aber von den Vertretern der Kliniken aufs schärfste zurückgewiesen wurde. Auch die Zumutung, daß die deutschen Aerzte mit tschechischen Schwestern den Dienst an den deutschen Kliniken versehen sollten, wurde abgelehüt. Die nötigen Schritte, die Kliniken wieder in den Zustand zu versetzen, in dem sie vor der Beschlagnahme waren, sind eingeleitet worden.
Nie Ltebergabe der abgetretenen Gebiete. Deutsch-tschechische Vereinbarungen zum Münchener Abkommen.
Berlin, 30. Ott. (DNB.) Zur Durchführung des Münchener Viermächteabkommens ist zwischen der deutschen und der tschecho-slowakisc^n Regierung eine Reihe weiterer technischer Vereinbarungen abgeschlossen worden für die Ueb ergäbe der ab» getretenen Gebiete. Oberster Grundsatz ist, daß das abgetretene Gebiet in „ordnungsmäßigem" Zu st and zu übergeben war, und daß, soweit dies nicht geschehen ist, R ü ck e r st a t - tung oder Ersatz zu leisten ist. Es ist bereits eine erhebliche Zahl von Lokomotiven, Triebwagen, Personen- und Güterwagen an die Reichsbahn zurückgeliefert worden. Weitere Rücklieferungen werden in den nächsten Tagen erfolgen. Ebenso ist mit der Rücklieferung von Pferden und Kraftwagen, die von den tschecho-slowa- kischen Militärbehörden requiriert worden sind, bereits begonnen worden. Auch die Rücklieferung des für die Verwaltungsbehörden notwendigen Schrift- tums (Derwaltungs- und Berichtsakten, Registraturen, Pläne usw.) ist bereits im Gange.
Am Montag wird auf etwa 50 Stellen an der neuen Grenze der Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und der Tschecho-Slowäkei wieder in Gang gesetzt werden. Das bedeutet, daß die Tschscho-Äowakei wieder an den internationalen Personen- und Gütereisenbahnoerkehr angeschlossen wird. Bei dieser Gelegenheit wurde zwischen den beiden Eisenbahnverwaltungen auch ein privilegierter Personen- und Güterverkehr zwischen Schlesien und der O st mark auf benx zwei Eisenbahnstrecken Annaberg—Lundenburg und Mit- telwalde—Lundenburg vereinbart. Dieser Verkehr ist von den sonst üblichen Zoll-, Paß- und Devisenkontrollen befreit. Er wird sich daher für den Handel und die Reisenden leicht und schnell abwickeln. Ferner ist eine Vereinbarung über den Zahlungsverkehr zwischen dem abgetretenen Gebiet und der Tschecho-Slowäkei getroffen worden. Der Warenverkehr zwischen dem abgetretenen Gebiet und der Tschecho-Slowäkei kann auf Grund dieses Zahlungsverkehrs jetzt wieder in Gang kommen. Dem gleichen Zweck dient die Regelung, daß für Vie Einfuhr tfchecho-slowakischer Erzeugnisse in das abgetretene Gebiet und umgekehrt für die Einfuhr von Erzeugnissen des abgetretenen Gebietes nach der Tschecho-Slowäkei vorläufig Zoll frei- h e i t gilt. In der kommenden Woche wird auch der regelmäßige Po st«, Telephon- und T e l e » grammverkehr zwischen Deutschland und der Tschecho-Slowäkei wieder ausgenommen werden.
„MeinKampf" in derTschecko-Elowakei nickt mebr verboten.
Prag, 29. Okt. (DNB.) Das Ministerium des Innern hat das Verbot der Beförderung und Verbreitung folgender ausländischer Zeitschriften widerrufen: „Der Angriff", „Berliner Börsenzeitung". „Berliner Tageblatt", „Frankfurter Zeitung", „Münchener Neueste Nachrichten", „Nationalzeitung", Essen, „Neue Freie Presse", Wien, „Neues Wiener Journal", Wien. „Völkischer Beobachter" Ferner widerrief das Ministerium das Verbot der Beförderung und Verbreitung des Buches „M e i n K a m p f".
Oie Technische Noihilfe beim Einmarsch ins Sudeienland.
Berlin, 29. Okt. (DNB.) Bei der Besetzung der sudetendeutschen Gebiete sind Angehörige der Technischen Nothilfe im Rahmen von besonderen, den Oberbefehlshabern der Heeresgrupven unter- stehenden Einheiten, eingesetzt worden. Diesen Einheiten lag insbesondere die Inganghaltung von Dersorgungsbetrieben bzw. die Wiederingangsetzung zerstörter Dersorqungsbetriebe ob, um die Versorgung der einrückenden Truvpen und der Zivilbevölkerung mit Strom, Gas und Wasser sicherzustellen. Sie haben die ihnen gestellten Aufgaben voll erfüllt. Der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht hat der TN. für die tatkräftige Unterstützung der Wehrmacht und den eingesetzten Nothelfern für ihre selbstlose Pflichterfüllung seinen Dank und seine Anerkennung ausgesprochen.
Bucksommlung
für die sudetendeutscke Zuarnd.
Berlin. 29 Okt. (WB.) Die R-ichsjuaendfüh- rung erläßt an die Hitler-Jugend des Altreiches einen Aufruf zu einer Buchsammlunq für die sudetendeutsche Jugend. In dem Appell heißt es: Die Kameraden jenseits der Grenze m den sudetendeutschen Gebieten waren abgeschnitten von lener großen Gemeinschaft des deutschen Geistes, der auch dem Manne auf schwerem Posten immer wieder Krau gibt, seinen Kampf fortzusetzen Die Jugend des Sudetenlandes, der das fremde System einen gro- ßen Teil der besten deutschen Bücher verbot mutzte doppelt schwer aushasten. Ihr. Kameraden, sollt nun euer schönstes Buch aus dem Wenigen auswadien, was ihr besitzt, sollt es geben für die sudetendeutschen Jungen und Mädel, daß auch sie teilhaben können an der Freude, die ihr selbst einmal beim Lesen dieses Buches emvfunden habt. Eure Kameraden im Sudetenland erhalten aus euren Händen ihr schönstes Weihnachtsgeschenk. Jeder Junge und ledes Mädel soll das Buch, das ihnen selbst am besten und geeignetsten erscheint, zum nächsten Heimabend mn- bringen. Bücher, die bei der Durchsicht für nicht geeignet befunden werden, werden den Spendern wieder zugestellt. Das gesammelte Buchmaterial wird dann der sudetendeutschen Jugend zur Verteilung übergeben.
Landesverräter bingerick»tet.
Berlin, 29. Oft (DRV) Die Justlzpresse- stelle beim Volksgerichtshof keilt mit: Der am 12. August 1938 vom Volksoerlchtshol wegen Landesverrates zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte 3tführige Hugo Zappe aus Dresden ist heute morgen hingerichtet worden. — Zappe hat sich als angeblicher fudeten den sicher Flüchtling in eine deutsche Vertrauensstellung einge-
Deutschlands Recht auf seine Kolonien.
Ritter von Epp eröffnet die erste kolonialpolitische EchulungSstätte derNGOAP.
La de bürg bei Berlin-Bernau, 29. Okt. (DNB.) Deutschlands erste kolonialpolitische Schulungsstätte der NSDAP, wurde durch ReichsstoLLHalter Ritter von Epp als Leiter des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP, und Bundesführers des Reichskolonialbundes seiner Bestimmung übergeben. 'Er unterstrich mit allem Nachdruck den deutschen Standpunkt in der Kolonialfrage. Deutschland lasse sich den Zeitpunkt nicht auf^wingen, an dem diese offene Frage einer Losung entgegengeführt werden solle.
Ls beanspruche nichts für sich, was einem anderen von Rechts wegen gehöre. Ls verlange dagegen die Besitzungen, die ihm auf Grund verleumderischer Behauptungen einst weggenommen worden seien, also unseren kolonialen Besitz als Ganzes. Das frühere Unrecht müsse endlich wieder beseitigt, der Treuhänder müsse dem das Eigentum wieder übergeben, dem es unter falschen Voraussetzungen weggenommen worden sei. Die Initiative zur Vereinigung dieser Angelegenheit liege nicht bei Deutschland, sondern b e i a l I d e v e n. die für die Wiederaufnahme der Wiedergutmachung verantwortlich seien, also bei den Wandalsinhabern unserer Gebiete.
Besonders unterstrich der Reichsstatthalter die Notwendigkeit, alle Maßnahmen einzuleiten, die für eine neue deutsche Kolcmialpokitik einmal ge
troffen werden müßten. Wenn die Führung des neuen Reiches uns wieder den kolonialen Lebensraum verschafft haben werde, müsse auch ein kolonialbegeistertes Volk dastehen, das diesen Besitz als sein Eigentum fest halte, müßten die Kolonien seelisch ebenso fest mit der Heimat verbunden sein wie die Provinzen im Heimatlandl Epp erinnerte an das Beispiel Italiens, das ja die nordafrikanischen Kolonien in den Derwaltungsbereich der Heimat als italienischen Boden einbezogen habe. Zu dieser Verbundenheit der Kolonien mit dem Denken eines Volkes gehöre weiter ein gewaltiges koloniales Wis - s e n. „Das deutsche Volk braucht für seine Eristenz den Weitblick eines Weltoolkes^ die Ueberzeugung muß vorhanden sein, daß wir wieder in die Reihen der kolonisierenden und Kolonien besitzenden Mächte eintreten werden. Die Männer und Frauen aus allen Berufsschichten müßten bereitstehen für die großen Aufgaben, die die wieder zu erringenden Kolonien an uns stellen werden.
Der Reichsstatthalter schloß mit einem Appell an die Teilnehmer des ersten Lehrganges in dem jetzt eröffneten Schulungshaus, den kolonialen Gedanken, das koloniale Wissen und das koloniale Wollen im deutschen Volk voranzutreiben für Führer und für Deutschland. „Das Schulungshaus sei dienstbar dem Führer und seinem Wollen, es helfe unter seiner Führung an der Verwirklichung dessen, wofür wir kämpfen: der Wiedererstehung unserer kolonialen Macht und unserer kolonialen Tätigkeit, eingesetzt und geführt von Adolf Hitler."
schlichen und diese dazu mißbraucht, dem tschechischen Nachrichtendienst umsangreichesdeut- sches Geheim material zu verraten, wodurch nicht nur die Sicherheit des Reiches gefährdet, sondern auch vielen Sudetendeutschen Röte und schwerer Schaden zugefügt wurde.
Schweres BerkehrSunglück bei Magdeburg.
Magdeburg, 30.OtL (DNS.) An der Steil- zung der Bahnstrecke der Kleinbahn Genthin—Jerichow mit der Fernverkehrsstraße Brandenburg- Genthin stieß in der Rahe der Bismarckbrücke ein Sonderzug der Kleinbahn mit einem Omnibus zusammen, der, ebenso wie der Zug, mit SA.-Wännern beseht war, die sich auf der Fahrt nach Magdeburg zur Eröffnung des Mittellandkanals befanden. Bei dem wuchtigen Aufprall wurden elfIusasseudesOmnibusses auf der Stelle getötet und 13 verletzt. Un
ter den tödlich Verunglückten befindet sich auch ein hitlerjunge. Der Stabschef der SA. hat den Führer der SA.-Gruppe Mitte, Obergruppenführer Kob, beauftragt, den Angehörigen der tödlich verunglückten Kameraden fein und der gesamten SA. aufrichtiges Beileid zu dem schweren Schick- falsschlag auszusprechen und den Verletzten die besten Wünsche für ihre baldige Genesung zu übermitteln. „Die loten Kameraden haben ihr Leben eingesetzt und hingegeben im freiwilligen Dienst für den Führer und unser großes deutsches Vaterland. Ihr Opfer wird uns unvergessen bleiben."
Eröffnung
des Deutschen Apotheken-Museumel.
In München wurde das Deutsche Apotheke n - M u s e u m eröffnet, das die größte pharmaziegeschichtliche Sammlung der ganzen Welt dar- stellt. Mit der Eröffnung des Museums ist die Hauptstadt der Bewegung um eine Sehenswürdigkeit reicher geworden. In seiner Eröffnungsansprache
wies Reichsapothekerführer Pharmazierat Schmierer darauf hin, daß das Museum in erster Linie die Aufgabe habe, die großen kulturellen Güter, die in den deutschen Apotheken vorhanden seien, zu wahren und die Anregung zur Schaffung neuer Kulturgüter nach dem Willen des Führers zu geben. Der Fortführung der kulturellen Tradition der deutschen Apotheker im neuen Geiste dient ein Preisausschreiben, das der Reichsapothekerführer bei dieser Gelegenheit verkündete. An diesem kulturellen Wettstreit kann sich jeder Apothekenleiter beteiligen, der in der Zeit vom 1. November d. I. bis 1. November 1940 eine neue Apotheke gründet, bzw. seine Apotheke neu gestaltet. Die Aufgabe geht dahin, in der äußeren Gestaltung und der Inneneinrichtung der Apotheken die hohe Kultur des deutschen Apothekerstandes und seiner Leistungen sinnfällig zum Ausdruck zu bringen. Anschließend hielt der Mitbegründer des Museums Apotheker Dr. Ferchl (Mittenwald) einen Dortrag über die kulturgeschichtliche Sendung der deutschen Apotheker.
Kleine politische Nachrichten.
Am Montag früh fanden im ganzen Reich B e - triebsappelle der schaffenden Jugend statt, die einer näheren Erläuterung des am 1. Januar in Kraft tretenden Jugendschutzgesetzes galten. Mit den Millionen werktätiger Jugendlicher waren dabei zum erstenmal auch die im Land Oe st erreich und im frei gewordenen Sudeten- land tätigen männlichen und weiblichen Lehrlinge in den Rahmen dieses feierlichen Morgenappells einbezogen. *
Auf dem deutschen Heldenfriedhof bei Belgrad fand eine Gedenkfeier statt. Dor dem Denkmal hatte eine jugoslawische Ehrenkompanie Aufstellung genommen. Zahlreiche jugoslawische Offiziere, mit General Boschitsch an der Spitze, waren erschienen. Nach der religiösen Feier wurden unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden Kränze niedergelegt vom deutschen Gesandten v. Heeren, dem deutschen Militärattache General von Faberdu Faur, dem Landesgruppenleiter Generalkonsul Neuhaus.
*
In der Frage der Behandlung der in Deutsch- land lebenden polnischen Staatsangehörigen inzwischen der deutschen und polnischen Regierung ein Einvernehmen dahin erzielt worden, daß Verhandlungen darüber in Warschau stattfinden. Infolgedessen sind die beiderseitigen Maßnahmen der Ausweisung von Polen aus Deutschland und von Deutschen aus Polen eingestellt worden. Polnische Auslandspässe müssen einen Prüfungsvermerk der polnischen Auslandsvertretung enthalten. Falls die sich in Deutschland befindenden 150 0Ö0 polnischen Staatsangehörigen diesen Prüfungsvermerk nicht erhalten, würden sie Deutschland für alle Zeiten zur Last fallen, da die deutsche Regierung nicht i^ehr die Möglichkeit hätte,
| Verkäufe" Mamilien-Haus best aus zusarnrn. 6Zimrn.,Boden- zimm.,Badezirn. undgroß.Garten nebst Zubehör in der Aahnstraße zu verkaufen.
Büro mit Sondereingang vorhanden. Kauf- liebaber werden gebeten, sich zunächst schriftlich an uns zu wend.
GemkinnüWe Baugenoflenftnaft 1894, e. G.m.v.k).
Gietzen. 6972p Mikl! put erhalt.,kreuz- 'saitig/vollkoinrn. durchrevariert, für nnrRM. 150 auch gegen Teilzahlung zu verkaufen. Großes Lager in neuen ersten Marken- Pianos. 6976° ß. Zollinger Klaviertechniker und Stimmer
Gießen
Wilsonstraße 5 Telefon 3119. DeckenbekuGhlung Schreibtischlampe Küh'erhaube für 1,2 Ovel preiswert abzugeben. 04931
SeileiMkg 1
Habe eine
ZMW 10 Liier fassend, zu verkauf. «98iD SeröinonöBoufO)
Wieseck Möserstraße 26. Zu verkanten:
1 E cbe-Bettstelle Izweir.Handwag. 1 schw. Winttr-
DIan'el (0492s
1 Breeches • o, au- chesterhose
1 kleines Radio Bncknerstr. L L
Verschiedenes I
Wer erteilt jung. Dame
Unterricht in Stenographie (Eilschrift u. Leistungstraining). Schr.Angeb.unt. 04921 a.d.G.A.
Ethrteinü
■
K
Sagtest Du sechs?
Nein - ich sagte 3 3 •
Garantie-Punkt 1: „Ausgewogenes Voll- formet!" „Vollformat" - das heißt äußerst erreichbare Tabakmenge-„Ausgewogenes Vollformat" garantiert diese äußerste Tabakmenge für jede einzelne Eckstein Nr. 5.


