Ausgabe 
29.8.1938
 
Einzelbild herunterladen

Montag, 29.August 1938

188. Zahrgang

M. 201 Erstes Statt

ge-

Telegramm an den Führer.

Der Stellvertteler des Führers spricht

Stolzer denn je als Deutsche

Ich der

War es so ein arbeitsames und im Innern glückliches Jahr, so war es zugleich ein Jahr der Stärkung der Freundschaften, die das wieder erstarkte Reich mit anderen großen Nationen geschlossen hat. Die Tage der Gastfreundschaft und Kameradschaft, die wir Deutsche bei der Führerreise nach Italien erlebten, sind so symbolisch für die große Gemein­schaft zwischen Großdeutschland und dem Imperium am Mittelmeer, und der Empfang, den Deutschland dem Reichsverweser Ungarns und zugleich dem wagemutigen, so ver­dienten Admiral bot, er war der Ausdruck herz­licher und erprobter Freundschaft! Un-

dunkler Aufgaben und Ziele verdächtigt werdet, oder wenn man glaubt, euch den Nationalsozialis­mus nehmen zu können, indem man willkürlich eure äußere Gemeinschaftsform verbietet. Euere Orts­gruppen kann man schließen, eure Abzeichen kann man euch verbieten, aber nicht euren nationalsozia­listischen Geist und euer deutsches Herz. (Minuten­langer Beifallssturm.)

Das Herz in euch und der Geist unter euch kann keine Gefahr für euren Gaststaat sein, gleichgültig, ob ihr in Ortsgruppen zusammengeschlossen seid oder nicht. Wir glauben wenigstens nicht, daß es Staa­ten gibt, die auf so schwachen Füßen stehen, daß sie durch euer sichtbares Bekenntnis zur Heimat und ihrer Weltanschauung erschüttert werden könnten.

wir und unsere Ausländsdeutschen drängen uns nicht in die Verhältnisse anderer Länder. Mögen sie nach ihrer Fasson selig werden! Dir müssen freilich aber auch erwarten, daß sich andere Länder nicht in unsere An­gelegenheiten zu mischen suchen und daß sie uns nach unserer Fasson selig werden lassen. Mögen sie die ..Freiheit des Individu­ums" zum Ideal erheben, so wie sie es ver­stehen. Mögen sie dem Individuum die Freiheit geben, immer mehr in Arbeitslosigkeit, hunger und Verzweiflung zu verfallen, mögen sie ihm die Freiheit geben, den Bolschewismus gegen die eigene Ordnung zu organisieren» um damit

Gauleiter Bohle über die Rechte der Ausländsdeutschen

das folgenden Wortlaut hat:Mein Führer! melde Ihnen den Beginn der 6. Reichstagung Ausländsdeutschen 1938 in Stuttgart, an der dank Ihrer historischen Tat erstmalig zugleich Auslands- Oesterreicher als Reichsbürger teilnehmen können. Die Fahne der ehemaligen reichsdeutschen Landes- gruppe in Oesterreich habe ich als Träditionsfahne der Auslandsorganisation der NSDAP, übernom­men. Im Liebe und Treue grüßen Sie, mein Führer, Tausende von deutschen Männern und Frauen und grüßt Sie die deutsche Jugend im Ausland mit ihrem Dank dafür, daß Sie die g r o ß d e u t s ch e B o l k s g e m e i n - schäft im Ausland Wirklichkeit werden ließen."

Hierauf übernahm er die Fahne der ehemaligen Landesgruppe Oesterreich als Traditionsfahne in die Auslandsorganisation, die nunmehr Symbol der Treue zum Führer für alle Ausländsdeutschen worden ist. Endlich verlas er ein

I sation. Er betont hierauf, daß diese gewaltige Groß- kundgebung im Zeichen der Wiedervereinigung der deutschen Ostmark mit dem Reich stehe, und hieß die Brüder und Schwestern aus der Ostmark als Reichsdeutsche herzlich willkommen. Unsere größte Freude, so fährt er fort gilt dem Stellvertreter des Führers, unserem Rudolf Heß. Der Stell­vertreter des Führers wird von ihm mit dreifachem Siegheil begrüßt, in das die Menge begeistert ein­stimmt.

Gewiß, wohl wuchs damit der haß noch in weiten Teilen der Welt, aber zugleich mit die­sem haß erstand doch auch wieder die Achtung, die sie uns allmählich zollen mußten, wenn sie es manchmal auch noch so widerwillig taten. Die Achtung wuchs wieder, und heute könnt ihr euch, meine Volksgenossen, stolzer denn je als Deutsche bekennen." (Brau- sender Beifall.)

Rudolf Heß unterstreicht mit eindringlichen Wor­ten den Zusammenschluß, zu dem sich die Deutschen draußen zu gleicher Gemeinschaft zusammengesunden haben wie im Innern. Mit klaren Worten kenn­zeichnet er die Aufgabe der Auslandsorganisation der NSDAP, und tritt damit Verdächtigungen ent­gegen, die gegen die nationalsozialistischen Deutschen im Ausland immer wieder aus durchsichtigen Grün­den erhoben wurden:

In der Auslandsorganisation der NSDAP, habt ihr' euch zusammengeschlossen, euer Deutschtum zu pflegen, gute Nationalsozialisten zu sein. Euer Deutschtum und euer Nationalsozia- lismus, das ist euere eibenste Ange- l e g e n h e i t. Ihr betreibt keinePenetration pacifique", ihr denkt gar nicht daran, die Gast­völker mit dem Nationalsozialismus friedlich zu durchdringen. Nein, euer Deutschtum und euer Nationalsozialismus ist eure persönliche Angelegen- heit und bleibt auch eure eigenste Angelegenheit.

Daran ändert auch nichts, wenn ihr da Md dsrt

Selbstbewußtsein und welche Leidenschaft der Selbst­erhaltung dem deutschen Volk innewohne, wenn die richtige Hand es leitet.

So, meine Parteigenossen", fährt Rudolf Heß unter brausendem Beifall fort,wie wir in Dank­barkeit und Liebe des Führers ge­denken, so gedenkt er euer, und er läßt euch durch mich seine Grüße sagen! Ihr, die ihr wieder hinausgeht auf eure Arbeitsplätze in fremden Län- dern und inmitten fremden Volkstums, und ihr deut­schen Seefahrer, die ihr zurückkehrt auf eure Schiffe, tragt diese Grüße mit hinaus an eure Volksgenossen und eure Parteigenossen, tragt sie mit hinaus, denn sie sind die Grüße eures Volkes, sie sind die Grüße Großdeutschlands!

Um 16.45 Uhr kommt Bewegung in die Massen. Unter dem stürmischen Jubel der Tausende erscheint, von Gauleiter Murr, Gauleiter Bohle und Oberbürgermeister Dr. Strölin begleitet, der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß. Alsdann marschiert die von der 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 119 gestellte Ehrenkom­panie im Paradeschritt in die Kampfbahn ein. Dann folgt der Einmarsch der ---Verfügungstruppe Ell­wangen, die Standarten und Fahnen der Gliede­rungen schließen sich an.

Gauleiter Bohle

eröffnet die erste Großkundgebung der AO. mit dem Gedenken an die Toten der Auslandsvrguni-

Nach Begrüßungs- und Dankesworten an die Minister und die anderen Ehrengäste wandte sich Gauleiter Bohle an die Ausländsdeutschen, wobei er u. a. ausführte: Die erstmalige Teilnahme der Reichsbürger gewordenen A u s l a n d s ö ft e r- xeicher stempelt unser diesjähriges Treffen zur ReichstagungdergroßdeutfchenVolks- gemeinfchaft im Auslandsdeutschtum. Mehr als fünf Jahre arbeitet die Auslands-Organi- fation der NSDAP, mit ihren Männern und Frauen daran, im Auslandsdeutschtum dieselbe Volksgemeinschaft zu schaffen, die unter den Deut­schen im Reich besteht. Wir dürfen heute mit Stolz und Freude feststellen, daß diese Volksgemein­schaft auch im Auslandsdeutschtum dank der Arbeit der Partei gesiegt hat. Die Ausländs­deutschen sind nicht wie einst Vergessene ihres Vol­kes, sondern vollberechtigte und vollverpslichtete Glieder unserer großen Nation geworden. Heute kann nicht nur der sogenannte kleine Mann im Ausland ein nationaler Deutscher sein, sondern ich habe festgestellt, daß dieser sogenannte kleine Mann im Kampf um sein Deutschtum meist an vorderster Stelle steht und jedenfalls sehr oft unter denjenigen 3u finden war, die schon Jahre vor der Machtergrei­fung trotz Spott, Hohn. und Verfolgung zu den ersten Nationalsozialisten im Auslande zählten.

Zu der Volksgemeinschaft gehören alle Ausländs­deutschen. die deutsch empfinden und in ihrem ganzen handeln den Grundsatz: Gemeinnutz geht vor Eigennutz! vertreten. Wenn wir von einem deutschen Empfinden sprechen, so weih heute die ganze Welt, daß heute niemand An­spruch darauf hat, als Deutscher zu gelten, wer nicht als Nationalsozialist ein bedingungsloser Gefolgsmann Adolf Hitlers sein will. Natio - n a l f o z i a l i st ist aber für uns nicht nur der- jenige, der als Parteigenosse der Bewegung an­gehört, sondern jeder, der sich seines Deutschtums zutief st bewußt bleibt vnd erkannt hat, daß Deutsch fein gleichbedeutend ist mit der Treue zum Führer.

Annahme von Anzeigen für die Miltagsnummer bis 8l/ell^r des Dormittag»

Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text. anzeigen von 70 mm Breite b0Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/«» mehr.

Ermäßigte Grundpreise:

Stellen*, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein­spaltige Gelegenheitsanzei­gen 5 Rpf.,Familienanzei- aen, Bäder-,Unterrichts- tu behördliche Anzeigen 6Rp^ Mengenabschlüsse Staffel B

Die feierliche Eröffnung.

Stuttgart, 28. Aug. (DNB.) In Stuttgart, der Stadt der Ausländsdeutschen, ist am Sonntag die 6. Reichstagung der Ausländsdeut­schen mit einer erhebenden Kundgebung in der Stadthalle durch Gauleiter Bohle feierlich eröffnet worden.

Gewaltiger Jubel erscholl, als der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, und der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, in Beglei­tung von Gauleiter Bohle, Gauleiter Reichsstatt­halter Murr und Ministerpräsident Mergen- t h a l e r die Halle betraten. Als ausländischer Ehrengast nahm Graf Ruggeri-Laderchi, der Landesgruppenleiter der faschistischen Partei in Deutschland, an der Kundgebung teil. -

Ein Lied der Jugend begleitete den eindrucks­vollen Fahneneinmarsch. Die Rienzi-Ouvertüre und glaubensstarke Worte eines Sprechers der Hitler- Jugend vom Kampf um die Einigkeit unseres Vol­kes leiteten zu der kurzen Ansprache des Gauleiters, Reichsstatthalters Murr, über. Hierauf begrüßte Oberbürgermeister Dr. Strölin die auslands­deutschen Volksgenossen und die Ehrengäste auf das herzlichste. Die jetzige Tagung der Ausländsdeut­schen stehe im Zeichen des Großdeutschen Reiches. Die 6. Reichstagung solle ein Zeugnis dafür wer­den, daß Stuttgart und die Ausländsdeutschen nur das eine hohe Ziel hätten, alle Kraft einzusetzen für Großdeutschland und den Führer. Dann sprach, von stürmischem Beifall begrüßt,

Reichsinnenminister Dr. Frick:

Deutsche Volksgenossen! Ihnen allen, den Aus­ländsdeutschen, die aus aller Welt zu kürzerem oder längerem Aufenthalt in die alte Heimat zurückge­kehrt find, entbiete ich namens der Reichs­regierung herzliche Willkommens- g r ü 6 e mit dem Wunsche, daß sie für ihre schwere Pionierarbeit im Ausland neue Kraft und frischen Mut aus dem Mutterlande mitnehmen mögen.

Es ist seit einigen Jahren eine schone Tradition, daß sich die Vertreter der Auslands-Organisation der NSDAP, alljährlich vor dem Reichspaeitag zu einer großen Tagung vereinigen. Am heutigen Tage begeht die Auslands-Organisation zum zweiten Male ihre Jahrestagung in Stuttgart.

Die Auslands-Organisation der Natio­nalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei hat sich drei Ausgaben gestellt: Das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit aller Deutschen und ihr Stolz, Deutsche zu sein, zu stärken, ferner in allen Aus­ländsdeutschen den Geist der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft lebendig zu halten, und endlich der Große des Reiches dadurch zu dienen, daß das

Rudolf Heß gedenkt dann der Entwicklung, die für das Auslandsdeutschtum kam im Kriege und im Zwischenreich.Was es in den Jahren des Zwischenreiches bedeutet", so ruft er aus,unter der Verachtung der Welt draußen als Deutscher zu leben, für Deutschland zu wirken und trotz allem zu Deutschland zu stehen, das kann nur der er­messen, der selbst draußen war. Diele von euch, meine Ausländsdeutschen, wissen es! Und heute dankt euch die Heimat, daß ihr durch­gehalten! Diele von euch sind gerade in der schwer­sten Zeit Keimzelle des Deutschtums gewesen, haben neue Grundlagen geschaffen für Deutschlands Außenhandel, so schwer es auch war, fast ohne finanzielle Mittel. Hart war die Arbeit für den deutschen Arbeitgeber, für den Arbeitnehmer drau­ßen. Andere wiederum bemühten sich, der deutschen Gemeinschaft draußen zu neuem Ansehen zu ver­helfen. Aber wie schwer war es doch, wie unendlich schwer! Und wie wurden viele von euch im Grunde

Schicksalsgemeinschast aller Deutschen

Oie hohe Mission der Reichsdeutschen im Ausland.

Erste Großkundgebung.

Stuttgart 28. Aua. (DNB.) Ein einzigartiges Bild politischer Geschlossenheit, gläubigen Bekennt­nisses und begeisterter Hingabe an das neue Deutschland und seinen Führer bot die erste Großkundgebung der 6. Reichstagung der Ausländsdeutschen, die am Sonntag­nachmittag mit 70 000 Teilnehmern in der Stutt­garter Adolf-Hitler-Kampfbahn stattfand. Man be­

merkt die führenden Männer von Partei, Staat und Wehrmacht, die auch schon zu der Eröffnungs­kundgebung am Sonntagvormittag erschienen waren. Mit besonderer Herzlichkeit wird Reichsminister Freiherr v o n* Neurath, der Präsident des Geheimen Kabinettsrates, in ihrer Mitte begrüßt.

Auf die Haltung eines Teiles der Auslandpreffe zu sprechen kommend, fuhr Bohle fort: Das neue Deutschland hat es nicht nötig, tüchtige Kräfte im Ausland zu lassen, denen kein Dank für ihre Ar­beit gegeben wird, sondern He obendrein noch stän­digen Beleidigungen ausgesetzt sind. Wir erwarten für unsere Auslanddeutschen genau dieselben'Rechte, die wir den Ausländern im Reich gewähren und auf die jeder souveräne Staat einen Anspruch hat. Die Ausland-Or- ganifation ist nichts anderes als eine G e - meinfchaft von reichsdeutschen Bür­gern im Ausland, die sich als Natio­nalsozialisten zum heutigen Deut­schen SFre i ch bekennen und ihr Leben nach den gleichen Grundsätzen gestalten wollen, die dem deut­schen Menschen von heute selbstverständlich sind. Wer nicht ausgesprochen böswillig ist, wird keinen grundsätzlichen Unterschied zwischen dieser Reichs- tagung der Auslanddeutschen und dem kürzlich statt­gefundenen Achten Kongreß der Auslandfranzostn in Paris feststellen können, soweit es sich darum handelt, die Sorgen und Nöte der im Ausland lebenden Staatsbürger kennenzulernen und über Maßnahmen zu ihrer Beseitigung zu beraten.

Je eher eingesehen wird, daß Deutschland durch Adolf Hitler eine Weltmacht geworden ist, desto leichter wird die Verständigung unter den Völ­kern ermöglicht werden können.

Unser weitgehendes Verständnis für die Bestrebun­gen des Verbandes der Auslandfranzosen, des Schweizer Auslandsekretariats, des Weltbundes der Auslandpolen, des Vereins für das Ausland- schwedentum und ähnlicher Organisationen setzt das gleiche Verständnis für die Arbeit der Ausland­organisation der NSDAP, voraus. Ich freue mich, festzuftellen, daß ein solches Verständnis in fast allen Ländern vorhanden ist. Aber wir müssen er= warten, daß in einigen Ländern, in denen es noch daran fehlt, die Einsicht kommen wird, daß der Ausland deutsche heute ein N a 11 o n a I» sozialist ist und bleiben mi r b. Wir wis­sen, daß über unserem ganzen Sein, ob mir in Deutschland leben ober im fernsten Winkel der Erbe, ein Wort steht, bas Wort Hitler!

Don brausendem Jubel begrüßt tritt alsbann der Stellvertreter des Führers, Reichsminifter Rudolf H : ß , an bas Mikrophon.

Rubolf Heß begann seine Rede mit Worten der Erinnerung an bie Größe ber Ereignisse unb ber Entwicklung, die sich im Laufe des seit ber letzten Stuttgarter Kunbgebung bes Auslanbsbeutschtums vergangenen Jahres im Reiche vollzogen haben.

Es fei ein Jahr schwerer Entscheidungen des Führers und vertrauensvoller Erwartung des deutschen Volkes gewesen. Die Rückkehr der Ost­mark habe die glücklichste und schönste Erfüllung eines alten deutschen Traumes gebracht. In un­ermüdlicher Arbeit habe das deutsche Volk das Jahr genutzt, feine wirtschaftliche Kraft zu stärken und seine Sicherheit vor feindlichem Angriff so weit zu erhöhen, daß es in Ruhe jeder Entwicklung entgegensetze, die Böswillige gegen Deutschland Her­vorrufen könnten.

Auslandsdeutschtum Träger ber Verständigung mit den anderen Völkern werbe unb bamit als wichtiger Friebensfaktor bient.

Der Sieg des Nationalsozialismus im Reich und feine großen inner- und außenpolitischen Erfolge haben im Ausland Bewunderung und Anerkennung, aber auch Neid und haß aus­gelöst. Vielfach stehen die Deutschen im Aus­land einer Welt von Verständnislosigkeit gegen­über. Es ist eine schwere und wichtige Ausgabe der Ausländsdeutschen, die viel Kraft und Eharakter- festigkeit und vornehme innere Haltung erfordert, die deutsche Gedankenwelt jenseits der Reichs­grenzen würdig zu vertreten. Kein Auslands­deutscher darf jemals vergessen, daß er zu jeder Zeil und an jedem Ort ein Stück Deutschlands ist.

Jeder^ Ausländsdeutsche hat es an sich erfahren, daß Deutschlands Größe, Macht unb Ansehen in ber Welt auch sein Ansehen im Auslanb bebingen. Wie auf allen Lebensgebieten ber Nation, so hat die na­tionalsozialistische Revolution auch im Leben ber Auslanbsbeutschen einen völligen Umschwung her- oorgerufen. In biesen wenigen Jahren national­sozialistischer Staatsführung ist nicht nur bie Wirt­schaft bes Reiches gewaltig im Aufstieg begriffen, auch bie Macht und bas Ansehen bes Reiches sinb aufs neue begrünbet worben. Die Deutschen im Ausland sind nicht mehr allein und schutzlos. Hinter ihnen steht ein großes Reich, auf das sie alle wieder stolz fein dürfen. Wie ge­waltig dieser Aufstieg ist, zeigt neben vielen anderen Tatsachen auch das große weltgeschichtliche Ereignis dieses Jahres.

Das Großdeutsche Reich, die Sehnsucht aller Deutschen, ist Wirklichkeit geworden.

Mit noch größerem Stolz und noch innigerer Freude können in diesem Jahre die Vertreter ber Deutschen in aller Welt in ber Stabt der Ausländsdeutschen Einkehr halten. Wenn wir uns dieser großen ge­schichtlichen Erlebnisse unserer Zeit bewußt werden, wollen wir eingedenk sein, daß alle Ereignisse der letzten Jahre dem Manne zu danken sind, der als Deutschlands Erwecker unb Retter, als der Schöpfer Großdeutschlands in die Geschichte der Nation eingeht: Adolf Hitler.

Der Führer und Reichskanzler hat die Nation von der Parteizwietracht befreit; er hat.die Wehrmacht des deutschen Volkes neu gegründet und das Reich auf der nationalsozialistischen Ideenwelt aufgebaut. Er hat wieder einmal, wie kein anderer, die Wahrheit des Satzes be­wiesen:THänner machen die Geschichte!"

Ihm bauten wir alle, baß wir mieber ein Deutsch- lanb ber Ehre, b e r Große unb Freude undberKraft besitzen." (Begeisterter Beifall.)

endlich stolz und glücklich sei das deutsche Volk dar- doch vielerorts behandelt, wie geächtet! Bis dann über, daß der Führer der Welt erneut gezeigt habe, endlich das neue- Reich Adolf Hitlers welche Leistungsfähigkeit, welche Stärke, welches I e nt st a n d.

iw Gießener Anzeiger

von einzelnen Nummern

General-Anzeiger für Oberhessen

richten: Anzeiger Gieße« V » I H

Stcmffurt1 Ädn 11686 Druck und Verlag: vrLhlsche llnlverfitättdruckerel H. Lange in Sieben. rchristleiivng und Geschäftsstelle: Schulftraße r