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Ur. 26 Erstes Blatt

Dienstag,!. Sebruar 1938

188. Jahrgang

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31. Ian. (DNB.) Im Mttelpunkt der I nommen und der Bau eines zweiten sol-

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Annahme von Anzeigen für die Mitlagsnummer bis 8' /,Uhr des Vormittag»

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chen Bades bei Ä o IJ) e r g begonnen wird und daß am Rhein mehrere Erholungs­heime geschaffen werden. Ferner gab Dr. Ley be­kannt, daß das erste ,L d F." - S ch i f f im April und auch das zweite noch im Laufe dieses Jahres fertiggestellt sein werden beide würden als die schönsten Schiffe der Welt gelten können und daß im Jahre 1 940 eine ganze Flotte vonKdF."-Schiften bereitsteht, um Zehn­tausende von deutschen Arbeitern in Begleitung von Einheiten der deutschen Marine auf einer Welt­reise zu den Olympischen Spielen nach Tokio zu bringen. Die Ausführungen Dr. Leys, die mit einem ergreifenden Bekenntnis zu Adolf Hitler abschlossen, weckten begeisterten Beifall.

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Vetriebsappelle im Gau Hessen-Rassau.

Gauobmann Becker sprach in einem Frankfurter Werk.

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Frankfurt a. M., 31. Jan. Aus Anlaß Jahrestages der Machtergreifung fanden am Mon­tagfrüh auch im Gau Hessen-Nassau in allem größeren Betrieben Appelle statt. Der De- triebsappell bei der Fa. Hartmann & Braun in Frankfurt a. M. war von besonderer Bedeutung, weil von hier aus der Gauobmann der DAF., Willi Becker, eine Ansprache an alle Schaffenden im Gaugebiet richtete. Er zeigte den harten Kampf, den der Führer aus Liebe zu seinem Volk vierzehn Jahre hindurch geführt hat, um Deutschland zu retten und dem Vaterland die ihm gebührende Ehre wiederzugeben. In jedem Jahr, so erklärte er weiter, werde der 30. Januar nicht nur ein Feier- tag für unser Volk sein, sondern er wird immer ein Tag der Selbstbesinnung sein müs­sen. An ihm müßten wir uns erinnern, welche Zustände vor der Machtergreifung durch unseren Führer in Deutschland geherrscht hätten und welcher Wandel auf allen Gebieten des Lebens durch die Tatkraft Adolf Hitlers eingetreten sei. Nachdem er den Arbeitskameraden die Erfolge der letzten Jahre vor Augen geführt hatte, forderte er alle Schaf­fenden auf, unermüdlich an der Gestaltung einer großen Kameradschaft mitzuhelfen, die der ewige Born des deutschen Volkes sei. Jeder Volksgenosse müsse von der Erkenntnis durch­drungen sein, daß seine Arbeit zum Wohle des deutschen Volkes verrichtet werden müsse, und daß er restlos seine Pflicht an dem Arbeitsplatz zu er­füllen habe, an den er gestellt ist. Die Verbunden­heit von Mensch zu Mensch sei die unbedingte Grundlage des deutschen Sozialismus und der deut­schen Volksgemeinschaft. Dom Betriebsführer bis zum letzten Gefolgschaftsmann müßten sich alle Schaffenden eins fühlen. Wenn ein Volks- aenosfe mal eine schwache Stunde habe, müsse ihn der andere wieder aufrichten. Der Führer habe, das Feuer des eigenen Herzens auf Millionen Volksgenossen übertragen, deren Herz nun- gleich­falls für Deutschland brenne. Dieses Feuer dürfe nie erlöschen.

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Marinepläne, die 1937 aufgestellt worden seien, müß- ten überholt werden, da sonst die französischen I Ueberseeinteressen gefährdet würden. Er werde der 1 Regierung geeignete Maßnahmen in Vorschlag brin- \ gen. Die frühere Seestellung Frankreichs könne je- ' doch schnell wieder hergestellt werden, wenn erst d i e erforderlichen Finanzmittel zur Verfü- , gung stünden. Er werde u. a. die s o f o r t i g e E r - setzung verschiedener alter Einheiten 1 vorschlagen.

Verölungen zwischen England, Frankreich und Amerika.

London, 31.Jan. (DNB.) Reuter meldet, daß ständige Flottenberatungen auf diplo­matischem Wege zwischen England, Frank­reich und den Vereinigten Staaten stattfinden würden. Dies geschehe auf Nachrichten hin, daß Japan vermutlich Kriegsschiffe auf Kiel lege, die die Höch st grenze.des Londoner Flottenvertrages überschreiten wür­den. Da diese Meldungen aber noch nicht bestätigt, seien, komme eine Anwendung der Gleitklausel für den Augenblick nicht in Frage. England habe kein legales Recht, von Japan, das den Londoner Flot­tenoertrag nicht unterzeichnet habe, Aus­kunft über fein Flottenprogramm zu verlangen. In London würde man jedoch Mitteilungen von Einzelheiten über bas japanische Flottendaupro- gramm begrüßen, um auf diese Weise ein Wett­rüsten zur See vermeiden zu können. In Londoner Flottenkreisen sei man nicht der Ansicht, daß die Vereinigten Staaten durch die Enge des Pa­namakanals am Bau größerer Schlachtschiffe gehindert werden könnten, der Kanal könne vor­aussichtlich ohne große Schwierigkeiten erwei­tert werden.

AeueEtappen des deuffchenGozialismus

Dr. Ley auf dem Betriebsappell der Schaffenden.

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(Scherl-Bilderdienst-M.)

Seele dem Führer Adolf Hitler Welche ungeheure Wandlung sich in diesen fünf fahren vollzogen habe, gehe allein schon aus der einzigen Tatsache hervor, daß damals noch Streiks, Aussperrungen und Wirt- schaftskämpfe unser Wirtschaftsleben aufs schwerste beeinflußten, während heute diestlben Menschen zu einem in der ganzen Welt ohne Beispiel dastehenden ungeheuren L e i st u n g s w e t t k a m p f antraten. Obschon der Nationalsozialismus erst in den An­fängen feines Aufbauwerkes stehe, nehme Deutschs land bereits wieder eine führende Stellung m der Welt ein. Sorgen werde es immer und für, leben geben; das sei nicht das Entscheidende. Der Führer selbst trage ja unausgesetzt die Awersten f »um Wohle seines Volkes. Entscheidend sei, daß wir einen Mann unter uns wußten, der d'- Sorgen aller Deutschen zu seinen e i g e n e n Sorgen mache.

Dr. Ley teilte mit, daß eine großzügige A 1t e r 5« Versorgung für den schaffenden Men- scheu in Angriff genommen wird, daß das KdF." -Seebab auf Rügen m Betrieb ge-

richten aus den überseeischen Besitzungen Hollands in Ost- und Westindien, wo die Geburt der Thronerbin die gleiche Begeisterung hervor­gerufen hat wie im Mutterlande. Ja, dort tragen diese Feiern eine besondere Note, in ihnen soll die innige Verbundenheit mit der fernen Heimat mit- klingen.

Das holländische Volk hat allen Grund zur Freude und auch außerhalb der niederländischen Grenzen wird man diese Freude mitempfinden, besonders in Deutschland, wo man die guten nachbarlichen Be­ziehungen zu Holland zu schätzen weiß. Im Herost dieses Jahres wird das 40jährige Regierungs­jubiläum der Königin WilheImina gefeiert. Damals übernahm die Frau, die nun schon ein Menschenleben die Krone trägt, im jugendlichen Alter das verantwortungsvolle Amt. Diese Merzig Jahre sind für Holland eine glückliche Zeit gewesen. Es hat nicht an Krisen und gefährlichen Augen­blicken gefehlt.' Die Stürme, die in diesem Zeit­abschnitt über Europa und die Wett dahingegangen sind, haben auch vor den holländischen Grenzen nicht Halt gemacht. Aber eine besonnene Neutrali­tätspolitik und ein richtiges Verständnis für die historischen Aufgaben des Landes als Mittter zwi­schen den großen Nationen haben alle Katastrophen abgewendet, die letzten Monate haben aufs Neue gezeigt, daß die niederländische Staatsführung sich dieser Vermittlerstellung auch jetzt voll^ bewußt ist. Heute am Freudentage des Hauses Nassau-Dranirn und des gesamten holländischen Volkes wollen w i r Deutschen uns dankbar der vornehmen Haltung erinnern, die große Teile Hollands Deutschland ge­genüber in seinen schwersten und dunkelsten laaen erwiesen haben. Holland war das erste Land, das nach dem Schanddiktat von Versailles den Luftver­kehr mit Deutschland, dessen Schwingen auf emtg zerbrochen werden sollten, ausgenommen hat. Un­zählige deutsche Kinder, deren Lebenskraft und Lebensfreude durch die entsetzliche Hungerblockade und die furchtbare Not nach dem Kriege auf Be­fehl unmenschlicher dunkler Mächte vernichtet wer­den sollten, fanden damals in Holland liebevolle Aufnahme. Nahe Nachbarschaft und rege Beziehun­gen bringen es nun einmal mit sich, daß auch Miß­verständnisse entstehen können. Deutscherseits ist das immer sehr bedauert worden, ui)d es ist zu hotten, daß die vorliegenden Anzeichen für ein besseres Ver­stehen sich weiter verstärken und daß auf beiden Seiten der ernste Versuch gemacht wird, ein offenes Auae für die Notwendigkeit des anderen zu haben.

Der Prinz ober die Prinzessin, die in den Nieder­landen zur Thronfolge geboren wird, trägt feit der Begründung des Königreichs der Niederlande den Titel Prinz von Oranien. Seit dem niederländi­schen Befreiungskampf gegen die Spanier unter Wilhelm von Oranien, der ein deutscher Fürst mar und in Nassau-Dillenbura ansässig, batten die sieben Provinzen lediglich die Statthalterschaft dem Für­stengeschlecht übertragen, daneben svielte der ge­schäftsführende Minister, der Ratsoensionär (Staats- fdireiber von Holland) eine maßaebende und ge­wöhnlich entscheidende Rolle. Die Niederlande wa­ren von 1581, dem Jahre der Unabhängigkeitserklä- runa der sieben nördlichen Provinzen, bi« 1806, als Navoleon die Niederlande zu einem Könio^pich umwandelte. Revublik. CMt nach den Freiheitskrie­gen erhielt b^r Dränier W'lhelm UI ben Titel emes Königs ber Niederlande. Mit Wilhelm UI. ftarb im Fahre 1890 ber Mannesstamm ber Dränier ans, ernt' Verfassungsänderung, bie bereits im J^bi-e 1887 vorgenommen mürbe, erklärte auch bie Töch­ter be« Hauses Oranien für erbfofgefä^ia und mit ber Thronbesteigung ber Tochter Wilhelm« UI, Wilhelmine, bie 1880 geboren ist und bis 1898 unter ber Vormundschaft ihrer Mutter Emma, einer Prinzessin von Walbeck, ^anb. bestieo zum ersten Male eine Königin ben Thron ber Nieber- fnnbe. Königin Wilhelmine war verheiratet mit dem Prinzgemahl Heinrich ber Nieberlanbe cn»m Mecklenburger Prinzen Ihm aebar fft am 30. Avril 1909 bie Erbin de? niederländischen Thrones. I liana, Prinzessin von DranienMassau. bie am 7. Januar 1937 ben Prinzgemahl Bernhard van Lipve-Diesterfeld heiratete. Nach dem niederländi­schen Gesetz dürfen M'takieder des Hauses Oranien mir einen vrotestavftschm Prinzen oder eine vro- testantilche PriwzessirO heiraten, bie kein Erbrecht auf einen auslänbischen Thron besitzen. Die st.iats- rechlliche Stellung der heute geborenen Prinzessin,

gen? Die amerikanische Regierung Rechtfertigt ihre Aufrüstung damit, daß ihre Flotte stark genug sein muß, um bei künftigen Entscheidungen (praktisch gesehen: bei einem künftigen gemeinsamen Auf­treten) dem englischen Partner gleichberechtigt zu jein. Ferner veröffentlicht die amerikanische Regie­rung ihre jeweiligen Protestnoten an Japan termin- mäßig möglichst so, daß die propagandistische Aus­wirkung ihren Rüjtungsplänen zugute kommt. So bezeichnet eine englische Zeitung ganz offen eine letzthin ergangene Protestnote der Vereinigten Staaten, deren Veröffentlichung etwa 14' Tage auf­geschoben wurde, a Vs Theateroorhang; wo­bei dieses Wortbild sagen will, daß die Szenerie des Vorhangs auf das Rüftungs-Theater" vorbe­reiten soll. Umgekehrt hat die englische Presse bisher alles getan, um die Vereinigten Staaten im chine­sisch-japanischen Konflikt nach dem bekannten Worte anzuspannen:Hannemann, geh' du voran, du hast die großen Stiebeln an". In dem Maße aber, wie die Vereinigten Staaten tatsächlich aufrüften, zieht sich die englische Presse in ihr Schneckenhaus zu­rück, um ihre Befriedigung und ihre Freudeim füllen Winkel" auzukosten und keine nachdenklichen Erwägungen bei ben Amerikanern auszulösen, bie, wie gesagt,' aus den Erfahrungen des Weltkriegs heraus mit einem merklichen Mißtrauen aegen die englische Politik belastet sind und die erst durch ein kunstvolles System von Maßnahmenin die richtige Linie" gebracht werden sollen. B. R.

Auch Frankreich will seine Flottenpläne revidieren.

Paris, 31.Jan. (DNB.) Marineminister Wil­liam Bertrand erklärte der Presse, daß die schnelle Entwicklung der Wettmarinepolitik ihn überrascht habe, sie sei seit etwa einem Monat in eine völlig neue Phase getreten. Alle französischen

Washington, 31. Jan. (DNB.) Zur Vor­bereitung der großen Aussprache im Kongreß über die neue Flottenoorlage begann im Marineausschuß des Abgeordnetenhauses die Vernehmung der Sachverständigen. Als erster Zeuge erklärte der amerikanische Flottenchef Admiral Leahy, daß bie vor kurzem in Englanb und in Ja­pan erfolgte Aufrüstung der Kriegsflotte eine sofortige Verstärkung der amerikanischen Seestreitkräfte erforderlich gemacht habe. Die Si­cherheit der Vereinigten Staaten sei durch bie seit Ablauf des Londoner Flottenvertrages von 1930 vorgenommenen Rüstungen zur See ernstlich ge- fährbet worden. Nach dem völligen Zusammenbruch ber internationalen Bemühungen, eine Begrenzung der Flottenstärke zu erreichen, sei bie beabsichtigte amerikaiftsche Aufrüstung auch im Hinblick auf die unsichere Weltlage mehr als gerechtfertigt. Die See­streitkräfte hätten die internationale Ächtung vor den Vereinigten Staaten zu garantieren und jeder fremden Nation die Gefahren eines Angriffes vor Augen zu führen. Allerdings genüge der vorge- legte Aufrüstungsplan nicht, um gleichzeitig beide Küsten der Staaten schützen zu können. Weder der Gedanke an einen Angriffskrieg noch ber Wunsch, ben Wettpolizisten zu spielen, habe biesen Plan aus- gelöst. Um Erfolge in einem überseeischen Angriffs­krieg auch nur annähernd sicherstellen zu können, wäre es notroenbig gewesen, den jetzt vorliegenden Aufrüstungsplan zu verdreifachen. Ein Grund für die Verstärkung ber amerikanischen Kriegs­flotte sei allerbings bie Tatsache, baß nur bie See­macht ber Vereinigten Staaten eine Besitzergreifung jübamerikanischer Republiken für den Fall eines Versagens ber Monroe-Doktrin verhin- bern könne.

Zu Dergleichszwecken unterbreitete barauf ber Flottenchef bem Ausschuß bie internationale Ma­rinetabelle. Als befonbers ernst bezeichnete er die U-Baot-Loge. Unter besonderer Bezugnahme auf Japan erklärte er, daß es nicht überraschend sei, daß sich England und Frankreich 1936 im Hinblick auf bie Seerüstungen anderer Länder" geweigert hätten, einer quantitativen Rüstungs­beschränkung zuzustimmen. Als von einem Abge­ordneten dazu gefragt wurde, inwiefern die Ver- hättnisguote 5:5:3 von Japan gestört worden fei, jagte Leaby, daß er nicht imstande fei, darauf eine klare Antwort zu geben. Japan habe erheblich mehr Kreuzer als die Vereinigten Staaten ge­baut und ebenso die Zahl der Z e r st ö r e r vermehrt. Eine weitere Frage, ob Amerika im Falle von Feind­seligkeiten im Pazifik mit ber Unterstützung a n b e r e r ßänber rechnen könne, würbe dahin­gehend beantwortet, daß die Vereinigten Staaten ihre Pläne auf Grund ihrer eigenen Probleme auszuarbeiten Hütten. Der demokratische Abgeord­nete May teilt mit, daß das Kriegsministerium be­absichtige, die Armee bis zum Jahre 1943 auf 280000 Mann z u vermehren. _Ss sei vorgesehen, eine reguläre Armee in der Stärke von 165 000 Mann aufzustellen und dazu über 115 000 eingetragene Reservisten $u verfügen.

Ein Land jubelt.

33on unterem Eftr.-Berichienicitter.

Nachdruck, auch mit Ouellenangabe, verboten!

A m st e r d a m , 31. Januar 1938.

Wohl selten ist die Thronerbin mit solcher Sehn­sucht von einem ganzen Volk erwartet worden wie die kleine Prinzessin, der die Kronprinzessin Juliana in Schloß Soestdijk oas Leben geschenkt hat. Als 51 Kanonenschüsse die freudige Kunde im Lande verbreiteten, die Kirchenglocken ihr Festgeläut em- setzten, der Rundfunk die frohe Nachricht durch ben Aether sandte und die Zeitungsoerkäufer ihre Extrablätter laut rufend ausboten und nicht Hände genug hatten, um alle Käufer zu befriedigen, ging buchstäblich eine Welle der Freude durch das ganze Land und die innere Verbundenheit der Bevölke­rung mit bem Königshause, bie sich im vorigen Jahre während der Hochzeitsfeier der Prinzessin in so schönen Zügen offenbart hätte, kam in diesem Jubel vielleicht noch deutlicher zum Ausdruck. Wäh­rend dieser Bericht durchgesprochen wird, ziehen Festzüge mit Musik und Gesang durch bie Straßen der holländischen Städte. Schulkinder und Bedürf­tige werden durch Festgaben erfreut. Kurz, das ganze Land feiert ein Oranjefeft, von dem sich niemand ausschließt, der in seinem HerMn Nie­derländer ist. Schon bringt der Telegraph die Nach-

Wie Amerika seine Kloüenausrüfiung begründet

Oer Flottenchef erläutert dem Parlament die neue Rüsiungsvorlage.

Berlin, l_. ______ _____, _

Betriebsappelle, die in der Reichshauptstadt zum fünften Jahrestag der nationalsozialistischen Er­hebung abgehalten wurden, stand eine Rede des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley in der Halle des Siemenswerkes. Heute gehöre, so sagte Dr. Ley, der deutsche schaffende Mensch mit ganzer

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Zunächst bie rein sachlichen Tatbestände. Die Hochseeflotte ber Vereinigten Staaten wird enorm verstärkt, wobei auch Schiffe von mehr als 40 000 Tonnen mit 18zölligen Geschützen gebaut werden. Dazu kommen Seeflugzeuge und etwa 65 Handels­schiffe, die tatsächlich als Hilfskreuzer für den Kriegsfall gedacht find. An ben britische^ Flotten­manövern bei Singapore werden auch drei amerika­nische, ja sogar französische und holländische Kriegs­schiffe alsZuschauer" teilnehmen. Dabei kann es als sicher unterstellt werden, daß diesesZuschauen -nicht rein platonischer Art ist, sondern daß dre Formen einer höchst praktischen slottenstrateglschen Zujammenarbeit erörtert werden. Da auch m ber amerikanischen und englischen Presse ganz offen der Gedanke einer Blockade gegen Japan auf der Hinte SingaporeNiederländische InselgruppeAustratten einerseits und von Alaska über Hawai bis etwa in bie Breiten bes Panamakanuls anbererseits er­örtert wirb, so ist es natürlich, daß die japanische Presse mit einiger Beunruhigung über diese wett- greifenben Pläne berichtet.

In dieses Kapitel gehören nun auf wirtschaft­lichem und politischem Gebiet einmal das schon de- Woffene N e u t r a 1 i t ä t s ge f e tz m den Der- einigten Staaten und ber amerikanisch-bri­tische Handelsvertrag, über ben gegen- roärtig verhandelt wird. Das bereits in Kraft ge­tretene amerikanische Neutralitatsgesetz gibt tatsäch­lich bie Freiheit der Meere zugunsten der Nation auf, deren Flotte die See beherrscht. Das ist im Atlantischen Dzean England Fatalerweise ist die seemächtigste Nation bes Stillen Dzeans aber Japan und eben deshalb wenden bie Vereinigten Staaten dieses Gesetz jetzt, während des chlUbsisch-iapanischen Konfliktes, nicht an, weil es ^n auf diesen Fall nicht zugeschniften war und deshalb China geg^n über Japan benachteiligen wurde. Der e n g 11 sch- amerikanische Handelsvertrag hat Zum Ziel, schon im Frieden die kaufmännischen 21n|ag- punkte zu entwickeln, auf denen hch ^ kriegswirt­schaftliche Versorgung Englands vollziehen mürbe.

lieber bie enge Zusammenarbeit darf weder bie englische noch die amerikanische Taktik täuschen. An sich haben die breiten Massen des amerikanischen Volkes vom Weltkriegbie Wate roll"- ferner wünschen alle Amerikaner, daß ihr Lanb' nicht gewissermaßen bie Reserven für bie eng­lische Politik stellt. Was Machen also die Regierun-

tr)d)«ini täglich, nutzer Sonntags und Feiertag» Beilagen. Die Illustriert» Gietzener Familienblätter Heimatim Bild Die Scholle

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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühlsche Univerfitätsdruckerei R. Lange in Stehen. Schriftlettvng und Gefchaflsstelle: Schulftrahe 7

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