Unzuträglichketten, da es einem an sich unschuldigen Angeklagten nicht möglich war, seine Unschuld vor der Oesfentlichkeit zu beweisen und so den trotz der Amnestie an ihm haftenden Makel des Verdachtes einer strafbaren Handlung zu beseitigen. Der Tatbestand war vollständig Aar und wurde auch von dem Angeklagten in keiner Weise bestritten. Es lag jedoch keine strafbare Handlung vor, da die fünf Liter nicht mehr unter Kleinhandel fallen. Als Vertreter einer Branntweingroßhandlung war der Angeklagte aber berechtigt, mit Branntwein Großhandel zu betreiben. Für den Verkauf der Drei- Liter-Flasche wäre nach dem Gaststättengesetz eine Kleinhandels-Konzession erforderlich gewesen. Diese entfiel jedoch' im vorliegenden Falle, da der Angeklagte schon vor Inkrafttreten des Gaststättengesetzes zum Kleinverkauf von Branntwein berechtigt war. Die früheren hessischen Bestimmungen kannten nämlich die Möglichkeit des Kleinhandels mit Branntwein ohne besonderen Erlaubniszwang. Demnach konnten die Bestimmungen des Gaststättengesetzes keine Anwendung mehr finden. Eine strafbare Handlung lag also nicht vor, so daß Freispruch aus erwiesener Unschuld erfolgen mußte.
Ohne Erfolg blieb die Berufung des W. M. aus
Frohnhausen (Dill), der wegen Bettelns vom Amts- gericht Gießen zu einer H a f tft r a f e vo n e i n e m Monat verurteilt worden war. Außerdem hatte das Amtsgericht die Unterbringung im Arbeitshaus angeordnet. Der Angeklagte beschränkte sein Rechts- mittel von vornherein auf diese letztere Maßnahme, wahrscheinlich aus dem Grund, weil er schon ein- mal zwei Jahre lang mit dem Arbeitshaus Be- geinacht hatte. Im übrigen handelt es sich bei dem Angeklagten um einen hartnäckigen ™™e.r 0Af diesem Gebiet. Er ist im Laufe seines Mrigen Lebens schon unzählige Male einschlägig vorbestraft und treibt sich seit den neun- Mer Jahren des vorigen Jahrhunderts ohne festen Wohnsitz herum. Zuletzt wurde er in Großen-Buseck aufgegriffen und verhaftet. Der Angeklagte gab in der gestrigen Berufungsoerhandlung an, er sei auf dem Wege zur Arbeitssuche gewesen. Mit Rücksicht auf sein Vorleben schenkte das Gericht natürlich seiner Einlassung keinen Glauben. Da außerdem festgestellt wurde, daß der Angeklagte durchaus noch arbeitsfähig ist und sich bester Gesundheit erfreut, hatte das Gericht keine Veranlassung, das erstinstanzliche Urteil abzuändern, und es wi^s die Berufung zurück.
Aus der engeren Heimat.
Spar- und Darlehenskasse Wieseck im eigenen Heim.
* Wieseck, 30. Sept. Die Sp ar - und Darlehenskasse Wieseck hat in dem von ihr er-- worbenen Anwesen Gießener Straße 59 Umbauarbeiten vornehmen lassen, die nunmehr abgeschlossen sind. Am morgigen Samstag, 1. Oktober, kann der Geschäftsbetrieb der Kasse in den neuen Räumen ausgenommen werden. Damit ist ein langgehegter Wunsch aller Mitglieder der Kasse Wirklichkeit geworden. Der Umbau bzw. die Erweiterung der Geschäftsräume war durch den immer umfangreicher gewordenen Geschäftsverkehr notwendig geworden.
Im Zusammenhang damit erscheint es angebracht, einen kurzen Rückblick aus die jüngste Geschichte der Kasse zu werfen. Als sich die Kasse im Jahre 1931 durch große Verluste vor schwere Aufgaben gestellt sah, nahmen zielbewußte Männer die Geschicke der Kasse in die Hand, und es gelang ihnen, mit Hilfe der Mitglieder, die Krise zu überwinden. Das Jahr 1932 brachte die Sanierung. 1933 begann, mit dem Neuaufbau des Vaterlandes und unserer deutschen Wirtschaft, auch der Neuaufbau der Kasse. Der Umsatz stieg von Jahr zu Jahr, und im Jahre 1937 belief er sich bereits auf vier Millionen Reichsmark. Im Jahre 1938 hat diese erfreuliche Entwicklung angehalten. Wie der Umsatz, so steigerten sich im Verhältnis auch die Spareinlagen, die gewährten Kredite und die Darlehen. Das Vertrauen zur Kasse ist wieder voll und gerechtfertigt hergestellt.
Sudetendeutsche
im Arbeiterlager Großen-Buseck.
wg. Großen-Buseck, 29. Sept. Im hiesigen Bahnhof trafen heute 15 0 sudetendeutsche Flüchtlinge ein, die sich noch rechtzeitig vor tschechischen Gewaltmaßnahmen hatten in Sicherheit bringen können, lieber das Schicksal ihrer Angehörigen wissen sie kaum etwas, denn sie mußten, wie sie gingen und standen und ohne auch nur das geringste Gepäck mitnehmen zu können, ihre Heimat verlassen. Sie erzählen davon, daß diejenigen, die unweit der Grenze wohnten, es leichter hätten, über die Grenze zu entkommen, da sie ja jeden Schlupfwinkel und verborgenen Weg kennen: für jene aus dem Innern des Landes sei es aber schwer, da ihnen dieser Vorteil nicht zur Verfügung stehe und sie deshalb immer wieder in das Feuer der tschechischen Soldateska gerieten. Die meisten Flüchtlinge, die in dem Arbeiterlager Großen-Buseck ausgenommen wurden, stammen aus dem Trautenauer Land. Im Arbeiterlager wurden die aus ihrer Heimat vertriebenen Volksgenossen vom Bürgermeister begrüßt. Die Betreuung der Flüchtlinge hat die NSV. übernommen. Selbstverständlich werden sie alle gut verpflegt, soweit es notwendig ist, werden sie r »ch mit Kleidung und Schuhwerk versorgt. Da ein -teil der Flüchtlinge zu Hause in der Landwirtschaft tätig war, sollen diese in Großen-Buseck und in der Umgebung in der Landwirtschaft beschäftigt werden, während die übrigen lohnende Beschäftigung an der Reichsautobahn finden sollen.
Lieber -100 Jahre im Dienste der Post.
K Steinbach (Kreis Gießen), 30. Sept. Am 1. Oktober wird die hiesige Poststelle in eine Postagentur verwandelt. Der seitherige Poststelleninhaber Karl Gerhard I. wird Postagent. Gleichzeitig erfolgt die Verlegung der Postagentur nach dem Hause des Postagenten an der Garben- teicher Straße, während ein Briefkasten an der alten Stelle Adolf-Hitler-Straße 47, verbleibt. In dem Hause Adolf-Hiller-Straße 47 befand sich die Post seit Generationen, und die Glieder der Familie Gerhard waren die Inhaber. Der Vater des jetzigen Postagenten, Georg Johannes Gerhard, ge- storben 1935, war seit Anfang der 80er Jahre Post- agent als Nachfolger seines Vaters, des Vost- erpeditors Julius Karl Gerhard, gestorben 1881. Dessen Vater war der Postexpeditor Kaspar Ger
hard, er starb 1861 als 73jähriger. In seinem Sterbeeintrag wird er als Glasermeister und Post- expeditor bezeichnet. Die Post ist demnach seit mehr als 100 Jahren im Hause und der Familie Gerhard. Der jetzige Postagent ist der vierte Postagent in der Reihe seiner Vorfahren.
Landkreis Gießen.
wg. Großen-Buseck, 30. Sept. Am morgigen Samstag, 1. Oktober, tritt unser Postagent Heinrich Pfeffer nach über 38jähriger Tätigkeit in den wohlverdienten R u h e st a n d. Während dieser langen Zeit hat sich Herr Pfeffer durch seine sorgfältige und stets hilfsbereite Amtsführung die uneingeschränkte Hochachtung der gesamten Einwohnerschaft, wie auch seiner vorgesetzten Behörde erworben. Stets war er zur Auskunft, zu Rat und Hilfe bereit. Am 10. Juli d. I. konnte der hochbetagte Mann einen 8 0. Geburtstag feiern. Dabei zeigte es ich so recht, welch hohes Ansehen er genießt. Man ieht hier den pflichtbewußten Postagenten nur un« ;ern aus dem Dienste scheiden und wünscht ihm einen chönen Lebensabend.
*Hattenrod,30. Sept. Am kommenden Sonntag, 2. Oktober, kann unser Mitbürger Georg Laun spach seinen 80. Geburtstag feiern. Aus diesem Anlaß wurde ihm von Reichskriegsopferführer Oberlindober ein Glückwunschschreiben übermittelt und ihm außerdem eine Ehrengabe zugedacht. Kamerad Launspach erfuhr diese Ehrung insbesondere deshalb, weil er im Weltkriege drei Söhne verlor, die bei den Infanterie-Regimentern 116 und 369 standen.
,3m Dienst tödlich verunglückt.
Lpd. Frankfurt a. M , 29. Sept. Der Gen- darmerie-Oberwachtmeister G m i l und der Gendarmerie-Wachtmeister Ernst Pieper von der Motorisierten Gendarmeriebereitschaft Höchst sind im Dienst so schwer verunglückt, daß beide kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus ihren außerordentlich schweren Verletzungen erlagen. Sie befanden sich auf der Fahrt zu einer Unfallstelle zur Klärung eines Zusammenstoßes. Dabei wurden sie an einer unübersichtlichen Straßenkreuzung von einem mit hoher Geschwindigkeit heran- kommenden Lastzug überrannt, ehe es den Beamten möglich war, auszuweichen. Sie wurden überfahren und erlitten schwere Schädel- und Knöchelbrüche, die ihren Tod herbeiführten.
3n einen 16 Meter tiefen Brunnenschacht gestürzt.
LPD. Frankfurt a. M., 29. Sept. Ein schwerer Unfall, der ein Menschenleben forderte» ereignete sich in der Nähe des Bahnhofs Schwanheim, wo zur Zeit das Frankfurter Städtische Wasserwerk im Walde einen Brunnen erbohren läßt. Durch einen Fehltritt stürzte ein 32jähriger Arbeiter aus Eberstadt in den 16 Meter tiefen Brunnenschacht. Die herbeigerufene Rettungswache aus Höchst konnte mtr noch den Tod durch Genickbruch feststellen. Der so tragisch ums Leben gekommene junge Mann war erst seit drei Wochen verheiratet.
Betrüger mit Schraubenschlüsseln.
Lpd. Frankfurt a. M., 29. Sept. Ein Mann, der sich Paul Hofmann aus Suhl nennt, hat in letzter Zeit eine Reihe von Geschäftsleuten dadurch erheblich geschädigt, daß er ihnen zum Teil fehlerhafte Schraubenschlüssel zu einem Preise verkaufte, der 200 v. H. über dem Laden- Verkaufspreis liegt. Er benutzt Geschäftsschreiben, die den Kopf der bekannten Firma gleichen Namens aus Suhl tragen. Dort ist der Schwindler jedoch völlig unbekannt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß er seinen Trick auch hier anzuwenden versuchen wird. Die Kriminalpolizei — Betrugsberatung — warnt vor diesem Mann und bittet, fein Auftreten gegebenenfalls sofort zu me'Iben.
Wirtschaft.
Rhein-Maimfche Börse.
Mittagsbörse welker sehr fest.
Frankfurt a. M., 29. Sept. Auch an der heutigen Börse setzten sich die Kurssteigerungen auf allen Gebieten stark fort, nachdem bereits die gestrige Abendbörse auf das Bekanntwerden der Zusammenkunft der führenden Staatsmänner Europas einen völligen Stimmungsumschwung gebracht hatte.
An den Aktienmärkten verzögerte sich die Kursfeststellung nicht unerheblich, da der Nachfrage kein Anaebot gegenüberstand. Die meisten Papiere, insbesondere die, die an der Abendbörse ohne Notiz waren, erschienen mit Plus-Plus-Zeichen: um allzu große Steigerungen zu vermeiden, wurden die Notierungen bis zur Herbeischaffung entsprechenden Angebots vielfach ausgesetzt. Gegenüber gestern mittag kamen Harpener mit 153 (144), Klöckner mit 120 (HO), Verein. Stahl mit 103 (94,50), Scheide- anstalt mit 208 (202,25), Schuckert mit 180 (170,50), 21©. für Verkehrswesen mit 124 (114) und Hapag mit 67,90 (59,25) zur Notiz. Ferner stiegen Gement Heidelberg auf 148 (144), Aschaffenburger Zellstoff auf 118,50 (115). Gegenüber der Abendbörse betrugen die durchschnittlichen Steigerungen 3 bis
v.H. 1L a. notierten; Mannesmann 109,40 (106),
Rheinstahl 143,50 (139), Deutsche Eisenhandel 142,50 (138), Holzmann 151,25 (145), Gesftirel 137,50 (131), Bemberg 136,50 (129), Reichsbank 182,75 (177,50) und Ädlerwerke 108 (102). IG-- Farben, in denen sich Angebot und Nachfrage einigermaßen ausglichen, befestigten sich auf 152,40 ^Auch am Rentenmarkt war die Haltung fest und allgemein herrschte Nachfrage, Kurse kamen jedoch nur vereinzelt zustande. Reichsaltbesitz gewannen 1,25 v. H. auf 128,25, Reichsbahn-DA. 0,90 o. H. 124,50, dagegen lagen Kommunal-Umschul- dung nur wenig höher mit 93.10 (93). Industrie- Obligationen tarnen überwiegend 0,50 bis 1 v. H. höher an, fest lagen 5proz. Gelsenkirchen Berg mit 99 90 (97,75). Bei Stadtanleihen war die Entwicklung noch uneinheitlich, die Veränderungen waren indes gering. Liquidationspfandbriefe zogen durchweg 0,13 bis 0,25 v.H. an. Goldpfandbriefe und Staatspapiere weiterhin unverändert.
Im Verlaufe kam die Bewegung in geordnete Bahnen. Verschiedentlich erfolgten am Aktienmarkt kleine Gewinnmitnahmen, so daß Rückgänge bis 1 v. H. eintraten, denen aber auch weitere Besserungen gegenüberstanden. Rheinstahl 142 nach 143,50, Bemberg 135 nach 136,50, IG.-Färben 151,50 nach 152,40, Verein, Stahl 102,50 nach 103,
Klöckner 119- nach 120, Mannesmann 109 nach 109,40, AG. für Verkehr 123,50 nach 124, Reichs- oant 182,75 nach 183,50. Andererseits stiegen BMW. auf 148 nach 146, Eßlinger Maschinen auf 101 nach 100, Berger Tiefbau auf 150,50 nach 148,50. Im übrigen vollzog sich die Kursfeststellung weiter sehr schwierig. U. a. kamen schließlich Daimler mit 135,50 (127), Felten mit 136,25 (125), Deutsche Erdöl mit 132 (123,50), Buderus mit 112 (102) zur Notiz. Auch am Einheitsmarkt lagen die Kurse sehr fest.
Im Freiverkehr glichen sich die Kurse der veränderten Haltung ebenfalls an. Dingler 86 bis 88, Katz & Klumpp 91 bis 93, Elfäff. Bad. Wolle 80 Bis 82, Verein. Fränk. Schuh 71 bis 73, Ra- ftatter Waggon 43 bis 45. Tagesgeld unv. 2,5 v. H.
Abendbörse uneinheittich.
An der Abendbörse waren keine größeren Aufträge mehr auszuführen, einige Käufe lagen jedoch von der Depositenkassenkundschaft vor. Die Berufskreise schritten dagegen nach den starken Erhöhungen im Mittagsverkehr eher zu kleinen Positionslösungen, so daß sich die Kursentwicklung bei durch- aus zuversichtlicher Stimmung etwas uneinheitlich gestaltete. Die Abweichungen hielten sich meist zwischen 0,50 bis 1 v. H. Holzmann allerdings lagen zum Einheitskurs 3,25 v. H. niedriger mit 148, andererseits Deutsche Linoleum, ebenfalls in Anpassung an Berlin, 3 v. H. höher mit 155. Je 1,50 v. H. gaben Daimler auf 134, Feldmühle Papier auf 131, Ges für el auf 136 und Metallgesellschaft auf 125,50 nach. Von Montanwerten lagen Verein. Stahl 0,40 v. H. höher mit 102,90, Buderus mit 112,50, Rhein- stahl mit 142,50 und Deutsche Erdöl mit 132,50 gewannen je 0,50 v. H, während Mannesmann und Hoesch im gleichen Ausmaß abbröckelten auf 108,50 bzw. 112. Don Maschinenaktien gingen Demag auf 143,50 (144,50), Adlerwerke auf 107 (108), andererseits befestigten sich Eßlinger auf 102 (101) und Moenus auf 121,50 (121). IG. Farben lagen mit
151,50 (152) nicht ganz behauptet, hingegen Scheids« anftalt und Bemberg je 0,50 v. H. höher mit 208,50 bzw. 135,50. Außer den bereits erwähnten Gesfürel notierten am Elektromarkt noch Felten mit 135,50 (136,25) und RWE. mit 123 (122,50), sowie Rhein, eleftra nach Pause mit 115 (119,75). Derkehrswerte lagen gut behauptet, Hapag 68, AG. für Verkehr 123,50. Am Einheitsmarkt wurden Ehern. Albert nach Pause mit 114,50 (106,50) bei nur 30 v. H. Zuteilung wiedernotiert. Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitzanleihe auf 128,75 (129), Schutzgebiets« Gertif. auf 11,88 (11,96) ab, Reichsbahn-Vorzugs« aktien 0,13 v. H. höher mit 124,65, 4V» v. H. Franks. Hyp. KO. unverändert 100. Im Freiverkehr nannte man Kommunal-Umschuldung und Wiederaufbau« Zuschläge unverändert mit 93,10 bzw. 79,65.
Zranksurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 29. Sept. Auftrieb: 862 Rinder (gegen 952 am 22. 9.), darunter 176 (179) Ochsen, 97 (114) Bullen, 368 (459) Kühe, 221 (200) Färsen): 259 (265) Kälber, 178 (189) Hämmel und Schafe, 618 (278) Schweine. Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 42 bis 45 (43 bis 45), b) 40 bis 41 (39 bis 41), c) 36 (35 bis 36); Bullen a) 42 bis 43 (42 bis 43), b) 34 bis 39 (37 bis 39); Kühe a) 40 bis 43 (40 bis 43), b) 36 bis 39 (36 bis 39), c) 29 bis 33 (28 bis 33), d) 20 bis 25 (18 bis 25); Färsen a) 42 bis 44 (43 bis 44), b) 39 bis 40 (36 bis 40), c) 33 bis 35 (34 bis 35), d) 28 (—); Kälber a) 60 bis 65 (62 bis 65), b) 53 bis 59 (54 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 35 bis 40 (34 bis 40); Hämmel b2) 48 bis 52 (48 bis 52), c) 41 bis 45 (41 bis 45), d) 32 bis 40 (35 bis 40); Schafe a) 37 bis 42 (37 bis 42), b) 33 bis 36 (33 bis 36), c) 20 bis 32 (22 bis 30); Schweine a) 59 (59), bl) 58 (58), b2) 57 (57), c) 55 (55), d) 52 (52); Sauen gl) 56 (56). — Markt- verlauf: Rinder, Kälber und Schweine zugeteill, Hämmel und Schafe mittelmäßig.
Gäste aus Mandschukuo beim Reichssportführer.
Die augenblicklich in Deutschland wellende mandschurische Freundschafts- und Studienkommission unter Führung des Ministers Han Pun Ehieh stattete am Donnerstag in Begleitung von Vertretern des Auswärtigen Amtes und des Büros Ribbentrop dem Reichssportfeld in Berlin einen Besuch ab. Die Gäste aus dem Fernen Osten wurden von Reichssportführer von Tschammer und Osten empfangen und in einem Rundgang durch die gesamten Anlagen des Reichssportfeldes geführt, wobei Dr. Diem und Prof. Dr. March, der Erbauer dieser wundervollen Sportstätte, die notwendigen Erläuterungen gaben.
Großereignis im Frauenschwimmsport.
Dänemarks Schwimmerinnen gingen bei den Lon- doner Europameisterschaften als erfolgreichste Nationalmannschaft der Frauen hervor. Diese Vormachtstellung haben sie nun am 5. Oktober in einem Länderkampf in Kopenhagen gegen die Holländerinnen zu verteidigen. Für die fünf Wettbewerbe hat Dänemark folgende Schwimmerinnen ausgestellt: Ragnhild Hveger und Birthe Ove-Petersen für 100-Meter-Kraul und 100 Meter Rücken, Inge Sörensen und Lykke Larsen für 200 Meter und 400 Meter Brust, Elvi Arndt, Gunvor Kraft, Birthe Ove-Petersen und Ragnhild Hveger für die 4X100- Meter-Kraulstaffel.
Die kaum 13jährige Lykke Larsen wurde erst bei den Ausscheidungskämpfen im Oesterbro-Bad „entdeckt", wo sie in 6:28,5 die Altmeisterin Jacobsen im 400-Meter-Brustschwimmen schlug und damit nur 9 Sek. über dem Weltrekord von Martha Ge- n eng er blieb.
Vier jugoslawische Rekorde.
Jugoslawiens Schwimmer gewannen in Triest einen Länderkampf gegen Italien ganz sicher. Es gab vier neue Rekorde, von denen die 400-Meter- Kraul-Zeit von Zizek mit 4:56,7 und die 4X200- Meter-Kradlstaffel mit 9:29,9 Min. am meisten zu beachten sind.
Japans Schwimmer in großer $orm.
Die japanischen Meisterschaften kehrten wieder deutlich die Tüchtigkeit der japanischen Schwi-mmer hervor. Im Stadion von Osaka wurden hervorragende Zeiten geschwommen. In der Mehrzahl be« haupteten sich die japanischen Olympiasieger an der Spitze. So konnte Harnuro die zwei Meisterschaften im Bruststil an sich reißen, und auch Arai wurde Doppelmeister in den Kraulstrecken. Dagegen mußten sich Taniguchi und Tsuruta mit Plätzen begnügen.
Ungarns Wasserbattmeister kommt.
Nach Erringung der ungarischen Meisterschaft unternimmt UTE. Ujpest-Buoapest wie in vergangenen Jahren mit seiner Meistersieben eine große Reise, die die Ungarn diesmal auch nach Deutschland führen soll. Es ist geplant, daß die Ungarn in Hannover gegen den siebenfachen deutschen Meister, Wasserfreunde Hannover, antreten sollen. Die Reise der Ungarn führt weiterhin nach Frankreich, Belgien und Holland.
Deutschlands Amateurboxer kämpfen gegen Ungarn.
Die neue Winterkampfzeit unserer Amateurboxer wird am kommenden Samstag, 1. Oktober, in Budapest eröffnet. Zumachten Male steht die ungarische Staffel den deutschen Amateuren gegenüber. In den bisherigen sieben Begegnungen gab es fünf deutsche Siege, einen Erfolg der Magyaren und ein Unentschieden. In den beiden Kämpfen des vergangenen Jahres holten die Ungarn zunächst in Budapest ein 8:8°Unentschieden heraus, dann siegten unsere Vertreter im November in Köln ganz überlegen mit 14:2 Punkten.
Wie diese letzten Ergebnisse schon zeigen, ist auf deutschem Boden immer mit einem klaren Siege gegen die Magyaren zu rechnen, dagegen werden die Ungarn in heimischer Umgebung zu gefährlichen Gegnern. Deshalb darf auch der kommende Kampf in der ungarischen Metropole nicht leicht genommen werden.
Deutschlands beste Rollhockeyspieler in Darmstadt.
Zwölf der besten deutschen Rollhockey-Mannschaften kämpfen am Wochenende in Darmstadt um den Titel eines Reichssiegers im Rollhockey. Neben dem vorjährigen Sieger, dem 1 FE. Nürnberg, wer
den noch Altmeister Stuttgarter SRC., Post-SD. Nürnberg, SSDg. Frankfurt a. M., Tgd. Nürnberg, Frankfurter TE. 1914, Ehemnitzer RuSE., RSK. Berlin-Lindenhof, Dortmunder RuSE., Krefelder EV., DRL. Darmstadt und Hamburg zur Stelle sein. Als die spielstärksten Mannschaften wurden Stuttgart, 1. FE. Nürnberg, SSVg. Frankfurt und Berlin angesehen und an die Spitze von vier Gruppen gesetzt. Die Gruppensieger bestreiten die Vorschlußrunde und die Sieger der Vorschlußrunde tragen den Endkampf aus. In der Entscheidung erwartet man wieder Nürnberg und Stuttgart, die sich in den beiden letzten Jahren mit wechselndem Erfolg gegenüberstanden.
Tiedtke besiegt den Mettmeister.
In Buenos Aires konnte unser Billardmeister August Tiedtke (Düsseldorf) im weiteren Verlauf der Kämpfe um die Dreibanden-Weltmeister- schaft einen schönen Erfolg erzielen. Er schlug den Titelverteidiger Lagache (Frankreich) in 77 Aufnahmen mit einem Durchschnitt von 0,649. Durch diesen Sieg konnte Tiedtke allerdings seine Stellung nur unwesentlich verbessern, da ihm vier Niederlagen gegenüberstehen. Nach der Niederlage von Lagache ist der Argentinier Augusto V e r g e z , der nach dem fünften Spieltag mit 10 Punkten führte und mit einem Durchschnitt von 1,162 in einer Partie einen neuen Weltrekord aufstellte, der aussichtsreichste Titelanwärter. Tiedtke steht mit vier Punkten an sechster Stelle.
Fußball der süddeutschen Gauliga-Mannschaften.
Hessen ohne Spiele.
Den süddeutschen Fußballfreunden steht ein ereignisreicher Tag bevor. Die Terminliste will es, daß schon recht früh die beseitigen, Meisterschafts- favoriten Zusammentreffen. Das trifft besonders auf die Gaue Südwest, Baden und Bayern zu, die am Sonntag hochwichtige Ereignisse verzeichnen. Im Gau S ü d w e st wird das Frankfurter „Derby" zwischen Einttacht und Fußballsportverein, das im Sportfeld aüsgetragen wird, ein gesteigertes Interesse finden, was auf die großartige Form der wie- dererstandenen Bornheimer zurückzuführen ist.
In Baden sind am Sonntag die vier Favoriten- mannschaften unter sich: der Meister VfR. Mannheim hat den 1. FE. Pforzheim zu Gast, und der VfB. Mühlburg empfängt den SV. Waldhos. Da wird die Spitzengruppe am Sonntagabend wohl ein etwas anderes Aussehen haben.
In Bayern hat man trotz des „Hochburg- Derbys" zwischen SpVgg. Fürth und 1. FE. Nürnberg das Treffen BSG. Neumeyer Nürnberg gegen Bayern München vom Spielplan angefetzt.
In Württemberg haben VfB. und Kickers Stuttgart am Sonntag die augenblicklichen Tabellenführer Zuffenhausen und Böckingen zu Gast. Sie werden bestrebt fein, den Anschluß nicht zu verlieren.
In Hessen finden am Tag des Erntedankfestes keine Punktespiele statt.
Frauen-Handbattkampf Deutschland-Holland.
Am 15. Mai standen sich in Aachen zum erstenmal die besten Handball-Spielerinnen Deutschlands und Hollands gegenüber. Die Begegnung fand so viel Anklang in Holland, daß der Wunsch nach einer möglchst baldigen Wiederholung des Kampfes laut wurde. Am nächsten Sonntag ist es so weit: in Groningen gibt es den zweiten Länderkampf. Obwohl unsere Mädel damals in Aachen einen sicheren 6:0-Sieg landeten, dürfen die „Meis- jes" nicht unterschätzt werden, die sicher zu Hause mit einer guten Leistung aufwarten werden. Deutschlands Elf ist zum größten Teil aus den drei spielstarken Vereinen TiB Berlin, VfR. Mannheim und Stahlunion Düsseldorf zusammengesetzt; den Sturm führt die Münchnerin Schiemann. Man glaubt an eine Wiederholung des deutschen Sieges, wenn auch diesmal der Kampf sicher nicht „zu Null" ausgehen wird.
Handbatt-Terminliste der 1. Kreisklasse
Die Zahl der Teilnehmer in der 1. Kreisklasse hat sich durch das Ausscheiden der Mannschaft des Tv. Lang-Gons auf sieben verringert. Es ist bedauerlich, daß Lang-Göns feine Meldung nicht auf« rechterhälten konnte, zumal man gerade dort mit einem neuen Auftrieb im Handball gerechnet hatte.
Der Rest der Mannschaften ist unter Berücksichtigung aller Wünsche wie folgt eingeteilt worden:
16. Oktober; Tv. Atzbach — To. Dillenburg; Tv*


