Ausgabe 
29.11.1938
 
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Chamberlains Nomreise

Darstellung der Pariser Be- 'enswerte Erklärung ab, daß

dürfe einer vernünftigen Vermittlung nicht verschlos-

Nach den Wahlen in polen

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von

dem 20. Jahrestag der Unterzeichnung des Diktats, durch Verhängung des Ausnahmezu- ft a n d e s über Sofia verhindert worden waren, begannen am Montag bereits in den Vormittags­stunden. Die Studenten hielten im Hochschulgebäude eine Protestversammlung ab, gegen welche Polizei eingesetzt wurde. Die Universität wurde auf drei Tage geschlossen. Bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Innenstadt abgeriegelt und Ansammlungen sofort durch Polizei zerstreut. Die Ratnizi, eine anti­semitische Organisation, hat überall Flug­blätter verteilt, in denen es u. a. heißt:Bulgarien wird von Juden beherrscht und über­flutet. Juden und immer wieder Juden kommen an. Hier mieten sie sich bald Geschäfte, taufen Häuser, handeln mit dem Kredit Bulgariens, entehren bul- aarische Dienstmädchen, saugen unsere Arbeiter und Kautteute aus, bringen uns an den Abgrund her Volksfront und entzweien so unser Volk, das heißt aufs neue Unterjochung durch die Juden."

Stunden nicht doch zu einer Vermittlung und zur Vermeidung des Generalstreiks kommen werde. Der Vorsitzende der Sozialrepublikanischen Vereinigung, Frossard, veröffentlicht einen offenen Brief an

den Ministerpräsidenten Daladier, in dem er sich auf die Verbindungsrolle beruft, die seine Par­teigruppe zwischen der Radtkalsozialen und der So­zialdemokratischen Partei innehabe. In dem gefähr­lichen Sozialkonflikt, der ausgebrochen sei, hält Frossard es für seine Pflicht, alles empfehlen, was geeignet fein könne, das schlimmste zu verhüten, nämlich den offenen Kampf. Wenn es wirklich zu einem Generalstreik komme, was werde dann von der öffentlichen Gewalt und von dem republikanischen Staate übrig bleiben? Wenn auf der anderen Seite der Streik scheitere, werde damit keine Epoche der bürgerlichen Eintracht eröffnet werden. Auf jeden Fall würde Frankreich in zwei Blocks gespalten werden, die beide von den Extremen verursacht würden. Der Ministerpräsident

wurden noch zwei der Regierung nahestehende Ukrainer gewählt, so daß sich die Gesamtzahl der ukrainischen Vertreter auch im Senat nicht geändert hat. Die Juden haben durch die Ernennungen eine ihrem früheren Besitzstand entsprechende Vex- tretung von zwei Senatoren erhalten. Von den beiden früheren deutschen Senatoren kehrt nur Erwin H a s b a ch , der Vorsitzende des Rates der Deutschen in Polen, auf Grund des Ernen­nungsdekrets des Staatspräsidenten in den Senat zurück. Reben ihn tritt ein deutscher Landwirt aus Posen, Max Wambeck, der bisher nur auf wirtschaftlichem Gebiete hervortrat und die Belange des Vereins deutscher Dauern in Posen und Porne- rellen vertritt.

In der Eröffnungssitzung des Sejm am Mon­tagmorgen wurde Professor Makowski, der Kandidat des Lagers der nationalen Einigung, zum Vorsitzenden des neugewählten Sejm gewählt. Am Nachmittag fand die Eröffnungssitzung des Se­nats statt, in der Oberst M i e d z i n s k i zum Vorsitzenden gewählt wurde. Die Wahl des Obersten Miedzinski hat insofern politische Bedeutung, als sie von der innerhalb des Regimes bestehenden Oppo- sitton scharf bekämpft wurde, die den früheren Se­natsvorsitzenden P r y st o n, ein einflußreiches Mit­glied der sogenannten Obersten-Gruppe, als ihren Kandidaten ausgestellt hatte.

Paris, 29. Nov. (DNB.) Die letzten Meldungen über die Durchführung des Generalstreiks lassen im­mer deutlicher erkennen, daß sich ein großer Teil des französischen Volkes der Tragweite dieses mar­xistischen Manövers durchaus bewußt ist. Während auf der einen Seite die Elemente des Umsturzes und der Zerstörung unter das blutige Banner Mos­kaus treten, sammeln sich auf der anderen Seite weite Kreise hinter Daladier, um ihn bei seinem mutigen Aufbauversuch zu unterstützen. Im Gegen­satz zur Eisenbahnergewerkschaft, die die Requisitton der Bahnen am Streiktag durch passive Resistenz sabotieren will, hat der Elsässische Eisen­bahnerverband seine Mitglieder aufgefordert, am 30. November wie gewöhnlich ihren Pflichten nachzukommen. Die Pariser Stadtverord­neten haben eine Entschließung angenommen, in der es heißt, der Streik gefährde das öffentliche Le­ben und stehe auch in offenem Widerspruch zu den Interessen des Pariser Handels. Die Stadtverord­netenversammlung spreche der Regierung ihr Ver­trauen aus, daß sie Sicherheitsmaßnahmen ergreife, welche die Lebensmittelversorgung und die unvehin- derte Ausübung des Arbeitsrechtes gewährleisten. Die Tabakwarenhändler und Zigaret­te n g e f d) ä f t e haben dem Finanzminister mitge­teilt, daß sie der Streikorder am Mittwoch nicht nach­kommen werden. In einer Verlautbarung des Unter-

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London, 28. Nov. (Europapreß.) Im Unterhaus gab Ministerpräsident Chamberlain am Mon­tag im Rahmen einer Darstellung der Pariser Be­sprechungen die bemerkenswerte Erklärung ab, daß England unter gewissen Umständen nicht ge­zwungen sein würde, ein Expeditions- heernach Frankreich zu schicken. Bezüglich der

Warschau, 28. Nov. (Europapreß.) Mt der Ernennung von 32 Senatoren durch den Staats­präsidenten, wodurch der am 13. November gewählte Senat von 64 auf 96 Mitglieder ergänzt wurde, sind die Wahlen in die gesetzgebenden Kammern beendet. Die Regierung hat nun­mehr dem Staatspräsidenten formal den Rücktritt angeboten, der aber, wie auf Grund des günstigen Wahlergebnisses zu erwarten war, nicht angenom­men wurde. Es ist demnach mit einer längeren Periode innerpolitischer Stabilisierung zu rechnen, um so mehr, als die Regierung im Sejm als auch im Senat mit einer großen Mehrheit rechnen farm.

Die Opposition der Bauernpartei und der Sozialisten ist im Parlament überhaupt nicht vertreten. Die im alten Parlament noch sehr einflußreiche konservative Gruppe um den Obersten Slawek ist fast vollkommen ver­schwunden. Slawek selbst, der bei den Wahlen durchgefallen ist, wurde auch bei den Ernennungen in den Senat durch den Staatspräsidenten über­gangen. Von den Nichtpolen haben die Juden im Sejm ein Mandat gegenüber der alten Kammer mehr erhalten, die Ukrainer konnten ihren Be- sitzstand im Sejm behaupten, die Deutschen sind so wie früher nicht vertreten.

Im Senat haben die Ukrainer bei den Wahlen drei Sitze besetzt, dazu kommen noch die Sitze von zwei ernannten Senatoren. Außerdem

Auch in Schweden gibtes eineIudensrage Gegen die Machtkonzentration der jüdischen Großfinanz und die Zuwanderung ausländischer Juden.

ledigt werde, auch wenn er noch so starken Schutz erhalte. Fakri Nashashibi sei drei Tage nach Ver­öffentlichung eines von den Engländern bezahlten Briefes gegen den Mufti in Jerusalem e r s ch o s - s e n worden, obwohl er von einem ganzen Schwann Geheimpolizisten geschützt worden sei.

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Neue schwere Kämpfe in Palästina

Weitere Häusersprengungen und Durchsuchungen. - Englische Mandatsbehörde verursacht Hungersnot durch Vernichtung von Lebensmittelvorräten.

Das Bild der stanzösischen Presse ist völlig be­herrscht von der Frage, ob es in den nächsten 24 Stunden nicht doch

Frankreich am Vorabend des Generalstreiks

Wachsender Widerstand gegen den marxistischen Terror.

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Imredys neuer Start.

Außenminister von Kanha zurückgetreten.

Budapest, 28. Nov. (Europapreß.) Außen­minister von Kanya ersuchte den Reichsverweser mit Rücksicht auf sein hohes Alter und seine erschüt­terte Gesundheit um seine Entlastung. Der Reichs- verweser nahm die Demission an und gab feiner höchsten Anerkennung für die erfolgreiche Tätigkeit des Außenministers während der letzten ereignis­reichen sechs Jahre Aufdruck. Dis Leitung des Außenministeriums hat Ministerpräsident I m r 6 d y vorläufig übernommen. Als aussichtsreichster Kan­didat für den Posten des Außenministers gilt der Kabinettschef dieses Ministeriums Graf Claky. Auch der Name des Bukarester Gesandten Bar­do s s y wurde genannt. Die Nachricht, daß sich B"r- dossn in Budapest aufhalte und auch von Jmrsdy empfangen worden sei, beschäftigt die Oeffentlichkeit.

Der Entschluß des Reichsoerwesers, Ministerprä­sident Imr 6 dy in feinem Amt zu bestätigen, dürfte zum Ausgangspunkt der Zusammenfas- sung aller rechtsnationalen Kräfte des Parlaments zur Unterstützung des nationalen und sozialen Erneuerungsprogramms des Ministerpräsi­denten werden. Die rechtsnationale Einheitsfront, deren Umriffe sich bereits abzuzeichnen beginnen, dürfte die R-gierunaspartei, die Christlichnationale Partei, die Oberländische Gruppe, den rechtsnatio­nalen Teil der jüngst entstandenen Dissidenten- Gruppe, die rechtsradikale Nationale Front und einen Teil der parteilosen Abgeordneten umfasten. Dieser Block würde eine stabile Mehrheit von 170 bis 180 Abgeordneten darstellen, dem nur eine unbedeutende Minderheit von 80 bis 90 Abgeordneten des linken Distidenten-Flügels. bet

Berlin einzutreffen. Zum Start hatten sich etngefun-- den: Der japanische Botschafter Oshima mit Her­ren der Botschaft, Vertreter des Lustfahrtministe- riums, der Leiter des Luftamtes Berlin General Walz, die Direktoren der Deutschen Lufthansa Freiherr v. G a b l e n z und L u z sowie der Direk­tor der Flugzeugwerke Focke-Wulf, Tank. Wenige Minuten vor 16 Uhr startete die Maschine und be­fand sich um 17.30 Uhr in 3 800 Meter Höhe über Oelmütz. Um 18.30 Uhr meldete das Flugzeug, daß es bei Budapest über den Wolken in 4700 Meter Höhe fliege. Um 19.30 Uhr stand die Maschine 60 Kilometer südöstlich von Belgrad in 4 500 Meter Höhe.

Erste Zwischenlandung in Basra.

Berlin, 29.Nov. (DNB. Funkspruch.) Der am Montagnachmittag in Berlin zum Flug nach Tokio gestartete Kondor D-ACON ist am Dienstag um 5.14 Uhr MEZ. in Basra (Irak) gelandet und hat damit programmgemäß die erste Zwischen­landung durchgeführt. Die Maschine befand sich um 2.30 Uhr über der syrischen Wüste, um 4.30 Uhr befand sie sich in einer Flughöhe von 4000 Meter noch 120 Seemeilen vor Basra. Die Ma­schine ist bereits um 5.57 Uhr MEZ. von Basra nach Karachi (Indien), der zweiten Zwischenlan- dungsstatton, gestartet. Die Strecke BasraKarachi beträgt 2100 Kilometer.

richtsministeriums heißt es, daß an sämtlichen dürfe einer vernünftigen Vermittlung nicht verschlos- Schulen am Mittwoch w i e gewöhnlich Un-lsen bleiben, denn der schönste Ruhmestttel für einen terricht gehalten wird. Im Gegensatz dazu hat I Regierungschef sei nicht derSieger", sondern der die Lehrergewerkschaft einen Aufruf veröffentlicht,Besrieder".

Die Londoner Konferenz.

Ohne Hinzuziehung des Großmufti keine Aussicht auf Erfolg.

Jerusalem, 28. Nov. (DNB.) Das arabische BlattAllahab" meldet, alle Regierungen der ara­bischen Nachbarländer hätten der britischen Regie­rung mitgeteilt, daß kein Erfolg der Palä- sttna-Derhandlungen in London zu erwarten sei, so lange die Araber Palästtnas nicht in aller Freiheit ihre Vertreter wählen könn­ten und so lange nicht der Großmufti, der das absolute Vertrauen der Bevölkerung genieße, zu den Verhandlungen zugezogen werde. Der Kolo- nialmiittster habe sich an den Gouverneur der Seychellen-Inseln gewandt mit dem Er- suchen, sich mit den dorthin verbannten Ara­ber f ü h r e r n über ihre Teilnahme an den Lon­doner Verhandlungen in Verbindung zu setzen. Sechs Mitglieder des früheren arabischen Ober­komitees, das feinen Sitz jetzt in Damaskus hat, sollen ferner der Londoner Abordnung ange­boren. Der britische Kolonialminister sei überzeugt, daß die Teilnahme des Großmuftis erforderlich sei In Palästtna wohnende Engländer hätten den Kolomalminister ersucht, den Mufti zu- zuziehen, wenn England Frieden in Palästina wolle.

Bulgarien demonstriert gegen den Vertrag von Reuilly.

Flugblätter gegen den Einfluß der Juden.

Sofia, 29. Nov. (DNB.) Die Kundgebungen gegen den Derttag von Neuilly, die am Sonntag,

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Neue lleberfälle auf Memeldeutsche.

Memel, 28. Nov. (DNB.) Die Ueberfälle litauischer Elemente auf Memeldeutsche nehmen ein bedenkliches Ausmaß an. Besonders in den ab- gelegeneren Stadtteilen Memels, wo besonders viele in letzter Zeit 5 ,u gezogene Li­tauer wohnen, häufen sich die Zwlschenfalle So hiett am Sonntag eine Anzahl litauischer Schlachter, die von einem Richtfest kamen, einen Merneldeut- schen auf der Sttaße an und fragten ihn drohend ob er Litauer oderHitlerininkai" sei. Als der Memeldeutsche ihnen in seiner Muttersprache ant­wortete, stachen sie blindlings mit Mes­sern auf ihn ein. Auf die Hilferufe des Ueberfallenen eilte ein Kamerad herbei, auf den die Schlächter gleichfalls einschlugen. Mit erheblichen Stichwunden ließen sie die beiben bann auf der Straße liegen. Am gleichen Tage mißhandelte ein Litauer eine junge Memeldeutsche, die eine Bekannte mit dem deutschen Gruß gegrüßt hatte, auf das brutalste. Im Memeler Fischerei­hafen warf ein litauischer Senget Steine in eine Gruppe memeldeutscher Kinder. Ein achtjähriger Schüler wurde so schwer am Kopfe verletzt, daß er besinnungslos liegen blieb. Unweit der Kant-Schule wurde ein Schuler von einem Litauer mit dem Messer be­droht. Glücklicherweise konnte der Junge ent­kommen.

Beirut, 29. Nov. (DEB.) Die schweren Aus­einandersetzungen zwischen arabischen Freiheits­kämpfern und britischem Militär halten in Palä­stina unvermindert an. Nur spärlich bringen aller­dings infolge der unerhört rigorosen englischen Zen­sur Nachrichten burch. Was jeboch über die Ver­hältnisse in Palästina noch in Erfahrung gebracht werden kann, unterstreicht abermals bas brutale Vorgehen ber Englünber ebenso wie den hart­näckigen und nach bewährten Methoben mutig roei» tergeführten arabischen Abroehrkarnpf. Im Rahmen ihres üblichen Vorgehens sprengte eng­lisches Militär in dem Dorf.Ras Ahmar nahe bei Safed 175 Häuser mitsamt ihren Einrich­tungen i n d i e L u f t. In der Nähe besselben Dor­fes wurden burch Landminen vier britische Militär» laftroagen zerstört, wobei 15 Engländer schwer ver­letzt wurden. Arabische Freiheitskämpfer griffen bei Safed ein zum Schutze der Bauten der Bewässe­rungsanlagen angelegtes Militärlager an und zer»

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London, 29. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die offizielle Ankündigung der Romreise Eham- berlains und Halifax' stoßt m der Londoner Morgenpresse auf starkes Interesse. Times schreibt, jetzt, wo das englisch-italienische Abkommen in Kraft sei würden wahrscheinlich verschiedene Fragen, ine sich für beide Seiten aus diesem ergeben, m freund­schaftlicher Form erörtert werden. Spanien werde sicherlich auf der Tagesordnung stehen. Der Premierminister sei außerdem immer bereit gewesen, sich Mussolini zur Verfügung zu stellen, um b i e i t a l i e ni s ch - f r a n z ös i s ch e n B e z i eh u n - qen zu verbessern,bie sich gegenwärtig auf ihrem Tiefpunkt befänden. Die italienische Regierung möge vielleicht die Frage der Verwaltung des Suezkanals anschneiden, insbesondere die einer Senkung der Kanalgebü h r e n. Charn- berlain habe sich eine festumrissene Politik zur Aus­gabe gestellt, die er, sobald und soweit es die Um­sätze gestatteten, durchführen wolle. Dabei glaube er an den Wert der p ersönli chen Fühlung­nahmen. Er habe die persönliche Fühlungnahme sowohl zu Hitler wie zu Mussolini hergestellt, ohne auch nur im geringsten die freund­schaftlichen, persönlichen und politischen Beziehun­gen zu Frankreich zu beeinträchtigen und ohne englische Ehren oder Interessen geopfert zu haben. England müsse mit diesen Ländern Seite a n Seite leben und wolle das auch auf einer Basis ber Gleichheit und Zusammenarbeit.

Keine neuen

Verpflichtungen Englands.

durchsucht, die Lebensmittel auf den Dorfplätzen zusammengetragen, m it Benzin übergossen und angesteckt. 90 v. H. der Bevölkerung sind im wahrsten Sinne des Wortes einer Hungersnot ausgesetzt. Die arabische Bevölkerung ist trotzdem gewillt, unter allen Umständen den Verkehrsstreik als Protest gegen die unmenschlichen Methoden der Mandatsbehörden weiter aufrechtzuerhalten. Ara­bische Flüchtlinge berichten, daß ber Zulauf aus arabischen Kreisen zu den Freischaren trog des Waffen- unb Munitionsmangels weiterhin anhalte und bie moralische Widerstandskraft der Freischaren eher gestiegen sei als abgenommen habe. Es komme hinzu, baß jeher, der Derbinbung mit den Englän­dern verdächtige Araber in ganz kurzer Zeit er«

störten dabei durch Sprengungen sämtliche bisher erstellten Bauten. Englische Truppen führten gegen die südlich von Haifa gelegenen Dörfer Jjzim Eingbazal und Ummazzinat eine ihrer berüchtigten Durchsuchungsaktionen durch. Dabei kam es nordwestlich des Ortes Ummazzinat zu einem schweren Gefecht. Die Engländer setzten Flug­zeuge ein, die die in einzelnen Gruppen ver­teilt kämpfenden Araber in ihren Schlupfwinkeln auf stöbern und unter Feuer nehmen. In Jaffa wurde in der Nähe der Polizeistation eine Bombe gegen ein Polizeifahrzeug geworfen. Daraufhin rourbe sofort über die ganze Stadt bas Ausgehver­bot verhängt.

Um den arabischen Derkehrsstreik in Palästina zu brechen, haben die englischen Mandatsbehörden ver­boten, baß arabische Transportmittel Lebensmtttel- transporte in arabische Dörfer und Städte vorneh­men. Gleichzeitig wurden in zahlreichen arabischen Dörfern alleHäuser n a chLeb ensrnitteln

politischen Generallinie der beiden Länder habe voll­ständiges Einvernehmen bestanden. Der Hauptzweck des Zusammentreffens habe in einem Meinungs­austausch bestanden und nicht darin, besondere Ent- scheidungen zu treffen. Weitere Einzelheiten Uber die Besprechungen könne er nicht geben. Eine Frage des Vorsitzenden der Oppositionspartei, Attlee, ob in Paris irgendwelche Entscheidungen über die Frage der Verteidigung getroffen worden feien, durch die England neue Verpflichtungen auferlegt würden, verneinte der Ministerpräsident.

Das pariser Echo.

Paris, 29. Nov. (DNB. Funkspruch.) Jour­nal" schreibt, Chamberlain setzte seinen Kreuzzug für den Frieden fort. Das Ziel der römischen Reise Chamberlains sei offensichtlich die Vorbereitung einer europäischen Beruhigung. Das ,,Orbre fragt sich besorgt, ob die kalte und ausweichende Unterhauserklärung Chamberlains über die britischen Verpflichtungen gegenüber Frank­reich bedeute, daß die französisch-englischen Beziehun­gen ineineschwierigePhase eintreten. Man könne über bie Kälte und Zurückhaltung dieser Er­klärung erschrocken sein. DasOeuore" meint, da die Aussprache über alle internationalen Pro­bleme im Rahmen der Achse erfolgen solle, und da die Kolonialfrage von italienischen und deutschen Sachverständigen sehr aufmerksam studiert worden sei, würden die italienischen Besprechungen gewisser­maßen zu deutsch-italienisch-englischen Besprechungen werden. Der sozialdemokratischeP o p u l a i r e" sagt, böswillige Gemüter versicherten, daß die eng­lischen Minister in Paris Daladier und Bonnet von diesem Plan keine Kenntnis gegeben hätten. Von den englischen Bemühungen um eine französisch-italienische Annäherung und von der Füh- lungnahme Frankreichs mit Deutschland würde die europäische Beruhigung abhängen, die man sich nach München versprochen habe.

Stockholm, 28. Nov. (DNB.) Vor einigen Tagen fand eine von den hiesigen Nationalsoziali­sten, die sich jetzt Schwedische Sozialisten nennen, veranstalteteKampfkundgebung" gegen bie Judeninvasion statt. Per Dahlberg wies dabei barauf hin, daß es in Schweden trotz gegen­teiliger Behauptungen, von interessierter Seite heute eine Judenfrage gebe, die sich nicht zuletzt als Ein­fluß der jüdischen Großfinanz auf fast allen Gebieten des wirtschaftlichen undkulturellenLebensdes Landes äußere. Dieser Einfluß vergrößere sich durch die an­dauernde Judeneinwanderung mit je- dem Tag. Es fei daher eine Lebensgefahr, wenn sich das schwedische Volk bei Beurteilung ber Juben­frage im allgemeinen und der jüdischen Emigranten im besonderen von Gefühlen leiten lasse. Humani­täre Rücksichten müßten in erster Linie den eigenen Volksgenossen im ßanbe draußen in der Welt gel­ten. Unb wenn jemand dem Juben helfen wolle, so könne das burch die jüdischen Finanz- grüßen des Landes wie etwa durch B o n n i e r und Mannheimer geschehen. Es gehe barum, die Fremdlinge daran zu hindern, daß sie sich Schwe­dens bemächtigten. Die Schwedische Sozialistische Sammlung wolle Schweden nicht den Juden über­laßen, sondern eine Volksgemeinschaft schaffen mit ber LosungSchweden den Schwede n".

In diesem Zusammenhänge ist bemerkenswert, was das Blatt KreugersStockholms Tidningen" in einer Auseinanbersetzung mitDagens Nyheter", dem Hauptorgan des oben erwähnten jüdischen Großverlegers Bonnier, über dessen Machtstellung festzustellen weiß. Die meinungsbeherrschenden Machtmittel dieser Familie, so heißt es, seien: Das Pressebüromonopol mit seiner Halsschlinge um den Vertrieb aller schwedischen Zei­tungen, Schulbuchmonopol mit dem viel­leicht noch gefährlicheren, aber sehr gewinnbringen­den eisernen Griff um die Versorgung des gesamten schwedischen Schulwesens mit Lehrbüchern, ferner ein schnell wachsendes Kleinhandelsmono-

der die strikte Durchführung der Streikparole ver­langt. Dieses Zusammengehen der marxistisch or­ganisierten Lehrer mit den CGT.-Gewerkschaften ist deshalb nicht verwunderlich, weil ein großer Teil ber französischen Lehrerschaft kommunistisch ver­seucht ist.

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p 0 l durch Kioske für schwedische Kleinhändler, eine bunte und umstrittene, aber beherrschende und blühende Zeitschriftenflora, gegen die die schwedische Meinung immer mehr reagiert. Darüber hinaus vieles andere, nicht minder wie der nicht jedem bekannte, obgleich beweisbare Einfluß auf andere große Organe von meinungsbildender Kraft. Glauben Bonnier und sein DienerDagens Nyhe­ter", so fragt am Schluß das Blatt, daß das schwe­dische Volk sich auf die Dauer mit dieser hierarchi­schen polypenmäßigen Machtkonzenttatton abfinden wird?

Juden finanzierten die bolschewistische Revolution Pater Coughlin enthüllt die Machenschaften amerikanischer Bankiers.

Neuyork, 28. Nov. (DNB.) Pater Charles Coughlin, der seit Tagen einer Flut von jüdi­schen Verleumdungen ausgesetzt ist, gab im Rund­funk ein Dokument des amerikanischen Gcheimdien- ftes bekannt, das die Finanzierung der sowjetrussischen Revolution behandelt. Es bestätige, daß im Februar 1916 erstmalig revo­lutionäre Umtriebe in Rußland festgestellt worden seien. An dieser Zerstörungsarbeit seien, nach dem Bericht des amerikanischen Geheimdienstes, beteiligt gewesen: Guggenheim, Max Breitung, das Bank­haus Kuhn, Loeb & Co. und dessen Direktoren Ja­kob Schiff, Felix Warburg, Otto Kahn und Mor­timer Schiff sowie Hanauer, sämtlich Juden. Das Dokument führt weiter aus, es bestehe kein Zweifel, daß die ein Jahr später ausgebrochene bolschewistische Revolution vorwiegend mit jüdischer Hilfe inszeniert worden sei. Im April 1917 habe sich Jacob Schiff sogar öffentlich gebrüstet, daß das Gelingen der Revo­lution in Rußland seiner Finanzhilfe zu danken sei.