Ausgabe 
31.12.1938
 
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Scheunen) über 200 besitzt, mit einem Zuschuß aus städtischen Mitteln unterstützt. Die Wohnungs­bautätigkeit war im scheidenden Jahre rege im Gange, wobei insbesondere den Siedlungshäu­sern mit Vorgärten und der Schaffung eines muster­gültigen Bauernhofes am Stadtausgang nach Schot­ten zu besondere Aufmerksamkeit gebührt. Zur Ver­schönerung des Stadtbildes hat auch der alljährliche Blumenschmuckwettbewerb wiederum we­sentlich beigetragen.

Handwerk und Gewerbe, ebenso die Laubacher Industriebetriebe hatten in diesem Jahre flott zu tun und konnten an dem wirtschaftlichen Auf­schwung in guter Weise teilnehmen. Arbeitslose hat Laubach schon seit einigen Jahren nicht mehr auf­zuweisen. Im Gegenteil, es macht sich sowohl in den landwirtschaftlichen Betrieben Laubachs, als auch bei der Holzhauerei empfindlicher Mangel an Arbeitern bemerkbar.

Seit 15. Oktober hat Laubach in der in den obe­ren Räumen der Turnhalle eingerichteten Bann­führerschule einen neuen Faktor von weit­tragender Bedeutung erhalten. Die Laubacher Be­völkerung hat diese Einrichtung sehr begrüßt und durch das Laubacher Handwerk nach Kräften fördern helfen. Die unteren Räume der Bannführerschule sind aber auch weiterhin Ausbildungsstätte für die allgemeine Turnerei in Laubach. Das Jugend- Landheim des BDM. hatte auch in diesem Jahre während des Sommers guten Besuch aufzu­weisen. Der Fremdenverkehr war erfreulicher­weise sehr rege, insbesondere in den Tagen des Aus­schuß-Festes. Laubach hatte auch die Freude, wäh­rend der Sommermonate KdF. - Urlauber auf­nehmen zu können.

Als einen Wendepunkt von großer geschichtlicher Bedeutung sieht Laubach seine Eingliederung in den Kreis Gießen an, welche die Herstel­lung einer naturgegebenen Verwaltungsgrundlage, als gesunde Parallele zu den schon immer bestehen­

den engen wirtschaftlichen Beziehungen der Lau­bacher Ecke zur Stadt Gießen, bedeutet.

Für das Jahr 1939 sind bisher der Bau eines zweiten Hochbehälters für die Wasserleitung und Erweiterungsarbeiten im Wasserleitungsrohrnetz, ferner eine Neugestaltung des Bahnhofs­vorplatzes mit dem Ziele einer weiteren Ver­schönerung der Stadt vorgesehen. Blumen­schmuckwettbewerb und verstärkte Ver­kehrswerbung werden ebenfalls wieder wich­tige Arbeitspunkte der Stadt fein. Im übrigen wer­den im kommenden Jahre bereits die ersten Vor­arbeiten zu der 400-Jahrfeier des Lau­bacher Ausschusses im Sommer 1940 begin­nen, die in großem Rahmen begangen werden soll. Alle geborenen, auswärts wohnenden Laubacher, auch die int Ausland weilenden, sollen zu dieser großen Feier eingeladen werden, damit sie bei die­ser Gelegenheit wieder einmal in ihrer alten Heimat weilen können. Ein H I. - H e i m und die Herrich­tung eines Sportplatzes in einer landschaftlich schönen Gegend des Stadtbereichs werden projektiert. Wiederum erwartet Laubach neben vielen anderen Fremden gerne auch KdF.-Urlaüber.

Kräftig vorwärts in Lich.

Bürgermeister Geil, der bereits seit einer Reihe von Jahren die Verwaltung der Stadt Lich leitet, koftnte uns in einer Unterredung mit berechtigter Genugtuung von einem kräftigen Vorwärtsschreiten der Stadt Lich im Jahre 1938 berichten.

Die städtischen Finanzen befinden sich in bester Ordnung. Alle Rücklagen und Fonds konnten ohne Schwierigkeiten ausreichend mit neuen Mitteln gespeist werden. Arbeitslose kennt man auch in Lich schon lange nicht mehr. Im Gegenteil, es besteht ein großer Mangel an Arbeitskräften, der es z. B. notwendig machte, für die Holzhauer­arbeiten in den großen Waldungen der Stadt Ar­

beitskräfte aus dem Vogelsberg heranzuholen.

Im Verlaufe des Jahres wurden an Straßen und Plätzen umfangreiche Erneue­rungsarbeiten durchgeführt, die sich auf die Schaffung neuer Bürgersteige und guter Fahr­bahnen aus Kleinpflaster erstreckten, zugleich aber auch nach modernen städtebaulichen Grundsätzen vorgenommen wurden. Besonders ist in dieser Hin­sicht der Ausbau der Bahnhofstraße zu erwähnen, ebenso die Schaffung von Grünanlagen auf dem angrenzenden Reichsbahngelände.

Der Ausbau des Waldschwimmbades durch die Schaffung von 45 neuen Einzelkabinen und eines großen unterkellerten Wirtschaftsraumes, ferner eines 30 Meter langen Bassins für Nicht­schwimmer und eines 1,40 Meter hohen Sprung­turms hat wesentlich dazu beigetragen, daß der Besuch dieser städtischen Einrichtung, trotz des häufig ungünstigen Wetters, sehr gut war und die Einnahmen aus dem Bad eine sehr zufrieden­stellende Entwicklung aufwiesen. Zu diesem erfreu­lichen Ergebnis hat auch die rege Derkehrs- werbung erheblich beigetragen. Der hervor­ragenden Tätigkeit des Verkehrs - und^Ver­schönerungsvereins auf diesem Sonder­gebiet der Fremdenwerbung, wie seines verdienst­vollen Einsatzes für die Werbung überhaupt, außer­dem auch für den dankenswerten alljährlichen Blu­menschmuckwettbewerb, gebührt vollste Anerkennung. Auch durch dieses wahrhaft gemeinnützige Wirken hatte Lich während des ganzen Sommers einen guten Fremdenbesuch zu verzeichnen.

Die Wohnungsbautätigkeit war rege im Gange. Insbesondere ist hier auf den Bau der NS.-Heimstättensiedlung yinzuweisen, die sich als ein bedeutungsvoller Faktor für die Stadt erwiesen hat.

Industrie, Handwerk und Gewerbe, denen die Stadt alle Förderung zuteil werden ließ, konnten im Rahmen des allgemeinen wirtschaftlichen Auf­

schwungs eine erfreuliche Entwicklung verzeichnet und trugen dadurch ihrerseits ansehnlich zur Stär­kung der Kraftquellen der Stadt bei. Die Wirt­schaftslage in Lich war denn auch im Jahre 1938 nach jeder Richtung hin als günstig anzu­sehen. Dank ihrer großen und gepflegten Wal- düngen konnte die Stadt den außerordentlichen Holzbedarf in diesem Jahre voll befriedigen. Auf dem Gebiete des Feuerschutzes konnte die Stadt durch die Beschaffung einer zweiten Motor­spritze eine weitere wirkungsvolle Sicherung im Dienste der Gesamtheit gewährleisten. Als bedeut­sames Ereignis ist auch die Umwandlung der früheren Kleinkinderschule zu einem NSV.-Kin­dergarten anzusehen.

Für das Jahr 1939 ist vorgesehen, daß der vordere Teil des Hopfengartens, unter Er­haltung der unter Denkmalschutz stehenden Wall-, anlage, zu einer öffentlichen Anlage aus­gestaltet werden soll. In der Butzbacher Straße sollen beiderseits Bürgersteige und eine 9 Meter breite Fahrbahn geschaffen werden. Der jetzt als Verkehrshindernis wirkende Postbrunnen soll eine Neugestaltung in Form eines Nischen- brunnens erfahren. Die Ringstraße soll eine zeitgemäße Gestaltung erhalten. Schließlich ist im Hinblick auf die Enge der Innenstadt und auf den. stark angewachsenen Kraftfahrverkehr an gewisse Erweiterungen in der Innenstadt und an die Schaffung von Parkplätzen zu denken. Eine Sportplatzanlage im Anschluß an das Schwimmbad ist als finanziell gesichert anzusehen. In absehbarer Zeit ist auch mit der Errichtung eines HI.-Heimes zu rechnen. Schließlich ist noch eine Neuordnung im Bestattungswesen durch Errichtung 'eines Leichenhauses auf dem Friedhof als dringend notwendig ins Auge zu fassen. Ebenso ist die allgemeine Einführung von Wassermessern eine der vordringlichsten Auf­gaben.

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Gießen (Dammstr. 22), Frankfurt (Oder),31. Dezember 1938.

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Mitglied der Elektro-Gemeinschaft

Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 1. Januar. 14 30 Uhr, vom Sterbehaus Obergasse 8 aus statt

Nachlässe von z dw 20 v. 6. erhalten 61t bei wiederholten Auf­nahmen einer Anzetg»

Die Beerdigung findet Montag, den 2 Januar, nachmittags 3y2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Fettscheine nicht ausgehändigt.

I. Verbilligungsscheine

7* Elektro Leuchten-/ Radio

In tiefer Trauer: Karl Weidig Elisabeth Weidig August Weidig

In der Nacht zum 29. Dezember verschied ganz unerwartet nach schwerem kurzem Leiden meine liebe Frau und treusorgende Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin Anna Hölzing, geb. Wiener im blühenden Alter von erst 30 Jahren.

In tiefer Trauer; Adam Hölzing, nebst Sohn und Angehörigen Daubringen, Mainzlar, den 29. Dezember 1938.

Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. Januar 1939. nach­mittags 3 Uhr statt

Familien-Drucksachen Verlobungsanzelgen bei Brühl,Schulstraße7 Geburtsanzeigen

a) für Kleinrentner und

b) für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Empfänger von Familienunterstühung: Garten- strahe 2, Zimmer 11: Montag, 2. Januar, und Dienstag, 3. Januar 1939;

c) für Sozialrentner: Lonystrahe 2, am Schalter: Montag, 2. Januar 1939.

d) für Volksgenossen, die nicht in laufender Be­treuung des Sozialamts stehen: Gartenstrahe 2, Zimmer 16.

Buchstaben AF: Montag, 2. Januar 1939,

GK: Dienstag, 3. Januar 1939,

LR: Mittwoch, 4. Januar 1939,

SZ: Donnerstag, 5. Januar 1939.

II. Margarine-Bezugsscheine: Gartenstrahe 2, Zimmer 16.

Buchstaben AG: Freitag, 6. Januar 1939,

HP: Samstag, 7. Januar 1939,

RZ: Montag, 9. Januar 1939.

Gießen, 31. Dezember 1938.

Der Oberbürgermeister. Sozialamt.

I. V.: Dr. Hamm.

Unser geliebter Vater, Schwiegervater und Großvater

Herr Christian Weidig

ist im Alter von 87 Jahren für immer von uns gegangen.

Bekanntmachung.

Betr.: Fettschein-Ausgabe für die Monate Januar bis März 1939.

Ausgabezeit für alle Abteilungen: nur vormittags von 8 bis 12% Uhr. Fettscheine, die an den nach­stehend genannten Tagen nicht abgeholt werden, können später nur noch Mittwochs, vormittags, in Empfang genommen werden. An Kinder werden

Bekanntmachung.

Die Lieferung und Versetzung der Straßensink­kasten für die StraßenAm Sandfeld",Am Phi­losophenwald" und die Querstraßen unterhalb der Lieblgshöhe, sollen auf Grund der RDO. öffentlich vergeben werden. 8852D

Die Unterlagen sind ab Montag, den 2. Januar 1939, bei uns zu erhalten.

Die Angebote sind bis zum

Sonnabend, dem 7. Januar 1939, vormittags 10 Uhr, auf dem Stadtbauamt, Asterweg Nr. 9, abzugeben, wo die Oeffnung im Beisein der erschienenen An­bieter erfolgt.

Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen.

Gießen, den 30. Dezember 1938.

Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt.

I. A.: G r a v e r L

Bekanntmachung.

Mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde ist der allgemeine Beitragssatz meiner Kasse mit Wirkung vom 1. Januar 1939 von 6K v. H. auf 6 v H. herab­gesetzt worden. Die Mitgliederklassen bzw. Lohnstufen werden teilweise vom genannten Tage geändert

Die vom 1. Januar 1939 geltenden Beitragsberech­nungstabellen, aus denen das Nähere zu ersehen ist sind ab 2. Januar 1939 bei der Hauptverwaltung in' Gießen und den Zahlstellen erhältlich. 8802D

Gießen, den 31. Dezember 1938.

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Frankfurt

Pferde-Märkte

3. Januar, 31. Januar, 28. Februar, 21. Mfirz 1939

Besuch a. Sperrgebieten verboten

Zahlr. Antrieb von Pferden all. Bassen,

Nach langem, schwerem Leiden verschied am Frei­tag, dem 30. Dezember, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Grohvater

Heinrich Klaum III.

Bahnarbeiter L R.

im 76. Lebensjahr.

In tiefer Trauen

Luise Klaum und alle Angehörigen.

Großen-Linden, Allendorf (Lahn), 30. Dezember 1938.

8874 A

Vogtsc he

Plivat-Handelsschule Gießen, Goelhestr.32

Gtadttheater-Miete.

Die Einlösung der vierten Rate der Stammiete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 8799C

Montag, den 2. Januar 1939, für die Dienstag- Mieter,

Dienstag, den 3. Januar 1939, für die Mittwoch- Mieter,

Mittwoch, den 4. Januar 1939, für die Freitag- Mieter

in der Zeit von 10 bis 13 Uhe.

Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt Uebersendung einer besonderen Quittung.

Die zu zahlende vierte Rate beträgt: Familienlogen mit 5 Plätzen 42, RM. Familienlogen mit 4 Plätzen 31,60

I. Ring 10,40

II. Ring 8,40

III. Ring 6,20

IV. Ring 1,20

V. Ring 4,

Durch die Einführung der neuen Stammiete-Ein- trittsfarten kann die Einlösung der einzelnen Raten nur noch an der Tageskasse erfolgen. Eine Einlösung an der Abendkasse ist in Zukunft nur noch in Aus» nahmefällen möglich.

Gießen, den 28. Dezember 1938.

Der Oberbürgermeister.

Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8 jähriger Schulbildung. Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Schulgeld RM 17., keine Nebengebühren. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Aufnahmeprüfung bereits vor Ostern stattfindet und eine spätere Aufnahme nicht vorge­nommen werden kann.

Ein- u. halbjährige Handels- fachMasse Aufnahme m. Sekunda­oder Mittelschulreife ohne beson­dere Aufnahmeprüfung. Schulgeld RM 19., keine Nebengebühren. Anmeldungen für das neue Schul­jahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude Gießen, Goethestr.32. Ruf 2486