Ausgabe 
2.3.1939
 
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Glücksbringer am Wochenende

frohes, gesundes und zuchtvolles raktischen Aufgaben werden im

Nicht nur du, auch deine Eltern sollen dies wissen. So wie die Bewegung ihre Kraft erhielt aus der Freiwilligkeit ihrer Mitstreiter um die Macht und den Sieg, so muß auch der Nachwuchs mit gleicher Freiwilligkeit sich in den Dienst der Idee unseres Führers Adolf Hitler stellen!

Jahrgang 28/29, wir rufen dich in unsere Reihen.

Zum 50. Geburtstag des Führers wirst du, mit dem ersten Jahrgang Pimpfe und Jung- möbel des Grohdeutschen Reiches ausgenom­men, in die Grundschule der Bewegung gehen. Auch dein Ziel muh es sein, gerade an diesem Tage dem Führer die Freude zu bereiten, dah auch die Zehnjährigen ihm freudig folgen.

Alle, die zu uns kommen, werden Treue und Kameradschaft finden und daraus für ihr weiteres Leben die Kraft, als einsatzbereite Glieder im Dienste unseres Volkes stehen zu können.

Wir werben um dich und rufen dich in unsere Einheiten. Dort wirst du mitmarschieren können in der großen nationalsozialistischen Kampfgemeinschaft und wirst mit zu den Menschen gehören, die einmal das Werk des Führers weiterzutragen haben.

Willst du nicht an der Straße stehen, wenn Deutsch­lands Jugend, seine Fahnen und Wimpeln voran­tragend, durch diese marschiert, dann sage j a und komme zu uns, komme in das Deutsche Jungvolk, komme in den Jungmädelbund.

Die Hitler-Jugend Hessen-Nassaus.

Vornotizen.

Tageskalender für Donnerstag.

Gießener Konzertverein: Stadtkirche 20 Uhr Re­quiem von Verdi. Gloria-Palast, Seltersweg: Das unsterbliche Herz". Lichtspielhaus, Bahnhof­straße:Die Dschungelprinzessin". Oberhessischer Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung im Turm­haus am Brand.

Verdis Requiem in der Gtadtkirche.

Heute abend gelangt in der Stadtkirche Verdis Requiem zur Aufführung. Als Solisten wurden ver­pflichtet Tilla Briem (Berlin), Trägerin des Berliner Musikpreises 1938, Lore Fischer, Willy Lorscheider, Gustav Bley. Die Leitung hat Professor Stefan Temesvary. Es wirken mit: der Akademische Ge­sangverein, der Sängerkranz Gießen, der Offenbacher Sängerverein und das Städtische Orchester. Das Konzert findet gleichzeitig als 6. Plgtzmiete-Konzert des Gießener Konzertvereins statt und beginnt um 20 Uhr, Ende 22 Uhr.

Hitler-Jugend Bann 116.

Betr.: Lehrgang der Deutschen Lebens-Rettungs- gefellschaft.

Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft führt im Monat März einen Lehrgang zur Erlangung des Grund- und Leistungsscheines DLRG. durch. Der Lehrgang findet jeweils Mittwochs von 20 bis 22 Uhr statt und erstreckt sich auf fünf Abende. Der Unkosten­beitrag beträgt 1, RM.

Die Igg. des Stammes 1/116 werden aufgefordert, sich zahlreich an diesem Lehrgang zu beteiligen und sich bis spätestens 4. März an der Kasse des Städti­schen Bolksbades zu melden.

Die Teilnehmer für die Grundscheinprüfung müssen das 13. Lebensjahr, die Teilnehmer für die Leistungs­scheinprüfung das 17. Lebensjahr vollendet haben. Letztere müssen außerdem den Grundschein besitzen und Mitglied der DLRG. sein.

BDM.-!lntergau 116 Gießen.

Ellern bet Gießener VDIN.-lNäbel herhören!

Wir laden euch Eltern aller BDM.-Mädel zu einer Besprechung zumJahr der Gesund­heit" am Freitag, 3. März, um 20.15 Uhr, im

Dich erwartet ein s , . .

Leben, die ersten praktischen Aufgaben .

Jungvolk oder Jungmädelbund an dich gestellt, der du dann zur größten Jugendorganisation der Welt gehören wirst. Nicht durch gesetzliche Maßnahmen wirst du in unsere Reihen gestellt, wir verzichten auf einen Nachwuchs, der nur kommt, weil es üblich geworden ist, der Hitler-Jugend anzugehören. Im Gesetz des selbstlosen Einsatzes liegt die Kraft unseres neuen Deutschlands. Wir wissen, daß bein*

junges Herz dich ohne jeden Zwang in unsere Reihen führen wird.

Denn auch du willst die Auszeichnung erhalten, dich Pimpf oder Jungmädel nennen zu dürfen und willst nicht zu denen gehören, die sich ausschließen aus der großen Jugendgemeinschaft und einen zweitrangigen Weg als Einzelgänger gehen.

Große Strafkammer Gießen.

Die M. D. in Hainchen wurde beschuldigt, in den Jahren 1934 bis 1936 in vier selbständigen Fällen die Abtreibung versucht zu haben (Vergehen gegen § 218 Abs. 2 StGB.). Die Angeklagte legte am Schluß der Verhandlung ein umfassendes Geständnis ab. Der Vertreter der Anklage betonte, daß die Angeklagte nahe an der gewerbsmäßigen Abtreibung vorbei­gekommen wäre, und beantragte, sie zu einer Gesamt- ' gefängnisstrafe von sieben Monaten zu verurteilen, ihr aber, da sie sich erst am Schluß der Verhandlung zu einem Geständnis bequemt habe, die Unter­suchungshaft nicht anzurechnen. Der Verteidiger trat für milde Beurteilung und volle Anrechnung der Untersuchungshaft ein. Die Angeklagte wurde zu einer Gefamtgefängnisstrafe von sechs Mo­naten, abzüglich 86 Tage Untersuchungshaft, ver­urteilt.

Der A. K. in Ober-Rosbach wurde beschuldigt^ im Jahre 1936 als Pflegevater mit seiner Stief­tochter unzüchtige Handlungen vorgenommen zu haben (Verbrechen gegen § 174 Abs. 1 Z. 1 StGB.). Der Angeklagte war geständig, behauptet aber, seins Stieftochter sei feiner Fürsorge nicht unterstellt ge­wesen. Der Vertreter der Anklage beantragte, den Angeklagten unter Zubilligung mildernder Umständs zur gesetzlichen Mindeststrafe von sechs Monaten Ge­fängnis zu verurteilen. Der Verteidiger beantragte Freisprechung. Der Angeklagte wurde zu einer Ge­fängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Aus der engeren Heimat.

Sängervereinigung- Lollar.

5 Lollar, 1. März. Die hiesige Sängervereini- gung hielt in ihrem VereinslolalZur Linde" ihre Jahreshauptversammlung ab. Die Versammlung war sehr gut besucht. Nach Begrüßung der Mitglieder und der Ehrung der verstorbenen Kameraden erstat­tete Vereinsführer Espich einen umfangreichen Ge­schäftsbericht für das Jahr 1938. Er gab Rechenschaft über den Stand des Chorgesangs und die Pflege des deutschen Liedes in unserem Orte und gleichzeitig einen Rückblick auf die Geschichte der Sängerbewegung in Lollar, die nach der Vereinigung des Turn- und Gesangvereins und der Sängervereinigung in treuen Händen der Sängervereinigung liegt. Die Sänger­vereinigung übernahm damit eine um so größere Verpflichtung dem deutschen Liede gegenüber. Der Vereinsführer sagte allen Mitarbeitern Dank für dis Arbeit an der edlen Sache. Besonders gedachte er der­jenigen Kameraden, die seit Jahrzehnten im Dienste der Sängerbewegung stehen. Für 50jährige Sanges­tätigkeit ehrte er den Ehrenvorsitzenden Peter Freu­denberger und das Ehrenvorstandsmitglied Heinrich Espich, für 40jährige Sängertätigkeit wurden.Ehren-

Jm Volksglauben gelten Schornsteinfeger und Briefträger als Glücksboten. Wenn Der schwarze Gesell am frühen Morgen dem jungen Mädel begegnet, fo hat das (nach ihrer Meinung) sicher etwas Gutes zu bedeuten. Vielleicht bringt ihr dann der Briefträger den schon längst erwar­teten Brief oder dem dünnen Geldbeutel des Stu­denten eine nette Postanweisung.

Es ist daher ein guter Gedanke, bie Reichs- straßensammlung vom 4. und 5. März mit den Darstellungen schaffender Menschen, dar­unter auch der Figuren der Briefträger und der Schornsteinfeger, zu bestreiten. Sie sind zwar aus Porzellan, aber sie können trotzdem Glück bringen. Mindestens sorgen sie dafür, daß das große Werk des WHW. des deutschen Volkes wieder reichlich Geldmittel erhält. Diesmal stammen die kleinen Figuren aus der Ostmark und aus dem Sude- tenlande. Tausende deutscher Arbeiter haben damit wochenlange Beschäftigung gefunden. Im

Deutscher Junge! Deutsches Mädel!

Am Geburtstag des Führers werden wiederum über eine Million Jungen und Mädel in die natio­nalsozialistische Jugendbewegung Grohdeutschlands eintreten. Auch du wirst von uns aufgefordert, an diesem Tage den ersten selbständigen Schritt deines jungen Lebens zu tun. Du wirst nicht nein sagen, denn du kannst es ja nicht. Dein Herz hat schon lange ja gesagt, und du erwartest schon lange die Stunde, da du inmitten der anderen Kameraden in die Gemeinschaft der Jugend als Pimpf oder Jungmädel ausgenommen wirst. Eines sollst du aber vorher wissen:

Du mußt freiwillig zu uns kommen!

fragt worden, weiter welche Gebiete der Führer seit 1933 dem Reich zuvückgewonnen hat, woher der Name Lanaemarck bekannt ist, warum der 9. No­vember allfährlich in München feierlich begangen wird und weshalb der Prüfling Landarbeit ver­richtet? Hier überwiegt also die Wiedergabe des i wissensmäßig Gelernten den Ausdruck der eigenen \ Meinungsbildung. Anders ist das Bild dagegen, nachdem es sich in den weiteren Leistungsklassen I auf dieser Linie langsam steigert, in der Leistung-- i klasse 4 (Jahrgang 1914 und älter). In dieser Klasse ; wurde nach der Bedeutung der Familie im national­sozialistischen Staat gefragt, warum wir eine Er­weiterung des deutschen Lebensraumes erstreben, ' inwiefern das Deutschland Adolf Hitlers das Dritte Reich ist, weshalb wir die konfessionelle Schule ab» lehnen und demgegenüber die Gemeinschaftsschule wollen, und wie der Prüfling an seinem Platz an der Verwirklichung des zweiten Dierjahresplanes arbeitet. Dabei stand also neben der Ergründung der rein wissensmäßigen Voraussetzungen des Jun- gen oder Mädel schon ihre Erfassung vom welt­anschaulichen Ideengut des Nationalsozialismus im Vordergrund. Sie mußten zeigen, wie weit sie na­tionalsozialistisch denken und fühlen, wie tief unsere Weltanschauung schon in sie gedrungen ist, und wie weit sie in der Lage sind, eigene Meinungen und Ideen zu bilden.

Demgegenüber ein Beispiel aus der Praxis der Jungen wobei zu bemerken ist, daß bei den dies­jährigen Aufgaben die Berührung mit Tieren mög­lichst vermieden wurde, um eine Ansteckung mit der Maul- und Klauenseuche zu verhüten. Während m der Berufsgruppe der Bauern (einfchl. Landwirte und Landarbeiter) im Fachgebiet Ackerbau in der Leistungsklasse 1 der Junge 25 kg Kartoffel nach Saat-, Speise- und Futterkartoffeln sortierte, einen Sack band und einem Zugtier das Ackergefchirr an­legte bzw. als Erfatzaufgabe eine Senfe dengelte und anschlug, mußte in der Leistungsklasse 3 das Alter und Gewicht eines Rindes geschätzt und dieses mit selbstgemachtem Halfter vorgeführt werden, eine Sämaschine war auf eine bestimmte Saatmenge ein­zustellen, und am Grasmäher mußte ein Mähmesser eingezogen und die Maschine dann abgeschmiert werden. Auch bei den Mädchen steigerte sich die Aufgabenstellung sinnvoll mit jeder Leistungsklasse. Die Jungen wurden in der Berufspraxis mit drei praktischen Aufgaben, in der Berufstheorie mit einem Aufsatz, fünf Berufsrechnungen, fünf berufs- kundlichen Fragen und in der Weltanschauung mit fünf weltanschaulichen Fragen geprüft. Bei den Mädels erstreckte sich die Prüfung bei der Berufs­praxis auf drei praktische Aufgaben, in der Berufs­theorie auf einen Aufsatz, zwei Berufsrechnungen und zwei berufskundliche Fragen, in der Welt­anschauung auf fünf Fragen und in der Haus­wirtschaft auf eine Aufgabe.

Auch der Kreiszwischenentscheid des nährständischen Berufswettkampfes in Hessen-Nassau wird zeigen, daß der Reichsberufswettkampf im Kreislauf der Erziehung unserer Landjugend ein unentbehrlicher Prüfstein für die Auswahl und Förderung der Besten unter unseren Jungen und Mädel der hessen- nassauischen Dörfer ist; zu einer Förderung, wie sie vor allem durch dieFörderungsgemeinschaft für die Landjugend e. 23." gepflegt wird. Ihr Ziel ist es, die Besten der Jugend, auch wenn sie nicht von einem Bauernhof kommen, zu Neubauern werden zu lassen oder überhaupt den Weg der Entwicklung des jungen Menschen zu erleichtern. In Zukunft darf es in Hessen keinen Landjungen und kein Landmädel mehr geben, das nicht am Berufswett­kampf teilnimmt.

Gießener Wochenmorktpreife.

* Gießen, 2. Mörz. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, >4 l'(50 JDiarr,

Matte 20 bis 25 Pf-, Käse das Stuck4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A 12%, Klasse C II^Wirsing, % kg 18 bis 20, Weißkraut 11 bis 13, Rotkraut 14 bis 16, gelbe Rüben 12 bis 14, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 30 bis 40, Unterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 25, Rosenkohl 45 Pf., Feldsalat 1 bis 1,10 Mark, J/io 15 Pf., Tomaten, % kg 30 bis 45, Zwiebeln 13 bis 16, Meerrettich 40 bis 70, Schwarz- wurzeln 20 bis 40, Rhabarber (Treibhaus) 70, Kar­toffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,60 bis 3,95 Mark, Aepfel, % kg 30 bis 40 Pf-, Blumew kohl, das Stück 20 bis 40, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 35,

% kg 30 Pf.

** Der VH C. - ZweigoereinBufecker- Tal" hielt am Sonntag bei Gastwirt Gerlach in Großen-Buseck feine Hauptversammlung ab, die mit der Auszeichnung verbunden war. Lehrer Jung als Leiter des Zweigvereins erstattete den Jahres­bericht über das abgelaufene Dereinsjahr. Ein Teil der Wanderer konnte wieder ausgezeichnet werden; so konnte der Vereinsführer den Wandermeister Wehrum von Gießen für 125 zurückgelegt Wan­derungen auszeichnen. Von den übrigen Wanderern erhielten vom Wandermeister die Mitglieder Fried­rich Hahn für feine 100., Frau Berta Roth (Gießen) für ihre 100. und Frau Frieda W e h r u m (Gießen) für ihre 75. Wanderung eine Auszeich­nung. Außerdem erhielt Karl Ortwein die gol­dene Nadel.

* Sterbe fälle in Gießen. In der Zeit vom 15. bis 27. Februar verstorben in unserer Stadt: 15. Februar Leonhard Kräcker, Modell- schreiner,82 Jahre, Landmannstraße 8; Inge Fischer, 9 Monate, Schottstraße 35; 16. Februar Karl Röhr, 80 Jahre, Bahnhofstraße 44; Elisabeth Helm, geb. Schmidt, ohne Beruf, 54 Jahre, Frankfurter Str. 20; Heinrich Bohn, Verw.-AMent, 34 Jahre, Am Kugel­berg 63; Heinrich Engelbach, Rb.-Zugführer a. D., ,78 Jahre, Weserstraße 27; 18. Februar Katharine Klingelhöfer, ohne 23eruf, 88 Jahre, Bleichstraße 37; 20. Februar Ernst Laucht, Weißbindermeister, 43 Jahre, Ludwigstraße 52; Johann Weber, Amts­obergehilfe, 59 Jahre, Gnauthstraße 34; 23. Februar Erasmus Bögel, ohne Beruf, 75 Jahre, Licher Straße 74; Karl Seid, ahne Beruf, 65 Jahre, Licher Straße 74; Konrad Oehler, Schneidermeister, 86 Jahre Neustadt 8; 24. Februar Karl Sellheim, 77 Jahre, Bismarckstraße 38; Friedrich Reineke, 64 Jahre, Druckereibefitzer, Roonstraße 28; Hermann Kaak, Oberzollsekretär i. R., 78 Jahre, Goethestr. 36; Adele Kempff, geb. Boetel, ohne Beruf, 68 Jahre, Marburger Straße 65; 26. Februar Elisabeth Berta Hainer, ohne Beruf, 54 Jahre, Seltersweg 83; Katharine Elisabeth Johanna Karoline Schmidt, geb. Bertram, ohne Beruf, 72 Jahre, Moltkestr. 32; Klaus-Dieter Herbert, 9 Tage, Asterweg 62; Karl Weller, Rb.-Sekr. i.R^ 78 Jahre, Wolkengasse 21; 27. Februar Friedrich Kaiser, Uhrmachermeister, 30 Jahre, Bismarckstraße 44; Wilhelm Kutzschrad, Tapezierer, 84 Jahre, Weidengasse 1.

Vorjahre brachte das WHW. bunte Trachtengruppen, Soldaten und andere schöne Darstellungen unter die Leute, diesmal soll der s ch a f f e n d e d e u t sch e Mensch in der Sammlung der Figuren im Vor­dergrund stehen.

Dieser Grundgedanke entspricht unterer Zeit, Die wie keine andere zuvor die Arbeit zum beherrschen­den Faktor des Lebens gemacht hat. Der Berg- mann, der Bauer, der Handwerker, der Fahrdienstleiter und andere Berufe teilen sich mit dem Schornsteinfeger und dem Briefträger in die Ehre des Taaes.

Dementsprechend haben Beamte, Handwerker und Mitglieder des Reichsluftschutzbundes die Sammlung übernommen. Wer am 4. März einige der neuen Porzellanfiguren erworben hat, der hat am Sonn­tag, 5. März, die Möglichkeit, die zur Serie noch fehlenden Exemplare zu kaufen. Damit wird der Erfolg der beiden Sammeltage gesichert fein.

Neben seinem Amt in der theologischen Fakultät unserer Universität widmete er seine Kraft noch in reger Weise wissenschaftlichen Arbeiten. Er war Mit­begründer und Bundesleiter des im Jahre 1921 in Herborn begründeten Christdeutschen Bundes, der die Jugendburg mit Volkshochschule und Jugend­herberge in Hohensolms schuf und unterhielt. Seit 1921 war er Herausgeber derChristdeutschen Stimmen" in Herborn.

Bei vielen Volksgenossen unserer Stadt genoß Professor Cordier hohes Ansehen, das nicht nur auf sein Wirken als Hochschullehrer, sondern auch auf seine schätzenswerten Eigenschaften als Mensch be­gründet war.

Neuer GendanneneführerinOberheffen

Mit Wirkung vom 1. März 1939 wurde der Haupt­mann der Gendarmerie Petznick von Nauen bei Berlin nach Gießen als Führer des Gendarmerie­distrikts Oberhefsen versetzt. Gendarmerie-Haupt­mann Petznick hat fein Amt mit Sitz in Gießen bereits übernommen.

Unsere Feuerwache - Mädchen für alles

Arn gestrigen Mittwochnachmittag wurde unsere Feuerwache zu einem Grundstück am Horst-Wessel- Wall gerufen, wo ein Pferd in eine etwa 1,5 Meter tiefe und etwa H Meter lange Grube derart ein­gebrochen war, daß das arme Tier vollständig in der Grube verschwand und sich obendrein noch von einer wenig erfreulich riechenden Flüssigkeit um­geben sah. Da die Grubenwände senkrecht waren, konnte das Tier zum Herauskommen keinen rechten Stand gewinnen, so daß unsere wackeren Feuer­wehrmännern, denen noch einige Soldaten zu Hilfe gekommen waren, schließlich nichts anderes übrig blieb, als an der Grube den Erdboden etwas ab­zuschrägen, damit das Tier nach dem Heben mit Hilfe eines Hebebaumes festen Grund gewinnen und dann unter gleichzeitigem Anfetzen von Ziehtauen herausgeholt werden konnte. Es war ein schweres Stück Arbeit, das unsere Feuerwehrmänner hier zu bewältigen hatten.

Am gestrigen Abend nach 19 Uhr wurde die Feuerwache nach einem Hause in der Goethestraße geruufen, wo sich, von der Zentralheizungsanlage ausgehend, im ganzen Haufe Gafe bemerkbar mach­ten, vermutlich Kohlenoxyd. Die Feuerwehrmänner sorgten sachgemäß für die Säuberung des Zentral­heizungsofens und für umfassende Lüftung aller Wohnungen und des Treppenhauses. Nach etwa halbstündiger Arbeit konnten die wackeren Helfer auch hier wieder abrücken. Uebrigens ist vor etwa 2 Jahren in diesem Hause schon einmal ein Unglück durch Kohlenoxydgase aus der Zentralheizung ent­standen, bei dem damals leider ein Mann den Tod fand.

Studentenheim herzlich ein. Hier habt ihr Gelegen­heit, euch über alle gesundheitlichen Fragen mit unserer Untergau-Aerztin auszusprechen. Wir er­warten, daß ihr zahlreich zu diesem Abend kommt!

An die Lttern unserer Mädel und Jungmädel!

Seit Beginn dieses Jahres ist in Presse und Rundfunk schon mancherlei über den Gesundheits­dienst in Hitler-Jugend und BDM. berichtet wor- den. Unser Bestreben ist, die Eltern und Jugend­erzieher in viel größerem Maße als bisher für unsere Arbeit an der Gesundheit unserer Jugend zu interessieren und sie zur Mitarbeit zu gewinnen. Wir wollen ihnen die Möglichkeiten zeigen, wie sie uns in unserer Gesundheitsdienstarbeit helfen und wirksam unterstützen können. Diesem Zweck sollen auch die Elternabende dienen, an denen die BDM.- Aerztinnen der Eltern von ihrer Arbeit und ihren Aufgaben berichten und ihnen die Gelegenheit geben, sich über diejenigen Fragen auszusprechen, die ihnen besonders am Herzen liegen. Am Freitag, 3. März, 20.15 Uhr, findet in Gießen im Studentenheim, Leih- gefterner Weg, ein solcher Elternabend statt. Wir hoffen, daß die Eltern unserer Mädel und Jung­mädel an diesem Abend recht zahlreich erscheinen und uns dadurch beweisen, daß sie gewillt sind, fick in unsere Arbeit an der Gesundheit unserer Jugend einzuschalten.

Professor D. Or. Cordier t-

Am gestrigen Mittwoch vormittag ist in der Chirur­gischen Klinik der Professor Dr. Leopold Cordier an den Folgen einer Halsentzündung im Alter von nahezu 52 Jahren verstorben.

Professor Dr. Cordier, Ordinarius für praktische Theologie an der Ludwigsuniversität Gießen, wurde am 14. Juli 1887 in Landau (Pfalz) geboren. Nach­dem er im Jahre 1906 in seiner Vaterstadt das Gymnasial-Abitur bestanden hatte, widmete er sich dem theologischen und philosophischen Studium an den Universitäten Halle, Leipzig, Berlin und Heidel­berg. In den Jahren 1909 und 1910 bestand er in Karlsruhe das 1. und 2. theologische Examen. Im Jahre 1910 promovierte er an der Universität Halle zum Dr. phil., im Jahre 1915 erwarb er in Heidelberg den Lizentiatengrad. Die Universität Bonn verlieh ihm im Jahre 1926 die Würde eines D. theol. h. c.

Cordier war von 1911 bis 1913 Garnisonvikar in Karlsruhe, von 1914 bis 1917 wirkte er als Pfarrer in Eschelbronn bei Heidelberg, von 1917 bis 1922 amtierte er als Pfarrer in Frankfurt am Main, dann bis 1926 als Pfarrer in Elberfeld. Ferner war er von 1923 ab Dozent am Predigerseminar in Elberfeld und von 1925 ab Privatdozent der Theologie in Bonn. Im April 1926 leistete er einem Ruse der Ludwigs­universität Gießen als ordentlicher Professor für praktische Theologie Folge. Seitdem wirkte er bis jetzt als Hochschullehrer an unserer Universität.

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Bitte outfchneiben!

Bacftjeit: 35-45 Minuten bei guter Mittelhitze.

ITltN und .Badun* werben gemilcht in eine Schüssel geliebt unb mit geriebenen Kartoffeln und Haferflocken vermengt lo bie Mitte wirb eine Vertiefung eingeb rückt Zucker. Gewüqe unb 6 werben hineingegeben unb ju einem dicken Brei verrührt Man gibt die Erlassene und ob gekühlte Butter hinju und jerbröfctt den Teig mit den Händen ju kleinen Krümeln. Die Hälfte davon füllt man in eine gefettete Springform, gibt Marmelade ober geschälte, geraspelte Äpfel daraus und den Re(t der Krümel darüber.

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feig: 300 g IDeijcnroeH.

1 Päckchen Dc Oetker .Badun*.

125g gekochte Kartoffeln (ged aasgebühU).

SO g Haferflocken,

150 g Zucker.

1 Päckchen Dr. Oetker vanilünzucker. 1 fläfduhen Dr. Oetker Rum Aroma, 1 6.

75 g Butter (Margarine).

f üllung: 200 g Marmelade ober 500 g Äpfel

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