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SOFORTIGER GEWINNENTSCHEID

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Gießen (Ederstraße 21), den 30. Dezember 1938.

05693

liehen Dank.

Maria Günther

Otto Günther

Die trauernden Hinterbliebenen?

Gustav Groos ünd Kinder.

Rudolf Günther Doris Grau.

Die Trauerfeier findet Samstag, den 31. Dezember, um 11.45 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt

DANKSAGUNG.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers beim Heim- gang unserer lieben Entschlafenen sagen wir herz-

trunken. Auch aus Esbjerg wird von einem Jagd- Unglück berichtet, dem zwei Brüder aus Hjerne zum Opfer gefallen fein dürften. Die beiden jungen Leute wurden vermißt, feit sie am zweiten Feiertag auf Jagd nach Fanö gegangen waren. Alle Nach­forschungen blieben ergebnislos. Auch ein Flieger, der dreimal zur Suche aufstieg, konnte keine Spur von den Vermißten entdecken.

Tödlicher Sturz in der Trunkenheit.

In Ludwigshafen stürzte ein 68 Jahre alter Mann, der betrunken nach Hause gekommen war, aus seiner im zweiten Stock gelegenen Wohnung über die Treppe in den Hofraum und zog sich der­art schwere innere Verletzungen zu, daß er tot liegen blieb.

Bankraub mit dem Spielzeugrevolver.

Wegen versuchten Bankraubes stand ein Angehöriger der englischen Luftwaffe in einem Londoner Vorort vor dem Richter. Der Angeklagte hatte versucht, die Kasse einer Vorortbank zu plün­dern. Dabei bedrohte er die herbeigerufene Polizei­streife mit einem Revolver, von dem sich aller­dings herausstellte, daß es sich um ein Spiel­zeug handelte. Der Täter wurde verhaftet und nach den ersten Untersuchungen in ein Polizei­gefängnis übergeführt. Da das Gericht an seinem Gesundheitszustand zweifelte, wurde eine ärztliche Untersuchung angeordnet.___________________________

Aus aller Wett.

Tiefer Winter in ganz Italien.

Die K ä l t e w e l l e hat in Oberitalien die bis jetzt tiefsten Temperaturen des diesjährigen Winters er­reicht. In der Po-Ebene wurden bis zu 15 Grad unter Null und im Puster-Tal bis zu 24 Grad unter Null gemessen. Die Sägewerke und Mühlen mußten ihren Betrieb einstellen. Außerordentliche Kälte im Vergleich zu anderen Jahren herrscht auch in Süditalien. Der Vesuv ist ganz eingeschneit. Auch in Kalabrien ist starker Schneefall zu ver­zeichnen. An vielen Orten erreicht die Schneedecke eine Höhe von einem Meter.

Strenger Winter

fordert mehrere Todesopfer in Dänemark.

Das harte Winterwetter mit Schneestürmen und Frost hat in Dänemark eine Reihe von Todes­opfern gefordert. Bei Bolbro auf Fünen wurde auf der Landstraße ein Radfahrer, der wegen der Schneewehen auf der linken Seite fuhr, von einem entgegenkommenden Auto angefahren. Er war auf der Stelle tot. Bei Bramminge in Jütland wurde auf der Landstraße ein alter Mann erfroren aufge- fundeu. Bei Nimtofte im Bezirk Aarhus ist ein zwölfjähriger Knabe beim Schlittenfahren einem Herzschlag erlegen. Bei der Entenjagd auf dem Eise des Roskilde-Fjords ist ein Zimmergeselle er-

Nach längerem schweren Leiden ist am Mittwochabend 9.30 Uhr unsere liebe, treusorgende und unvergeßliche Mutter

Frau Marie Günther Wwe.

geb. Schultheis

im Alter von 56 Jahren für immer von uns gegangen.

In tiefer Trauer:

Gießen (Buddestraße 8). den 30. Dezember 1938.

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Wetterbericht

Ein neuer Warmluftvorstoß aus Westen, der an der vorgelagerten Kaltluft emporftihrt, gibt zur Zeit zu verbreiteten Niederschlägen Anlaß, die in Nord­westdeutschland bereits mit Regen durchsetzt waren. Auch bei uns kann am Freitag noch mit weiterer Milderung, auch bis zu Tauwatter, gerechnet werden. Auch in der Folge setzt sich im wesentlichen die Zu­fuhr milder Meeresluft fort, doch kann zeitweises Aufklaren nachts immer wieder Frostzunahme bringen.

VorhersagefürSamstag: Zeitweise auf­heiternd, aber noch immer unbeständig und zu Nie­derschlägen geneigt, nachts vielerorts Frost, Tages­temperaturen um 0 Grad. Winde aus Süd bis West.

Vorhersage für Sonntag: Fortdauer des unbeständigen Wetters, voraussichtlich wieder zu­nehmende Abkühlung.

Lufttemperaturen am 29. Dezember: mittags1,6 Grad Celsius, abends3,9 Grad; am 30. Dezember: morgens2,4 Grad. Marimum1,4 Grad, Mini­mum heute nacht4,3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Dezember: abends0,5 Grad; am 30. Dezember: morgens0,4 G<rad. Niederschläge 2,4 cm Schnee.

Wintersport-Wetterbericht

Vogelsberg. Herchenhainer Höhe: Bedeckt,

5 Grad, Gesamtschneehöhe 38 cm, Neuschnee 4 cm, Pulverschnee; Schi und Rodel gut. Hoherodskopf: Schneefall,5 Grad, Gksamtschneehöhe 35 cm, Neuschnee 10 cm, Pulverschnee; Schi und Rodel sehr gut.

Rhön. Wasserkuppe: Nebel,7 Grad, Gesamt­schneehöhe 30 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel sehr gut.

Sauerland. Kahler Asten: Schneefall, 6 Grad, Neuschnee 5 cm, Pulverschnee; Schi und Rodel sehr gut.

Schwarzwald. Feldberg: Bedeckt,8 Grad, Gesamtschneehöhe 45 cm, Pulverschnee, Schi und Rodel gut.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigenTeil:ErnstBlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der An« zeigen: Theodor Kümmel. D. A. XI. 38: 10718. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM.- 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illu­strierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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Aufforderung

zur Einsendung der Lohn- und Wehrsteuerbelege für das Kalenderjahr 1938.

I. Auf Grund des § 47 der Lohnsteuerdurchfüh­rungsoerordnung sowie des § 6 Abs. 2 der Ersten Wehrsteuerdurchsührungsverordnung und des Rund­erlasses des Reichsministers der Finanzen vom 25.11. 1938 S 2233 152 III sind bis spätestens 15. Februar 1939 einzusenden:

1. von den Arbeitgebern

a) für die am 31. Dezember 1938 bei ihnen be- Sten Arbeitnehmer Lohn- und Wehr- efcheinigungen auf der zweiten Seite der Steuerkarte 1938 an das Finanzamt, in dessen Bezirk die Steuerkarte 1939 ausge­schrieben worden ist; bei wehrsteuerpflichtigen Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber den Vor­druck in Spalte 4 unter Buchstabe a) die ein­behaltene Lohnsteuer, unter Buchstabe b) die einbehaltene Wehrsteuer einzutragen;

b) für die im Kalenderjahr 1938 beschäftigten Arbeitnehmer, deren Steuerkarte 1938 dem Arbeitgeber nicht Vorgelegen hat, und für die vor dem 31. Dezember 1938 ausgeschiedenen Arbeitnehmer, bei denen die Lohn- und Wehr­steuerbescheinigung auf Seite 2 der Steuer­karte 1938 beim Ausscheiden aus dem Arbeits­verhältnis versehentlich nicht ausgestellt wor­den ist, Lohn- und Wehrsteuer-Ueberweisungs- blätter an das Finanzamt der Betriebsstätte. Vordrucke zum Lohn- und Wehrsteuer-Ueber- weisungsblatt sind anfangs Januar 1939 bei dem Finanzamt kostenlos erhältlich.

Der Arbeitgeber hat die in den Lohn- und Wehrsteuerbelegen geforderten Angaben, und zwar für die ganze Dauer der Beschäftigung im Kalenderjahr 1938 stets zu machen, wenn in dieser Zeit Lohnsteuer oder Wehrsteuer ein­behalten worden ist, oder wenn in dieser Zeit der Arbeitslohn während der ganzen Dauer der Beschäftigung oder eines Teils derselben den Betrag von 18, RM. wöchentlich (78, RM. monatlich) überstiegen hat.

Als Lohnsteuer gelten nicht die vom Ar­beitslohn einbehaltene Bürgersteuer und die vielfach im Weg des Lohnabzugs geleisteten Spenden für wohltätige Zwecke (z. B. für das Winterhilfswerk). Diese Beträge sind in die Lohnsteuerbelege nicht auszunehmen. Als Ar­beitslohn gilt der Arbeitslohn vor Abzug der genannten Beträge.

Wehrsteuerpflichtig können im Kalenderjahr 1938 nur männliche Angehörige der Geburts­jahrgänge 1914 bis 1917 gewesen sein.

Lohn- und Wehrsteuerbescheinigungen (Steuerkarten) und Lohn- und Wehrsteuer- Ueberweisungsblätter sind getrennt nach Ge­meinden und innerhalb der Gemeinden der Buchstabenfolge nach geordnet einzusenden.

2. von den Arbeitnehmern, die am 31.12.1938 in keinem Dienstverhältnis stehen, die in ihrem Be­sitz befindliche Steuerkarte 1938 an das Finanz­amt, in dessen Bezirk der Arbeitnehmer am 10.10. 1938 seinen Wohnsitz hatte. Dabei ist die Woh­nung am 10.10.1938 sowie auf der zweiten Seite der Steuerkarte 1938 die Nummer der Steuer­karte 1939 und die Gemeindebehörde, die diese ausgestellt hat, anzugeben. Den arbeitslosen Ar-1

beitnehmern geht hierzu noch eine besondere Auf­forderung durch das zuständige Arbeitsamt zu.

II. Nach § 48 der Lohnsteuerdurchführungsoerord­nung und § 6 Abf. 2 der Ersten Wehrsteuerdurch­führungsverordnung hat der Arbeitgeber ohne be­sondere Aufforderung für diejenigen seiner Arbeit­nehmer, deren Arbeitslohn im Kalenderjahr 1938 den Betrag von 8400, RM. überstiegen hat, be­sondere Lohnzettel auszuschreiben und bis zum 31. Januar 1939 an das für den Arbeitnehmer nach seinem Wohnsitz zuständige Finanzamt einzusenden. Bei Arbeitnehmern, die nur während eines Teiles des Kalenderjahres 1938 beschäftigt waren, ist für die Frage, ob der Arbeitslohn 8400 RM. im Ka­lenderjahr 1938 überstiegen hat, von dem Arbeits­lohn auszugehen, der sich bei Umrechnung auf einen vollen Jahresbetrag ergibt. Die Lohnzettel können an die dritte Seite der Steuerkarte 1938 angeklebt werden. In diesem Falle erübrigt sich die Ausschrei­bung der Lohn- und Wehrsteuerbescheinigung auf Seite 2 der Steuerkarte oder des Lohn- und Wehr- steuer-Ueberweisungsblatts. Vordrucke zu Lohnzetteln werden den Arbeitgebern auf Antrag vom Finanz­amt kostenlos geliefert. 8738D

Nähere Auskunft erteilen die Finanzämter

. Gießen, Friedberg, Lauterbach, Alsfeld, Hungen, Grünberg, Nidda, Büdingen, Schotten.

27. Dezember 1938.

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