Ausgabe 
2.4.1939
 
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Bücher werden Seite für Seiteverfilmt", d. h. auf einen Filmstreifen photographiert. Mittels eines photographischen Lesegerätes werden dann die Film- bildchen (24X36 Millimeter) vergrößert. Auf diese Weise kann man jetzt im Lesesaal der Preußischen Staatsbibliothek Filme lesen. Da die Auf­nahmen billig find (fünf Pfennig je photokopierte Seite) können viele Lesefilme hergestellt werden. Und so kann die Preußische Staatsbibliothek nun­mehr auch allen Wünschen auswärtiger Gelehrter und Bücherfreunde gerecht werden, indem man ihnen statt der gehüteten Originalbücher jetztFilm­bücher" übersendet. Man sieht: die heutige Biblio­thekswissenschaft hat nichts mehr mit demSpitz­weg-Bücherwurm" von einst zu tun.

Und wiederum füllten sich die Festsäle des Zoo mit einer freudig erregten Menge, tagten doch am

letzten Sonntag an dieser historischen Stätte der Modescl'.auen abermals dieFigaros" des Inlandes und Auslandes. Wer würde auch zu Hause bleiben, wenn die 19.Internationale Frühjahrsveran- staltung des Friseurhandwerks statt- findet? Man will doch wissen, was man künftig zu tragen hat! Und so erfuhr man, daß Locken immer noch die große Mode sind und nur der Farbton des Haares sich gewandelt hat. Denn Trumpf ist fortab: goldbraun! Zehn­tausend Zuschauer und Zuschauerinnen sind dessen Zeuge. Und so kann man als gewissenhafter Chronist getrost diese Meldung ins Reich schicken:

Wenn euch die bösen Bubenlocken", Hört auf ihr Wort, ihr lieben Frau'n! Und wählt getrost und unerschrocken Der neuen Mode goldnes Braun!

Oie Gaukulturwoche Hessen-Nassau.

NSG. Die Gaukulturwoche Hessen-Nassau 1939, die unter dem LeitgedankenRasse und Kul­tur" vom 6. bis 14. Mai stattfindet, stellt in Form einer großen Leistungsschau die kulturpolitische Ar­beit der Bewegung und die Aeußerungen des kul­turellen und künstlerischen Lebens und Schaffens im Gau Hessen-Nassau umfassend dar. In beson­derem Maße sind in diesem Jahre auch die Kreise in die Arbeit einbezogen, die in einer Vielzahl von Veranstaltungen von dem kulturellen Schaffen in Stadt und Land Kunde geben. Aus dem viel­seitigen Programm können bereits jetzt die wesent­lichen Hauptveranstaltungen genannt wer­den.

Die feierliche Eröffnung der Gaukulturwoche findet am Samstag, dem 6. Mai, im Rahmen einer festlichen Kundgebung im Säal­ba u zu Frankfurt a. M. statt. Der Gauleiter wird die Gaukulturwoche eröffnen und den Trä­ger des Gaukulturpreifes 1939 verkün­den. Ferner spricht Hauptamtsleiter Professor Dr. Groß über das der Gaukullurwoche vorungestellte ThemaRasse undKultur". Die Umrahmung ider Kundgebung hat der Arbeitsgau XXV über­nommen. Am Sonntag, dem 7. Mai, findet i m Kurhaus zu Wiesbaden ein großes HR a t f e ft statt, dessen Gestaltung der HI. über­tragen wurde. Die Jugend des Führers wird hier Leigen, daß neue Wege zur Heranbildung eines ge­

sunden gesellschaftlichen Stiles mit Erfolg beschrit­ten werden.

Am Mittwoch, 10. Mai, findet im kleinen Saal des Saalbaues zu Frankfurt a. M. eine Kultur- tagungder Partei statt, bei der der Gauleiter die Gauarbeitsgemeinschaft für Fest- und Feiergestaltung gründen wird. Auf die­ser Tagung sprechen ferner ein Vertreter der Reichs­leitung und Gaukulturwart Conrad. Der Abend des gleichen Tages bringt eine große Kultur- kundgebung im Saalbau zu Frankfurt a. M. Hier sprechen der Gaupropagandaleiter und Landeskulturwalter S t ö h r, sowie der Prästdent der Reichsfilmakademie WilhelmM ü l l e r-S ch e l d.

Den musikalischen Höhepunkt bildet ein großes Festkonzert im Kurhaussaal zu Wiesbaden am Freitag, 12. Mai. Unter der Leitung des Präsiden­ten der Reichsmusikkammer. Prof. Dr. Raabe, bringen das Städtische Kurorchester und das Or­chester des Deutschen Theaters in Wiesbaden musi­kalische Meisterwerke zu Gehör. Ein großes D 0 r f- fest in Holzhausen (Kreis Biedenkopf-Dillen­burg) mit der festlichen Weihe des Dorfes als Gau-Mu st erdorf durch den Gauleiter steht am Abschluß der Veranstaltungen der Gaukulturwoche. Ferner wird eine große Zahl wichtiger Kulturveran­staltungen in allen Städten des Gaues ourchgeführt.

Deutschland weicht in der Zudenfrage keinen Schritt zurück.

Eine Bede Alfred Bosenbergs in Beichenberg.

R »i ch e n b e r g, 1. April. (DNB.) In einer Kundgebung- in den überfüllten Reichenberger Messehallen sprach Reichsleiter Rosenberg LiberProgramm und Erfüllung". Die Sudeten- Deutschen hätten begriffen, fo betonte er zu Be­ginn feiner Ausführungen, daß die weltan- li ch auliche Ausrichtung des deutschen Vol­kes ein wirksames Kampfmittel gegen die Mächte st, die es zu vernichten drohten. Allein die Treue □er Deutschen im Reich und die Treue des Deutsch­irums in der Ostmark und im Sudetenland habe Die Schaffung eines Großdeutschen Reiches möglich gemacht. Das Emigrantentum, das überzeugt ge- wesen sei, im nationalsozialistischen Deutschland so viel an jüdischer Korruption hinterlassen .311 haben, □aß es daran zerbrechen müsse, sei bitter ent- auscht worden. Heute erleben mir erneut die Tat- ache, fuhr Rosenberg fort, daß eine Hetze gegen Deutschland getrieben werde, wie sie schmutziger und verlogener nicht gedacht werden könne. Wir wissen, das Weltjudentum hat dem Nationalsozia- ismus und dem Reich den Krieg erklärt.. Das wird an unserem Wege nichts ändern, den wir in ter Lösung der Judenfrage beschreiten. Wir sind kr Ueberzeugung: Je grundsätzlicher und je'här- :ier der Kampf zu Ende geführt wird, umso aus- ichtsreicher wird er sein. Wir glauben auch, daß >ie Judenfrage für Deutschland erst dann gelöst »ein wird, wenn es in Deutschland keine Juden mehr gibt. Auch in anderen Staaten und Völkern werde der Wille wach, sich von den jüdischen Pa- lasiten zu befreien. Deutschland rühme sich nicht, bäefe Frage neu gestellt zu haben, aber es sei tolz, Vollstrecker eines Traumes von lausend Jahren zu sein.. Immer hätten Männer aus den gleichen Instinkten ihrer Zeit

gehandelt, wie wir, nur mit dem Unterschied, daß sie verlachte Propheten waren und daß mit uns ein Achtzig-Millionen-Volk marschiert.

Alfred Rosenberg kam dann auf die zweite Front, die sich gegen den Nationalsozialismus stellte, den politischen Katholizismus zu sprechen. Wir machen, so sagte er, k ei n e n U n te r s chied zwischen Staat und Weltanschauung, auch nicht für die, die unseren Staat anerkennen möchten und nur unsere Weltanschauung ablehnen. Wir haben nicht um einen Polizeistaat gekämpft und um eine welt- anschauungslose Bürokratie, wie haben gekämpft um eine neue Idee, um unser Reich, und wir denken nicht daran, auch nur einen Schritt vor die­sen protestierenden Herren zurückzuweichen. Das Dritte Reich behindere niemanden in seinem Bekenntnis zu einer Religion. Die Katholische Kirche habe eine Freiheit, wie sie sie in vielen Staaten nicht besitzt. Die gleiche Toleranz spreche das Reich auch allen übrigen religiösen Gruppen zu. Aber wir können unserer Jugend nicht zumuten, sagte Rosenberg, andächtig zu Füßen jener zu sitzen, die das deutsche Volk verraten haben. Verrat am Volke kann niemals Religion sein, und Opfern für sein Volk kann niemals im Widerspruch zur Religion stehen. Das deutsche Volk habe heute wieder einen Glauben, und dieser Glaube habe ihm die innere Geborgenheit wiedergegeben. Das Größte, was wir tun können, ist, uns in den Dienst der Zukunft zu stellen. Der Weg dahin ist durch unsere Weltanschauung klar vorgezeichnet. Und wir müs­sen den Mut finden, das Schicksal in dieser neuen Epoche zu beherrschen. Dann haben wir das Recht, uns als Bannerträger der größten Epoche der Geschichte zu fühlen.

200000

Erläuterungen für die Praxis.

Nachdem sich im Laufe des letzten Jahres sowohl ine Mädchen und ihre Eltern, wie auch die Betriebe an die Einrichtung des Pflichtjahres gewöhnt und fo.e Arbeitsämter ihre Erfahrungen gesammelt haben, innn das Pflichtjahr jetzt mit größerem Nachdruck ds während der Anlaufzeit durchgeführt werden. L us den Schulentlassungen zu Ostern werden nach Schätzung der Arbeitseinsatzbehörde 200 000 bis 330 000 Mädchen für das Pflichtjahr in Frage kom- ruen, wobei zu bedenken ist, daß die Einführung fir Oesterreich und das Sudetenland bisher nicht erfolgt ist. Wie Frau Oberregierungsrat Dr. Gae - lei inArbeitseinsatz und Arbeitslosenhilfe" er- liiuternö ausführt, wird man jetzt von Ausnah­men des Pflichtjahres viel mehr a b f e h e n linnen. Der Werbung bedürfe es heute weniger bei ten Mädchen, die durch den BDM. schon stark für tns Pflichtjahr gewonnen feien, als bei den E l - fern, die ihre Tochter vielfach immer noch für zu föabe hielten,den Kuhstall zu misten" oderan­deren Leuten den Dreck wegzukehren".

Zum Personen kreis sei zu beachten, daß jetzt zwar alle Arbeiterinnen und Angestellten einbezogen sind, acht aber diejenigen, die als Beamte, mithelfende Inmilienangehörige, Selbständige oder in freien berufen tätig fein wollen. Ob das Pflichtjahr vor J3er nach d e r Berufsausbildung abzu- lcästen ist, müsse nach Lage des Einzelfalles entsetzte- i n werden. In den Berufen, in denen starker An­

drang herrscht, z. B. den Büroberufen, werde es zweckmäßig fein, das Pflichtjahr vorwegzunehmen.

Die Pflichtjahrtätigkeit könne auch in einem Betriebe des Gesundheitsdienstes oder der Wohlfahrtspflege abgeleistet werden. Die Frage, ob z. B. die Tätigkeit von Hel­ferinnen in Erntekindergärten anzuerken- nen ist, hänge davon ab, ob die Tätigkeit überwie­gend hauswirtschaftlich ist und ob es sich um ein ordentliches Arbeitsverhältnis und nicht nur um eine ehrenamtliche Tätigkeit handelt. Bei der großen Be­deutung des Erntekindergartens für die Entlastung der Bäuerin empfehle sich eine großzügige Hand­habung. Im Vordergrund stehe die Versorgung der L a n d w i r t s ch a f t mit Kräften. Das Pflicht­jahr dürfe in keiner Weise der ohnehin überstarken Neigung der Mädchen, vom Lande abzuwandern, Vorschub leisten. Die Mädchen dürften nicht ü b e r l a st e t werden. Nicht immer werde ein vier­zehnjähriges Mädchen den Anforderungen eines gro­ßen Haushalts gewachsen sein. Vielleicht fei es aber möglich, ältere Pflichtjahrmädchen gerade bet kinderreichen Familien anzusetzen. Allaernein werde es sich empfehlen, die Pflichtjahr- mäochen jedenfalls in Familien mit Kindern an- zusetzen.

Ausnahmen vom Pflichtjahr seien auf ein Mindestmaß zu beschränken. Allgemeine Ausnahm"n für bestimmte Betriebe, die staats- und wirtschafts­

politisch wichtige Aufgaben zu erfüllen haben, kämen nicht in Frage. Nach der Durchführungsverordnung könnten die Eltern sich selbst Stellen für ihre Kinder besorgen. Hierbei werde aber darauf zu achten sein, daß es sich wirklich um ordent­liche Arbeitsverhältnisse handelt und daß das Pflichtjahrmädchen überwiegend mit Land- oder Hausarbeit beschäftigt wird. Es lägen Anzeichen dafür vor, daß eine be­stimmte Gruppe von Eltern offenbar für ihre Kin­der Scheinarbeitsverhältnisse suche. In Gastwirtschaften, Pensionen, in der Regel auch in Geschäftshaushalte gehörten keine Pflichtjahrmäd­chen. Berufsschwache Mädchen seien möglichst im Hauswirtschaftlichen Jahr unterzubringen. Die Be­zahlung der Pflichtjahrmädchen richte sich nach den ortsüblichen Löhnen.

Weitere 80 Millionen NM.

für Kleinsiedlungen und Kleingärten,

Berlin, 31. März. (DNB.) Am 18.Juli 1938 hatte der Reichsarbeitsminister die Bereitstellung von weiteren 80 Millionen RM. zur Einlei­tung des V11. Abschnittes der Kleinsied­lung und zur Förderung der Errichtung von Kleingärten angekündigt, die nunmehr auf die Länder und Verwaltungsbezirke verteilt wor­den sind. Das Reich hat somit bis jetzt für Klein­siedlungen und Kleingärten insgesamt 457*/4 Mill. RM. bereitgestellt. Anträge sind wie bisher an die Gemeinden (Gemeindeverbände) oder an die Landesregierungen zu richten. Einzelgefuche an

das ReichsarbeitsMinisterium sind zwecklos. Oester­reich und dem Sudetenland werden Mittel besoni ders zugeteilt.

Das erste Basthaus der Autobahnen im Gudetenland.

Wien, 31. Mörz. (DNB.) Am Freitag wurde im Beisein des Reichsinspektörs für das deutsche Straßenwesen, Dr.-Jng. Todt, das Rasthaus Mährisch-Trübau an der Reichsautobahn BreslauWien, die durch das mährische Protekto­ratsgebiet führt, der Oeffentlichkeit übergeben. Neben einem Speisesaal mit 100 Plätzen, einer Bierstube und zwei Konferenzzimmern sind 13 ein­bettige und vier zweibettige Gastzimmer, ein Früh- stückszimmer und verschiedene Personal- und Büro­räume vorhanden. Jedes Zimmer ist mit Telephon, Radio und Rufanlage ausgestattet. Es handelt sich um die Umgestaltung eines alten Franziskaner- klosters.

Die Wehrmacht half der Landwirtschaft.

B e r l i n, 31. März. (DNB.) Im Jahre 1938 hat die Wehrmacht der Landwirtschaft erhebliche Hilfs­kräfte während der Erntezeit zur Ver­fügung gestellt, und zwar wurden zu Zwecken der Erntenothilfe 82 955 Soldaten und 5240 Pferde eingesetzt, obwohl die Wehrmacht im Jahre 1938 durch ihren Einsatz in der Ostmark und im Sudetenland sowie durch die verstärkten Auf­bauarbeiten stark beansprucht wurde.

Aus aller Wett.

Beichskriegertag 4939 in Kassel.

Die Unterkunft der Kameraden des NS.-Reichs- kriegerbundes zum diesjährigen Reichskrieger­tag in Kassel vom 3. bis 5. Juni ist so geregelt, daß für jeden Landeskriegerverband Bürgerquar­tiere, Matratzen-Ouartiere in Schulen und Sälen und Feldbett-Quartiere in Zelten zur Verfügung ge­stellt werden. Auch hinsichtlich der Verpflegung ist Vorsorge getroffen. Am Sonntag, nach dem Vorbei­marsch, wird eine gute «und reichliche Verpflegung in Form eines Eintopfgerichts verabreicht. Der Reichskriegertag wird mit dem Empfang des Reichs- kriegerführers vor dem Rathaus am 2. Juni feinen Anfang nehmen. Abends findet eine Festvorstellung im Preußischen Staatstheater und ein Fackelzug statt. Am 3. Juni wird der Reichskriegertag feierlich eröffnet; anschließend werden Kranzniederlegungen stattsinden. Am 4. Juni beginnt der Aufmarsch auf der Karlswiese mit dem anschließenden Vorbeimarsch auf dem Friedrichsplatz. Das FchfpielEwiges Sol­datentum", das am 3. Juni auf der Karlswiese zur Aufführung, gelangt, ist ein Querschnitt aus der Geschichte des deutschen Soldaten.

Berlin-Budapest in einer Stunde!

Wie steil die Kurve der technischen Entwicklung gerade in den Nachkriegsjahren nach oben führte, geht in einem fast beängstigenden Maße aus der Tabelle der Geschwindigkeits-Welt­rekorde für Flugzeuge hervor. 1924 trug sich der französische Leutnant Bonnet mit 448,171 km/st in die Liste derschnellsten Männer der Welt" ein. Dann schraubte der italienische Major Bernardi die Geschwindigkeit auf 477,867 km/st und 1928 schaffte der gleiche Pilot in Venedig 512,776 km/st. Dann waren die Engländer an der Reihe; in einem Zeitraum von drei Jahren jagten sie den Rekord auf 657,076 km/st. 1933 tat sich erstmals der ita­lienische Flieger Francesco A g e l l o hervor. Die erste Station waren 682,078 km/st, und dann er­reichte der Italiener am 24. Oktober 1934 mit einem Wasserflugzeug über dem Gardasee mit 709,202 Stundenkilometern jenen erstaunlichen Rekord, der fast fünf Jahre hindurch allen Angriffen standhielt und nunmehr von dem Deutschen D i e t e r I e auf 746,66 km/st gesteigert wurde.

Was bedeutet nun eine derart phantastische Ge­schwindigkeit? Wenn ein Flugzeug eine Stunden- geschwindigkeit von 746,6 km erreicht, dann braucht es für einen Kilometer nur 4,8 Sekun­den! Oder es legt in einer Sekunde 207 Meter zurück. Das würde praktisch besagen, daß man mit einer solchen Maschine beispielsweise von Ber­lin aus in einer Stunde in Budapest sein kann! Man muß sich das einmal auf dem Atlas anfehen, um eine Vorstellung von Entfernung und Geschwindigkeit zu bekommen. 1910 stand der Weltrekord (Frankreich) auf 110 km, 1922 (Amerika) auf 358 km und 1928 (Italien) auf 512 km.

Oer Kampf geaen das Heufieber.

Der Heufieberbund teilt in seinem 41. Jahresbericht mit, daß die Wissenschaftliche Zentralstelle bei den kranken Mitgliedern des Heu- fieberbundes eine Rundfrage veranstalten wird, um eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme des Bundes durchzuführen. Es wird darauf hingewiefen, daß es für die Forschung jeder Art drei Verfahren gibt, einmal die Erfahrung des Arztes aus der Untersuchung der Kranken, dann das E x - per im ent, in welchem die beim Kranken gefun­denen Entstehungsbedingungen weitgehend nach­geahmt werden, um die Krankheit zu erzeugen, und schließlich die st a t i st i s ch e Erhebung. Der Wert dieses Verfahrens steht und fällt mit der Sorgfalt und Offenheit, mit der der Kranke Fragen beantwortet. Der Heufieberbund ist ein einzigartiges Gemeinschaftsverhältnis zwischen Kranken und Arzt, und dieses Verhältnis soll sich auch weiterhin für die Forschung und Betreuung fruchtbringend er­weisen. In dem Jahresbericht wird weiter daraus hingewiesen, daß immer wieder mit marktschreie­rischen Versprechungen neue Präparate zur Heilung des Heufiebers angepriesen werden. Großenteils handele es sich um alte Erkenntnisse, um schon vor­handene Präparate oder wegen Untauglichkeit ab­gelehnte. Es gebe keine Heilung, wenn nicht der Kranke an seinen Arzt und wenn nicht der Arzt an seine Behandlungsweise glaubt. Die General­versammlung des Heufieberbundes findet am 19. und 20. Juni wieder auf Helgoland statt.

Schwere Mnen-Explosion auf Sardinien.

Auf Sardinien hat sich in dem erst kürzlich in Betrieb genommenen Braunkohlengebiet der neu- gegründeten Stadt Carbonia ein schweres Minen-

Unglück ereignet. Dabei sind 30 Minenarbeiter mehr oder weniger schwer verletzt worden; ein Teil von ihnen befindet sich in Lebensgefahr. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht sicher festgestellt. Es scheint sich um eine Explosion von Gasen ge­handelt zu haben. Die Explosion war so stark, daß sie in der 50 Kilometer entfernten Hauptstadt Sar- oiniens Cagliari gehört wurde.

Der Führer ehr! einen allen Armee-2Nusikmeisler.

Der Führer,und Oberste Befehlshaber ernannte den nach nahezu 50 Dienstjahren ausscheidenden Stabsmusikmeister B a u e r f e l d vom Jnf.-Regt. 27 (Rostock) zum Musikinspizienten. Bauerfeld, der auch mit eigenen Kompositionen an die Oeffentlichkeit getreten ist, ist einer der bekanntesten Musikmeister des neuen Volksheeres. Als Musikmeister des

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1. Garde-Regiments zu Fuß hat er den Weltkrieg mitgemacht, in dem er eine schwere Verwundung davontrug. Nach dem Kriege wurde Bauerfeld Mu­sikmeister im Jnf.-Regt. 5, und bei der Aufstellung des neuen Volksheeres übernahm er die Regiments­musik des Jnf.-Regts. 27.

Weidmann und Million zum Tode oerurteilL

Paris, 1. April. (DNB.) Kurz vor Mitternacht fällte das Versailler Gericht das Urteil im Weid­mann-Prozeß. Die Angeklagten Weidmann und Million wurden zum Tode verurteilt, Jean Blanc zu 20 Monaten Gefängnis und Colette T r i c o t wurde freigesprochen. Weidmann nahm das Urteil ruhig hin. Million rief, als ihm das Wort erteilt wurde, mehrfach, er fei unschul­dig, was von den Zuhörern im Saale mit >,Huhu!" beantwortet wurde, worauf die Gendarmerie ein- greifen mußte und den Saal gewaltsam räumte. Der Verteidiger Weidmanns, Moro-Giafferi, ver­suchte zum Schluß noch einen Vorstoß und bemühte sich, Unregelmäßigkeiten bei der Prozeßführung nachzuweisen. Es ist anzunehmen, daß Moro-Giaf- feri im Lause der vom Gesetz vorgeschriebenen drei­mal 24 Stunden Frist Berufung gegen das Urteil einlegen wird.

18 Stunden in einer Sandgrube gefangen.

Zwei Trierer Jungen im Alter von etwa 14 Jahren begaben sich dieser Tage zu den im Busen­tal befindlichen Sandhöhlen, um diese zuunter­suchen". Sie tasteten sich mit brennenden Kerzen voran und kamen schließlich an ein tiefes Loch, an dem die Wände steil abfielen. Um ihre Neu­gierde zu befriedigen, sprangen sie mehrere Meter tief hinab, mußten aber bei ihrem Bemühen, die fünf Meter hohe Wand wieder emporzuklettern, feststellen, daß dies nicht möglich war. Sie riesen um Hilfe, aber niemand hörte sie. Inzwischen war der Abend hereingebrochen und der Eltern der beiden Jungen bemächtigte sich erhebliche Sorge über deren Ausbleiben. Sie setzten schließlich die Polizei in Kenntnis, aber auch deren Nachfor­schungen blieben erfolglos. Am nächsten Morgen wurde die Suche wieder ausgenommen. Mehrere Männer begaben sich zu den Sandgruben. Sie riefen laut, erhielten aber keine Antwort. Sie wollten schon umkehren, als sie aus einem tiefen Loch eine leise Stimme vernahmen. Mit vieler Mühe gelang es schließlich, die Jungen, die hier 18 Stunden zugebracht hatten und vor Aufregung, Hunger und Kälte sehr erschöpft waren, aus ihrer gefahrvollen Lage zu befreien.

Unwetter über Jugoslawien fordert acht Todesopfer.

Das schwere Unwetter, das in den letzten Tagen über ganz Jugoslawien wütete, hat acht Todesopfer gefordert. Vier Bauernburschen aus dem bosnischen Dorf Schkoljo verirrten sich im Ge­birge und e r f r o r e n. In dem Städtchen Ljubischka wurde ein alter Bauer von einem durch Hochwasser angeschwollenen Sturzbach, den er durchqueren wollte, mitgerissen und ertrank. Schließlich ken­terte in der oberen Adria ein Fischerboot, von dessen fünfköpfiger Besatzung sich zwei Mann retten konn­ten, während drei ertranken.

Fahrlässigkeit mit dem Tode bezahlt.

In der elterlichen Wohnung auf dem Waldhof bei Mannheim wurde ein 18 Jahre alter Elektriker mit einer Schußverletzung in der Brust aufgefun­den. Bei Einlieferung ins Krankenhaus mar der Tod bereits eingetreten. Die Feststellungen der Kriminalpolizei ergaben, daß der junge Mann am Abend vorher von einem Freund eine Pistole er­halten hatte, und baß sich beim Hantieren mit der Waffe ein Schuß gelöst hat.

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