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in den Staatsdienst eingetreten sind und nach den Vergütungssätzen der Gruppe A 9 der Hessischen
und damit Napoleons Herrschaft be«
Blüchers wie die Gegenwehr Napo- 1870/71 und vor allem im Weltkrieg gefunden. Die Grenze Frankreichs
sitz brachten endeten.
Die Züge leons haben Nachahmung
Lpd. Darmstadt, 29. Dez. Der Reichsstatthalter in Hessen hat als Führer der Landesregierung ein Gesetz beschlossen, das den Haushalt für das Rechnungsiahr 1938 betrifft. Der Staatshaus- Haltsplan beträgt im ordentlichen Haushalt in Einnahme 100 660 562 Mk. und in Ausgabe 104 386 477 Mark. U a. wird die Landesregierung ermächtigt, Mittel bis zum Höchstbetrag von 452 300 Mark, die im Rechnungsjahr 1938. zur Durchführung des- Meliorations- und Siedlungswesens erforderlich sind, im Wege des Kredits zu beschaffen. Im Artikel 7 wird bestimmt, daß die Kanzlei- und B ü r r o g e h i l f e n , die vor dem 1. April 1930
Besoldungsordnung vom 30 März 1928 bezahlt werden, wenn ihre Stellen dauernd erforderlich sind, nach einer zehnjährigen Beschäftigung im Staatsdienst und nach Vollendung des 30. Lebensjahres planmäßig angestellt werden können.
Berlin, 29. Dez. (DBB.) Der Führer und Reichskanzler hat am 21. Dezember 1938 folgendes verfügt:
Artikel I. Dem Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen obliegt die Leibeserziehung des deutschen Volkes, soweit diese nicht durch den Staat oder durch die Partei, ihre Gliederungen und angeschlofsenen Verbände durchgeführt wird.
Artikel II. Der NSRL. ist eine von der NSDAP, betreute Organisation. An feiner Spitze steht der Reichssportführer.
Artikel III. Deutsche Gemeinschaften, die zur pflege der Leibesübungen oder zur Durchführung sportlicher Weltkämpfe gebildet werden, gehören dem NSRL. an.
Artikel IV. Die Durchführung des internationalen Sportverkehrs obliegt ausschließlich dem NSRL.
Artikel V. Der vorstehende Erlaß gilt nicht für den Wehrsport, den Kraftfahrsport, den Luftsport und den Pferdesport.
Artikel VI. Der Reichsfporlführer erläßt die zur Durchführung dieses Erlasses erforderlichen Bestimmungen.
Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Heß, und der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, geben hierzu folgendes bekannt:
Die vom Reichssportführer geschaffene Ein- heitsorganisation der deutschen Lei-
Der NS.Reichsbund für Leibesübungen unter dem Schuh der Partei.
Blücher geht über den Rhein
Oie denkwürdige Aeujahrsnacht vor 125 Jahren.
Don Or. Hermann Oreyhaus.
In Rio de Janeiro wird in Kürze ein Gesetz veröffentlicht werden, das zur Förderung des Kinderreichtums Ehestandsdarlehen nach deutschem Vorbild vorsieht. Die Rückzahlung soll in ganz kleinen Raten erfolgen, die beim Erreichen einer bestimmten Kinberzahl vollkommen aufhören.
Kunst und Wissenschaft.
Professor Hoffmann
Ehrenmitglied des Instituts Robert koch.
Der Marine-Generaloberarzt a. D. Professor Dr. Wilhelm Hoffmann :n Habana auf Euba ist mit Rücksicht auf seine Verdienste um die Erforschung der Infektionskrankheiten und die Bekämpfung der Volksseuchen auf Vorschlag der NSDAP. — Auslandsorganisation — zum Ehrenmitglied des Preußischen Instituts für Infektionskrankheiten Robert Koch ernannt worden. Professor Hoffmann, der schon vor dem Kriege ausgedehnte Forschungsreisen nach Afrika ünd Britisch-Indien unternommen hat, hat dank seiner Erfahrungen dein Institut Robert Koch auf dem Gebiete der Tropenkrankheiten, insbesondere bei den Arbeiten zur Erforschung des Erregers des Gelbfiebers, wertvolle Unterstützung geleistet.
zwischen Belgien und der Schweiz ist durch ein System natürlicher Steilwände in den Gevirgs- zügen außerordentlich geschützt. Blücher und Schwarzenberg haben das reichlich erfahren. Dem tragen die späteren Aufmärsche Rechnung. Besonders sinn- fältig aber wird diese Erkenntnis in dem sogenannten Schlieffen-Plan, der deshalb beinahe zwangsläufig zu der Schlußfolgerung kommt: „Macht mir den rechten Flügel stark!" in dem Sinne, wie es Blücher durch den Sieg von Laon bewiesen. Hiernach kann man auch im Hinblick auf solche Nachwirkungen den Rheinübergang Blüchers in der Neujahrsnacht von 1814 als für die Nachwelt denkwürdig bezeichnen.
Nachdruck betont wurde, man wünsche Frankreich „groß, stark und mächtig", weil die Macht Frankreichs in ihrer Größe und Stärke eine der Grundsäulen des Baues der Gesellschaftsordnung sei, man verbürge ihm eine Ausdehnung, wie es sie unter den Königen nie gekannt habe, aber es unterblieb irgendwelche Erwähnung der natürlichen Grenzen?
Nicht minder stark war der Eindruck der Arndt- schen Schrift in der Presse. Eine in der Schweiz erschienene anonyme Flugschrift nahm ihre Forderungen auf, daß die wahren Grenzen zwischen den beiden Ländern der Wasgen- und Ardennerwalü seien, daß diese nun auch erobert werden müßten. Zahlreich sind die Zustimmungsbezeugungen in den Tageszeitungen und den politischen Zeitschriften. Der nachmals um die Gründung des Deutschen Zollvereins bemühte I. F. Eichhorn mußte sogar gestehen: „Jetzt schämt man sich des Gedankens, daß der Rhein hat die Grenze werden können." Als so tiefgreifend erwies sich die Aufrüttlung des nationalen Gewissens durch die Arndtsche Schrift, ein völkischer Wille gelangte durch die Hingabe der an Zahl so wenigen Patrioten zur Geltung.
Allerdings nicht ohne weitere Hindernisse und nicht ohne, daß Napoleons Verhalten selbst die
30000 KdF.-Landurlauber sollen Italien besuchen.
Berlin, 29. Dez. (DNB.) Anläßlich seiner Fahrt durch Norditalien hatte Reichsorganisations- leiter Dr. Ley Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch mit dem Präsidenten der Organisation Do polaooro, Cianetti. Die Verhandlungen erstreckten sich auf den wetteren Ausbau der K d F. - See- und Landreisen. Von März bis Mai
ner verschwinden dann natürlich mit dem erhaltenen Geld. Ein weiteres Betätigungsfeld dieser Juden besteht darin, jungen Mädchen Stellungen bei „angesehenen Familien" in Südamerika zu vermitteln. Dabei handelt es sich jedoch in Wirklichkeit um Mädchenhandel.
Gewissenlose Antreibermethoden in der Sowietumon.
Warschau, 29. Dez. (DNB.) Die Moskauer Blätter veröffentlichen eine von Stalin, Molotow und dem Gewerkschaftsführer Schwernik unterzeichnete Verordnung, in der cs heißt: Durch den Umstand, daß Faulpelze und Nichtstuer es fertiggebracht hätten, weniger zu arbeiten, feien dem Staat Millionen von Arbeitsstunden und Milliarden von Rubeln, verlorengegangen. Weiter hätten gewissenlose Elemente es verstanden, sich zwei Urlaube im Jahr und Vorteile bei der Bewilligung von Renten usw. zu verschaffen. Um diesem Zustand ein Ende zu bereiten, trifft die Sowjetregierung eine Reihe von rigorosen Maßnahmen, die nicht nur die „Faulpelze und Nichtstuer", sondern die ganze Sowjetarbeiterschaft aufs schwerste belasten und in dem Abbau der wenigen Sozialleistungen, in der weiteren Beschränkung der Freizügigkeit sowie in der Kürzung der kargen Urlaubsansprüche bestehen. Unschwer ist die Absicht Moskaus zu erkennen, durch die Verordnung ein neues Druckmittel auf den Sowjetproletarier zu gewinnen, der damit endgültig in einen Fronarbeiter für das bolschewistische System verwandelt werden soll. Nimmt man die Einrichtung eines besonderen Buches für das „Wohloerhal- ten'z jedes Arbeiters hinzu, der fristlos 'und ohne neue Anstellungsberechtigung entlassen werden kann, wenn er den maßlosen Ansprüchen nicht genügt, so ergibt sich, daß jetzt der Sowjetarbeiter mit Leib und Leben von der Willkür der Behörde abhängt.
Dem Vorsitzenden des Deutschen Volksbundes in Polen der Reisepaß entzogen.
K a t t o w i tz , 29. Dez. (DNB.) Am Donnerstag wurde dem Ersten Vorsitzenden und Hauptgeschäftsführer des Deutschen Volksbundes in Polen, Dr. Otto U l i tz, durch die zuständige Polizeibehörde der Reisepaß abgenommen. Der Reisepaß war bis August 1939 gültig und wies einen Sichtvermerk der deutschen Reichsbehörden auf.
Rotspanischer Zerstörer kampfunfähig gemacht.
London, 30. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie aus Gibraltar gemeldet wird, ist der rotspanische Zerstörer „JosL Louisa Diaz" in den frühen Morgenstunden des Freitag bei dem Versuch, den Hafen von Gibraltar, wo er ausgebessert worden war, zu verlassen, von dem nationalspanischen Kreuzer „Canarias" und den Küstenbatterien von Ceuta kampfunfähig gemacht worden. Aus der Reede vor dem nationalspanischen Geschützfeuer strandete das Schiff. Der Zerstörer rammt» bei der Ausfahrt zunächst den nationalspanischen Minenleger „I u p i t e r", der vermutlich g e s u n - k e n ist und lief dann etwa 50 Meter von der Küste entfernt auf Grund. Bei der Beschießung sind zahlreiche Besatzungsmitglieder des rotspanischen Kriegsschiffes getötet oder verwundet worden. Bis 4 Uhr morgens wurden 7 Tote und 11 Verwundete an Land gebracht.
Oie amerikanische pozifikflotte zu den Manövem im Atlantik ausgelaufen.
Neu york, 29. Dez. (Europapreß.) Die Pazifik- flotte der Vereinigten Staaten begann ihre Ausfahrt aus dem kalifornischen Kriegshafen San Diego und der Bucht von San Pedro zu den Flottenmanövern im Atlantik, die vom Januar bis Juni dauern und sich in den Gewässern zwischen Brasilien und den Vereinigten Staaten abspielen werden. Die Hilfsschiffe und die kleineren Einheiten traten zuerst die Ausfahrt an. Ihnen werden im Laufe der nächsten sieben Tage weitere Schiffe auf dem Wege durch den Panama-Kanal folgen. Zum Schluß werden in der Mitte der nächsten Woche die Schlachtschiffe folgen.
Mexiko verbietet die Einwanderung von Juden.
Mexiko-Stadt, 2g. Dez. (DNB.» Der Kon- greß nahm zwei Vorschläge, die einmal ein v ö l - liges Verbot der jüdischen Einwanderung und zum andern eine genaue Nachprüfung des Status der politischen Flüchtlinge, die in Mexiko ein Asyl gesucht haben, zum Inhalt haben. Ferner soll die Zahl dieser Einwanderer eingeschränkt werden. Beide Vorschläge sind einem beratenden Ausschuß überwiesen worden, der die entsprechenden Maßnahmen ergreifen soll.
Kleine politische Nachrichten.
Die französische Presse veröffentlicht in Form einer kurzen Nachricht eine Reuter-Meldung aus Teheran, nach derzwischenJranundFrank- reich die Beziehungen abgebrochen sind. Kommentare oder Erklärungen über den Grund dieses Abbruchs werden noch nicht bekanntgegeben.
Neujahrsnacht am Rhein! Nach dem schweren Kriegsjahr von 1813 war selbst an dem immer frohen Strom das übermütige Treiben erstorben, das sonst den Uebergang von einem Jahr zum andern kennzeichnete. Nur am Mittelrhein geisterte es um den alten Pfalzgrafenstein mit seiner geheimnisvollen Burg mitten im Flußlauf. Von Caub her schlugen preußische Truppen bei strengem Frost eine Schiffsbrücke zur kleinen Insel. Kaum daß die Turmuhr 12 geschlagen hatte, da ruderten brandenburgische Füsiliere in Kähnen lautlos über die andere Hälfte des Stroms. Sie landeten glücklich am jenseitigen Ufer. Ein donnerndes Hurra erscholl in die Weihe der Nacht, der erste Schritt zur Wiedergewinnung des linksrheinischen deutschen Landes war getan. Die Offiziere des Blücherschen Hauptquartiers in Caub aber gedachten beim gefüllten Römer ergriffen des großen Wandels der Zeiten. Genau vor einem Jahre hatte Port in der Poscherunschen Mühle bei Tauroggen in Litauen den Neutralitätsvertrag abgeschlossen, der zum Ausgangspunkt der Befreiungskriege werden sollte. Und jetzt schon war man im Begriff, in das Land des Mannes einzumarschieren, den man noch vor zwei Jahren als unüberwindlich gehalten hatte. Wahrlich ein denkwürdiger Rheinübergang!
Niemand empfand die Bedeutung dieses Ereignisses tiefer als Gneifenau, der Generalstabschef des Blücherschen Heeres. Was sich da vor seinen Augen abspielte, war nicht eins von den zahlreichen Ereignissen, die in dem gewaltigen Völkerringen schon zur Notwendigkeit geworden waren. Der Kampf, der dem Entschluß zum Einmarsch nach Frankreich vorausging, bedeutete die Eröffnung einer folgenschweren Auseinandersetzung zwischen dynastischem Absolutismus und völkischem Einigungswillen, der die kommenden Jahrzehnte beherrschen würde. Im Augenblick konnte der letztere seinen ersten Erfolg buchen: die Truppen marschierten- nicht nur hier bei Caub, auch nördlich bei Koblenz und südlich bei Mannheim und Basel, sie marschierten, wenn auch mit einer sechswöchigen Verspätung. Gneifenau fühlte sich als Soldat von dieser Unterlassung bedrückt, als Mensch jedoch gönnte er seinen Truppen die Erholung, denn keine der Armeen bedurfte sie mehr als die Blüchersche. Als Stabschef hatte er dem seit dem 16. November in Frankfurt am Main weilenden Großen Hauvtquartier der Verbündeten den Vorschlag gemacht, die Verfolgung des zusammertgebrochenen Eroberers mit dem letzten Hauch von Mann und Roß sogleich vorzunehmen. Allein die Erschöpfung war auf der ganzen Linie so ungeheuer, daß er so gut wie gar keine Gegenliebe fand. Vielmehr sah er sich in ein Netz von Intrigen und Gegensätzlichkeiten hineingezogen, die ihn manchmal an einen Erfolg des Krieges, wie er ihn sich gedacht hatte, völlig verzweifeln ließen. Die Eifersucht der Mächte aufeinander sowie die verschiedenen Ziele ihrer Sonderbestrebungen führten vorläufig zu einem vollkommenen Stillstand aller Bewegungen.
Metternich, der „Premierminister der Koalition", nutzte die allgemeine Erschlaffung aus und schickte einen in Gefangenschaft geratenen französischen Diplomaten mit Friedensvorschlägen an Napoleon ab, in denen er diesem die „natürlichen" Grenzen Frankreichs zusicherte, d. h. im Süden die Pyrenäen und im Osten die Alpen und den Rhein, also vom deutschen Standpunkt aus gesehen die Ueberlassung des linken Rheinufers an Frankreich, trotz dessen anerkannt deutscher Bevölkerung. Napoleon war über die Stimmung in Frankfurt genau unterrichtet. Deshalb beeilte er sich nicht mit seiner Antwort. Vielmehr gab er der Klage Ausdruck: „Die alten Grenzen wären eine Erniedrigung für Frankreich; alle unsere Eroberungen wiegen nicht auf, was Preußen, Oesterreich, Rußland, England während der letzten Jahrzehnte gewonnen haben." Und als er sich am 24. November schließlich zu einer Antwort verstand, war diese ausweichend.
Sie fand in Deutschland eine veränderte Stirn» muna vor. Seit Mitte November hatte sich in Deutschland, besonders im deutschen Westen bis weit in die Schweiz hinein, eine Flugschrift von Ernst Moritz Arndt verbreitet mit dem zündenden Titel: „Der Rhein, Deutschlands Strom, aber nicht Deutschlands Grenze" Ihren Ausgangspunkt bildete der Grundsatz: „Die einzige gültigste Naturgrenze macht die Sprache". Damit war ein Programm für die deutsche Westgrenze aufgestellt, das bald in allen Kreisen eifrigst besprochen wurde. Die landläufige Meinung drückte ein Feldgeistlicher in seinen Tagebuchblättern wie folgt aus: „Sollte der Rhein die Grenze bleiben, oann wehe uns; denn er beherrscht ganz Deutschland."
Und tatsächlich, es gelang dem Freiherrn vom Stein, den Anschauungen seines Freundes Arndt bei dem Zaren Alexander und bei den Diplomaten der Verbündeten einen gewissen Widerhall zu verschaffen. Der Kriegsrat erließ als Erwiderung auf Napoleons Antwort am 1. Dezember eine Kundgebung an das französische Volk, in der zwar mit
gierungspersonen nicht mehr den, den Gehorsam zu gebieten." In Paris aber sah sich Napoleon gezwungen, die gesetzgebende Körperschaft aufzulösen und ihre Entschließung als aufrührerisch für den Druck zu verbieten.
Die verbündeten Heere haben in Frankreich nicht allzu viel Ruhm erworben. Eigentlich entscheidend ist das eigenmächtige Loslösen Blüchers von der Hauptarmee geworben. Er vereinigte sich mit dem aus den Niederlanden kommenden Bülow, und beide vereint brachten Napoleon die vernichtende Niederlage bei Laon am 9. und 10. März 1814 bei. Diese führte die Verbündeten zwar nicht auf dem geraden Wege, aber schließlich doch nach Paris, woran sie auch durch einen Gegenstoß Napoleons in ihren Rücken nicht gehindert werden konnten, vielmehr die Hauptstadt in kurzer Zeit in ihren Be-
Dinge in die gleiche Entwicklung trieb. Auf ® n elfen a u 9 Plan kam der Kriegsrat selbst dem In» halte nach nicht mehr zurück. Vielmehr ließ er die Hauptarmee unter Schwarzenberg langsam durch die Nordschweiz auf das für übermäßig wichtig gehaltene Plateau von Langres marschieren, während Blücher nach seinem Rheinübergang bei Caub ihre nördliche Flanke decken sollte. Preußische Truppen unter Bülow hatten inzwischen schon die Niederlande besetzt und bedrohten auf dem bequemeren Wege von Norden her Paris.
Napoleon hatte nach seiner Rückkehr den Widerstand seines Landes mit allen Mitteln organisiert. Dabei passierte ihm das Mißgeschick, daß gleichzeitig mit seiner ausweichenden Antwort auf Metternichs Friedensoorschläge in Frankfurt sein Staatsanzeiger die Nachricht von der vom Senat neuerdings bewilligten Aushebung von 300 000 Mann brachte. Sie öffnete selbst dem Friedfertigsten die Augen über die wahren Absichten des Kaisers und führte unmittelbar zu dem Entschluß, trotz Weiterführung der Verhandlungen, spätestens am 1. Januar 1814 den Rhein zu überschreiten. Bestärkt wurden die Verbündeten darin noch durch die Einnahme einiger Festungen in Deutschland, besonders aber durch Die Nachrichten aus Frankreich. G n eise n a u schilderte die Verhältnisse daselbst mit den bezeichnenden Worten: „Jenseits des Rheines ist alles in größter Verwirrung. Die französischen Familien flüchten nach Paris. Das Volk hat den Mut,
besübungen, der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen, hat die Aufgabe, das deutsche Volk 311 einem „Volk in Leibesübungen" zu machen. Diese wichtige politische Zielsetzung, die besonders bei dem Deutschen Turn- und Sportfest Breslau 1938 in Erscheinung trat, läßt es geboten erscheinen, dem Reichsbund Führung und Schutz der NSAP. zuteil werden zu lassen. Der Führer und Reichskanzler hat daher dem Reichsbund die Bezeichnung „Nationalsozialistischer Reichsbund-für Leibesübungen (NSRL.)" verliehen und ihn zu einer von der NSDAV. betreuten Organisation erklärt. Damit ist zum Ausdruck gebracht, daß der Einsatz der Millionen deutscher Turner und Sportler im NSRL. und die Arbeit der Organe dieses Bundes politisches Wirken im Sinne und im Rahmen der NSDAP, ist. Obliegt der Partei nun die politische Führung des NSRL., so ist es wie bisher Aufgabe des Staates und feiner Organe, die äußeren Voraussetzungen und Hilfsmittel für eine voll wirksame und reibungslose Tätigkeit des Bundes zu schaffen und die zweckmäßigste Auswertung dieser Förderungsmaßnahmen zu sichern. Leitendes Organ für die Durchführung oer politischen Führungs- und der staatlichen För-, derungsaufgabe ist der Reichsfportführer, den der Führer und Reichskanzler beauftragt hat, die erforderlichen Durchführungsbestimmungen zu erlassen. Der Reichsfportführer ist dadurch nunmehr gleichermaßen im Rahmen der Bewegung und im staatlichen Bereich verankert und hat damit die erforderlichen Vollmachten zur Ausführung des ihm erteilten umfassenden Auftrages.
1939 sollen 30 000 Landurlauber nach N 0 rditalien kommen und insbesondere auch die italienische Riviera einschließlich San Remo und seiner Umgebung vesuchen. Die Verhandlungen erstreckten sich weiter auf die Ausstellung des Internationalen Zentralbüros Freude und Arbeit, die für Mai 1939 in Bukarest vorgesehen ist, und aus den Weltkongreß Freude und Arbeit in Stockholm. In Bukarest wie in Stockholm werden sich neben der Organisation Dopolavoro auch die italienischen Confederationen und Korporationen beteiligen. Endlich kam Dr. Ley und Präsident Cianetti überein, daß 3 0 0 0 0 italieni - s ch e Bauarbeiter im Laufe der nächsten Zeit durch Vermittlung Cianettis für Deutschland bereitgestellt werden.
Jüdisches Mädchenhandel in Prag am Werk.
Prag, 29.-Dez. (DNB.) Die tschechische Presse veröffentlicht neue Einzelheiten über die skrupellosen Betrügereien jüdischer Emigranten in Prag. So teilt der „Prazsky Vecer" mit, daß in verschiedenen Prager Kaffeehäusern jüdische Emigranten Auswanderungen nach den U eberfee ft aaten „vermittel n". Diese Juden lassen sich hohe Geldbeträge auszahlen und versprechen den künftigen Auswanderern, Fahrkarten sowie Pläne über Landstriche und Farmen besonders in üdamerikcmischen Staaten zu besorgen. Natürlich existieren diese Farmen und Landstriche keineswegs. Die jüdischen Gau-


