Scheunen) über 200 besitzt, mit einem Zuschuß aus städtischen Mitteln unterstützt. Die Wohnungsbautätigkeit war im scheidenden Jahre rege im Gange, wobei insbesondere den Siedlungshäusern mit Vorgärten und der Schaffung eines mustergültigen Bauernhofes am Stadtausgang nach Schotten zu besondere Aufmerksamkeit gebührt. Zur Verschönerung des Stadtbildes hat auch der alljährliche Blumenschmuckwettbewerb wiederum wesentlich beigetragen.
Handwerk und Gewerbe, ebenso die Laubacher Industriebetriebe hatten in diesem Jahre flott zu tun und konnten an dem wirtschaftlichen Aufschwung in guter Weise teilnehmen. Arbeitslose hat Laubach schon seit einigen Jahren nicht mehr aufzuweisen. Im Gegenteil, es macht sich sowohl in den landwirtschaftlichen Betrieben Laubachs, als auch bei der Holzhauerei empfindlicher Mangel an Arbeitern bemerkbar.
Seit 15. Oktober hat Laubach in der in den oberen Räumen der Turnhalle eingerichteten Bannführerschule einen neuen Faktor von weittragender Bedeutung erhalten. Die Laubacher Bevölkerung hat diese Einrichtung sehr begrüßt und durch das Laubacher Handwerk nach Kräften fördern helfen. Die unteren Räume der Bannführerschule sind aber auch weiterhin Ausbildungsstätte für die allgemeine Turnerei in Laubach. Das Jugend- Landheim des BDM. hatte auch in diesem Jahre während des Sommers guten Besuch aufzuweisen. Der Fremdenverkehr war erfreulicherweise sehr rege, insbesondere in den Tagen des Ausschuß-Festes. Laubach hatte auch die Freude, während der Sommermonate KdF. - Urlauber aufnehmen zu können.
Als einen Wendepunkt von großer geschichtlicher Bedeutung sieht Laubach seine Eingliederung in den Kreis Gießen an, welche die Herstellung einer naturgegebenen Verwaltungsgrundlage, als gesunde Parallele zu den schon immer bestehen
den engen wirtschaftlichen Beziehungen der Laubacher Ecke zur Stadt Gießen, bedeutet.
Für das Jahr 1939 sind bisher der Bau eines zweiten Hochbehälters für die Wasserleitung und Erweiterungsarbeiten im Wasserleitungsrohrnetz, ferner eine Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes mit dem Ziele einer weiteren Verschönerung der Stadt vorgesehen. Blumenschmuckwettbewerb und verstärkte Verkehrswerbung werden ebenfalls wieder wichtige Arbeitspunkte der Stadt fein. Im übrigen werden im kommenden Jahre bereits die ersten Vorarbeiten zu der 400-Jahrfeier des Laubacher Ausschusses im Sommer 1940 beginnen, die in großem Rahmen begangen werden soll. Alle geborenen, auswärts wohnenden Laubacher, auch die int Ausland weilenden, sollen zu dieser großen Feier eingeladen werden, damit sie bei dieser Gelegenheit wieder einmal in ihrer alten Heimat weilen können. Ein H I. - H e i m und die Herrichtung eines Sportplatzes in einer landschaftlich schönen Gegend des Stadtbereichs werden projektiert. Wiederum erwartet Laubach neben vielen anderen Fremden gerne auch KdF.-Urlaüber.
Kräftig vorwärts in Lich.
Bürgermeister Geil, der bereits seit einer Reihe von Jahren die Verwaltung der Stadt Lich leitet, koftnte uns in einer Unterredung mit berechtigter Genugtuung von einem kräftigen Vorwärtsschreiten der Stadt Lich im Jahre 1938 berichten.
Die städtischen Finanzen befinden sich in bester Ordnung. Alle Rücklagen und Fonds konnten ohne Schwierigkeiten ausreichend mit neuen Mitteln gespeist werden. Arbeitslose kennt man auch in Lich schon lange nicht mehr. Im Gegenteil, es besteht ein großer Mangel an Arbeitskräften, der es z. B. notwendig machte, für die Holzhauerarbeiten in den großen Waldungen der Stadt Ar
beitskräfte aus dem Vogelsberg heranzuholen.
Im Verlaufe des Jahres wurden an Straßen und Plätzen umfangreiche Erneuerungsarbeiten durchgeführt, die sich auf die Schaffung neuer Bürgersteige und guter Fahrbahnen aus Kleinpflaster erstreckten, zugleich aber auch nach modernen städtebaulichen Grundsätzen vorgenommen wurden. Besonders ist in dieser Hinsicht der Ausbau der Bahnhofstraße zu erwähnen, ebenso die Schaffung von Grünanlagen auf dem angrenzenden Reichsbahngelände.
Der Ausbau des Waldschwimmbades durch die Schaffung von 45 neuen Einzelkabinen und eines großen unterkellerten Wirtschaftsraumes, ferner eines 30 Meter langen Bassins für Nichtschwimmer und eines 1,40 Meter hohen Sprungturms hat wesentlich dazu beigetragen, daß der Besuch dieser städtischen Einrichtung, trotz des häufig ungünstigen Wetters, sehr gut war und die Einnahmen aus dem Bad eine sehr zufriedenstellende Entwicklung aufwiesen. Zu diesem erfreulichen Ergebnis hat auch die rege Derkehrs- werbung erheblich beigetragen. Der hervorragenden Tätigkeit des Verkehrs - und^Verschönerungsvereins auf diesem Sondergebiet der Fremdenwerbung, wie seines verdienstvollen Einsatzes für die Werbung überhaupt, außerdem auch für den dankenswerten alljährlichen Blumenschmuckwettbewerb, gebührt vollste Anerkennung. Auch durch dieses wahrhaft gemeinnützige Wirken hatte Lich während des ganzen Sommers einen guten Fremdenbesuch zu verzeichnen.
Die Wohnungsbautätigkeit war rege im Gange. Insbesondere ist hier auf den Bau der NS.-Heimstättensiedlung yinzuweisen, die sich als ein bedeutungsvoller Faktor für die Stadt erwiesen hat.
Industrie, Handwerk und Gewerbe, denen die Stadt alle Förderung zuteil werden ließ, konnten im Rahmen des allgemeinen wirtschaftlichen Auf
schwungs eine erfreuliche Entwicklung verzeichnet und trugen dadurch ihrerseits ansehnlich zur Stärkung der Kraftquellen der Stadt bei. Die Wirtschaftslage in Lich war denn auch im Jahre 1938 nach jeder Richtung hin als günstig anzusehen. Dank ihrer großen und gepflegten Wal- düngen konnte die Stadt den außerordentlichen Holzbedarf in diesem Jahre voll befriedigen. Auf dem Gebiete des Feuerschutzes konnte die Stadt durch die Beschaffung einer zweiten Motorspritze eine weitere wirkungsvolle Sicherung im Dienste der Gesamtheit gewährleisten. Als bedeutsames Ereignis ist auch die Umwandlung der früheren Kleinkinderschule zu einem NSV.-Kindergarten anzusehen.
Für das Jahr 1939 ist vorgesehen, daß der vordere Teil des Hopfengartens, unter Erhaltung der unter Denkmalschutz stehenden Wall-, anlage, zu einer öffentlichen Anlage ausgestaltet werden soll. In der Butzbacher Straße sollen beiderseits Bürgersteige und eine 9 Meter breite Fahrbahn geschaffen werden. Der jetzt als Verkehrshindernis wirkende Postbrunnen soll eine Neugestaltung in Form eines Nischen- brunnens erfahren. Die Ringstraße soll eine zeitgemäße Gestaltung erhalten. Schließlich ist im Hinblick auf die Enge der Innenstadt und auf den. stark angewachsenen Kraftfahrverkehr an gewisse Erweiterungen in der Innenstadt und an die Schaffung von Parkplätzen zu denken. Eine Sportplatzanlage im Anschluß an das Schwimmbad ist als finanziell gesichert anzusehen. In absehbarer Zeit ist auch mit der Errichtung eines HI.-Heimes zu rechnen. Schließlich ist noch eine Neuordnung im Bestattungswesen durch Errichtung 'eines Leichenhauses auf dem Friedhof als dringend notwendig ins Auge zu fassen. Ebenso ist die allgemeine Einführung von Wassermessern eine der vordringlichsten Aufgaben.
40 Jahre Borrmann
Gießen, Neustadt 5-7, Fernsprecher 4165
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EDGAR Borrmann
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EDGAR BORRMANN
Gießen (Dammstr. 22), Frankfurt (Oder),31. Dezember 1938.
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Mitglied der Elektro-Gemeinschaft
Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 1. Januar. 14 30 Uhr, vom Sterbehaus Obergasse 8 aus statt
Nachlässe von z dw 20 v. 6. erhalten 61t bei wiederholten Aufnahmen einer Anzetg»
Die Beerdigung findet Montag, den 2 Januar, nachmittags 3y2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt
Fettscheine nicht ausgehändigt.
I. Verbilligungsscheine
7* Elektro Leuchten-/ Radio
In tiefer Trauer: Karl Weidig Elisabeth Weidig August Weidig
In der Nacht zum 29. Dezember verschied ganz unerwartet nach schwerem kurzem Leiden meine liebe Frau und treusorgende Mutter, Tochter, Schwester und Schwägerin Anna Hölzing, geb. Wiener im blühenden Alter von erst 30 Jahren.
In tiefer Trauer; Adam Hölzing, nebst Sohn und Angehörigen Daubringen, Mainzlar, den 29. Dezember 1938.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 1. Januar 1939. nachmittags 3 Uhr statt
Familien-Drucksachen Verlobungsanzelgen bei Brühl,Schulstraße7 Geburtsanzeigen
a) für Kleinrentner und
b) für Kriegsbeschädigte, Kriegshinterbliebene und Empfänger von Familienunterstühung: Garten- strahe 2, Zimmer 11: Montag, 2. Januar, und Dienstag, 3. Januar 1939;
c) für Sozialrentner: Lonystrahe 2, am Schalter: Montag, 2. Januar 1939.
d) für Volksgenossen, die nicht in laufender Betreuung des Sozialamts stehen: Gartenstrahe 2, Zimmer 16.
Buchstaben A—F: Montag, 2. Januar 1939,
„ G—K: Dienstag, 3. Januar 1939,
„ L—R: Mittwoch, 4. Januar 1939,
„ S—Z: Donnerstag, 5. Januar 1939.
II. Margarine-Bezugsscheine: Gartenstrahe 2, Zimmer 16.
Buchstaben A—G: Freitag, 6. Januar 1939,
„ H—P: Samstag, 7. Januar 1939,
„ R—Z: Montag, 9. Januar 1939.
Gießen, 31. Dezember 1938.
Der Oberbürgermeister. Sozialamt.
I. V.: Dr. Hamm.
Unser geliebter Vater, Schwiegervater und Großvater
Herr Christian Weidig
ist im Alter von 87 Jahren für immer von uns gegangen.
Bekanntmachung.
Betr.: Fettschein-Ausgabe für die Monate Januar bis März 1939.
Ausgabezeit für alle Abteilungen: nur vormittags von 8 bis 12% Uhr. Fettscheine, die an den nachstehend genannten Tagen nicht abgeholt werden, können später nur noch Mittwochs, vormittags, in Empfang genommen werden. An Kinder werden
Bekanntmachung.
Die Lieferung und Versetzung der Straßensinkkasten für die Straßen „Am Sandfeld", „Am Philosophenwald" und die Querstraßen unterhalb der Lieblgshöhe, sollen auf Grund der RDO. öffentlich vergeben werden. 8852D
Die Unterlagen sind ab Montag, den 2. Januar 1939, bei uns zu erhalten.
Die Angebote sind bis zum
Sonnabend, dem 7. Januar 1939, vormittags 10 Uhr, auf dem Stadtbauamt, Asterweg Nr. 9, abzugeben, wo die Oeffnung im Beisein der erschienenen Anbieter erfolgt.
Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen.
Gießen, den 30. Dezember 1938.
Der Oberbürgermeister. Stadtbauamt.
I. A.: G r a v e r L
Bekanntmachung.
Mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde ist der allgemeine Beitragssatz meiner Kasse mit Wirkung vom 1. Januar 1939 von 6K v. H. auf 6 v H. herabgesetzt worden. Die Mitgliederklassen bzw. Lohnstufen werden teilweise vom genannten Tage geändert
Die vom 1. Januar 1939 geltenden Beitragsberechnungstabellen, aus denen das Nähere zu ersehen ist sind ab 2. Januar 1939 bei der Hauptverwaltung in' Gießen und den Zahlstellen erhältlich. 8802D
Gießen, den 31. Dezember 1938.
3et£eliEt0e[£an0l[anlenlofief.0.£onöltel5®leBen
Frankfurt
Pferde-Märkte
3. Januar, 31. Januar, 28. Februar, 21. Mfirz 1939
Besuch a. Sperrgebieten verboten
Zahlr. Antrieb von Pferden all. Bassen,
Nach langem, schwerem Leiden verschied am Freitag, dem 30. Dezember, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater und Grohvater
Heinrich Klaum III.
Bahnarbeiter L R.
im 76. Lebensjahr.
In tiefer Trauen
Luise Klaum und alle Angehörigen.
Großen-Linden, Allendorf (Lahn), 30. Dezember 1938.
8874 A
Vogtsc he
Plivat-Handelsschule Gießen, Goelhestr.32
Gtadttheater-Miete.
Die Einlösung der vierten Rate der Stammiete hat an der Theaterkasse, Johannesstraße 3, zu erfolgen, und zwar: 8799C
Montag, den 2. Januar 1939, für die Dienstag- Mieter,
Dienstag, den 3. Januar 1939, für die Mittwoch- Mieter,
Mittwoch, den 4. Januar 1939, für die Freitag- Mieter
in der Zeit von 10 bis 13 Uhe.
Nach Einzahlung auf Postscheckkonto Frankfurt am Main 37210, Kasse des Stadttheaters Gießen, erfolgt Uebersendung einer besonderen Quittung.
Die zu zahlende vierte Rate beträgt: Familienlogen mit 5 Plätzen 42,— RM. Familienlogen mit 4 Plätzen 31,60 „
I. Ring 10,40 „
II. Ring 8,40 „
III. Ring 6,20 „
IV. Ring 1,20 „
V. Ring 4,— „
Durch die Einführung der neuen Stammiete-Ein- trittsfarten kann die Einlösung der einzelnen Raten nur noch an der Tageskasse erfolgen. Eine Einlösung an der Abendkasse ist in Zukunft nur noch in Aus» nahmefällen möglich.
Gießen, den 28. Dezember 1938.
Der Oberbürgermeister.
Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene mit 8 jähriger Schulbildung. Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Schulgeld RM 17.—, keine Nebengebühren. Frühzeitige Anmeldung erbeten, da die Aufnahmeprüfung bereits vor Ostern stattfindet und eine spätere Aufnahme nicht vorgenommen werden kann.
Ein- u. halbjährige Handels- fachMasse Aufnahme m. Sekundaoder Mittelschulreife ohne besondere Aufnahmeprüfung. Schulgeld RM 19.—, keine Nebengebühren. Anmeldungen für das neue Schuljahr und Auskünfte jederzeit im Schulgebäude Gießen, Goethestr.32. Ruf 2486


