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Francos Weihnachts offensive
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fühlbaren Anregungen des künstlerischen Schaffens. Die Stillung eines Nationalen Musikprei« | e 5 auf der ersten Reichsmusikfestwoche durch Dr. Goebbels in Düsseldorf, die Gründung einer
nachten gründlich fortgeblasen worden.
Die große Kälte in Spanien fyat nationalspanische Offensiven noch nie verhindert, wenn es uns auch " ' * daß wieder, wie be-
eigentümlich vorkommen mag, daß wieder, reits im Winter 1937/38, Temperaturen
bis 25 Grad unter Null gemessen werden. „Fern im Süd das schöne Spanien" ist in Wirklichkeit zum überwiegenden Teil ein rauhes Bergland, das bis zu 2000 Meter aufragt, im Sommer außer« ordentlich heiß, im Winter dementsprechend kalt ist und Lessen Schluchten und Pässe von besonderer Wichtigkeit sind. Der Spanier ist an dieses Klima gewöhnt; er ist bedürfnislos, um auch die Offen« wen mitten im spanischen Winter vorzutragen. Wir erinnern daran, daß im Vorjahre eine ähnliche Offensivbewegung von den Truppen des Generals Franco im Dezember/Januar bei strenger Kälte unternommen wurde. Damals stießen die National-
StaatlichenFilmakademie durch den Führer, der eine entsprechende Akademie für den Nachwuchs des Theaters folgen soll, die staatliche Vermehrung von Literaturpreisen durch die verschieden- ten Trager öffentlicher Verantwortung sind einige Beispiele für eine kulturelle Regsamkeit, die aus eigener Initiative auch von der Jugend ausgenommen worden ist. Ihre Weimar-Festspiele mit klasst« cher Dichtung und ihre der zeitgenössischen Dramatik gewidmeten R e i ch s t h e a te r t a ge m Hamburg, die Gründung von Musikschulen für Jugend und Volk zur Belebung des Laienmuslzierens
und Gewinnung brauchbarer Muiikführer für die militanten Einheiten sind die hervorstechendsten Maßnahmen dieser Art.
Im Jahre des Großdeutschen Reiches konnte dies alles freilich nur als Symptome einer lebendigen, sich kräftigenden und aus gesundem Boden weiter- wachsenden Kultur des Dritten Reichs angesehen werden. Denn das beherrschende und aufrüttelnde Erlebnis war die Heimholung zweier Länder deut- scher Zunge. Ihnen gilt auch an der Jahreswende noch emmal unser Gruß und unsere kameradschaft- liche Verpflichtung.
Nach längerer Kampfpause brach an der kata- Ionischen Front am Heiligabend die erwartete Winteroffensive General Francos los. Seit den Kämpfen im Ebrobogen hatte es eine Ruhezeit gegeben, die mit dem diplomatischen Spiel um die Kriegführendenrechte ausgesüllt war, in National- parnen selbst aber benutzt wurde, um die getarnten bolschewistischen Nester inmitten der Zivilbevölke« rung auszunehmen und die Einheitsfront gegen den Bolschewismus lückenlos zu schließen. Daß die Arbeit der politischen Polizei des Generals Franco ehr gründlich gewesen ist, bewies die Entdeckung von hochverräterischen Plänen im Gepäck des englischen Geschäftsträgers Goodman, der angeblich nicht gewußt hat, wie diese ausgerechnet in die
Paris, ?8. Dez. (DNB.) Im Senat gab Finanzminister Reynaud eine genaue Bilanz über die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Landes. Frankreich habe sieben Jahre an einer Wirtschafts-, Finanz- und Währungskrise gelitten. Im übrigen müsse man dem Rechnung tragen, daß d i e Militärausgaben sich 1939 auf 41 Milliarden fteigern würden, während die Lasten des letzten Krieges noch nicht 15 Milliarden ausmachten. Zehn Milliarden Franken habe man in den Rachen der Landesverteidigung geworfen. Könne man sich aber schon zufrieden erklären, wenn man sehe, daß trotz dieser hohen Ausgabe 18 Monate nötig seien, um ein Unterseeboot zu bauen, während ein anderer Staat dazu nur acht Monate benötige? Man habe zahlreiche Pläne für große öffentliche Arbeiten ausgestellt, deren Gesamtsumme sich auf 35 Milliarden belaufe. Dos halb ruinierte Frankreich gebe noch für Straßenbauten auf dem Lande, für Schulbauten usw. viel mehr Geld aus als 1928. Im übrigen unterstütze der Staat finanziell eine große Anzahl von Erzeugungszweigen, wie die Milchwirtschaft, Alkohol-, Flachs-. Gummierzeugung.
Im übrigen fei der Staat ein Bankier und ein Arbeitsvermittlungsbüro geworden. Seit zwei Jahren seien 2 40000 Beamte neu eingestellt worden. Habe der Staat wenigstens die Wirtschaft des Landes wieder angekurbelt? Durchaus nicht! Die Richtzahl der Erzeugung habe um 25 v. H. abgenommen. Die Preisregelung, die zusammenfiel mit der Verknappung der Erzeugnisse, habe d i e L e i st u n a e n der Fabriken vermindert und zur Schließung vieler Betriebe geführt.
Frankreich vermehre seine öffentliche Schuld um jährlich 18 Milliarden. Es habe 60 v. H. auf seine Währung verloren in der gleichen Zeit, in der es 60 o. H. seiner Goldreserven einbühte. Das Land habe von seinem Kapital ge
ben Schaffensgeistes. Die Auszeichnung von vier Männern der Technik (Todt, Porsche, Messe r s chmid t und Heinkel) mit den deutschen Nationalpreisen für Kunst und Wissenschaft auf dem Reichsparteitag bestätigte diese Gesinnung.
auch die anderen Künste haben aus dieser Richtung schon eine bedeutende Förderung erfahren, wie sie sich in den neuen Theatern in Dessau und Saarbrücken und manchen tiefgreifenden Umgestaltungen wichtiger alter Häuser zu erkennen gibt. Daneben sind erste Früchte des neuen Geistes au den Gebieten der Malerei und der Graphik geernte worden auf der Großen Deutschen Kunstausstellung, deren Dolksfaßlichkeit und Volksverbundenheit das glänzende Besuchs- und Derkaufsergebnis bestätigte. Der mit dem Nationalen Filmpreis ausgezeichnete Olympiafilm Leni Riefen st ahls ist auch von der kritischen Welt des Auslandes in seinem Werte bekräftigt worden. Ein dichterisch-lyrisches Ge- meinschastswerk nationalsozialistischer Jugend konnte mit dem erhöhten Nationalen Duchpreis am 1. Mai ausgezeichnet werden. Auch der deutsche Film heftete vor einem internationalen Gremium in Venedig eine stattliche Reihe von Siegen an die deutsche Fahne. Daneben fehlte es nicht an neuen
spanier nördlich von Temel am Alfambrafluß in 50 Kilometer Breite vor, die hier und im hohen Palomagebirge errungenen Stellungen ermöglichten erst die Oeffnung der Straße von Temel nach Saragossa und damit den breiten Vormarsch in den Sommermonaten 1938 an das Mittelmeer und durch Aragonien zwischen Ebro und der Pyrenäengrenze.
Die neue Winterschlacht hat am Fuß der Pyrenäen eingesetzt, sich dann aber mehr und mehr nach dem südlichen Punkt der katalanischen Verteidigungsstellung, nach dem Ebro und Segre bei Lerida verschoben. Am zweiten Tag der Offensive wurde von hier ein Einbruch in die katalonische Stellung gemeldet, der rund 22 Kilometer tief ist und im Kampfabschnitt, der durch den Segre und den Ebro dreieckförmig gebildet wird, zur Erobe- rung zahlreicher Ortschaften durch die Francotmp- pen führte. 11. a. wurde bereits B o r g a s Biancas, ein wichtiger Knotenpunkt £5 Kilometer süd« lich Lerida auf der Straße nach dem bolschewisti« schen Tarragona erreicht. Don dem Hafenort Tarragona erstreckt sich die hohe Sierra de la Llena, die die Roten in hintereinander liegenden Befestigungslinien schwer armiert haben, aber es scheint, als ob dieses Widerstandsnest von den Truppen Francos umgangen wird. Auch an der Nord« front, in den Pyrenäen von Sort bis Balaguer nördlich Lerida, sind ganze Reihen von Widerstandslinien trotz der Schneewehen überrannt worden.
Die Winteroffensive kann infolge der verwehten Gebirge und Straßen nicht direkt entscheidende Erfolge größeren Ausmaßes erzielen. Dazu sind die Einwirkungen der Witterung doch zu bedeutend, aber sie schafft die Ausgangsstellungen für weiter gespannte Frühlings- und Sommerangriffe genau so wie im letzten Jahr. Der Gegenstoß der Rotspanier im Ebrowinkel zwischen Mora de Ebro und Flix ist ja nach anfänglichem Ueberraschungs- erfolg wieder durch die Zurückweisung der Barcelonatruppen auf das linke Ufer des Ebro wettgemacht worden. Jetzt werden die Ausgangsstellung gen erkämpft, von denen aus im Frühjahr und Sommer 1939 wahrscheinlich die entscheidenden Offensiven gegen Barcelona und Valenria losbrechen werden. E-
Die rote Front auch bei Valaguer durchbrochen.
Saragossa, 29.Dez. (DNB.) Am Mittwoch durchbrachen nationalspanische Truppenverbände unter der Führung Generals Moscardo im mittleren Frontabschnitt 6 Kilometer nördlich von Ba- laguer bei Gerp, wo bisher noch keine Kämpfe stattfanden, die rote Front und dringen nunmehr weiter nach Osten vor. Moscardo war auf starken feindlichen Widerstand gestoßen. Erst nach mehrstündiger Schlacht ergab sich schließlich eine der wichtichten Stellungen bei Gerp mit 400 roten Milizen. Der nationale Heeresbericht meldet weiter: Im Abschnitt Tremp wurde die Offensive fortgesetzt. Die Truppen besetzten die Berge Aubac und Santa Maria de Portas und eroberten den Ort Vallderit. Im Abschnitt Borjas Biancas wurde die Verbindung zwischen Granadella und Soleras abgeschnitten. Halbwegs zwischen den Kampfabschnitten Lerida und Tremp durchbrachen die nationalen Truppen die feindliche Front, lieber dem Flugplatz der Stadt Valls, 20 Kilometer nördlich von Tarragona, sand der bisher größte Luftkampf d e s Krieges statt, an dem von nationaler Seite 24 Jagdmaschinen und bei den Roten 55 Curtis- und 6 Martinbomber beteiligt waren. Es gelang, den Nationalen, 18 Eurtis-Mafchinen abzuschießen und zwei weitere feindliche Maschinen zu zwingen, auf nationalem Boden niederzugehen.
lebt. 1931 besaß Frankreich noch 220 Milliarden an Gold und Devisen in der Bank von Frankreich. Dieser Vorrat sei auf 80 Milliarden im November 1938 gesunken. Die 140 verlorenen Milliarden verringerten den französischen Kriegsschatz. Wieviel Flugzeuge hätte man für 140 Milliarden bauen können? „Ich glaube", fuhr Reynaud fort, „daß das Problem der Devisenkontrolle mit einem demokratischen Parlament nicht gelöst werden kann. Es blieb uns also nur ein Weg übrig, und zwar einer, auf dem man sich mit offenem Visier schlägt. Wir sind darangegangen, zuerst d i e Bedürfnisse des Staates und der Gemeinden z u verringern. Wir haben die großen öffentlichen Arbeiten erheblich kürzen müssen. Dann haben wir für d i e Steig.erung der Einnahmen gesorgt. Wir wollten nicht eine Abgabe auf das Kapital einführen, weil diese Abgabe bereits praktisch erfolgt ist, da das Einkommen seinem Goldwerte nach in Frankreich um 7 0 v. H. g e - fünfen ist, was in Wirklichkeit bereits eine harte Steuer /lusmacht. Wir haben es für richtiger befunden, die Einkommensteuer zu erhöhen."
Frankreichs Ausrüstung.
Die Kolonialtruppe soll auf die Starke der Heimatarmee gebracht werden.
Der Senat beriet dann den Haushalt des Kriegsmini st eriurns. In der Aussprache wies Senator Lemery auf die „außenpolitischen Gefahren am Horizont" hin und meinte, man müsse sich fragen, ob Frankreich allen Möglichkeiten die Stirn zu bieten vermöge. Der Heeresausfchuß fei der Ansicht, daß eine Verstärkung der m i li t ä r i fxhe n Organisation notwendig sei. Unter keMen Umständen sei eine Rückkehr zur einjährigen Dienstzeit in Anbetracht der rekruten-
auch politisch-staatliche Wirklichkeit geworden ist, war es eine selbstverständliche Ehrenbezeugung vor dem ungebrochen überlieferten Geiste ostmärkisch- deutfcher Kultur, daß die 5. R e i ch s t h e a t e r f e st- woche in Wien veranstaltet wurde und mit der Manifestation der bodenständigen Wiener Theaterpflege der zugleich ehrende und anregende Besuch norddeutscher, preußischer Bühnenkunst im Burgtheater stattfand, Altes und aus neuem Geist bereits Geprägtes abwägend gegenüberstellend. Die Hebung der in langen Jahren einer irregeleiteten Politik verschütteten Kräfte durch ein künstlerisches, kulturell-wirtschaftliches und organisatorisches Auf« baumerf wird in den kommenden Jahren eine Aufgabe des erstarkten, aus neuen Impulsen lebenden Altreichs sein. Wie im Bezirk des musikalisch- theatralischen Festspielgeschehens die Begriffswelten von Bayreuth und Salzburg in die- fern Jahre zum erstenmal als Aufdruck der einen, ihre Unterschiede auf einer höheren Ebene vereinigenden gesamtdeutschen Kunst in Erscheinung traten, so gilt es auch auf anderen Teilgebieten der Kultur, die reichswichtigen Leistungen der Ostmark in ihrem Vorpostenkampf an der südöstlichen Grenze zu sehen und in das neue Bild aroßdeutscher Kultur gleichberechtigt einzugliedern. Auch die Volksgenossen aus den wieder deutsch gewordenen Waldgebieten der Sudeten und ihrer Städte haben uns nicht nur die stillen Reize ihres Landes in wundersamer Sprachkunst erschlossen, wie Adalbert Stifter oder der ins weite Weltgetriebe ausgreifende Rainer Maria Rilke. Sudetendeutschlands beste Köpfe haben auch nicht nur zum Reich geblickt und ihre starken Kräfte ihm gewidmet, von Balthasar Neumann an, dem aus Eger kommenden Baumeister des deutschen Hochbarocks, über den Dichter Erwin Guido Kolbe nh e y«r bis zum genialen Konstrukteur des KdF.-Wagens, Porsche. Weil es richtig ist, was Friedrich Bodenreuth schon im Titel seines preisgekrönten Romans behauptet: „Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland", sind trotz fremder Bedrückung und Tyrannei die bodenständigen Kräfte des Deutschtums nicht zu ersticken gewesen, sie haben deutsche Art in ihrer Kunst gepflegt und ihr Stammestum vom Reichsgedanken befruchten lassen. Allein im Bezirk der Dichtung sind die zeitgenössischen Namen Karl Hans Strobl, Hans Watzlick, Franz Leppa und Franz Nabl neben den bei uns noch weniger bekannten Friedrich Iacksch, Alfred Görgl, Franz Höller oder Bruno Hans Witteck eine. Auswahl, die die Ursprünglichkeit und Lebendigkeit der sudetendeutschen Kultur aufs schönste bezeugen. Die starten Wurzeln ihrer Kraft liegen im Kampf der Grenzlcntd« menschen um ihr nacktes Dasein und die Behauptung ihrer unlösbaren völkischen Verflechtung, wie er in dem dichterischen Werke Wilhelm P l e y e r s an- klingt. Es mag darum fein Zufall fein, daß dieser neue Reichsgau eine stattliche Anzahl überragender Männer der Wissenschaft dem Gesamtdeutschtum geschenkt hat. Als Beispiel seien nur von den Oerma» nisten genannt der wegweisende Josef Nadler, der in seiner Literaturgeschichte „das stammhafte Gefüge des deutschen Volkes" in der Dichtung aufdeckt, ober der „Mentor der Sudetendeutschen" an der deutschen Universität in Prag, Herbert Cysarz, der das vergessene Gebiet der deutschen Barocklyrik als eigenwilligen Ausdruck deutschen Wesens wieder entdeckte und neben seinen maßgebenden Arbeiten über die großen deutschen Klassiker auch das „Schicksal der sudetendeutfchen Dichtung" scharf Umrissen hat.
Mag es an dieser Stelle auch nicht möglich sein, die Fülle des Geistes und der Geister von neuem aufzuzeigen, die das Jahr 1938 in das Reich der großdeutschen Kultur als Kinder eines Volkes eingehen ließ, so dürfen beim flüchtigen Rückblick an der Jahreswende doch wenigstens die prägnantesten Ereignisse des kerndeutschen Kulturgeschehens nicht außer Acht gelassen werden. Das war vielleicht die überzeugendste und auch von der mißgünstigen Ilm» weit nicht zu übersehende Beteuerung des deutschen Friedenswillens, daß selbst in Wochen und Monaten stärkster weltpolitischer Spannung der Strom der deutschen Kulturarbeit ruhig und breit dahinfloh. Während ein Festspielsommer ohnegleichen das Land in feiner ganzen Ausdehnung erfüllte, hallte die Welt von Krieg und Kriegsgeschrei wider. Aus den neu gefaßten Plänen, den gigantischen Entwürfen und ihrem unbedingten Bedarf an äußerer Ruhe und riesenhaften materiellen Aufwendungen ließ sich die auf lange Jahre des Friedens berechnete Arbeit der deutschen Staatsführung am sichersten entnehmen. Allein schon die drei Aus - stellungen, die im Hause der Deutschen Kunst zu München gezeigt wurden, waren eine Demonstration des Friedens. Zeigte im Januar die erste Architekturausstellung die wichtigsten Pläne und Modelle für den architektonischen Umbau des Reiches, der Behausung seiner führenden Stellen, seiner zentralen Arbeitsstätten und Rastplätze für die wandernde Jugend, so hat soeben die zweite dieser Architekturausstellungen die atemberaubende Weite und noch nicht erlebte Umfänglichkeit dieser Maßnahmen offenbart. Dazwischen aber liegt der praktische Beginn mit der Um gestaltung ganzer Städte. Sie ist in der fundamentalen Erneuerung der Reichs- Hauptstadt schon weit gefördert worden, in München ist man ans Werk gegangen, in Weimar wachsen die Zeugen einer neuert Monumentalität zum Himmel, und Nürnbergs Parteitaggelände läßt schon in seiner jetzigen Gestalt die säkulare Größe nationalsozialistischer Baugesinnung erkennen, die an dieser Stelle wohl ihren Gipfelpunkt erreichen wird.
Baukunst und Technik stehen naturgemäß im Vordergrund des ganz dem 20. Jahrhundert verschworenen und seinen völkischen Dimensionen entfprechen-
Die Katalonien-Front in Spanien. Die Pfeile zeigen die Marschrichtungen der neuen nationalspanischen
Winteroffensive an. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Wäsche eines englischen Diplomaten gelangte. Die englische Presse wußte zu melden, es habe sich um den Verrat der Offensivpläne des Generals Franco gehandelt, die geplante Aktion fei deshalb nicht eingetreten, die Roten seien informiert, und erst nach Monaten werde sich Franco wieder jo weit umgestellt haben, um an neue Kampfhandlungen denken zu können. Diese englischen Ideen sind mit dem ersten Kanonenschuß am Tage vor Weih-
Wie findet Frankreich den Weg ans der Krisis?
Frankreichs Goldschatz seit 4931 um 140 Milliarden Francs vermindert.
Oeffentliche Schuld steigt jährlich um 18 Milliarden.-Oie Rüstungsausgaben für 1939 auf 41 Milliarden gestiegen.
armen Jahrgänge möglich. Man müsse eine Dienstzeit von 27 Monaten ins Auge assen. Die Zahl der aktiven Offiziere müsse gleich" alls erhöht werden. Auch das Material bedürfe einer Erneuerung. Die Leistung der Rüstungsbe- triebe fei durch die 40-Stunden-Woche beeinträchtigt worden, und dieses unselige Werk der Volks- ront müsse eine Aenderung erfahren.
Ministerpräsident Daladier erklärte, es fei wünschenswert, die Ko lo n i al tr up p e auf die Stärke ber Heima tarm ee zu bringen. Soweit wie möglich solle auch den besten Einge- borenen-Unteroffizieren die Offizierslauf- bahn geöffnet werden. Die» Teilmobilmachung im Herbst habe gewisse Unvollkommenheiten gezeigt. Was die Kopfstärke betreffe, so könne Frankreich mit den fruchtbaren Völkern nicht Schritt halten. Im Augenblick könne man auf die zweijährige Dienstzeit nicht verzichten, selbst wenn die Rekrutenjahrgänge wieder stärker geworden seien. Die Regierung beabsichtige, die Zahl der Offiziere beträchtlich zu erhöhen. Die Zahl allein aber mache noch nicht alles aus. Uederlegenheit gründe sich auf Qualität. Es komme darauf an, daß sich die Qualität nicht verschlechtere. Di« Arbeitszeit in den staatlichen Arsenalen befrage 50 Stunden, zum Teil sogar noch mehr. Es entspreche den Tatsachen, daß durch die kürzere Arbeitszeit in einigen Privatindustrien Schwierigkeiten aufgetaucht seien. Aus diesem Grunde sei in gewissen Fallen für die Angleichung des Gesetzes über die 40-Stunden-Woche gesorgt worden.
Das deutsch-französische Schilager eröffnet.
Hintermoos, 28. Dez. (DNB.) Am Mittwoch wurde im Berggasthof in Hintermoos bei Saalfelden im Salzburger Land das vom Aus- landsamt der Reichsjugendführung organisierte deutsch-französische Schilager eröffnet. In Salzburg wurden die 65 französischen und 35 deutschen Teilnehmer durch den Landesstatthalter von Salzburg Dr. Reiter empfangen. Sportkameradschaft, so sagte er, gehe über die Grenzen hinweg und fei darum besonders geeignet, die Verständigung zwischen den Volkern zu fordern. Diesem Ziele solle das deutsch- französische Schilager dienen. Im Namen der französischen Teilnehmer dankte Direktor Sollet. Es sei für seine Kameraden eine große Freude und von besonderem Wert, mit Hitler-Jugendsührern aus allen deutschen Gauen in der schonen Ostmark zusammenzukommen. Zur feierlichen Hissung der Hakenkreuzflagge und der Trikolore vor dem Berggasthof Hintermoos richtete der Gauleiter von Salzburg Dr. Rainer Begrüßungsworte an die Lagerteilnehmer. Durch Sporttamerad- schaft müsse man zur politischen Verständigung gelangen. Hitler-Jugend und französische Jugend seien dazu mit in erster Linie berufen. Bannführer Mau- dach eröffnete das Lager mit den Worten: „Zwei Flaggen, zwei Nationen — eine Idee: 23er» ftänbigung!" Eine Trachtengruppe aus Saal« eldern trug dazu bei, daß sich schon in den ersten Stunden des Zusammentreffens eine lebhafte Hüttenkameradschaft zwischen Deutschen und Franzosen entfaltete.
Rückgang
des amerikanischen Außenhandels.
Neuyork, 28. Dez. (Europapreß.) Einer amtlichen Statistik zufolge ist der amerikanische Außenhandel in den ersten elf Monaten des Jahres 1938 im Vergleich zur gleichen Zeit des Vorjahres sehr stark zurückgegangen, besonders die Einfuhr. Während die Ausfuhr in den ersten elf Monaten des Jahres 1937 3,025 Milliarden Dollar betrug, belief sie sich in der gleichen Zeit des Jahres 1938 auf 2825 Millionen Dollar. Die Einfuhr ist von 2874 Millionen Dollar auf 1789 Millionen zurück- ?egangen. Der Ausfuhrüberschuß beläuft sich auf 036 Millionen Dollar gegenüber 151 Millionen in der gleichen Zeit des Vorjahres. Die Goldein - fuhr betrug in den ersten elf Monaten des Jahres 1938 die ansehnliche Summe von 1 718 915 000 Dollar, während sich die G o l d a u s f u h r auf 5 873 000 Dollar belief.
Großzügige Förderung der Kleinsiedlung.
Finanzierung vereinfacht und erleichtert.
Berlin, 28. Dez. (DNB.) Nach den Erfahrungen des letzten Jahres haben sich die Bestimmungen über die Förderung der Klein siedlung vom 14. September 1937 im großen und ganzen bewährt. Schwierigkeiten Haden sich nur noch auf dem Gebiet der Finanzierung e, weil die Zinssenkung unter 3 v. H. in den
. edlungsbestimmungen an gewisse Voraussetzungen geknüpft war und well sich in Anbetracht der gestiegenen Baukosten vielerorts noch immer z u hohe Belastungen ergaben. Daher ist die Finanzierung nun erheblich vereinfacht und erleichtert worden. Die Reichsdarlehen werden künftig für neu zu bewilligende Kleinsiedlungen fo lange unverzinslich gewahrt, bis die im Range vor ihnen sichergestellten, zum Bau der Siedlerstelle aufgenommenen Fremd- darlehen (Vorlasten) zurückgezahlt sind. Das bedeutet völlige Zinsfreiheit für etwa 38 Jahre. Lediglich eine mäßige Tilgung (von 1 v.H. , bei höherem Einkommen 2 v.H.) ist von Anfang an zu entrichten.
Die neuen Erleichterungen geben nun die Möglichkeit, Kleinsiedlungen zu errichten, die nach Raumzahl und Raumgröße den verschiedenartigen Bedürfnissen und örtlichen Gepflogenheiten angepaßt sind und auch den in bevölkerungspolitischer Hinsicht zu stellenden Raumansprüchen in jeder Weise Sen. Dabei sind die Lasten doch so niedrig en, daß sie auch für sehr gering bemittelte Volksgenossen und für kinderreiche Familien tragbar sind. Weiter ist durch die Gewährung von Zusatzdarlehen schon bei drei — statt bisher vier — Kindern sichergestellt, daß das erstrebenswerte Ziel der Vierraumwohnung für bie Vollfamilie in allen Füllen erreicht werden kann.
Sobald der vorübergehende, durch staatspolitifch vordringlichere Maßnahmen bedingte Mangel an Baustoffen, Bauarbeitern und Fremd kapital beseitigt fein wird, sind damit von Reichs wegen alle Voraussetzungen geschaffen, um die Siedlung weiterhin erheblich zu fordern. Die Zwischenzeit soll tatkräftig dazu benutzt werden, um alle Vorbereitungen für das nächstjährige Siedlungsprogramm zu treffen, die Siedler zu prüfen und vorzuschulen, geeignetes Siedlungsland auszuwählen und die Planungen so weit vorzubereiten, daß unverzüglich nach Behebung der jetzigen vorübergehenden Hemmnisse mit der Errichtung der Siedlungen begonnen werden tnnn* .


