Ausgabe 
2.6.1939
 
Einzelbild herunterladen

NSV., Ortsgruppe Mitte.

Velr.: Lebensmlttelopferrlng.

Am Montag, 5.. und Dienstag, 6. Juni, sammelt die Frauenschaft der Ortsgruppe Gießen-Mitte die Pfundfpende. Die Hausfrauen werden gebeten, statt Lebensmittel Geld zu geben.

Mit dem Treudienstehrenzeichen geschmückt.

Dieser Tage konnten wiederum einer größeren Anzahl Bediensteten des Bahnhofs Gießen das Treudienstehrenzeichen überreicht werden. Es sind dies: Heinrich Zimmer, Stellwerksmeister, für 40- jährige treue Dienstzeit. Für 25jährige treue Dienste dem Zugführer Philipp Damm, Georg Dort, Jo­hannes Eisenbach, Friedrich Gümbel, Johannes Gümbel, Heinrich Hedrich, Karl Lang, Wilhelm Luh, Johann Mahr, Peter Mockenhaupt, Georg Möller, Friedrich Nicolai, Eberhard Port, Christoph Schlamp, Heinrich Wagenbach, Karl Weigel, Johan­nes Weitzel, Ludwig Weller, Heinrich Winter und Wilhelm Schmähl.

Der Betriebsführer, Reichsbahn-Amtmann W a h l, heftete den Jubilaren mit einer zu Herzen gehenden Ansprache das schöne Ehrenzeichen eigenhändig an die Brust und bat sie, auch für alle Zukunft treu und gewissenhaft ihre ganze Kraft für Führer, Volk und Grohdeutschland einzusetzen.

** 85 Jahre alt. Am kommenden Sonntag, 4. Juni, wird Frau Witwe Karoline Engel, Am Kugelberg 4 wohnhaft, in bester Rüstigkeit 85 Jahre alt. Die Jubilarin nimmt noch mit großem Jntere- esse an den Ereignissen unserer Zeit Anteil. Der alten

1 Same, die schon über 40 Jahre zu den treuen Be­ziehern des Gießener Anzeigers gehört, gilt unser herzlicher Glückwunsch zu chrem Geburtstag.

** Gin hochbetagtes Ehepaar. Am heult» gen Freitag, 2. Juni, kann der Altersrentner Peter Hofmann, Grabenstraße 4 wohnhaft, seinen 76. Geburtstag begehen, am morgigen Samstag, 3. Juni, wird seine Ehefrau Maria, geb. Kreutzer, 77 Jahre alt. Das Ehepaar erfreut sich noch der besten Gesundheit. Den beiden langjährigen treuen Beziehern des Gießener Anzeigers bringen auch wir unfern herzlichen Glückwunsch dar.

* Zwei Derkehrsunfälle. Am gestrigen Donnerstag ereigneten sich hier zwei Verkeyrsun- fälle. Bei dem ersten um die Mittagsstunde fuhr in der Ludwigstaße ein Lastzug von rückwärts auf einen Omnibus der städtischen Omnibuslinie auf, wobei an dem Omnibus allerlei Sachschaden ent­stand, Personen glücklicherweise aber nicht verletzt wurden. Der Omnibus mußte zur Reparatur aus dem Verkehrsdienst genommen werden. Der zweite Unfall ereignete sich gegen Abend in der Marburger Straße. Dort fuhr ein Lastauto gegen einen Irans» portwagen, auf dem ein Klavier seine Fahrt zum Käufer machte. Das Klavier wurde bei dem harten Anprall vom Wagen geschleudert und fiel quer über die Straßenbahnschienen. Damit hatte das Instrument, noch ehe es in der Wohnung seines Käufers den ersten Ton gespendet hatte, bereits auf dem letzten Loch gepfiffen". Das unaewöhnliche Verkehrshindernis auf den Straßenbahnschienen be­hinderte eine Zeit lang den planmäßigen Verkehr der Straßenbahn auf der grünen Linie. Eilt etwas nach 19 Uhr tonnte der Straßenbahnverkehr auf der grünen Linie wieder ordnungsmäßig durch­geführt werden.

scheinlicher dagegen wäre, daß der mysteriöse Vor­fall mit der Balz zusammenhängt, und daß es sich um ein Männchen handelt, das von einem Neben­buhler während der Balz zusammengekämpft und bei der wilden Rauferei in der Nacht so zugerichtet wurde, daß es unfähig war, sich bis zum Tages­anbruch in Sicherheit zu bringen und ermattet im Straßengraben liegen blieb. Die Unfähigkeit zum Nahrungserwerb hat den Zustand noch verfchlim» mert, aber der glückliche Zufall hat es gefügt, daß das Tier, ohne totgeschlagen zu werden, sofort an die richtige Stelle kam.

Dr. Karl Rudolf Fischer.

Unfall beim Fensterpuhen.

NSG. Eine 16jährige Hausgehilfin erhielt von ihrer Hausfrau den Auftrag, bei dem Putzen eines Fenstern auch den äußeren Nahmen mit einer Stiel­bürste abzuseifen. Bei der Ausführung dieses Auf­trages stürzte das junge Mädchen 6 Meter tief auf eine Gartenmauer herab und zog sich schwere Arm- und Beinbrüche zu. Für den entstandenen Schaden machte es den Arbeitsherrn verantwortlich, der sich aber weigerte, ihn anzuerkennen. Er war der Mei­nung, daß nur die eigene Unvorsichtigkeit seiner Angestellten den Unfall verschuldet haoe. Sie müsse die Folgen also in vollem Umfange selber tragen.

Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht aber waren mit Recht anderer Auffassung. Der außerge­wöhnliche Austtag des Abseifens des äußeren Fen- terrahmens sei wie das Gericht bei einer Be-

sichtiaung unschwer seststellen konnte mit größ« ter Lebensgefahr verbunden gewesen. Die Haus« angestellte sei, um überhaupt einen gewissen Halt zu gewinnen, genötigt gewesen, auf das abschüssige, durch Seifenwasser auch wahrscheinlich schlüpfrig aewordene Gesims zu treten. Damit war die Ge­fahr des Abgleitens von vornherein gegeben. Ein derart mit Lebensgefahr verbundener Auftrag aber hätte einer jugendlichen Hausgehilfin überhaupt nicht erteilt werden dürfen. Wenn man ihn aber trotzdem gab, fo mußte zum mindesten für aus» reichende Schutzmaßnahmen gesorgt werden. Man habe jedoch das junge Mädchen ohne jede Hilfe sich selbst überlassen. Dieser Mangel an Fürsorge aber stelle ein so überwiegendes Verschulden des Auftraggebers dar, daß schon dadurch allein seine volle Haftpflicht begründet werde.

Das Gericht verneinte überdies ausdrücklich jede Fahrlässigkeit der Hausgehilfin, da das Heraustte» ten beim Fehlen jeder Griffmöglichkeit zwangs« läufig erfolgt fei. Es wies ferner auch den Ein« wand zurück, daß das Mädchen die Gefahr habe erkennen und den Auftrag daher hätte zurückweisen müssen. Dazu habe der Jugendlichen noch die Ur­teilskraft gefehlt. Es fei ihr daher auch kein Vor­wurf daraus zu machen, daß sie sich auf die Auto­rität der Hausftau verlassen have und dieser zu- traute, daß sie ihr nur zumutbare Arbeiten zw weisen würde.

Das Urteil ist eine eindringliche Mahnung an alle Hausfrauen, es mit der Fürsorgepflicht für ihre Hausgehilfinnen, namentlich wenn diese noch jugendlich sind, peinlichst genau zu nehmen.

Wirtschaft.

Der Fleischverbrauch steigt.

Eine Entwicklung des Fleischverbrauchs, die bis- her beispiellos ist, macht sich seit der Ueberwindung der Wirtschaftskrise durch den Nationalsozialismus in Deutschland geltend. Sie hat dazu geführt, daß der Fleischverbrauch von 48,9 Kilogramm je Kopf im Jahre 1932 auf 57,7 Kilogramm 1938 gestiegen ist, was bei einem Vorkriegsverbrauch von rund 50 Kilogramm einen Rekordstand bedeutet. Dennoch scheint der Fleischverbrauch immer weiter anzu­steigen, wie die Ermittlungen für das erste Viertel­jahr 1939 zeigen. In dieser jüngsten Derichtszeit hat sich der Prokopfverbrauch an Fleisch im Reich wiederum erhöht, und zwar um 0,9 Kilogramm gegenüber dem ersten Vierteljahr 1938. Auf das ganze Jahr umgerechnet würden wir damit 1939 zu einem Fleischverzehr von mehr als 60 Kilo­gramm je Kopf der Bevölkerung kommen. Die ständig verbesserte Kaufkraft in Deutschland wendet sich hiernach offensichtlich in einem verhältnismäßig so großen Umfange auch dem Fleischverbrauch zu, daß die landwirtschaftliche Erzeugung damit schon rein technisch nicht Schritt hatten kann. Die Folge sind gewisse Verknappungserscheinungen, zumal die Umstellungsträgheit der Verbraucher dazu führt, daß die notwendige Steigerung' des Fischverzehrs und die Hinwendung zu anderen Eiweißträgern, wie dem Quark, leider nicht im gleichen Tempo verspürt wird wie die Kaufkraft selbst.

Von besonderem Interesse sind Ausführungen des stellvertretenden Vorsitzenden der Hquptvereinigung der deutschen Viehwirtschaft Diplomlandwirt Friedrich

Müller auf einer Tagung in Kiel über den Stand der Fleifchverforgung in der nächsten Zukunft. Daraus ergibt sich deutlich, daß die Landwirtschaft auf dem Gebiete der Viehhaltung ganz hervorragende Leistun- gen erzielte. Die Anlieferungvon Schlacht- schw einen hat nämlich in der letzten Zeit eine Höhe erreicht, die ttotz des Ue bewerb rauche s als normal betrachtet werden kann. Weiter ist der Ausmästungsgrad auf einer bisher über Haupt noch nicht erreichten Höhe angelangt. Trotz­dem darf die günstige Entwicklung nicht herüber hinwegtäuschen, daß der Anfall an Schlachtschwei­nen nicht so stark sein wird, um die (Einkaufs- wünsche der Derbraucherschaft erfütten zu können. Die Gründe hierfür liegen nicht nur in einem An­steigen des Verbrauches, den man nicht einmal bei größter Devsienverfchwendung befriedigen könnte, weil nirgends soviel Material angeboten werden kann; die Gründe liegen auch darin, daß die neu» angegliederten Gebiete, die Ostmark, das Sudetenland und das Protektorat, in der Versor­gung mit den Produkten des Schweines auf Lieferungen aus dem Altrei ch bzw. dem Auslande zu einem gewissen Teil angewiesen sind. Die Versorgung mit Rindfleisch ist, be­dingt dmch die Seuchenausfälle, nicht sehr günstig. Doch wird eine 80prozentige Rindfleischzitteilung gewährleistet fein. Der Verzehr an Hammel­fleisch hat sich bettächtlich gesteigert, da diese Fleischsorte in immer größere Derbraucherkreise Eingang findet.

Aus der engeren Heimat.

«Spar- und Dorschußverein Homberg.

-- Homberg. 1.Juni. Die 82.Hauptversamm­lung des Spar- und Dorschußoereins e. G. m. H., Homberg, fand, einem alten Her- kommen gemäß, am dritten Pfingstfeiertage bei Gastwirt Ludwig Helm statt und war gut besucht. Die neue Direktor, Ludwig ßangstro f f, be­grüßte die Mitglieder, besonders den Vertreter des Ländlichen Genossenfchaftsoerbandes, Dr. D e i ch e rt (Alsfeld). Der Direktor machte darauf aufmerksam, daß der Jahresabschluß sowie der Geschäftsbericht für das Jahr 1938 eine Woche auf dem Geschäfts­zimmer zur Einsicht offengelegen habe. In diesem Zeitraum seien Einwendungen nicht vorgebracht worden. In ehrender Weise gedachte man der ver­storbenen Mitglieder. Der Vorsitzende des Aufsichts- rates gab die Prüfung des Jahresabschlusses für das Jahr 1938 bekannt; Beanstandungen hätten sich nicht ergeben. Die Bilanz trug Rechner Gill er vor. Sie schließt ab in Aktiva mit 398 275,61 RM., in Passiva mit 396 900,98 RM.; es verbleibt also ein Reingewinn von 1374,63 RM. lieber dessen Ver­wendung lag ein besonderer Beschluß des Vorstands und Aufsichtsrates vor (Auszahlung von Tage­geldern, Verzinsung des Geschäftsanteils usw.). Die Bilanz wurde von der Generalversammlung ein­stimmig genehmigt. Der Bestand an Mitgliedern betrug Ende 1938 insgesamt 153. Auf Antrag wurde dem Vorstand und 'Aufsichtsrat einfttmmig Ent­lastung erteilt. Die drei in diesem Jahre ausscheiden- den Mitglieder des Aufsichtsrates: Gnifkowfki, Allenborfer und Christ, wurden einstimmig wiedergewählt; sie nahmen die Wahl an und dank­ten für das zum Ausdruck gebrachte Vertrauen. Dr. Dsichert hielt bann einen sehr belehrenden Vortag über das Genossenschaftswesen. Er sprach eingehend über die umfangreiche Tätigkeit des Auf­sichtsrates. Abschließend dankte er dem Mitglied des Aufsichtsrates Altbürgermeister G l a 11 h a a r von Appenrod im Auftrage des Verbandes der Länd­lichen Genossenschaften für seine 25jährige, ersprieß­

liche Tätigkeit und überreichte ihm eine Ehren­urkunde. Für diese Ehrung dankte der Jubilar und gelobte, auch in Zukunft seine Tätigkeit in den Dienst der Genossenschaft zu stellen. Der Direktor schloß danach die Generalversammlung in üblicher Weise.

Landkreis Gießen.

* Großen-Buseck, 31. Mai. In der Zeil- sttaße ereignete sich heute ein Zusammenstoß zweier Kleinkrafträder, die von Kraft­fahrern aus unserem Orte gefahren mürben. Der Unfall entstand dadurch, daß das Dorfahrtsrecht nicht beachtet und eine beabsichtigte Aenderung der Fahrtrichtung nicht rechtzeitig angezeigt wurde. Beide Fahrer wurden leicht verletzt, die Motorräder wurden stark beschädigt.

* Rüddittgshausen, 1.Juni. Der Zimmer­mann Konrad Braun von hier stürzte bei der Arbeit so unglücklich, daß er mit schweren Prellungen im Rücken nach Gießen in die Klinik eingeliefert werden mußte.

<£ Holzheim, 2.Juni. Am heutigen Freitag, 2. Juni, können der Zimmermann Adam D i e h l I. und (Sfjefrau Elisabeth, geborene Seipp, in körper­licher und geistiger Frische das Fest der golde­nen Hochzeit begehen. Das Jubelpaar geht noch täglich seiner Arbeit nach. Der alte Herr war in feinen jungen Jahren im Siegerland und danach 25 Jahre in Frankfurt a. M. als Zimmermann tätig. Aus der Ehe gingen 10 Kinder hervor, von denen 4 Söhne und 1 Tochter noch leben. Die Jubilarin werde beim diesjährigen Muttertag mit dem ©eibenen Ehrenkreuz ausgezeichnet. Beide stehen im 78. Lebensjahre. Dem Jubelpaar bringen auch wir unfern herzlichen Glückwunsch bar.

Kreis Wetzlar.

* Krofdorf, 1.Juni. Die Ehefrau Anna E i n r i ch stürzte bei ihren Arbeiten so unglücklich, daß sie einen Oberschenkelbruch davontrug. Die bedauernswerte Frau mußte nach Gießen in die Klinik gebracht werden.

Merkwürdiger sthu-Zwischenfall im Vogelsberg

Nach einer Mitteilung des Grafen Georg Fried­rich zu Solms-Laubach an das Forstzoologische Institut der Universität Göttingen, z. Z. Hann.- Münden, hat sich vor kurzem auf der Sttaße Lau­bacher WaldGonterskirchen, also in nächster Nahe der Einbüraerungs-Doliere, folgender Zwischenfall mit einem Uhu abgespielt.

Steinbrucharbeiter fanden einen vollständig er­matteten Uhu im Straßengraben sitzen, der sich un­besorgt anfassen ttefc. Der Verzicht auf ledwede Gegenwehr bei der Gefangennahme erweckte den Eindruck, daß bas Tier krank sei, und daß wemg Hoffnung bestünde, es am Leben zu erhallen. Der Nachtraubvogel wurde in das Schloß gebracht, wo er sich bereits am nächsten Tage sichtlich erholt hatte. Nach einigen Tagen konnte er in den für den Einbürgerungsversuch mitten im Hochwmd aus­gestellten Großkäfig gebracht werden, um nach einer kurzen llebergangsgeit m der Eingewöhnungsstatte freigelassen zu werden.

Da der Uhu keinen Ring um die Fänge trug

und dem ßetbjäger sowohl wie dem Grafen in Habitus, Form und Farbe, Gebaren und Aus­sehen unbekannt vorkam, liegt die Wahrscheinlich­keit nahe, daß es sich um ein zugewandertes Exem­plar handelt, das während der diesjährigen Balz unter den eingebürgerten Uhus im Vogelsberg auf- getaucht ist. Kopfzerbrechen macht jedoch die Frage, aus welchen Gründen das Tier in eine derartige Verfassung geriet, so daß es anstandslos von den Arbeitern angegriffen werden konnte. Zuerst wur­den in Laubach zwei Möglichkeiten erwogen: Gift oder Verkehrsunfall? Für Gift oder eine innere Krankheit sprach die große Mattigkeit bei dem sonst ganz guten, normalen Aussehen. Für einen Unfall, z. B. Zusammenstoß mit einem Auto, sprach der Fundort und eine allerdings sehr geringfügige Ver­letzung unmittelbar am Schnabel. Der Dergistungs- verdacht wurde baß) fallen gelassen, da sich das Der sehr schnell erholte und vom ersten Tag an einen gesegneten Appetit entwickelte. Wahrscheinlich bleibt also der Zusammenstoß mtt dem Auto. Noch wahr-

Hhein-Mainische Börse.

Mittagsbörse sehr still.

Frankfurt a. M., 1. Juni. Die Börse lag sehr HU. Zum Monatsanfang fehlten vielfach noch Li­miterneuerungen, außerdem lagen Kundschaftsauf­träge fast nicht vor.

Am Aktienmarkt war die Entwicklung un­einheitlich, meist spiellen Zufallsaufträge eine Rolle. Die Veränderungen blieben indes allgemein klein. Am Montanmarkt bröckelten Vereinigte Stahl auf 101,25 (101,0), Hoefch auf 108 (108,65) und Man­nesmann auf 105,65 (105,75) ab. IG. Farben kamen mit unverändert 149,75 zur Notiz. Außerdem u. a. VDM. mit 171, MAN. mit 140, Bekula mtt 159,50, Conti Gummi mit 213, Westdeutsche Kaufhof mit 104,65 und Reichsbank mit 178,50. Etwas erholt waren Hapag auf 51 (50) und AEG. auf 114 (113,25).

In Renten waren die Umsätze ebenfalls schmal. Auch in Steuergutscheinen entwickelte sich nur wenig Geschäft bei gehaltenen Kursen. Serie II gingen mit 98,35 (98,40) um, im Telephonverkehr stellten sich Serie I auf unverändert 102,40. Reichsaltbesitz vor der Ziehung nochmals 0,13 v. H. erhöht auf 132,65. In Pfandbriefen war der Umsatz gering, die Kurse blieben unverändert. Auch Stadtanleihen wie- en kaum Abweichungen auf, Mainzer weiter er­mäßigt auf 95,75 (96). Industrie-Obligationen lagen uneinheitlich bei kleinen Abweichungen, nur 5 v. H. Gelsenbenzin matt mit 98,90 (99,40).

Abendbörse ohne Geschäft.

Mangels Kundschaftsbeteiligung war auch die Abendbörse ohne Geschäft. Am Aktienmarkt blieb die Entwicklung ungleichmäßig bei geringen Veränderungen. U. a. notierten: Mannesmann 105,75 (105,65), Vereinigte Stahl 101 (101,25), Deutsche Erdöl 121 (121,50), IG. Farben 149,65 (149,50), Bemberg 133 (133,25), Metallaelellf chatt 112,50, VDM. 171, Scheideanstalt 201, Adlerwerte 100 (100,25), Daimler 130 (130,75), Demag 141,75 (142), MAN. 140,50 (140), Holzmann 157 (156,50), Licht und Kraft 126,50 (126), Gesfürel 129, Fetten 137 (137,25), AEG. 114 und Westdeutsche Kaufhof 104,25 (104,65). Am Rentenmarkt wurden Reichs- allbefitz vor der Ziehung letztmals mit 132,75 (132,65) gehandelt. 6 v. H. IG. Farben lagen mit 124 unverändert, ebenso Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 122,13. Im Freiverkehr gingen Steuergut­

scheine II mit unverändert 98,40 und im Telephon­verkehr Serie I mtt unverändert 102,40 um.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M.. 1. Juni. Auftrieb: Rinder 902 (gegen 1349 am 25. Mai), darunter 161 (236) Ochsen, 154 (262) Bullen, 407 (585) Kühe, 180 (266) Färsen. Kälber 530 (571), Schafe 140 (49), Schweine 1114 (439). Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 44 bis 46,50 (44,50 bis 46,50), b) 42,50 (40,50 bis 42,50), c) 37,50 (37,50). Bullen a) 42,50 bis 44,50 (43 bis 44,50), b) 40,50 (39 bis 40,50), c) 35,50 (-). Kühe a) 42 bis 44,50 (41,50 bis 44,50), b) 37,50 bis 40,50 (38 bis 40,50), c) 26 bis 34,50 (27 bis 34,50), d) 20 bis 25 (17 bis 25). Färsen a) 43,50 bis 45,50 (44,50 bis 45,50), b) 40 bis 41,50 (40 bis 41,50), c) 35 bis 36,50 (33 bis 36,50). Kälber a) 63 bis 65 (62 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 46 bis 50 (46 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40). Hämmel a2) 51 (), bl) 49 bis 50 (50), b2) 46 bis 48 (47 bis 49), c) 34 bis 44 (44). Schafe a) 42 (40 bis 42), b) 38 bis 39 (39), c) 25 bis 32 (25 bis 30). Schweine a) 59 (58,50), bl) 58 (57,50), b2) 57 (56,50), c) 53 (52,50), d) 50 (49,50), Sauen gl 58 (57,50). Marktverlauf: Rinder, Kälber und ScAveine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.

Wissenschaftliche Woche in Frankfurt.

Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Uni­versität Frankfurt findet vom 28. bis 30. Juni die Zweite Frankfurter Wissenschaft­liche Woche statt, zu der bedeutende in« und aus­ländische Gelehrte zugesagt haben. Das Thema der Woche beschäftigt sich mit den Organismen und der Umwelt. Professor Freiherr v. Verschuer wird über Umwelt und Erbanlage" sprechen. Auch Professor P o n z i o (Turin) wird zu dem Thema das Wort ergreifen. Der zweite Tag beschäftigt sich mit dem Einfluß der Umwelt auf die Organismen. Hierzu werden sprechen Professor Dr. R a j e w s k y (Frank­furt), Professor Dr. Felix (Frankfurt), Professor Dr. Lundegardh (Stockholm) und Professor Dr. Kaemmerer (München). Im Mittelpunkt der Verhandlungen des dritten Tages stehen die pflanzenschädigenden Insekten, über die Dr. Stell - waag (Geisenheim) sprechen wird. Ferner findet ein öffentlicher Vortrag von Professor de Rudder (Frankfurt) überMensch und atmosphärische Um­welt" statt.

BERGFREUNDE!

(Ein neues Buch von Zedttvitz: (Barns in ihrer Dergheimat

(Ein Lebensbild der Gemse int Wechsel der Jahreszeiten von Franz Graf gedtroitz

Insgesamt 137 Seiten mit 94 Abbil­dungen nach Naturaufnahmen. In Leinen gebunden RM 4.80.

.Das wissenschaftlich und darstellerisch be- schwingt geschriebene Buch von deutscher Derglandschaft und -tterwelt verdient in den Kreisen der Jäger, der Freunde der Berge und der Natur, in den Schul- und Volksbüchereien weiteste Verbreitung." Aus der Natur, Heft 2/39.

Ausführliches bebildertes Werdeblatt kostenlos!

Bezug durch jede Buchhandlung!

Hugo Vermühler Verlag

Berlin-Lichterfelde

WaSenwasdien

Oelwedisel

Lahastr./ Lammstr. U-

Kernfprecher 3516

West-Garagen

Verlobungs-Anzeigen

liefert Brühl'sche Druckerei

3d) bin überzeugt:

Ohne Mühe saubere Wäsche - das schafft nur der Schmuhlöser Burnus."

Immer wieder werden Sie diese Feststellung da hören, wo Hausfrauen sich über Wäschefragen unterhalten- Hausfrauen, die viele Mittel versuchten und heute mit Burnus waschen.

Das schasst nur Lurnusr

Rur Burnus löst schon beim Einweichen biologisch den meisten Schmutz aus den Wäschestücken heraus, ohne das Gewebe anzugreifen. Ohne anstrengendes Reiben und Lürsten und langes Kochen wird die Wäsche vollkommen sauber. So wird die Wascharbeit leicht gemacht, die Wä­sche geschont und an Waschmitteln und Feuerung gespart. Burnus ist sehr sparsam im Gebrauch. Ein Eßlöffel für den Eimer Wasser genügt. Schon für 15 Pf. erhalten Sie eine Probedose Burnus bei Ihrem Kaufmann.

Burnus löst den Schmuti und schont die Wäsche?