Ausgabe 
2.9.1939
 
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Nr. 205 Erstes Stall

189. Jahrgang

Samstag, 2./§onntag,Z. September 1959

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Die deutsche Front hort die Rede des Führers. Mit den feldgrauen Kolonnen auf den Straßen des Korridors.

3m Morgengrauen.

......... 1. Sept (DAV. Sonderbericht.) Am Morgen des 1. September um 4.45 Uhr begann in breiter Form entlang der Ostgrenze der Vormarsch der deutschen Soldaten in die abgetrennten deut- schen Gebiete. Während der Nacht hatten die Trup­pen ihre Ausgangsstellungen bezogen. Völlig abgedunkelte motorisierte Kolonnen waren auf allen Straßen in Bewegung. Schwere Geschütze, deren Umrisse man im dichten Nebel nur schwer erkennen konnte, waren zu beiden Seiten auf den Feldern in Stellung gegangen. Panzerabwehr hielt die Wegekreuzungen beseht und Infante­riekompanien lagen bereits in unmittelbarer Nähe der Grenze. Wit Spannung warteten die Soldaten auf den Einsatz, der bald erfolgen sollte. Es herrschte tiefste Stille.

Um 5.45 Uhr wurde es mit einem Wal lebendig. Der Vormarsch begann. Zuerst gingen einige In­fanteriekompanien vor. Wit kräftigen Axthieben wurde der polnische Schlagbaum aus dem Wege ge­räumt. Ohne stärkeren Widerstand zu finden, durch­querte die Infanterie in geöffneter Ordnung einen breiten Waldstreifen. Dicht hinter ihnen arbeiteten schon die Pioniere mit Veilen und Motorsägen und räumten die Straßensperren beiseite, die die Polen durch Umschlagen von Bäumen errichtet hatten. In wenigen Winuten wurden die Hindernisse fortge­schafft. Während die ersten Welder angefahren kamen, lag seitlich der Straße schon eine Fern- fprechleitung, von der Weldungen und Befehle von und nach den vordersten Linien durchgegeben wur­den. Dann kam der Vormarsch auf kurze Zeit ins Stocken. Die Infanterie hatte den Waldrand erreicht und aus nächster Nähe stärkeres Feuer aus einem Bauerngehöft erhalten. Pol­nische Soldaten hatten sich dort verschanzt und feuerten aus den Fenstern und hinter den Mauern hervor. Aber die Infanterie umging das Gehöft und griff es nun auch von rückwärts an. Eine Zeit­lang knatterten noch die Schüsse, dann herrscht wie­der Ruhe. Der Bauernhof wurde genommen.

Straße stehen die Mädchen und Frauen der Dörfer und Städte in sonntäglichen Kleidern und reichen den ermüdeten, durstigen Soldaten aus Eimern einen frischen Labetrunk und kleinen Imbiß. Aus den Fenstern der Häuser wehen schnell zusammen­genähte Hakenkreuzfahnen. Es sind die gleichen Bil­der, die man schon in der Ostmark und im Sudeten­

land erlebte, wenn nicht der von fern her rollende Kanonendonner wäre.

Vereinzelt durchpeitschen Gewehr- und Maschinen­gewehrschüsse die Luft. Die polnischen Vorposten zogen sich bereits in den frühen Morgenstunden kampflos zurück. Vereinzelt hätten sie noch in den Wäldern Widerstand geleistet. Ein deutscher Panzer­wagen ist in einem Städtchen an der Straße nach Bromberg, von bewaffneten Zivilisten aus den Fen­stern der Häuser beschossen worden. Die Garbe aus dem Maschinengewehr des deutschen Panzers brachte sie bald zum Schweigen. Am Abend dampften überall die Feldküchen. Vor allem die braven In­fanteristen haben sich eine kräftige Kost verdient, sind sie doch an diesem einen Tag viele Kilometer marschiert.

Zum letzten Einsatz entschlossen.

Eine ernste Entscheidung ist gefallen. Das Deutsche Reich stellt sich zum Kampf, zu dem die Polen es in ihrer maßlosen Verblendung herausgefordert haben. Vor dem Reichstag hat der^ Führer gestern noch einmal dargelegt, mit welch unendlichen Lang­mut er trotz aller ungeheuerlichen Provokationen der Polen sich bemüht hat, die Lösung des Danzig- Korridor-Problems auf dem Verhandlungswege zu erreichen. Vergebens, die Polen häbeü es nicht ein­mal für nötig gehalten, bevollmächtigte Unterhänd­ler nach Berlin zu entsenden, ja sie haben zur glei­chen Zeit den Terror gegen die Deutschen in Polen verstärkt und in der vorletzten Nacht sogar den Kampf über die Reichsgrenze getragen. Damit hat Polen gezeigt, daß es nicht verhandeln will, daß es keinem Vorschlag zu einer friedlichen Lösung der zwischen Deutschland und Polen stehenden Probleme zugänglich ist. Polen -Zieht den Appell an die Waffen vor. Das deutsche Volk-' versteht diese Sprache. Es ist entschlossen, Gewalt g-gen Gewalt zu setzen. Auch die tiefste und aufrichtigste Friedensliebe hat ihre Grenzen an der Selbst­achtung und Ehre eines großen, stolzen Volkes, das in seinem guten Gewissen nicht irre gemacht wer­den kann, .nichts anderes zu wollen, als die Wie- dergutmachung eines ihm angetanen Unrechts. Es will mit seinen Nachbarn in Frieden leben, dazu bedarf es der Ruhe an seinen Grenzen und der Ordnung in seinen Verhältnis zu seinen Nachbarn. Wie der Führer einst nach der Rückkehr des Saar­gebiets feierlich erklärt hatte, daß wir nun keinerlei Grund zu irgendwelchen Differenzen zwischen uns und Frankreich sähen, wie er gestern wiederholt hat, daß der Westwall zugleich für alle Zeiten die Grenze des Reiches sein wird und wir von den Westmächten nichts fordern und nie etwas fordern werden, ebenso klar und offen hat er niemals einen Zweifel darüber gelassen, daß Deutschland die durch das Versailler Diktat geschaffenen Verhältnisse an seiner Ostgrenze, die durch Polens Schuld eine so scharfe Zuspitzung erfahren haben, niemals als end­gültige hinnehmen werde.Das Diktat von Ver­sailles ist für uns Deutsche kein Gesetz", einen Der- trag, dessen Unterschrift ihm mit brutaler Gewalt abgepreßt worden ist, kann kein ehrliebendes Volk als für sich bindend anerkennen.

Der Revisionsprozeß ist eingeleitet, es war des

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Die bei Neufahrwasser im Danziger Hafen liegendeSchleswig-Holstern das Schulschiff der deutschen Kriegsmarine, nahm die bekannte, von den Polen besetzte Wester­platte, auf der sich seit langem gefährliche polnische Munttionsdepots befinden, unter Feuer. Auf unserem telegraphisch übermittelten Bild sieht man im Vordergrund die Schleswig- Holstein"; rechts hinten die Rauchwolken über der brennenden Westerplatte. (Scherl-M.)

Mit den deutschen Truppen aus dem Vormarsch.

ohne daß es auf deutscher Seite Verletzte gegeben hätte. Die Polen verloren Tote und Gefangene. Während die Infanterie weiter im Gelände vor­ging, rollten auf der frei gemachten Straße auch schon die schweren Waffen an.

Fünf Stunden später.

..., 2. Sept. (DNB., Sonderbericht). Gegen 10 Uhr an diesem unvergeßlichen Freitag, rund 5 Stunden nach dem Einmarsch, verharrten die riesen­langen grauen Kolonnen auf den Korridor- straßen zu kurzer Rast. Es ist gerade die Stunde, an der der Führer vor dem Deutschen Reichs­tag zum Volke spricht. Infanterie, Artillerie, Pio­niere, die Männer von der Flakartillerie, kurz alles, was der graue Heerbann an Waffengattun­gen enthält, sammelt sich an den Stellen, wo die Stimme Adolf Hitlers, des Obersten Befehlshabers der Wehrmacht, aus dem Lautsprecher klingt. Um einzelne Häuser stehen die Männer und lauschen auf die Worte, die der Rundfunkapparat durch die geöffneten Fenster weithin nach draußen schallen läßt. Später sind auch die Kraftfahrzeuge mit Empfangsgerät vertreten. Sie sind von feldgrauen Scharen umlagert. In tiefer . Ergriffenheit ver­nimmt so die Front die Stimme ihres ersten Sol­daten.

Stunde um Stunde, pausenlos und unaufhaltsam geht dann der Vormarsch bis in den sinkenden Abend hinein. Auf allen Straßen nach Osten geht die Bewegung unaufhörlich weiter. Beiderseits die­ser Straßen geht sichernd und tastend d i e I n - fanterie auf den Flanken vor. Die Straßen sind zunächst in leidlichem Zustand. Mitunter hat man sie aufgerissen oder durch Minen die Straßendecke zerstört. Aber in kürzester Zeit sind diese Stellen wieder ausgebessert, sind Gruben und Sprenglöcher wieder zugeschüttet. Die deutschen Einwohner der Ortschaften beteiligen sich mit schnell herbeigeholten Spaten und Hacken mit Freuden an diesem frei­willigen Arbeitsdienst. Sie lesen dem deutschen Soldaten jeden Wunsch von den Augen ab und er­füllen ihn. Die Freude, die ihnen dieses Geben und Kämpfen macht, drückt sich auf ihren Gesichtern aus. Zulange und grausam waren die Jahre der Quäle­reien, die sie erdulden mußten, bis in die jüngsten Tage und Stunden hinein. Jetzt ist der seelische Druck von ihnen genommen, sie können wieder auf­atmen, sie, die gerade in den letzten Tagen oft der Verzweiflung nahe waren.

Ein Gutsbesitzer, ehemaliger deutscher Rittmeister, dessen unangemeldete aber herzlich aufgenommene Mittagsgäste wir sind, erzählt, daß noch am heuti­gen frühen Morgen von den Polen eine Pferde- musterung angesetzt worden war. Die Bauern mußten ihre Pferde auf dem Dorfanger zusammen­treiben. Aber als sie gerade auf einem Haufen stan­den, erschien ein deutsches Flugzeug. Die polnische Pferdekommission spritzte auseinander und ward nicht mehr gesehen. Zu beiden Seiten der

Bei der Truppe, 1. Sept. (DNB.) 4.50 Uhr: Wir stehen auf einer lichten waldbestandenen An­höhe. Zu unseren Füßen breitet sich in dem unge­wissen Licht des heraufdämmernden Morgens das alte deutsche Land, das bis heute noch unter polnischer Willkür stand. 200 Meter vor uns liegt das Dorf, dessen Bach die Grenze zwischen Polen und Deutschland bildet. Die einzige darüber füh­rende Brücke wurde bereits vor Wochen von den Polen zerstört.

Um uns herrscht das große Schweigen dieser frühen Morgenstunde. Nur hin und wieder dringt aus den hinter uns liegenden Gebieten leises Ras­seln und fernes Motorengeräusch. An den in Ge­büschgruppen und kleinen Wäldern gut getarnt stehenden deutschen Geschützen herrscht vollkommen Ruhe, und nur die auf der Straße zu unserer Linken pausenlos dahinrasenden Meldefahrer lassen vermuten, daß in wenigen Minuten der Augenblick gekommen sein muß, auf den die Deutschen jenseits der Grenze seit Wochen und Monaten warten. Die Stunden der letzten Nacht haben uns, die wir in den letzten Tagen schon oft von der Stärke und Be­reitschaft unserer Truppe ein eindrucksvolles Bild machen konnten, in überwältigender Weise bewiesen, mit welch großer Berechtigung der Führer das deut­sche Volk immer wieder auf seine unbedingte Siche­rung durch die Wehrmacht des Dritten Reiches Hin­weisen konnte.

Die Nachricht von den Ueberfällen polnischer Banden auf den Gleiwitzer Sender, das Ratiborsr Gebiet, das Grenzstädtchen Pitschen bei Kreutzburg hatte sich blitzartig unter den Tausenden und aber Tausenden der auf allen Straßen und Wald- und Wiesenwegen marschierenden deutschen Soldaten herumgesprochen. Und allenthalben war eine Mei­nung zu hören: Jetzt ist das Maß voll. Jetzt muß der Führer den Befehl, den wir seit Tagen erwarten, geben.

Mit zunehmendem Licht werden die Straßen und Wege leerer. Die Divisionen scheinen vom Erdboden verschwunden zu sein Hier und da, mit dem Glas zu erkennen, stehen auf markanten Geländepunkten kleine Gruppen von Offizieren, die Blicke nord­wärts gerichtet.

Da, von der linken Flanke her, aus zwei bis drei Meter Entfernung zwei dumpfe rasch aufeinander­folgende Schläge. DerKampfhatbegonnen. Zunächst noch in langen Abständen wiederholen sich die Abschußdetonationen der deutschen Artillerie. Und nun wird es vor uns an dem Grenzbach lebendig. Deutsche Infanterie überschreitet den Bach und geht in Schützenrudeln in dem weiten Wiesen­gelände, das hie und da mit dünnem Buschwerk durchsetzt ist, in einer bewundernswerten Stetigkeit und Schnelligkeit vor. Von einem ernsthaften Wi­derstand der Polen ist kaum etwas zu spüren. Nur wenige Gewehrschüsse tönen zu uns herüber, kurze Feuerstöße einiger schwerer Maschinengewehre räu­men blitzartig den geringfügigen Widerstand aus dem Wege.

Bald verlieren wir die vordersten Schützen in dem leichten Morgennebel aus dem Auge, und nur die jetzt immer häufiger zum Himmel steigen­den Leuchtkugeln zeigen der Artillerie an: Feuer vorverlegen. Sie geben uns damit die Gewiß­heit, daß die Sicherung des Brückenkopfes, die erste Aufgabe dieser Einheiten, binnen kurzem gelöst sein dürfte, und schon rollen die aewalttgen Zug­maschinen der Pioniere heran und schleppen das Baumaterial und die Pontons an das Ufer des Baches. Wenige hundert Meter zurück stehen gegen jede Erd- und Fliegersicht gedeckt zahllose Panzerwagen aller Größen bereit, sobald die Brücke fertiggestellt ist, der Infanterie nachzu­eilen und mit ihr gemeinsam, dem Angriffsziel des ersten Tages zuzustreben.

Wir fahren zurück und erleben nun eine Reche von Szenen, die mitzuerleben wir so manchem Propheten der Weltmeinung gewünscht hätten, der mit unverantwortlichen Voraussagen von deutscher

Berlin, 1. Sept. (DNB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:Im Zuge der deut­schen Kampfhandlungen aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen wurden an allen Fronten schon heute die erwarteten Anfangs- erfolge erzielt. Die von Süden über das Gebirge vorgegangenen Truppen haben die Li­nie Neumarkt Sucha erreicht. Südlich Mährisch-Ostrau ist die O l s a bei T e s ch e n überschritten. Südlich des Industriegebietes sind unsere Truppen in Höhe von Kattowitz im zügigen Vordringen. Die aus Schlesien an- gesetzten Truppen sind im zügigen Vorgehen in Richtung Tschenstochau und nördlich davon. Im Korridor nähern sich unsere Truppen der B r a h e und haben die Netze bei Nakel er­reicht. Dicht vor Graudenz wird gekämpft. Aus Ostpreußen vorgehende Kräfte stehen tief auf polnischem Gebiet im Kampf..

Die deutsche Luftwaffe hat heute in wieder­holten kraftvollen Einsätzen die militärischen An­lagen auf zahlreichen polnischen Flug­plätzen, so z. B. Rahmel, Putzig, Graudenz, Posen, Plock, Lodz, Tomaszow, Radom, Ruda, Kattowitz, Krakau, Lemberg, Brest, Terespvl an- gegriffen und zerstört Außerdem unterstützen meh­rere Schlachtgeschwader wirkungsvoll das Vor-

Panik den polnischen Wahnsinn unterstützt. Wie an jedem anderen Morgen wird bis auf wenige Me­ter an die feuernden Batterien heran das Vieh auf die Weide getrieben. Hier und dort wird noch eine letzte Stiege Roggen eingefahren, wie der aus allen Häusern der großen Dörfer leicht emporsteigende Rauch verrät, daß diese deutschen Menschen an der Grenze voll Zuversicht und ge­stärkt durch das Zusammentreffen mit der deutschen Truppe in den letzten Tagen ihren Pflichten und Aufgaben mit der gleichen Ruhe und Selbstverständlichkeit nachgehen wie in Zeiten, in denen die auffahrenden Geschütze, die durch das Dorf brausenden Panzer und über den Dächern dahinziehenden Fliegerstaffeln nur Begleit­erscheinungen des friedlichen Herbstmanövers waren. Unüberwindliche Kraft der deutschen Wehrmacht und unerschütterlicher Glaube der Bevölkerung an den Führer sind die starken und bleibenden Eindrücke dieses ersten Tages im Osten.

wärtskommen des Heeres. Die deutsche Luftwaffe hat sich damit heute die Luftherrschaft über dem polnischen Raum erkämpft, obwohl starke Kräfte in Mittel- und Westdeutsch­land zurückgehalten wurden.

Teile der deutschen Seestreitkräfte haben Positionen vor der Danziger Bucht eingenommen und sichern die Ostsee. Das in Neufahrwasser lie- gende SchulschiffSchleswig - H o l st e i n" nahm die von den Polen besetzte Westerplatte unter Feuer. In Gdingen wurde der Kriegshafen durch die Luftwaffe bombardiert."

Polnische Nundfunklüge.

Deutsche Luftwaffe bombardierte ausschließlich militärische Ziele.

Berlin, 1. Sept. (DNB.) Der polnische Rund­funk meldet, daß deutsche Fliegerverbände d i e offenen polnischen Städte Kattowitz, Krakau, Grodno und die Westerplatte mit Bom­ben angegriffen hätten. Hierzu wird amt­lich fest gestellt, daß die deutsche Luftwaffe ihren Weisungen gemäß ausschließlich mili­tärische Ziele in und bei diesen be­festigten Städten mit Bomben belegt hat.

An allen Fronten die erwarteten Ansangsersolge erzielt.

Der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht.