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; Schon Großvater nahm

spräche von Lchrern gelehrt wird, die auf rein ungarischen Lehreranstalten ausgebildet wurden.

Der ungarische Ministerpräsident sah sich jetzt veranlaßt, eine Besserung der seit langem als mißlich empfundenen Verhältnisse zu versprechen und insbesondere die notwendigen S ch u l b a u t e n in kurzer Zeit" anzukündigen. Wie überall im Leben werden auch hier die Taten entscheidend sein. Ebenso bleibt zu hoffen, daß nunmehr dem Volksbund für das Deutschtum in Ungarn", dessen Vereinssatzung dem ungarischen Innenministerium zur Genehmigung vorliegt, keine Schwierigkeiten mehr gemacht werden, und daß sich ein angemessenes deutsches Leben in Zeitungen, Vereinen und besonders auch Berufsverbänden ent­wickeln kann. Der Briefwechsel zwischen dem ungarischen Innenminister von S z e l l und dem Stellvertreter des Führers Rudolf S) e vom 16. Juli 1937 schien eine Wendung zum Besseren einzuleiten: trotzdem gab es wieder Rückschläge. Der ungarische Ministerpräsident Jmredy selbst hat am 2. Juni 1938 gesagt: er nehme mit Bedauern wahr, daß in einem Teil der heimischen deutschen Minderheit Tendenzen zur Geltung gelangen, die die Ziele des friedlichen Zusammenlebens nicht fördern. Er werde gegen solche Bestrebungenmit der größten Energie einschreiten". Aehnliche Töne haben wir erst vor wenigen Tagen aus dem Munde des neuen ungarischen Außenministers ge­hört. Angesichts der enormen Kulturleistung der Volksdeutschen, die den Boden Ungarns mit ihrem Blut gedüngt haben, ist eine wahrhaftige und moderne Behandlung dieser 600 000 Menschen von unserem Fleisch und Blut unerläßlich und unver­meidbar.

Auf den Svvren eines oWdischen Großschiebers.

Amsterdam, 28. Dez. (DNB.) Die nieder­ländische Presse fährt fort, sich mit der Person des jüdischen Schiebers Mischa 5) o l z m a n n zu be­schäftigen, der vor Weihnachten durch die hollän­dische Polizei wegen Meineidsoerdachtes verhaf- t e t wurde, inzwischen aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden ist. Holzmann, ein Spießgeselle der Barmat und Kutisker, wurde in Deutschland 1926 zu einer Gefängnisstrafe wegen Betruges, Urkun­denfälschung und Beamtenbestechung verurteilt und nach Verbüßung seiner Strafe ausgewiesen. Kurze Zeit später wurde er aus Frankreich, wo er zweifel­hafte Petroleumgeschäfte machte, ebenfalls ausge­wiesen, desgleichen in Italien und der Schweiz. 1934 wandte er sich nach Spanien, wo er die Ver­tretung einer Flugzeugfirma übernahm. Als 1936 der Bürgerkrieg ausbrach, konnte Holzmann als Lieferant der Bolschewisten riesige Gewinne erzie­len, die er dazu verwandte, um bei der völlig ver­armten Bevölkerung Gold'und Juwelen auf-

r er und Reichskanzler, von sämtlichen Reichsleitern der Partei und vielen anderen füh­renden Männern liefen ein.

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Auf seiner Reise durch das Tatra-Gebiet hatte der tschechoslowakische Staatspräsident Dr. Hacha mit dem Staatssekretär für die deutsche Volks­gruppe in der Slowakei, Ingenieur Karmasin, der ihn im Namen der Karpatho-Deutschen be­grüßte, eine längere Besprechung in Gegenwart des Ministers Durccmsky.*

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Der britische Kriegsminister Höre-Belisha, der sich bei Freunden im Elsaß aufhält, erklärte einem Vertreter desDaily Telegraph", er wolle vor seiner Rückreise nach England auch die fran­zösischen Befestigungsanlagen besichtigen. Politische Unterhaltungen seien nicht vorgesehen.

Die Hochzeit der Prinzessin Maria von Savoyen, der jüngsten Tochter des italienischen Herrscherpaares, mit Prinz Ludwig von Bourbon- Parma ist für den 15. Januar festgesetzt worden.

des deutschen Handels sowohl in England als auch in den Vereinigten Staaten von Amerika heroor- geht, so sollte man dabei niemals vergessen, daß Deutschland notfalls auch der zweite W g offensteht.

Eine Drosselung der deutschen Einfuhr wurde nicht zuletzt die Länder treffen, die jetzt gegen Deutschland vorgehen zu müssen glauben. Wenn im November die deutsche Einfuhr aus den Vereinigten Staaten gegenüber dem Vor­monat um 25 Millionen RM. zurückgegangen ist, so ist das eine Summe, die wohl auch für die amerikanischen Exporteure fühlbar ist. Sollte man aber beabsichtigen, auf dem Wege der Zurückdrän- gung der deutschen Ausfuhr auch die lebenswichtige deutsche Einfuhr zu erschweren, so lasse man sich gesagt sein, daß Deutschland immer Mittel und Wege finden wird, um sich die Dinge zu verschaf­fen, die es notwendig braucht. Die großen national- politischen Aufgaben werden unter allen Umständen durchgeführt werden. Niemand darf glauben, daß er auf dem Wege über den Außenhandel die Poli­tik des Reiches schwächen kann. Was bei einer solchen feindseligen Stellung gegen die deutsche Ausfuhr in Wirklichkeit geschwächt wird, das ist nichts anderes als der sogenannte Welthandel, um den sich angeblich gerade die so große Sorgen machen, die alles daran setzen, Deutschlands Außen­handel zu bekämpfen. P. B.

zukaufen, die er dann ins Ausland verschob. Holzmann hatte es verstanden, sich in Madrid in den Besitz eines holländischen Passes setzen, ob­gleich er ein aus Charkow gebürtiger staatenloser Ostjude ist. So fuhr er unter Mitnahme einer gro^ ßen Menge von Juwelen nach Holland, wo er seit Herbst 1936 als einer der größten Waffen- lieferanten für Rotspanien und als Ver- trauensmann der sowjetrussischen Handelsvertretung ; in Amsterdam auftrat. DerTelegraaf", der seine schmutzigen Geschäftsmethoden enthüllt, wirft die Frage auf, wie es denn möglich gewesen sei, daß Holzmann ein niederländischer Paß aus­gestellt wurde. Zwar sei in der Zwischenzeit Holz­mann und seiner Familie der Paß wieder abgenom- inen worden, doch stehe der Sohn Holzmanns im­mer noch alsProtsg6 du gouoernement des Pays- Bas" im Handelsregister.

Kampf um Fischgründe

Wiederholt tauchten in den letzten Wochen Nach­richten von erheblichen Spannungen zwi­schen Tokio und Moskau auf. Diese Miß- helligkeiten hatten ihren Grund darin, daß sich beide Regierungen nicht über die Abgrenzung ihrer Fischereigründe an der Ost käste Sibi­riens und an der Insel Sachalin, die der sibirischen Ostküste vorgelagert ist, einigen konnten. Sachalin hat für die Fischerei eine ähnliche Bedeu­tung wie Island für Europa oder Neufundland für Amerika. Der Streit zwischen Tokio und Moskau geht im Grunde fast 70 Jahre zurück. Er spielte schon bei der Beendigung des russisch-japanischen Krieges in dem Frieden von Portsmouth vom Jahre 1905 eine Rolle. Nun ist es so, daß sich Mos­kau auf den Standpunkt stellt, die Bestimmungen dieses Friedensvertrages feien hinfällig geworden, während Japan ihre Gültigkeit behauptet. Der Streit ist niemals ausgetragen worden, sondern es wurden Kompromisse geschlossen. Japan hat zur Versorgung seiner Bevölkerung, deren Fischoer­brauch sehr hoch ist, die Hochseefischereiflotte stark vermehrt und Rußland folgte diesem Beispiel etwa vom Jahre 1920 ab.

Zum Verständnis der weiteren Entwicklung ist es notwendig, den Umstand zu verzeichnen, daß in dem sowjetrussischen Wladiwostok jeweils die Fi­schereigründe versteigert werden. Japan ver­langt 40 Fischereigründe, während die Sowjetregie­rung nur drei bewilligen will; außerdem wäre Moskau bereit, sieben weitere Abschnitte ge­genseitig auszutauschen. Die Sowjets machen ferner große Schwierigkeiten, den Japanern Einreisegeneh­migungen zu erteilen, so daß die Japaner entweder ein kostspieliges System mit Versorgungsschiffen auf­bauen oder nach nur kurzer Fangzeit ihre heimat­lichen Inseln wieder anlaufen müssen. Eine weitere Komplikation liegt darin, daß die Insel Sachalin zur Hälfte sowjetrussisch und zur Hälfte japanisch ist. Die Auseinandersetzungen haben sich in den letzten Tagen wesentlich verschärft, doch kann sich der Konflikt bis zur Neuoersteigerung der Fischerei­gründe im Februar oder auch bis zur neuen Fang­zeit hinausziehen, die im April beginnt.

Ein japanischer Dreijahresplan für industrielle Selbstversorgung.

Tokio, 28. Dez. (Europapreß.) Japans Be« mühungen um die Selbstversorgung und die Ver­breiterung seiner industriellen Grundlage beginnen in einen neuen Abschnitt zu treten. Am Dienstag legte der Nationale Planungsausschuß den Bericht über einen Dreijahresplan vor. Voraussetzung für bte reibungslose Abwicklung der Vorschläge ist die Zu­sammenarbeit von Japan, China und Mandschukuo. 15 Industriezweige sollen unterStaats- a u f s i ch t g e st e l lt werden, darunter Eisen und Stahl, Kohle, Leichtmetalle, Petroleum, Papiermasse, Gold, Maschinen, Eisenbahn- und Schiffsbaumaterial, Kraftwagen, Elektrizität. In allen Fällen sind staat­liche Beihilfen vorgesehen.

Dom chinesischen Kriegsschauplatz.

S ch a n g h a i, 28. Dez. (Europapreß. Funkspruch.) Nach einem amtlichen japanischen Bericht haben die japanischen Truppen in der Schansi- Provinz chinesische Truppen in Stärke von 6000 Mann aus ihren befestigten Stellungen bei Hu­men k a u vertrieben. Dumenkau ist ein wichtiger Uebergangspunkt über den Gelben Fluß. Vier an­dere japanische Abteilungen, die bisher die Linie vom Westufer des Fen-Flusses in Zentral-Schansi nach Tschungyang im Westen der Provinz gehalten haben, sind südwärts vorgestoßen und trei­ben zwei fliehende Regimenter der 115. chinesischen Division vor sich her.

Nach Berichten von Europäern sollen die Chi- nesen in der Provinz Hupeh am Jangtse und an der KantonHangkau-Eisenbahn bei einem großangelegten Gegenangriff erhebliche Erfolge er­zielt haben. Sie kämpfen im Augenblick um den Be­sitz der Stadt A o y a n g. Die Japaner haben kürzlich aus Südchina zehn Divisionen bester Fronttruppen nach Mandschukuo abtransportiert. Sie halten ihre Stellungen zumeist mit neu eingetroffenen Rekruten besetzt. Dadurch sollen sich die Chinesen an manchen Frontabschnitten im Vorteil befinden.

Kleine politische Nachrichten.

Dem Stabschef der SA. Viktor Lutze wurde an seinem 48. Geburtstage eine Fülle von Ehrungen zuteil von Partei und Staat und nicht zuletzt von seinen Sturmabteilungen in ganz Deutschland. Glückwunschtelegramme vom Füh-

Oie Rüflungsorgam'sation der Schweiz

Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.

Oie deutsche Minderheit in Ltngarn.

Der ungarische Ministerpräsident Jmredy hat in einem Weihnachtsartikel den reichlich 600 000 Volksdeutschen Ungarns in erster Linie, in zweiter Linie aber allen Minderheiten, Er­füllung einiger sehr lang gehegter und sehr berech­tigter Wünsche zugesagt' Es ist leider so, daß die ungarländischen Volksdeutschen keine Presse haben, daß ihr V e r e i n s w e s e n unausgebildet st, daß darunter auch die Versammlungs­reihe i t empfindlich leidet und daß insbesondere )as Schulwesen manches zu wünschen übrig läßt. Es gibt in Ungarn für die Volksdeutschen weder eine Lehrerbildungsanstalt noch eine andere Mittelschule und wenn von deutschen Volksschulen gesprochen wird, so muß der Reichsdeutsche ge­warnt werden, diesen Ausdruck in dem ihm ge­läufigen Sinne zu verstehen. Deutsche Volksschulen in des Wortes eigentlichem Verstände gibt es fast überhaupt nicht: nur ein kleiner Teil der volks­deutschen Kinder kann Schulen besuchen, die in den ersten Klassen die deutsche und in den höheren Klassen die magyarische Unterrichtssprache haben: weitaus die meisten volksdeutschen Kinder in Ungarn müssen mit Volksschulen vorlieb nehmen, in deren oberen Klassen deutsch wie eine Fremd-

Der deutsche Außenhandel 1938.

Mit dem Dorliegen des Novemderergebnisses für den deutschen Außenhandel ist es möglich, einen all­gemeinen Ueberblick über dieses wichtige Gebiet der deutschen Wirtschaft im Jahre 1938 zu gewin­nen. Bei einer vergleichenden Betrachtung mit den Vorjahresergebnissen muß man sich jedoch der Tat­sache bewußt sein, daß die statistischen Zahlen für das Jahr 1938 nicht unmittelbar ver­gleich s f ä h i g mit dem Vorjahr sind. Selbst un­ter Berücksichtigung der Tatsache, daß die Statistik die Außenhandelsergebnisse getrennt für dasAlt­reich" und fürGroßdeutschland" angibt, sind die Zahlen des Altreichs dennoch nicht ohne weiteres vergleichbar mit denen von 1937. Ein genauer Ver- _gleich ist nur für das erste Vierteljahr möglich. Seit April ist nämlich der Handel zwischen dem ehemaligen Oesterreich und Deutschland Binnenhandel geworden und daher in der Außenhandelsstatistik nicht mehr einbegriffen. Um die Größe dieses ehemaligen deutsch-österreichischen Außenhandels ist also das Volumen des Außen­handels des sogenannten Altreichs verringert. An­drerseits sind seit Oktober die sudetendeut- schen Randgebiete, die verwaltungsmäßig zum Altreich gekommen sind, in der Statistik des Altreichs mitenthalten (dagegen nicht die, die ver­waltungsmäßig zur Ostmark geschlagen sind). Trotz dieser Verschiedenheiten in der statistischen Erfas- suna wird man, um überhaupt zu einem Vergleich zu kommen, den Ziffern des Jahres 1937 die statisti­schen Ergebnisse des sogenannten Altreichs gegen- überstellen müssen.

wünschenwerten Ausbau der örtlichen Fliegerab­wehr nur dann kommen werde, wenn auch private unbfommunale Betriebe zur Anschaffung von Flie- gerabwehrgeschützen angehalten werden. Für den Bau von Grenzbefestigungen stand ein Pro- gramm von 52 Millionen Franken zur Verfügung, bei dessen Abschluß im Frühjahr mehrere hundert kleine Befestigungsanlagen mit Maschinengewehren und panzerbrechende Infanteriewaffen an allen Fronten erstellt sein werden. In einigen besonders wichtigen Abschnitten sind Sperr'forts mit Artilleriebewaffnung errichtet worden. Die Zahl der freiwilligen Grenzschutzkompanien wurde von zehn auf vierzehn erhöht.

Aus einer vom Eidgenössischen Volkswirtschafts­departement herausgegebenen amtlichen Vtttteilung über die kriegswirtschaftliche Organi­sation geht hervor, daß die Errichtung von drei besonderen kriegswirtschaftlichen Aemtem vorge­sehen ist, nämlich eines Kriegsernährungsamtes, eine/ Kriegsindustrie- und Arbeitsamtes sowie eines Kriegstransportamtes. Das Sekretariat des Volks­wirtschaftsdepartements, das im Kriegsfälle zu einem Generolsekretariat ausgebaut wird, und die Handelsabteilung übernehmen ebenfalls bestimmte kriegswirtschaftliche Aufgaben, während das Bun­desamt für Sozialversicherung als Kriegsfürforge- amt mit der Durchführung der Fürsorgemaßnahmen befaßt wird. Eine Kommission für kriegswirtschaft­liche Angelegenheiten soll die Zusammenarbeit der verschiedenen kriegswirtschaftlichen Stellen des Volkswirtschafts-, des Militär- sowie des Finanz- und Zolldepartements gewährleisten. Die Vorsteher der Kriegswirtschaftsämter und ihre Sektionen tref­fen in Verbindung mit der Zentralstelle für Kriegs­wirtschaft schon gegenwärtig die Maßnahmen, welche im Konfliktsfalle getroffen werden müssen.

Kommunistische Abfuhr.

Schweizer Bundesrat weist Verdächtigungen gegen die deutsche Presse zurück.

Bern, 28. Dez. (Europapreß.) Jrn Schweizer Bundesrat suchten die Kommunisten durch eine allzu durchsichtige Anfrage die deutsche Presse zu diskreditieren. Der anfragende kommunistische Ab­geordnete mußte jedoch auf seinen Vorstoß eine un­zweideutige Abfuhr einstecken. Der Bundesrat ant­wortete:

Der Bundesrat hat nicht festgestellt, daß die deutschen Zeitungen in ihrer Gesamtheit gegen­über der Schweiz je in einer Weise ausfällig ge» worden sind, die man als systematische Kampagne bezeichnen könnte. Der Bundesrat ist von seinem guten Recht und der Richtigkeit seiner Haltung so überzeugt, daß er sich nicht durch Zeitungs- streitigkeiten beirren lassen wird. Eine ae- wisse Pressekampagne gegen die Schweiz läßt sich nicht derjenigen all die Seite stellen, die s e i t I a h - ren von Zeitungsorganen der Kom­munistischen Partei geführt wird, die mit sehr tadelnswerten Mitteln und Aeußerungen das in Deutschland bestehende Regime angreifen. Die Form, in der der kommunistische Vertreter die schweizerische Öffentlichkeit glauben machen milt> daß die deutsche Presse sich in die inneren Ange­legenheiten unseres Landes einmische, beweist, wie recht Herr Bundesrat Motta hatte, als er mit seiner Rede vom 14. Dezember 1938 im National­rat die politischen Zwecken dienenden Lugen b r a n d m a rl t e, deren sich die Dritte Jnternatio-

Die Einfuhr des Altreichs betrug für die ersten elf Monate 4 958,4 Millionen Mark, die Ausfuhr 4753,5 Millionen Mark. Setzt man für Dezember den monatlichen Durchschnittswert ein, so ergibt sich als voraussichtliche Ziffer der Einfuhr, für das ganze Jahr 1938 die Summe von rund 5410 Millio­nen Mark, für die Ausfuhr die Summe von 5186 Millionen Mark. Die Handelsbilanz des Alt­reichs schließt also mit einem Passivsaldo von 224 Millionen Mark ab. Demgegenüber betrug die Aus­fuhr Deutschlands im Jahre 1937 5911 Mil­lionen Mark, die Einfuhr 5468 Millionen Mark. Es steht also einem Aktivsaldo von 443 Millionen Mark im Jahre 1937 ein Passivsaldo des Altreichs in Höhe von 224 Millionen Mark im Jahre 1938 gegenüber.

Dieses Ergebnis ist sicherlich nicht sehr erfreulich, zumal, wenn man ihm noch die Ziffern für die Handelsbilanz ganz Großdeutschlands gegenüber» hält. Die Ausfuhr Großdeutschlands er­reichte eine Höhe von 5553 Millionen Mark (bei Einsetzung des monatlichen Durchschnittswertes für den Monat Dezember) und von 6006 Millionen Mark für die Einfuhr, ^ie Gesamtpassivität des großdeutschen Außenhandels beträgt also 443 Dttllio- nen Mark, d. h. der großdeutsche Außenhandel ist um rund dieselbe Summe im Jahre 1938 passiv, um die der Außenhandel Deutschlands im Jahre 1937 «ktiv war. Das bedeutet für unsere Devisenbilanz eine Verschlechterung um 886 Millionen Mark.

Trotzdem wäre es verfehlt, daraus pessimistische Folgerungen zu ziehen, denn ein Vergleich der Handelsbilanz mit dem Vorjahre ergibt doch auch manches Positive. Vor allem ist wichtig, daß die­ser Bilanzsaldo nicht etwa auf Grund rück­gängig er Umsätze zustandegekommen ist. Im Gegenteil, während im Jahre 1937 der Gesamt­umsatz Deutschlands im Außenhandel, d. h. Einfuhr und Ausfuhr, die Summe von 11,379 Milliarden Mark erreichte, wurde im Jahre 1938 mit 11,559 Milliarden Mark das Vorjahrsergebnis des Gesamt­umsatzes überschritten. Dieser Umsatz ist der höchste, der feit 1932 überhaupt erzielt wurde. Man muß bis 1931 zurückgehen, um auf höhere Umsätze im deutschen Außenhandel zu kommen. In dieser Hinsicht ist also die stetig aufiteigende Linie der Entwicklung des deutschen Außenhandels auch 1938 nicht unterbrochen worden. Deutschland hat seinen Anteil am Welthandel absolut auch 1938 noch er­höhen können.

Allerdings ist diese Erhöhung nur auf die Zu­nahme der Einfuhr zurückzuführen. Diese hat mit 6 006 Millionen RM. für Großdeutschland einen neuen Rekord erreicht. Es entspricht das den beträchtlichen Gebietserweitc rungen, die wir im Jahre 1938 zu verzeichnen hatten. Aber auch bei einer Betrachtung der Ziffern des Altreichs ergibt sich, daß die Einfuhr mit einem Werte von 5 410 Millionen RM. nur geringfügig hinter dem Einfuhrwerte des Jahres 1937 mit 5 468 Millionen RM. zurückbleibt. Mengenmäßig ist sie ohne Zwei­fel sogar voll behauptet worden, da die gesunkenen Weltmarktpreise den Einkauf größerer Mengen zu geringeren Preisen gestatten. Außerdem ist ja darin die ehemalige Einfuhr aus Oesterreich nicht mehr enthalten. Die Behauptung der Einfuhr muß aber immer eines der wesentlichsten Erfolgsmerkmale für unseren Außenhandel sein, denn in der Siche­rung der Rohstoffe und Nahrungsmittel für das deutsche Volk besteht ja feine wesentlichste Aufgabe. Diese Ausgabe ist von der Einfuhrseite her auch im Jahre 1938 erfüllt worden.

Anders sieht es freilich von der Ausfuhr- seite her aus. Die gesamte Ausfuhr Großdeutsch­lands bleibt mit 5 553 Millionen RM. noch recht beträchtlich hinter der Ausfuhr des Vorjahres mit 5911 Millionen RM. zurück. Dieses Bild wird noch ungünstiger bei dem wohl richtigeren Vergleich der Ausfuhrziffer des Artreichs, die mit 5 186 Mil­lionen RM. um 725 Millionen RM. unter der des Vorjahres liegt. Damit ist der Ausgleich unserer Handelsbilanz, ohne den auf die Dauer auch die Bei- behaltuna der Einfuhr in der bisherigen Höhe nicht möglich fein wird, empfindlich gestört. Es müssen daher in Zukunft alle Kräfte daran gesetzt werden, die Ausfuhr zu steigern.

Ob auch das andere Mittel zum Ausgleich der Handelsbilanz, nämlich die Drosselung der Einfuhr, angewandt werden kann, ist eine Frage der deut­schen Rohstoffversorgung und damit eine Frage des Dierjahresplanes. Eine gewisse Entlastung der Ein­fuhrseite wird ohne Zweifel von der guten deut­schen Getreideernte im nächsten Jahre kom­men. Gelingt es weiter, auch die deutsche Eigen- erzeugung an künstlichen Roh st offen im kommenden Jahre wesentlich zu steigern, so kann auch von dieser Seite eine Entlastung möglich werden. Ob aber die deutsche Handelspolitik diesen Weg der Drosselung der Einfuhr einschlagen wird, hängt ganz von der Haltung des Aus­landes ab. Unser Wille ist es zweifellos nicht, weniger einzuführen. Wir würden es vorziehen, den Ausgleich unserer Handelsbilanz durch ver­stärkte Ausfuhr zu schaffen. Wenn man aber im Auslande gerade in dieser verstärkten Ausfuhr Deutschlands eine Gefahr für den eigenen Handel sieht, wie aus den Maßnahmen zur Verdrängung

hs. Bern, 28. Dezember.

Der am Dienstag vom Bundesrat endgültig ge­nehmigte Bericht über den Stand der schweizerischen Landesverteidigung weist darauf hin, daß die Ver­hältnisse auch die Schweiz zu einer weiteren Verstärkung der Landesverteidigung zwingen werden. Nachdem sich heute zeige, daß so­zusagen alle Staaten au weiteren bedeutenden Maß­nahmen der Kriegsrüstung schreiten, ergebe sich auch für die Schweiz zwangsläufig die Notwendigkeit, neben der Verbessern na der Ausbildung auch die materielle Aufrüstung weiter fort­zusetzen. In einem entsprechenden Programm des Bundesrats ist eine Ausscheidung der Anforderun­gen nach Maßgabe der Dringlichkeit vorgenommen worden. In dem bereits kurz mitgeteilten Programm wurde nur das aufgenommen, was sich zur Zeit aufdrängt, alles ^weitere jedoch auf eine spätere Etappe zurückgestellt. Maßgebend scheint dabei vor allem die Erwägung gewesen zu fein, daß ein über« laftetes Programm ohnehin erst nach Jahren ver­wirklicht werden könnte. Während dieser Zeit sind Neuerungen auf dem Gebiet der Be­waffnung wahrscheinlich, wobei der Bundesrat vor allem der Auffassung ist, daß es ratsam sei, das Tempo der Aufrüstung einigermaßen demjenigen des Auslandes anzupaffen, was bei einem schritt­weisen Vorgehen eher möglich sei.

In bezug auf die Erhebung eines Wehr--, opfers wird in dem Bericht des Bundesrats dar-' gelegt, daß die Voraussetzungen für ein solches Wehropfer in der Schweiz zur Zeit nicht ungünstig seien. Vor allem scheinen dem Bundesrat die psycho­logischen Bedingungen, die für das Gelingen der Abgabe von größter Bedeutung sind, erfüllt zu fein. Hinsichtlich der Rückwirkungen auf dem Kapital­markt wird auf die gegenwärtige außerordentlich große Flüssigkeitoes Geld-und Kapi­tal Marktes hingewiesen, die eine merkliche Er­höhung der Zinssätze durch das Wehropfer nicht befürchten lasse, lieber die Gestaltung eines Wehr­opfers beabsichtigt der Bundesrat, der Bundesver­sammlung im Frühjahr Bericht zu erstatten. Die weitere Prüfung werde ergeben, ob neben dem Wehropfer, das im Hinblick auf die Zweckbestim­mung seines Ertrages auf, breiter Grundlage er­hoben werden müßte, auch die Wehrabgabe ver­fassungsrechtlich verankert werden könne.

Der Bericht des Bundesrates gibt auch eine aus­führliche Zusammenfassung der in den letzten Jah­ren vorgenommenen organisatorischen Neuerungen, in deren Vordergrund die Ein­führung oer neuen Truppenordnung und als wichtigste Neuschöpfung der Grenzschutz stand. Die im Sommer 1938 beschlossene Ver­längerung der Wiederholungskurse für alle Truppen von zwei auf drei Wochen wird im Jahre 1939 in Wirksamkeit treten. Als weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildung wer­den die Kurse für die Grenztruppen und die Ter­ritorialtruppen erwähnt. Was die materielle Kriegs­bereitschaft betrifft, so berichtet der Bundesrat, daß gegenwärtig Hunderte von Firmen an der Kriegs­produktton beteiligt sind und daß die M u n i t i o n s- bestände und Materialreserven von Tag zu Tag zunähmen. Die Aufrüstung der Luft­waffe hat mit der Verstärkung der übrigen Waf­fen Schritt gehalten. Die Herstellung der Flugzeuge erfolgt nun in weitgehendem Maße in der Schweiz. Um aber die Aufrüstung zu beschleunigen, ist eine Serie von Apparaten im Ausland erworben wor­

den. Die Fabrikation von Fliegerabwehrge-, schützen im Lande selbst ist ebenfalls aufgenom-i nale bedient,'um unsere Beziehungen zu unseren men worden. Besonders betont wird, daß man zum > Nachbarn zu vergiften."