Ausgabe 
1.2.1939
 
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um Ausdruck. Auf feine Bemerkungen

zweite Tank Francos ein eroberter sowjetrussi- fcher Tank sei? Die Nationalen hätten 1500 Flug» zeuge im Laufe des Bürgerkrieges abgeschossen. Sie alle seien nichtspanischer Herkunft gewesen. Dann verwies Croft auf die Tatsache, daß die ganze wehleidige und verlogene Agitation für Rotspanien von Moskau organisiert sei.

Der Konservative S o u t h b y meinte, früher

7!eue Träger

des Golden»» (phrenreicbens.

Berlin, 30. Jan. (DNB.) Anläßlich des 6. Jah­restages der Machtübernahme durch den National- sozialismus hat der Führer 233 Parteigenossen das Goldene Ehrenzeichen verliehen, darunter befinden sich: Axmann, Artur, Obergebietsführer: Bör­ger, Willi, Ministerialdirektor: Christiansen Kor^eführer des NSFK; Daßler, Herbert, Prä­sident der Reichsstelle für Getreide: Decker, Dr. Wilhelm, Generalarbeitsführer: Faatz, Wilhelm, Gauamtsleiter und ehrenamtlicher Oberftarbeitsfüh-

Deutfchland eine Verpflichtung zur Ueber- nahme dieser Schulden zwar nicht anerkenne, daß es indessen bereit sei, über die Schadlos­haltung amerikanischer Gläubiger österreichischer Anleihen unter gewissen Modalitäten in Verhandlungen einzutreten. Die Berliner Botschaft der Vereinigten Staaten hat die grund­sätzliche Rechtsauffassung der deutschen Regierung zwar nicht anerkannt, den deutschen Verhandlungs­vorschlag aber angenommen und auch der Mei­nung Ausdruck gegeben, daß die amerikanischen Gläubiger mit einer Anpassung der Sätze des An­leihedienstes an die veränderten Verhältnisse ein-, verstanden sein würden. Der deutschen Regierung wird vorgeschlagen, die Verhandlungen hierüber mit den amerikanischen Gläubigern unmittelbar aufzunehmen.

DieInternationale Kameradschaft Touristik".

Berlin, 31. Jan. (DNB.) Im Propaganda­ministerium wurde das Gründungsprotokoll der Internationalen Kameradschaft Touristik" (JKT.) e. V. von den Vertretern Deutschlands, Ita­liens und Japans unterzeichnet. Der Leiter des deutschen Fremdenverkehrs, Staatssekretär Esser, der japanische Dize-Eisenbahnminister, Kenjiro Kiyasu, und der Leiter des italieni­schen Fremdenverkehrs, Probo-Magrini, bil­den das Ehrenpräsidium derInternationalen Ka­meradschaft Touristik". Zu ihrem Präsidenten wurde Direktor Winter von der Reichsdahnzen- trale für den deutschen Reiseverkehr, zu Vizepräsi­denten der Leiter des Fremdenverkehrsamtes im ja­panischen Eisenbahnministerium, Ministerialdirektor Den, und der Generalinspektor der Eni-t, Men- g o n i, ernannt. Andere Länder haben bereits ihr Interesse an diesem Zusammenschluß bekundet und werden ihm in absehbarer Zeit beitreten.

Staatssekretär Esser wies daraufhin, daß die Männer, die an der Gestaltung des Fremdenver­kehrs über die Ländergrenzen hinweg arbeiten, Brücken von Volk zu "Volk zu schlagen, daher unter sich freundschaftliche Beziehungen pltegen müssen. Da in dem Skal-Club politische Kräfte des Judentums und der Freimaurer wirksam ge­worden seien, habe Deutschland nicht weiter Mit­glied dieses internationalen Verbandes bleiben kön­nen. Deutschland habe daher die internationale Ka­meradschaft gebildet und sei glücklich, daß sein Vor­gehen in den befreundeten Staaten Italien und Ja­pan Verständnis gefunden habe.

Als Vertreter Italiens erklärte Direktor Men- g o n i, die faschistischen Behörden des Fremdenver­kehrs hätten sehr gern der glücklichen Initiative Deutschlands zugestistmmt, eine Stätte der Kame­radschaft des Fremdenverkehrs zu schaffen. Der Ver­treter der japanischen Eisenbahn in Berlin. Dr. S h i k a m a , erklärte, Japan sei es eine große Freude, durch dieInternationale Kameradschaft Touristik" aufs engste mit dem deutschen und ita­lienischen Fremdenverkehr verbunden zu sein.

rer: Frank, Karl Hermann, stellvertr. Gauleiter: F a b r l c i u s , Dr. Hans, Reichsamtsleiter: G l e s - (er, Prof. Hermann, Generalbauinspekteur Mün­chen: Globocnik, Odilo, Gauleiter: Goeb­bels, Konrad, Amtsleiter: Gohdes, Otto, Reichshauptamtsleiter: Gragger, Filbert, Leiter des Dolksbildunqsheims: Hagemeyer, Amts­leiter: Henlein, Konrad, Gauleiter: v. H e s s e n . Prinz Philipp, SA. - Obergruppenführer: Hcydrich, Reinhardt, ^-Gruppenführer: Ho­fer, Franz. Gauleiter: H u p f a u e r , Dr. Theodor, Reichsamtrleiter: Jürgensen. NSKK.-Oberarup-

ReichsjugendführerAaldur v Schirach teilte mit, daß der Führer Obergebietsführer Ax­mann für seine Verdienste um den Reichsberuss- wettkampf das goldene Parteiabzeichen verliehen habe. Den Reichsberufswettkamps könne man geradezu als organisierten Dolksauistauo gegen die Bequemlichkeit bezeichnen. Der Spießbürger unterscheide sich vom nationalsoziattsti- schen Kämpfer dadurch, daß er die Bequemlichkeit, der andere die Beharrlichkeit zum Grund­satz seines Wirkens und Daseins gemacht habe. Der Reichsberufswettkampf sei zugleich einer der bedeu­tendsten A u s l e s e p r o z e s s e, die wir in unserem Volke besitzen. Hier kämen durch die Tüchtigkeit des Kopfes und der Hände, aber auch durch charakter­liche Leistung junge Menschen aus allen Berufen in die Führung der deutschen Nation. Der Reichs­jugendführer wies darauf hin, daß in bisherigen Berufswettkämpfen jeder zweite Gausieger der Sohn eines Arbeiters fei. 34 v. H. aller Sieger des Berufswettkampfes stammten aus Familien mit vier oder mehr Kin­dern, 52 v. H. der Gausieger seien in Familien ausgewachsen, die selbst keinerlei Mittel aufbringen können, um für die berufliche Fortbildung ihrer Kinder etwas zu tun. Sie alle hätten unter den schwierigsten Bedingungen sich aus eigener Kraft in die Spitzenklasse der beruflichen Leistun­gen unseres Volkes emporgearbeitet und würden jetzt von der Gemeinschaft gefördert

Der Reichsjugendführer sprach dann über die G e s u n d h e i t s p f l i ch t. Die Parole des Jahres 1939 solle für alle kommenden Jahre ihres Lebens Geltung behalten. Die Jugend soll auf den Führer, aber auch auf Mussolini und Franco schauen, bte alle drei Nichtraucher seien und deren Werk mehr bedeute als eineneue Rauchepoche". Wer mehr als ein Raucher in seinem Leben werden wolle, der solle auf diese Männer schauen. Hier fände er die wahren Ideale seiner Jugend. Was könnte man mit 2,5 Milliarden, die das deutsche Volk im

meldet, hat die deutsche Regierung der Botschaft der Verein'gten Staaten über die Bedienung der ................. ... - .

österreichischen Auslandsschulden mitgeteilt, daß > penführer; Jury, Dr. Hugo, Gauleiter; Kal

Hafen in Katalonien.

Landeinwärts wurde der bedeutsame Knoten­punkt Tordera erobert, der an der Straße von Barcelona nach Gerona, 33 Kilometer südlich von Gerona, in der Nähe der Provinzgrenze liegt. Ueberdies wurde das ganze Gebiet innerhalb des Dreiecks Blanes, Granollers und Arenys del Mar vom Feinde gesäubert und sämtliche Ortschaften, darunter auch Arenys del Munt, besetzt. Hier­bei geriet eine rote Heeresabteilung in Gefangen­schaft. Vier Panzerwagen, vier Tanks sowie 20 Ma­schinengewehre, die einer roten motorisierten MG.- Kompanie gehörten, wurden erbeutet.

Wesentlich schwieriger ist das Vorgehen der i m Nord abschnitt kämpfenden Truppen. Außer­ordentlich schwieriges Gelände und anhaltende Re­gengüsse verzögern den Vormarsch. Doch gelang es, die Höhe Puig Rodos zu erobern, die die Stadt Bich beherrscht. An der Estremadura-Front und an der Front von Madrid gelang es, die na­tionalen Stellungen vorzuverlegen und eine An­zahl von Gefangenen zu machen.

$ür eine wahre Volksgemeinschaft in Holland Ein Aufruf der Königin Wilhelmina. Amsterdam, 31. Jan. (Europapreß). In einer über alle niederländischen Sender verbrei­teten Ansprache forderte die Königin ihr Volk er­neut zur geistigen und moralischen Aufrüstung auf. Das Gebot der Stunde sei die Pflege des Gemeinschaftsgedan­kens, des nationalen Sinns und der natio­nalen Eintracht. Voraussetzung hierfür sei wiederum die Pflege einer neuen geistigen Haltung gegenüber der vielseitigen, ständig wachsenden Not sowohl materieller als auch geisti­ger Art. Diese Not komme sinnfällig in dem Schicksal der ' Arbeitslosen zum Aus­druck, für dessen Milderung unbedingt alle Kräfte des Volkes eingesetzt werden müßten. Die Stär­kung des Gemeinfchaftsgedankens verlange auch die Hebung von Geduld und vorzugsweise gegen­über den vielfachen Beschränkungen der persön­lichen Freiheit, die im Zuge des Wiederaufbaues der wahren Volksgemeinschaft in dieser Zeit unentbehrlich geworden seien. Um den zahl­reichen, überall in der Welt sichtbar werdenden Ver­fallserscheinungen entgegenzutreten, sei für das nie­derländische Volk die freiwillige und aus eigener , Ueberzeugung kommende Zusammenarbeit innerhalb der Staatsgemeinschaft unerläßlich.

t Die österreichischen Auslandsschulden

. Berlin, 25. Jan. (DNB) Wie seinerzeit ge-

Oer Reichsberufswettkampf hat begonnen.

3 6 M tonen schaffende Deutsche stehen imvolksawstand gegen die Bequemlichkeit

Jahr für Tabak ausgebe, olles bewirken! Was könnte Hermann Göring dafür schaffen. -^as könnte es bedeuten, würden wir diese ungeheure Summe nicht gegen die Gesundheit, sondern für die Gesundheit unseres Volkes einsetzen. Wenn Die deutsche Jugend diesen Feldzug für die Lebenskraft, Gesundheit und Wehrhaftigkeit unseres Volkes, den der Führer wünsche, erfolgreich durchführe, dann könne sie mit Recht von sich sagen, daß sie des Fuy-

B e r l i n, 31. Januar. (DNB.) Der Reichsberufs­wettkamps aller schaffenden Deutschen 1939 wurde mit einer großen Kundgebung imBer l i n e r Sportpalast in Gegenwart zahlreicher Ehren­gäste, an ihrer Spitze der Reichsführer jj Himmler und Reichspostminister Ohnesorge sowie der Ber­liner Wettkampfleiter und von mehr als 15 00U Wettkampfteilnehmern, in der Hauptsache Ange­hörigen der Werkscharen, der HI. und des BDM., eröffnet Mit dem Lied der Hitler-JugendAuf hebt unsere Fahne in den frischen Morgenwind! zogen die Fahnen der HI. und der DAF. em. Die Spielschar der Reichsjugendführer und des Gebietes Berlin unter Leitung von Hauptbannführer Blu­mensaat gaben der Kundgebung mit Chor und Or­chester den feierlichen Auftakt.

Obergebietsführer Dxmam, erklärte dann: Zum diesjährigen Wettkampf haben sich 3'540 815 Teilnehmer freiwillig gemeldet, und zwar 2 432 188 Jugendliche und 1 108 627 Erwach- ene. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um nahezu 800 000 Teil­nehmer. In diesem Jahre werden zum ersten Male auch Jugendliche der O st m a r k erfaßt, außer­dem 6 3 OOOHandwerker. Allein in der Wett­kampfgruppe Nähr st and beteiligen sich mehr als 400 000 Jugendliche. Zum ersten Male haben sich mit einer Teilnehmerzahl von 2500 auch Deutsche jenseits der Reichsgrenzen zur Idee des Reichsberufswettkampfes bekannt.

Obergebietsführer Axmann verwies darauf, daß nach den Erfahrungen der bisherigen Wett­kämpfe die Auslese in berufsfachlicher und charak­terlicher Hinsicht absolut zuverlässig ist. Das Wort vom Genie, das sich selbst die Bahn breche, gelte nicht für die Vielzahl von Begabungen und Talen­ten, die nicht verwärts gekommen wären. Doch hätten DAF. und HI. über den Reichsberufswett­kampf die materiellen Fesseln ihres Aufstieges ge­sprengt.

Beförderungen im Heer, Luftwaffe und Kriegsmarine.

Berlin, 30. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat mit Wir­kung vom 1. Februar 1939 befördert:

Im Heer: Zu Generalmajoren: die Obersten Schmid-Dankward, Wetzel, Auleb; zum General­arzt: den Oberstarzt Dr. Kühl (Georg); zu Obersten: die Oberstleutnante von As-muth, von Bismarck, Muhl, von Geyso, von Randow, Medern, Herrmann (Paul), Wolff; zu Oberstärzten: die Oberfeldärzte Dr. Smend, Dr. Stahrn, Dr. Schrode.

In der Luftwaffe: Zum General der Flieger den charakterisierten General der Flieger von Witzen­dorff; zu Generalmajoren: die Obersten Steude- mann, Heilbrunner, von Arnauld de la Perriere, Putzier, Triendl; zu Obersten: die Oberstleutnante von Chaulin-Egersberg, Dipl.-Jng. Burchard, Dr. Dr. Dipl.-Jng. Seidel, Eibenstein, von Axtheim, Hempel, Heydenreich, Dietrich, Negenborn, Kern, Dr. Roos.

In der Kriegsmarine: Zu Kapitänen zur See: die Fregattenkapitäne Rüge, Führer der Mi­nensuchboote, Henning vom Oberkommando der Wehrmacht, Müller (Erich) vom Oberkommando der Kriegsmarine; zum Flottenarzt: den Geschwader­arzt Dr. Greul, Chefarzt des Marinelazarettes Cux­haven.

Titelverleihungen zum 30. Zanuar.

Berlin, 30. Januar. (DNB.) Der F ü h r e r hat mit Erlaß vom heutigen Tage eine Reihe nam­hafter Männer der Wisfenfchaft durch Verleihung des TitelsProfessor" ausgezeichnet, und zwar wurde dieser Titel u. a. verliehen: dem Direktor des Tuberkulose-Krankenhauses Dr. med. Herrn. Brun­ning in Hohenkrug bei Stettin, dem Hochschullehr­er an der Chilenischen Staatsuniversität Dr. Johs. Brüggen in Santiago de Chile, dem Gruppen­leiter der Forschungsabteilung des Heereswaffen- omtes Oberregierungsrat Dr. Wolfram Eschen­bach in Berlin-Wilmersdorf, dem Astronomen Phil. Fauth in Grünwald bei München, dem Direktor und Inhaber des Chemischen Laboratoriums Dr. Re­migius Fresenius in Wiesbaden, dem Direktor der Staatsbibliothek Dr. phil. Heinrich K n i tter- meyer in Bremen, dem Direktor des Städtischen Chemischen Hntersuchungsamtes Dr. Walter Petri in Koblenz, dem Bruckenbaureferenten bei der Direktion der Reichsautobahnen Geh. Baurat Mini­sterialrat Dr.-Jng. Gottwald Schaper in Berlin- Lichterfelde.

Ferner verlieh der Führer den TitelBaurat" dem Architekten Alois D e g a n o in Gmund am Tegern­see und dem Regierungsbaumeister a. D. Oskar Ha- bild in Berlin-Zehlendorf.

Der Titel ustizrat" wurde vom Führer u. a. folgenden Rechtsanwälten und Notaren verliehen: Dr. Rüdiger Graf von der Goltz in Berlin-Zeh­lendorf, Professor Dr. Friedrich Grimm in Berlin- Dahlem. Dr. M-irimilian Leuchs-Mack in Front furt a. M., Dr. Erich P u n g s in Düsseldorf und Dr. Hugo R e i ch a r d in Frankfurt a. M.

nalen Schimpfereien ein Ende zu setzen, bevor es zu spät sei.

Abg. Sandman (Konservativ) sagte, er wisse nicht, warum die Presse verzerrte Nachrichten über Spanien bringe. Im Gebiet Francos herr- che völlige Ruhe, während man genau wisse, wie viele Unschuldige von der sogenanntenspani- chen Regierung" m Massen hingeschlachtet wor­den seien.Ihr" so rief er der Opposition zu sprecht von einer Revolution in Spanien! Ich aber nenne das Ordnung schaffen!" Unter- taatssekretär Butler beschloß im Namen der Re­gierung die Aussprache.

Oer nationale Vormarsch auf Gerona.

Barcelona, 1. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der Vormarsch an der Katalonien-Front geht besonders im K ü st e n a b s ch n i t t in stürmischem Tempo weiter. Die Kolonnen des Generals Yague stießen an der Küstenstraße über Malgrat hinaus, überschritten den Vado-Fluß und besetzten den wich­tigen Küstenort Blanes, der 68 Kilometer von Barcelona entfernt ist und bereits in der Provinz Gerona liegt. Damit haben also auch die Truppen des Generals Pague die Provinz Ge­rona erreicht. Der Ort Blanes besitzt 5000 Ein­wohner und ist ein bekannter Fischereihafen. Die Roten errichteten hier eine wichtige Kriegsmaterial­fabrik. Nach dem Fall von Blanes bleibt den Ro­ten nur noch Palamos als einziger größerer

pa In eine neue Krise zu stürzen. Es schien mir, daß in der Rede viele Absätze waren, die die Notwendigkeit des Friedens für Deutschland so­wohl wie für die anderen Länder andeuten." Alte Länder hätten, so fuhr Chamberlain fort, ihre inneren Probleme wirtschaftlicher ober fi­nanzieller Art, wie z. V. die Frage der Arbeits­losigkeit. Rian könnte der Idee nicht unsym­pathisch gegenüberstehen, wonach die Staats­männer der verschiedenen Länder sich eine Zeit- lang derVerbesserungderLebensbe- bingungen ihrer eigenen Völker widmen sollen.

Nach seiner Ueberzeugung habe es keinen Zweck, in Unterhaltungen über eine allgemeine Beilegung von Meinungsverschiedenheiten zur Befriedigung von Wünschen und Beseitigung von Beschwerden einzutreten, wenn nicht die Atmosphäre günstig sei und wenn nicht die Teilnehmer überzeugt seien, daß alle, die um den Tisch säßen, eine friedliche Lösuna wünschten und keine Hintergedanken hätten. Nach einer langen Periode der Ungewißheit und der Sorge in Europa sei das Vertrauen nicht leicht und schnell wieder herzustellen. Er gab dann dem Wunsche nach tätigen Beweisen für den Friedens­willen der europäischen Völker Ausdruck, ehe man an endgültige Reae'ungen herantreten könnte. Da­bei erwähnte der Ministerpräsident, wenn nicht die Abrüstung, so doch eine Begrenzung der R Ü - st u n g e n.Wenn einmal jene Zeit kommt, wo wir in anderen Ländern einen Geist finden können, der unserem eigenen entspricht, dann weiß ich, daß wir bereit sein würden, unseren Beitrag zur allge- meinen Befriedung Europas zu leisten." Die Rede Chamberlains wurde mit starkem Beifall ausgenom­men.

Im Anschluß an die Ausführungen Chamber­lains trat das Unterhaus in die Aussprache ein. Der Liberale Sir Archibald Sinclair brachte aufs neue ein Mißtrauen gegenüber den Absichten der autoritären Staaten und der Außenpolitik Cham-

ren, als nicht ber spanische Bürgerkrieg beendet sei. INussolini habe aber betont, daß nach Be­endigung des Krieges Italien von Spanien nichts 3 u fordern habe, und Graf Ciano habe Lord Halifax die bereits früher gegebene Zusicherung bekräftigt, wonach Italien keine territorialen Ansprüche auf irgend­einen Teil spanischen Gebietes erhebe. TNussolini habe die Auffassung ausgedrückt, daß dem Ge­neral Franco sofort die Rechte kriegführender zugebilligt werden sollten. Er habe aber zugleich seine Bereitwilligkeit erklärt, sich an den im Richteinmischungsausschuh angenommenen bri­tischen Plan zu halten.

Hinsichtlich der G a r a n t i e f ü r d i e T s ch e ch o- Slowakei habe Mussolini angedeutet, er sei im Prinzip bereit, den Gedanken einer Garantie der tschechischen Grenze gegen einen unprovozierten An­griff anzunehmen. Er halte es aber für notwendig, vorher drei Fragen zu klären, nämlich die innere Verfassung der Tschecho-Slowakei, ihre Neutralisie­rung und die Festsetzung ihrer Grenzen. Schließlich wurde in Rom auch die A b r Ü st u n g besprochen. Mussolini begünstige, so führte Chamberlain aus, ein Vorgehen auf dem Wege der qualitativen Begrenzung, sobald geeignete Vorbedingungen für eine solche Aussprache gegeben seien. Es sei ver­einbart worden, daß Rom und London in dieser Frage in Fühlung blieben.

Nach der Erklärung des Ministerpräsidenten trat das Unterhaus in die Aussprache über die spanische Frage ein. Der Vorsitzende der Arbeiterfraktion, Attlee, wiederholte im wesentlichen die in zahl­reichen Entschließungen und Reden der Opposition während der letzten Wochen gegen die Spanien­politik der englischen Regierung gerichteten Angriffe, mußte aber zugeben, daß zu Gunsten Sow­jetspaniens eineEinmischung" statt- qefunden hat. Er versuchte jedoch, diese als gering­fügig hinzustellen und wiederholte die Forderung nach Aufhebung des Waffenausfuhr- Verbotes nach Sowjetspanien.

Ministerpräsident Chamberlain erhob sich sofort, von Beifall begrüßt, um zu antworten. Die englische Regierung beteilige sich nach Kräften an der Hilfeleistung für die Flüchtlinge. Es seien Be­mühungen im Gange, die Zivilbevölkerung in Kata­lonien in einem Gebiet außerhalb der Kampfzone zusammenzuziehen. Die englische Regierung sei nach rote vor von der Richtigkeit der Nichteinmtschungs- politik überzeugt. Sie glaube nicht, daß die Lage in Spanien den Frieden Europas bedrohe, dieser Friede wäre aber gefährdet worden, wenn man die Nichteinrnischungspölitik aufgegeben hätte. Chamber­lain wandte sich in scharfem Wortwechsel mit Attlee gegen dessen Versuch, die Glaubwürdigkeit von Er­klärungen des Führers und des Duce in Frage zu ziehen, und gegen Behauptungen der Opposition, daß die Beziehungen Englands zu Frankreich ge­schwächtworden seien. Chamberlain erklärte:Unsere Beziehungen mit Frankreich sind vielleicht enger und intimer, als sie je in unserer Erinnerung ge­wesen sind, und sie sind fest begründet auf einem gegenseitigen Vertrauen, das um ein vielfaches ver­stärkt worden ist. Wir beide (England und Frank­reich) können nicht nur mit Ruhe, sondern mit Ge- nungtuung auf die Freundschaften blicken, die der andere abschließt. Wir sahen mit der größten Be­friedigung den Abschluß der Erklärungen zwischen Deutschland und Frankreich."

Chamberlain bezeichnete dann die Rede des Führers als ein weiteres Beispiel für die übertriebenen Befürchtungen und falschen Prophezeiungen in einem Teile der Presse. Es sei eine lange Rede gewesen, die viele Punkte berührt und ein so weites Feld betroffen habe, daß es ihm noch nicht möglich gewesen sei, jeden einzelnen Sah sorgfältig tu prüfen. Das aber könne er sagen:Ich erl' chr entschie­den den Eindruck, daß es nid Rede eines TNannes war, der sich darauf v ceitet, Euro-

berfains zum Ausdruck. Auf feine Bemerkungen über die Lage in Spanien erteilte ihm der konfer- vattve Abgeordnete Sir Henry Cr o, ft sofort die gebührende Abfuhr. Wer habe denn die ersten Tanks nach Spanien geschickt? so fragte er Sinclair. Wisse Sinclair denn nicht, daß jeder

tenbrunner, Dr. Ernst, ^-Gruppenführer; Klausner, Hubert, Gauleiter; Koch, Emil, Richter am Obersten Parteigericht: Kraus, NSKK.- Obergruppenführer; Krüger, Friedrich Wil­helm, ^-Obergruppenführer; Kutschern, Franz, stcllvertt. Gauleiter: Loeffelholz von Cöl­be r g, Generalarbeitsführer: L u d i n , Hans, SA.- Obergruppenführer; Luyken, Max, SA.-Ober­gruppenführer: Offermann, NSKK.-Obergrup­penführer; Oppermann, NSKK.-Gruppenfuh- rer- Paul, Else, Stellvertreterin der Reichs­frauenführerin; v. Preußen, Prinz August Wilhelm, SA.-Obergruppenführer; Reisch le, Dr. Hermann, Reichshauptstellenleiter; Seydel, NSKK.-Obergruppensührer; Seyß-Jnquart, Reichsstatthalter; Sünder mann, Helmut; Dr. Scheel, Gustav-Adolf, Leiter des NS.-Studenten- bundes; Sch mauser, Heinrich, ^-Obergruppen­führer; von Schorlemer, Wilhelm, SA.-Ober­gruppenführer: Stang, Dr., Amtsleiter; Stuk- f art, Dr. Wilhelm, Staatssekretär; Uiberrei- ther, Dr. Siegfried, Gauleiter; Volkmann, Dr. Ernst, Richter am Obersten Parteigericht; zu Waldeck und Pyrmont, Erbprinz Jo­sias, ^-Gruppenführer; Wolff, Karl, ^-Grup­penführer und Chef des persönlichen Stabes RFSS.; Wulff, Ernst, Referent im Hauptamt für Volks­wohlfahrt; Schwebet, Kreisleiter.

rers wert fei.

He'chsorganisationsleiier Or. Ley sagte, wir hätten die Aufgaben, daran zu arbeiten, nicht nur jedem Deutschen einen Arbeitsplatz zu geben, sondern ihm darüber hinaus den Arbeitsplatz zuzuweisen, derfeinenKräftenundFähig^ k e i t e n a m m e i st e n e n t s p r i ch t. Die gewaltige Produktionssteigerung in den letzten sechs Jahren sei nicht das Ergebnis der Technik allein, auch nicht das Ergebnis irgendwelcher Wirtschaftsführer oder Ban­kiers sondern die Frucht unserer Weltan­schauung, unseres Glaubens, unseres Willens und unseres Könnens. Wenn der Führer in seiner Reichstagsrede die Zuversicht auf eine lange Frie­densperiode ausgesprochen habe, so glaube er, daß der Kampf um die deutsche Freiheit bereits von dem deutschen Arbeiter in der Fabrik gewonnen worden ist. Das deutsche Volk gleiche dem Bergsteiger, der eine steile, jäh aufsteigende Felswand zu erklimmen sucht. Große Männer und stolze Taten künden von diesem ewigen Kampf. Immer stürzte unser Volk von mühsam errungener Höhe in den Abgrund. Nun hat es wieder diesen Weg zur Höhe angetreten, und vor UNS marschiert einer, den wir den Größten aller Deutschen nennen. Er bahnt uns den Weg in die Zukunft, und wie eine einzige Schicksals- gemeinschaft, gleichsam angeseilt, folgen wir ihm be­dingungslos und treu. Nun gibt es kein Zu ruck mehr und keine Kompromisse! Diesmal, so schloß Dr. Ley unter tosendem Beifall, werden wir es schaffen!

oder später werde England doch die Zukunft der früheren deutschen Kolonien er­örtern müssen. Mussolini und Hitler hätten er­klärt, daß sie den Frieden wünschen. Er bitte da­her die Mitglieder aller Parteien, den internatio-i