Ausgabe 
1.6.1939
 
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Ein Ozeanriese fährt über Land.

Zn den Schleusen des Vanamakanals. - Zwischen Atlantik und Pazifik.

Bon der Jieberhölle

Das südliche Kreuz begann zu verblassen, als wir nach einer traumhaften Fahrt durch das nächtliche Tropenmeer in den Hafen von Cristobal einliefev.

Doch Cristobal-Colon ist eine tropische Stadt. Außerhalb des Hafens wiegen sich schlanke Kokos­palmen im Passatwind, und über den bunten Blu­menhecken schwirren winzige Kolibris von Blüte zu Blüte.

Am merkwürdigsten sieht es jedoch aus, wenn sich die Schiffsmasten und Schornsteine eines Ozean- nesen hinter den Hausdächern und Palmwipfeln vorbeischieben. Man hat dann den Eindruck, als dampften die Schiffe geradewegs über Land, und im Grunde ist dos gar nicht so falsch. Dort hinten ist nämlich die Einfahrt zum Panamakanal.

Moskitos brachten den gelben Tod.

Täglich werden Dutzende von Schiffen aller Na­tionalitäten in riesenhaften Schleusenkammern über die trennende Landenge gehoben, und doch hat es viele Jahrzehnte gedauert, bis das Riesenwerk voll­endet war. Im Jahre 1880 gab der ruhmreiche Erbauer des Suezkanals, Ferdinand von L e s f e p s, feine neuen Pläne bekannt. In allen Schiffahrts- krersen horchte man begeistert auf. Denn plötzlich ergaben sich ungeahnte Möglichkeiten für Handel und Verkehr. Der Weg von Europa nach der West­küste Amerikas wurde durch den Panamakanal fast um die Hälfte verkürzt!

zum Tropenparadies.

Ein phantastischer plan.

Nicht ohne Erschütterung blicken mir heute aus den versumpften Wassergraben, der unweit der at­lantischen Einfahrt den neuen, breiten Kanallauf kreuzt. Jahrzehnte sind vergangen, und das ge­fürchtete Gelbsieber ist inzwischen zur Legende ge­worden.

Auf der ganzen Fahrt durch den Panamakanol haben wir kaum Moskitos gesehen. In verhältnis­mäßig kurzer Zeit hat sich die gefürchtete Fieber­hölle in ein künstliches T r o p e n p a r a d l e s verwandelt. Der amerikanische Oberst Goethals, der um die Jahrhundertwende noch einmal mit phantastischen Geldmitteln den Kanalbau versuchte, packte das Uebel von der richtigen Seite an.

Er bemühte sich, vor allem die Gesundheitsver­hältnisse zu verbessern. Alle Seen und Tümpel ließ er mit Petroleum übergießen, damit die Brut der gefährlichen Fiebermücken, die man inzwischen als Krankheitserreger erkannt hatte, vernichtet wurde. Sümpfe wurden trockengelegt und der Dschungel gelichtet. Bald war die Kanalzone so gesund, wie es ein feuchtes Tropenland überhaupt sein kann. Erst jetzt gingen die Ingenieure an die Lösung der technischen Ausgaben. Das Kanalbett wurde an eine neue und vorteilhaftere Stelle verlegt, und schließlich bei Gatun mit den ersten Schleusen ver­sehen.

In einer Sitzung meinte der Bauleiter zu seinen Mitarbeitern und Geldgebern:Meine Herren es sind da einige Schwierigkeiten zu überwinden. Durch Panama läuft nämlich das Rückgrat der Kordilleren. Nicht sehr hoch, aber immerhin störend. Kein Dynamit wird ausreichen, um eine genügend tiefe Bresche in die Hügelmauern zu sprengen. Wir müssen die Ozeanriesen also zwingen, über die Berge hinwegzusteigen!" .

Gelassen holte er den Bauplan hervor und zeigte auf ein ungeheures Staubecken, das von einem großen Bergfluß, dem Rio Chagres, mit Regen­wasser versorgt werden sollte. Zum Atlantischen und Stillen Ozean führten gewaltige Schleusentreppen hinunter. Der Wasserspiegel des künstlichen Berg­sees lag hoch genug, daß auch die größten Ozean­dampfer unbeschadet über die Kordillerenausläufer Hinwegsteuern konnten. Ein wahrhaft kühn erdachter Plan, der mit dem gewaltigen Dollarreichtum der USA. verwirklicht werden konnte. -

Heute kommt es uns fast selbstverständlich vor, wie unser Frachtschiff in drei mächtigen Schleusen­kammern weit über Meereshohe gehoben wird und zwischen durchbrochenen Bergen und ertrunkenen Urwäldern über die tiefsten Felsgrate der Kor­dilleren hinwegsteuert, bis es nach achtstündiger Fahrt durch die Dschungel wieder in drei Schleusen­stufen zum Meeresspiegel herabsinkt, wo zur Ab­wechslung die Fluten des Stillen Ozeans den Schiffsbug umspülen. Niemand denkt darüber nach, daß durch die 80 Kilometer lange Kanalfahrt der monatelange Umweg um die Eisregionen von Kap Horn erspart wird. Die allerwenigsten machen sich jedoch eine Vorstellung von den unglaublichen Mühen und Opfern, mit denen dieses gigantische Bauwerk erkauft wurde. Die traurigen Tage sind längst ver­gessen. Rudolf Jacobs.

Mit Spannung sah die ganze Welt nach Frank­reich, wo das Projekt erörtert wurde. Es fehlte Nicht an Unterstützung, und Tausende von ftan- zösischen Kleinbürgern stellten ihre Sparguthaben in den Dienst der nationalen Sache. In schweren Tresoren lagen die Konstruktionsgeheimnisse ver­borgen, alle technischen Einzelheiten waren bis ins kleinste ausgeklügelt ein wahres Wunderwerk moderner Jngenieurkunst. Nur etwas hatten die Baumeister im Eifer vergessen. Sie kannten noch nicht die Schrecken des tropischen Klimas und hatten feine Vorstellung von den sintflutartigen Wolken­brüchen, den plötzlichen Erdrutschen und schleichen­den Fiebergefahren des Dschungels, die ihre kühnen Berechnungen bald über den Haufen werfen sollten.

Mehrere tausend Arbeiter und Ingenieure aus allen Teilen der Welt hatten zuversichtlich die Ar­beit begonnen, aber nach wenigen Jahren war kaum die Hälfte von ihnen am Leben. Wie ein Verhängnis lastete ein unerklärliches Mas­sensterben über den Kanaldörfern. Die Men­schen fielen auf den Straßen um oder fielen am Arbeitsplatz zusammen. Die besten Aerzte standen der Seuche machtlos gegenüber. Sie wußten um diese Zeit noch nicht, daß es die winzigen Mos­kitos waren, die das Gelbe Fieber über­trugen und damit Siechtum und Tod in alle menschlichen Lager verschleppten.

Die Fiebermücken haben schließlich dazu beige­tragen, daß das großartige Unternehmen schmählich Rn sich zusammenbrach. Nach achtjähriger Bauzeit 'erklärte die Kanalgesellschaft ihren Bankrott. Erst ein Drittel der geplanten Wasserstraße war voll­endet, aber mehr als eine MilliardeMark hatten die Fiebersümpfe verschluckt. 30 000 Arbeiter lagen im Schlamm der Kanalufer begraben.

Kleine politische Nachrichten.

Reichsjustizminister Dr. G ü r t n e r hat das vom Faschismus aus den früheren Pontinischen Sümpfen gewonnene große Siedlungsgebiet der Provinz Lit- toria besichtigt. An der Besichtigung nahmen auch die deutschen Dollzugsbeamten teil, die eine Studienfahrt durch Italien gemacht haben und am Mittwochabend nach Deutschland zurückgereist sind.

Der König und Kaiser Viktor Emanuel III. hat dem Reichsarbeitsführer Hier! das Großkreuz des Italienischen Kronenordens ver­liehen. Auch Generalarbeitsführer Th o l e n s , der Inspekteur für Arbeitsleitung in der Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes, sowie die übrigen Herren der Begleitung des Reichsarbeitsführers sind aus­gezeichnet worden.

Im Auftrag des Reichsarbeitsministers Seldte führte Ministerialdirektor Engel den neuen Lei­ter des R e i ch s v e r b a n d e s der Orts­krankenkassen, Direktor Zimmermann, Kreis­leiter der Stadt der Reichsparteitage und Leiter der Allgemeinen Ortskrankenkasse Nürnberg, in sein Amt ein.

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Im Park des L o ck st e d t e r Lagers bei Ham­burg wurde ein Denkmal des ehemaligen Preußi­schen Jäger-Bataillons 27 eingeweiht, das während des Weltkrieges aus finnischen Freiwilli- l i g e n zusammengestellt wurde. 238 finnische Front­kämpfer und zahlreiche deutsche Ehrengäste waren

erschienen, an ihrer Spitze ein Vertreter des Ober­befehlshabers des Heeres, der Präsident der Vereini­gung deutscher Frontkämpferverbände Herzog von Coburg, der Reichskriegerführer, ferner ein Vertreter des Reichskriegsopferführers, sowie der letzte Kommandeur des Jägerbataillons 27, Ober­regierungsrat a. D. Ausfeld und der Chef der fin­nischen 'Marine und Küstenverteidigung General Valve.

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Der JnternationaleHotelbesitzerver- ein, der 1869 von einem Deutschen gegründet wurde und dem die Hotelbesitzer der führenden Ho­tels von 42 Staaten ongehören, wird in diesem Jahre vom 3. bis 7. Oktober inFrankfurtamMain seine 70. Jahrestagung abhalten.

Nach einem Gesetzentwurf über die staatlichen Hoheitszeichen der Slowakei wird die S t a a t s- flagge aus drei gleichlaufenden rechteckigen Fel­dern in weißer, hellblauer und roter Farbe be­stehen, das Staatswappen aus einem roten, unten zugespitzten Schilde, in dem sich drei hell­blaue Bergspitzen befinden, aus deren mittlerer ein silbernes Patriarchenkreuz aufragt.

Das arabische Hochkomitee hat in einer öffentlichen Erklärung das englische Palä- stina-Weißbuch'verworfen. Das Komitee stellte die Gegenforderung nach einem unab­hängigen Staatswesen innerhalb eines

arabischen Bundes auf. Der geistige Führer dieses arabischen Körperschaft ist der Großmufti von 3eru=« salem.

*

In Schanghai befürchtet man, daß der eng« lische Militärattache in China, Dberftt leutnant Spear, durch die Japaner verhafte^ worden ist. Spear befindet sich an der Grenze der Inneren Mongolei. Ein Bericht von dort spricht von der Festnahme einesAusländers, unbekannter Nationalität, der sich als Militärs attache einer gewissen Botschaft ausgab". Oberst-, leutnant Spear soll verhaftet worden sein, als eti die japanischen Frontbefestigungen betrat.

Aus aller Wett.

Hier jugendliche Paddler auf der Pfingsifahrl \ ertrunken.

Bei dem starken Wellengang auf dem Ammerseck am Pfingstmontag sind zwei Münchener Paddler,: Paul Weber und Paula Schober, in der Nähe von Diessen ertrunken. Das leere Boot wurde! im Schilf aufgefunden, dagegen konnten die Lei-- chen der beiden Achtzehnjährigen noch nicht ge­borgen werden.

Am Pfingstmontag unternahmen von Immens staad aus der 17 Jahre alte Widukind Gmelini aus Friedrichshafen und sein 18 Jahre alter Freund-' Hans Moor mit einem Paddelboot eine Fahrt auf dem Bodensee in Richtung Romanshorn. Dal die jungen Leute gegen Abend noch nicht zurück- gekehrt waren, wurde die Wasserschutzpolizei alor« miert, die zusammen mit einem Zollboot die Suche! nach den Vermißten aufnahm. Die Nachforschung gen blieben ergebnislos. Im Laufe des Dienstag wurde am Schweizer Ufer ein Paddelboot in stark beschädigtem Zustande aufgefunden, das, wie die Feststellungen ergaben, das Unglücksboot war. Es ist somit nicht mehr daran zu zweifeln, daß dick beiden Freunde den Tod gefunden haben.

Skagerrak-Gedenkfahrt des Deutschen Automobilklubs.

Dom 27. bis 31. Mai führt der Deutsche Auto­mobilklub, Gau 19, seine schon zur Tradition ge* wordene Skagerrak-Gedenkfahrt durch/ die auch in diesem Jahre wieder Wilhelmshaven zum Ziel hat. Bereits an den Pfingsttagen trafen zahlreiche Kraftfahrer aus dem ganzen Reich inl Wilhelmshaven ein.

Fünf Tote bei einem Autounglück in Argentinien/

In der nordargentinischen Provinz Salta stürztck ein Kraftwagen, als er eine Brücke passieren wollte, in den Fluß. Dabei ertranken sämtliche fünf Insassen. Unter den Opfern befindet sich auch dev reichsdeutsche Kaufmann Heinrich Hollmann.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum« schein. Derantworllich für Politik und die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Derantworllich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 39: 9530. Druck und Verlag: Brühlsche Unioerfitäts« druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen/ Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pst Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis­liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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im 54. Lebensjahre.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Greta Gans Philipp Gans und Frau Karl Heinz Gans nebst allen Angehörigen.

Gießen, den 1. Juni 1939.

Die Beerdigung findet am Freitag, dem 2. Juni, nach­mittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Blumenspenden dankend verbeten.

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Allen, die während der langen Krankheit unseres lieben Entschlafenen

Paul Hennig

hilfreich zur Seite standen und beim Heimgänge ihre Teilnahme bezeugten, sagen wir herzlichen Dank. __

Ganz besonderen Dank Herrn Pfarrer Schmidt für die tröstenden Worte, der Altersvereinigung 1869 und der Freiwilligen Feuerwehr für die ehrenden Nachrufe am Grabe und die prachtvollen Kränze.

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Auf Grund des § 12 des Gesetzes über die Miet­verhältnisse mit Juden vom 30. April 1939 und deck Verordnung des R.A.M. und des R.M.d.J. vom 4. 5, 1939 werden hiermit alle Vermieter aufgefordert, den von Juden benutzten Wohnraum bis zum

1. Juli 1939 auf dem Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 28, anzumelden. Die Anzeige hat auf einem Vordrucks der im Stadthaus abgeholt werden kann, zu er­folgen.

Anmeldepflichtig sind:

a) alle nichtjüdischen Hauseigentümer und Wohnungsinhaber, die an Juden vermietet haben; -

b) jüdische Hauseigentümer haben anzumeldenr

1. den an Nichtjuden vermieteten Wohn* raum;

2. den an Juden vermieteten Wohnraum;

3. den eigenen Wohnraum;

4. evtl, leerstehende Räume,

5. die nach Inkrafttreten des vorstehenden: Gesetzes freiwerdenden Wohnräume.

Gießen, den 26. Mai 1939. 388IG

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