Ausgabe 
1.2.1939
 
Einzelbild herunterladen

Die Lag- im Februar

sind

SJL-^port

kom-

einem

schon dann

Segelflugzeuge über Gießen.

Erster Flugzeugschlepp des NSFK. im Lusthafen Gießen.

mit geheimnisvollen Uhren, Zeigern, Nadeln und Zahlen, in der Hand den Steuerknüppel, das Her.; des Flugzeugs, denn wie es schlägt, so schlägt auch die Maschine, und unter den Füßen der Steuerpedale des Seitenruders so ist der Führer der Maschine sich selbst und seinem Mut überlassen.

Nun ist der Flieger Herrscher in seinem kleinen und doch so großen Raum. Er herrscht über die Luft, den Wind, die Wolken, die Erde und ihre ^Schwere. Er steigt empor, wo die warme Luft ihn hebt; wenn das Schicksal ihm gut will, treiben ihn Aufwinde bis über die weißen Wolken, dah'.n, wo nur zwei Farben noch sind, die Farben seines Ab­zeichens Silber und Blau.

Hunderte von Kilometer rennen unsere Segel­flieger vor Gewittern her, jagen über Wiesen und Felder, Berge und Täler, Flüsse und Seen, Städte und Dörfer. Sie schweben im Glast der Sonne, dem silbernen Licht des Mondes, im Grauen des Morgens, dem Dunkel der Nacht. Nichts ist um sie als Wind und Luft, vielleicht ein einsamer Bogel, ein kreisender Bussard, ein königlicher Adler. Wen es einmal gepackt hat, dieses Schmebenkönnen, die hohe Kunst des Segelflugs, den läßt es nicht mehr los. Er muß fliegen und immer wieder fliegen!

Freilich, es ist ein langer Weg dahin. Aber auch der ist schön. Heute muß ein Ivngflieger für die erste Möve auf blauem Grund fünf Flüge von je zwanzig Sekunden machen, und noch einen sechsten Flug von dreißig Sekunden und immer mit geradem Fahrgestell in eine zwanzig Meter breite Landegafse hinsetzen. Das nennt man eine Ziellandung. Ist das gelungen, dann kommt eine zweite Prüfung, in der fünfmal je sechzig Sekunden dran glauben müs­sen, in denen der Flieger eine schöne und ausge­glichene 8-Kurve beschreiben muß, wobei die Lan­dung in einem Kreis oop 50 Meter Durchmesser zu erfolgen hat. Ist das erreicht, dann schmücken ihn zwei silberne Möoen auf blauem Schild. Ist aber eine dritte Prüfung bestanden, ist man wenigstens fünf Minuten in der Luft gewesen und hat die Startstelle überhöht, dann kann man mitreden und bekommt drei silberne Möven.

Und so geht das noch ein wenig weiter, bis zum Silberkranz um das Abzeichen. Biel liegt dann hinter dem Segelflieger und noch mehr vor ihm. Es ist kein Sport für ängstliche und launenhafte Leute, aber die Zähen und Unentwegten, die die Idee gefaßt hat, die halten aus und kommen immer und immer, bis es geschafft ist.

Es bauert nicht mehr lange, dann, wenn die Sonne wieder scheint, wird auch über Gießen der Segelflieger seine Kreise ziehen. Jedem steht der Weg zur Fliegerei heute offen. Der Weg geht über die Flieger-HI. und das NSFK.!

Französische Dasketballinannschast kommt nach Gießen.

Auf Veranlassung des Reichsfachamtsleiters ff» Brigadeführer Hermann trägt am 19. Februar eine französische Mannschaft, und zwarChampeone Sport", Paris, in Gießen ein Basketballspiel gegen eine Gießener Stadtmannschaft aus. Die Veranstal­tung, die in der Volkshalle stattfindet, wird um­

rahmt von einem Iugendbasketballspiel und Hallenhandballspiel.

Handball SA.-Drigadestab gegen Standartenstab 145.

Drum empfindet mancher Jäger die nun mende Zeit als tot. Gut eingeölt ruht die Flinte im Schrank, und her Hund wird faul und dick und gewöhnt sich allerlei Untugenden an. Dabei ist vor

Stall über eine ganze Reihe ausgezeichneter Pferde, darunter die bekannteLola" und denLancier".

Im Jahre 1938 war der Turnierstall auf neun Turnieren vertreten, nämlich in Stuttgart, Frank­furt, Pforzheim, Saarbrücken, Kaiserslautern, Salz­schlirf, Bad-Nauheim, Darmstadt und Wiesbaden und konnte 121 Preise, darunter 20 erste, nach Hause bringen.

Unter den Reitern der SA.-Gruppe Hessen ist der erfolgreichste Oberscharführer K i l b i n g e r, der in diesen Tagen iy Rom die Farben der SA. gegen die Miliz im Wettkampf vertreten durfte, mit 53 Preisen, davon 12 ersten. Sturmführer Haehnelt mit 42 Preisen, darunter 7 ersten, ist geborener Ost­preuße. Als Bauernsohn von frühauf im Umgang mit Pferden vertraut, diente er 12 Jahre bei einem Kavallerieregiment seiner Heimat. Ein Frankfurter Kind ist Scharführer Schmidt, der vor drei Jah­ren noch nicht ahnte, daß er 1938 23 Preise, dar­unter 5 erste, erretten würde. Als eifriger Sports­mann kam er 1936 zur Reiter-SA. Gelegentlich eines SA.-Turniers wurde man auf ihn aufmerk­sam, erkannte seine Anlagen und vertraute ihm bessere Pferde an, die er dann zum Siege steuerte.

Alle drei sind neben ihrer beruflichen Tätigkeit noch als Reitlehrer tätig. Die.große- Zahl der von der Gruppe Hessen an SA.-Männer und Hitler- jungen ausgestellten Reiterscheine zeugt für ihre aufopfernde Arbeit. Ihr schönster Lohn aber ist, zu wissen, daß die von ihnen ausgebildeten Jungen gute Rekruten geworden sind und daß sie mitgehol- fen haben, die große Aufgabe der SA. zu erfüllen, die der Führer in seinem letzten Erlaß der SA. ge­stellt hat, die vormilitärische Erziehung der jungen Deutschen.

Som" gewann das Jagdspringen.

Begeistert folgten die Tausende von Besuchern des Berliner Reitturniers am Montagabend in der Deutschlandhalle der Rede des Führers und Reichs­kanzlers anläßlich des ersten Großdeutschen Reichs­tages, dann erst wurde das sportliche Programm in Angriff genommen. Von den 16 Teilnehmern des mittelschweren Jagdspringens um den Preis der Ausstellungshallen blieben vier Pferde fehlerfrei, unter denen die beste Zeit über den Sieg entschied. Die elfjährige Stute Tosco im Besitz der Obersten SA.-Führung unter SA.-Scharf. W. Spieß kam mit 61,0 Sekunden auf den ersten Platz.

^-Hauptsturmführer Temme gewann am Dienstag aufNordland" das Inländer-Jagdsprin­gen um den Preis des Reichsarbeitsrninifters mit 0 Fehlern und 63,6 Sek. vorGoldammer" (Ritt­meister K. Hasse) mit 0 Fehlern und 64,6 Sek.

Zwar die ersehnte Sonne hatte sich immer noch nicht sehen lassen, auch kein blauer Himmel, dafüv aber blies es kalt und frostig über den weiten Platz vor den Hallen des Flugfeldes. Vermummt und eingehüllt standen einige Maschinen, vorwelt­lichen Ungeheuern gleich, am Sonntag im grauen Wintermorgen, als von Süden eine Kette von Flugzeugen rasch näher kam, im Gefolge noch eine vierte Maschine, in deren Schlepp ejn Segelflugzeug hing, das, über dem Platz angekommen, ausklinkte und in weiten ruhigen Spiralen nieberaing.

Der erste Tag einer Segelflug sch lepp- fchulung auf dem Flughafen Gießen konnte beginnen. In vorbildlicher Kameradschaft ist es gelungen, zwischen dem Standort Gießen unserer Luftwaffe und dem Nationalsozialistischen Flieger­korps, Sturm 6/75 Gießen, eine Vereinbarung da­hin zu treffen, daß die segelfliegerische Ausbildung und Schulung sowohl der Angehörigen der Luft­waffe, als auch des NSFK. in engster Zusammen­arbeit beider Formationen vor sich gehen wird. Da­bei wird die Schulung, soweit sie durch Winden- o-ber Flugzeugschlepp vor sich geht, auf dem Flug­platz Gießen stattfinden, und die Gießener Bevölke­rung, wie der Umgebung, wird in Zukunft neben den donnernden Maschinen unserer Luftwaffe auch andere ,Vögel" bestaunen können, die in lautlosen Kreisen am Himmel schweben unsere Segel­flieger.

Es muß ein beseligendes Gefühl für die Sturm­angehörigen gewesen sein, denen es am Sonntag vergönnt war, erstmalig über ihrer Heimatstadt zu kreisen. Wie anders sieht die Welt von oben aus, und wie schön. Das Häusermeer der Stadt, die Straßen und Gärten, die Wieseck und das silberne Band der Lahn, die Berge und Höben, alles wird ferner, anders und unbegreiflicher für den, der in dem silbernen Vogel schweigend seine Kreise zieht, alles unter sich lassend, was erdenschwer ist.

Warum müssen wir fliegen? Es gibt keine Ant­wort darauf. Gewiß, es läßt sich tausenderlei sagen, viele Gründe wären zu nennen, aber sie alle sagen doch nicht das letzte und Innerste der Kräfte und Sehnsüchte des Segelfliegers. Flieger sind besessen, von einer Idee erfaßt, in der sie versinken, Men­schen, die sich lösen müssen von aller Ichsucht und Erdenschlyere, Berufene, die nicht mehr sich selbst gehören, sondern einzig der Idee.

Der Flieger herrscht über Wolken und Wind, über Schwere und Staub. Wenn der Vogel, in dem er sitzt, einmal schwebt, dann ist er allein Herr. Nie­mand kann ihm mehr helfen, raten oder behilflich sein. Allein, auf sich ganz allein, ist er gestellt. Auf engem Raum im Rumpf zusammengedrückt, im Rücken den Fallschirm, vor sich das Armaturenbrett

in den Gemeinden im Obstbau oder in der Bienen­zucht führend sind, läßt sich viel erreichen. Der zu­ständige Förster wird seinen fachmännischen Rat roegen Pflanzenwahl oder -beschaffuna, sowie wegen der Pflanzung selbst gern zur Verfügung stellen. Gut ist es, wenn alle diese Schritte schon bald ge­tan werden, damit alles bereit ist, wenn gepflanzt werden kann. Sonst geht nur zu leicht wieder ein Jahr verloren.

Bei all diesen Gängen und Arbeiten im Revier aber bietet sich Gelegenheit, die Grundlagen der Wildzähluna zu schaffen. Die Böcke haben schon gut geschoben, und das Rehwild tritt nun auch wieder regelmäßig auf die Felder aus. Da ist das Ansprechen und Zählen leichter als später. Und eine richtige Wildbestandsaufnahme ermöglicht allein einen Abschuß, wie er den Interessen des Jägers, wie der Jagd überhaupt gerecht wird. Es ist aber ein Unding, das Wild an einem oder zwei Tagen zählen zu wollen. Sein Wild kennt nur der, welcher es länger beobachtet und sich regelmäßig Aufzeich­nungen darüber macht. Alle anderen Feststellungen sind zwecklos. Hubertus.

Der Stab der Brigabe 147, der schon im vergan­genen Jahre mit einigen imponierenden Fuß- und Handballspielen auf Den Vlcm getreten ist, trägt am heutigen Mittwoch wieder ein Spiel aus. Geg­ner ist die Mannschaft der Standarte 145. Schau­platz des Kampfes ist der schöne Sportplatz in Nidda. Der Brigadestab, der schon einmal ein Spiel gegen die gleiche Mannschaft austrug, konnte damals mit 12:2 Toren gewinnen. Ob es diesmal wieder zu einem so eindeutigen Siege reicht, ist fraglich, da die Männer der Standarte 145 diesmal eine stärkere Mannschaft aufbieten. Allerdings hat auch der Bri­gadestab eine starke Elf zur Stelle, die mit Deucker; Gebauer, Winter; Maus, Küthe, Pfeffer; Schwarz, Fey, Blankenburg, Naath, Wagenbach antritt.

Oer Reitstall der SA.-Gruppe Hessen zum Reit- und Fahrturnier bereit.

NSG. Im Stall der SA.-Gruppe Hessen wird eifrig für das kommende Reitturnier in der Fest­halle vom 10. bis 12. Februar trainiert. Hier sehen wir das erfolgreichste Pferd des Stalles,Figaro", das viele erste Preise brachte. Unter feinem Vor­besitzer war er in Rom an der Coppa Mussolini be­teiligt. Ein Halbblüter, der jahrelang in Rennen gegangen ist, istErlkönig", der heute als Dressur- und Springpferd bestes löstet. Wer würde glauben, daßSchwerin", der heute die schwersten Jagd­springen bestreitet, vor ein paar Jahren noch beim Bauern als Wagenpferd gegangen ist, oder die Möve", die ebenfalls aus einem Bauernstall kommt. Aber nicht einzelne Spezialisten zu ziehen, betrach­tet der Stall als vornehmste Aufgabe. Ziel ist das Vielseitigkeitspferd, das in Dressur, Springen und Geländeritt gleich Gutes leistet, und hier verfügt der

allem die Jagd auf den Fuchs doch noch lohnend, wenn auch im Laufe des Monats der Balg an Wert zu verlieren pflegt. Aber noch ist die Ranz des roten Schelmes im Gange, so daß der Waid­mann die Auswahl hat, wie er Reineke bejagen will. Der eine liebt die Baujagd und sprengt den Fuchs mit Dackel oder Terrier, der Andere schießt ihn gern auf dem Paß, indem er sich die Fuchs- dickungen ruhig durchdrücken läßt, während der nächste seine Freude hat, wenn er Rotvoß mit der Hasenquäke, dem ' Mäusepfeifchen oder Dogel- angstruf überlistet. Groß ist die Auswahl unter den Jagdarten, die es für den Fuchs -gibt, und feine Jagd immer reizvoll.

Und selbst wenn es gar nichts zu schießen gäbe, gehört der Jäger auch jetzt in fein Revier. Vieles, was sich in Den Frühjahrsmonaten zusammen- drängt, kann bei solchem Wetter, wie wir es zur Zeit haben, schon erledigt werden. Erinnert sei vor allem an die Erneuerung der S a l z l e ck e n oder ihre Neuanlage. Salz ist als ein Diätmittel zu werten, das günstig wirkt bei den Störungen, die in jedem Jahre der Uebergang von der Trockenäsung des Winters zur Grünäsung des Sommers mit sich bringt Dabei ist es ganz einer­lei, ob nun Lehmlecken, die das Wild gern an­nimmt, bevorzugt werden, oder ob Salzfteine zum Auslegen kommen. Bei jedem Reviergang ein Säckchen Viehsalz im Rucksack und damit alte Stubben bestreut, genügt genau so gut. Das für unsere menschlifche Nase geruchlose Salz wird vom Wild gut gefunden. Der Jäger muß aber auch wissen, wo die Wechsel seines Wildes sind und diesem das Finden erleichtern. Zweckmäßig ist es, an allen neuen Lecken irgendein Kirrmittel an­zubringen. So kann man Eicheln, Eckern, Rüben, Hafer u. ä. dabei auslegen, auch Anispulver dar­über streuen, oder den Boden verwunden und etwas Hafer aussäen.

Wer in den harten Schneetagen Willchege nicht in der Theorie vom warmen Ofen aus machte, son­dern mit offenen Augen draußen war, selbst fütterte usw., der wird wieder mit dem Eindruck in das neue Jagdjahr hineingehen, daß eine der Grund­fragen der Hebung unserer Niederjagden, die an sich noch recht hebungsfähig unter vollkommener Wahrung der Belange der Land- und Forstwirt­schaft sind, die Decküngsfr-age ist. Sie ist wich­tiger als die Frage der Aesung. Wo Hecken waren, lagen die Hühner, die Fasanen, drückten sich die Hasen. Wurden sie hier hochgemacht, war die nächste Deckung ihr Ziel. Dort fanden sie Schutz, hier hatte der verständige Heger seine Fütterungen, und hier werden sie ungestört brüten oder setzen, wenn draußen auf Feld und Wiese der Tod mit Sense und Mähmaschine oder der Walze seine Ernte hält. So wie wir jeden Quadratmeter gutes Land zur Erzeugung von Nahrungsmitteln nötig haben, genau so müssen wir Jäger jedes Fleckchen Unland 'zu nutzen suchen. Zwar dient das Oedland heute auch in verstärktem Maße der Schafhaltung, aber es gibt Flächen genug, wo kein Meinungsstreit zu entstehen braucht. Der Jäger wirkt viel mehr, wenn er mehr kleine Flächen, Raine, Graben- ränber, alte Kies- und Sandgruben oder die Um­gebung von Wasserlöchern und Sumpfstellen nutzt, als wenn er eine Stelle größeren Umfanges allein anlegen würde. Der Grundgedanke muß' fein, die Feldmark schachbrettartia mit einem Netz von Hege- büschen usw. zu überziehen. Inwieweit das gelingt, ist natürlich sehr viel eine Frage Der Bodenverhält- nisse in der betreffenden Gemarkung selbst. Zum anderen aber wird diese Frage vor allem gelöst durch den Eifer und das Verständnis, mit dem sich ein Jäger dieser Aufgabe annimmt. Der Jäger sah tatenlos zu, als im Zuge Der Felbbereinigungen, veränDerter Wirtschaftsmethoden usw. sich sein Re­vier immer ungünstiger für Das Nieberwild umge­staltete. Nun steht auf einmal eine große Aufgabe vor ihm, Die gelöst roerDen muß, wenn es nicht noch weiter abroärts mit unseren NiederjagDen gehen soll. Wer unter diesem Gesichtspunkt einmal fein Revier durchwandert und auf Möglichkeiten prüft, findet bestimmt genug. Es ist auch keine Sache, die zu teuer wäre, als daß man sie über­nehmen könnte. Weiden wachsen überall, und es ist eine kleine Mühe, eine Anzahl von Reisern jetzt zu schneiden und bei offenem Boden an geeigneten Grabenrändern, an Sumpflöchern usw. zu stecken. Brombeeren wachsen in unseren Wäldern in Men­gen, und es genügt, etwas davon zu roden und irgendwo einen Rain, eine Halde u. ä. damit zu be­pflanzen. In wenigen Jahren bildet sich eine ge­schlossene, stachelige Decke, die alles Niederwild Hebt. Ginstersamen kostet nicht viel, die ausdauernde Lu­pine gibt viel Deckung, wächst auf dem schlechtesten Boden, den sie dabei sogar verbessert, und ist genau so billig. In unseren Gärten verkommen in Mengen die Schößlinge Der Schneebeere, deren weiße Bee­ren (Der Jugend alsKnallerbsen" bekannt) für Hühner und Fasanen beliebte Aesung sind, während die Pflanzen selbst natürliche Deckung liefern. Diese kurzen Beispiele sollen nur andeuten, wie leicht es ist, etwas zu tun.

Immer wieder aber sei auch Darauf hingewiesen, daß Die vorhandenen Hecken oft nicht Den Anforde­rungen genügen, und zwar'weder denen Des Vogel­schutzes, noch Denen Der NiederjagD. Denn sie wachsen zu hoch, haben unten keinen BoDenwuchs unb oben keine Quirle als Bauplätze für Nester. Dem Anlie­ger aber machen sie Schatten und erregen seinen Zorn. Infolgedessen tut er Das Dümmste, was er tun kann: er roDet sie! Daß Dies eine Dummheit ist, haben einsichtige Bauern längst erkannt. Es ist bezeichnenD, daß Der baDische Reichsnährstand zu­

sammen mit Der Landesregierung vor kurzem nicht nur im Interesse Der Erhaltung von Vögeln als Schädlingsbekämpfern, sonDern auch wegen des Windschutzes, der Erhaltung Der BoDenfeuchtigkeit unD Der Kohlensäure, Die unentbehrlich für eine Pflanze ist. Den unbeDingten Schutz o o n H e ck e n, ja Darüber hinaus ihre Neuanlage forDerte. Wir aber können Die Hecken nur verbessern, wenn wir nicht Die RoDhacke, sonDern Die Heckenschere zu Hilfe rufen, Die Hecke pflegen, verjüngen usw. UnD auch Da kann Der Jäger vorbildlich wirken! Schließlich kommt noch die Zusammenarbeit mit allen Stellen, Die Heckenpflanzen aus anderen Gründen als Der Jäger brauchen. Je größer Der Obstbau in einer Gemarkung ist, um so größer muß Dort das Inter­esse an Heckenschutz, an Der Schaffung von Schutz­gehölzen sein. Hinzu kommen Die Imker, Die Dank­bar sein müssen, wenn Schneebeeren oDer Akazien gepflanzt werben, weil sie reiche Tracht bringen. Durch Gemeinschaftsarbeit mit Den Männern, Die |

Im Jagdkalender herrscht im Februar Das Schwarz" vor. Das bedeutet, daß die große Mehrzayl unserer Wildarten nun wieder Schon­zeit hat. Das Frühjahr steht bevor, bald kommen Satz- und Brutzeit und helfen Die Lücken schließen, die im letzten Jahre entstanden sind.

Lediglich die Ringeltaube, von der große Flüge dank des Bucheckernfegens diesen Winter bei uns verbrachten und auf den Zug nach Süden verzichteten, ist dem Jäger noch freigegeben. Zu ihr gesellt sich vielleicht im Laufe des Monats hie und da eine früh streichende Waldschnepfe. Besser aber ist es, wenn auf sie der Schuß im Rohr bleibt. Denn bas tft noch keine nach Norden ziehende Schnepfe, sondern eine der wenigen, die Den Winter bei uns verbrachten und erfahrungs­gemäß gern auch hier zur Brut schreiten. Die frühen Gelege, Die man aus Dem März kennt, stammen von solchen Schnepfen, Die Zwei Bruten bei uns hochbringen können. Auch die kleineren Verwandten des Vogels mit dem langen Gesicht, Die Sumpfschnepfen, sind noch frei.

Gießener Leichtathletinnen wieder beim Frauensportfest in Bad-Nauheim.

Die Reichsterminliste des Reichsfachamtes Leicht­athletik für 1939, die jetzt vorliegt, verzeichnet als oorolympifche Veranstaltungen von besonderer Be­deutung auch zwei Internationale Frauensportfeste.- in München und in Bad-Nauheim. Das Bad- Nauheimer Internationale Frauentreffen, das die ersten europäischen Könnerinnen verpflichten wird, findet am 30. Juli 1939 auf der von-Tschammer-und- Osten-Kampfbahn der Weltbadestadt statt. Das Reichsfachamt Leichtathletik hat in bezug auf Vor­bereitung und erfolgreiche Durchführungsmöglich­keiten beim Nationalen Frauenfportfest im Vorjahre in Bad-Nauheim so gute Erfahrungen gemacht, daß es die hessische Badestadt auch für dieses Jahr gern wieder als Austragungsort für eine Großveranstal­tung wählte.

In Bad-Nauheim hat man bereits mit Den vor­bereitenden Arbeiten begonnen. In einer Sitzung, Der Vertreter Der Partei, des Staatsbades, Der Stadt, Der Kreisführung und Der Gauführung Des NS.-Reichsbunbes für Leibesübungen beiwohnten, sicherten StaatsdaD und Stadt Bad-Nauheim weit­gehendste Unterstützung zu, unD auch Gaufachwart für Leichtahtletik May (Kassel) sagte stärkste För- Derung zu. Er will an Dem Page auch Die Gau- mannschaft Der Frauen mit ihren guten Kräfte» aus Kassel, Gießen, Limburg, u. a. zu einem Lehrgang nach BaD^Nauheim heranholen.

Schimeistersckast hort umkämpst.

Ausgezeichnetes TNeldeergednis für Oberhof.

Nach Den bisher eingegangenen MelDungen wer­ben über 400 Läufer unb Springer an Den Deut­schen und Wehrrnachtsschimeisterschaften vom 2. bis 5. Februar in Oberhof teilnehmen. Insgesamt gaben bie Gaue bes NSRL. 298 Melbungen für bie fünf Wettbewerbe ab, während bie Wehrmacht 281 Läu­fer und Springer einzeichnen ließ. Für Den 18« Kilometer-Langlauf am Freitag, 3. Fe­bruar, werben vorn NSRL. 75. Läufer, von ber Wehrmacht 115 starten. Dazu kommen noch bie Kombinierten" mit 56 bzw. 58 Bewerbern, so daß. über 300 Läufer über Die 18 Kilometer gehen. Na­turgemäß schwächer besetzt finb Die 5 0 Kilome­ter, Die am Samstag gelaufen werben. Hier be­teiligen sich 46 Läufer vom NSRL. und 36 von Der Wehrmacht, immerhin ein stattliches Feld für ben Dauerlauf. Für ben 4X10-Kilometer-Staf- f eU auf am Sonntag haben sich insgesamt 66 Mannschaften eingeschrieben, bavon starten für bie Wehrmacht 18 unb für Den NSRL. 48 Staffeln. Höhepunkt ber Meisterfchaftstage sind Die beiden Sprungläufe auf der Hindenburgschcmze am Sonn­tag. Für Den Kombinattonssprunglauf meldeten ber NSRL. 56, bie Wehrmacht 58 Springer. Noch stär­ker besetzt ist bas Spezialspringen mit 137 Nennun­gen, von benen auf bie Wehrmacht 64, auf ben NSRL. 73 Meldungen entfallen.

*

Beim e r ft e n Probefpringen für Die Deutschen und Wehrmacht-Schimeisterschaften in Oberhof erzielte am Dienstag Der Sudetendeutsche Lahr mit 70 Meter Die größte Weite.

Schweizer Sieg um die Viererbob-Wettmeisterschaff. Viererbob-Weltmeister würbe am Diens­tag in Cortina b'Ampezzo Der Schweizer Feier­abend auf BobSchweiz 1" mit einer Gesamtzeit von 5:30:47 Minuten vor dem Titelverteidiger McEvoy (England) unb ben beiden deutschen Bobs, bie von Kilian unD Fischer gesteuert murDen.

Guter Start zur Jahresarbeit im Tv. Wieseck.

Zu Beginn seiner Jahresarbeit sind Dem Turn­verein schon schöne Erfolge beschieDen. Der Turner Ernst Schöffmann konnte, nachdem er sich bei Den Gaugruppenausscheidungen in Frankfurt Das Recht zur Teilnahme an Den Reichswettkämpfen Der Rach- wuchstumer erworben hatte, in Gera mit einer Ge­samtleistung von 195,6 Punkten Den 41. Sieg un­ter Den 80 besten Deutschen Nachwuchsturnern er­ringen. Dies ist deshalb besonDers erfreulich, weil fast alle Spitzenturner großen Stadtoereinen ange­hören.

An Den HJ.-Gerätewettkämpfen am vorigen Sonntag in Bad-Nauheim beteiligten sich 12 Ju- genbturner in Drei Mannschaften Der OKlasse. Sie belegten unter 14 angetretenen Mannschaften Den 1., 5. und 11. Platz.

Die Vereinsarbeit ist auf Die Vereinsmannschafts- kämpfe, Die im Februar unD März ausgetragen werden, eingestellt. Die Turnerinnen Haden eine Mannschaft für Die Gauklasse und zwei Mannschaf­ten für Die Kreisklasse gemeldet, Die Turner werden Die Unterkreisklasse, Kreisklasse unD Gauklasse mit je einer Mannschaft beschicken.

Oie Ergebnisse der Kreisklassenspiele.

I. Kreisklasse.

Heuchelheim Sjeinbach (Ges.-Sp.) 3:1.

Lollar RoDheim 5:1.

Garbenteich Lich 1:7. Großen-LinDen Hungen 2:0.

II. Kreisklasse.

Harbach Ettingshausen, letztere nicht angetretcn. Göbelnrod Saasen 2:1 abgebrochen.

VfB.-R. III Großen-LinDen II kampflos für

VsB.-R.

Krofdorf SA. II 7:0.

In. einem Gesellschaftsspiel lieferte Steinbach den Heuchelheimern eine vortreffliche Partie, und nur knapp gelang es den Platzherren, die Oberhand zu behalten. Nur knapp triumphierte ber Tabellen­führer über den Tabellenletzten.

Vergeblich wartete Harbach auf feinen Lokalgegner Ettingshausen. Einen Spielabbruch gab es in Gö­belnrod, wo Saasen spielte. Kampflos kam VfB.-R. zu 2 weiteren Punkten, Da Großen-LinDen morgens nicht antreten konnte. Einen- hohen Sieg landete Krofdorf gegen die Reserve der SA.

Briefkasten der Nedakkion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

HL Sch. in h. Die Dauer ber Weidezeit ist je nach Gegend und Gemeinde verschieden. Nähere Aus­kunft erhalten Sie bei Ihrer Gemeindebehörde.

6. D. Der Vatikan besitzt eine eigene, seit 1929 bestehende Eisenbahn, deren Bahnhof 660 Meter lang ist. Der Vatikan umfaßt eine Fläche von 0,44 Quadratkilometer mit 1025 Einwohnern. Die Beantwortung chrer übrigen Fragen tft uns nicht möglich, Da wir diese Einzelheiten nicht ermög­lichen konnten.