Einzelbild herunterladen

preußischen Militarismus". (Wieder macht sich die Begeisterung in minutenlangen Sieg-Heil-Rufen Luft.) Mit brutaler Gewalt wurde ein nach Souveränität und Eigenstaat­lichkeit seufzendes Volk unter die Tyrannei des Reiches gezwungen, so sagten es gewisse Organe der Weltpresse. In Wirklichkeit aber hatte die deutsche Wehrmacht dem deutschen Volk in Oesterreich wieder sein natio­nales Leben gesichert.

Man hatte gehofft, das deutsche Volkstum durch Versailles und St. Germain auf ewig aus der Liste der großen Weltmächte streichen zu können. Diese Hoffnung war auch nicht vergebens gewesen, solange in Deutschland eine Vielzahl von Parteien herrschte. Denn, wenn sich 30 Parteien in einem Volke feindlich gegenüberstehen, wenn eine Nation jeglicher Wehr und aller Waffen entblößt, ausge­powert und ausgeplünöert, von den Fieberschauern des Bolschewismus geschüttelt wird, dann können die Herren der Weltdemokratie ruhig schlafen. Das war aber nun seit dem Jahre 1933 in Deutschland anders geworden. Es war aus diesem Volk eine mächtige Bewegung auferstanden. Der Füh­rer dieser Bewegung übernahm die Führung des Reiches, er erhob Deutschland wieder zur Welt­macht. Es war nun alles ganz anders ge­worden, als man es sich im Jahre 1919 gedacht hatte. Nun gab es keine Vielzahl von Parteien mehr, versäumten keine parlamentarischen Partei­bonzen mehr große Gelegenheiten durch endlose Schwätzereien, jetzt spielte kein 100 000-Mann-Heer mehr mit Pappkanonen. Jetzt wurde nicht mehr durch eine infame jüdische Presse die Gesinnung und Moral des Volkes verseucht.

Dieses Volk, das vor ein paar Jahren geglaubt hotte, daß es das schlechteste und minderwertigste der ganzen Welt sei, begann nun plötzlich den Kopf höher zu tragen. Die Minderwertigkeitskomplexe waren ausgetrieben und es bekannte sich zu dem Grundsatz: Alles, was die anderen können, kann ich mindestens ebenso gut, vielleicht sogar besser. (Stürmischer Beifall.) Es war verständlich, daß die im Blute liegende Sehnsucht zum Reich nun viel stärker im österreichischen Volke erwachte, daß die Lügen und Phrasen der humanitären Weltdemo­kratie in diesem Lande keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervorlocken konnten, daß der Natio­nalsozialismus sich in diesem Volke immer stärker als Träger oes deutschen Ge­dankens erwies.

Wie oft haben wir erlebt, daß hunderte von Menschen aus diesem herrlichen Oesterreich im Sommer auf dem Obersalzberg am Führer vorbeimarschierten, Männer und Frauen mit Kindern, niemand davon sich seiner Tränen schämte und immer wieder aus sehnsuchts­hungrigen Kehlen der Ruf erscholl:Wann holen Sie uns? Wann kommt unsere Stunde?" Ein Irrwahn zu glauben, daß man das mit parlamentarischen Kunststücken und Redensarten unterdrücken kann. Die Stimme des Blutes ist stärker, als die Stimme der Paragraphen. (Jubelnde Zustimmung.)

Mit dem Aufstieg des Reiches ging ein rapider Abstieg des deutschen Oesterreichs auf allen Gebie­ten des öffentlichen Lebens Hand in Hand. Aber das diente dann der Gegenseite, wie sich bald her­ausstellte, nur dazu, das österreichisch-deutsche Volk unter der Maske reichsdeutscher Zustimmung noch brutaler zu unterdrücken und zu verfolgen. Der Führer hat es dann ein zweitesmal in der heute schon historisch gewordenen Berchtesgadener Unterredung versucht. Die internationale Welt­presse ist nicht müde geworden, die Welt glauben zu machen, daß es sich dabei um eine rohes gewalt­tätiges Diktat gehandelt habe. Das ist nicht wahr! Aber es ist selbstverständlich, daß der Füh­rer auf dem Obersalzberg mit Herrn Schuschnigg auf gut deutsch gesprochen hat. (Stür­mische Zustimmung.) Daß er mit seiner Meinung nicht hinter dem Berge zurückhalten konnte antze- sichts einer Entwicklung, die mit rapider Schnellig­keit einem blutigen Bürgerkrieg entgegentrieb, ist klar. Die damaligen Machthaber Oesterreichs woll­ten das nicht verstehen. Das ist immer so bei Revolutionen, daß die Träger des sinkenden Systems die kommende Revolution nicht sehen. Das war so im Jahre 1789, als die Pariser Bastille ge­stürmt wurde. Das war so im Jahre 1848, das war auch so im November 1918. Imm?r kam, was kommen mußte.

Herr Schuschnigg glaubte, durch ein infames Wahlmanöver die weitere Entwicklung aufhalten zu können. Wir haben mit Ingrimm seine damaligen rednerischen Ergüsse zu Gehör genommen. Wenn man jahrelang gegen das Volk regiert hat, dann gewinnt man das Volk nicht zurück, indem man sich vor das Volk hinftellt und sagt:Grüß Gott, Lanos- leute!" (Brausendes Gelächer.)

Oder:Manderln 's ist Zeit!" (Der Jubel stei­gert sich zum Orkan!) Ja, es ist Zeit! Aber in anderem Sinne, als Herr Schuschnigg sich das ge­dacht hatte! Der Führer hatte in seiner Rede am 20. Februar vor dem Deutschen Reichstag ganz ein­deutig erklärt, daß er es nicht weiter dulden werde, haß 10 Millionen Deutsche an den Grenzen dieses zu einer Großmacht wieder emporgestiegenen Rei­ches länger gequält und mißhandelt Werden. Er werde im Bedarfsfalls einschreiten, um deutsches Volkstum zu beschützen. (Ungeheure Begeisterung!) Dann kam der 11., kam der 12., kam der 13. März! (Die 20 000 springen auf, und Sprechchöre hindern lange Zeit den Minister am Weitersprechen:Wir danken dem Führer!") Dann marschierten die deutschen Truppen!!! Dann zog der Führer in wahrem Triumphzug in seiner Heimat ein!! (Der Jubel kannte hier keine Grenzen mehr, die Massen sind tief aufgewühlt!) Und genau an dem Tage, an dem Schuschnigg wählen wollte, wurde der Anschluß an das Reich vollzogen! (Der Jubel wurde durch Sieg-Heil-Rufe abgelöst, der zum Orkan gestaltete Beifall läßt Dr. Goebbels kam noch zu Worte kommen.) Auf die Stunde genau 90 Jahre später, als Metternich gestürzt wurde, zeigte sich nun das Volk in seiner wahren Gestalt. Es wurde zwar nicht mitGrüß Gott, Landsleute!" ange­redet (die nächsten Worte gingen im Lachsturm unter!), aber es kam und es entlud seine Inbrunst in einem Sturm von Begeisterung, wie es dieses Land wahrscheinscheinlich noch niemals gesehen hatte.

Wenn es eine Volksstimme gibt, und wenn sich in der Volksstimme Gottes Stimme kund- gibt, dann sprach in diesen Tagen Gott zum deutschen Volke in einer Sprache, die eigentlich in der ganzen Welt unmißverständlich hätte sein müssen. In diesen Stunden hat das Volk sich entschieden, ohne Stimmzettel, ohne Wahllisten, ohne Wahlvorstand« ohne Propaganda und

Reden, sondern spontan aus dem Herzen heraus. (Wieder braust im Takte aus 20 000 Kehlen der Ruf:Ja!" undSieg-Heil!) Selbstverständlich paßte das der von mir öfter ziter- ten Weltdemokratie nicht in das Konzept. Sie hatte es ich all das ganz anders vorgestellt, sie hatte geglaubt, daß Schuschnigg in einem Uederraschungs- coüp sich mit Hilfe der Vaterländischen Front eine neue Legitimation verschaffen könnte, und ie war dann entschlossen, diesen verruchten Terror vor aller Welt zu legalisieren. (Pfui!-Pfui!-Rufe.) Eine feine Rechnung! Nur einen Fehler hatte sie! Sie ging nicht auf! (Brausende Heiterkeit.) Es ist deshalb für uns nur allzu verständlich, daß die internationale Weltpresse Deutschland und Deutsch- Oesterreich von nun ab mit einer wahren Schmutzflut von Verleumdung übergoß. (Erneute Entrüstung!) Es fehlt da nichts was uns nicht vorgeworfen wurde: alle Laster wurden uns angedichtet und alle Tugenden uns abgesprochen.

Oesterreich sei vergewaltigt worden, Wien sei nun nicht mehr die Stadt Straußscher Walzer, sondern die Stadt preußischer Militärmärsche (Stürmisches Gelächter), die scharmanten Wiener Mädchen ziehen sich in ihre Wohnungen zurück, weil die preußischen Musketiere kommen! (Erneute brausende Heiter­keit.) Man sehe an den ausgehungerten Gesichtern der deutschen Soldaten, welches Elend im Reiche herrsche und wie glücklich demgegenüber das öster­reichische Volk unter Schuschnigg gewesen wäre. Wir kennen diese Sorte von Wahrheitssuchern! Die hat das im Jahre 1933 ganz genau so mit Deutschland versucht. Genau so hat sie es mit uns während des Krieges gemacht, nur mit einem Unterschiede: im Kriege hatten wir keine Abwehr! Heute aber ist das 'anders! Heute kennen wir ihre Schliche und haben wir die Köpfe, die der Gegenseite gewachsen sind, keine Antwort schuldig bleiben und nach dem Grundsatz handeln, auf jeden Schelmen anderthalbe setzen! (Stürmischer Beifall.)

hinein die besten Deutschen in Gefängnisse und Kerker hineingingen, ist es nicht, als sei das wie durch ein Wunder Wirklichkeit geworden?

Eines haben wir aus den Wirren der ver­gangenen Jahrzehnte gelernt: daß über der Einheit der Länder die politische Einheit des Reiches flehen muß, wenn Deutschland nicht zugrunde gehen soll. Und diese politische Einheit ist heute geschaffen. Berlin ist Berlin, München ist München, Hamburg ist Hamburg und Wien soll Wien bleiben. Aber darüber hinaus sind wir alle zuerst Deutsche! Einer aber soll im Namen dieser 75 Millionen gegenüber der Welt das Wort führen.

Es war ein gefahrenreicher Weg, den der Führer in diesen Jahren gegangen ist. Aber Schritt für Schritt, Zug um Zug, Etappe um Etappe, hat er die deutsche Schicksalsfrage gelöst. Was das bedeu­tet, wird man erst in einigen Jahrzehnten ermessen können. Welche Leistung das aber ist, kann man ich nur klarmachen, wenn man bedenkt, daß dieses Volk vor 20 Jahren das furchtbarste erlebte, was einem Volk zustoßen kann, und 20 Jahre später aus der furchtbarsten Niederlage der glänzendste Triumph wird! (Nach diesen Worten setzte em un­geheurer Beifall ein, mit immer wieder brausenden Heilrufen.)

Dieses Aufbauwerk im Reich wird nun elbstverständlich mit aller Tatkraft auch in Oe st erreich in die Tat umgesetzt. Das wird ebenso auf politischem und militärischem, wie auf wirtschaftlichem, sozialem und kulturellem Ge­biet geschehen. Die Tugenden, mit denen wir unsere Politik meisterten, werden nun hier mit der Kraft des Wortes und der Kraft des Beispiels auch im deutschen Volk in Oesterreich wachgerufen. Wir haben dabei nicht den Ehrgeiz, Oesterreich zu chulmeistern^ nur eins wollen wir: die Blicke dieses Volkes wollen wir auf das Reich lenken und ihm agen: so wie b?i euch war es auch einmal bei uns. Auch wir sind einmal getreten, geschmäht und vor den Augen der ganzen Welt geschunden worden.

Auch bei uns sind einmal Millionen an der Zu­kunft des Reiches verzweifelt und haben gemeint: es hat keinen Zweck mehr, es ist alles umsonst. Da ist d e r F ü h r e r unter uns getreten unb hat sie wieder aufgerichtet und in ihnen wieder die alten deutschen Tugenden erweckt. Und wir haben es dann erlebt, daß diese Tugenden mit Blitzes­schnelle das Wunder vollbrachten. Wenn wir heute auf den deutschen Aufbau zurückblicken und uns nach den Ursachen des Erfolges fragen, so müssen wir feststellen:

Uns haben nicht geholfen die Maschinen und das; Geld, nicht die Devisen und die Kredite, nicht die Anleihen, sondern uns haben geholfen unser glü- hender Idealismus und unser blinder Glaube an ' die Zukunft unserer Nation, unseres Volkes! Und diesen Glauben zu bewahren, kommen wir hierher. : Wenn das Werk beginnen soll, muß es angefaßt werden mit Mut, mit Initiative, mit Großzügig­keit, mit Intelligenz. Der Aufbau muß sofort anfangen und Oesterreich muß an diesem Auf­bauwerk selbst mithelfen. Wenn es jetzt in den Vierjahresplan eingegliedert wird und das Reich dafür die Mittel und die Zentralführung zur Verfügung stellt, dann muß Oesterreich selbst Hand anlegen! Daher heißt die Parole für die näch­ten Wochen, Monate und Jahre:

Arbeiten! Nicht reden! handeln! keine theore­tischen Probleme aufstellen, sondern ans Werk gehen! Zufassen! Ich bin überzeugt, es wird gelingen!

Ich komme jetzt auf das Judenproblem. (Stürmischer Beifall.) Wenn man heute die Aus­landspresse liest, so kommt man zu dem Eindruck, als ob sich in Wien täglich ein paar tausend Juden erhängen, erschießen oder vergiften. Es ist gar nicht an dem. Es sind augenblicklich nicht mehr Selbstmorde zu verzeichnen als früher, nur mit dem Unterschied: früher haben sich nur Deutsche erschossen und jetzt sind auch Juden darunter. Daß wir die Juden aus der Presse und dem Theater entfernen, das versteht sich am Rande. Sie selbst haben sich nicht aufgeregt, als im Jahre 1934 ein paar tausend Nationalsozia­listen erschossen wurden. Das liegt durchaus im Sinne des Weltgewissens. (Empörte stürmische Pfui-Rufe.)

Wir lösen die Judenfrage als eine Fr,age der Rasse, des Blutes und des Volkstums, als eine Frage, die gelöst werden muß. (Stürmischer Beifall.) Die Juden sind immer auch die Vorkämpfer eines dritten Problems, der Frage der sog. Meinungsfreiheit. Unter Meinungsfreiheit verstehen die Juden niemals die Freiheit, eine mänliche Meinung zu sagen, sondern die Freiheit heimtückisch zu verleumden, zu kritisie­ren, anderen Leuten das Leben sauer zu machen und selbst keine Verantwortung zu tra­gen, sondern dauernd im Wege zu stehen. Wenn die Juden so schlau wären, wie sie sich ausgeben, dann wären sie in Deutschland nicht um die Macht gekom­men. (Stürmischer Beifall.)

Da gibt es welche, die fragen: warum existiert die Partei? Unsere Organisationen wirken durch ihren Kampf und durch ihren Einsatz, ja schon durch i h r bloßes Vorhandensein. Dar­über hinaus aber hat die Bewegung eine posi­tive Ausgabe. Sie ist die F ü h r u n g s sch u l e unseres Volkes. Dadurch, daß sie jedem offen­steht, ob er Sohn eines Arbeiters ist oder Sohn eines Intellektuellen, ist sie eine wirkliche Volks­organisation. Bei uns trägt jeder den politischen Marschallstab in seinem Tornister; jeder kann das, wozu ihn seine Intelligenz und seine Fähigkeit treibt, erreichen. Es gibt keine Schranken sozialer oder gesellschaftlicher Art. Die kennt das neue Deutschland nicht. Was die Partei bedeutet, das haben wir in diesen Wochen und Monaten in Oesterreich sehen können. Niemals wäre der Um­bruch in Oesterreich so leicht und kampflos vor sich gegangen, wenn nicht ihre alten Kämpfer, trotz Ge­fahren den Mut zur Illegalität im Kampf um das große Deutsche Reich auf sich genommen hätten. Wenn heute Oesterreich dem Reiche wieder ange­gliedert ist, dann muß man vor dieser alten Parteigarde einen Lorbeerkranz nie­derlegen; sie hat einen Kampf durchgestanden, der beispiellos ist.

Neben der Partei steht die Organisation der m i l i - tärischen Kraft, die Wehrmacht, als die große deutsche Schule der Männlichkeit. Alle Politik von Format ist nicht möglich ohne Macht, und die Macht richt nun einmal in den Armeen. Es ist für uns alle heute ein beglückendes Gefühl, über uns die Geschwader der deutschen Luft- arm a d a brausen zu sehen und zu hören und zu wissen, daß deutsche Kriegsschiffe durch die Wogen des Weltmeeres schneiden, deutsche Tanks über die Landstraßen fahren zu sehen und ^ben. Paradeschritt deutscher. Infa »«

Man wird vielleicht fragen:Warum dann überhaupt noch Reden? Das Volk hat doch gesprochen!" Gewiß, das Volk hat ge­sprochen, für uns ganz unmißverständlich! lieber den Ausgang der Wahl gibt es für uns hier keinen Zweifel! Bei uns nicht! In der übrigen Welt auch nicht mehr, man tut aber so, als wenn man noch Zweifel hätte. (Erneute Heiterkeit!) Man legt die Stirn in besorgte kummerfalteu und rechnet das vermutliche Er­gebnis aus. Wenn wir nicht wählen lassen, dann würden uns diese Wahrheitsforscher jahr­zehntelang vorwerfen, daß wir Oesterreich zu Anrecht unter die Gewalt des Reiches gebracht hätten, sie lassen sich mit Argumenten nicht überzeugen. Zu Gegenargumenten reicht ihre Objektivität und vielfach ihre Intelligenz nicht aus. Sie fragen uns:Mit welchem Recht wollen Sie Oesterreich?" Wir können ihnen zur Antwort geben: Mit dem Rechte unseres Blutes! Wir nehmen Oesterreich mit dem Rechte unseres Volkstums zum Reich zurück! Und das Ziel wird auch am 10. April unser Recht be­weisen. (Stürmische Sieg-Heil-Rufe.) Deshalb kann auch niemand sagen:Auf mich kommt es nicht an!" Ls kommt auf jeden an! Wir müssen der Welt einen erdrückenden Zahlenbeweis bringen, daß ihr hören und Sehen vergeht. (Stürmischer Beifall!)

Und fragt man vielleicht:Ja, warum wollt Ihr denn im Reich mit abstimmen?", Tann antworte ich:Wenn wir im Reich nicht mitwählen, würde die Welt sagen: Ja, Oesterreich will zu Deutschland, aber Deutschland will Oesterreich nicht!" Wir lassen alle wählen! Ist es nicht eine furcht­bare Ironie des Schicksals, daß an der Spitze der 14 Punkte Wilsons als Voraussetzung des Versailler Diktats das Selb ft bestimmungsrecht der Völker stand, das man uns 20 Jahre vorent­halten hat und auf das sich ausgerechnet die Ur­heber des Friedensvertrages nicht mehr besinnen können?

Wir brauchen das Selb st bestimmungs­recht der Völcker nicht zu scheuen. Wenn man je von einem Gottesgericht sprechen kann, dann wird das deutsche Volk dieses Got­tesgericht am 10. April vollziehen. (Brausende Zustimmung!)

Mr nehmen Oesterreich mit dem Recht unseres Vtutes und unseres Volkstums zurück.

Die zehn Gebote der Zeit!

1. Deutsche überall! Nur unter des einigen, mäch­tigen Landes Fittichen erstarke die Freiheit, walte die Ordnung, die über der Achtung vor dem freiheitdurchhauchten Gesetz entspringt.

Jungfräuliches Oesterreich! Nur im eigenen Reich lebst du die unerschütterliche Dauer der deinem Volk in Ewigkeit bestimmt ist.

2. Freudige Pflichterfüllung sei unser leiden- chastlichster Gedanke! Selbstausopferung muß Staatsgrundsatz sein für jeden einzelnen, denn ohne ie lebt kein Gemeinwesen.

3. Durch die Vereinigung aller Staa­ten, die deutsche sind von Anbeginn, durch ihre Zusammenfassung wird gleiches Recht für alle ge gründet und die durch so viel Unrecht zerrütteten Staaten werden schöner und freier unter einem einzigen Dache sich wieder ausbauen.

4. Der heute Besitzlose, er werde nicht zum Haß gegen den Besitzenden aufgereizt. Wer dieses tut, der wirket dahin, daß die Arbeit stockt, die Nah- rungsqüellen des Volkes versiegen, und er ver­sündigt sich am Erbe seiner Väter. Fleiß und Sparsamkeit werden künftig die einzigen Be­dingungen des Glückes und der Achtung sein.

Faule und Verschwender haben keinen Raum mehr im großen Deutschland.

5. Unser Deutschland wird schöner sein als alle anderen Länder, besser in seiner Gründung und größer in seinem Erfolg. Es fordern die Bürger Beständigkeit ihrer Bräuche und Sitten. Ein eini­ges Deutschland wird sie ihnen bewahren, besser als ein uneiniges, in zweierlei Staaten verfallenes Volk.

6. Unser Reich des vereinigten Volkes und all seiner Stämme wird deutsche Redlichkeit in jeden pflanzen. Die Gleichheit der Rechte wird jedem Vertrauen Ruhe und Ordnung gewähren. Gleichheit der Rechte und vergeßt das nicht Gleich heitder Pflichten. Sie sollen jedem Eintracht und Sicherheit und auch das Selbstbewußtsein gewähren, das jedem Deutschen notwendig ist.

7. Die Eintracht des Reiches soll wurzeln in jedem Bürger des Volkes. Nicht durch auswendig zu lernende Formeln eines politischen Katechismus, sondern durch die segensreichen Wirkun­gen der Eintracht selber!

Es gibt nur ein einziges Volk, nur einen einzigen Stand, ob Landwirte, Handelsleute, Beamte, Geistliche, Lehrer, Gelehrte, Künstler, Sol­daten, und je ärmer ein jeder unter ihnen, um so sicherer sei er des sürsorgenden Schutzes.

8. Unsere Vereinigung beider Völker soll die Regierung vereinfachen und nicht erschweren, soll unser Land verwohl- feilen und nicht verteuern, wird unfern Bildungs- stand heben und nicht erniedrigen, wird unsere Kraft stärken und nicht schwächen.

1 9. Die Regierung des »reinigten deutschen Voft

Es wird fein Angesicht zu seinem eigenen Schick­sal und zur Welt wenden und wird damit die Er­füllung seines nationalen Traumes und seiner na­tionalen Sehnsucht durch den Führer für alle Ewig­keit gutheißen und ihm sein Jawort geben. Trotz aller Lüge und^Verleumdung wird sich damit das deutsch-österreichische Volk zum Reich und auch zu dem in fünf Jähren im Reich vollzogenen Aufbau­werk des Führers bekennen.

Im folgenden kam dann der Minister auf das nationalsozialistisch? Aufbauwerk zu sprechen und zeigte, wie Adolf Hitler sich nicht mit Worten und Programmen zufriedengegeben, son­dern gehandelt hätte. Dr. Goebbels schilderte in bewegten Worten die Zeiten der Not und des Elends im Reich, die allein durch Adolf Hitler, den unbekannten Frontsoldaten, zu jener neuen Blüte gewandelt worden sind.Es ist aber gar nicht not­wendig", so fuhr Dr. Goebbels fort,über die gro­ßen Leistungen der letzten fünf Jahre noch einmal mit Zahlen,' Ziffern und Daten aufzuwarten.

Die Menschen, die in den vergangenen Tagen und Wochen dem Führer zujubelten, haben zuerst gar nicht an die Wirtschaft gedacht, son­dern nur an das Reich. Auch wenn das Reich bettelarm gewesen wäre, hätten sie zum Reiche kommen wollen. (Langanhaltender stürmischer Beifall, machtvolle Rufe:Ein Volk! Ein Reich! Ein Führer!")

Das, was wir wollen, und das, was der Führer praktisch durchgeführt hat, das haben die guten Patrioten diesseits und jenseits der Grenzen immer gewollt!^ Das haben nur immer gerissene Machtklüngel zu verhindern gewußt. Einmal beftanben sie aus Fürsten und arbeitslosen Nichtstuern (Gelächter der Massen), ein anberesmal aus sozialdemokra­tischen Bonzen ohne Volk, und zuletzt aus christlich- sozialen Biedermännern. Das Volk ist aber immer gleich geblieben. Wir haben im Reichs-Archiv das Original eines Aufrufs gefunden, der aus dem Jahre 1848 stammt. Dieser Aufruf, verfaßt von Wiener Bürgern, ist unterzeichnet mit den Namen Johannes Höflich, Klopf und Eurich in Wien. In diesem Aufruf wird in zehn Geboten das Programm des Großdeutschen Reiches entwickelt. Ich glaube, dem deutschen Volke in 1 Oesterreich dieses Programm, das vor neunzig Jahren entworfen war, nicht vorenthalten zu dürfen. Es ist so, als wäre das Programm heute von uns geschrieben worden. Es lautet:

kes ist berufen, das Neue z u schaffen! Sie wird nicht aufbauen auf Grundlagen, die verwit­tert, verworren und verkommen sind. Die Regie­rung wird mit neuen Ideen regieren! Nicht mit alten Methode^ verwalten!

10. Oesterreich!

Oesterreich!

Deutschland! Deutschland!

Gedenket der Stunde! Fest und einig sollt ihr euch in den Momenten der höchsten Gefahr auf euch besinnen. Fest und einig sollt ihr Hilfe, die ihr zu keiner Zeit mehr denn je bedurftet, euch schaffen, indem ihr"euch eins ans andere anschließt!

Damit unser Land nicht ein hohles Dach baue von eitlen Besserwissern. Abgeordnetenhäuser, Be­amtenkammern, die bald dem einen, bald dem an­dern Eigennutz feilwerden, so muß ein Grundstein gelegt werden, auf welchem jederzeit Kraft und Gedeihen des Staates fest und sicher ruhen. Nicht ein Grundstein schamlosester und empörendster Aus­einandersetzungen, die schließlich auch Regierung und Volk in einen Widerspruch geraten läßt, sondern ein Grundstein, auf dem das Haus sich erhebt, in dem das wirkliche Leben der Nation als Träger eines einigen Volkes sich entfalten kann.

Dem perfiden Konservatismus, diesem bewährten Staatsoerdonnerer, wollen wir auf ewig aus die­sem gemeinsamen Haus verbannen, ansonsten das große Einigungswerk der deutschen Nation an dem fanatischen Ehrgeiz einiger weniger Leute scheitern müßte und dies in einem Augenblick, wo wir von sämtlichen unseren Feinden, von Rußlands Horden bedroht werden.

Darum Österreich! Darum Deutschland! Gedenke der Stunde!

((Ergriffenes Schweigen herrschte,, während Dr. Goebbels dieses geschichtliche Dokument verlas, in der riesigen Halle, es gab wohl niemanden unter den vielen Tausenden, der sich der Weihe dieser Stunde entziehen konnte, in der die Jahre politi­scher Mission, vor nunmehr 90 Jahren geschaut, Wirklichkeit geworden ist.)

Wir erleben", so fährt der Minister fort,jene Wiener Bürger von 1848. Und nun frage ich Sie, deutsche Männer und Frauen in Oesterreich und im Reich:

Ist das, was wir wollen, etwas anderes, ist es nicht, als hätten sich unsere Väter aus den Gräbern erhoben und schritten mit ihrer groß­deutschen Fahne unserer jungen Revolution voran?! (Beifall.)

Ist es nicht so, daß der Traum, den damals unsere Väter pmsonst träumten, nün vom Führer herrlich verwirklicht worden ist, daß das, was sie als gute Deutsche wollten, was sie er­fechten, wofür ihr Herz schlug, wofür sie kämpften, stritten und opferten, wofür sie Hekatomben von Toten gaben« wofür jahrelang bis in nnjexe Tage.