Pinassen, von denen aus die Hamburger dem Füh- I rer immer wieder begeistert zujubelten. Die Barkasse legte sodann gegenüber den Landungsbrücken von St'Pauli am „KdF."-Schi ff „Wilhelm G u st l o f f" an. Der Führer besichtige mit Reichsorganisationsleiter Dr..Ley, Generaladmiral Rae- der und den übrigen Ehrengästen eingehend alle Einzelheiten, zunächst die über fünf Decks verteilten Schlaf- und Wohnkammern für je zwei und vier Insassen, die für „KdF."°Fahrer und die Angehörigen der Besatzung die gleiche und überaus wohnliche und bequeme Ausstattung aufweisen.
Der Führer läßt bei der Besichtigung des KdF.° Schiffes „Wilhelm Gustl off" kaum eine bemerkenswerte Einzelheit des wundervollen Schiffes aus. Er geht durch die Hellen und mit den modernsten Anlagen eingerichteten Küchenräume, die zwischen den beiden großen Speisesälen liegen und somit eine schnelle und pausenlose Abwicklung der Mahlzeiten gewährleisten. Er verweilt in den Hellen und lichten Speisesälen, in den Gesellschaftsräumen, den Musik- und Rauchsalons, die der Unterhaltung der KdF.-Urlauber an Bord dienen. Er besichtigt das in einem der unteren Decks gelegene, in grünen Kacheln ausgeführte Schwimmbecken, ferner das Spiel- und Sportdeck und die Turnhalle.
Als der Führer auf dem 150 Meter langen glasgeschützten Promenadendeck entlanggeht, ertönt Heller Juvel aus der nebenan liegenden schwimmenden Jugendherberge „Hein Godenwind". BDM.-Mädel und Jungvolkpimpfe jubeln dem Führer zu. Der Führer dankt den Jungen und Mädels, und noch jubelnder klingt ihm die Begeisterung der Jungen entgegen. Auf der anderen Seite des Promenadendecks ist die Besatzung des „Wilhelm Gustloff" angetreten. Der Führer schreitet grüßend ihre Reihen entlang und verweilt sodann noch einige Zeit mit seiner Begleitung in den Gesellschaftsräumen.
Mit der Jnnenausgestaltung der beiden ersten KdF.- Schiffe wurde einer der namhaftesten deutschen Architekten beauftragt: Professor Woldemar Brinkmann. Er hat bisher die Jnnenausgestaltung des Deutschen Pavillons auf der Weltausstellung in Paris sowie den Umbau und die Einrichtung des „Deutschen Hofes" in Nürnberg und des Gästehauses am Grand-Hotel besorgt. In seinen Händen lag die Vorbereitung des Reichspräsidentenpalais für den Besuch des Duce. Zur Zeit arbeitet er an dem-inneren Umbau des Deutschen Reichstags in Berlin, dessen Plenarsitzungssaal für die spätere Aufnahme des großdeutschen Reichstages wesentlich vergrößert wird. Brinkmann hat ferner die Leitung des Baues und der Ausstattung der zukünftigen großen Oper in München. Bei der Innenausstattung der KdF.-Schiffe hat sich Professor Brinkmann von den Grundsätzen leiten lassen: „Kraft durch Freude — Freude durch Farben und Li cht". Auf feine Anregungen sind von einer Reihe erster Kunstmaler die Landschaftsbilder hergestellt worden, die den schönen Gesellschaftsräumen ihr Gepräge geben. Jeder einzelne Raum des Schiffes soll durch seine Ausschmückung und durch seine Einrichtung den KdF.-Urlaubern wirkliche Erholung und Ausspannung bieten. Jeder einzelne Raum soll dem Namen des Schiffes, des Schiffes der Freude", Ehre machen.
FMcher Emvfana im Rathaus. I
Während der Führer aus dem „Wilhelm Gustloff" weilt, haben sich vor dem Rathaus ungeheure Menschenmassen versammelt. Jeder kleinste Winkel des weiten, im Schmuck von tausend Bannern glänzenden Platzes und der angrenzenden Straßenzüge ist dicht gefüllt, jedes Fenster besetzt: auf den Dächern der großen Kontorhäuser, die den Adolf- Hitler-Platz säumen, stehen sie zu Tausenden. Das Hamburger Rathaus, der ganze Adolf-Hitler-Platz versinken in einem Meer von Fahnen, Blumen und Girlanden. Als der Führer eintrifft, schlägt ihm die Begeisterung der Hunderttausend entgegen. Vor dem Portal des Rathauses wird der Führer vom Regierenden Bürgermeister Krogmann willkommen geheißen. Im Turmsaal trägt sich der Führer in das Goldene Buch Hamburgs ein, um darauf im Bürgersaal Modelle und Zeichnungen der großen Elbehochbrücke, deren erster Spatenstich in wenigen Monaten erfolgen wird, zu besichtigen.
Das ShrenaefÄenk der Hansestadt.
Dann betritt der Führer den F e st s a a l. Reichsstatthalter Kaufmann stellt dem Führer die Senatoren und die leitenden Männer der hamburgischen Staats- und Gemeindeverwaltung, die Leiter der Reichsbehörden, die Generalität und die Presse vor und überreicht dem Führer als Ehrengeschenk der Hansestadt ein großes Oel°I gemälde von Prof. Hans Bobrdt, das ein siegreiches Gefecht der Hamburger Kriegskogge I „Kaiser Leopold" unter Führung von Admiral Karpfonger mit fünf französiscken Kaperschiffen vor der Elbmündung im Jahre 1678 darstellt.
Der Führer dankt mit herzlichen Worten, in I denen er kurz auf die geschichtliche Bedeutung der! bevorstehenden Abstimmung hinweist und seiner großen Freude darüber Ausdruck gibt, daß die gewaltigste und größte deutsche Hafenstadt sich so sehr I zum gesamten Volksdeutschen Reich bekennt, wofür der unendliche Jubel der Bevölkerung an diesem Tage Zeuge sei. Wenn in der Zukunft viele Millionen Deutsche aus allen Gauen des Reiches von Hamburg aus ihre Erholung s-l reise mit den KdF.-Schiffen antreten, dann sei gerade auch vor allem diese Stadt dazu geeignet, allen, insbesondere den' neu dem Reiche gewonnenen Volksgenossen die Größe, die Macht und Herrlichkeit des Reiches zu zeigen.
Der Führer fvricht vom Balkon.
Vom Adolf-Hitler-Platz schallen währenddessen ununterbrochen Heilrufe der Hunderttausend herauf,! und als nun der Führer auf dem Hauvtbalkon des Rathauses erscheint, grüßt ihn ein fast unvorstellbarer Jubelsturm, der kein Ende nimmt. Der Führer grüßt seine dankbaren Hanseaten und erinnert unter dem unendlichen Jubel der Zehntausende an seine in Wien" ausgesprochene Versicherung, daß von Köln bis Königsberg und von Wien bis Hamburg ganz Deutschland von einem einzigen Willen und einem einzigen Gedanken beherrscht sei. Minutenlange gewaltige Kundgebungen der unübersehbaren Massen geben hierauf dem Führer erneut die Antwort. Der brausende Jubel verstärkt sich noch, als der Führer seiner Gewißheit Ausdruck gibt, daß nach dem Ergebnis der Abstimmung am 10 April Deutschland endgültig und tatsächlich ein Volk und ein Reich geworden sein wird. Als der Führer geendet hat, braust der Jubelorkan er- twut auf und begleitet den Führer, der nunmehr
das Rathaus verläßt, um durch die dichte glückstrahlende Menschenmauer zum Hotel „Atlan- t i k" zu fahren
Tnumphsahrl zurtzans eatenhalle
Vor dem Hotel Atlantik, wo der Führer weilt, branden tosende Heilrufe, Sprechchöre in Hochdeutsch und Plattdeutsch-rufen den Führer, 25, ja 50 Reihen hintereinander stauen sich die Massen, um dem Führer ihre grenzenlose Liebe entgegen» zujubeln, wenn er die Fahrt zur Hanseatenhalle antritt. Zu beiden Seiten der nur 5 Kilometer langen Triumphstraße, die der Führer durchfahren Erd, steht ganz Hamburg, stehen wettere Zehntausende aus den Nachbargauen, aus ganz Niederdeutschland. Die Sttaßen und Häuser glanzen im Schmuck eines wahrhaft historischen Tages. Durch die dichten jubelnden, winkenden und lachenden Menschenmauern fährt der Führer vorbei am hellerleuchteten historischen Steintor, dem Wahrzeichen Hamburgs und des Winterhilfswerkes des Gaues. Wie ein Orkan, immer wieder von neuem anschwellend, schallen Jubel- und Heilrufe dem Führer entgegen. Hunderttausend Hände recken sich zum Gruß und zum Dank für den Schöpfer Groß- Hamb urgs und jetzt des größeren Vaterlandes der Deutschen. Ein wundervolles Bild: Millionen von Kerzen leuchten aus allen Fenstern, riesige Scheinwerfer umsäumen den Weg des Führers und formen einen Lichtturm über den Sttaßen, alles mit taghellem Schein überflutend. Mehr als 20 000 Kämpfer der Bewegung sind, zum Ehrendienst angesetzt. Sie müssen alles daransetzen, um die Massen zurückzuhalten, die in ihrer grenzenlosen Freude immer wieder den Wagen des Führers umringen wollen.
Unvorstellbare Begeisterungsstürme des Führers in d
Die weite Hanseatenhalle zeigt eine die Bedeutung des historischen Tages widerspiegelnde Ausschmückung. Gleißende Goldgirlanden flammen von der mit frischem Frühlingsgrün und Blumen geschmückten großen Ehrentribüne herab. In brennendem Rot leuchtet die Rückwand der Tribüne, auf der der Adler des Hoheitszeichens meterweit seine goldenen Schwingen breitet, flankiert von mächtigen Hakenkreuzbannern, die von weißen und goldenen Säulen umrahmt sind. Auf der Empore gegenüber der Ehrentribüne haben die Arbeitsmänner in ihrem graugrünen Ehrenkleid Platz genommen, in ihrer Mitte eine Schar Arbeitsmaiden, im Weiß ihrer Blusen symbolhaft das Ehrenzeichen des Arbeitsdienstes, den Spaten. Nach einer kurzen Begrüßung braust ungeheurer Jubel auf, als sich der Führer zum Rednerpult begibt. Der Sturm legt sich und in erwartungsvoller Stille lauschen die Tausende den Worten des Schöpfers Großdeutschlands. Er unterstreicht einleitend die hohe Bedeutung Hamburgs als Tor zur Welt für die gesamte deutsche Wirtschaft und damit für das ganze deutsche Volk. Hinter dieser Stadt, so ruft er unter den stürmischen Zustimmungskundgebungen der Hamburger aus, steht das große Deutsche Reich!
Der Führer umreißt bann in prägnanten, durch die Masse immer wieder mit tanganhaltenden Beifallsstürmen unterstrichenen Formulierungen die Wirtschaftsidee des Nationalsozialismus. Wo hätten feine Worte auf einen aufnahmefähigeren Boden fallen können als in Hamburg, dem größten Außenhandels- und Warenumfchlagsplah des Dritten Reiches, der so unsagbar schwer unter den Folgen der verderblichen Wirtschaftspolitik der Systemzeit zu leiden Halle! heute ist es anders: An den Kais, in den Lagerschuppen des riesigen Welthafens stauen sich die Güter aus ganz Deutschland und aus aller Welt bis unter die Dächer, können Kräne und Verladeanlagen kaum die Warenmassen bewältigen. Dies alles ist das Werk des Führers und feiner Wirtschaftspolitik, und dies danken ihm die Hamburger heute durch Jubel und Verehrung ohnegleichen, und sie werden es ihm danken durch die lat am 10. April. Das konnte man fühlen, wenn man diese von tiefer innerer Begeisterung erfüllte Wenge vor sich sah.
Der Führer gibt bann, immer wieder von begeisterten Zustimmungsrufen unterbrochen, ein Bild her gewaltigen Erfolge des Nationalsozialismus auf allen Gebieten, und' hob unter tosenden Beifallsstürmen hervor, daß nur die Einheit und Gefchlof-
Neuer Triumph der
Oornierflugzeug mit Schtverölmotor für Wasserflugzeuge. — 8500
Berlin, 29. März. (DNB.) Wiederum Hal die deutsche Luftfahrt einen stolzen Erfolg errungen. Ein Dornier-Flugboot hat, wie gestern schon kurz gemeldet, auf einem Fluge vom Kanal nach Südamerika mit einer Leistung von 8500 Kilo Meter einen neuen Langstrecken - Welt rekord für Wasserflugzeuge aufgestell!. Am Sonntag, 27. März, 15.05 Uhr, war das Flug
Durch die Arbeiter-Dorstädte Hammerbrook und Rothenburgort fährt der Führer. Auch hier unübersehbare Menschenmassen. Tief gestaffelt stehen sie hinter den Absperrketten und jubeln dem Führer ihren Dank und ihr Treuebekenntnis zu. Auch hier alle Fenster dicht mit freudeerfüllten Menschen besetzt/ Auch hier Spruchbänder: „Der Führer ruft, das Volk tritt an, das Reich der Deutschen lebt." Niederdeutsche Volksgruppen beleben in ihren farbenfreudigen Trachten das Bild. Die Gewerbevereine in ihrer Zunst- kleidung, die Orchester- und Chorvereinigungen, an denen Hamburg so reich ist, haben geschlossen Aufstellung genommen, ihr fröhliches Singen mischt sich mit den aus dem Herzen kommenden Hellrufen der Zehntausende, wenn der Führer, aufrecht im Wagen stehend, und immer wieder die Rechte zum Gruß erhebend, vorüberfährt. <
Der Führer ist sichtlich ergriffen, als er durch diese singenden und klingenden Sttaßen hmdurch- sähri. Immer näher kommt die Wagenkolonne des Führers der Hanseatenhalle, ununterbrochen aus der langen Triumphstraße begleitet von dem brandenden Meer der Heilrufe. Spontan wird immer wieder das Deutschlandlied an gestimmt. Formationen der Wehrmacht sind angerückt, denn auch der deutsche Soldat im Dritten Reich ist volksverbunden wie nie zuvor. Auch die Sport- und Turnverbände sind geschlossen angeruckt und jubeln dem Führer begeistert zu. Die die Sttaßen umsäumenden Bäume sind dicht besetzt mit munterer Jugend, deren helle Stimmen deutlich im Orkan der Jubelrufe zu unterscheiden sind. Die Fahrt des Führers durch die lichtüberfluteten Straßen des abendlichen Hamburgs war ein Beweis für die restlose Einmütigkeit aller Sckichten der Bevölkerung, die ohne Ausnahme vorbehalttos und in grenzenloser Treue zum Führer steht.
। jubelnd zum Mm. unterbrechen immer wieder die Rede r Hanseatenhalle.
senheit des Volkes dies ermöglicht habe. Händeklatschen und langanhaltende Heilrufe begleiten die Feststellung des Führers, daß dieser deutsche Aufstieg nur erreicht werden konnte, weil heute nicht 35 Parteien, sondern nur ein Mann im Namen des ganzen Volkes spreche. Diesem Mann, der die Sehnsucht der Tausende von Namenlosen in der Hanseatenhalle wie im ganzen großen Deutschen Reich erfüllt hat, braust bei dieser Erklärung em Orkan der Begeisterung und der Liebe entgegen. Wirklich, er kann in ihrem Namen sprechen. Auch die Hamburger haben es ihm bewiesen.
Auf die riesige Halle, die eben noch von den Begeisterungsstürmen der dem Führer zujubelnden Hamburger erfüllt war, senkt sich jetzt eine atemlose, bis aufs äußerste gespannte Stille, als Adolf Hitler die gewaltigen Ereignisse der letzten Wochen schildert:
Fast unvorstellbarer, alle Herzen sprengender Jubel begleitet jeden Sah des Führers, als er zum Schluß verkündet, daß am 10. April die deutsche Nation vor der ganzen Geschichte ihr Votum ablegen werde. „Ich habe ein Recht zu verlangen, daß jeder zur Wahlurne geht? Wie in der Kampfzeit rufe ich Deutschland auf? Am 10. April werden 50 Millionen deutsche Männer und Frauen sich in Marsch sehen, um sich einzuzeichnen in das Buch der deutschen Geschichte! Sie wollten einst Deutschland verneinen mit den Paragraphen eines Kampfwerkes. Wir schaffen jetzt ein neues Werk: 50 Millionen Stimmen werden am 10. April bekennen:
Deutschland--3a!“
Die alles mitreißenden Schlußworte des Führers entfesieln bei den Zehntausenden einen Orkan, der die Hanseatenhalle in ihren Grundfesten erschüttert. Die Lieder der Nation werden mit einer Hingebung von den Massen gesungen, die sie zu einem tiefsten Herzensbekemttnis gestalten. Mit gläubiger Liebe, voll unauslöschlicher Treue und ergriffener Dankbarkeit schauen sie zum Führer empor, der ihnen diese stolze Kunde der Offenbarung und der sieghaften Freude bereitet hat. „Ein Reich, ein Volk, ein Führer" braust es im Sprechchor immer wieder auf; Gauleiter Kaufmanns Schlußworte, der dem Führer nochmals im Namen jedes Hamburgers und der ganzen Wasserkante das Gelöbnis selbstverständlicher Treue darbringt, gehen fast unter in dem Meer des Jubels, das den Führer in alle Vorstellungen übertreffenden Ausmaßen umbrandet, als er durch die Ehrenkette feiner braunen und schwarzen Sturmscharen die Hanseatenhalle verläßt. Hamburg und Deutschlands Wasserkante stehen wie ein Mann zum Führer, jetzt, am 10.April und zu allen Zeiten!
deutschen Fliegerei.
:n erobert den Langstreckenweltrekord Kilometer in 43 Flugstunden.
boot D-ANHR vom Muster Do 18 der Dornier- werke von Bord des schwimmenden Flugstützpunktes „Westfalen“ der Deutschen Lufthansa südöstlich des englischen Hafens Plymouth mit der Absicht gestartet, den bestehenden, von dem Italiener Sf op- pani mit 7020 Kilometer gehaltenen Langstrecken- Weltrekord für Wasserflugzeuge zu überbieten. Dieser Versuch ist mit der hervorragenden Leistung von
Eine deutsche Arbeiterin, Lieschen Kiesling, aus der Leipziger Wollkämmerei, taufte das zweite KdF.-Schiff „Robert Ley". — (Scherl-M.)
rund 8500 Kilometer in 43 Flugstunden gelungen. Am Dienstag um 10.05 llhr ist das mit zwei Jun- kers Juno 205 S ch w e r ö l m o t o r e n ausgerüstete Dornier-Flugboot wohlbehalten in Earavellas zwischen Bahia und der brasilianischen Hauptstadt Rio de Janeiro gelandet. Die Besatzung bestand aus dem auf vielen Ozeanflügen bewährten Lufthansa-Flug- kapitän v. L n g e t, dem Dornier-Piloten Gundermann, dem Flugzeugmechaniker R o e s e l und dem Flugzeugfunker Stein. Dieser Weltrekordslug ist mit der Präzision eines Uhrwerkes abgelaufen. Stündlich folgten die funkentelegraphischen Meldungen von Bord des Flugbootes, die Standort, Flughöhe und die erfreuliche Mitteilung „Alles wohlauf“ enthielten. Der Flugweg führte nach dem Start bei Plymouth über Kap Villano, Las Palmas, die Kapverdischen Inseln, dann über den Südallantik, die * Inseln St. Paul und Fernando Noronha und schließlich über die brasilianischen Küstenstädle Recife und Bahia bis Earavellas.
hervorragend war die kameradschaftliche Mitwirkung der Deutschen Lufthansa und des Eondor- Syndikats in Brasilien an diesem Erfolg, auf den nach den kürzlich errungenen Weltbestleistungen anderer deutscher Flugzeugwerke nunmehr die D o r - nierwerke Friedrichshafen mit Stolz zurück- - blicken können. Die deutsche Flugzeug- und Mo- toren-Jnduslrie hat eine neue Weltbestleistung aufzuweisen. Deutsche Arbeit, deutsches Material und deutsche Besatzung konnten mit einem Serien ff ug- zeug einen triumphalen Erfolg erringen. Der Rekordflug stand unter der Aufsicht amtlicher Sportzeugen der FAI. Dieser wird das Flugergebnis ,m- verzüglich zur Anerkennung übermittelt werden
Deutschland besitzt in dem Junkers Juno 205 den einzigen Diesel flugmotor der Welt, be*- 'm praktischen Flugverkehr seine Leistungsfähigkeit bewiesen hat. Neuerdings ist es den Junkerswerken gelungen, den ohnehin schon niedrigen Kraftstoffverbrauch bes. Motors noch weiter herabzubrücken. Der jetzt erreichte Verbrauchswert von nur 155 Gramm je PS und Stunde, der bisher von keinem Flugmotor der Welt erreicht werben konnte, stellt damit selbst schon einen Rekord bar. Mit zwei biefer Jun- kers-Diesel-Motoren neuester Konstruktion war bas Rekorb-Flugzeug ber Dornierwerke ausgerüstet.
Die glänzenbe Leistung bes deutschen Wasserflugzeuges hat die einmütige Bewunderung ber Londoner P r e s s e'hervorgerufen. Die Abendblätter bringen umfangreiche Berichte. „Evening News" veröffentlicht ein Bild des Do 18 und verzeichnet als besonders bemerkenswert, daß die Flieger nur für 48 Stunden Brennstoff mitgenommen hatten. *
Mit dem Lanastreckenflug über den Südatlantik hat die deutsche Fliegerei ihrer Geschickte ein neues Ruhmesblatt eingefüat. Schlag auf Schlag fallen feit einiger Zeit die Weltrekorde. Das Bemerkenswerte an diesem Flug besteht darin, daß unsere Flugzeugindustrie nicht Sonderflugzeuge für Höchstleistungen konstruiert, sondern die vorhandenen Ge- brauchsmaschinen immer weiter verbessert. Und warum gerade von Südengland nach Brasilien? Niemand'denkt daran, etwa einen deutschen Flugdienst von England nach Brasilien aufzumachen. Auch wetterkundliche oder verkehrstechnische Erkundigungen spielten keine Rolle. Sondern man hatte keine bequemere Flugstrecke von ausgerechnet 8500 Kilometer. Der Vorbesitzer bes Langstteckenrekords, der Italiener S t o p p a n i, mußte bei seinem Rückflug vor etwa sechs Wochen auf bem Sübatlantik not» ianben unb würbe, wie erinnerlich, mit knapper Not von bem beutfchen Verkehrsflugboot „Samum" gerettet. Der Flugkapitän ber beutfchen Siegermaschine, von Engel, steht im 35. Lebensjahre ist geborener Mecklenburger, ging von ber Technischen Hochschule zur Fliegerei unb hat sich in Abessinien unb Sübamerika — wenn man bei einem Flieger so sagen barf — seine Sporen verbient.
Dos IRinfertnffawrf bis 10 April »erlänoerf
Vertin, 29.März. (DNV.j Der Reichsminister bes Innern gibt im Einvernehmen mit bemReichs- fchatzmeifter der NSDAV. folgendes bekannt: 3ur Linderung der N o t im befreiten Oe st erreich werden die Sammlungen des Win- lerhilfswerks des deutschen Volkes bis i u m 10. Avril 1 938 fortgeführt. Ausschließlich der Reichsbeaufkragte für das Winlerhilfswerk des deutschen Volkes ist befugt, Sammlungen für Oesterreich durchzuführen. Alle anderen Sammlungen für Oesterreich find un t e r s a g t. Soweit solche Sammlungen von anderen Stellen durchgeführt werden, sind sie untier- riiglich eininstellen. Bereits gesammelte Gelb- und Sackipend^i «nb ben inständigen Grnckeauftragten für das WHW. zur Verfügung zu stellen.


