Ausgabe 
2.9.1939
 
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Nr. 205 Zweites Blatt______________Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesjen)______________2./3.5eptembenyZ0

Die Probleme der deutschen Ostgrenze werden gelöst werden.

Führer und Reichstag bekunden die feste Enischloffenheit des deutschen Volkes, Deutschlands Lebensrecht bis zum letzten durchzusetzen.

Die historische Sitzung.

Berlin, 1. Sept. (DNB.) Der Sitzungssaal bie­tet wie in allen früheren entscheidungsreichen Stun­den, wo über das Schicksal der deutschen Nation entschieden wurde, ein wundervolles Bild der Ge­schlossenheit und der Disziplin. Um 10.07 Uhr be­tritt der Führer, der die feldgraue Uniform trägt, den Sitzungssaal. Die Abge­ordneten und die Tribünenbesucher erheben sich von Plätzen. Dem Führer folgen der Präsident des Deutschen Reichstages, Generalfeldmarscholl G ö - ring, der Stellvertreter des Führer, Rudolf Heß, Reichsminister Dr. Frick sowie die Adju­tanten. Ein Orkan von Heilrufen und Händeklat­schen schlägt dem Führer entgegen. Reichstagspräsi- oent G ö r i ng eröffnet die Sitzung mit einer kur­zen Ansprache und gibt dann dem Führer das Wort.

Die Rede des Führers.

gequält und entrechtet werden? Keiner wird dies behaupten können!

Ich habe nun dieser Entwicklung vier Mo­nate lang ruhig zugesehen, allerdings nicht, ohne immer wieder zu warnen. Ich habe in letzter Zeit diese Warnungen verstärkt. Ich habe dem polnischen Botschafter vor nun schon über drei Wochen mitteilen lassen, daß, wenn Polen noch weitere ultimative Roten an Dan­zig schicken würde, wenn es weitere Unter­drückungsmaßnahmen gegen das Deutschtum vornehmen würde oder wenn es versuchen sollte, auf dem Wege zollpolitischer Maßnahmen Dan­zig wirtschaftlich zu vernichten, dann Deutsch­land nicht länger mehr untätig zu­sehen könnte. (Minutenlange Zustimmungs­kundgebungen.) Ich habe keinen Zweifel dar­über gelassen, daß man in dieser Hinsicht das heutige Deutschland nicht mit dem Deutschland,

mut soll man nicht mit Schwäche oder gar mit Feigheit verwechseln! Ich habe daher gestern abend der britischen Regie­rung mitgeteilt, daß ich unter diesen Umständen auf Seiten der polnischen Regierung keine Ge­neigtheit mehr finden kann, mit uns in ein wirklich ernstes Gespräch einzutreten.

Damit sind diese Vermittlungsvorschläge ge­scheitert, denn unterdes war als Antwort auf diesen Vermittlungsvorschlag erstens die polnische Generalmobilmachung ge­kommen und zweitens neue schwere Greueltaten. Diese Vorgänge haben sich nun heute nacht abermals wiederholt. Rachdem schon neulich in einer einzigen Nacht 21 Grenzzwischenfälle zu verzeichnen waren, sind es heute nacht 14 gewesen, darunter drei ganz schwere. Ich habe mich daher nuh entschlos­sen, mit Polen in der gleichen Sprache zu reden.

Abgeordnete! Männer des Deutschen Reichstages!

Seit Monaten leiden wir alle unter der Oual eines Problems, das uns einst das Versailler Diktat beschert hat und das nunmehr in seiner Ausartung und Entartung unerträglich geworden war. Danzig war umb ist eine deutsche Stadt! Der Korridor war und ist deutsch! Alle diese Gebiete verdanken ihre kul­turelle Erschließung ausschließlich dem deutschen Volk, ohne das in diesen östlichen Gebieten tiefste Barbarei herrschen würde. Danzig wurde von uns getrennt! Der Korridor von Polen annektiert! Die dort lebenden deutschen Minderheiten in der qual­vollsten Weise mißhandell! Heber eine Million Men­schen deutschen Blutes mußten schon in den Jahren 1919/1920 ihre Heimat verlassen!

Wie immer, so habe ich auch hier versucht, auf dem Wege friedlicher R e v i s i o n s Vor­schläge eine Aenderung des unerträglichen Zu­standes herbeizuführen. Es ist eine Lüge, wenn in der Welt behauptet wird, daß wir alle unsere Revisionen nur unter Druck durchzusetzen ver­suchten. 15 Jahre, bevor der Nationalsozialismus zur Macht kam, hatte man Gelegenheit, auf dem Wege friedlichster Verständigung die Revisionen durchzuführen. Man tat es nicht! In jedem einzel­nen Falle habe ich dann von mir aus nicht ein­mal, sondern oftmals Vorschläge zur Re­vision unerträglicher Zustände gemacht. Alle diese Vorschläge sind, wie Sie wissen, abgelehnt wor­den. Ich brauche sie nicht im einzelnen aufzuzählen: die Vorschläge zur Rüstungsbegrenzung, ja wenn notwendig zur Rüstungsbeseitigung, die Vorschläge zur Beschränkung der Kriegsführung, die Vorschläge zur Ausschaltung von in meinen Augen mit dem Völkerrecht schwer zu vereinbarenden Methoden der modernen Kriegsführung. Sie kennen die Vor­schläge, die ich über die Notwendigkeit der Wieder­herstellung der deutschen Souveränität über die deutschen Reichsgebiete machte, die endlosen Ver­suche, die ich zu einer friedlichen Verständigung über das Problem Oesterreich unternahm und spä­ter über das Problem Sudetenland, Böhmen und Mähren.

Ls war alles vergeblich. Eines aber ist un­möglich zu verlangen, daß ein unmöglicher Zu­stand auf dem Wege friedlicher Revision berei­nigt wird und dann die friedliche Revision konsequent zu verweigern!

Es ist auch unmöglich zu behaupten, daß der­jenige, der in einer solchen Lage dann dazu übergeht, von sich aus diese Revisionen vorzu­nehmen, gegen ein Gesetz verstößt. Das Diktat von Versailles ist für uns Deutsche kein Gesetz! (Lang anhaltende stürmische Zustimmungskundgebungen.) Es geht nicht an, von jemand mit vorgehaltener Pistole und der Drohung des Verhungerns von Millionen Menschen eine Unterschrift zu erpressen und dann das Dokument mit dieser erpreßten Unter­schrift als ein feierliches Gesetz zu proklamieren!

So habe ich auch im Falle Danzigs und des Korridors versucht, durch friedliche Vorschläge auf dem Wege der Diskussion die Probleme zu lösen. Daß sie gelöst werden mußten, das war klar! (Tosende Beifallsstürme.) Und daß der Termin dieser Lösung für die westlichen Staaten vielleicht uninteressant sein kann, ist be­greiflich, aber uns ist der Termin nicht gleichgültig. Vor allem aber war er und konnte er nicht gleichgültig sein für die leidenden Opfer.

Ich habe in Besprechungen mit polnischen Staats­männern die Gedanken, die Sie von mir hier in meiner letzten Reichstagsrede vernommen haben, erörtert Kein Mensch kann behaupten, daß dies etwa ein ungebührliches Verfahren oder gar ein ungebührlicher Druck gewesen wäre. Ich habe dann die deutschen Vorschläge formulieren lassen, und ich muß es noch einmal wiederholen, daß es etwas Loyaleres und Bescheidenes als diese von mir unterbreiteten Vorschläge nicht gibt. Und ich möchte das jetzt der Welt sagen: Ich allein war über­haupt nur in der Lage, solche Vorschläge zu machen. Denn ich weiß ganz genau, daß ich mich damals zur Auffassung von Millionen von Deut­schen in Gegensatz gebracht habe. Diese Vorschläge sind abgelehnt worden! Aber nicht nur das! Sie wurden beantwortet mit Mobilmachungen, mit verstärktem Terror, mit gesteigertem Druck auf die Volksdeutschen in diesen Gebieten und mit einem langsamen wirtschaftlichen, politischen und in den letzten Wochen endlich auch militärischen und verkehrstechnischen Abdrosselungskampf gegen die Freie Stadt Danzig. Polen hat den Kampf gegen die Freie Stadt Danzig entfesselt! Es war weiter nicht bereit, die Korridorfrage in einer irgendwie billigen und den Interessen beider gerecht werdenden Weise zu lösen! Hnd es hat end­lich nicht daran gedacht, seine Minderheitenver- pflichtungest einzuhalten. Ich muß hier feststellen: Deutschland hat diese Verpflichtung- g e n eingehalten! Die Minderheiten, die im Deutschen Reich leben, werden nicht verfolgt. Es .soll ein Franzose aufstehen und erklären, daß etwa hie im Saargebiet lebenden Franzosen unterdrückt.

Unser Bild zeigt die Abgeordneten des Deutschen Reichstags bei der Huldigungskundgebung für den Führer am Schluß' feiner Rede. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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dos vor uns war, verwechseln darf. (Stür­mischer Beifall.)

Man hat versucht, das Vorgehen gegen die Volks­deutschen damit zu entschuldigen, daß man erklärte, sie hätten Provokationen begangen. Ich weiß nicht, worin dieProvokationen der Kinder oder Frauen bestanden haben sollen, die man mißhandelt oder verschleppt, oder dieProvokatio­nen" derer, die man in der tierischsten, sadistischsten Weise gequält und schließlich getötet hat! Eines aber weiß ich: daß es keine Großmacht von Ehre gibt, die auf die Dauer solchen Zu­ständen ruhig zusehen würde! (Erneute lang- anhaltende Zustimmungskundgebungen.) Ich habe trotzdem noch einen letzten Versuch ge­macht! Obwohl ich innerlich überzeugt war, daß es der polnischen Regierung vielleicht auch infolge ihrer Abhängigkeit von einer nunmehr entfesselten wilden Soldateska mit einer wirklichen Ver­ständigung nicht ernst ist, habe ich einen Ver- mittlungsvorschlag der britischen Regierung ange­nommen. Sie schlug vor, daß sie nicht selbst Ver­handlungen führen sollte, sondern versicherte, eine direkte Verbindung zwischen Polen und Deutschland herzustellen, um noch einmal in das Gespräch zu kommen. Ich muß hier folgendes fest­stellen: Ich habe diesen Vorschlag angenommen! Ich habe für diese Besprechungen Grundlagen ausgearbeitet, die Ihnen bekannt sind! Und ich bin dann mit meiner Regierung zwei volle Tage gesessen und habe gewartet, ob es der polnischen Regierung paßt, nun endlich einen Be­vollmächtigten zu schicken ober nicht! (Stürmische Pfuirufe.) Sie hat uns bis gestern abend keinen Bevollmächtigten geschickt, sondern durch ihren Bot­schafter mitfeilen lassen, daß sie zur Zeit erwäge, ob und wie weit sie in der Lage sei, auf die eng­lischen Vorschläge einzugehen: sie würde dies Eng­land mitteilen.

Meine Herren Abgeordneten! Wenn man dem Deutschen Reich und seinem Staatsoberhaupt so etwas zumuten kann und das Deutsche Reich und sein Staatsoberhaupt das dulden würden, dann würde die deutsche Ration nichts anderes verdienen, als von der politischen Bühne a b - zutreten! (Tosende Beifallskundgebungen.) Meine Friedensliebe und meine endlose Lang­

die Polen seit Monaten uns gegenüber anwen- det. (Die Abgeordneten erheben sich von ihren Sitzen und huldigen dem Führer mit stürmi­schen heilrufen.)

Wenn nun Staatsmänner im Westen erklä­ren, daß dies ihre Interessen berühre, so kann ich eine solche Erklärung nur bedauern; sie kann mich aber nicht eine Sekunde in der Erfüllung meiner Pflicht wankend machen! (Neuer Bei­fall.) Ich habe es feierlich versichert und wiederhole es, daß wir von diesen Weststaaten nichts for­dern und nie etwas fordern werden. Ich habe versichert, daß die Grenze zwischen Frank­reich und Deutschland eine endgültige ist. Ich habe England immer wieder eine Freundschaft und, wenn notwendig, das eng st e Zusammen­gehen angeboten. Aber Liebe kann nicht nur von einer Seite geboten werden, sie muß von der an­deren ihre Erwiderung finden. Deutschland hat keine Interessen im Westen, unser West­wall ist zugleich für . alle Zeiten die Grenze des Reiches. Wir haben auch keinerlei Ziel für die Zu­kunft, und diese Einstellung des Reiches wird sich nicht mehr ändern. Die anderen europäischen Staa­ten begreifen zum Teil unsere Haltung. Ich möchte hier vor allem Italien danken, das uns in dieser ganzen Zeit unterstützt hat. Sie werden aber auch verstehen, daß wir für die Durchführung dieses Kampfes nicht an eine fremde Hilfe appellieren wol­len. Wir werden diese unsere Aufgabe selber lösen! (Brausender Beifall.) Die neutralen Staaten haben uns ihre Neutralität versichert, genas so wie wir sie ihnen schon vorher garantierten. Es ist uns heiliger Ernst mit dieser Versicherung, und solange kein anderer ihre Neutralität bricht, werden wir sie ebenfalls peinlichst beachten. Denn was sollten mir von ihnen wünschen oder wollen?

Ich bin glücklich, Ihnen nun von dieser Stelle aus ein besonderes Ereignis mitteilen zu können. Sie wissen, daß Rußland und Deutschland von zwei verschiedenen Doktrinen regiert werden. Es war nur eine Frage, die geklärt werden mußte: Deutschland hat nicht die Absicht, seine Doktrin zu exportieren, und in dem Augenblick, in dem Sow­jetrußland seine Doktrin nicht nach Deutschland zu exportieren gedenkt, sehe ich keine Veranlassung mehr, daß wir auch nur noch einmal gegenein­ander Stellung nehmen sollen! Wir sind uns beide

darüber klar: Jeder Kampf unserer Völker gegen­einander würde nur anderen einen Nutzen ab­werfen. Daher haben wir uns entschlossen, einen Pakt abzuschließen, der zwischen uns beiden für alle Zukunft jede Gewaltanwendung aus­schließt (lang anhaltender Beifall), der uns in ge­wissen europäischen Fragen zur Konsultierung ver­pflichtet, der das wirtschaftliche Zusammenarbeiten ermöglicht und vor allem sicherstellt, daß sich die Kräfte dieser beiden großen Staaten nicht gegen­einander verbrauchen. Jeder Versuch des Westens, hier etwas zu ändern, wird fehlschlagen. Und ich möchte das eine hier versichern: diese politische Ent­scheidung bedeutet eine ungeheure Wende für die Zukunft und ist eine endgültige! (Tosende Kundgebungen). Ich glaube, das ganze deutsche Volk wird diese politische Einstellung be­grüßen! (Die Kundgebungen wiederholen sich). Rußland und Deutschland haben im Weltkrieg ge­geneinander gekämpft und waren beide letzten Endes die Leidtragenden. Ein zweites Mal soll und wird das nicht mehr gesche­hen! (Stürmische Zustimmung!) Der Nichtan­griffs- und Konsultativpakt, der am Tage seiner Unterzeichnung bereits gültig wurde, hat gestern die höchste Ratifikation in Moskau und auch in Berlin erfahren. In Moskau wurde dieser Pakt genau so begrüßt, wie Sie ihn hier begrüßen. Die Rede, die der russische Außenkommissar Molo­tow hielt, kann ich Wort für Wort unterschreiben.

Unsere Ziele: Ich bin entschlossen

L die Frage Danzigs,

2. die Frage des Korridors zu losen und

3. dafür zu sorgen, daß im Verhältnis Deutschlands zu Polen eine Wendung eintritt, die ein friedliches Zusammenleben sicherslellt! (Stürmische Beifallskundgebungen.)

Ich bin dabei entfchlofsen, solange zu kämp­fen, bis entweder die derzeitige pol­nische Regierung dazu geneigt ist, diese Aenderung herzustellen, oder bis eine an­dere polnische Regierung dazu bereit ist! (Stärkster Beifall.) Ich will von den deutschen Grenzen das Element der Unsicherheit, die Atmosphäre ewiger bürgerkriegähnlicher Zu­stände entfernen. Ich will dafür sorgen, daß i m Osten der Friede an der Grenze kein anderer ist, als wir ihn an unseren anderen Grenzen kennen.

Ich will dabei die notwendigen Handlungen so vornehmen, daß sie nicht dem widersprechen, was ich Ihnen hier, meine Herren Abgeordneten, im Reichstag selbst als Vorschläge an die übrige Welt bekannt gab. Das heißt, ich will nicht den Kampf gegen Frauen und Kinder füh­ren! Ich habe meiner Luftwaffe den Auftrag ge­geben, sich bei den Angriffen auf militärische Objekte zu beschränken. Wenn aber der Gegner glaubt, daraus einen Freibrief ab lesen zu können, seinerseits mit umgekehrten Methoden zu kämpfen, dann wird er eine Antwort erhalten, daß ihm Hören und Sehen vergeht! (Minutenlange Kundgebungen.)

Polen hat nun heute nacht zum erstenmal auf unserem eigenen Territorium auch durch regu­läre Soldaten geschossen (Stürmische Pfuirufe.) Seit 5.45 Uhr wird jetzt zurückge - schossen! (Stürmischer Beifall.) Und von jetzt ab wird Bombe mit Bombe vergolten. Wer mit Gift kämpft, wird mit Giftgas bekämpft. Wer sich selbst von den Regeln einer humanen Kriegführung entfernt, kann von uns nichts ande­res erwarten, als daß wir den gleichen Schritt tun. Ich werde diesen Kampf, ganz gleich gegen wen, solange führen, bis die Sicherheit des Reiches und seine Rechte gewährleistet sind! (Minutenlange Kundgebungen.) lieber sechs Jahre habe ich nun am Aufbau der deutschen Wehrmacht gearbeitet. In dieser Zeit sind über 90 Milliarden für den Aufbau unserer Wehrmacht auf­gewendet worden. Sie ist heute die am besten ausgerüstete der Welt und steht weit über jedem Vergleich mit der des Jahres 1914! Mein Vertrauen auf sie ist unerschütterlich!

Wenn ich diese Wehrmacht aufrief und wenn ich nun vom deutschen Volk Opfer, und wenn notwendig, alle Opfer fordere, dann habe ich ein Recht dazu, denn auch ich selbst b i n heute genau so bereit, wie ich es früher war, jedes persönliche Opfer zu bringen! (Stürmischer Beifall.) Ich verlange von keinem deutschen Mann etwas anderes, als was i ch selber über vier Jahre lang bereit war, jederzeit zu tun! (Erneuter Beifall.) Es soll keine Entbehrungen Deutscher geben, die ich nicht selber sofort übernehme! Mein ganzes Leben gehört von jetzt ab er ff recht meinem Volke! Ich will jetzt nichts anderes sein als der erfte Sol­dat des Deutschen Reiches! (DerReichs­tag antwortet dem Führer mit einer feierlichen Huldigung.) Ich habe damit wieder jenen Rock angezogen, der mir selbst der heiligste und teuerste war. Ich werde ihn nurausziehen nach dem Sieg oder ich werde dieses Ende nicht erleben!

Sollte mir in diesem Kampf etwas zustoßen, bann ist mein erster Nachfolger Parteigenosse Göring. (Stürmischer Beifall.) Sollte Parteige­nosse Göring etwas zustoßen, ist sein Nachfolger Parteigenosse Heß. (Erneuter stürmischer Beifall.) Sie würden diesen dann als Führer genau so zu blinder Treue und Gehorsam verpflichtet sein wie mir! Für den Fall, daß auch Parteigenossen Heß etwas zustoßen sollte, werde ich durch Gesetz nun­mehr den Senat berufen, der dann den Würdig­sten, das heißt den Tapfersten aus seiner Mitte wählen soll! (Erneute Kundgebungen.)

Als Nationalsozialist und deutscher Soldat gehe ich in diesen Kampf mit einem starken Herzen! Mein ganzes Leben war nichts anderes als ein einziger Kampf für mein Volk, für feine Wiederauferstehung, für Deutschland, und über die­sem Kampf stand nur ein Bekenntnis: der Glaube an dieses Volk! (Brausende Heil­rufe.) Ein Wort habe, ich ßie kennengelernt; gs