Ausgabe 
31.1.1938
 
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Hauptversammlung -er alten 116er

Wirischast

Handels- und Gewerbebank Gießen. Ä»o95o

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ungeheurem Getöse zusammen. 30 Häuser von Bergarbeitern st ü r z t en ein, doch konnten die Be­wohner sich in Sicherheit bringen. 200 Personen sind obdachlos geworden. Auch die Eisenbahnlinie wurde auf etwa 1000 Meter zerstört. Der Sach­schaden wird auf mehrere Millionen Franken ge­schätzt.

Karell Entlastung erteilen konnte.

Bei der anschließenden Wahl des Kameradschafts­führers, die unter Leitung des Seniors, Kamerad R e i tz , vor sich ging, wurde der bisherige Kamerad­schaftsführer Bill mit herzlichen Worten der Dank­barkeit für seine hervorragenden Leistungen und für seine allzeit unermüdliche Arbeitsfreudigkeit im In­teresse der Kameradschaft einstimmig wieder an deren Spitze berufen.

Kamerad Bill nahm das Amt erneut an und be­stätigte die bisherige Führerschaft in chren Aemtern. Innerhalb der Führerschaft wurde der bisherige zweite Schriftführer Kamerad Röder zum Leiter des Vergnügungscmsfchufses bestimmt. Kamerad Biedenkapp wurde zweiter Schriftführer, Ka- merd Bechtold stellvertretender Zeugwart. Ka­merad Müller wurde zum zweiten Rechner be­stimmt. Jrn übrigen trat keine Veränderung ein.

Schließlich wurde noch eingehend über die vom Regiment veranstaltete 125-Fahrfeier des JR. 116 gesprochen, hei der die alten 116er nicht selbst Trä­ger der Veranstaltung sind, sondern auf Anruf vom Regiment als Mitarbeiter bei der Vorbereitung be­teiligt sein werden. Einhellig kam zum Ausdruck, daß die alten 116er mit aller Kraft und mit aller Freudigkeit zur Mitarheit bereitstehen, wenn das Regiment den Ruf an seine Alten richtet. Daß die alten 116er unter den Teilnehmern dieser festlichen Tage sein werden, ist allen natürlich eine Selbstver­ständlichkeit.

Kameradschaftsführer Bill schloß sodann die Versammlung mit einem begeisterten und von solda­tischem Kameradschaftsgeist erfüllten Bekenntnis der Treue zum Führer, dem der freudige Gruß der alten «Äldaten galt.

Kunst und Wissenschaft.

Slaalstheatergaslfpiel in Beuchen.

Der fünfte Jahrestag der Machtübernahme fand in Oberschlesien seinen festlichen Höhepunkt mit der Aufführung vonEmilia Galotti" durch das Preußische Staatstheater unter Generalintendant Staatsrat Gustaf Gründgens. Die in Elbing mit großem Erfolg begonnene Reise, die die Künst­ler als Ausdruck des Dankes für die nachdrückliche Förderung des deutschen Theaterlebens durch den nationalsozialistischen Staat, unternehmen, hatte auch in Beuthen einen durchschlagenden Erfolg. Von Aufzug zu Aufzug steigerte sich der Beifall des dankbaren Publikums. Bei einem Empfang brachte Oberbürgermeister Schmieding Staats­rat Gründgens und den übrigen Mitwirkenden den herzlichen Dank Oberschlesiens zum Ausdruck und überreichte ihnen Erzeugnisse oberschlesischen Kunsthandwerks als Erinnerungsgabe.

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gegen einen Zaun gefahren und hatte von dort seinen Weg durch die Limburger Gasse genommen, von wo er in die Menge auf dem Römerberg raste. Bisher sind 20 Verletzte gemeldet, jedoch dürfte sich die Zahl noch erhöhen. Im Verlaufe des Abends besuchte Gauleiter Sprenger die verletzten <521.* Männer, die ins Krankenhaus übergeführt werden mußten, und sprach ihnen die besten Wünsche für baldige Genesung aus.

Dieser Unfall ruft bei der Bevölkerung tiefstes Bedauern und große Empörung hervor. Einsatz­bereite SA.-Männer wurden das Opfer unverant­wortlicher Burschen. Das Verhalten dieser Bur­schen verdient schärftte Verurteilung. Die Tat wird die Sühn; finden, die sie verdient.

Kraftwagen vom v-Zug überrannt

Bei Trechtingshausen im Kreise St. Goar geriet ein mit zwei Personen besetzter Kraftwagen im Schneegestöber von der Landstraße ab und stürzte über ein Geländer auf den 4,50 Meter tiefer liegen­den Eisenbahndamm. Der im gleichen Augenblick die Strecke passierende O Zug 204 KölnFrank­furt zermalmte den Wagen vollständig. Die beiden Insassen,ein Ehepaar aus Wuppertal, wur­den auf der Stelle getötet.

Neun Todesopfer eines Grubenbrandes in England.

In einer Kohlengrube bei Glasgow brach ein großer Brand aus, durch den neun Bergarbeitern der Rück ug abgeschnitten wurde. Rettungsmann­schaften iämpften stundenlang mit den Flammen, konnten aber nicht rnchr rechtzeitig zu den Einge­schlossenen vordringen. Die Bergarbeiter wurden schließlich erstickt aufgefunden.

Einsturzunglück im belgischen kohlengebiet.

Eine ungewöhnliche E i n st u r z k a t a st r o p h e, die schweren Schaden anrichtete, ereignete sich nördlich von Charleroi im belgischen Kohlenge­biet. Eine Kohlenhalde in Lourcelles stürzte mit

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werke jedoch 0,25 v. H. höher mit 118,50. Im ein­zelnen kamen Reichsbank 1 v. H. mit 210, Feld­mühle Papier 0,50 v. H. mit 136 und Goldschmidt 0,50 v. H mit 141 niedriger zur Notiz. Schiffahrts­aktien blieben ebenso wie einige andere Dieben teerte unverändert.

Der Rentenmarkt lag wohl ruhig, die Nach­frage hielt aber an. Erhöhtes Interesse verblieb am Pfandbriefmarkt, an dem verschiedene Goldpfand­briefe' repartiert wurden, während Liquidations­werte und einige Kommunal-Obligationen weiter um 0,13 bis 0,25 v. H. befestigt waren. Stadtan­leihen kamen unverändert zur Notiz, ebenso wiesen die übrigen festverzinslichen Papiere kaum Abwei­chungen auf, ausgenommen Industrie-Obligationen, die die üblichen kleinen Schwankungen hatten. Der variable Markt lag still bei behaupteten Kursen. Altbesitzanleihe 130,13, Reichsbahn-VA. 129,65, Städte-Altbesitz 134,75, Kommunal-Umfchuldung 95,20, Zinsvergütungsscheine 97,25.

Auch im weiteren Verlaufe war das Geschäft sehr klein, die Kurse erfuhren kaum noch Veränderun­gen. IG.-Farben bröckelten auf 160,50 nach 160,75 ab, auch sonst hielten sich die Schwankungen in engen Grenzen, wobei zu niedrigeren Kursen durch­weg Nachfrage vorlaq. Die erst später zur Nottz gekommenen Papiere zeigten Abweichungen inner­halb eines Prozentes, wobei sich Besserungen und Minderungen die Waage hielten.

Im Freiverkehr nannte man Elsäss. Bad. Wolle mit 84,50, Katz & Klumpp mit 111,50 (112), Rastatter Waggon fest mit 56,50 (55), Schuh Bern­eis mit 76,25 (76), Ufa mit 70,25 (70,50). Tages­geld unverändert 2,75 v. H.

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S bie östlich

Das Holz als Rohstoff

Ein treuer Helfer der Wirtschaft.

bis auf weiteres gesperrt worden. Auf der Unter­elbe liegen zahlreiche Schiffe vor Anker, die besseres Wetter abwarten. Die deutschen Küstenstattonen der Nordsee meldeten im allgemeinen nicht mehr als Windstärke 7. In der freien Nordsee herrschen jedoch, wie die unterwegs befindlichen Schiffe funken, noch Windstärken von 8 bis 10. Auch in der westlichen Ostsee herrscht Sturm.

*

lieber dem Nordharz ging ein Unwetter nieder, wie es seit Jahren nicht erlebt wurde Bei Windstärke 10 wurden Bäume umgeknickt und Dächer beschädigt oder abgedeckt. In den Waldungen ist der Schaden erheblich. Die von den Bergen herabfließenden Wassermassen brachten erhebliche Schlammengen in die Straßen Goslars. Die Fern- sprechleitunqen wurden zu einem großen Teil zer­rissen In Seeboldshausen am Westharz ist 'm Sturm ein stattlicher Hof niebergebrannL Ans dem Brocken erreichte der Sturm bei heftigem Schnee­treiben Orkan-Stärke.

Angetrunkene Autofahrer rasen in einen SA.-Aufmarsch.

Oer Schweinebestand in Hessen.

Fwd. Bei der allgemeinen Viehzählung, die An­fang Dezember 1937 durchgeführt wurde, wurde im ganzen Reich ein Schweinebestand von 23,8 Mil­lionen Tieren ermittelt. Die Zählung in Hessen er­gab einen Bestand von 401 036 Schweinen. Dar­unter befanden sich 48 450 unter acht Wochen alte Ferkel und 163 778 Jungschweine. Ferner wurden 1044 Eber, zur Zucht geeignet, und 21 349 Zucht­sauen, darunter 12 498 trächtig, gezählt.

Stellen Holzmasten von Stromleitungen umgerissen, ebenso wurde in einigen Gärten mancherlei Schaden angerichtet. Der Sturm und die peitschenden Regen- Schneefälle behinderten auch den Verkehr auf den Landstraßen erheblich, jedoch ist bisher erfreulicher­weise von Unglücksfällen nichts bekannt geworden.

** Leichenfund in Der Lahn. Am gestri­gen Sonntagmittag wurde in der Lahn beim Stau am Elektrizitätswerk die Leiche einer etwa 50 Jahre alten Frau geländet. Die Bedauernswerte war am Sonntagmorgen in der Nähe der Bleiche in die Lahn gesprungen.

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V. A. Einer der mächtigsten und unerschütter­lichen Rohstoffpfeiler des deutschen Wirtschaftsge­bäudes ist das Holz. Es begleitet jeden einzelnen durch das ganze Leben, vom Kinderbettchen bis zum Totenschrein. Es gestaltete wie kaum ein an de- rer Rohstoff die Kulturgeschichte unseres Volkes. Das Holz war eine der Lebensgrunblagen unserer Vorfahren. Aus Holz waren ihre Wohnungen, ihre Befesttgungen und ihre Waffen. Holz ist über die Jahrhunderte hinweg auch für das lebende Ge- chlecht unentbehrlich geblieben. Die Verwendungs­zwecke und Verwendungsweisen haben sich teilweise geändert, aber der Verbrauch Deuffchlands an Holz ist eher größer als geringer geworden. Heute reichen die 50 Millionen Festmeter Holz, die durchschnittlich jährlich im deutschen Walde an- allen, zur Deckung des einheimischen Bedarfs nicht aus; wir müssen teilweise tiefer in unseren Holz­vorrat hmeingreifen, als wir es innormalen" Jahren tun, und führen außerdem noch erhebliche Mengen von Nutzholz aus dem Auslände ein.

Das wichtigste Verwendungsgebiet des Holzes ist das Bauwesen; es beansprucht die reichliche Hälfte unseres gesamten Nutzholzverbrauchs. Na­mentlich im Wohnungsbau ist das Holz unentbehr­lich für Balken, Dachstuhl, Türen, Fenster, Trep­pen, Fußböden, Wand- und Deckenbekleidungen. Der Baumeister schätzt das Holz als den Baustoff, der im Verhältnis zum Eigengewicht die größte Festigtest aufweist. Der Hausbewohner nutzt, viel­fach freilich unbewußt, die geringe Wärmeleitfähig­keit des Holzes aus: Holz hält im Sommer kühl, im Winter warm. Unsere neuzeitlichen Holzbau­weisen sind auf sparsame Verwendung des Holzes abgestellt. Die üppige hölzerne Pracht der großen alten Fachwerkbauten ist durch Beschränkung auf das Notwendige abgelöst. Die mächtigen Holzbauten der neuen Zeit sind schlank und knapp, wie die F u n f t ü r m e aus Holz, die als Wahrzeichen neu* zeitiger Holzingenieurbaukunst bis an 200 Meter hoch gebaut werden. Die Binder weitgespannter Hallen werden heute vielfach aus schwachen Höl­zern, Brettern und Bohlen genagelt und entfalten eine erstaunliche Tragkraft.

Don der Ausstattung unserer Wohnungen ist das Holz nicht wegzudenken. Für Möbel aus deut­schem Holz, das in seiner Schlichtheit oft besonders schön wirkt, haben unsere Raumkünstler stoff- und werkgerechte, schlichte eigene Formen geschaffen und damit den Weg zu einer wirklich deutschen Wohnkultur freigemacht.

Handwerk und Kunstgewerbe bedienen sich des Holzes besonders gern, weil es leicht zu bearbeiten und dabei doch fest und dauerhaft ist. Der Tischler und der Zimmermann, der Böttcher, Stellmacher, Drechsler und Schnitzer, der Geigen­bauer und der Schindelmacher, alle wählen sich aus den zahlreichen Holzarten und -herkünsten die­jenigen aus, die den besonderen Zweck am besten erfüllen. Für das Spielzeug unserer Kinder verwenden wir mit Vorliebe das schöne, warme, formwillige Holz.

Wieviel Geräte in Haus und Küche und Werk­statt, in Schule und Kaserne und vor allem auf dem landwirtschaftlichen Gehöft sind aus Holz! Der Gärfutterbehälter aus Holz bient ber la nbw irisch öst­lichen Erzeugungsschlacht. Aus Pappelholz werden Flaschen stopfen hergestellt, die in mancher Hinsicht, z. B. in ber vielmaligen Verwendbarkeit, dem alten Flaschenkorken ben Rang ablaufen.

Viele Sportgeräte wie Schlitten unb Schneeschuh, Rennboot und Flugzeug -r ziehen Nutzen aus ben hervorragenben Eigenschaften des Werkstoffes Holz. Einer ber jüngsten und größten Sportbauten aus Holz ist die Sprungschanze in Garmisch-Partenkirchen. Masten und Zäune aus Holz sind wirtschaftlich vorteilhaft und fügen sich gut dem Landschaftsbilde ein. Daß man sie zweck­mäßig behandeln und pflegen muß, sollte so selbst­verständlich sein wie der Schutz des Eisens gegen Rost.

Die Eisenbahngleise liegen auf Schwellen aus Kiefern-, Buchen- ober Eichenholz. Für einen Kilometer Strecke werben 1600 Schwellen gebraucht. Das für biefe 1600 Schwellen nötige Holz ent­spricht etwa ber Menge, die ein Hektar Walbfläche beim Kahl schlag liefert.

Noch größere Mengen Holz als für Eisenbahn­schwellen werben jährlich als G r u b e n h o l z. in ben beutschen Bergwerken verbaut und helfen bart unsere Bergleute vor ben sie ständig umlauernden Gefahren soweit wie möglich schützen; denn Holz warnt", es knistert, wenn sich der Gebirgsdruck gefährlich zu verstärken anfängt.

Holz gibt auch ein vorzügliches Str e n° pflaster. Wegen feines leichten Gewichtes wer-

In ber letzten Auffichtsratssitzung bes Instituts würbe mitgeteilt, baß die Abschlußarbeiten für bas Geschäftsjahr 1937, bas eine weitere ansehnliche Erhöhung ber Umsätze und Einlagen brachte, de- enbet sind. Die Umsatz st eigerung beläuft sich gegenüber bem Vorjahr auf 30 v. H. Nach Erklä­rungen ber Verwaltung ist mit einer erhöhten Sioibenbe von 5,50 v. H. (i. 23. 5 v. H.) zu rechnen.

Rhein-Mainische Börse.

Wenig verändert.

Frankfurt a. M., 29. Jan. Auch zum Wo­chenschluß war bie Börse am Aktienmarkt nahezu geschäftslos, ba bie Zurückhaltung weiter Börsenkreise unvermmbert andauerte. Trotzdem be­hielt die Börse eine bemerkenswerte Widerstands­kraft wie auch die Grundstimmung weiterhin als zuversichtlich angesehen wird. Die Kursgestaltung war erneut uneinheitlich, da einerseits für Sperr* markrechnung einige Käufe erfolgten, auf ber an­deren Seite sich aber bie Abgaben aus nichtarischen Kreisen fortsetzten. Bei denkbar kleinsten Umsätzen hielten sich die Schwankungen innerhalb eines Pro­zentes. Montanwerte lagen überwiegend eine Tonung freundlicher, Verein. Stahl, Hoefch und Mannes­mann gewannen bis 0,25 v. H. IG.-Farben unter­lagen einigen Schwankungen zwischen 160,25 bis 160,75 (160). Elektrowerte waren in Nachwirkung des Siemens-Abschlusses um Bruchteile vom Hun­dert fester, Gesfürel 146,50 (146), Schlickert 179,50 (179,25). Für Bauwerte und mit dieser Industrie verwandte Unternehmen verblieb bei wenig verän-

Zum Tode Bernd Rosemeyers.

NSG. Arn Samstagnachmittag weilte Gauleiter Sprenger an ber Bahre bes löblich verunglück­ten Bernb Rosemeyer im Haus ber ff unb ehrte ben großen Rennfahrer durch Nieder- legung eines Kranzes. Arn Vormittag hatten im Auftrage von Korpsführer Hühnlein und für die Motorobergruppe West Obergruppenführer Sey- del und für die Oberste Nationale Sportbehorbe unb die Motorgruppe Hessen Prinz Richard von Hessen Kränze niedergelegt. Tausende von Menschen standen in der Bockenheimer Landstraße, als bie sterbliche Hülle Bernd Rosemeyers zum Bahnhof überführt wurde. Der mit ber Hakenkreuzflagge bedeckte Sarg wurde aus der Vorhalle zum Wagen getragen, und bann fetzte sich ber Trauerzug burch ein Spalier von ---Männern unter dem Ehren­geleit einer NSKK.-Motorrabeskorte in Bewegung. Dem Sarg folgten Führer ber ff unb des NSKK. zum Bahnhof. , ..

Mil einer schlichten Totenehrung nahm Die Berliner ff bie sterbliche Hülle ihres Käme- raben Bernd Rosemeyer am Sonntagfrüh aus dem Potsdamer Bahnhof in ihre Obhut. Nachdem die Reisenden ben Bahnsteig verlassen hatten, mürbe bie Gattin Rosemeyers auf ben Bahnhof geleitet. Dann trugen ---Führer den schlichten, nrit ber Hakenkreuzfahne geschmückten Eichensara hinaus, während das Lied vom guten Kameraden die Bahn­hofshalle erfüllte und ein Chrensturm ber- ff ben Toten grüßte. Die Beisetzung erfolgt am Dienstag auf bem Dah 1 erner Waldfriebhof.

Schwere Stürme überall.

Der an'haltenbe Norbnorbweststurm hat große Wassermassen in die Elbe gedrückt, so datz am Sonntag in Hamburg ein Wasserstand von 3,40 Meter über normal zu verzeichnen war. Der Nordostsee-Kanal ist wegen des Elbehochwassers

Am Samstagabend versammelten sich die Kame­raden der Vereinigung ehemaliger 116er in Gieße« unter der Leitung des Kameradschaftsführers Bill zu ihrer Jahres-Hauptversammlung im Kamerad­schaftsheimZum Auerhahn".

Kameradschaftsführer Bill gab zunächst im Rahmen bes Geschäftsberichtes eine Uedersicht über die großen Ereignisse, bie bas verflossene Jahr ber Kamerabschast brachte. Im Mittelpunkte bes Ge­schehens stand ber große 116er-Tag, besten Vor­bereitung unb Durchführung ben Kameraden viel Arbeit brachte, bie aber in erfreulicher Weise von einem starken unb schönen Erfolg belohnt würbe. Er ließ bie benkwürbigen Ereignisse jener Tage noch einmal im Geiste vor den Augen der Kame­raden vorüberziehen und zollte dabei allen seinen vielen Mithelfern aus dem Kameradenkreife, aber auch bem Regiment herzlichen Dank und vollste An­erkennung für all bas, was an Einsatzfreubigkeit unb Arbeitsleistungen zum vollen Gelingen dieser Veranstaltung geleistet wurde. Mit Genugtuung konnte er besonders die schone Zusammenarbeit mit ben aktiven Kameraben ber 116er rühmen, mit Freube auch dqrauf Hinweisen, baß bas Fest nach Vornahme von mancherlei Stiftungen unb Beihilfen im Sinne ber kamerabschaftlichen Verpflichtung noch einen schönen Ueberschuß ergeben hat. Weiter­hin machte Kamerab Bill Mitteilung von bem Stanb ber Mitgliederzahl, die sich im Jahre 1937 gegenüber bem Vorjahre etwas erhöht hat, ferner teilte er mit, baß ber bisherige Kamerabschafts- rechner Kamerab Volz nach 26jähriger treuer unb vorbilblicher Amtsführung von seinem Rechneramt zurückgetreten ist. In verdienter dankbarer Würdi­gung seiner vortrefflichen Arbeit für die Kamerad­schaft wurde Kamerad Volz zum Ehrenrechner und dauernden Mitglied bef Führerschaft bestimmt/ Als neuer Rechner ist Kamerad Kor eil tätig.

Kamerad Kore 11 gab anschließend ben Bericht über ben Stand der Kasse. Diese weist einen sehr er­freulichen Bestand auf, ber von pfleglichster Be­

ben Brücken gern mit Holzpflaster, ben bekannten rechteckig zugeschnittenen Holzpflasterklötzen gedeckt. Neuerdings findet bas Runbholzpflaster mehr und mehr Eingang. Geringwertiges Holz, bas zw ande­ren Nutzzwecken wenig taugt, wirb in gleich lange Stücke geschnitten, in einem einfachen Tauchver­fahren gegen Fäulnis geschützt unb bann wie Pflastersteine versetzt, eingewalzt unb ausgefugt Dieses Rundholzpflaster ist griffig, lärmbämpfenb, wiberstanbsfähig unb dabei billig. Rohrleitun­gen aus Holz haben Jahrtausenbe überdauert. In neuerer Zeit benutzt man nicht mehr durchbohrte Stämme, sondern aus Dauben zusammengesetzte Holzrohre, die weit über einen Meter Durchmesser haben können. Sie sind säurebeständig, drucksicher, federnd unb schnell oerlegbar.

Für die chemische Industrie ist das Holz ein Rohstoff von außerordentlicher und noch ständig zunehmender Bedeutung. 7 bis 8 Millionen Fest­meter Holz werden jährlich in Deutschland zu Zellstoff und weiter größtenteils zu Papier und Kunstseide verarbeitet. So sehen wir bas Holz schließlich wieber als Halstuch ober Seiden- ftrumpf, als Zeitung, Buch ober Briefpapier, als wichtigen Bestanbteil bes Autolacks unb vieler Sprengstoffe, im Zementsack, ja sogar in der Wurst­haut unb in der splittersicheren Kraftwagen-Schutz­scheibe als Zellglas. Die in Deutscylanb her- gestellte Zellwolle würbe als kurze, glanzlose, gekräuselte unb gerauhte Spinnfaser aus der Kunst­seide entwickelt. Als Rohstoff bient dazu neben ber Fichte vor allem Buchenholz, bas uns ber deutsche Wald in reichen Mengen liefert.

Ein hervorragendes Gebiet der chemischen Holz- Verwertung ist die Herstellung von Zucker unb Spiritus aus Holz. Dazu werben gering­wertige Holzer, auch Holzabfälle, Sägemehl usw. verwandt. Der Holzzucker kann zur menschlichen Ernährung ober als Futterzucker verwcmbt werben. Da wir aber einen Zuckermangel ober einen Mangel an Kohlehybrai-Futtermitteln kaum zu be­fürchten brauchen, viel eher einen Mangel an ei­weißhaltigen Futtermitteln, hat bie Forschung Wege gesucht und gefunden, wie ber Holzzucker als Grundlage für eiweißhaltiges Futter ausgenutzt werden kann: Man züchtet Futterhefe auf bem billigen Holzzucker. Der Holzspiritus wirb als wert­voller Treib ft offzus atz bie ©elbftänbigfeit Deutschlanbs in ber Treibstoffwirtschaft herbeifüh­ren helfen. Bald werben wir nicht nur Treibstoff­zusatz, sondern flüssigen Treibstoff selbst, ein hoch­wertiges Flugzeugbenzin, aus Holz Her­stellen in einem Verfahren, bas chemisch ber Kohle­verflüssigung ähnelt.

Zu bem gleichen Ziel, Unabhängigkeit in der Treibstvffwirtschaft, führt noch ein anderer, kürzerer unb besonders billiger Weg über bas Holz: die Derwenbung von Holzgas als Kraftstoff. Lufttrockenes, zerkleinertes Holz wirb in einem kleinen Gaserzeugerkessel verschwelt. Die Schwel­gase werden gereinigt, gekühlt unb, mit Luft ge­mischt, bem Motor zugeführt. Ein Liter Benzin läßt sich burch 2 bis 2,5 Kilogramm Holz ersetzen; bie Brennstoffkosten sind gegenüber Benzin bis zu 90 v. H. geringer. In Deutschlanb laufen schon einige taufenb Kraftwagen mit Holzgasbetrieb. Auch Autoomnibusse, Triebwagen ber Reichsbahn, Schlepper, Motorschiffe usw. bebienen sich zum Teil bereits bes Holzgasantriebes. Ein über bas ganze Reich ausgebchntes Holztankstellennetz versorgt bie Holzgasfahrer überall mit Holz. Ebenso wie die fahrbaren haben sich die ortsfesten und halborts­festen Holzgasanlagen z. B. im landwirtschaft­lichen Betrieb bestens bewährt.

Ein wichttges Sondergebiet ber Holz Verwertung ist bie Holzverkohlung. Der malerische Kohlenmeiler von einst ist zwar nahezu aus bem deutschen Walde verschwunden. Die Holzverkohlung ist eine Industrie geworden, die uns neben der Holzkohle noch viele überaus wichtige Nebenerzeug­nisse schenkt: Essigsäure, Azeton, Methanol, Form­aldehyd (einer ber Ausaangsstoffe für Kunstharz), Kreosot, verschiedene Lösungsmittel für Lacke usw.

Das ist in großen Zügen ein Ueberblicf über die Bedeutung und die Vielseitigkeit des Rohstoffes Holz. Besonders interessant ist dabei zu beobachten, wie sich das Schwergewicht ber Holznutzung deut­lich nach den geringwertigen Holzsorten hin ver­schiebt, die ber Forstmann unter dem Begriff Brennholz" zusammenfaßt. Damit greift ber Rckh- ftoffbebarf auf einen Ueberschuß zurück, besten volkswirtschaftlich richtige Ausnützung im Zeichen bes Dierjahresplanes ein Gebot ber Stunde ist. Also fein Holzmangel braucht uns davon abzu­halten, ben Rohstoff Holz zu allen Diensten her­anzuziehen, bie er uns willig leistet.

Auf ber Treppe tödlich gestürzt. Bor einigen Tagen stürzte eine Frau in einem Hause bes Landgraf-Philipp-Platzes auf ber Treppe iljres Hauses so unglücklich, baß sie einen Schübel- bruch und einen Oberarmbruch erlitt. An ben Folgen bes schweren Schäbelbruches ist bie bebauernsmerte Frau nunmehr in ber Klinik gestorben.

** Preußisch - Sübbeutsche Staats­lotterie. Die Ziehung ber 5. Klasse ber laufen­den (50./276.) Lotterie finbet vom 8. Februar bis 14. März statt. Schluß ber Erneuerung 1. Februar.

hanblung der Kamerabschastsfinanzen zeugt eine ausgezeichnete Grunblage für bie weitere beit der Kameradschaft darstellt. Die bereits geprüfte Rechnung gab zu keinerlei Beanstandungen Anlaß, so daß ber Kamerabschaftsführer bem Kameraben

NSG. Nach Beenbigung des Aufmarsches bem Frankfurter Ramerberg aus Anlaß ber Wieber- kehr bes Tages ber Machtübernahme raste ein Per­sonenkraftwagen in bie Ausmarschkolonne ber NSDAP.-Formationen, riß bie m ber Fahrtrich­tung bicht gebrängt stehenben SA.-Männer meber unb fuhr über bie am »oben ßiegenben hinweg. Der Wagen war mit zwei jungen Leuten im Alter von 16 unb 18 Jahren unb zwei Mabchen besetzt, bie deutlich wahrnehmbar unter Alkoholgenuß stan­den. Sämtliche Insassen wurden festgenommen. Die Feststellungen ergaben, daß ber Personenkraftwagen in Heidelberg gestohlen war. Bereits am Bahnhos hatte ber Kraftfahrer einen Zusammenstoß unb war von bort geflüchtet. Am Schauspielhaus war er

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