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Nr.25Erste§ Blatt

188. Zahrgang

Montag, 31. Zanuar 1938

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Deutschland feiert denGeburisiag des OrittenReichs

Mr"®-

Das große Wecken in der Reichshauptstadt

je das Dritte Reich würbe

Heichsminister Dr. Goebbels spricht zur deutjchen Iuoend.

land um die Macht gerungen mirb. Die national-

^aliMche Bewegung stellt den Gegner in vierzehn U» viele Leiden und Entbehrungen hatten auf- !r«nhlJnnn,n ,,nh ,winat ihn zum Kampfe. Ein letz- wenden must-n. Um diese Stunde wurden m

mals als Traum und ferne Sehnsucht vorschwebte, das

Volk der Deutschen zu einigen, sein Reich wieder

Berlin, 30. Jan. (DNB.) An dem Tag, an dem das ganze deutsche Volk mit Stolz und Freude auf das erste Jahrfünft der Regierung Adolf Hitlers zurückblickt, flattern wieder die Fahnen des Sieges von allen Giebeln und aus allen Fenstern im gan­zen Reiche. Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete das große Wecken, das in Berlin von fünf­zehn Musik- und Spielmannszügen der Partei und ihrer Gliederungen ausgeführt wurde. Punkt 8 Uhr

wieder leer lag, da gingen wir mit dem Führer- noch einmal das kurze Stück Weg oon der Reichs­kanzlei zum Kaiserhof zurück, für das wir in um­gekehrter Richtung so viele Jahre, so viele Kämpfe, 1 in niolo Qpihpn lind t^ntbobrunaen hatten auf-

krieges, wir sind nicht mehr schutzlos preisgegeben den Angriffen des Untermenschentums im eigenen Lande, wir lassen uns nicht mehr einschüchtern' Wir sind in jeder Beziehung Herren im eigenen Hause, uichXce liegt ganz allein in unserer Hand, wie wir unser Leben gestalten.

Aber heißt das auch, daß wir jetzt, da alles so schön organisiert und geregelt ist, verzichten können auf die geistig-seelische ^kraftentfaltung, die sich im fast hemmungslosen Ueberschwang der Ge­fühle am 30. Januar so herrlich offenbarte? Rein, die Macht des Glaubens, welche einst die Bewegung Adolf Hitlers über die Parteien des Systems obsiegen ließ, wird immer und ewig auch die Grundlage sein müssen, auf der sich die Macht des Dritten Reiches erhebt. Von innen her müssen wir weiter an dem Ausbau des neuen Deutschland schaffen, von innen her müssen wir alle Probleme in Angriff nehmen, die in den ersten fünf Jahren noch ungelöst blieben. An solchen Auf­gaben mangelt es gewiß nicht, und es ist gerade die weltanschauliche und sittliche Erneuerung auf vielen Lebensgebieten, welche die Zukunft von un­serem Volke noch fordert. Die große weltanschau­liche Auseinandersetzung dieses Jahrhunderts, das Ringen der Geister um eine neue Wertbestimmung des menschlichen Lebens, der Prozeß des national­sozialistischen Umdenkens bis in die feinsten Ver­ästelungen des Lebens hinein ist noch lange nicht abgeschlossen. Neben dieser wichtigsten Kampfauf­gabe stehen die vielfältigen Notwendigkeiten auf den Gebieten der schöpferischen Kulturpolitik, der wirtschaftlichen und militärischen Sicherung der Nation, der ^Schaffung einer gerechten und dauer­haften Friedensordnung in Europa. So heißt unsere Parole: Vorwärts mit neuer Kraft ins zweite Jahrfünft, für Deutschland und den Führer!

» H. Evers.

setzten sich die Züge überall m Bewegung. Alte und neue Marschmeisen, Militärmärsche und Kampf­lieder der Bewegung schallten durch die anfangs noch fast menschenleeren Straßen der erwachenden Reichshauptstadt. Nach etwa halbstündigem Marsch waren die einzelnen Weckzüge an ihrem Ziel, Platze der verschiedensten Teile der Stadt, wo anschließend Platzkonzerte stattfanden.

Berlin-Eharlottendurg unsere Kameraden Sturm- sührer M a i k o w s'k i und Polizeiwachtmeister Zauritz von feiger Kommunistenhand erschos- s e n. Das Dritte Reich war in seiner Geburtsstunde durch den Heldentod zweier Männer mit Blut geweiht worden. Jetzt war es Wirklichkeit, und der Aufbau konnte beginnen. ,

Nach fünf Jahren liegen nun die Resultat e' un­serer bisherigen Arbeit sichtbar zu Tage. -Eine R e -

auch fürihn gelten soll. Die Nation erwartet das gleiche. Aber die Situation ist geschichtlich noch nicht bis zur Reise^gediehen Die Forderungen des Füh­rers werden zurückgewiesen, die Verhandlungen zer­schlagen sich. Der Kampf um die Novemberwahl 1932 wird der Prüfstein für die Festigkeit der na­tionalsozialistischen Volksbewegung. Es gelingt nicht, den Nationalsozialismus zwischen Bolschewismus und Reaktion zu zerreiben. Er übersteht siegreich diese Prüfung und erweist damit seine innere Härte und Festigkeit. Während sog. maßgebende Männer d.es Regimes schon hochfahrend und von oben herab erklären, daß Hitler und seine Bewegung nun ganz und gar tot seien, setzt die Partei sich nach tiefem Atemholen erneut in Marsch und beginnt wiederum mit einem unerhörten Elan die gegnerifdjen Festun­gen zu berennen.

Der Führer sitzt zwischen Weihnachten und Neu­jahr mit einem kleinen Kreis engster Mitarbeiter in seinem Berghaus auf dem Obersalzberg und prüft die Lage. Er kommt zu dem Entschluß, in dem für Mitte Januar 1933 für das kleine Sippe r Land angesetzten Wahlkampf aufs neue seine Formationen an die politische Front zu werfen und auf diesem kleinen Ausschnitt des Reiches noch einmal die Probe zu wagen. Hier gilt es, dem Lande zu zeigen, daß die 'nationalsozialistische Be­wegung, ungebrochen wie nie, bereitsteht, die Ver­antwortung zu übernehmen. Da schreien die Gazetten in Berlin und im ganzen Reich: Hitler geht aufs Dorf. Unterdes aber erobert die national­sozialistische Bewegung ein kleines deutsches Land, und als am Abend des 15. Januar 1933 die Wahl­resultate von Lippe bekannt werden, da vergeht den Gegnern endgültig das Lachen. Eine Panik setzt ein. Jetzt weiß man im feindlichen Lager, was die Stunde geschlagen hat. Wiederum 14 Tage warten. Eine nervöse Spannung liegt über dem ganzen Land. Am 22. Januar marschiert die Berliner SA. auf dem roten Bülowplatz auf. Der kommuni­stische Janhagel tobt und johlt in den Seitenstraßen. Dort sieht man Panzerwagen und Maschinengewehre aufgefahren. Aber die SA. steht zur festgesetzten Stunde angetreten, getreu der' ausgegebenen Parole: Front Karl-Liebkne.cht-Haus!" Der heiße Tag endet mit einem überragenden Sieg der national­sozialistischen Bewegung.

Am 29. Januar sind die Dinge dann reif. Das neue Kabinett ist fertig und kann berufen werden. Wir sitzen noch bei der Arbeit, als durch die Gardinen schon der graue Morgen des entscheidendes) Tages hereindämmert. Der Führer ist zur Audienz beim Reichs­präsidenten drüben in der Reichskanzlei. Hm die Mittagsstunde kommt er in den Kaiser­hof zurück. Unb nun ist es geschehen. Das neue Kabinett ist gebildet und bereits vereidigt. Einige Minuten später durchrast die Meldung: Hitler ist ReichskanzlerBerlin und dann das Land und dann über Draht und Aetherwelle in die ganze Welt bis in ihren fernsten Winkel. Während wir schweigend und von tiefster Freude erfüllt in einem kleinen Wohnzimmer im Kaiserhof zusammenslehen, geht es hörbar wie ein Aufatmen durch das ganze Volk. Die Freunde und Anhänger triumphieren, die Gegner sind wie zerschlagen, und die Feinde packen bereits ihre Koffer, um mit den letzten Zügen Berlin und das Reich zu verlasiep und bei Rächt und Rebel über die Grenze zu gehen.

Bei uns aber beginnt bie Arbeit. Der Führer entwirft die ersten Regierungsakte. Nach­mittags tritt bereits das neue Kabinett zu einer Sitzung zusammen, und abends ergreift dann das Volk das Wort. Ohne Kommando und ohne Be­fehl sammeln sich die Hunderttausende an allen Ecken und Enden dieser 4,5-Millionenstadt, und nun beginnt der Triumphmarsch durch die Wilhelmstraße. Ein tiefes Glücksgefühl er­füllte alle Herzen bei dem Gedanken, daß unter dem Schmettern der Fanfaren und im Schein der Fackeln nun die Stunde der Erlösung angebrochen war. Als um 2 Uhr nachts der ganze Wilhelrnsplatz

Von innen her.

In seiner Rede an die Hitler-Jugend am Sonn- lugmorgen hat Reichsminister Dr Goebbels davon gesprochen, daß bei den Aufmärschen und Kundgebungen der nationalsozialistischen Bewegung niemals wieher eine so unbeschreibliche Begeisterung geherrscht habe, wie an jenem Siegesabend der deutschen Revolution, als Parteiformationen und Volksmassen dem ersten nationalsozialistischen Kanz­ler ihre Huldigungen darbrachten. Bedeutet diese Feststellung, daß wir heute nicht mehr den idealen Schwung besäßen, von dem wir in der Geburts­stunde des Dritten Reiches erfüllt waren? Gewiß nicht. Denn wäre wirklich die Flamme des revolu­tionären Wollens in uns erloschen, dann stünde Deutschland heute nicht auf einer so stolzen Höhe seiner Macht und seines Ansehens, dann hätten wir auch nicht den fünften Jahrestag der Machtergrei­fung mit so stolzer Freude und mit solcher Hingabe an den Führer begehen können, wie wir es gestern getan hab^n.

Der Abend des 30. Januar 1933 war in jeder Hinsicht ein einmaliger Augenblick in der Geschichte. Das deutsche Volk glich in seinem da­maligen Zustande einem Menschen, der, in höchster Lebensgefahr schwebend, plötzlich die Hand des Retters spürt und nun weiß: ich bin noch nicht ver­loren. Eine solche Stunde der Erlösung aus tiefster Hoffnungslosigkeit, der völligen Verwandlung aller bisherigen Daseinsbedingungen ruft Gefühle wach, die sich nicht wiederholen können. Seit diesem Umbruch ist unser Leben immer fester und sicherer geworden. Wir brauchen nicht mehr das Elend der Arbeitslosigkeit zu fürchten, wir sind nicht mehr abhängig von irgendwelchen Launen einer sogenannten Wirtschaskskönjunktur, wir stehen nicht mehr unter der Drohung eines Präventio-

Zum Mittelpunkt der Morgenfeiern am fünften Jahrestag der nationalen Erhebung wurde der große Sendefaal des Berliner R uno f un k- haufes in der Masuren-Allee. Rund 1400 Ange­hörige der Hitler-Jugend füllten den Saal. Den Hintergrund der mit Tannengrun umwunde­nen und von den Fahnen der Banne und der an­deren Formationen umsäumten Bühne zierte das rotweißrote Flgggentüch mit dem Adler der fügend. Dor dem Eingang zum Rundfunkhaus hatte eine Ehrenformation des Bannes 198 mit Mustkzug und Spielmannszug ' Aufstellung genommen.^ Reichsminister Dr. Goebbels wurde mit dem Reichsjugendführer Baldur v. S ch i r a ch am Ein­gang oon der HJ.-Führerschaft begrüßt und begab sich dann nach Abschreiten der Front durch ein oon Angehörigen der Marine-HI gebildetes Ehren­spalier in den Festraum. Mit dem LiedeAuf hebt unfre Fahnen" nahm die Feierstunde ihren 2Infang. Dann sprach Dr. Goebbels zu der deutschen Jugend, oie überall im Reich bei Gemeinschaftsempfangen seinh Rede hörte, in der er u. a folgendes aus­führte:

Meine deutschen Jungen und Madel! Es sind nun sechs Jahre seitdem vergangen! 1932 ist angebrochen. 12 Monate der Entscheidung, in denen in Deutsch'

Wahlgängen und Zwingt ihn zum Kampfe, Ein letz­tes Mal bäumt sich das demokratisch-parlamenta- riföe Regime gegen die Umklammerung durch die nationalfoiialiititoe Soltsoppofition aus. Aber über, all im Lande ertönt jchon der Rus A d o l s H i t - ter Hebt d o r den Toren! Mit dem «kurz Brünings wird der blindwütigste Gegner der na­tionalsozialistischen Machtübernahme beseitigt. Ent- scheidungsvolle N e u w a h l e n z u m R e i ch s t a g loziallstische Opposition 1teig?dab1i'v°^107^ul°2M j oo'l u"tion'in des Wortes wahrster Bedeutung hat Manda mnb wird damit d i e größte Partei, sich oollzogen. Alle Gebiete unseres Lebens lmd in die der Deutsche Reichstag bis dahin gekannt hat. > ihr und durch sie umwälzend umgestaltet und neu- Keaen Adolf Eer laßt sich nur noch mit dem Kam-geordnet worden Der T ° t ° l i t a t s a n , p r u ch münismus oder durch eine reaktionäre Diktatur reM t) o n Idee und Bewegung hat sich leitdem a eren D a s P ° l k ° b e r w i I l, wie es durch im-; überall durchgesetzt. Der Nationalsoziatismus als mes wiederkehrende überwältigende Stimmabgaben politische Erichemungssorm ist in d,e Ertebniswett bekundet dast der Führer an die Verantwortung unseres eigenen Volkes und auch anderer Volker berustn wird Adolf Hitler erhebt dem Regime tief und unauslofchbar eingedrungen. Was uns da- nrnpniihpr die Forderung auf Führung der deut- m-------- . - . - .

s^pn Nolitik Er verlangt, daß das Gesetz ber Demo- Volk der Deutschen zu einigen, sein Reich roicber k?aUe^das auf der Mehrheit beruhend so oft gegen stark und mächtig zu machen seine Ehre wieder- lm angewandt worden ist, nun, da es für ihn herzustellen, fein Ansehen und seinen Ruhm zu spricht" nach den Spielregeln des Parlamentarismus! mehren, die Nation wieder als Großmacht m den

Dor der Reichskanzlei in der Wilhelmstraße. Der Führer mit Dr. Goebbels auf dem Balkon. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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Kreis der anderen Nationen zurückzuführen, dem Volke Brot und Arbeit zu geben, die soziale Ge­rechtigkeit zum Fundament des Staates zu machen, dafür zu sorgen, daß Deutschland schöner und seine Menschen glücklicher würden, das alles ist nun Wirklichkeit.

Warum aber schildere ich hier noch einmal den Werdeprozeß und die Geburtsstunde dieses Reiches? Rur darum, weil wir nicht vergessen dürfen, wie schwer das alles gewesen ist. was uns heute leicht erscheint, weil die Ju­gend, die diese geschichtliche Umwandlung zum großen Teil noch nicht bewußt miterlebt hak, das vor allem wissen muß, weil es not­wendig ist, uns immer wieder bie Große unserer Zeit vor Augen zu halten, weil ich zeigen will, wieviel wir seitdem schon er­reicht haben, und wie klein unsere heuti­gen Sorgen gegenüber unseren damaligen sind. Aber wo geschähe das besser, als vor der ganzen deutschen Jugend, und wann wäre es sinnvoller als an diesem 30. Januar, da unter neues Reich seinen fünften Geburtstag begeht.

So grüße ich denn an diesem denkwürdigen Tage die ganze deutsche Jugend, die einmal unser stolzes (Erbe antreten soll. Ich preise sie glücklich, in einer so großen Zeil leben zu dürfen. Ich ermahne sie, zu arbeiten, zu lernen, zu kämpfen und st a r k zu sein. Ich grüße in ihrem Ramen den Führer, der uns allen Inbegriff des Deutschtums und Vorbild einer ringenden, tapferen Jugendlich­keit ist. Ihm nachzueifern wird immer der Stolz und die Ehre der deutschen Jugend sein. Wöge er viele Jahre noch in Gesundheit und Kraft der treue Sachwalter der deutschen Ra­tion bleiben.

In eurem Namen aber, ihr Jungen und Mädel, im Namen der ganzen deutschen Jugend grüße ich unser Reich und unser Volk, dessen treue Söhne und Töchter wir sind und immerdar sein wollen. Es lebe die nationalsozialistische B ewe- gung, die diesen Staat erkämpfte! Es lebe die deutsche Nation, der Inbegriff unserer Ehre und unserer Freiheit! Es lebe der F ü h*r e r und die tapfere deutsche Jugend, die seinen Namen trägt!

Mit lautloser Stille verfolgten die Jungen und Mädel den spannenden Bericht, den Dr. Goebbels in seinem Rückblick über den Werdegang der deut­schen Revolution zu geben wußte. Nachdem dann die vier Strophen des Liedes der Hitler-Juaend Vorwärts, vorwärts schmettern die hellen Fan­faren" verklungen waren, schloß der Reichsjugend­führer die Feierstunde mit dem beaeistert ausge­nommenen Ruf Adolf Hitler Sieg-Heil! Die Feier klang aus mit dem Gesang des Liedes der Deutschen und dem Lied des Freiheitskämpfers Horst Wessel.

Staatsrat Heiner erhält den Titel <5*oo4sfefretör.

LPD. Der Führer und Reichskanzler hat dem Staatsrat Reiner als ständigen Vertreter des Reichsstatthalfers in Hessen Landesregierung die AmtsbezeichnungStaatssekretär" ver­liehen.