Der Torpedo - die gefährlichste Waffe der modernen Seekriegsührung
SPRENGLADUNG
LUFTKESSEL
GEFECHTSPISTOLE
SCHEMA DES GRADLAUFAPPARATES
Ganz vorn an -er Westfront
Aus aller Welt.
Max Skladanowsky gestorben
Wir geben hier eine schematische Darstellung eines Torpedos in der Seitenansicht. Der Torpedo ist, wie die beiden anderen Kampfmittel der neuzeitlichen Seekriegführung, Mine und Wasserbombe, ein Unterwassergeschoß, das über un- unter Wasser abgeschossen werden kann. Er bewegt sich dann nach dem Abschuß aus eigener Kraft vorwärts, wobei mdn ihn genau auf eine vorher eingestellte Tiefe steuern kann. Wie die anderen Unterseewaffen enthält auch das Innere des Torpedos eine mehrere hundert Kilogramm schwere
Sprengladung, die beim Auftreffen auf einen Schiffsrumpf gezündet wird. Im allgemeinen sind die Torpedos bis sieben Meter lang und haben ein Kaliber von 53 Zentimeter. Die maschinelle Anlage, die auf unserer Zeichnung der Uebersichtlichkeit wegen etwas auseinandergezogen ist, ermöglicht einen Einsatz auch auf große Entfernungen. Der große Luftkessel verleiht dem Torpedo seine Schwimmfähigkeit. Nach der Antriebsmaschine ist der Gradlaufapparat sein wichtigster Teil. Seine Wirkung veranschaulichen die beiden unteren Zeichnungen: Ein
Der Erfinder des deutschen Films, Max Skladanowsky, ist soeben in Berlin im Alter von 75 Jahren gestorben. Er hatte vor 44 Jahren mit seinem Bruder Emil gemeinsam den ersten Apparat konstruiert, der trotz seiner Primitivität der Welt das Wunder der lebenden Photographie schenkte. Max Skladanowsky hat in seinen letzten Lebensjahren noch die großen Erfolge miterleben können, die der Film in der ganzen Welt erringen konnte. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Deutschland bekommt den Sicherheitsfilm.
Die leichte Entzündbarkeit des Films hat immer wieder zu schweren Unfällen mit zahlreichen Opfern
Kreisel, in schnellste Drehung versetzt, hat das Bestreben, die Richtung seiner Drehungsachse in der einmal gegebenen Schußlinie beim Torpedoschuß beizubehalten. Gerät der Torpedo aus seiner Bahn, so überträgt der richtunghaltende Kreisel die Abweichung auf das Seitenruder und bewirkt so auto- matisch ein Zurückkehren in die alte Laufbahn des Kurses.
(Zeichnung — nach dem „Großen Brockhaus" — von Gatz. — (Scherl-M.)
WASSER BRENNSTOFF GRÄOLAUFAPPARAT
TIEFENSTEUER- ANTRIEBS ÖL APPARAT MASCHINE
Scharfe Augen beobachten alle Vorgänge beim Gegner jenseits der Grenze. (PK.-Borchert-Presse-Bild-Zentrale-M.)
Daneben wird auch sehr häufig die J s west tja zitiert. Jswestija heißt eigentlich „Nachrichten", während Prawda „Wahrheit" bedeutet. Die 3s- westija ist das führende Organ der Sowjet* regierung und legt besonderen Wert auf Ar- tikel und Erläuterungen zur auswärtigen Politik. Nur diese beiden Zeitungen haben ein „eigenes Gesicht". Von Bedeutung sind allerdings noch eine Reihe von Blättern, die für besondere Zwecke herausgegeben werden. So wird gerade jetzt auch viel angeführt die „Krasnaja Swesta" („Roter Stern"), das politische Organ des Kriegsministe- riums und der Armee. Gelegentlich wird auch die Zeitung ,,$ a I n d u st r i a l i s a z i u" („Für die Industrialisierung") zitiert. Wie der Name sagt, be- schäftigt sich dieses Blatt vor allem mit dem Auf- bau und der Leistung der Industrie, wobei die schwerindustriellen Interessen stark im Vordergründe stehen. Sogenannte Sensationsblätter gibt es in Sowjetrußland überhaupt nicht. Nur ein Moskauer Abendblatt hat eine etwas schlagkräfttgere „Aufmachung". Das Jnferatenwesen ist wenig entwickelt. Aus diesem Grunde rentieren sich auch nur einige wenige Moskauer Zeitungen mit ganz großen Auflagen, während die anderen Blätter Staatszuschüsse erhalten.
Der Aamilienunlerhali bei Einberufungen weiter verbessert.
Angchörigen derjenigen Einberufenen, die aus tan Wehrdienst oder Re'ichsardeitsdienst in Ehren entlassen werden und sosort eine nicht-seWständige Beschäftigung ausnehmen, wird zur Sicherung des notwendigen Ledensdedarfs Familienunterhalt bis zum Tage der ersten Lohn- oder Gehaltszahlung, längstens aber für zwei Wochen feit der Entlassung des Einberufenen fortgewährt. Ist auch der notwendige Lebensbedarf des Entlassenen selbst nicht gesichert und lebt er mit seinen Angehörigen tn Haushaltsgemeinschaft, so ist er in den Familienunterhalt einzubeziehen, und zwar als sonstiger be- rechttgter Angehöriger über 16 Jahre. Diese Bestimmungen sind nicht anzuwenden, wenn ein Einberufener nach der Entlassung aus dem Wehrdienst oder dem Reichsarbeitsdienst zunächst arbeitslos ist; in diesem Falle gewährt das Arbeitsamt auf Antrag Arbeitslosenunterstützung.
Für die Fälle, in denen ein Angehöriger eines Einberufenen seinen Wohnort vorübergehend verläßt, wenn z. B. die Ehefrau des Einberufenen vorübergehend zu den Eltern reift, r[t zur Gewährung des Familienunterhalts der Stadt- oder Landkreis des bisherigen Wohnortes verpflichtet. Vorübergehende Abwesenheit ist dabei stets anzunehmen, wenn die Wohnung am bisherigen Wohnort beibehalten wird. Bereits gewährter Familienunterhalt ist dann nicht zurückzufordern, wenn ein Einberufener vor Ablauf eines Zeitraums, für den Familienunterhalt bereits ausgezahlt ist, aus dem Wehrdienst oder Reichsarbeitsdienst in Ehren entlassen wurde.
Bei der Prüfung, ob der Einberufene zur Er- füllung feiner Unterhaltspflicht imstande ist, und bei Bemessung des Familienunterhalts für Einberufene bleiben der Wehrsold, die Frontzulage und auch das Arbeitsentgelt für den letzten Zahlungszeitraum vor der Einstellung sowie einmalige Zuwendungen, die der Einberufene in Anerkennung seiner bisherigen Tättgkeit im Betriebe erhält,
Ei ^erfüllten Kundgebungen zu den Dolksdeut- scheu Brombergs gesprochen. Am Freitaqmittaa SSÄ“' *•;s“ -s «äs fra p u b 11 f a n i f d) e a r t e t an. Dewey ist bekannt geworden durch seinen energischen Kampf gegen da- Gangsterunwesen und die demokratische Parker- orgamsatton Tammany Hall.
Oie sowjeirussische presse.
Die Ereignisse der letzten Monate haben auch die Sowjetpresse mit ihren Nachrichten und Meinungen stärker m den Vordergrund gerückt. Amtliche Mitteilungen, Reden, Noten und die Berichte der sow- jettusstschen Heeresleitung werden verbreitet von T?,^graphen-Agentur der U dder Union der sozialistischen Sowjetrepubliken. Die wichtigste sowjetrussische Zeitung ist die in Moskau erscheinende Prawda die das Organ des Zentralkomitees der P artet ist Die Sowjetrussen unterscheiden bekanntlich zwischen Partei und Regierung. In der Prawda haben wir also das Sprachrohr der Partei vor uns. Neben dieser Moskauer Prawda gibt es durch ganz Sow- ietruhland noch eine ganze Menge örtlicher „Praw- oas", die alle in ihrem allgemein politischen Teil dem Moskauer Vorbild nachstreben und nur in ihren örtlichen Nachrichten eine landschaftliche Be- sonderheit zeigen. Eine Meinung der Prawda über irgendeine in Sowjetrußland wirkende Persönlich- kett wird immer sehr ernst genommen, im guten oder im schlechten Sinne. Eine Besonderheit dieser führenden Zeitung ist einmal die plakathafte Kar- rifatur und dann die sogenannte „Selbstkritik", also die Veröffentlichung von Zuschriften, die an persönlichen oder sachlichen Mängeln der Derwal- hing und der Durchführung des Aufbauprogramms Krittk üben.
Vielfach vorbestrafter Verbrecher bei Widerstand erschossen.
Der am 13. 8. 1913 in Ober-Kayna geborene Gustav Wolf, der am 25. 10. 1939 durch die Strafkammer in Naumburg a. d. S. wegen d erfüllen Raubmordes und Notzucht zu zchn Jahren Zuchthaus oerurteiTt worden war, wurde heute bei Widerstand erschossen. Der vielfach vorbestrafte Verbrecher hatte auf ein Mädchen, das er berauben wollte, mit einem Taschenmesser in rohester Weise eingestochen und es schließlich vergewaltigt.
Schweres Eisenbahnunglück in der Türkei.
Der Schnellzug der Linie von Haidar — Pascha nach Ankara ist etwa 60 Kilometer von der Ausgangsstation entfernt mit einem Güter- zug zusammengestoßen. Nähere Einzelheiten über das Unglück liegen noch nicht ror,; jedoch verlautet, daß zehn Personen ums Leben gekommen und eine größere Anzahl verletzt worden seien.
Schweres Unglück auf rumänischem Bahnhof.
Ein schweres Unglück, das zahlreiche Opfer forderte, ereignete sich auf dem Bahnhof Freck bei e! r m a n n ft a b t. Dort standen auf einer Seitenlinie eine Anzahl Waggons, in die Soldaten verladen wurden. Aus noch ungeklärter Ursache kamen die Wagen auf der abschüssigen Sttecke ins Rollen, rannten mit großer Wucht gegen einen Prellbock und gingen in Trümmer. Dabei fanden eine Anzahl Personen, den Tod. Die Angaben schwanken zwischen zchn und zwanzig Todesopfern; sechzehn Personen wurden verletzt.
Die Universität Belgrad für fünf Tage geschlossen.
Die Universität Belgrad wurde durch Beschluß des Rektors auf fünf Tage geschlossen. Anlaß dazu gaben Zusammenstöße in der Universität. Linksgerichtete Studenten waren mit nationalistischen in einen Streit geraten, der schließlich in Tätlichkeiten ausartete.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik, Feuilleton und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Han- Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor ÄümmeL Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis ,10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September x1937 gültig.
außer Ansatz, vor allem auch Weihnachts- Gratifikationen, sog. 13. Monatsgehälter und Zuwendungen aus Anlaß des Jahresabschlusses.
$aft2000 Ausländer trotz des Krieges an unseren Hochschulen.
Trotz des Krieges hat das Studium des aus- ländischen Studententum? an den deutschen Hochschulen keinen Abbruch erlitten. Nach einer Uederficht der Reichsstudentenführung studieren gegen« wärtig 1941 Ausländer in Deutschland, darunter, abgesehen von England und Frankreich, Angehörige aller Kulturnationen der Erde. Zahlenmäßig das größte Kontingent stellen Bulgarien (532), Norwegen (142), Griechenland (101), Jugoslawien, Italien, China, die baltischen Länder, Skandinavien und USA. Die deutsche Wissenschaft übt gerade auch jetzt ihre Anziehungskraft auf das Ausland aus; zugleich zeigt sich das große Vertrauen, das der deutsche Student beim ausländischen Studenten besitzt.
Einschränkung / der Repräsentationsauswendungen. Der Reichsfinanzminister gibt bekannt, daß die zur pauschalen Abgeltung des mit einem Amt für die Zwecke der Repräsentation verbundenen persönlichen Aufwandes gewährten Dienstaufwandsent« schädigungen aus öffentlichen Mitteln unter den gegenwärtigen Verhältnissen im Interesse der Sparsamkeit wesentlich herabgemindert werden müssen. Die Dienstaufwandsentschädigungen sind mit Wirkung vom 1. Dezember ab um 25 v. H. zu kürzen, und zwar insoweit der Jahresbettaa der Dienstaufwandsentschädigung 1200 Mark übersteigt. Für das Rechnungsjahr 1940 behält sich der Minister die Festsetzung eines weiteren Kürzungsbetrages vor.
an Menschenleben und erheblichen Sachschäden geführt. Wenn jetzt die Reichsregierung die Verwendung des Sicherheitsfilms gesetzlich vorschreibt, so bringt das über den Arbeitsschutz hinaus auch der Allgemeinheit eine Erhöhung der Sicherheit und ge- ftattet ferner, die für das Bearbeiten, Vorführen und Lagern der Filme erforderlichen Baulichkeiten einfacher herzustellen. Der Sicherheitsfilm brennt auch in größeren Mengen nur schwer an und läßt sich vor allem mit Wasser leicht löschen. Es ist zu erwarten, daß in absehbarer Zeit der Sicherheitsfilm auch als Unterlage für den Negativfilm ausschließlich verwendet werden kann. Das Deutsche Reich wird das erste Land fein, in dem für Filmvorführungen ausschließlich Sicherheitsfilm benutzt werden darf.
KrÜmenLÄf
Weihnachtssendungen vor dem 15. Dezember aufgeben!
Deutsche Beichspost
Das Weihnachtspaket bringt Weihnachtsfreude ins Haus und ins Feld. Pakete und Päckchen, besonders Feldpostpäckdien, die rechtzeitig zum Fest vorliegen sollen, müssen aber spätestens bis zum 15. Dezember eingeliefert sein. Denkt daran!
Wer sein Weihnachtspaket nicht bis zum 15. Dezember aufliefert, kann auf keinen Fall damit rechnen, daß es rechtzeitig ankommt.


