Ausgabe 
1.10.1939
 
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Aus der engeren Heimat

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(Siebener lvochenmarktpreije.

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DerLohnpokal" der Handballer

Wirtschaft

Fußball-nundenspiele im Bezirk Gießen.

1 kg 4 Rps., 5 kg 40 Rpf.. 50 kg 3,25 bis 3,95 RM., Lepfel, % kg 15 bis 30 Rpf., Falläpfel 5, Birnen 1) bis 25, Pfirsiche 25 bis 30, Zwetschen 8 bis 15, Mirabellen 17 Rpf., Hähne 1,10 bis 1,20 RM., Cuppenhühner 90 Rpf. bis 1 RM., Nüsse 40 Rpf., Aumenkohl, das Stück 10 bis 35, Salat 5 bis 8, Eolatgurken 10 bis 25, Endivien 8 bis 12, Ober- tchlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Cellerie 10 bis 25 Rpf.

* Persiluhr Kaiserallee bleibt vor­läufig. Die Persiluhr an der Ecke Kaiserallee, le wegen des Umbaues für einige Tage ihren Säenft nicht versehen konnte, ist nunmehr zurückver- sitzt worden und wird wieder an bas, Stromnetz i?r Uhren angeschlossen. . Die Uhr bleibt bis aus reiteres an dem Platz, an den sie jetzt gebracht inrDe.

Verdunkelung und Unfallversicherung.

Verpflichtung zu erhöhter Aufmerksamkeit.

Es ist schon wiederholt darauf hingewiesen wor­den, daß bei der Verdunkelung jeder Verkehrsteil­nehmer zu erhöhter Vorsicht und Aufmerksamkeit im Verkehr verpflichtet ist. Gleichwohl werden Unfälle nicht ausbleiben. Deshalb ist auch die Frage ver­ständlich, ab die Angehörigen von Betrieben, die der reichsgesetzlichen Unfallversicherung unterliegen, auch dann Unfallentschädigung beanspruchen können, wenn ihnen infolge der Verdunkelung auf dem Wege nach oder von der Arbeitsstätte ein Unfall zuskoßt. Die Vorschriften über Gewährung von Ent­schädigung aus der Unfallversicherung bei Unfällen auf dem Wege nach ober von ber Arbeitsstätte haben zur Zeit burch die Kriegsereignisse keine Aenderung erfahren. Daher gilt das bisherige Recht weiter, wonach der Schadenersatz nur bann ganz ober teilweise versagt werben kann, wenn eine grobe Fahrlässigkeit des Verletzten bei der Entstehung des Unfalls auf dem Wege nach ober von ber Arbeits­stätte mitgewirkt hat. Daraus ergibt sich, daß die Versicherten bei ber mit der Verbunkelung verbun­denen höheren Unfallgefahr auch zu erhöhter Vor­sicht und Aufmerksamkeit im Verkehr verpflichtet sind, damit ihnen nicht der Vorwurf einer den Schadenersatz ganz ober teilweise ausschließenden groben Fahrlässigkeit gemacht werden kann. Ander­seits haben sie, wenn sie die gebotene Sorgfalt be« obachten, durchaus Anspruch auf Uusallentschädi« gung.

Verarbeitung der Bucheckern angefallenen* Buch- ckernkuchen in einer Menge von 65 v. H. des Ge-

Große Aufgaben der privaten Kreditbanken.

bringt auf mehreren

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Mannschaften eingeschaltet. Der Rest folgt schon m Kürze. Bis dahin wird auch die Jugendrunde, die diesmal wieder ausgezeichnet besetzt ist, gestartet merken können. Die Spiele beginnen am 8. Oktober.

Die endgültige Einteilung ergibt folgendes Bild: Staffel 1: Tv. Hörnsheim, Tv. Lützellinden, Tv. Hochelheim, To. Dornholzhausen, Tv. Münchholz­hausen, Tv. Holzheim.

Staffel 2: Tv. Garbenheim, W.-Niedergirmes, Tv. Atzbach, Tv. Katzenfurt, To. Krofdorf, Tv. Dutenhofen.

Staffel 3: Mtv. Gießen, Spvgg. 1900 Gießen, DfB.-R. Gießen, To. Heuchelheim, Tv. Londorf, SA.-Kampfgem. 116 Gießen.

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Die Spiele um den vom Fachamt Handball aus- geschriebenenLahnpokal" haben nunmehr Form und Gestalt angenommen. Die Maßnahmen der Kreisspielleitung sind mit freudiger Genugtuung be- arllßt wodd-n. Es kommt gerade bei den Spielen im öen Lahnpokal nicht ,° sehr darauf an, die Spitze zu erreichen. Zeigen soll sich vielmehr, wer ohne seine etatsmähige Elf in der Lage rst, em« Runde ordnungsgemäß durchzustehen und einen "^Da? °-s T^bem nötigen Interesse der vefsenMch- keit rächt Wt, dafür sarzzen die interessanten Paa- runaen bzw. die Zusammensetzungen der emzelnen Staffeln. Wir haben zunächst nur einen Teil der

Lollar Londorf, Großen-Linden DfD.-R. Gießen, Spvgg. 1900 FC.Teutonia" Watzenborn- Steinberg,

Steinbach Lich. .

Die Lollarer Elf sollte auf eigenem Platze in der Lage fein, die Gäste, wenn auch mit knappem Er­gebnis, niederzuhalten. In Großen-Linden tritt die Mannschaft des DfB.-R. mit einer verjüngten Mannschaft an und hofft besser abzuschneiden als am Vorsonntag gegen den Lokalrivalen. lieber die Begegnung 1900Teutonia haben wir gestern bereits^ berichtet. In Steinbach sollte es 3U einem Lokalkampf kommen, der von einiger Spannung bestimmt ist, aber kaum einen Sieger im Voraus nennen läßt. Die Spiele durften schon recht aufschlußreich dafür sein, wie die Vereine mit der Schwierigkeit der Mannschaftsaufstellung fertig­geworden sind.

In den Monaten Juni und Juli war die an die privaten Banken herangetragene Kreditnachfrage gewachsen. Die Summe der Ausleihungen stieg bei den Großbanken zwischen Mai und Juli 1939 um 270 auf 3563 Mill. RM. Bei den Regionalbanken wurden 195 Mill. RM. mehr ausgeliehen: die De­bitorensumme betrug hier Ende 1938 rund 1239 Mill. RM. Insgesamt ist also das Ausleihungs­volumen bei den privaten Banken um rund 465 Mill. RM. im Laufe von zwei Monaten gestiegen.

Diese zusätzlichen Ausleihungen sind nicht aus

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[tigt werb- nichts der angelieferten Bucheckern eingeräumt wor- iis zurück^ M- Den Oelmühlen nürid die Ausgleichsvergütung - -ich dann gezahlt, wenn sie das Bucheckernöl, das für den eigenen Verbrauch der Sammler im Anschlag geschlagen Haben, abgesehen von reinem

Wieder Handball im MTÄ. Gießen.

Um in Gießen den Handballspielbetrieb nicht ganz ruhen zu lassen, hat sich der Mtv. entschlossen, aus den noch anwesenden aktiven Spielern und den kör­perlich stärksten der Jugend eine 1. Mannschaft neu erstehen zu lassen, die erstmalig am morgigen Sonn­tag in Katzenfurt auf den Plan tritt. Wie der Spiel­führer des Tv. Katzenfurt mitteilte, ist seine Mann­schaft bisher fast noch ungeschwächt. Es ist ihr da­her eine sichere Gewinnchance zuzusprechen, zumal noch der Vorteil des eigenen Platzes hinzukommt. Trotzdem wird sich die Mannschaft des Mtv. be­mühen, den Ausgang des Spieles jederzeit offenzu­halten, um den Anhängern des Handballspiels in Katzenfurt keine Enttäuschung zu bereiten. Die Auf­stellung der Mtv.-Mannschaft: Knaus: Krausch, Grieb: Diemann, Kümmel, Lindenstruth: Jughard, Winter, Bittendorf, Brenner, Weigand.

Für den Kenner immerhin eine starke Mannschaft, deren bester Teil unzweifelhaft der Sturm fein sollte. Knaus im Tor wird als Jugendlicher etwas unsicher sein, aber er wird tun, was er kann. In der Verteidigung stehen zwei Spieler, die zum eiser­nen Bestand der 1. Mannschaft gehören. In der Läuferreihe ist Lindenstruth der einzige Aktive, die beiben Jugendlichen werden die fehlende Erfahrung durch Eifer wettmacheft müssen.

Der morgige Sonntag bringt auf mer Spielfeldern mehrere Fußballbegegnungen, L«. sicherlich einiges Interesse finden werden. Auf dem Programm stehen folgende Spiele:

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Haglohn," frei "von' allen übrigen Zuschlägen rig iben rnertm. _

250 Giar-, * Gießen, 30. Sept. Auf dem heutigen Wochen- von tcrft kosteten: Markenbutter, kg 1,60 RM., lchtiMo- Ratte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 4 bis 10, deren, butsche Eier, Klasse S 13, A 12%, B 12, C 11%, Hl und io n io%, ausländische 11, Wirsing, % kg 5 bis 7, jrift ifttoi Weißkraut 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 8, gelbe Rüben !r TintM i bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20, Römisch- kchl 8 bis 10, Bohnen, grün 15 bis 18, Unterkohl- t:bi 8, Feldsalat, 1/io 10 bis 12, Tomaten, % kg 10 ; jjg 15 Zwiebeln 8 bis 10, Kürbis 8, Kartoffeln,

Feuer in Großen-Linven.

* Großen-Linden, 29. Sept. In Stal­lung und Scheune des hiesigen Landwirts Lud­wig Luh IX. brach heute gegen 11.15 Uhr aus bisher noch nicht völlig aufgeklärter Ursache Feuer aus, das sehr rasch um sich griff. Trotz aufopferndem Einsatz der Feuerwehren von Gro- ßen-Linden Lützellinden und Lollar, die mit ihren Motorspritzen erschienen, war es nicht möglich, die Scheune und die Stallung zu erhalten. Da in der Scheune etwa 4 0 0 Zentner Heu und Stroh lagen, fanden die Flammen reiche Nahrung, und die Wehren mußten sich darauf beschränken, das an­schließende Wahngebäude und weitere Nachbar­anwesen §u schützen. Einige wertvolle landwirt­schaftliche Maschinen fielen den Flammen eben­falls zum Opfer. Das Vieh konnte gerettet werden. Dank des Einsatzes der Feuerwehrmänner und frei­williger Helfer konnte das Feuer auf feinen Herd beschränkt werden. Der Schaden ist erheblich. Die Brandstätte bietet ein Bild wüster Zerstörung. Der Feuerwehrdezernent des Landkreises Gießen, Re­gierungsrat Dr. Fuh r, und Kreisfeuerwehrführer Bouffier weilten an der Brandstelle. Die Gen­darmerie unter Leitung von Gendarmeriemeister Gunkelmann nahm die Ermittlungen über die Ursache des Brandes auf. Mutmaßlich liegt fahr­lässige Brandstiftung vor.

Eine Erinnerung an den Weltkrieg.

* Lang-Göns, 30. Sept. Vom Jahre 1915 an gab der inzwischen verstorbene Pfarrer Theodor Weber ein besonderes Kriegs-Gemeinde- blatt heraus, das den Titel ,Hriegsbrot" führte. Es erschien bis zum Juli 1918 und umfaßte 15 Nummern. Alle, die diese Zeitschrift aufhoben, werden wähl in diesen Tagen wieder einmal hin­eingeschaut haben, um alte Erinnerungen auf zu- frischen.

Neben kirchlichen Nachrichten enthüll dasKriegs­brot" eine fast lückenlose Liste aller Kriegs­teilnehmer. Bis zum Sommer 1918 waren aus unserer Gemeinde 336 Männer zur Fahne gerufen. Außerdem wurden zahlreiche Feldpostbriefe abge­druckt. lieber die Tätigkeit Des damaligen Hilfs- Vereins wurde ein genauer Bericht erstattet. Es waren gewaltige Mengen von Liebesgaben, die ins Feld gesandt wurden. In einer Berlage gab das Gemeindeblatt Bilder von 35 gefallenen Lang- Gönfern (im ganzen waren es 59). Aber auch son­stige Nachrichten aus der damaligen Zeit erwecken unser Interesse. So wird u. a. berichtet, daß im Jahre 1915 zum ersten Male alle Konfirmanden gleichmäßig in städtischer Kleidung erschienen, die alte (kurze) Mädchentracht war damit abgetan.

Eingehend wird auch über die hohe Auszeichnung des ältesten Sohnes unseres damaligen Bürger­meisters Rornpf, des Oberleutnants O t tv Ritter von Rornpf, berichtet, der wegen seiner am 10. März 1916 bei der Wiedereroberung einer vom Feinde überfallenen Sappe bewiesenen außerordent­lichen Umsicht, Kühnheit und glänzenden persön­lichen Tapferkeit den höchsten bayerischen Kriegs­orden, den Militär-Max-Joseph-Orden erhielt. Mit dieser hohen Auszeichnung ist der persönliche Adel für den Beliehenen verbunden. Die Überreichung des Ordens fand am 29. August 1916 durch den Kommandierenden General statt. An der Feier nahmen außer sämtlichen direkten Vorgesetzten auch

der Berichtsperivde bei Groß- und Regionalbanken zusammen um 9 Mill. RM. angenommen, bageaen sind diesonstigen Gläubiger , also die eigentlichen Jnlandsbankeinlagen, um 280 Mill. RM. auf 9392 Mill. RM. gesunken.

Dieser geringfügige Rückgang der Bankeinlagen ist nicht so sehr auf echte Abhebungen, als auf Ver­schiebungen in den Zahlungsaepfloaenheiten der Behörden zurückzuführen gewesen. Solange das Reich seine Verpflichtungen außer mit ©teuerem- gängen mit der Hingabe von Lieserfchätzen bezahlte, die ihrerseits von den Banken übernommen und in Bankguthaben der Einreicher umgewandelt wurden, stand dem laufenden Abfluß von Bankguthaben durch Bargeldabhebungen der zusätzlich Arbeits­kräfte einstellenden Kunden ein Zufluß von neuen Bank guthaben gegenüber. Der lieber gang zum Steuergutscheinsystem, bei dem die mit Steuergut­scheinen bezahlten Firmen diese chrerseits in natura oder über Sammeldepotschecks zu Zahlungen be­nutzten, hat den bisher durch Lieferschaftdiskontie­rung entstandenen Guthabenzufluß unterbrochen. Es mußte zu der erwähnten kleinen Verringerung des Bankguthabenvolumens kommen, da der zu­sätzliche Bargeldbedarf durch Mehrbeschäftigung an­dauerte. Die Neuordnung der Finanzwirtschaft durch die Verordnungen des Reichsverteidigungsrats hat dieses Stadium unserer Finanzwirtschaft inzwischen wieder beendet. Wichtig bleibt aber die Feststellung, daß während dieser Monate leichter Guthabenmin­derung die Banken annähernd % Milliarde RM. zusätzlich ausleihen konnten durch Ausschöpfung an­derweitig gegebener Möglichkeiten. Es geschah dies insbesondere durch Minderung des Bestandes an Wechseln und an Wertpapieren. Die von den Banken begebenen Indossamente haben sich jedoch nicht vermehrt, so daß die Mehrbeanspruchung aus eigener Kraft der Banken, nicht durch Schulden­kontrahierung befriedigt wurde.

Handwerkswerbung auch für Weihnachten.

htechch. Etnbar. jL AahrkM ne­unter ü

** Kuriosum am Birnbaum. Aus einem tarnen am Aulweg wird uns eine interessante Sirne gebracht. Der Baum trug unter vielen Früch- lin eine Birne, die sich nicht daraus beschränkte, ?Zrne an sich zu sein, vielmehr entwickelte sich aus km Blütenrest eine zweite Birne, die auf das egste mit der ersten verwachsen ist. Die zuerst aus- ß: bildete Birne ist reif und gelb, die zweite, eben­es vollständig ausgebildete Frucht, ist noch grün.

** Zimmerbrand und Kellerbrand. Unsere Feuerwache wurde gestern zu später Nacht­sunde nach dem Aulweg gerufen. Dort war der Maben einer Tür, die ins Freie führte, in Brand fi raten. Die Flammen hatten schon den Kasten der Jalousie ergriffen. Die Feuerwehr, die rasch zur stelle mar, wurde mit dem kleinen Löschgerät, mit dr Kübelspritze, sehr schnell mit dem Feuer fertig. Unmittelbar danach wurde die Feuerwache nach dr Walltorstraße gerufen, wo im Keller eines Ge- shäftshauses Packmaterial und Kisten in Brand fi'raten waren. Auch hier kannte mit dem kleinen i^schgerät das Feuer erfolgreich bekämpft werden.

** Zur Richtigstellung. Das in der heuti- »~n Ausgabe unsererIllustrieren" auf Seite 2 er- shiene BildDas Oelgebiet von Drohobycz rst mit sr nem Begleittext vor dem Zeitpunkt der Grenz- si'tsetzung in Druck gegangen. Nach der nunmehri- gim endgültigen Festsetzung der Grenze ist der Be- Asittext als überholt anzusehen, denn dieses Gebiet li'Ft jetzt innerhalb des russischen Interessengebiets. Große Strafkammer Gießen.

Der einschlägig vorbestrafte Fr. Kl. in Klein- L nden war am 21. August vom Amtsgericht Gie- frn wegen Zechbetrugs int Rückfall in 13 Fallen 5'J einer Gesamtgefängnisstrafe von 10 Monaten Beurteilt worden. Geaen das Urteil verfolgte er n-gen der Strafhvhe Berufung. Diese wurde, dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend, verwor- fw. Dem Angeklagten wurde eröffnet, daß er im T iedecholungsfall mit Zuchthausstrafe und Siche- ngsverwahvung zu rechnen habe.

W. St. in Villingen hatte sich wegen fahrlässiger lötung zu verantworten. Es wurde ihm zur Laj (liegt, am 15. Juli in der Grube Abendstern bei langen durch Fahrlässigkeit den Tod des K. E. ver- a sacht zu haben, indem er dem Fördermaschinisten bcs Signal zum Hochziehen der Forderschale ge- fltben habe, obgleich ihm aüs dem Schacht noch rem 2-gnaI zugegangen war. Der ?uf der 20-Meter° rohle einen Förderwagen vor sich herschiebende K^ S stürzte dadurch mit feinem Wagen 25 Meter tief it den Schacht und fand dabei den Tod. Der An- ! 8-klagte wurde üb erführt. Es wurde aber feftge- st llt, d°h den zu Tode gekommenen K. E. em Mit- ^schulden trifft. Der Vertreter der Anklage führte «::s, daß eine höhere als dreimonatige Gefangnis- | li' afe nicht verhängt werden könne, und beantragte, i>cs Verfahren entsprechend dem Amnestiegesetz rnzustellen. Das Verfahren wurde antragsgemäß engestellt.

Erweiterung des Fahrplans im Bahnhof Gießen.

In Erweiterung des Fahrplans des Bahnhofs Ließen verkehren ab 2. Oktober auf der Strecke Gie- Koblenz und KoblenzGießen folgende Züge:

Strecke GießenKoblenz: Gießen ab 803 Uhr bis Koblenz: der nächste Zug fährt um 1)58 Uhr ab, und zwar ebenfalls bis Koblenz, ein iritter Zug verläßt um 17.24 Uhr unseren Bahnho md fahrt bis Limburg.

Don der Strecke Koblenz Gießen kom- v«n Züge zu folgenden Zeiten in Gießen an: um 721 Uhr von ßtmburg, um 15.41 Uhr von Koblenz mb um 17.55 Uhr, ebenfalls von Koblenz. Die ge­inten Züge verkehren als Punktzüge täglich.

Berkehrskontrolie.

In verschiedenen Hauptverkehrsstraßen unserer etabt wurden gestern nachmittag Verkehrskontrollen cdgchalten, die dem Zwecke dienten, die Berechti- fjng der Benutzung von Kraftfahrzeugen nachzu- püfen. Die Polizei sah die Kennzeichen nach, ob f» mit dem roten Winkel versehen waren, und die Beamten ließen sich gleichzeitig den Kraftsahrzeug- trtef zeigen, tn dem verzeichnet ist, zu welchem Meck die Fahrzeuge gefahren werden dürfen. Die Kontrolle, die rasch und reibungslos vor sich ging, f eit den Verkehr nicht wesentlich auf. Don den reiften Kraftfahrern wurde die Notwendigkeit der Kontrolle eingefehen und den Beamten bei ihrem Jienft alles Verständnis entgegengebracht.

Jetzt Bucheckern sammeln'

Die Ernte an Bucheckern muß jetzt mchr denn j< für die Oelgewinnung nutzbar gemacht werden. Sucheckern sind auch in diesem Jahre in die För- rirungsmaßnahmen des Reichsministers für Ernäh- rmg und Landwirtschaft zur Oelgewinnung aus tsükfchen De Cf aalen einbezogen worden. Die Oel- ruhlen werden durch Bewilligung einer Ausgleichs- urgütung in die Lage versetzt, dem Sammler von Lucheckern einen Kaufpreis von 25 RM. für den Loppelzentner zu zahlen. Darüber hinaus ist dem Gammler noch ein Rückkauftecht für die bei der

Den Aufruf der maßgebenden Stellen, keines­wegs jetzt etwa die Wirftchaftswerbung einschlafen zu lassen, befolgt insbesondere auch der Reichsstand des deutschen Handwerks, der soeben mitteilt, daß das Handwerk eine Weihnachtswerbung 1939 durch­führen wird. Als Motiv wurde die Verbindung Des Weihnachtsbaumes mit dem Reichsstandszeichen ge­wählt. Die Parole lautet:Wer Handwerksarbeit schenkt, gibt mehr! ... und wenn's auch noch so wenig wär'!"

Für Gemeinschafts- und Einzelanzeigen werden in Anlehnung an das Hauptmotiv Entwürfe aus­gearbeitet, die als Vorschläge rechtzeitig heraus­gehen. Für das Schaufenster ist ein schönes Plakat vorbereitet, zu dem passende Aufttellschilder für Preise bezogen werden können. Für den Schau- fensterausfchlag ist ein zu dem Plakat passendes Dekorationspapier entworfen worden, das nur an Handwerksbetriebe abgegeben wird. Die Werbestelle des Reichsstandes steht den Dienststellen zu beson­deren Auskünften zur Verfügung.

Nbein-Mainiscke Börse.

rNiltagsbörse weiter fest.

Frankfurt a. M., 29. Sept. Die Börse war weiter fest und unter dem Eindruck der Moskauer Besprechungen zuversichtlich gestimmt. Don der Kundschaft waren in größerer Zahl Kaufaufträge eingegangen, während Abgaben kaum erfolgten. Lediglich späterhin beobachtete man hin und wieder kleine Gewinnmitnahrnen der Berufskreise, die aber die feste Gesamthaltung nicht beeinträchtigten, son­dern zu einem besseren Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage führten.

Zu den ersten Kursen ergaben sich bei lebhaften Umsätzen am Aktienmarkt durchschnittliche Er­höhungen von 1 bis 2 v. H., bei einer ganzen Reche von Werten gingen sie infolge Der Marktenge Dar­über hinaus. Von Den führenden Papieren stiegen u. a. AEG. auf 115 (112), Verein. Stahl auf 92,75 (90,75), Siemens auf 202,65 (199,40), Gesfurel auf 134 (131) und JG.-Farben auf 157.50 (156,50). Ferner gewannen Holzmann 4 v. H. auf 142, Daimler 3 v. H. auf 111, Rheinmetall 3 v. H. auf 114,50 und Zellstoffwerte stellten sich 3 bis 5 v. H. höher.

Am Rentenmarkt zeigte sich ebenfalls roei- tere Nachfrage, was aber kursmäßig weniger zum Ausdruck kam. Beachtet waren im Hinblick auf Den Kupontermin ©oIDpfanDbriefe. Auch Liqui-Pfand- briefe z. T. weiter gesucht und höher. Industrie- Obligationen zogen fast Durchweg 0,25 bis 0,50 v. H., 5 v. H. Gelfenberg 0,65 v. H. auf 98 an. In StaDtanleihen verblieb Dagegen z. T. noch Angebot, 4,50 v. H. Pirmasens 94 (94,50), 4,50 v. H. Mann­heimer 96,50 (97). Reichsaltbesitz unv. 132, Reichs- bahn-DA. 122 (121,25), Dekofama I 135,75 (135,50). Steuergutscheine I im telefonischen Freiverkehr wei­ter anziehend.

In der zweiten Börsenstunde erhielt sich die feste Tendenz, Das Geschäft ging aber in Ermangelung weiterer Aufträge merklich zurück. JG.-Farben 0.25 v. 5) nachgebenD auf 157,25, anDerfeits Verein. Stahl 93,25 nach 92,75, Mannesmann 100 nach 99,13, Rhein. Braunkohlen 219 nach 218,50.

Der Freiverkehr lag ruhig. Tagesgeld 2,25 v. H.

Prinz Franz von Bayern, ein Sohn des Königs Ludwig, teil. Es schloß sich eine ParaDe vor dem neuen Ordensritter und ein Frühstück beim Regi­mentskommandeur an. Bei letzterem hielt Prinz Franz eine längere Ansprache und brachte ein Hoch auf Den jüngsten Max-Joseph-Ritter aus. Der Be­richt schloß mit Den Worten:Alles in allem, ein an Ehren überaus reicher Tag für Oberleutnant Rornpf: an seiner FreuDe über die hohe Ehrung nimmt sicherlich jeDer Lang-Gönser lebhaften Anteil mit dem innigen Wunsch und Gebet, daß Gottes gnädiger Schutz ihn auch ferner durch alle Kriegs­stürme begleite." Leider fiel Otto von Rompf am 20. Mai 1917 im Kampfe für sein Vaterland.

Schwerer Verkehrsunfall in Wetzlar.

Zwei Tote.

* Wetzlar, 30. September. Ein verhängnis­voller Zusammenstoß zwischen einem mit zwei Männern besetzten Motorrad und einem L a st - a u t o ereignete sich hier in der Steindorfer Straße. Das Motorrad mit den beiden Insassen fuhr m i t großer Geschwindigkeit gegen Den Lastkraftwagen, sodaß Die beiden Motorrad­fahrer eine ganze Strecke weit fortgefchleudert wur­den und mit schwersten Verletzungen liegen blieben. Die Verunglückten wurden nach dem städtischen Krankenhaus verbracht, wo sie einige Stunden nach ihrer Einlieferung oerftarben.

Mit dem Motorrad gegen einen Baum

Lpd. Nidda, 29. Sept. Drei junge Leute, die sich auf einem Motorrad mit Beiwagen auf einer Fahrt nach Frankfurt a. M. befanden, fuhren in der Nähe von Ranstadt mit großer Geschwindigk eit gegen einen Baum. Dabei trug der Lenker des Motorrades Brüche an beiden Beinen, der Soziusfchrer Beckenbrüche und andere Verletzungen davon, während der Insasse des Bei­wagens mit leichteren Verletzungen Davon kam. Die Verunglückten mürben nach Friedberg ins Kranken­haus gebracht.

Landkreis Gießen.

4- Grünoerg, 29. Sept. Die städtische Ob st Versteigerung erbrachte bei mittleren Preisen einen Gesamterlös von 1444 RM. Im Vor­jahre, Das nur geringen Obftertrag hatte, betrug die Einnahme 351,90 RM. Ein ganz verschiedenes Bild ergaben die Ob st Versteigerungen an den Landstraßen bei Grünberg. Die erste Versteigerung war auf Der Teilstrecke Der Hochstraße von Der Neu­mühle bei Grünberg. Hier kamen reichliche Men­gen Tafeläpfel und Birnen zum Ausgebot, u. a. Goldparmänen, die entgegen in anderen Jahren beobachteten Ausartungserscheinungen Durchweggut ausgewachsen waren, wohl infolge Der Spritzaktion. Die Preise lagen Daher durchweg hoch. Besonders überboten sich Di^Käufer bei einer Anzahl gut tra­gender BirnbäumeNeue Poiteau". Ost erfolgte Der Zuschlag, während Die Bieter noch weiter stei­gern wollten. Der Preis stellte sich etwa auf 8 bis 10 RM. für den Zentner am Baum. Dagegen er­brachte die Versteigerung an der Hauptstraße 49, Abzweig Harbach bis ©rünberg und Grünberg bis Lehnheim, niedrige Preise. Nur wenige Käufer waren erschienen, so daß stellenweise Bäume nur schwer ein Angebot fanden.

Die Sommermonate des laufenden Jahres haben eine Art Generalprobe auf die L^ung^sa^gke t s, x»nffrhen Banksystems bei starkem Bean hrifür anaesehen werden, daß unser deutsches pri X Bantfpftem in der k°mm°nd°n Z-^I°d. .hm, Z^chUs Ei^gsb-st°nd°s

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