Ausgabe 
29.8.1938
 
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Kein Deutscher zum Tausch bereit!

Guter Auftakt der Leipziger Herbstmesse

Friedliche Symbole der Heimat

Oer Führer bei seinen Soldaten.

Berlin, 28.Aug. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht befindet sich zur Zeit auf einer Besichtigungsreise im Norden und Nordwesten des Reiches. Der Besuch gilt dec Besichtigung von Truppenteilen und mili­tärischen Anlagen.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht setzte auch am Sonntag seine Besichtigungs­reise fort. Auf der ganzen Fahrt wurde der Führer von der Tr u p p e und der Bevölkerung mit unbeschreiblichem Jubel und stürmischer B e - geisterung begrüßt.

h ö ch st e n Menschentums, wie wir es bei den Männern sehen, die als Führer großer Im­perien unseres Zeitalters in die Geschichte ein­gehen? Und sind etwa die Konstruktionen der Flug­zeuge oder der Rennwagen bei uns keine Höchst­leistungen von Individuen, ebenso wie die Rekorde, die unsere Flieger und Rennfahrer mit ihnen auf­stellen? Hat unsere Staatsform etwa verhindert, daß deutsche Sportler bei den Olympischen Spielen im individuellen Kampfe Siege wie keine Sportler anderer Länder daoongetragen haben? Hat das nationalsozialistische System etwa verhindert, daß unsere Baumeister architektonische Meisterwerke schu­fen, daß unsere Techniker umwälzende Erfindungen vollbrachten, daß unsere Chemiker früher unbekannte und heute bereits bewährte Werkstoffe schufen, die völlig neue konstruktive Wege öffnen?

Der Stellvertreter des Führers schließt seine Rede mit den Worten: Nach den Stunden des Feierns hier führen uns unsere Lebenswege wieder ausein­ander. Wir kehren zurück an jene Plätze, auf denen wir arbeiten dürfen für unser Volk, unserReich und unseren Führer. So wie wir hier sichtbar eine geschlossene Einheit gebildet haben, so bleiben wir auch im Alltag eine unzer­trennbare Gemeinschaft, eine Gemein­schaft deutscher Herzen und des deut- s ch e n Willens. Unser politischer Glaube au; dieser Welt ist der Glaube an die Sendung des Führers für Deutschland. In diesem Glauben grü­ßen wir den Mann, der Deutschlands Schick- al ist: Adolf Hitler Sieg-Heil!

Nicht endenwollender Jubel dankt dem Stellver­treter des Führers, als er seine Rede beendet. Mächtig fteigt dann das Siegheil auf den Führer und die Nationalhymnen empor. Mit dem Fahnen­ausmarsch und dem Vorbeimarsch der Ehren­kompanie vor dem Stellvertreter des Führers schließt die denkwürdige Großkundgebung.

wenden, wenn wir ihnen sagen, daß wir voller Bewunderung sehen, wie sie trotz schlimmster Schi­kanen, trotz Terror und Mord eiserne Disziplin wahren. Hätte es überhaupt eines Beweiies be­durft, daß beste deutsche Tugenden sich im Sudeten- deutschtum verkörpern, dann ist es diese eiserne Disziplin und die unerschütterliche Ruhe, die aus dem Gefühl des eigenen Rechts kommt.

Ihr wißt es im Sudetenland: Wir sind mit heißem herzen bei euch. Bei euch liegt das Recht von 3,5 Millionen deutscher Menschen, das Recht von Millionen Angehörigen eines großen Volkes, ihr Leben so zu führen und so zu gestalten, wie es die Zugehörigkeit zu diesem Kulturvolk gebietet.

wenn wir auch hier von dieser Stelle aus unsere Gedanken zu den S u d e t e n d e u t s ch e n

die größte Unfreiheit, die stärkste Unterdrückung des Individuums zum Prinzip zu erheben es ist ihre eigene Angelegenheit."

Mit sarkastischen Worten befaßt sich Rudolf Heß mit dem Begriff der wahren und der falschen Frei­heit, der Freiheit bei uns und dieser sogenannten Freiheit des Individuums" in den Demokratien. Mögen die Parteien anderer Länder die Massen des Volkes gegeneinander aktivieren bei uns ak­tiviert eine Partei das Volk für eine Gemeinschaft. (Brausender Beifall.) Mag in den Demokratien von der Freiheit des Individuums noch so viel geschrieben und geredet werden in den sogenannten autoritären Staaten vollbringt das Individuum Leistungen wie nirgends sonst. Wo an­ders in der Welt entfalten sich große Einzelpersön­lichkeiten zu solch genialen Lei st ungen

KdF. eröffnet eigene Theater in Wien.

Mit Beginn der Spielzeit 1938/39 werden in Wien zwei Theater eröffnet, die künftig für die NSG.Kraft durch Freude" spielen werden. Das Schauspiel wird im Deutschen Dolkstheater ge­pflegt werden, während für die Operette im Rai­mund-Theater eine Stätte gefunden worden ist. Die Leitung des Deutschen Dolkstheaters wurde dem bisherigen Generalintendanten von Düsseldorf II tz übertragen. Das Raimund-Theater steht unter der Leitung des JntendantLN Seidel, bisher Stadt­theater Fürth.

Horthys Besuch in Nürnberg

Starker Eindruck von der Macht der Partei.

Unter den feierlichen Klängen der ungarischen und der deutschen Nationalhymnen schritt von Horthy, begleitet vom Stellvertreter des Führers, die Front der Chrenabordnungen ab, an deren rechten Flügel die Ehrenkompanie der Flakabteilung 8 mit prä- sentiertem Gewehr stand.

Der Stellvertreter des Führers geleitete dann Admiral von Horthy in seinen Salon- wagen. In angeregter Untechaltung verweilten bis zur Abfahrt der Reichsverweser und die ungarischen Minister mit Rudolf Heß und den füh­renden Männern von Partei, Staat und Wehr- macht. Dann verabschiedete Rudolf Heß im Auf­trage des Führers den Reichsverweser des König­reichs Ungarn mit herzlichen Worten. Kurz vor Abfahrt des Zuges überreichte der Stellvertreter des Führers der Gattin des Reichsverwesers tm Auftrage des Führers einen herrlichen Strauß roter Rosen.

Unter den Klängen der ungarischen National- Hymne, die vom Musikzug der SA.-Standarte 14, dem ältesten SA.-Musikzug Deutschlands, gespielt wurde, setzte sich der Sonderzug in Bewegung. Mit einem herzlichenAuf Wiedersehen!" verabschiedete sich der Reichsverweser.

Heimfahrt auf der Donau.

Linz, 29. Aug. (DNB.) Der Reichsverweser des Königreichs Ungarn Admiral von Horthy und Frau von Horthy begaben sich am Sonntagvormit­tag um 10.30 Uhr zur Marinestation der Donau- flottille, um ihre Fahrt auf der Donau fort­zusetzen. Gegen 11 Uhr bestiegen die hohen un­garischen Gäste das ungarische SchiffZsofia". Unter dem Jubel der die Donauufer säumenden Menschenmassen setzte sich sodann das Schiff in Bewegung. Ihm folgte das Schiff der Donau- FlottilleAlberich", auf dem die Matrosen Parade- Aufstellung genommen hatten. Den beiden Schiffen schloß sich noch der DampferSchubert" an, auf dem sich der deutsche Ehrendienst befand.

Montag um 7.30 Uhr verließen Reichsverweser v o n H o r t h y und Gemahlin bei Hainburg an der Donau das deutsche Reichsgebiet. Am Ufer hatten sich eine Ehrenkompanie der Wehr­macht, Ehrenstürme der SA., ff und des NSKK. und Abordnungen der HI und des BDM., sowie eine zahlreiche Menschenmenge eingefunden. Reichs­verweser von Horthy und Gemahlin dankten vom oberen Deck des Schiffes für die Ehrungen und ' die herzlichen Abschiedsgrüße. Das Schiff mit den hohen Gästen fuhr dann langsam weiter stromab.

»für Deutschland!

Es beginnt nun die feierliche Weihe der neuen Fahnen. Das Kommando:Stillgestanden! Fahnen hoch!" schallt über die Arena. Rudolf Heß nimmt die Weihe mit folgenden Worten vor: Euch Sym­bole des neuen Glaubens und des neuen Reiches, die ihr in Niederländifch-Jndien, in Südafrika, in Rumänien, in Polen, in den Niederlanden, in der Schweiz, in Großbritannien und im Sudetenland wehen werdet, die ihr wehen werdet auf deutschen Schiffen, ich weihe euch: Fahnen des Natio­nalsozialismus, weht für die Ehre D eutf chlands und feines Führers. Weht nun in der fernen Welt als Symbol des großen Reiches, das Adolf Hitler schuf! Fahnen, ihr seid geweiht!

Rudolf Heß gedenkt zum Abschluß seiner Rede der Stuttgarter Tage des vergangenen Jahres, als in Stuttgart deutsche Männer und Frauen, deutsche Buben und Mädel in ihren heimischen Trachten er­schienen waren, glühend beseelt vom großdeutschen Gedanken, leidenschaftlich bewegt vom National­sozialismus, aber doch eben äußerlich Volksdeutsche, Deutsche frember Staatsangehörigkeit.

heute, so fuhr Rudolf heh fort, stehen sie auch

* äußerlich in unseren Reihen. Sie werden stolz und glücklich in den Formationen der national- sozialistischen Bewegung an ihrem Führer in Nürnberg vorbeimarschieren diesmal als Reichsdeutsche! und wir alle sind von Herzen glücklich, wenn wir sie sehen. Sie haben einen langen und zähen Kamps gekämpft, einen Kampf mit einem hinterhältigen und verloge­nen Gegner. Sie haben sich ihre Heimat erkämpft und sie haben sich zu der Liebe, die ihnen Deutschland immer enlgegengebrachl, die stolze Anerkennung des ganzen Volkes er­rungen.

Rudolf Heß gedenkt hier des ähnlichen Ringens in einer anderen deutschen Volksgruppe um ihr nationales Lebensrecht:Mit tiefster Anteilnahme für ihre Leiden sieht das deutsche Volk auf die deut­schen Volksgenossen in der Tschecho-Slowakei. (Mi­nutenlanger Beifallssturm.) Niemsnd auf der Welt,

Welt.

Ihr tragt diese Fahnen der nationalsozialisti­schen Gemeinschaft mit euch hinaus nicht zum Sturmangriff auf fremde Ueberzeugungen und Weltanschauungen. Ihr nehmt sie mit euch als eure eigensten nur für euch allein be­stimmten friedlichen Symbole eurer Heimat.

Es sollen die Fahnen, die wir jetzt weihen, auch ein StückHeimatinder Fremde fein. Sie sollen wehen als Mittelpunkt des Deutschtums, und sie sollen euch mahnen und euch die Kraft geben, euer Leben dem Gedanken unterzuordnen: Alles

Man frage doch unsere Arbeiter, die mit Kraft durch Freude" aus dem Ausland zurück­kehren, ob sie etwa sich als Individuen unfrei fühlen, ob sie etwa tauschen wollen mit ihren Arbeitsgenossen in angeblich liberalen Ländern. Jeder sagt: Gott sei Dank, daß Deutschland meine Heimat ist. Keiner würde diese Heimat jemals hingeben. Wir Deutsche sind freie Bür­ger eines freien Reiches, auf das wir unendlich stolz sind." (Minutenlanger Beifall.)

Rudolf Heß erinnert daran, daß das frühere Oesterreich einst ein besonderer Günstling der Demokratien auf der ganzen Welt gewesen sei.Und in diesem Günstlingsland der Demokratie wurden 6V« Millionen deutscher Menschen ter­rorisiert durch eine kleine politische Minderheit. Aber wie hat man sich draußen aufgeregt, als das deut­sche Volk aus wirklich freiem Entschluß und im freien Selb st bestimmungsrecht die 6V2 Millionen Deutscher im früheren Oesterreich heimführte in die große Heimat, zurück- führte in das große deutsche Volk. Nicht die Demo­kratien, nicht die Länder mit den feierlichen Derspre- chungen des Selbstbestimmungrechts:Wir, die ,Dik- tatur, wir, das Land mit dem ,autoritären Regimes wir haben einesfreienVolkesWillenzum Gesetz erhoben, wir haben damit die demo­kratischste Tat vollbracht."

Rudolf Heß weist weiter darauf hin, daß erst in den autoritären Staaten der wahre Be­griff der Volkswirtschaft als eine Wirt­schaft für das Volk praktische Wirklichkeit geworden ist. Niemand könne bestreiten, daß nicht nur ein neues soziales, sondern auch neues wirt­schaftliches Leben aus den autoritären Staa­ten kommt und viele in der Welt zu Nachdenken veranlaßt.

Mit überlegenem Humor erklärt der Stellvertreter des Führers:Wer wollte bestreiten, daß in man­chen Ländern sogar dies und jenes in die Tat um» gefitzt wird, was bisher den autoritären Staaten vorbehalten schien, ja, wird nicht sogar in Gottes

zuges Bayern.

Die Veranstaltungen in Nürnberg hatten damit ihr Ende gefunden. Die Rückfahrt unmittelbar zum Bahnhof bot ein geradezu phantastisches Bild. Es waren mindestens 100 000 Menschen an dieser Weg- trecke zusammengekommen, die dem hohen unga­rischen Gast und dem Stellvertteter des Führers zujubelten und nicht müde wurden, ihrer Freude mit Heilrufen und Fähnchenschwenken Ausdruck zu geben. Als der Reichsverweser am Bahnhofsvor« platz eintraf, nahm der Jubel der unübersehbaren Menge beispiellose Ausmaße an.

auserwählter Demokratie mancherlei verwirklicht, was den autoritären Staaten bisher zum Dorwurf gemacht oder belacht wurde?

3a, es kommt vor, daß ein fremder Politiker unter leidenschaftlichen Anklagen gegen den Faschismus und den Nationalsozialismus soziale Ideen vertritt und Förderungen erhebt, die wir alle in fast gleicher Form schon einmal, nur etwas klarer, knapper und begreiflicher, ge­lesen haben, und zwar gelesen haben in Adolf HitlersMein Kampf.( (Heiterkeit und lebhaf­ter Beifall.) Wir haben bestimmt nichts dagegen einzuwenden, wenn andere Völker neue Wege beschreiten, die sie als Fortschritt bezeichnen. Aber wir nehmen uns das Recht, festzustellen, daß diese Fortschritte sich mit unseren Errun­genschaften decken Errungenschaften, die man einst nur oft glaubte uns zum Vorwurf machen zu können. Vorwürfe und Kritik, mögen sie noch so gehässig sein, lassen uns völlig kalt. Dir tun, was wir für richtig halten. Wir tun, was unserem Volke nützt, gleichgültig, was man draußen darüber denkt oder sagt.

Erfreulicherweise kommen alljährlich in immer wachsender Zahl Angehörige fremder Staaten in unser Land, die mit eigenen. Augen sehen wollen, wie es bei uns in Wirklichkeit aussieht und welches nun tatsächlich die Ergebnisse der nationalsozialisti­schen Herrschaft sind. Ueber diese Besucher freuen wir uns ehrlich. Wir freuen uns, weil wir wissen, daß, gleich welcher politischen Anschauung sie an­gehören und gleich welchem Stand und welcher Klasse sie sich zurechnen, sie bald anerkennen müssen, welche Leistungen im Reich Adolf Hit­lers vollbracht wurden und vollbracht werden. Wir wissen, daß alle, die guten Willens sind, Deutschland wieder verlassen als Träger des Verstehens und als Träger der Verständigung zwischen uns und dem Lande, dem sie angehören.

L e i p z i g, 28. Aug. (DNB.) Die Leipziger Herbst­messe nahm am Sonntag einen vielversprechenden Auftakt. In den 21 Hallen der Mustermesse in der Innenstadt waren überwiegend ernsthafte Interessen­ten erschienen und, was besonders angenehm auf- iel, nicht nur Kleinkundschaft aus der näheren und weiteren Umgebung der Stadt, sondern auch viele Vertreter von Großbetrieben und Konzer­nen aus allen Teilen des Reiches. Daß man bereits am Sonntag Ausländer an den Ständen bemerken konnte, wurde von den Aus­stellern mit Befriedigung vermerkt.

Das Geschäft setzte gleich in den ersten Vormit­tagsstunden ein. Die Nachfrage erstreckt sich bei den meisten Artikeln auf mittlere Preislagen. Die Be­stellungen betreffen z. T. den Weihnachtsbedarf, zum anderen ausgesprochene Herbst- und Winterware. Die geschlossene Schau der deutschen Bekleidungs- industxie tritt bei allen Einkäufern angenehm in Er­scheinung. Den vorzüglichen Mustern der Aussteller aus der Ostmark wird größte Aufmerksamkeit ge­schenkt. Einen recht befriedigenden Anfangserfolg melden auch die Aussteller in Geschenkartikeln und Galanteriewaren. Ein solides Bedaussgeschaft ent­wickelte sich in Uhren und Schmuckwaren. In Sport­artikeln war das Geschäft normal. Spielwaren konn­ten sich eines lebhaften Verkehrs erfreuen, ebenso Haus- und Küchengeräte. Auf der Automatenmesse bestand vornehmlich Nachfrage nach Warenautoma­ten. Das Kunsthandwerk ist auf dieser Herbstmesse so stark vertreten, daß es in drei Messehäusern un­tergebracht werden mußte. Allgemein wird die hohe Qualität des kunsthandwerklichen Angebots aner­kannt. Auch die ausländischen Ausstellungen, die von 25 Ländern beschickt sind, haben bei den Messe­besuchern die erwartete Beachtung gefunden.

Wünsche der Staatsführung.

Seit 1933 um ein Drittel erhöht.

Leipzia, 27. Aug. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler sandte zur Eröffnung der Herb st messe an das Leipziger Messeamt fol­gendes Telegramm:

Der Leipziger Herbstmesse 1938, der ersten Reichsmesse im Großdeutschen Reich, wünsche ich einen guten Verlauf. Möge sie wie ihre Vorgänge­rinnen im Zeichen des deutschen Wirt­schaftsausstieges und der Erfolge des Vierjahresplanes stehen und der Belebung des Güteraustausches unter den Völkern erfolgreich dienen."

Generalfeldmarschall Göring telegraphierte: Der Leipziger Herbstmesse 1938, die ihrer Aufgabe gemäß die Leistungsfähigkeit deutscher Technik und deutscher Industrie im Vierjahresplan eindrucksvoll zeigen und der deutschen Qualitätsroäre den Weg auf den Welt­markt bahnen soll, übermittle ich meine besten Wünsche für einen erfolgreichen Verlauf."

Das Telegramm des Reichswirtschaftsministers Walter Funk lautet:Der diesjährigen Herbst­messe der Leipziger Reichsmesse wünsche ich den besten Erfolg. Möge sie der Welt erneut beweisen, daß die deutsche Wirtschaft ein Güter­handelspartner für alle Nationen ist, und daß wir bereit sind, einen Güter- und Waren­austausch zu pflegen, der den Beteiligten Nutzen bringt und die gegenwärtigen Schwierigkeiten des Welthandels überwindet. Die Leipziger Herbstmesse ; wird aber auch an den Einkäufen des deutschen , Handels zeigen, daß dieser ein noch größeres - Winter- und Weihnachtsgeschäft als irt . früheren Jahren erwartet. So möge die erste Leip- ; ziger Herbstmesse des Großdeutschen Reiches die l höhen Erwartungen erfüllen, die die deutsche Ge- j schäftswelt und die ausländischen Wirtschaftsinter- : essenten in sie gesetzt haben." - Reichsminister Dr. Goebbels sandte folgendes ' Telegramm:Der Herbstmesse 1938 in der Reichs-

Auch ihr, meine auslandsdeutschen Volksgenossen",! der sein eigenes Volk liebt und stolz so fährt der Stellvertreter des Führers fort,gehtsauf sein Volk ist, wird es uns verdenken, wieder zurück in eure Gastländer als Vermittler-----u:-----*.....

der Wahrheit über eure große Heimat, über das neue Deutschland. Wir wissen, daß ihr draußen zu eurem Teil der Wahrheit zum Siege verhelfen wer­den. (Begeisterter Beifall.) Oft werdet ihr draußen an diese Tage in der Heimat denken, voller Weh­mut, aber auch voller Stolz und Glück darüber, daß Deutschland eure Heimat ist. Als Sinnzeichen des Nationalsozialismus und als Symbole der Ver­pflichtung auf den Mann, der ihn schuf, werden auch in diesem Jahre wieder 24 Hakenkreuzfahnen hier von Stuttgart aus mit euch hinausgehen in alle

Messestadt Leipzig übermittle ich meine besten Wünsche für einen erfolgreichen Verlauf. Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß sie wiederum dazu die­nen möge, die wirtschaftlichen Beziehun­gen des Reiches zu anderen Völkern weiter zu befestigen und zu vertiefe n."

Die Zahl der Aussteller beträgt auf dieser Herbst­messe 5837. Damit wird die seit Jahren auch bei der Herbstmesse beobachtete stetige Aufwärtsentwick­lung fortgesetzt. Die Ausstellerzahl hat sich seit der Herb st messe 19 3 3 um ein Drittel erhöht und ist gegenüber dem Vorjahre um 306 Aussteller gestiegen. Die gleiche Entwicklung hat auch die belegte Fläche genommen. Sie ist seit 1933 ebenfalls um ein Drittel um 94 430 .Rechnungsmeter angestiegen. Die Zunahme gegenüber der Herbst­messe 1937 beträgt mehr als 6000 Rechnungsmeter. Die Zunahme der Ausstellerschaft im allgemeinen wird besonders deutlich in der Textil- und B e - kle i du n g s m e s s e. Es werden dort 650 Aus­steller gegen 430 Aussteller i. V. gezählt. Das Handwerk ist wieder im großen Umfange auf der Herbstmesse vertreten. Die B a u m e s s e ist er­weitert worden.

Kunst und Wissenschaft.

Oie Goethe-Shakespeare-Tagung in Frankfurt.

Die gemeinsame Tagung der Goethe-Gesell­schaft, der Deutschen Shakespeare-Ge­sellschaft und des Freien DeutschenHoch- st i f t s in Frankfurt nahm ihren Anfang. Mit über 700 angemeldeten Teilnehmern erhätt die Tagung einen Besuch, der über alle Erwartungen hinaus- aeht. Das Ausland ist stark oertreten. Von Oxford kommt Professor Fiedler, der führende Germa­nist Englands, auch Cambridge ist vertreten. Zahl­reiche Universitäten der USA. haben sich angemeldet. Für Holland kam Professor Schölte von Amster­dam, aus Italien Exzellenz Arturo Farinelli, aus der Schweiz ist die Universität Freiburg ver­treten. Von deutschen Gesellschaften haben sich die Dante-Gesellschaft, die Klopstock-Gesellschaft und der Schwäbische Schillerverein angemeldet. Ferner sind nahezu alle deutschen Universitäten stark vertreten. Gleichzeitig mit den gemeinsamen Goethefeiern, die das Hochstift, die Shakespeare-Gesellschaft und die Goethe-Gesellschaft veranstalten, zeigen das Städel, das GoethemUseum und die Bibliothek für neuere Sprachen drei Ausstellungen, die die Kunst zur Zeit Goethes und die Literatur über Shakespeare zum Gegenstand haben.

Beifallsstürme um den Olympiafilm in Venedig.

Uraufführung der italienischen Fassung des Olympiafilms von Leni Riefenstahl : ein großer Tag der Filmkunstschau in Venedig. Triumph der deutschen Filmkunst, für Venedig ein Ereignis allererster Ordnung. Unter den Zuschauern bemerkte man u. a. den italienischen Minister für Dolkskultur, Alfieri, den Herzog von Genua als Vertreter des Königshauses, Marschall Balbo, Dittorio Mussolini, den Sohn des Duce, den deutschen Botschafter in Rom, von Mackensen, den Präsidenten der Reichsfilmkammer, Professor Dr. L e h n i ch. Mit größter Spannung verfolgte das Publikum die herrlichen Bilder des unvergleich­lichen Filmwerkes. Das internationale Publikum feierte das großartige Werk und seine Schöpferin mit Beifallsstürmen. An den Führer, an den Duce und an Reichsminister Dr. Goebbels wurden von Minister A l f i e r i, Gras Volpi und Professor Lehnich unterzeichnete Degrü- ßungs- und Glückwunschtelegramme aus Anlaß dieses außerordentlich großen Erfolges des deut­schen Olympiafilms abgefcyibt. DKK.

Nürnberg, 27.Aug. (DNB.) Anschließend an einen Empfang im Rathaus fand in den aus Anlaß des Besuches des Reichsverwesers von Horthy neugestalteten historischen Räumen der Kaiser- burg ein Frühstück statt, das der Stell- Vertreter des Führers und Frau H e ß zu Ehren des Reichsverwesers und seiner Gemahlin gaben. An diesem Frühstück nahmen von deutscher Seite u. a. teil Reichsleiter Dr. Ley, Reichsführer

Himmler, Stabschef Lutze, Reichsstatt- Halter Ritter von Epp, Gauleiter Strei­cher, Gauletter Bohle, Korpsführer Hühn- 'ein, Ministerpräsident Siebert und General D a lu e g e sowie der Landeskreisletter Ungarn der AO. der NSDAP. Graeb.

Am Nachmittag besichtigten Reichsoerweser Ad­miral von Horthy und Frau von Horthy das- Reichsparteitagsgelände. Sie wur­den hierbei vom Stellvertreter des Füh­rers und Frau Heh geleitet. An der Besichtigung nahmen auch die ungarischen Minister sowie die ungarische und deutsche Begleitung teil. Nach den großen Eindrücken der vergangenen Tage gewann der Reichsverweser hier in der Stadt der Reichs­parteitage einen tiefen Eindruck von der Macht und der Organisation der nattonalsozialistischen Partei. Die Fahrt von der Burg zum Reichsparteitags­gelände ging wieder unter großen Kundgebungen der zu vielen Zehntausenden an den Straßen tehenden Nürnberger Bevölkerung vor sich.

Im Lager Langwasser nahm der Reichsverweser mit dem Stellvertreter des Führers den Vorbei­marsch der SA.-StandarteFeldherrnhalle", eines Regiments ^-Totenkopfverbände und schließlich der ^-StandarteDeutschland" ab. Reichsverwefer von Horthy gab dem Stellvertteter des Füh­rers und dem Reichsführer ff Himmler gegen­über feiner Freude über diesen Vorbeimarsch Aus­druck. Der letzte, aber nicht geringste Eindruck, den der Reichsverweser vom Reichspartettaagelände er­hielt, war die Vorbeifahrt an der großen Wagen­reihe und den gewaltigen Zeltanlagen des Hilfs-