsgemeinden und der Landesfremdenverkehrsverband bisher eifrige und gute Arbeit im Dienste der Derkehrswerbung geleistet haben, für die alle Voraussetzungen zu weiterer Steigerung geschaffen wurden. Der Landesfremden- oerkehrsoerband habe jetzt einen
Gebietsprofpekt Oberheffen im Druck, der in Kürze herauskommen und die Werbung für Oberheffen im Jnlande verstärken werde. Die kurortklimatologische Kreisstelle habe ihre Untersuchungen zum Abschluß gebracht, sodaß nun die - Voraussetzungen für die Anerkennung von Gemeinden als Luftkurort vorhanden feien. Für Oberhessen sei auch durch Ausstellungen und Zeitungsanzeigen gewirkt worden, aber es müsse in der Werbung noch viel mehr geschehen.
Der Redner mies dann auf die Reichsautobahn als fördernden Faktor für die Derkehrswerbung, ebenso auf die große Bedeutung des Rennens „Rund um Schotten"' für ganz Oberheffen und darüber hinaus, ferner auf die starke Förderung der Derkehrswerbung durch Bad-Nauheim hin, um schließlich die Wichtigkeit und Notwendigkeit der Gemeinschaftswerbung und der engsten Zusammenarbeit mit dem Landesfremdenoerkehrsverband besonders zu betonen.
OberbürMmeisterMler,Gießen
Leiter des Landesfremdenverkehrsverbandes Rhein-Main.
nab dann einen kurzen Ueberblitf über die Entwicklung des Verbandes in den gut zwei Jahren unter feiner Leitung. Dabei hob er zunächst hervor, daß er von vornherein auf die engste Fühlungnahme mit den Mitgliedsgemeinden großes Gewicht gelegt habe, um dadurch eine lebendige Verbindung zur Förderung der Arbeit herzustellen. Er dankte dann dem früheren Gebietsreferenten für Oberheffen, Bürgermeister Prof. Dr. Hamm, Gießen, für seine mehrjährige Tätigkeit als Gebietsreferent, durch die er eifrig mitgeholfen habe bei der Förderung der Fremdenverkehrswerbung. Wegen Arbeitsüberlastung in feiner Gießener Dienststellung habe Prof. Hamm das Amt des Gebietsreferenten nicht mehr beibehalten können. Als Nachfolger habe er (Oberbürgermeister Ritters den Schriftleiter Hans Fritz Schuster vom Städtischen Verkehrsamt in Gießen als (9»bietsreferent für Oberböllen berufen, der für


