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Feierliche Flaggenhissung an der ehe­maligen ltaNenisch-österreichischen

Grenze.

Villach, 29. März. (DNB) An der einstigen italienisch-österreichischen Staatsgrenze in Thörl fand am Dienstag der feierliche Akt der Staats- flaggenhisfung statt. Auf deutscher Seite hatte eine Ehrenkompanie des Feldjägerbataillons Nr. 5 und eine Hundertschaft der Schutzpolizei, eine Abteilung Gendarmerie und Zollwachbeamte, auf der italienischen Seite eine Ehrenkompanie der Al­pini Aufstellung genommen. Außerdem waren er­schienen: Der Militärstationskommandant und Kom­mandant des Feldjägerbataillons Nr. 5 Oberst Logger und Major Berger von der Schutz­polizei, italienischerseits der Bürgermeister von Tar­vis Cav. A r t e o l i und der Leiter des Fascio Cav. P i o sowie die gesamte Grenzbevölkerung. Wäh­rend die Ehrenkompanien präsentierten und die Lie­der der Nation erklangen, wurde die deutsche Staatsflagge am Fahnenmast, der knapp ün der Grenze steht, gehißt. Anschließend brachte Oberst Lagger auf den Führer und obersten Befehls­haber ein dreifaches Sieg-Heil aus und ließ den König von Italien und Kaiser von Aethiopien sowie den Duce hochleben. Sodann begaben sich die deut­schen Offiziere auf italienischen Boden, wo der Kom­mandant der Ehrenkompanie der Alpini ein Sieg- Heil aus den Führer ausbrachte. Nach der Feier fand auf Einladung der Italiener ein kameradschaftliches Zusammensein statt, wobei herzliche Trinksprüche -gewechselt wurden.

Neugliederung der Wehrmacht in Deutschösterreich.

Berlin, 29. März. (DNB.) Die Einglie­derung des österreichischen Bundes­heeres in die Wehrmacht wird mit dem 1. April abgeschlossen. Bon diesem Zeitpunkt ab werden im bisherigen Oesterreich das Gruppen­komm a n d o 5 (W i e n) mit dem XVII. Armee­korps (Wien) und dem XVIII. Armeekorps (Salz­burg) neugebildet. Generaloberst von Bock, der bisherige Oberbefehlshaber der VIII. Armee, kehrt

damit nach Erledigung seines Auftrages auf seine Friedensstelle als Oberbefehlshaber des Gruppen­kommandos 3 in Dresden zurück. Der Oberbefehls­haber des Heeres hat aus diesem Anlaß in einem Schreiben an den Oberbefehlshaber der VIII. Armee allen beteiligten Kommandostellen und Truppen für ihre Leistungen und ihre vorbildliche soldatische Hal­tung seinen Dank und seine besondere Aner­kennung ausgesprochen.

Im Zuge der Neugliederung hat ter Füh­rer mit Wirkung vom 1. April 1938 ernannt: die Generale der Infanterie List, Oberbefehls­

haber der Gruppe 2, zum Oberbefehlshaber der Gruppe 5; Adam, Kommandeur der Wehrmachts­akademie, zum Oberbefehlshaber der Gruppe 2. Die Generalleutnante Ruoff, Chef des Generalstabes der Gruppe 3, zum Chef des Generalstabes der Gruppe 5; Kienitz, Kommandeur der 24. Divi­sion, zum Kommandierenden General des XVII. Ar­meekorps; den Feldmarschalleutnant Beyer, Ge­neraltruppeninspektor im ehemaligen österreichischen Bundesministerium für Landesverteidigung, zum Kommandierenden General des XVIII. Armeekorps.

Wetterbericht

lieber Europa herrschen zur Zeit starke Tempera­turgegensätze. Während über Skandinavien und Polen verbreitete Kaltluftmassen verbreitetes Frost­wetter Hervorrufen, werden England, die Nordsee und Mitteleuropa von Westen her von sehr milder und feuchtwarmer Luft überschwemmt, die meist bedecktes Wetter und Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad bringt. Diese milde Westströmung mit ver­breiteter Niederschlagsneigung bleibt für unser Ge­biet weiterhin bestimmend.

Vorhersage für Donnerstag: Meist stark bewölkt mit strichweise leichten Regenfällen. Bei west­lichen Winden anhaltend mild.

Vorhersage für Freitag: Noch unbestän­dig mit Regenfällen. Temperaturen wenig geändert.

Lufttemperaturen am 29. März: mittags 10,6 Grad Celsius, abends 9,9 Grad; am 30. März: morgens 9,7 Grad. Maximum 11,5 Grad, Minimum heute nacht 9,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. März: abends 8,4 Grad; am 30. März: mor­gens 8,1 Grad. Niederschläge 3,2 mm.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen­leiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 38: 10 788. Druck und Verlag: Brühlfche Universitätsdruckerei R. Lange, K -G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs­preis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufs­preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der

Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Gemeinsame Forderungen aller nicht tschechischen Volksgruppen.

Prag, 30. März. (DNB.) Das Abgeordneten­haus zeigte am Dienstag bei Eröffnung der Früh­jahrssession ein in der Sitzordnung verändertes Bild, da die bisherigen Abgeordneten des Bundes der Landwirte und der christlich-sozialen Partei auf den Bänken der Sutetendeutschen Partei Platz ge­nommen hatten. Alle nicht tschechischen Volksgruppen gaben Erklärungen ab, in de­nen sie gemeinsam eine Regelung der Volksgruppenfrage und die Selbstver- w a l t u n g verlangten. Infolge k o m m u n i st i - scher Störungsoersuche kam es zu Tu­multen, wie man sie im Prager Abgeordneten­haus kaum vorher erlebt hat. Der Abgeordnete K u n d t wies namens der Sudetendeutschen Partei darauf hin, daß das Sudetendeutschtum in diesen Tagen die Zersplitterung der Kräfte überwunden hat. Man möge nunmehr den be­rechtigten Forderungen des Sudetendeutschtums ent­sprechen. In der Tschechoslowakei sei ein System herausgebildet worden, das die Sudetendeutschen als ein System der Enteignung und der Rechtsminde­rung und der politischen Minderbewertung emp­finden müßten. Prag habe keine andere Wahl, als sich von der Ueberlieferung der bisherigen Nationa- litäten-Politik ein für allemal zu trennen. Der ge­änderten politischen Lage Rechnung tragen durch

allgemeine Wahlen sei demokratische Pflicht.

Der ungarische Abgeordnete Szi.llö stellte fest, daß sie weder in pekuniärer, noch in wirtschaft­licher oder in öffentlicher Hinsicht jene Rechte eichal- ten hätten, die ihnen bei Errichtung des tschecho­slowakischen Staates garantiert worden seien. Die Prager Regierung werde eine Konsolidierung des Staatesniemals durch Säbelrasseln oder durch das Stützen auf den Degen anderer Völker" erreichen, sondern nur dann, wenn d i e seelische Be­freiung der Volksgruppen in der Tschecho­slowakei garantiert sei.

Der polnische Abgeordnete Wolf erklärte, die polnische Minderheit in der Tschechoslowakei kämpfe schon 17 Jahre um die ihr von der Verfassung zu­erkannten Rechte und fordere Garantien zur Siche­rung vor einer weiteren Entnationalisierung. Für die slowakischen A u t o n o m i ft e n , die katholische Volkspartei Pater H l i n k a s , erklärte der Abgeordnete Dr. Tiso, die Tatsache, daß das slowakische Volk im eigenen Staat schon 20 Jahre um die Anerkennung seines Volkes Individualität kämpft, ist die größte Anklage gegeen das bestehende Regime. Wir lassen uns in dem Kampf um die gerechten natürlichen Rechte des slowakischen Volkes nicht abschrecken. In diesem Kampf harren wir unter allen Umständen aus.

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Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Braun

Familie Philipp Krämer III., Wagnermstr.

Annerod, Hausen, den 28. März 1938.

Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 31. März, vormittags 11% Uhr statt.

Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Heimgange unseres lieben Entschlafenen, sowie für die zahl­reichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir hiermit unseren innigsten Dank.

Familie Gustav Faust L

Familie Peter Rock

Familie Heinrich Koch, Hungen Familie Karl Faust, Frankfurt a. M

Groß-Eichen, den 30. März 1938.

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