erstklassigen Sekretärin für den
Die Abteilung für Berufserziehung und Betriebs- Poften einer „erstklassigen Sekretärin für den hrung in der Kreiswaltung Wetterau der DAF. .leitenden Direktor eines großen industriellen Unter*
führung in
(Nachdruck verboten!)
22. Fortse^ung.
eine Anzeige zu erstatten/^.
„Ein recht umständliches Verfahren!" warf Herdegen ein. „Wenn Claudius schon die Pässe klaute, dann konnte er doch gleich ebenso gut den ganzen Inhalt der Brieftaschen mitgehen lassen!"
„Das war ihm wohl zu gefährlich. Der Pässe konnte er sich sofort entledigen, aber mit dem Geld war das begreiflicherweise eine heikle Sache."
„Aber, zum Donnerwetter, es mußte dem fron- • zwischen Zollbeamten doch auffallen, daß jedesmal dieser Claudius im Abteil saß, so oft ein Reisender seinen Paß vermißte!"
„Darüber habe ich mich auch schon sehr gewundert; ich glaube, er hatte irgend etwas in der Hand, womit er den Beamten zum Schweigen zwang!"
„Immer netter wird das! Eine reizende Geschichte!"
Bargent duckte mit eindr Armensündermiene seinen Kopf zwischen die Schultern. „Sie. dürfen nicht zu hart urteilen, Herr Kommissar! Gott, man will leben! Ich war immer ein rechtschaffener und ehrlicher Mensch, dann kam ich ins Unglück, meine Frau starb, Arbeit konnte ich alter Mann keine finden — nun ja, da ist man eben abgerutscht!"
„Ganz beträchtlich abgerutscht, kann man wohl sagen! — Die Sache hat sich wohl recht gut bezahlt gemacht. Was fingen Sie bloß mit dem vielen Geld an?"
„So schlimm, wie Sie denken, war das nicht. Das meiste mußte ich an Claudius abliefern. Man könnte höchstens von einem bescheidenen kleinen Einkommen sprechen."
nehmens" genügen 100 ober 120 Silben Kurzschrift gewiß nicht. Immer und immer wieder müssen deshalb unsere Arbeitskameraden darauf, hingewiesen werden, sich diese Fertigkeiten in Kurz-, schrift und Maschinenschreiben 'anzueignen bzw, durch ständige, planmäßige Hebung zu erhalten, ja über den Durchschnitt hinaus zu steigern. Unser, Wirtschaftsleben braucht tüchtige, leistungsfähige Schreiber, und darum wenden wir uns wiederholt, an alle Volksgenossen, für die das Schreibgerät zum täglichen Handwerkszeug geworden ist, mit
Spenden für Oesterreich.
Alle deutschen Volksgenossen, die an der Linderung der Not im Lande Oesterreich mithelfen wollen, können, Geldspenden einzahlen aus das Konto „Oesterreich" bei allen Dienststellen des whW. oder bei allen in der Reichsgruppe „Banken" zusammengeschlossenen Kreditinstituten (Banken, Girozentralen. Sparkassen, gewerblichen und landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaften) und bei allen Postscheckämtern.
ßen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr und die reibungslose Zusammenarbeit der Sparkasse mit den in Betracht kommenden Stellen besonders hervor. Neue Mitglieder des VerwaltungsrateS
An Stelle des nach Dresden versetzten Oberzollinspektors H c ß wurde von der Mitgliederversammlung Hch. Fischer in Gießen zum Mitglied des Verwaltungsrates bestellt. Ferner wurde mitgeteilt, daß vom Kreisamt Gießen der Juwelier Hamme r m a n n neu in den Verwaltungsrat berufen wurde.
Oie Wichtigkeit der Spärkasienarbeit.
Der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Be« zirkssparkaffe Gießen, Oberbürgermeister Ritter, dankte den Rednern für ihre Ausführungen. Er wies dann auf^bie Bedeutung und die Wichtigkeit der Sparkassenarbeit gerade in Zeiten eines so starken wirtschaftlichen Aufstieges hin und schloß seine Ausführungen mit einem Hinweis auf die Bedeutung unserer Tage, die im einstimmigen Bekenntnis zum Führer ihren sichtbaren Ausdruck finden werden.
„Ach, Sie Aermster!" höhnte HerKgen. — „Und der kleine Nebenverdienst von Tante Mercedes?"
Tante Mercedes hätte er nicht erwähnen sollen. Ihr Name wirkte auf Bargent wie die Beschwörung eines bösen Geistes. Sein Gesicht entstellte sich, er hob ab wehr end die Arme.
„Hören Sie auf, Herr Kommissar! ' Hören Sie bloß auf damit! Dieser Vampir, diese Blutsaugerin! Wenn je eine Schuld gesühnt wurde, dann hat dieses Weib gesorgt, daß ich tausendfach für meine Fehltritte büßte. Immer hatte Sie etwas auszusetzen. Entweder war die gelieferte Ware nicht einwandfrei, dann zahlte sie nicht, oder sie war »zu teuer, oder ich hatte den Liefertermin nicht eingehalten — dann zog sie mir die Spesen ab. Ich kann Ihnen sagen, ich habe bei der Geschichte mehr zugesetzt als verdient." /
„Und was hinderte Sie, aus' diesem Geschäft herauszutreten?"
Die Antwort kam zögernd. „Ich . - • fürchtete dieses Weib. Oh, ich möchte niemand raten, sich die Feindschaft von Donna Mercedes zuzuziehen."
fen hat und die Sparkasse heute entsprechend dieser Ermächtigung 4 v. H. vergütet.
Auf dem Grundbesitz der Bezirkssparkasse Gießen, der mit 120 000 Mark zu Buch stand, wurde eine Abschreibung von 30 000 Mark vorgenommen. Die Immobilien sind nunmehr mit einem Bilanzwert von 90 000 Mark ausgewiesen. Die Geschäftseinrichtung wurde bis auf einen Erinnerungswert von 1 Mark abgeschrieben.
Der R e i n g e w i n n ist mit 59 284,02 Mark ausgewiesen. (Im Vorjahr 56 890,97 Mark.)
Die Sparkasse beschäftigte zum Ende des Berichtsjahres 9 Beamte, 52 Angestellte und 6 Lehrlinge, zusammen also 67 Personen. Die Gefolgschaft hat auch in diesem Berichtsjahr mit bestem persönlichen Einsatz ihre Arbeit im Dienste des Betriebes geleistet. In dem Geschäftsbericht wird daher -allen Gefolgschaftsmitgliedern Dank und Anerkennung ausgesprochen. Der Rechner Wilhelm Braun trat am 1. Oktober 1937 nach über 40jähriger Dienstzeit bei der Bezirkssparkasse Gießen in den verdienten Ruhestand.
Oie günstige Entwicklung anerkannt.
Der Vorsitzende des Hessischen Sparkassen- und Giroverbandes, Oberbürgermeister i. R. Rahn, Kreisdirektor Dr. Lotz als Vertreter der Aufsichtsbehörde und Direktor Henkel von der Landes- kommunalbank-Girozentrale für Hessen nahmen in kurzen Ausführungen das Wort und hobeü dabei die günstige Entwicklung der Bezirksfparkasse Gie-
Lernt Kurzschrift' und Maschineschreiben in -en Uebungsftätten der DAF.
7,91a, na, na, lieber Bargent! Einen <far so gefährlichen Eindruck hat sie auf mich nicht gemacht. — Uebrigens sind wir am Ziel. Sie werden heute nacht sicher recht gut schlafen können, nachdem wir Sie nun von den bösen Quälgeistern befreit haben, die Ihnen das Leben verbitterten. Mit Tante Mercedes werde ich gleich nachher ein kleines Stelldichein arrangieren, und Claudius — er ist wohl augenblicklich in Paris, nehme ich an?"
„Ja, soviel ich weiß, wollte er in Paris heute mit seinen Komplicen Zusammentreffen. Es soll sich da um eine ganz große Sache handeln!"
„Wissen Sie seine Adresse nicht?"
Bargent zuckte bedauernd die Schultern. „Leider nicht, Herr Kommissar! Aber ... ich könnte Sie hinführen — Claudius hat mich einmal zu sich mitgenommen. Ich glaube bestimmt, daß ich die Wohnung wiederfinden würde. Wenn man von den Tuilerien aus die breite Straße nach Süden ab- biegt und dann ... nein, es geht nicht; ich müßte selber den Weg noch einmal machen, dann würde ich mich sicher erinnern."
Merkwürdigerweise betrat Herdegen mit seinem Begleiter das Wachlokal nicht, sondern ging mit ihm weiter die Straße entlang. Seine nachdenkliche Miene ließ darauf schließen, daß er sich mit allerlei Plänen beschäftigte.
„Hören Sie maf, Bargent!" begann er endlich. „Ich will Ihnen eine Gelegenheit geben, Ihrem Richter^zu beweisen, daß Sie gewillt sind, einen dicken Strich unter Ihr bisheriges Leben zu ziehen.
„Ich habe mir erlaubt, ihn mitzunehmen,' meine Liebe!"
„Mein verehrter Herr, ein für allemal: derartige vertrauliche Anreden muß ich mir verbitten. Ich bin nicht Ihre Liebe, verstanden!"
„Aber — liebes Tantchen — ich begreife Sie gar nicht?"
„Mein Herr!" Ihre Stimme klang scharf und zischend. „Sie scheinen sich bezüglich des Charakters unserer künftigen Zusammenarbeit in einem de- bäuerlichen Irrtum zu befinden. Wenn Sie für mich arbeiten wollen, dann haben Sie sich ausnahmslos nach meinen Weisungen zu richten. Eine dieser Weisungen war, daß Herr Bargent, der in Hersburg bekannt ist und — wie er selbst wissen dürfte — in keinem sehr guten Rufe steht, sich jeder sichtbaren Fühlungnahme mif mir zu enthalten hat."
„Aber» mein Goldtantchen!" fuhr Herdegen unbeirrt fort. „Unser lieber Bargen! wollte doch so gern mitkommen. Wir haben dämlich — eine große Überraschung für Sie."
Irgend etwas im Ton feiner Stimme mochte sie mißtrauisch gemacht haben. Ihre Augen begannen Flammen zu sprühen. Sie wußte vielleicht selbst, daß sie im Begriff war, eine Unvorsichtigkeit zu begehen, atier ihr lebhaftes, impulsives Temperament ließ ihr keine Zeit zur Ueberlegung.
Mit ein paar raschen Schritten eilte sie zu einem Fernsprechapparat, der sich auf einem kleinen Tischchen in der Ecke des Zimmers befand. „Wenn Sie glauben, meine Herren, daß Sie sich vielleicht Scherze mit mir erlauben dürfen — da ist es wohl besser, wenn mir reinen Tisch machen. — Hallo? Ja, bitte verbinden Sie mich mit dem Polizeirevier! — Ha, ha, ich sehe Ihren erstaunten Gesichtern an, daß Sie überrascht sind. Glauben Sie, daß ich es nicht wagen werde, Sie verhaften zu lassen? Sie werden sofort eines Besseren belehrt werden!"
„Das ist doch nicht Ihr Ernst!" rief Herdegen mit gut gespielter Bestürzung. „Ihre Mitarbeiter, Ihre ... Komplicen wollen Sie festnehmen lassen? — Sie stürzen sich doch selber mit ins Verderben! Oder glauben Sie vielleicht, daß wir schweigen werden?"
„Erzählen Sie doch den Septen--Hallo? —
Ja, hören Sie, hier ist Landhaus Sommerfeld, Rheingaustraße! Senden Sie doch bitte sofort ein paar Leute her! Wir haben hier soeben zwei Einbrecher überrascht, die es anscheinend auf unser Tafelsilber abgesehen hatten. — Ja, aber bitte sofort! Wir werden die Burschen solange in Schach halten."
(Fortsetzung folgt.)
Gute Sparkassenarbeit im Dienste der Allgemeinheit.
Starkes Anwachsen der Spareinlagen bei der Bezirkssparkaffe Gießen. — Kräftige Förderung des Wirtschaftslebens durch großzügigen Einsatz der Geldmittel
Abenteuer in Paris.
Vornan von Hans Hirthammer.
Copyright by Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa.
1937 durchgeführten hypolheken-Zinsfenkung auf 4,5 v. h. die Anträge auf Darlehens- 1
gewährung zum Zwecke der Ablösung höher ।
verzinslicher' Hypotheken. Die Bewilligungen im j Berichtsjahre verteilen sich etwa je zur Hälfte ; auf den Wohnungsneubau und die Hypotheken- । ablöfung. Mit den bewilligten Veubau-Hypo- theken wurden 196 Wohnungseinheiten finanziert, davon 106 unter Verwendung der Reichsbürgschaft für 2. Hypotheken. Die Auszahlungen auf Hypothekendarlehen betrugen im Jahre 1937 insgesamt 1 413 466 Reichsmark. Von diesem Betrag wurden 913 200 RM. für den Wohnungsneubau verwandt, 28 500 RM. für Umbauten und sonstige Zwecke der Wohnungswirtschaft, während der Restbetrag von 471 766 RM. zur Ablöfung bestehender Hypotheken'Verwendung fand. Die hypothekarisch gesicherten Ausleihungen der Sparkasse stellten sich zum Jahresschluß auf , 9 960 379 RM., das sind 43,1 v. h. der Spareinlagen.
Im neuen Geschäftsjahre wird die Sparkasse wieder in der Lage sein, Reichsbürgschaftshypotheken auszuleihen, da nach einem Erlaß des Reichs- und preußischen Wirtschaftsministers vom 29. September 1937 Reichsbürgschaftshypotheken bis zu 30 v. H. des Gesamthypotheken-Be- standes gegeben werden dürfen und die Aufsichtsbehörde. der Sparkasse die Genehmigung zur Ausweitung ihres Kontingents erteilt hat.
Die Besserung des Zinsendienstes hat weitere Fortschritte gemacht. Mußten im Jähre 1936 die fälligen Zinsforderungen noch mit 186 704 Mark ausgewiesen werden, so ergab das Jahr 1937 bei höheren Darlehnsbeständen nur mehr eine fällige Zinsforderung von 162 335 Mark. Ein Betrag von 71 591 Mark von der Gesamtsumme ist erst am 31. Dezember 1937 fällig geworden.
Der Wertpapierbestand hat sich auf 6 811628 Mark erhöht. Die Sparkasse hat m erster Linie entsprechend der Erhöhung ihres Einlagenbestandes Schuldverschreibungen des Reiches, die der Konsolidierung der kurzfristigen Reichsschulden dienten, übernommen. Wie in den Vorjahren wurden aus Hausbesitzerkreisen Schuldverschreibungen des Um« schuldungsverbandes deutscher Gemeinden angekauft, und zwar im Nennwertbetrag von 92 600 Mark.
Die Liquidilälslage der Bezirkssparkasse Gie- ßen ist unverändert günstig, das sahungsmähig erforderliche Soll der Bar-Liquidität, wie auch der Gesamt-Liquidität ist eingehalten. Die Sparkasse verzeichnet mit 9 733 781 MaA eine (0s- samt-Liquiditat von 36_,5 v.h.» gemessen am Gesamleinlagenbestand. __ -
Mit Wirkung vorn 1. Januar 1937 wurde der Hypotheken-Zinssatz der Sparkasse auf 4*/2 v. H. gesenkt. Verwaltungskosten werden den Darlehensnehmern dabei nicht in Rechnung gestellt, auch erfolgt Dollauszahlung des Darlehensbetrages. Diese Zinsermäßigung bezieht sich sowohl auf die Aufwertungs-Hypotheken, wie auch auf neue Darlehen. Damit dürfte die Ermäßigung des Hypo- theken-Zinsfatzes zum Abschluß gekommen sein, denn eine weitere Senkung ist mit dem für hereingenommene Gelder zu vergütenden Zinssatz nicht vereinbar; dies um so mehr, als der Zentrale Kreditausschuß zum 1. Januar 1937 die Erhöhung des Zinssatzes für Spareinlagen mit einer vereinbarten Kündigungsfrist von 12 Monaten auf 4 v. H. zugelas-
jchreibt uns: »
Kurzschrift soll nur lernen und üben, wer die deutsche Sprache fehlerfrei in Wort und Schrift beherrscht. Die Kurzschrift ist Dienerin dieser Sprache und damit ein wesentliches Hilfsmittel für alle Schreibarbeiten im Leben und vornehmlich im Beruf. Als Lerngebiet .gehört sie zur Berufserziehung des deutschen schaffenden Menschen. Vollendete Kurzschriftleistung und flotte Beherrschung des Maschinenschreibens bieten die besten Grundlagen für gute berufliche Leistung in den schreibenden Berufen. Deshalb sollen die Gebiete der Kurzschrift und des Maschinenschreibens auch nicht Selbstzweck sein, fanden sich sinnvoll in die gesamte Berufserziehung' einfügen.
Auf dem Weae über die Berufslaufbahnberatung sorgt die Deutsche. Arbeitsfront dafür, ,daß jeher- gute Kurzschrift- und Maschinenschreiber, ob Mann oder Frau, die Möglichkeit erhäH, sich auch in seine anderen Berufsgebiete hineinzuarbeiten und sie beherrschen zu lernen. Diesem Ziel dienen die
Verufserziehungswer^e der DAF., die sich der Kurzschriftpflege besonders vorbildlich annehmen. In Abendlehrgemeinschaften und Aufbaukameradschaften werden dort die Teilnehmer und Teilnehmerinnen von der Kurzschrift aus stufenweise in ihrem gesamten Berufskönnen gesteigert, und zwar im Dienste am Volk und seiner Wirtschaft auf der Grundlage der praktischen Arbeitserfahrungen im B-triebe.
Können aber heute alle Arbeitskameraden und Arbeitskameradinnen mit gutem Gewissen ihre Leistung in Kurzschrift und Maschinenschreiben genau angeben und nachweisen? Besitzen sie alle darüber anerkannte Leistungsbescheinigungen, die sie ohne Zäaern vorlegen könnten? Sind sie ihrer Leistung so sicher, daß sie jederzeit ihre Leistungen prüfen lassen können? Für den sicher begehrten
der Parole:
kommt in die Uebungsstätten der DAF., die der Nationalsozialismus für eure Berufsertüch- ttgung geschaffen hat!
Die Abteilung Berufserziehung und Betriebs« führung in der DAF. eröffnet in Kürze in Kurzschrift und Maschinenschreiben neue Lehrgemeinschaften und Aufbaukameradschaften für Anfänaer, Fortgeschrittene und Praktiker.- Auskunft und Anmeldung bei der Deutschen Arbeitsfront, Abteilung für Berufserziehung und Betriebsführung in der Kreiswaltung Wetterau, Gießen, Schanzenstraße 18, Fernruf 2141/44:
Erfolgreiche Kurzschriftler im AeichS- leistuugsschreiben 19£T der DAF.
Im November 1937 führte die Deutsche Arbeitsfront das erste Reichsleistungsschreiben in Kurzschrift durch. In den Kreisen Wetterau und Alsfeld- Lauterbach waren von 870 gemeldeten Teilnehmern 751 gestartet, und hiervon 'haben 621 Teilnehmer eine preiswürdige Arbeit geliefert. Allen Teilnehmern sind in der Zwischenzeit die Leistungsbescheinigungen zugegangen. Nachdem nunmehr die besten Arbeiten von der Gauwaltung zurückgekommen sind, wurden in diesen Tagen den Kreisb e st e n
Am Dienstag hielt die Bezirksfparkasse Gießen ihre diesjährige ordentliche Mitglieder- vrrsammlung in Gießen im Saale des Hotel Schütz ab. Die Vertreter der Haftungsgemeinden waren fast vollständig erschienen, ein Beweis für das starke Interesse, das seitens der' Gemeinden der Bezirkssparkasse entgegengebracht wird.
Der Leiter der Bezirkssparkasse, Direktor Dr. Hopfenmüller, begrüßte die Vertreter der Haftungsgemeinden, Kreisdirektor' Dr. Lotz als Vertreter der Aufsichtsbehörde, den Vorsitzenden de^ Hess. Sparkassen- und Giroverbandes Oberbürgermeister i. R, Rahn und Direktor Henkel von der Landeskommunalbank-Girozentrale für Hessen. Nach Erledigung der Formalien erstattete Direktor Dr. Hopfenmüller den
Geschäftsbericht.
Diesen Darlegungen ist folgendes zu entnehmen: Die Einlagen bei der Bezirksfparkasse Gießen haben eine Steigerung erfahren, wie sie seit dem Jahre 1933 noch nicht festgestellt werden konnte. Der Zugang an Gesamteinlagen beträgt rund 2,25 Millionen RM. und damit nahezu 10-v. H. gegenüber den Beständen des Vorjahres. Auf der anderen Seite hat die Sparkasse durch Gewährung von Darlehen und Krediten zur Belebung der heimischen Wirtschaft wertvolle Beiträge geleistet. Es wurden allein für den Baumarkt über 1,4 Millionen RM. ausgeliehen, ein Betrag, der noch über der schon beträchtlichen.Darlehensgewährung des Jahres 1936 liegt.
3m Jahre 1937 erhöhten sich die Spareinlagen um 1 709 941 RM.» in denen eine Zinsgutschrift von 679 607 R7N. enthalten ist. Der Betrag des Linzohlungsüberschusses im Sparverkehr mit 1 030 334 RM. ist um über 800 000 RM. höher, als der des Vorjahres. Die Einzahlungen im Sparverkehr betrugen 7 741 826 RM.» die Auszahlungen 6 711492 RM. Die Zugänge stellten sich seit 1933 auf nahezu 6,6 Millionen RM. Vis zum heutigen Tage sind sie aus zirka 7 Millionen RM. ongewachsen.
Das Schulsparwesen wurde im Berichtsjahre in verständnisvoller Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft gefordert und hat schone Erfolge gezeitigt. Es beteiligten sich rund 2000 Schüler am Schülsparen. Die' Sparkasse unterzieht sich dieser ' rßühevollen Kleinarbeit, um damit einen Beitrag zur Erziehung unserer Jugend zur Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit zu liefern. Es muß immer wieder hervorgehoben werden, daß es dabei auf eine Werbung für die Sparkasse, oder gar auf die Erzielung eines geschäftlichen Erfolges keineswegs ankommt. Das Sparergebnis des Jahres 1937 liegt mit 19 348 RM. um 6656 RM. hoher als im Vorjahre.
Unverändert stark ist die Inanspruchnahme der Bezirkssparkasse Gießen auf dem Gebiete des bargeldlosen Zahlungsverkehrs. Die Anzahl der Kontokorrent-Konten ist von ^189 auf 3440 gestiegen. Der Bestand an Kontokorrent-Einlagen und Depositen hat sich um über eine halbe Million auf 3 559 435 RM. erhöht.
f Wie in den vergangenen Jahren hat die Be- zirkssparkasse Gießen zur Finanzierung der örtlichen Bau Tätigkeit n2ch besten Kräften beigetragen. Ls konnten mit Rücksicht auf die gute Liquiditätslage der Spar-_ taffe sämtliche gestellten Anträge berücksichtigt werden, die nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und der Satzungen eine Beleihung zuließen. Sehr zahlreich waren im Jahre.1937 unter den Auswirkungen der zum 1. Januar
„Wenn ich so zurückdenke", begann er nach kurzer Ueberlegung, „dann ist eigentlich dieser Claudius an allem schuld. Ich habe ihm einmal aus reiner Gutmütigkeit einen Weg über die Grenze gewiesen, und da überredete er mich, mit ihm zusammen diese Dinger mit den Paßdiebstählen zu drehen. Er fuhr regelmäßig mit dem Nachtexpreß und suchte sich Leute aus, die es sehr eilig hatten, nach Paris zu kommen. Ich nahm dann die verzweifelten Leutchen im Wartesaal in Empfang, führte sie auf einem dunklen Waldpfad angeblich zur Grenze und inszenierte dann eineck kleinen Ueberfall, der mich in den Besitz ihrer Barmittel brachte. Die Ueberfallenen hüteten sich natürlich,
Wollen Sie mir helfen, diesen Claudius und womöglich auch seine Komplicen hinter Schloß und Riegel zu bringen?"
„Ich wüßte nicht, was ich lieber täte, Herr Kommissar! Ich bin bereit, alles zu tun, was Sie von mir verlangen!"
„Sehr güt! — Wir reisen sofort nach Paris, mir müssen in der Nacht noch dort eintreffen. Ich werde sofort von Berlin ein Flugzeug anfordern."
• Er kehrte um und betrat die Wache. Ein Beamter saß müde an seinem abgewetzten und verschrammten Bürotisch. .
Herdegen wies sich aus und ließ eine Eiloerbindung mit dem Berliner Präsidium Herstellen.
Wie er es nicht anders erwartet hatte, wollten ihm die Berliner Schwierigkeiten machen. Db\ er denn nicht mit dem Nachtexpreß fahren könne, j
Darauf ereignete sich etwas ganz Ungewöhnliches. Der elegante, stets korrekte und liebenswürdige Herr Herdegen wurde derartig grob, daß sogar dem alten Bargent der Ateyi wegblieb. Don dem Beamten am Bürotisch gar nicht zu sprechen.
Das Ergebnis war, daß man in Berlin das Flugzeug bewilligte. Jawohl, es würde um die und die Zeit in Köln fein.
„Na also!" lachte Herdegen. und hängte an. „Und nun zu Tante Mercedes! — Aber wenn Ihnen vielleicht der Einfall kommen sollte, den alten Schraubendampfer zu warnen, na, ich mochte dann nicht in Ihrer Haut stecken. Ich bin nicht ganz unerfahren im Boxen, Verehrtester, es sollte mir leid tun, wenn ich Ihrer blühenden Gesundheit ein Ende machen müßte!"
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Die Kunde von der Ankunft der „Spanischen", wie sie im Aornrnerfeldschen Bekanntenkreis kurz und treffend genannt wurde, hatte sich rasch herumgesprochen, und so trafen die beiden eine Anzahl von Besuchern an, die sich halb neidisch, halb bewunderns um Tante Mercedes geschart hatten. Vater Sommerfeld und seine Tochter Lore saßen ziemlich überflüssig irgendwo in einer Ecke.
Donna Mercedes begrüßte Herrn Herdegen, mit dessen Bekanntschaft sie schon renommiert haben mochte, ungewöhnlich lebhaft und wortreich. Dagegen schien Bargents Anwesenheit ihr offensichtliches Mißfallen zu erregen.
„Ihr entschuldigt mich einen Augenblick, meine Lieben!" rief sie ihren Gästen zu und trat mit den beiden Männern in einen Nebenraum.
Sie hatte kaum die Tür hinter sich geschlossen, da platzte sie auch schon los. „Wie können Sie es wagen, Herr Bargent, dieses Haus zu, betreten? Ich habe es Ihnen doch ausdrücklich verboten!"


