Ausgabe 
31.5.1938
 
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Arz"El.pf.lanzen, um fic im Austausch gegen die auslandflchen Droaen für die Volksgesundheit ma5e.n- besonders wichtig sind die ^e.5 Veilchens, der Primel, der Mistel.

Mit diesen Einzeltagungen hat der 5. Deutsche Apo- thekertag sein Ende gefunden.

Oie Kameradschaft der Re'chspost. Eine Rede Reichspostminister Ohnesorges in Wien.

Wien, 31^ Mai. (DNB.) Anläßlich des Auf­enthaltes des Relchspoftmlnist^rs Ohmsorge in Wien ch^'d der erste Kameradschaftsabend der Postgefolq- chast der Ostmark statt. Der Reichspoftminifter prach davon, wie sehr es von jel)«r-der Wille des Führers war, die Derbürokratisieruna der Staatsverwaltung von Grund auf zu beseitigen. Der Ersatz könne in nichts anderem Hegen, als in höchster persönlicher Verantwortung und Verpflichtung. Auch innerhalb der Deutschen ^ielchspost gelte es, an die Stelle des zwangs- mäßigen blaßen Gehorsams das gemeinschaftliche Streben aller Gefolgschaftsmitglieder nach Voll­kommenheit und die stete Hilfsbereitschaft des einen für den anderen auch in der Arbeit zu fetzen Das frühere System einer Rangordnung auf Grund des Dienstalters und mitgebrachter Schulzeugnisse solle obgelöst werden durch eine Ordnung nur nach d e m Range der Leistung. Er selbst betrachte es als hohe Pflicht, sich mit jedem der 400 000 Post- angehörigen im Herzen der Kameradschaft ver­bunden zu wissen. Die Arbeit am Kameradschafts- krers der Deutschen Reichspost finde ihre stärkste Stütze und Untermauerung in der Arbeit der NSDAP, für die Kameradschaft des ganzen Volkes. Deshalb fei es von Anfang an sein Bestreben ge­wesen, eine möglichst enge Verbindung zwischen der Partei und der Reichspoft sicherzustellen.

Oie erste Bräuteschule der NS.-Frauenschast.

Tübingen, 30. Mai. (DNB.) Am Sonntag wurde die erste Bräuteschule der NS.-Frauenschaft im Gau Württemberg-Hohenzollern, die zugleich die e r st e B r ä u t e s chu l e im ganzen Reich ist, eröffnet. Helle und fonni-ge Wohn- und Schlafräume nehmen die 30 Schülerinnen des Kursus, der jedes­mal sechs Wochen dauert, auf. Die künftigen Mütter werden hier mit dem notwendigen hausfraulichen und geistigen Rüstzeug ausgestattet, wie es der deut­schen Familie entspricht. Frau Murr, die Gattin des Reichsstatthalters, hat die Schirmherrschaft übernommen, Reichsamtsleiter Hilgenfeldt be­tonte, wenn eine Frau lerne, ihre Kinder richtig zu pflegen und zu erziehen, dann werde ein großer Teil der Fürforgearbeit gespart. Höchste Ausgabe der Frau sei es, das Kleinkind zu erhalten. Sie diene damit der Gesundheit des Volkes. In, diesen Bräuteschulen lerne sie es in besonders vorbildlicher Weise. Sie lerne neben der Erziehung im national­sozialistischen Sinne auch die Hauswirtschaft, die nicht weniger wichtig fei. Dabei unterstrich Hauptamtsleiter Hilgtznfeldt die Notwendigkeit einer Anpassung der Ernährungsweise an die von der Natur jeweils besonders reichlich darge­botenen Erzeugnisse.und die Unterordnung der Be­dürfnisse des einzelnen unter die Lebenserfordernisse der Nation. So gesehen, stelle das Werk des Reichs­mütterdienstes den Anfang der Volksfürforge dar.

Der GPA.-Mrd in Amsterdam.

Die holländische Presse fordert scharfes Eingreifen der Regierung.

Amsterdam, 20. Mai. (DNB.) Der GP U.- Mord an dem ukrainischen Oberst Konovalez in Rotterdam gibt der holländischen Presse Veran­lassung, mit großem Nachdruck stärkere Wachsam­keit über das verbrecherische Treiben der GPU.- Agenten zu fordern. Das Handelsblatt stellt fest, daß feit 1923 in Holland eine Zen­tral stelle der GPU. bestehe. Diese Zentral­stelle fei durch die sowjetrussische Abordnung bei der Haager Konferenz ins Leben gerufen worden. In den Augen Moskaus gelte Holland als geradezu ideale Operationsbasis für die Agenten der GPU. Wenn auch das feige Verbrechen in Rotterdam der erste GPU.-Mord fei, der auf hol­ländischem Boden verübt wurde, so müsse doch mit Sicherheit angenommen werden, daß zahlreiche GPU.-Morde in anderen Staaten in der hollän­dischen Zentrale vorbereitet worden sind. Die GPU. versähe ihre Agenten besonders häufig mit nie­derländischen P ä s s e n , die in der Fälscher- zentrale in Moskau hergestellt werden. Die GPU. betreibe in Holland umfangreiche In- dustrie-und Koloniabspionage. Jahre­lang habe im Haag ein angeblicher Pole, der sich Walter nannte, ungestraft wohnen und arbeiten können. Erst viel später konnte festgestellt werden, daß sich hinter dieser weltfremden gesellschaftlichen Erscheinung der fi e i't-e r der GPU. - Zen - träte für Westeuropa verbarg. Acht Jahre lang habe der GPU.-Agent Reis ungehindert in Holland sein dunkles Handwerk treiben können. Die GPU. habe ihre Spitzel in den holländischen Gewerkschaften. Die letzten Ereignisse hätten wiederum gezeigt, daß die Erklärung Litwinow- Finkelfteins, die Sowjetunion kenne keinen persön­lichen Terror, Lüge sei. Die kommunistische Jnter- natiofiale schrecke vor keinem Verbrechen zurück. Die holländische Regierung müsse daher alles tun, um diese Gefahr vom Lande abzuwenden. Neue Hinrichtungswelle in der Ukraine.

Moskau, 30. Mai. (Europapreß.) Neue sowjetrussische M a ss e nh i n r i ch t u n g e n werden aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew gemeldet. Dort sollen in den letzten Tagen. 217 Todesurteile an S o w j et b ea m t e n vollstreckt worden fein. Einige Angaben über die Hintergründe dieser neuen Verurteilungen wur­den von dem Sekretär der bolschewistischen Partei­organ i sa ti on von Kiew, Krjukow, aufeme^

Parteikonferenz gemacht. Danach stehen die Hin- richtungen im Zusammenhang mit der angeblichen Aufdeckung dreier großer gegenrevolutio­närer Organisationen unter den Sowjet­beamten in Kiew.

Bombenangriffe auf Valencia

Weiterer Bormarsch an der Teruel-Front

Salamanca, 31. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der spanische Heeresbericht meldet, daß der Vor­marsch der nationalen Truppen an der Teruel- Front trotz heftigen Widerstandes andauert. Die nationalen Truppen sind nunmehr bis in die Nähe der Ortschaft Linares de Mora vorgedrungen. Auch auf der Straße Teruel «Sagunt konnten die nationalen Truppen Raum gewinnen. Die Bolschewisten griffen westlich von Mora de Rubielo bei Valbona die nationalen Abteilungen an, wurden jedoch zurückgeschlagen. Oestlich von Albocacer wurden mehrere bolschewistische Stellun­gen nach hartem Kampf erobert. An der katalani­schen Front begannen die Bolschewisten eine neue Entlastungsoffensive im Abschnitt Tremp. Ihre An­griffe wurden unter großen Verlusten auch diesmal wieder abgewiesen.

Die V a I e n c i a am nächsten stehenden nationalen Truppen sind jetzt nur noch 60 Kilometer in der Luft­linie von dieser Stadt entfernt. In der Nacht zum Montag wurden von nationalfpanischen Bombenflug­zeugen vier schwere Luftangriffe auf das Hafengebiet und die Vorstädte von Valencia durch­geführt. Dabei wurde großer Sachschaden angerichtet. In Valencia haben- die Behörden die Räumung des Hafenviertels durch die Zivilbevölkerung angeordnet, um die Luftschutzräume ausschließlich für die. im Hafen und in den dort befindlichen Fabrikanlagen beschäftigten Arbeiter zur Verfügung zu haben.

Neuordnung

der Eisenbahnanlagen Liguriens.

Rom, 30. Mai. (Europapreß.) Nach seinem Be­such in Genua hat Mussolini eine Neuordnung der Eisenbahnanlaaen Genuas und Liguriens von der französischen Grenze bis nach Spezia angeordnet. Diese viele Jahre in An­spruch nehmenden Arbeiten werden mit einem Kostenaufwand von 1,5 Milliarden Lire (etwa 330 Millionen Mark) durchgeführt. In den nächsten vier Jahren wird vor allem ein Gesamtumbau der Bahnhöfe und Gleisanlagen von Genua mit einem Kostenaufwand von 250 bis 300 Millionen Lire (etwa 55 bis 66 Millionen Mark) vorge­nommen. Später werden die Gleise von Genua nach Savona, etwa 50 Kilometer westlich von Genua, verdoppelt, was eine Ausgabe von 300 Millionen Lire (etwa 66 Millio­nen Mark) bedingt; für etwas später ist die Er­weiterung der Linie Genua Venti­miglia, der Grenzstation auf der Strecke nach Nizza, und einer Teilstrecke der östlichen Riviera mit einem Kostenaufwand von rund 800 Millionen Lire (176 Millionen Mark) vorgesehen.

Zusätzliche englische Zerstörerbauten.

London, 29. Mai (DNB.) WieObserver" be­richtet, wird England in diesem Jahre über die im Rüstungsweißbuch vorgesehenen Bauten hinaus acht neue Zerstörer bauen. Das Fehlen von Zerstörern im Haushaltsplan der Marine hatte im Unterhaus zu heftiger Kritik geführt, die Regie­rung erklärte, England besitze noch 40 alte Zer­störer, die überholt und umgebaut würden. Die neuen Zerstörer werden wahrscheinlich noch im Laufe des jetzigen Finanzjahres auf Kiel gelegt. Ferner hat die Regierung beschlossen, eines der für dieses Jahr vorgesehenen neuen Schlacht­schiffe von 42 000 Tonnen in 33 e I f a ft auf Kiel zu legen.

Das ungarische St.-Stesans-Zahr eröffnet.

Budapest, 30. Mai. (DNB.) Das ungarische St.-Stefans-Jahr, das im Gedenken an die 900- jährige Wiederkehr des Todestages dieses ersten großen ungarischen Königs in ganz Ungarn ge« 'Jert wird, wurde in Anwesenheit des Reichsver­wesers, der Regierung, der Generalität, der Geist­lichkeit, des Parlaments mit einem Festgottes- dienst auf dem Platz vor dem Parlament eröffnet. Der Reichsverweser Admiral von Hort Hy schritt vor Beginn des Festgottesdienstes die Front der Ehrenkompanie ab. Die Reliquie des Königs Stefan, seine rechte Hand, -wurde durch den Kardi­nalstaatssekretär Pacelli in feierlichem Zuge zum Altar gebracht und blieb während des ganzen Gottesdienstes auf dem Altar ausgestellt. Der Fest­gottesdienst schloß mit der Nationalhymne.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat hem Chef der Reichskanzlei Reichsminister Dr. L a m m e r s zu feinem 5 9. Oe» b u r t s t a g persönlich seine Glückwünsche ausge­sprochen.

Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine hat am Jahrestag des rotspanifchen Bombenüberfalles a,u f PanzerschiffDeutschland" vor Ibiza 29. Mai 1937 den Obermaschinisten Wilhelm R i tz m a n n vom PanzerschiffDeutschland" in An­erkennung seines hervorragenden persönlichen Ein­satzes bei der Beseitigung der durch die Bomben­treffer eingesetzten Störungen zum Leutnant des MarineingenieUrwesens befördert.

Die englische ZeitungS u n d a y G r a p h i c" veröffentlicht ein angebliches Interview mit dem Führer, das dieser einem gewissen Edward Price Bell von etwa 10 Tagen gegeben haben soll. Der Führer soll dabei u. a. erklärt haben, er lade zu einer Dauerregelung mit Frankreich ein, schlage einLuftlocarno" an deN Westgrenzen vor und habe einen umfangreichen Friedensplan für Europa vor­bereitet. Wie hierzu amtlich mitgeteilt wird, handelt es sich bei der ganzen Meldung um eine pjumpe Fälschung und Lüge von ungeheurer Dreistigkeit.

Der -ritte große Schlag im 2

n:

esten.

Maischlacht 1918: Eoissons-Reims.

Von Johannes Moeller.

Heuer Angriff oder Defensive?

In zwei ungeheuren Schlägen hatte die deutsche Oberste Führung im März und April versucht, die Westfront, gu durchbrechen. Sie hatte Raum gewonnen. Aber der Durchbruch war ihr beide Male nicht geglückt, und die neuen Stellungen, dort, wo die Angriffe vor Amiens und auf dem Kemmel zum Stehen gekommen waren, bedeu­teten eine neue Last für die Oberste Heeresleitung, weil die Gefahr flankierender Angriffe gegen die vorgetriebenen Bögen mit ab hängend en Flügeln mehr Schwierigkeiten bot als die Stellungen, von denen die großen Stöße des März und April aus­gegangen waren.

Der Sieg war noch möglich. Das Fronkheer stand fest. Aber es war erschöpft. Geist und Manneszucht waren gut, aber die physische Kratt war zermürbt, und was die Heimat der Front nocy zu Hilfe schicken konnte, war wenig. Die Ersatz 1 age war bedenk­lich, und um die technischen Hilfsmittel war es schlecht bestellt. Der Feind drüben hatte unerschöpfliche Mannschaft; schon kamen die arneri- kanlschen Schiffe mit frischen Truppen, und die Werkstätten aller Länder arbeiteten für Frankreichs Ostfront. Was konnte die OHL. vom nächsten An­griff erwarten?Schwere Verluste können wir nicht mehr ertragen", stand in einem Schreiben der Heeresleitung vorn 15. Mai 1918. So standen dem Entschluß zur Fortsetzung der Offensive gewiß schwere "Bedenken entgegen. Aber die OHL. hatte nur eine Wahl: den Angriff.Zweimal war Eng­land in äußerster Krise von Frankreich gerettet worden; vielleicht gelang es uns beim dritten Male, einen endgültigen Sieg gegen diesen Gegner zu er­ringen", schreibt Generalfeldmarschall von Hin­denburg, und General Ludendorff spricht im gleichen Sinne von der Notwendigkeit, dem vorigen Schlage einen neuen folgen zu lassen. Die OHL. fand den schwachen Punkt des Gegners an der französischen Front in der Gegend von

Soissons am Chemin des Dames.

Ein Mißliches hatte dieser Plan: vor Ende Mai war er nicht auszuführen, denn er, mußte vor­bereitet werden, und die Truppe mußte apsgeruht fein. Frische Reserven hatte Deutschland Nicht, und die Truppen, die die letzten Schlachten geschlagen hatten, waren aufs Stärkste mitgenommen. Erfolgte aber der Ablenkungsangriff erst Ende Mai, so konnte die große Aktion in Flandern frühestens im hohen Juni stattfinden, und so entstand eine lange Pause, die dem Flandernplan nicht günstig sein mußte. Doch die deutsche Führung hatte keine andere Wahl.

In einer Besprechung im großen Hauptquartier am 19. April hatten die VII. und die I. Armee be­fehlsgemäß ihre Angriffsentwürfe vorgelegt. In einem Befehl der OHL. vom 1. Mai heißt es, der Angriff am Chemin des Dames habeden Zweck, die jetzige Cinheitssront der Entente vor der Heeres­gruppe Kronprinz Rupprecht (in Flandern) zu lot­tern und damit die Möglichkeit für eine erfolgreiche Weiterführung der Offensive gegen die Engländer wieder zu schaffen". Siefen späteren Angriff bei Pperndie OperationHagen" hatte die Heeresgruppe Rupprecht inzwischen vorzuberei­ten. Vorläufig wurde die gesamte bisherige Kampf­front auf Abwehr eingestellt. Es kam jetzt darauf an, möglichst starke Kräfte für die weiteren Ope­rationen verfügbar zu machen, sowohl für den Mai- Kampf bei Soissons-Reims, wie für den Juni- Angriff in Flandern.

Der Plan, die' Entscheidung 'in Flandern gegen den englischen Frontteil zu suchen, ist von Der Kriegsgeschichte nachträglich gerechtfertigt worden. Der April-Angriff hatte die Landmacht Englands dicht an den Rand des Erliegens gebracht. Ein schneller zweiter Angriff hätte das begonnene Werk vollenden können. Aber die deutsche Kraft reichte dgzu nicht aus. Wie schon .oft in diesem Kriege, konnte Deutschland das Glück nicht greifen, als es sich bot. Es mußte warten, und während es wartete, hinderte sich die Lage. So kam es zu dieser

Reichsminister des Innern Dr. Frick begibt sich in Begleitung der Staatssekretäre Pfundtner und Dr. S t u ck a r t zur Einweisung der neuen öster­reichischen Landesregierung n achWien. Bei diesem Anlaß wird auch eine Aussprache mit den Gau­leitern und Landeshauptleuten der Ostmarkgaue über die Durchführung der Neugliederung und Neuorgani­sation der Verwaltung iivben einzelnen Gauen und in der Stadt Wien stattfinden.

Mussolini empfing den Präsidenten des italieni­schen Jndustriearbeiterverbandes Cianetti, der Dem Duce über die bevorstehenden Urlaubsreifen von 30000 italienischen Arbeitern.nach Deutschland Bericht erstattete.

Die Regierung des brasilianischen Staates R i o Grande do Sul hat die Schließung der italienischen Schulen in Porto Alegre, Pe- lotas und Caxias veranlaßt, wie es heißt wegen Nichterfüllung der Bestimmungen über die Nationali­sierung des Unterrichts.

Die Verlobung der ältesten Schwester König Faruks von Aegypten, Prinzessin Fawzin, mit dem iranischen Kronprinzen Mohammed Reza Palawi wird bestätigt. Der iranische Minister­präsident wird im Juni in Kairo eintreffen, um dort die notwendigen Förmlichkeiten zu regeln.

«

Durch Nachgeben der Arbeitgeber hat der Streik auf Jamaica sein Ende'gefunden. Eine Neuregelung des Lohnwesens für die Werft- und Schiffsarbeiter hat Den Werftarbeitern einen Stundenlohn von 10 Pence und Den Schiffsarbei­tern von 11 Pence eingebracht. Heb erstund en wer­den doppelt bezahlt. Die ursprüngliche Forderung der Arbeiter hatte einen Stundenlohn bon einem Schilling, also eine hundertprozentige Lohnsteige­rung, vorgesehen.

Zum 80. Geburtstag des Königs von Schweden, Gustav V., der am 16. Juni festlich begangen wird, reift der Präsident der finnischen Re­publik, Kyösti Kallio, mit dem Panzerschiff Jlmarinen" nach Stockholm. Im August wird Präsident Kallio voraussichtlich den Besuch des est­nischen Staatspräsidenten in 9t e o a I erwidern.

i Kunft und Wissenschaft.

Ausklang der Neichsmusikfestwoche.

DerAusbruch optimistischer deutscher Lebens- gestaltung". Den Reichsminister Dr. Goebbels auf Der kulturpolitischen Kundgebung der Reichs­musikfestwoche an Den Meisterwerken Der deutschen musikalischen Reichsmusikfestwoche an den Meister­werken Der Deutschen musikalischen Klassik rühmte, wurde klingende Wirklichkeit durch eine Aufführung Der Neunten Symphonie von Beethoven. Der Sonntag bilDete- Den Abschluß Der erstenHeer­schau über Die Musik unserer Zeit" im Dritten Reich. Die zum Musiklager Der Reichsjugendführung ver­sammelte HI. bot eine festliche Morgenmusik. Unter Mitwirkung Des Rcichssymphonieorchesters vermit­telten Werke Der Komponisten Spi11a, Maaß unD Bresge ein eindrucksvolles Bild von der musikalischen Feiergestaltung der Jugend. Im letz­ten Symphoniekonzert legten nach einem Gedenken an Den 70. Geburtstag Des verstorbenen Max von Schillings Werke von Werner Egk, TheoDor Berger, Gustav S ch w i ck e r t und Max Trapp Zeugnis ab von Dem Ringen Der schaffenden Mu­siker. Mit stürmischem Beifall zeichneten Die Hörer vor allem das Cellokonzert von Traps) und sei­nen Solisten Ludwig Hölscher sowie Rudolf W a tz k e aus, den Sänger derGöttinger Kantate" von Egk.

Neuordnung des Reichskultursenates.

Die organisatorischen Maßnahmen innerhalb des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propa­ganda und der Reichskulturkammer haben eine Neuordnung des Reichskultursenates notwendig gemacht, um die gestaltenden Kräfte gegenüber der kulturoerwaltenden Tätigkeit stärker in Den Vordergrund zu rücken. Da gleichzeitig dem Künstlertum der Ostmark eine seiner Be­deutung entsprechende Vertretung im Reichskultur- fenat ein geräumt werden mußte, jedoch eine Herauf­setzung der Zahl der bisherigen Mitglieder Des Senates Nicht möglich ist, hat Reichßminister Dr. Goebbels eine Reihe der bisher ergangenen Berufungen zurückgenommen. Soweit die ausschei­denden Mitglieder Des Reichskultursenates, Denen Der Minister seinen Dank für die Mitarbeit aus­gesprochen hat, dem Präsidialrat einer Kammer angehört haben, behalten sie dieses Ehrenamt bei.

Professor Ernst Otto

Rektor der Deutschen Universität in Prag.

Samstag vormittag fand Die Wahl Des Rektors Der Deutschen Universität in Prag statt. Einstimmig wurde Professor Ernst Otto gewählt. 1925 erfolgte seine Berufung an die Deutsche Uni­versität in Prag als Ordinarius für Pädagogik. Professor Otto war auch Direktor der Pädagogischen Akademie Prag, um deren Gründung und Aufbau er sich große Verdienste erworben hat.

76. Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure.

Nach zahlreichen Sondertagungen fand in Stutt- gart die 7 6. Hauptversammlung des VDJ. statt. Hauptamtsleiter Generalinspektor Dr. Todt hat Den Vorsitz Des Vereins angenommen. Worte Des Dankes, die der Kurator Des Vereins, Prof. Dr.-Jng. Naegel (Dresden), an Dr. Todt richtete und die Ueberreichung des VDJ.-Ehren­ringes an Dr.-Jng. H. Schult, Der Die Geschäfte Des Vereins Die letzten sechs Jahre hindurch geführt hat, leiteten über zu Dem Vortrag des Direktors Des VDJ. Stadtbaurat a. D. Dr. H. Koelzow über Den Weg des VDJ. Dr. Koelzow machte davon Mit­teilung, daß der VDJ. einen jährlichen Betrag von 10 000 Mark aus seinerI n g e n i e u r h i l f e" für Die Unterstützung roürDiger und befähigter Studie- renDer des Maschinenbaufaches zur Verfügung ge­stellt habe.

Das neue Saiser-Mlhelm-Jnstitut für Physik.

Das neu errichtete K a Her - Wilhelm - In­stitut für Physik in Berlin-Dahlem wurde seiner Bestimmung übergeben. Das Institut ver­dankt feink Errichtung, einesteils einer Millionen- Stiftung der Rockefeller Foundation, zum anderen einer großzügigen Unterstützung der deutschen Reichsregierung. An die Schlüsselübergabe durch Den PräsiDenten Der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, (9»-. Heimrat Bosch, an Den Leiter Des Instituts Pro­fessor Dr. D e d»y e, schloß sich ein RunDgang Durch Die zahlruchen Arbeitsräume. BesonDeres Interesse erweckte die Hochspannungsanlage, in Der Die normale 220-Volt-Spannung auf 400 000 Volt transformiert roirD. Durch StufenauflaDuug kann Die Spannung jeder Der beiDen Hochspannungssäu­len auf 1,5 Millionen Volt gesteigert werden, so Daß ein maximaler SpannungsunterschieD von Drei ' Millionen Volt erreicht roerDen farm,

Nibelungenfestspiele in Worms.

NSG. Die Nibelungen-Fe st spielwoche in Worms, Die unter Der Schirmherrschaft von Reichsminister Dr. Goebbels Durchgeführt wird, finDet in diesem Jahr vom 26. Juni bis 3. Juli statt. Die Aufführung Des FestspielesDie Nibelungen" von Friedrich Hebbel gewinnt besondere Bedeu­tung im Jubiläumsjahr 1938,Da sich Hebbels (Ge­burtstag heuer zum 125. Male und sein Todestag zum 75. Male jährt.

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